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Chanel: Nagellacke Mimosa und Morning Rose

Meine Fingernägel leuchten zitronengelb. Nein, ich bin keine sieben Jahre alt und Fasching ist schon vorbei. Es ist auch nicht so, dass ich sonst keinen Nagellack hätte und das der einzige verfügbare wäre. Nein, im Gegenteil 😉 !

Seit Wochen klappere ich alle Parfümerien ab, um zu sehen, ob die neue Sommer-Kollektion „Les Fleurs d’Été“ von Chanel schon da ist. Im Visier: Der gelbe Nagellack „Mimosa“.

Und das, obwohl ich gelesen habe, dass der Lack ziemlich transparent ist und erst ab der dritten Schicht deckt. Das Beste ist, ich mag die Farbe Gelb normalerweise gar nicht. Außer natürlich an echten Mimosen, die im Frühjahr in Südfrankreich blühen.

Ergo: Mit Logik hat das Einkaufen von Beauty-Produkten bei mir relativ wenig zu tun. „Mimosa“ ist ein Lack, der mich aufgrund seiner absurden Farbe besonders angezogen hat. Ich musste ihn einfach ausprobieren. Schön fand ich auch die Vorstellung, wie ich damit bei meinem ehemaligen Arbeitgeber aufgetaucht wäre. Der wäre sicher glatt vom Stuhl gefallen 😉 .

Interessanterweise hat Chanel neben diesem Farbkracher zwei andere Nagellacke lanciert, die eher brav sind. Ein heller Lack mit Perlmuttschimmer „Beige Petale“ und „Morning Rose“, ein Rosa mit feinen goldenen Schimmerpartikeln.

Links seht ihr auf dem Swatch den „577 Mimosa“, rechts den „557 Morning Rose“:

„Mimosa“ ist nach drei Schichten (manchmal sogar vier) ein schönes Gelb, das weder zu stark ins Grünliche, noch zu sehr ins Orange spielt. Der goldene Schimmer ist nur sichtbar, wenn man ganz genau hinguckt oder wenn die Sonne darauf scheint. Überraschenderweise ist es auch für hellhäutige Personen nicht untragbar.

Der Auftrag ist tricky, da der Lack ziemlich flüssig ist und dazu neigt, Streifen zu bilden. Ganz feine Bläschen konnte ich nach einer Weile auch noch feststellen, ein Problem, das ich schon mit dem „Paradoxal“ hatte. Der Pinsel ist wie üblich schmal und mittellang.

„Morning Rose“ hat deutlich mehr und sichtbar goldenen Schimmer. Das Rosa geht leicht ins Apricot. Der Auftrag hat bei mir besser geklappt als beim „Mimosa“, aber auch bei diesem ziemlich flüssigen Lack brauche ich drei Schichten. Mit der Trockenzeit war ich bei beiden Lacken zufrieden.

Die Inhaltsstoffe unterscheiden sich etwas. Deswegen hier zuerst die des Mimosa:

Wie die Bestandteile des „Mimosa“ sind auch die des „Morning Rose“ big-3-free:

Die Nagellacke enthalten je 13 ml. Da Chanel die Preise erhöht hat, kosten sie je 23 EUR. Erhältlich sind sie in Parfümerien und Kaufhäusern, die Chanel führen. Wenn ihr einen der Lacke gerne hättet, müsst ihr euch beeilen. Online sind sie bei Douglas bereits ausverkauft.

Mein Fazit: Fast habe ich den Eindruck, dass Chanel mit dem „Mimosa“ einen Hype erzwingen wollte. Auch wenn der Gelbton an und für sich gelungen ist, finde ich die Qualität des Lacks eher lausig. Zu meinem schwarzen Kleid, das ich heute trage, macht sich der Lack gar nicht schlecht. „Morning Rose“ ist eine schöne, aber keine aufregende Farbe. Dafür ist sie sehr gut im Alltag tragbar.

Habt ihr die neue Kollektion „Fleurs d’Été“ von Chanel schon gesehen? Wie findet ihr die Nagellacke? Was sagt ihr zu Gelb auf den Fingernägeln? Sind eure Kaufentscheidungen logisch nachvollziehbar 😉 ?

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13 thoughts on “Chanel: Nagellacke Mimosa und Morning Rose
  • Fairy sagt:

    der morning rose sieht dem Catrice – miss piggy reloaded auf dem Bild irgendwie total ähnlich 🙂 bin von dem auf jeden fall begeistert

    • beautyjagd sagt:

      Den Miss Piggy Reloaded habe ich nicht, werde ich mir aber morgen direkt mal ansehen 🙂
      Edit: Ich habe bei den Beautyjunkies einen Vergleichsswatch gesehen, Miss Piggy Reloaded ist um einiges heller als der Morning Rose. Ist also kein Dupe.

  • Gelb auf den Nägeln geht für mich leider gar nicht, ich fühle mich damit nicht wohl, keine Ahnung weshalb. Mein Focus liegt auf Morning Rose, bei uns ist die Kollektion aber noch nicht eingetroffen. Ich denke nicht, dass Kaufentscheidungen bei dekorativer Kosmetik logisch nachvollziehbar sind, bei mir ist das alles meist Gefühlssache und simples Gefallen. 🙂

    • beautyjagd sagt:

      So richtig habe ich mich auch noch nicht an meine gelben Fingernägel gewöhnt, sie sind schon sehr … krass. Für jeden Tag ist das definitiv auch nichts für mich. Morning Rose ist sehr schön und passt bestimmt auch gut zu dir (ich kenne zwar nur deine Manis vom Blog, aber stelle ich mir so vor 🙂 ).

  • cam sagt:

    Am Samstag war überall nur noch der Beige Petale zu haben haha den will wohl keiner ^^ Mimosa find ich trotz der Farbe herrlich schön – aber sowas kann ich halt nur in der Freizeit tragen.
    Persönlich versteh ich den Hype um Chanellacke ohnehin nicht – für mich haben sie nicht die beste Qualität.

    • beautyjagd sagt:

      Mit der Qualität hängt der Hype definitiv nicht zusammen. Manche Lacke von P2 lassen sich deutlich besser auftragen. Und Beige Petale wird vernachlässigt, das hatte ich schon geahnt 😉 .

  • Mia sagt:

    Ich habe mich total in den Morning Rose verliebt und konnte nicht widerstehen 🙂 Ich hab auch bisher kein wirkliches Dupe irgendwo gesehen und da er perfekt zu meinem Hautton passt ist er gestern bei mir eingezogen 🙂 War übrigens der letzte, von Mimosa gab es noch 3 Stück ;-)Der ist mir aber nicht aussergewöhnlich genug bzw. finde ich gelb nicht so toll, als dass mir der Catrice Don’t feed the birds nicht reichen würde…und einen ähnlichen von Gosh habe ich auch noch zu Hause, das reicht gelbtechnisch bis in alle Ewigkeit, auch wenn sie keine wirklichen Dupes sind 😉 Aber Morning Rose wird sicher oft ausgeführt, da kann ich die 19,80 Euro für rechtfertigen ;-)Zumindest als Beautyjunkie *hust* 😉

    • beautyjagd sagt:

      Ich trage auch auch gerade den Morning Rose und mag ihn gern an mir. Der kommt im Sommer bestimmt öfter zum drauf 🙂 Vielleicht wird er ja echt beliebter als der Mimosa sein?

  • Louisa sagt:

    Morning Rose sieht wirklich sehr schön aus (wenn Chanel-Lacke nur nicht so teuer wären…), aber Mimosa ist mir dann doch zu gelb.
    Ansich mag ich nämlich gelb auf den Nägel, aber eher so ein pastelliges.
    Vor Jahren hatte ich mal einen Lack von Manhattan, der hellgelb mit etwas Schimmer war; zwar etwas durchscheinend, aber nach zwei/drei Schichten ganz hübsch.

    Manchmal ärgere ich mich wirklich, dass ich fast alle alten Lacke mal weggeworfen habe, aber dieser wäre sicher eh nun eingetrocknet.
    Mir kommt es z.T. so vor als hätte es früher schönere Lackfarben gegeben (zumindest bei Manhattan, was anderes habe ich komischerweise nie gekauft).

  • Andreea sagt:

    Also ich habe mal einen dunkelblauen Lack gekauft, auch Chanel, das hat mit Vernunft NIX zu tun. Und die Preise sind eh jenseits von Logik – ich kaufe allerdings nix mehr. Mich nerven die Preiserhöhungen, der letzte Chanel Lippi hat 30 Euro gekostet. Ist gut jetzt! Das macht kein Spass mehr.
    Was Lacke betrifft – Manhattan ist ein heisser Tipp. Bin gegen allergisch, aber QUalität und Farben sind gut und der Preis sowieso.

  • Flausenfee sagt:

    Ich habe mich von dem ganzen Hype anstecken lassen und wollte unbedingt alle Lacke der Les Fleurs d’ete de Chanel Kollektion haben. Da Mimosa und Morning Rose hier überall ausverkauft waren, habe ich sie dann sogar in den den USA bestellt. Nur Beige Petale habe ich noch hier in Deutschland bekommen können. Den fand ich allerdings wirklich total langweilig.

    Chanel Mimosa finde ich – obwohl ich eigentlich kein Fan von Gelb bin – ganz interessant und schon irgendwie besonders, ist aber ein Lack, den ich nicht unbedingt regelmäßig tragen werde. Morning Rose finde ich dagegen traumhaft schön. Ihr könnt ja mal hier schauen, da habe ich Bilder eingestellt, wie die drei Nagellacke bei mir auf den Nägeln aussehen: http:// mein-erfahrungsbericht.de/html/chanel_fruhling_sommer_nagella.html

    Liebe Grüße
    Flausenfee