Hintergrund, Pflegende Kosmetik

Was ist ein Creme-Tiegel wert?

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wieviel Geld ihr für eine effiziente Gesichtspflege ausgeben müsst? Und ob Frauen, die sehr viel Geld für ihre (Anti-Aging-)Creme ausgeben, weniger schnell faltig werden als diejenigen, die ein günstiges Produkt verwenden?

Man könnte zu diesem Schluss kommen, wenn man Frauenzeitschriften durchblättert. Sie sind voller Anzeigen mit gephotoshopten Models und Schauspielerinnen, die für die neueste Creme mit exklusiven Wirkstoffen werben. In den redaktionellen Teilen der Magazine werden dazu ergänzend fast nur PR-beeinflusste Texte veröffentlicht, die ins gleiche Horn stoßen. Es ist kein Wunder, dass man eine kritische Einschätzung zu diesen Beauty-Produkten vergeblich sucht. Denn die Beauty-Branche ist einer der wichtigsten Anzeigenkunden für Frauenzeitschriften.

Und die Kosmetik-Branche boomt trotz Krise seit einigen Jahren gewaltig. Die Preise für Anti-Aging-Cremes im höheren Preissegment haben stark angezogen. Galt vor einigen Jahren noch eine Creme von 60 EUR als hochpreisig, so gibt es jetzt Tiegel für 500 EUR und darüber.

Aber was ist nur in diesen teuren Cremes enthalten, dass man solche Preise verlangen kann? Was unterscheidet sie von einer günstigen Creme? Ich hatte vor einigen Jahren eine Phase, in der ich ausschließlich hochpreisige Cremes verwendet habe. Carita, Shiseido, La Prairie, La Mer und wie sie alle heißen. Irgendwann habe ich mich allerdings gefragt, weshalb sie eigentlich wirkungsvoller sein sollen als günstige Drogeriemarkt-Cremes.

Ich stürzte mich in Fachbücher und Studien und musste feststellen, dass sich grundsätzlich fast alle Cremes aus ähnlichen Zutaten zusammen setzen: Sie bestehen aus Fetten (z.B. pflanzliche Öle, Mineral-Öle) und Wasser, die mittels eines Emulgators miteinander verbunden werden. Dazu kommen ggf. Feuchtigkeitsspender wie Glycerin oder aufpolsternde Stoffe wie Hyaluronsäure und Kollagen. Um die Creme haltbar zu machen, werden der Creme noch Konservierungsstoffe zugefügt.

Auch die wirklich teuren Cremes wie z.B. von La Prairie werden nach diesem Prinzip hergestellt. Den größten Anteil hat an einer Creme fast immer Wasser, eine sehr günstige Zutat. Die Fettphase besteht meist aus Derivaten von Erdöl oder billigen pflanzlichen Ölen. Erst gegen Ende der Inhaltsstoffe-Liste werden die höherwertigen Öle aufgeführt.

Dazu werden den teuren Cremes edle Wirkstoffe in kleinster Menge zugesetzt. Diese sollen dann den Preis und die Wirkung der Creme rechtfertigen. Das Produktmarketing stellt diese exklusiven und jahrelang erforschten Wirkstoffe stets in den Fokus, denn die anderen Bestandteile sind ja eher langweilig und klingen nicht so begehrenswert.

Ihr kennt sicher einige von den Wirkstoffen, die in den letzten Jahren lanciert wurden: Gold, Diamantenstaub, Extrakte exotischer Amazonas-Pflanzen, gemahlene Perlen, Extrakte wertvoller Trauben aus dem Bordeaux (Stichwort Château d’Yquem), Schlangengift und vieles mehr.

Ich bezweifle, dass diese Wirkstoffe etwas Grundsätzliches in punkto Hautalterung bewirken können. Schließlich sind in Deutschland nur Wirkstoffe in kosmetischen Cremes zugelassen, die die oberen Hautschichten erreichen. Falten entstehen jedoch in den tieferen Hautschichten.

Auch in der Naturkosmetik kann ich übrigens in letzter Zeit den Trend beobachten, dass Cremes hochwertige Wirkstoffe beigemischt und stark beworben werden. Die Preise dafür haben sich dementsprechend erhöht.

Wie kann es also sein, dass ein von den Herstellungskosten eher günstiges Produkt sich so teuer verkaufen lässt? Ein Aspekt sind natürlich die teuren Marketingkampgnen, die finanziert werden müssen. Jeder Kunde zahlt mit dem Kauf eines Tiegels die Anzeige in der Vogue mit, ebenso z.B. die Bemusterung von Redaktionen.

Die Gewinnspannen können aber auch deswegen erhöht werden, weil die hinter dem Cremetiegel stehende Botschaft hoch bewertet und teuer bezahlt wird. In unserer Gesellschaft wird körperliches Altern abgelehnt, jugendliches Aussehen soll um jeden Preis erhalten werden. Glatte Haut wird mit Jugendlichkeit, Erfolg in der Gesellschaft und in der Männerwelt gleichgesetzt.

Diese Wünsche und Träume, die man mit einem Cremetiegel kauft, sind natürlich sehr viel kostbarer als eine Fett-Wasser-Verbindung, weswegen Cremetiegel zu ganz anderen Preisen verkauft werden können. Ganz nach dem Motto: Weil ich es mir wert bin 😉 . Noch immer sind Frauen viel mehr von diesem Phänomen betroffen, obwohl sie dank der Frauenbewegung selbstbewusster und unabhängiger geworden sind.

Dabei hat die Natur das Altern vorgesehen, und ein Kampf dagegen ist quasi aussichtslos. Ab einem Alter von ca. 25 Jahren zeigt die Haut erste Falten, weniger Frische, sie bekommt Dellen und die Figur wird fraulicher. Die Bemühungen, diesen Prozess aufzuhalten, sind mühsam: regelmäßiger Sport, aufwändige Pflege, immer währende Diät.

Zusätzlich ist es sehr frustrierend, wenn man sich mit einer Sache beschäftigt, die von Vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Es ist einfach ein maßloser Anspruch, die mädchenhafte Figur und den Geist einer erfahrenen 50-Jährigen haben zu wollen. Der Hang zum Perfektionismus lässt grüßen! Und die ewige Unzufriedenheit ist leider auch vorprogrammiert.

Ich höre schon den Einwand, dass Männer aber nun mal schöne Frauen mögen. Das mag durchaus der Fall sein, mehr oder weniger ausgeprägt. Jedoch frage ich mich, wie eine Beziehung laufen soll, die auf Basis der Jugendlichkeit der Frau gegründet wird. Ich fürchte, da dauert es nicht lange, bis man mit einer jüngeren Frau ausgetauscht wird 😉 .

Selbstverständlich lehne ich Schönheit nicht ab (wie könnte ich?), aber für mich bedeutet Schönheit viel mehr als Jugendlichkeit. Schönheit ist tatsächlich viel komplexer!

Diejenigen, die statt auf Schönheit vor allem auf ihren Kopf gesetzt haben, lehnen sich jetzt vielleicht beruhigt zurück. Bestimmt zum Teil zurecht. Ich zählte mich auch eher zu dieser Gruppe. Allerdings beschlich mich vor einiger Zeit das Gefühl, dass ich – strukturell gesehen – in gewisser Weise sogar dem gleichen Phänomen erliege wie die Frauen, die sich stark um ihre Schönheit bemühen.

Denn eines haben diese beiden Frauengruppen gemeinsam, sie denken, dass sie etwas leisten müssen, um geliebt zu werden. Die einen müssen schön, die anderen intelligent und erfolgreich sein. Dabei hat Liebe mit Leistung nicht im Geringsten etwas zu tun. Leistung macht nicht anziehend, eine authentische Persönlichkeit schon.

Nichts wirkt unwiderstehlicher als ein inneres Feuer, eine Leidenschaft in sich zu tragen. Das lässt einen ganz sicher attraktiv erröten 😉 . Wer zufrieden mit sich und seinem Leben ist, strahlt dies auch aus. Es gibt keine größere Schönheit. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass auch Männer diese Art Schönheit spüren und aufregend finden.

Dies ist kein Plädoyer dafür, ungepflegt herumzulaufen oder all seine Pflegeprodukte wegzuwerfen. Aber es ist ein Plädoyer dafür, Verantwortung für sein eigenes Leben und die Ausbildung seiner Persönlichkeit zu übernehmen. Jugendwahn bringt nicht weiter, denn es ist ein Festhalten an vergangenen Verhältnissen. Für die Schaffung neuer Horizonte ist dann kein Platz frei. Auf Dauer ist es keine erfolgreiche Strategie, ausschließlich der  Kosmetikindustrie die Verantwortung für die eigene Attraktivität und Träume zu überlassen.

Zum Schluss möchte ich noch die Frage beantworten, die ich eingangs gestellt habe. Nein, ich denke nicht, dass eine Creme mit Gold mehr nutzt als eine Creme von Balea oder Martina Gebhardt. Die Haut braucht um gepflegt auszusehen (je nach Hauttyp) etwas Feuchtigkeit und Fett, mehr nicht. Für besondere Gelegenheiten kann man auch zu einer Creme greifen, die kurzfristig etwas aufpolstert (z.B. mit Hyaluronsäure oder Kollagen). Aber um langfristige Schönheit nach eigener Definition zu erreichen, hilft nur die Akzeptanz des eigenen Alterns und der eigenen Persönlichkeit.

Was ist eure Meinung zu diesem Thema? Verwendet ihr teure Anti-Aging-Cremes? Welche Erfahrungen habt ihr mit Anti-Falten-Cremes gemacht? Habt ihr noch Hoffung, dass die Kosmetikindustrie etwas tatsächlich Wirksames erforscht? Findet ihr mich heute zu moralisch 😉 ?

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21 thoughts on “Was ist ein Creme-Tiegel wert?
  • keimonish sagt:

    Ja, das habe ich mich allerdings auch schon oft gefragt:-) Wieviel bin ich bereit, auszugeben …..und auch der Nutzen hat mich nat. schon immer interessiert. 😉

    Da habe ich viele, teils fertige, teils unfertige Gedanken in meinem Kopf:-)
    Hier mal einige davon:
    Eine ganz labidare Einschätzung/Beurteilung hatte ich für mich immer parat, wenn ich mal über das Thema nachdachte, und die war:
    In 40 Jahren DDR gab es ältere Frauen mit viel Falten und wenig jugendlicher Ausstrahlung und ältere Frauen mit wenig Falten und viel jugendlicher Ausstrahlung und auch irgendwas dazwischen.
    Nach der Wende hab ich 20 Jahre im westlichen Teil Deutschland gelebt und gearbeitet und sah dort…….dasselbe Bild….
    also, kann es doch nicht an der Creme und den Wirkstoffen liegen?!

    Ich habe von der Ausbildung her, einige Kenntnisse über die Haut und habe mich aber auch (wie Du 🙂 ) in der Fachliteratur (Kosmetik) informiert und mir die Prinzipien angesehen und danach mein eigenes Konzept aufgestellt. Ein Physiker hat mal die Wirkung der Liposome und Nanosome untersucht und beschrieben und diese als Carrier für die Wirkstoffe benutzt, tatsächlich in tieferen Hautschichten nachgewiesen. Da das eine unabhängige Untersuchung war, hat mich das überzeugt. Auch habe ich bei der Anwendung von Cremes meist versucht, sie durch physikalische Maßnahmen, in tiefere Schichten zu bringen. Ob und wie mir das gelungen ist, weiß ich nat. nicht, weil ich ja keine Untersuchungen und Messungen dazu gemacht habe 🙂
    Vor einigen Jahren hab ich auf arte eine Sendung gesehen, in der eine amerikanische Gynäkologin (also eine Frau mit medizinischer Ausbildung) sich privat auch solche Fragen gestellt hat aber intensiv geforscht hat, mit Tiegelchen und Cremes in Labore (hatte sie ja gute Beziehungen) gezogen ist, Laboranten dafür gewonnen hat, die ihr bei der Beantwortung ihrer Fragen geholfen haben. Und auch da wurde als Resümee eine bestimmte Eindringtiefe von Hyaluronsäure und Urea festgestellt, die tiefer war als die Oberhaut.
    Ein anderer Aspekt:
    Eine Forderung an die Kosmetik ist, nur in den oberen Hautschichten zu wirken, wie Du ja auch schon geschrieben hast….
    ABER: das heißt nicht, dass es keine Pflege-/Wirkstoffe gibt, die tiefer gehen, sondern, dass DIESE dann ein Medikament wären (man kann sich ja auch über die Haut vergiften) und somit anderen Gesetzen unterliegen. Das bedeutet aber für die Kosmetikindustrie, einen weiten Weg zurücklegen zu müssen, mit Wirksamkeitsnachweis andererseits Unbedenklichkeitsnachweis (Nebenwirkungen) , eben insgesamt einlangwieriges, teures Genehmigungsverfahren. DAS wollen sie sich aber sparen, die Forschungen für die Kosmetikprodukte ist ja ohnehin schon teuer genug (wurde so in der arte-Sendung auch dargestellt)

    Das heißt für mich: es gibt also DOCH Wirkstoffe in der Kosmetik, die tatsächlich in tiefere Hautschichten gelangen können, nur welche sind das bei der Vielzahl von Produkten ? 🙂 schwierig….
    wenn man es doch nicht nachprüfen kann ?!
    Ich persönlich habe für mich daraus die Schlussfolgerung gezogen, nach Produkten zu suchen, die mich von dem, was ich weiß, überzeugen, sehe ob ich es vertrage und DAS eben anzuwenden.
    Im Klartext:
    ich benutze Hyaluronsäure pur und Urea (auch pur, aber nur 5%ig, da Harnstoff nicht konzentrationsabhängig wirkt)zu , ich sag mal: preiswerten Cremes dazu, z.B. von Balea oder RdL und aber darunter eine Serum , im Moment z.B. von Estée Lauder.
    Also kombiniere ich preiswert mit teuer 🙂 Ca. 100 Euro für das Serum und 2,75 Euro für die Creme, z.B. :-D:-D
    Und nat. wöchentl. Packungen (Masken haben geringeren Effekt), (da sind mir die Produkte egal, auch manchmal selbst Angerührtes)gelegent. Peeling und lege Wert auf eine schonende aber gründliche abendliche Gesichtsreinigg.

    Aber im Laufe der Jahre merkt man, dass die Haut eben andere Ansprüche hat und MEINE Pflege hat sich in Abständen nat. immer mal verändert.

    Nun hab ich SOOOOOO viel geschrieben und bin mir sicher, dass ich trotzdem irgendwas vergessen habe….aber egal jetzt mach ich Schluss:-)
    glG keimonish

    • beautyjagd sagt:

      Wow, was für ein langer Kommentar! Danke für deine Ausführlichkeit 🙂 Ich finde deinen Vergleich der Frauen in der DDR und im Westen sehr interessant, weil ich ja glaube, dass das Gutausehen gar nicht soooo viel mit den Cremes und Wirkstoffen zu tun hat. Das würde auch dafür sprechen.
      Und danke, dass du das mit den Medikamenten erwähnt hast. Ich habe auf einige Details verzichtet, weil ich befürchtet habe, das mein Post viel zu lang wird 😉 Bei mir ändert sich mein Hautpflege-Ritual auch immer wieder, aber auf superteure Cremes verzichte ich mittlerweile. Weil ich für mich keinen wirklich größeren Effekt feststellen konnte. Ich denke auch, dass das jeder für sich raus finden muss, was einem gut tut. Und wie gesagt: Glücklichsein und Zufriedenheit halte ich für die wichtigsten „Junghalter“ 🙂 Ganz liebe Grüße!

  • keimonish sagt:

    Die innere Einstellung ist das Wichtigste, das denke ich auch und jemand der eine innere Ausgeglichenheit ausstrahlt, wird auch „entknitterter“ 😉 aussehen und entspanntere Gesichtszüge haben. Aber „etwas für sich zu tun“ mit Cremes, Kosmetikstudio-Besuchen, Sport und Spa schafft auch ein Wohlgefühl und wirkt sich aus. Aber auch die Sonne, die Ernährungs-und sonstige Lebensgewohnheiten spielen eine große Rolle. Jemand der glücklich, ausgeglichen und zufrieden ist aber viel raucht, wenig schläft, sich ausschließlich von Fast Food ernährt und ein Stubenhocker ist, wird das sicher auch in seinem Gesicht sehen können. Ein bissel Selbstdisziplin gehört m.M.nach schon auch dazu. Aber wer macht schon immer alles richtig im Leben……
    „Der Weg ist das Ziel“….sag ich mir immer 🙂
    Es gibt aber auch junge Frauen, die schon viele Falten haben und trotzdem altersentsprechend jung aussehen und 80-jährige, die eine glatte Haut haben und trotzdem auch wie 80 aussehen ?! Da muss also sicher noch mehr dazu gehören, oder ? 🙂

    P.S.: Du hast eben Deine teure Produkte-Phase schon hinter Dir und ich fange gerade erst damit an 🙂 Das Night Repaire-Serum ist das 1. teure Produkt, das ich besitze bzw. mir gekauft habe.
    Bisher waren die teuersten Produkte bei mir so bis ca. 20 Euro aus der Apotheke.
    (aber auf das Serum schwöre ich im Moment, denn es hat sich meine Haut tatsächlich verbessert, seit ich es verwende und glücklich und zufrieden, ohne Sorgen bin ich schon seit vielen Jahren und ohne Stress, Druck und Ärger seit ca. 5 Jahren, das Serum verwende ich aber erst seit 1 Monat :-)))
    Liebe Grüße und einen erholsamen entspannenden Nachtschlaf 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Ich glaube auch, dass alles was man im Leben tut, sich irgendwie körperlich abzeichnet. Wer raucht, bekommt eher Falten, wer viel körperlich arbeitet, bekommt Muskeln und auch Verschleißerscheinungen etc. Klar machen solche Lebensweisen auch älter, aber warum auch nicht? Solange derjenige glücklich ist, kann er durchaus „trotzdem“ schön sein. Denn ich bin ja der Meinung, dass man sich nicht jung halten muss, um schön zu sein. Ich bin ja eher dafür, dass man „schön sein“ nach anderen Kriterien als Jugendlichkeit definiert. Liebe Grüße 🙂 !

  • keimonish sagt:

    P.S.: bevor ich jetzt ins Bett gehe muss ich das schnell noch loswerden, weil ich einige Passagen von Deinem Beitrag nochmal durchgelesen habe (als Nachtlektüre 😉 )….
    Du schreibst von den 2 Frauengruppen……..s.o.
    muss man denn so polarisieren ? Man kann sich doch um seine äußere Schönheit bemühen UND dabei intelligent sein und wissen, was Liebe bedeutet, dass sie nix mit Leistung zu tun hat und was Werte bedeuten ? Oder passt das Deiner Meinung nach nicht zusammen ?:-)
    Es kommt meiner Meinung nach auch darauf an, welchen Stellenwert das sich Bemühen um die äußere Schönheit hat, was für Prioritäten ich setze.? Wenn ich sie richtig setze, dann ist auch Platz für die Schaffung neuer Horizonte 🙂

    Mal unbescheiden,……. kann ich behaupten, dass ich das alles ganz gut vereinen kann und wir feiern auch in diesem jahr unseren 40. Hochzeitstag.
    Ja, ein bissel moralisch find ich Dich heute 🙂 aber trotzdem sympathisch moralisch, den ich glaube, ich weiß, was Du damit meinst bzw. ausdrücken willst :-))
    Gute Nacht

    • beautyjagd sagt:

      Das war dann ja eine echt moralische Nachtlektüre 😉 Ich hoffe, Du hast trotzdem gut geschlafen 😉
      Und erst mal Glückwunsch zum 40. Hochzeitstag, das ist ja der Wahnsinn 🙂 ! Und du hast ja im letzten Kommentar geschrieben, dass du sehr glücklich mit deinem Leben bist, da gehe ich absolut davon aus, dass Du wirklich toll aussiehst 🙂 🙂 🙂 !
      So polarisierend habe ich das mit den zwei Frauengruppen gar nicht gemeint, denn es gibt ja noch viel mehr „Gruppen“ (bzw. Individuen) als diese beiden! Es waren nur Beispiele, die zeigen sollten, dass Frauen leider häufig denken, dass sie etwas leisten müssen, um geliebt zu werden. Ich denke, dass es manchmal ein (weiter) Weg ist, solche Zusammenhänge zu erkennen und sich von diesen Mechanismen zu befreien. Ich bin absolut überzeugt davon, dass man diese beiden Punkte (und auch noch andere) sehr gut vereinen kann. Das macht ja dann das Gesamtbild der Schönheit aus.
      Ich glaube, wir müssen bald mal Kaffee trinken und mündlich diskutieren 🙂

  • keimonish sagt:

    gern :-)…..nur komme ich leider in den nächsten 2 Wochen nicht so schnell nach Istanbul :-P:-)):-)))…..

    z.B. Paulo Coelho hat dazu übrigens geschrieben:

    Die Liebe ist nicht im andern,
    sie ist in uns selbst;
    Aber für dieses Erwecken
    brauchen wir den anderen.

  • Andreea sagt:

    Ich muss tatsächlich etwas leisten um geliebt zu werden: Ich muss mich selbst lieben und akzeptieren wie ich bin. Das ist die einzige Aufgabe, die ich in meinem Leben sehe – der Rest ist business as usual (job etc.). Das ist also ein Prozess und den lebe ich.
    Als absoluter Ästhet und Purist find eich aber Äußerlichkeiten auch wichtig und auf einer Meta-Ebene weiss ich sie manipulativ einzusetzen (manipulieren bitte neutral sehen).

    Mit dem Alter wird man erwachsen, lässig und tolerant, anderen und sich selbst gegenüber.

    Ich benutze meine teure Schminke, meine nicht so teure Pflege, meine sehr teuren Handtaschen und ab und an trage ich mal einen teuren Fummel. Weil sie schön sind und mir gefallen (und ich den Kram doch etwas günstiger gekauft habe;-)

    Ein schöner Mensch, Charakter und Herz sind das, was währen, während Äußerlichkeiten Freude des Augenblicks sind.
    Ich finde das nicht zu moralisch, es sagt eigentlich das aus weshalb ich immer noch blogge. Weil es nach den Cremes noch eine andere Botschaft gibt.

    • beautyjagd sagt:

      Mich interessiert auch sehr, was hinter den Beauty-Produkten steht. Meine Blogger-Motivation dürfte deiner deswegen ganz ähnlich sein 🙂

      • Andreea sagt:

        Ja, ich lese bei Dir die DInge, die ich denke aber leider zu selten noch sage. Am Anfang war ich kritischer; jetzt denke ich, jeder wie er will. Ich versuche damit meinen Spaß daran zu erhalten; leider sind viel zu wenige Leute bereit zu „denken“ oder sich generell mit Dingen auseinanderzusetzen. Irgednwann hat es mich frsutriert und deshalb hole ich nunmehr nur noch selten die Moralkeuel raus. Tja – ich habe es fast aufegegebn, schlimm, oder?
        5 Jahre bloggen… aber selbstreflexiv muss frau bleiben, daher kriege ich Gott sei Dank immer noch die Kurve, vor allem wenn ich sehe dass sich auch andere damit beschäftigen. Danke dafür.

      • beautyjagd sagt:

        Danke schön dir! 🙂 Ich habe übrigens einen riesigen Spaß an den Beauty-Produkten, trotz Reflexion kann ich auch ganz schön unvernünftig sein 😉 Und ich bin durchaus der Meinung, jede wie sie will. Ich genieße es einfach, auf meinem Blog auch mal Sachen zu bringen, die man sonst vielleicht nicht so schreiben könnte… Und wer weiß, vielleicht regt es ja auch andere an?
        Was genau hat dich frustriert? Bin ja noch relativ neu am Bloggen…

  • Feuerseele sagt:

    Ich konnte bislang ebenfalls keinen eklatanten Unterschied zwischen teuren und günstigen Cremes feststellen. Die teuren sind meist schöner verpackt, wecken Sehnsüchte und vermitteln ein Lebensgefühl, sind Balsam für die Seele, wenn man sich was gutes tun will.

    Mit Anfang 40 kann ich sagen, wenig Sonne scheint das wichtigste zu sein. Wenn ich, wie kürzlich auf ehemalige Mitschülerinnen treffe, sieht man den Frauen sofort die Sonnenschäden, insbesondere durchs Solarium an, deren Haut hat dann so eine ganz bestimmte Struktur und Aussehen, dass man es sofort erkennt.

    Was mir noch aufgefallen ist, wenn ich vor dem Spiegel stehe, gehe ich ganz nah ran, manchmal halte mich mir einen Handspiegel direkt vors Gesicht, klar dass ich dann jede Pore und jede Linie sehe. Halte ich den Spiegel aber so weit von mir fort, wie der Abstand zu meinen Mitmenschen normalerweise mindestens ist, also etwa eine Armlänge, dann sehe ich gleich viel weniger Linien, Pickel, Unebenheiten. Das ist, was andere sehen.

    • beautyjagd sagt:

      Danke dir für das Mitteilen deiner Erfahrungen 🙂 Das mit der Sonne sehe ich auch so. Und ich glaube auch, dass wir uns manchmal zu sehr von Nahem betrachten und vergessen, dass Außenstehende uns mit Abstand sehen. Dazu kommt, dass man manchmal vielleicht auch zu sehr fixiert ist auf einen Makel (Falten, Pickel), und andere eher das Blitzen in den Augen oder das Lachen sehen. Apropos Lachen, Humor halte ich auch für einen Junghalter 😉 .

  • Wilma sagt:

    Ich bin auf das Forum gestoßen weil ich etwas über die La Prairie Cremes wissen wollte (Newsletter von Douglas, die werben jetzt für LP). Ich war erschrocken was die Cremes kosten! Ich bin jetzt 42 und muss auch ein bisschen pflegetechnisch mehr für meine Haut tun, obwohl ich nicht übermäßig viele Falten habe. Ich gehe einmal pro Monat zur Kosmetikerin und ansonsten benutze ich überwiegend Pflege vom DM Markt (Balea), auch die Tages und Nachtcreme vom Aldi ist sehr gut und wurde m.W. nach auch bei Stiftung Warentest beurteilt, mit gut oder sehr gut. Das Cremes wie La Prairie, HR, Dior usw… sündhaft teuer sind liegt doch daran das man die Werbung in jeder Zeitung sieht und schlägt sich auf den Preis nieder. Und ich finde, dass die Cremes auch nicht mehr können als Pflege im normalen Preissegment. Unterstützend nehme ich jetzt noch 2-3 mal in der Woche ein Dermaroller, Stärke 0,5 mm und rolle vorm auftragen der Pflegeprodukte mein Gesicht. Wirkt echt Wunder!

    • beautyjagd sagt:

      Dein Pflegeprogramm hört sich doch gut an 🙂 . Die Preise von La Prairie sind sehr hoch, denn die Marke ja marketingmäßig auch als besonders edel und hochwertig positioniert ist. Und man muss mit Sicherheit nicht soviel Geld ausgeben, um gepflegt auszusehen.

  • ania sagt:

    dieser Text ist so wundervoll geschrieben. das war auch meine nachtlektüre 🙂

  • Veleda sagt:

    Zurück aus dem Urlaub, sage ich toller Beitrag *nick*
    Habe in den Niederlanden den Trewnd beobachten können das sich auch da mehr pseudo-Naturkosmetika breitmachen…aber auch den Gegenteiligen Trend mit ‚autonomen grünen‘ Zeitschriften zb ‚Onkruid (Unkraut) .

    Weiter so, ich liebe deinen Blog, je länger ich dabei bin 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Danke schön, das freut mich sehr 🙂 ! Und da hast Du ja einen ganz alten Artikel von mir ausgegraben, hab ihn mir mal gerade selbst wieder durchgelesen und vertrete auch weiter diese Meinung.
      Onkruid habe ich mir gerade mal notiert, wenn ich mal wieder in NL bin, werde ich meine Augen danach offen halten – danke für den Tipp!

  • Irmi sagt:

    Früher habe ich mich auch von eleganten Werbungen mit tollen Models etc. in Frauenzeitschriften einfangen lassen und viel zu viel Geld für teure Cremes ausgegeben, die letztlich außer kurzer Freude nach dem Kauf nicht viel gebracht haben. War vor ca. zwei Jahren bei einer kostenlosen Kosmetikbehandlung von einer japanischen Firma in einer Parfümerie. Mir wurde eine Serie empfohlen, die mit Tages- und Nachtcreme, Augencreme und Reinigung fast 800 € kosten sollte. Das war mir auch zuviel! Da habe ich mich gefragt, was sind das denn für Wirkstoffe, die solche Preise rechtfertigen! Das Ergebnis im Internet war total ernüchternd und hat mich wütend gemacht, diese viele Chemie wollte ich nicht mehr im Gesicht haben. Habe danach auf NK umgestellt und bin glücklich damit, obwohl hier auch mal Fehlkäufe dabei sind.
    Irgendwie sehe ich jetzt Kosmetika als das an, was sie sein sollen: Pflegemittel für die Haut. Den Spaß an der Kosmetik will ich mir aber trotzdem nicht nehmen lassen. Nur das richtige Maß sollte man finden.
    Mir wurde klar, dass Zufriedenheit und Schönheit halt auch aus der Seele kommen muss und habe jetzt wieder Freude auch an kleinen Kosmetikkäufen. Immer wieder mit wachen Sinnen sollte man durch den Tag gehen und nicht nur Freude an dem haben, was man gerade gekauft hat.

    • beautyjagd sagt:

      Mir ging es ja ähnlich: Ich habe auch eine konventionelle superteure Highendcreme verwendet und mich irgenwann mal gefragt, was da eigentlich drin ist. Ab da konte ich quasi nur noch Naturkosmetik verwenden bzw habe mir immer die inhaltsstoffe von jedem Produkt angesehen.
      Spaß und Freude habe ich an Kosmetik trotzdem weiter, vielleicht sogar mehr denn je.