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L’Oréal Studio Secrets: 90° Easy-Mascara

Ihr seht richtig, diese Mascara hat einen Knick! Und das war auch der Grund, weshalb ich sie ausprobiert habe. Die Bürste kopiert einen Trick von Visagisten, das Bürstchen von Mascaras zu knicken, um die Wimpern besser tuschen zu können. Ich war deswegen sehr gespannt, wie sich das umgebogene Bürstchen so machen würde.

Das erste Exemplar der „90° Easy-Mascara“ von L’Oréal Studio Secrets, das ich kaufte, musste ich allerdings zurückgeben. Ich wollte die Bürste aus der Tube ziehen – und hatte lediglich den Griff des Bürstchens in der Hand. Das umgetauschte Exemplar Nr. 2 war dann intakt, aber ich konnte mir jetzt vorstellen, wie fragil das Scharnier der Knick-Bürste ist.

Die Mascara gehört zur Studio Secrets-Theke von L’Oréal. In den Pressemitteilungen wurde von extremer Verlängerung, Schwung und Volumen ab der Wimpernwurzel gesprochen. Blumige Versprechungen, nicht wahr 😉 ?

Der Flakon der Mascara ist schlicht schwarz, die Aufschrift silbern spiegelnd. Als besonders hochwertig verpackt würde ich die Mascara nicht bezeichnen.

Und so funktioniert das Ganze: Im ersten Schritt zieht man die Bürste bis zum pinkfarben markierten Knick aus dem Flakon.


Dann knickt man die Bürste um 90 Grad um. Aber Achtung, genau hinschauen, in welche Richtung das Scharnier beweglich ist! Es ist sehr zerbrechlich und macht auf mich keinen stabilen Eindruck.


Wenn der 90°-Winkel erreicht ist, hält sich das Bürstchen gut in dieser Position.

Das Bürstchen selbst ist für mich ziemlich gewöhnlich mit normal kurzen Borsten, die zur Spitze hin kürzer werden:

Die Mascara gibt es übrigens nur in schwarzer Farbe. Da ich sowieso nur schwarze Wimperntuschen verwende, habe ich das nicht als Einschränkung empfunden.

Jetzt zum Test. Hier wieder meine Wimpern in Natur, ohne Wimpernzange, ungeschminkt:

Mit dem umgeknickten Bürstchen tusche ich die Wimpern wie immer von der Wimpernwurzel zu den Spitzen. Anfänglich ist es etwas ungewohnt mit der abgeknickten Bürste zu arbeiten. Nach einer Weile gewöhnt man sich aber daran.

Allerdings habe ich nicht den Eindruck, dass ich wesentlich besser als sonst an die Wimpern von unten herankomme. Der Effekt einer Wimperntusche wird meiner Meinung nach doch hauptsächlich vom Bürstchen und der Farbe beeinflusst – Knickbürstchen hin oder her. Aber seht selbst.

Ich musste ordentlich tuschen, bis ich das folgende Ergebnis erzielte:


Die Farbe überträgt sich nicht so gut vom Bürstchen auf meine Wimpern. Die Mascara klumpt aber kaum und man erzielt einfach einen natürlichen bis klassischen Look. Da ich es aber eher mag, wenn die Wimpern richtig lang und voluminös sind, habe ich mehrere Schichten aufgetragen. Leider finde ich das Ergebnis durchschnittlich. Aber es klebt auch nichts zusammen, was ich positiv werte.

Wie finde ich das Tuschen mit der abgeknickten Bürste? Da ich Rechtshänderin bin, tue ich mir beim Tuschen meines rechten Auges mit der abgeknickten Bürste tatsächlich leichter. Beim linken Auge muss ich mein Handgelenk etwas verdrehen, um gut von außen-unten an die Wimpern heranzukommen. Das finde ich nicht so praktisch, da ich dadurch nicht so viel Kontrolle habe.

Eine abgeknickte Bürste dürfte vor allem dafür geeignet sein, einer anderen Person die Wimpern zu tuschen, weil man dadurch besser an ihre Wimpern herankommt. Sicher wird dieser Trick deswegen von Visagisten empfohlen. Aber um professionell eingesetzt zu werden, müsste das Scharnier stabiler sein.

Die Inhaltsstoffe der Mascara konnte ich leider nirgends herausfinden. Wahrscheinlich sind sie irgendwo an der Theke „versteckt“. Im Netz konnte ich sie nicht in zuverlässigen Quellen auftreiben. Bio sind sie ganz sicher nicht und von hochwertigen Bestandteilen kann man bei L’Oréal auch selten sprechen.

Die Mascara gibt es bei dm, Müller, Budni und bei Douglas. Sie enthält 7 ml und kostet ca. 14 EUR.

Mein Fazit: Ein lustiger und bisher einzigartiger Gag. Nur das Scharnier empfinde ich als zu fragil, das schmälert den Spaß an diesem Gimmick schon sehr. Das Bürstchen und die Farbe sind sehr durchschnittlich und der Effekt kann auch mit einer günstigeren Mascara leicht erreicht werden. Wer ausprobieren möchte, wie es sich mit einer geknickten Bürste tuscht, sollte einfach das  Bürstchen eines günstigeren Modells mal umknicken.

Habt ihr die 90°Grad-Mascara schon gesehen oder ausprobiert? Wendet ihr den Trick mit der umgeknickten Bürste an? Erzielt ihr dadurch bessere Resultate?

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2 thoughts on “L’Oréal Studio Secrets: 90° Easy-Mascara
  • keimonish sagt:

    Mir ist das abgewinkelte Bürstchen noch nicht augefallen. Ich habe aber auch schon versucht, ein Bürstchen selbst „umzufunktionieren“ und abzuknicken, wie ich es bei Visagisten gesehen habe. Aber dabei ging es mir wie Dir. Die rechte Seite ging ganz gut und links eher weniger. Als Endergebnis war es bei mir auf diese Weise auch nicht besser. Die Wimpernspiralen kann man ja auch einzeln bekommen. Da habe ich eine abgewinkelte im Bad stehen, die ich ab und zu doch mal wieder probiere. Neuerdings mit Cake-Eyeliner 🙂

    Die Scharnierlösung, kann ich mir auch nicht optimal vorstellen, so wie es aussieht und Du es beschrieben hast.
    Also etwas, was man nicht unbedingt kaufen muss, für 14 Euro ?!
    Das Ergebnis bei Dir gefällt mir gut aber das finde ich bei dem kürzlich vorgestellten Mascara von Bourjois (?) auch und der Aufwand DA, war ja sehr viel geringer.

    Ich hab aber auch von L’Oréal die Mascara mit der Kugelbürste, die man ja in jedem Winkel benutzen kann. Aber das Endergebnis ist bei mir da auch nicht besser als bei anderen. Im Gegenteil. Das Formen geht ja damit gar nicht.(am gesamten Wimpernkranz) ich verwende sie jetzt höchstens mal zur Ergänzung, in den „Ecken“.

    • beautyjagd sagt:

      Wenn es dir mit der abgeknickten Bürste auch so ging, bin ich ja beruhigt, weil ich schon dachte, ich wäre zu ungeschickt 😉
      Ich hatte übrigens auch mal diese Kugelbürste von L’Oréal, letztendlich habe ich sie auch nur in den Ecken verwendet.