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O Boticário 1: Pflegende Kosmetik aus Brasilien


Könnt ihr noch ein bisschen Portugal und Brasilien? Als ich die Fotos zu diesem Post gemacht habe, kamen mir etwas Befürchtungen, dass das niemanden mehr interessiert. Schließlich kommt man an die Produkte nicht so einfach ran. Ich hoffe trotzdem, dass es euch Spaß macht, ein bisschen was über O Boticário zu erfahren *hoff*.

O Boticário gibt es seit 1977 und entstand aus einer Apotheke im Süden Brasiliens. (Daher kommt auch der Name, Boticário heißt so etwas wie Apotheker.) Mittlerweile ist die Firma eine der größten Kosmetik-Franchise-Firmen der Welt. Allein in Brasilien gibt es über 2000 Filialen. Vertreten ist O Boticário aber auch in 15 anderen Ländern, darunter Japan, Portugal, Angola und die USA.

Die Hauptkonkurrenten heißen Avon und Natura, letzterer ebenfalls ein brasilianischer und sehr erfolgreicher Kosmetik-Vertrieb. Das Sortiment von O Boticário umfasst 480 Produkte, sowohl Körper- als auch Gesichtspflege, Makeup und Haarpflege-Produkte.

In Lissabon habe ich einige Filialen der Kette gesehen. Ein bisschen musste ich an Yves Rocher denken, als ich den Laden das erste Mal sah. Pflanzliche Zutaten stehen im Fokus, aber echte Bio-Produkte gibt es nicht.

Ich habe mir drei Sachen aus der pflegenden Range gekauft, die ich euch kurz vorstellen möchte. Eines der Produkte finde ich richtig interessant.

Die Bodylotion „Camomila e Malva“ gefiel mir wegen dieser beiden genannten Pflanzen, der Kamille und der Malve. Ich dachte, dass das eine interessante Duftrichtung sei. Es gab noch fünf andere Sorten an Bodylotions zur Auswahl.

Die Flasche ist nicht gerade zierlich und mit einem praktischen Pumpspender ausgestattet. Die dünnflüssige Lotion zieht gut ein, riecht aber nicht besonders interessant oder gar sexy, sondern sehr gewöhnlich.

Die Inhaltsstoffe basieren auf Wasser und Glycerin. Immerhin kommt man ohne Parabene aus. Andere Zutaten wie Triclosan gefallen mir weniger:

Die Bodylotion enthält 400 ml und kostet in Portugal 12,90 EUR.

Richtig spannend finde ich das nächste Produkt, das ich zuerst in der Zeitschrift „Lux Woman“ abgebildet sah. Dabei handelt es sich um ein flüssiges Puder-Deo. Es heißt „Talco Líquido Desodorante“, basiert aber nicht auf Talc, sondern auf Tapioca-Stärke.


Damit ihr euch besser vorstellen könnt, wie das funktioniert, habe ich ein bisschen was davon auf meinen Handrücken gegeben:

Die weiße dünnflüssige Creme streiche ich auf alle Körperteile, an denen ich leicht schwitze. Unter den Achseln ist die Menge auf dem Foto auch absolut ausreichend. Wenn die Flüssigkeit eingezogen ist, bleibt ein sehr angenehmes, trockenes Hautgefühl zurück, das lange anhält.

Als alleiniges Deo habe ich es mir bei der momentane Wärme hier noch nicht getraut anzuwenden. Wenn der Duft dieser Tapioca-Flüssigkeit etwas ansprechender und die sonstigen Bestandteile besser wären, ich würde dieses Produkt absolut empfehlen. Eine tolle Idee!

An den ersten drei Inhaltsstoffen habe ich nichts auszusetzen, einige der anderen gefallen mir weniger (z.B. Parabene, Triclosan, etc.):

Das flüssige Deo-Puder enthält 250 ml und kostet 12,90 EUR.

Das Shampoo „Castanha de Para e Jabuticaba“ habe ich wegen der brasilianischen Herkunft der Pflanzen ausgewählt. Para-Nuss kennt man ja noch, aber von der Baumstammkirsche hatte ich noch nie etwas gehört. Sie wächst in Braslilien, die Früchte hängen quasi direkt am Stamm.

Wie nötig diese Frucht in einen Shampoo ist, frage ich mich. Sie soll antioxidativ wirken. Aber ich finde es immer spannend, exotische Pflanzen und Früchte kennen zu lernen.

Das Shampoo selbst ist lila gefärbt:

Ich habe ziemlich pflegeleichtes, kurzes Haar, weswegen ich keine Haar-Pflege-Expertin bin. Für meine Zwecke ist das Shampoo ausreichend, allerdings riecht es sehr fruchtig und die Inhaltsstoffe basieren auf SLS. Außerdem sind Silikone enthalten:

Das Shampoo enthält 400 ml und kostet 7,90 EUR.

Neben der pflegenden Kosmetik gibt es bei O Boticário auch Parfums. Mich haben spontan keine davon angesprochen.

Mein Fazit: Insgesamt sind die Produkte von O Boticário nicht gerade günstig bepreist. Auch die Inhaltsstoffe gefallen mir weniger. Einige Produkte wie das flüssige Deo-Puder oder die Zutaten exotischer Pflanzen sprechen mich aber an.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Welt der großen Kosmetik-Firma O Boticário geben. In einem der nächsten Posts stelle ich euch die neu überarbeitete Makeup-Linie vor.

Kanntet ihr O Boticário? Wusstet ihr, dass das so eine große Firma ist? Und kauft ihr eigentlich bei Direktvertrieben wie Avon ein?

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