International, Medien

No More Dirty Looks

Über das Pfingst-Wochenende habe ich ein Buch gelesen, das fast so spannend wie ein Krimi war. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Und das ist eine Aussage, die ich für ein Buch über Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten ziemlich überraschend finde.

Engländer und Amerikaner schaffen es doch immer wieder, Wissensvermittlung unterhaltsam zu gestalten, ohne oberflächlich zu werden. „No More Dirty Looks“ ist also das ideale Einsteigerbuch für all diejenigen, die bisher eher Scheu hatten, sich mit dem Thema Inhaltsstoffe auseinanderzusetzen.

Für die beiden amerikanischen Autorinnen des Buches begann alles in einem Friseursalon in West Hollywood. Nach einem glättenden Brazilian Blowout für 400 Dollar tränten ihnen die Augen und die Haare rochen unangehm. Sie fragten sich, wie es dazu kam und fanden heraus, dass die Behandlung mit Formaldehyd durchgeführt wurde.

Einige Wochen lang nach der chemischen Behandlung sah das Haar zwar perfekt glatt aus, bis es auf einmal damit vorbei war. Die Haare befanden sich sogar in einem schlechteren Zustand als vorher.  Beauty-Produkte sollen doch schöner machen und nicht das Gegenteil bewirken, so dachten sich Siobhan O’Connor und Alexandra Spunt.

Nun wollten die beiden Journalistinnen genauer wissen, aus was Beauty-Produkte eigentlich bestehen. Sie fragten sich z.B., wieviele Pflanzen in einem Shampoo von Herbal Essences enthalten sind, oder wieso die amerikanischen Behörden krebserregende Zusatzstoffe in Kosmetikprodukten zulassen. (Die Gesetzgebung in der EU ist zwar schon weiter, gestattet aber auch noch viele fragwürdige Stoffe.)

Auf ihrer Suche nach Antworten sprachen die Autorinnen mit Dermatologen, Chemikern oder Toxikologen. Außerdem durchforsteten sie den amerikanischen Kosmetikmarkt nach sauberen Beauty-Produkten, die nachhaltig schöner machen.

Die Hauptaussage des Buches lässt sich ist wenigen Sätzen zusammenzufassen: Die Haut ist unser größtes Organ. Da sie durchlässig ist, werden viele Stoffe, die man darauf aufträgt, direkt ins Innere des Körpers transportiert und finden sich im Blut, in den Organen oder im Urin wieder.

Die beiden Autorinnen empfehlen deshalb, mit einem einfachen Schritt bei der Umstellung auf Naturkosmetik zu beginnen, und die übliche Bodylotion mit einer aus dem Naturkosmetik-Bereich zu ersetzen. Schließlich trägt man eine Bodylotion täglich großflächig auf die Haut auf. Das fand ich ziemlich einleuchtend.

Nach diesem allgemeinen Teil werden im Buch die gängigsten Inhaltsstoffe und deren schädliche Wirkung kurz und in verständlicher Sprache erklärt. Dabei kann  einem schon leicht übel werden, wenn man schwarz auf weiß liest, was Sulfate oder PEG-Verbindungen mit der Haut und im Körper so machen. Ich hatte danach auf einige Produkte in meinem Bad keine Lust mehr.

Im Hauptteil des Buches wird jeder Produktkategorie ein eigenes Kapitel gewidmet. Unter „Your Hair“ finden sich dann z.B. die Abschnitte Shampoo, Conditioner, Leave-Ins, Anti-Schuppen-Behandlungen, Glättungsmittel und Haarfarben.

Toll finde ich, das die Autorinnen auch Produktempfehlungen geben. Dadurch erhält man einen guten Einblick, welche Bioprodukte auf dem amerikanischen Markt angeboten werden. Deutsche Marken wie Dr. Hauschka und Lavera werden übrigens auch häufiger genannt. Außerdem erhält man einfache Tipps, wie man Kosmetik selbst herstellen kann.

Beide Autorinnen mögen übrigens glamouröse Looks und beurteilen Produkte nicht nur im Hinblick auf ihre Bestandteile, sondern auch daraufhin, ob sie funktionieren. Deswegen sind sie manchmal dazu bereit, Abstriche bei den Inhaltsstoffen zu machen.

Sie finden es jedoch wichtig, darüber informiert zu sein und Werbeaussagen nicht einfach zu glauben. Dazu gehört auch, zu akzeptieren, dass keine Creme der Welt gegen Dehnungsstreifen helfen kann.

Abgeschlossen wird das Buch mit zwei kürzeren Kapiteln zum Thema Ernährung und Lebensstil. Darin waren für mich keine bahnbrechend neuen Erkenntnisse enthalten. Aber diese Abschnitte zeigen auf, dass die Lebensmittelindustrie ähnlich wie die Kosmetikindustrie tickt. Und dass Schönheit auf Dauer vor allem von Innen kommt.

Im Anhang findet sich in „No More Dirty Looks“ eine Blacklist mit den zu vermeidenden Inhaltsstoffen sowie eine ganze Reihe an wissenschaftlichen Quellen.

Die Sprache des Buches ist manchmal etwas mädchenhaft, was das Buch für mich jedoch amüsant und lebensnah macht. Es ist gut lesbar und vorbildlich strukturiert. Unterhaltsam ist es auch deswegen, weil die persönlichen Erfahrungen der Autorinnen sich mit den faktischen Teilen abwechseln.

Ich habe das Buch über amazon.de für 10,95 EUR gekauft. Auf ihrem Blog schreiben die Autorinnen zu aktuellen Themen und stellen weitere Produkte vor, die sie entdeckt haben.

Siobhan O’Connor/Alexandra Spunt: No More Dirty Looks. The Truth about your Beauty Products and the Ultimate Guide to Safe and Clean Cosmetics. Da Capo Press Lifelong Books, 2010.

Mein Fazit: Auch wenn mir vieles schon bekannt war, hat mich „No More Dirty Looks“ nochmals zum Nachdenken angeregt. Gleichzeitig macht es Spaß, die beiden Autorinnen auf ihrer Suche nach guten Beauty-Produkten zu begleiten. Und eine Bodylotion, die keine Naturkosmetik ist, wird es zukünftig in meinem Bad schwer haben.

Kennt ihr das Buch „No More Dirty Looks“? In den USA muss es einen ziemlichen Wirbel darum gegeben haben. Beschäftigt ihr euch mit den Inhaltsstoffen eurer Kosmetik-Produkte? Wie kam es dazu? Wie streng seid ihr? Seid ihr bereit dafür auf Anwendungskomfort zu verzichten? Was ist euer liebstes Bio-Beauty-Produkt (darauf bin ich besonders neugierig) ?

Auch interessant:

Globalisierte Nagellack-Trends
Blättern im japanischen Beauty-Magazin Bea's Up
Wochenende in Istanbul

Comments are disabled.

52 thoughts on “No More Dirty Looks
  • Jana sagt:

    Oh das hört sich interessant an. Unterhaltsame Einstiege in sonst eher trockene Gebiete finde ich gut. Von dem Buch habe ich noch nicht gehört. Ob ich wirklich alles wissen will? Nachher fang ich noch an, meine Freundinnen zu missionieren und ihnen ihre Kosmetik madig zu machen… Wobei ich das ja auch nicht mit dem Fleisch mache, welches ich als Vegetarier extremst ekelig finde.
    Würde mich wirklich interessieren dieses Buch.

    • beautyjagd sagt:

      Ich denke nicht, dass man durch das Buch missionarisch werden muss, das ist doch eher Typsache 🙂 . Die beiden Autorinnen schreiben wirklich mit einer ansteckenden Begeisterung über ihre Entdeckungen von „reinen“ Beautyprodukten, das Buch ist also nicht negativ.

  • Klaine sagt:

    Das Buch interessiert mich auch, ebenso wie das Buch „Not Just A Pretty Face“. Passt auch gerade zu mir, weil ich wieder auf dem Naturkosmetiktrip bin.
    Mein liebstes Bio-Produkt ist wahrscheinlich das Burt´s Bees Apricot Oil, weil es sooo unglaublich gut riecht.
    Schau dir auch unbedingt die gebackenen Lidschatten von Alverde an, denn die enthalten keinen Talc, wie die ganzen gepressten (auch die von Alverde) und Talc versuche ich momentan zu meiden, weil man da nicht sicher sein kann, was darin ist. Es wurde schon Asbest darin gefunden!
    Ganz liebe Grüße!

    • beautyjagd sagt:

      „Not Just a Pretty Face“ wird in dem Buch auch zitiert, es scheint ja so eine Art Standardwerk zum Thema in den USA sein. MIt Talc bin ich in letzter Zeit auch etwas aufmerksamer, weil es ja eine ähnliche Struktur wie Asbest haben soll. Das Aprikosenöl von Burts Bees kenne ich nicht, werde ich mir mal ansehen 🙂 . Liebe Grüße!

  • Jana sagt:

    Ach ja eins meiner liebsten Bio-Produkte ist das Gesichtsöl von Dr. Hauschka. Da soll mal einer was toxisches drin finden, der kriegt Kloppe von mir XD

    • beautyjagd sagt:

      Das Öl habe ich als Tester hier, weil ihr es mir auch alle empfohlen habt 🙂 . Aber ich habe es noch nicht verwendet, weil ich im Moment gut mit meinen Sachen von Martina Gehardt klar komme. Ich glaube bei den Inhaltsstoffen des Gesichtsöls musst Du dir keine Gedanken machen 🙂 .

  • Kenne ich das Buch? Bis jetzt noch nicht. Bin ich streng bei den Inhaltsstoffen? Ja. Privat wie im Laden. Egal ob bei Kosmetik, Waschmittel oder Ernährung. Wie kam es dazu? Die eigene Erfahrung und der sicht- und fühlbare Unterschied hat mich überzeugt.

    Bis ich vor langer Zeit Dr.Hauschka kennengelernt habe, war meine Haut von falscher Pflege fast völlig „hingerichtet“. Grauer Teint, Flecken (ähnlich Brandwunden), mangelnde Spannkraft, „Kribbeln“ … einfach grausam. Mit der Hautkur und einer Umstellung auf die weiteren Hauschka-Produkte habe ich dann schnell gute Erfolge erzielt und wieder eine „normale“ Haut bekommen. Die ganzen anderen Produkte (irgendein sauteures Enzym-Zeug) habe ich übrigens komplett entsorgt. Mülltonne auf, Chemie-Kram rein, Mülltonne zu. Und nie wieder zurück.

    Heute sieht meine Haut besser aus als vor der Umstellung. Dabei ist das jetzt mehr als zehn Jahre her.

    Zu Deiner letzten Frage: Was ist mein liebstes Bio-Beauty-Produkt? Sehr schwierig. Es gibt so viele tolle. Wenn ich mich für eines entscheiden muss: Dr.Hauschka Hautberuhigungsmaske. Macht das was der Name sagt. Super!

    Viele liebe Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

    • beautyjagd sagt:

      Ich denke, dass das Buch für dich nichts Neues enthält, weil Du ja voll im Thema drin bist (und manchmal wahrscheinlich sogar strenger bist). Ich finde es immer interessant zu erfahren, wie Menschen zur Naturkosmetik gekommen sind, deswegen danke auch für deinen Kommentar 🙂 . Eine kleine Tube der Hautberuhigungsmaske habe ich auch hier, für den Fall der Fälle (aber der ist bisher bei meiner Umstellung noch nicht eingetreten). Liebe Grüße

  • Liv sagt:

    ein toller beitrag und sehr schoen geschrieben! ich achte sehr auf inhaltstoffe, aber damit ich es mir leichter mache vorallem auf zertifikate wie natrue, ecocert etc. muesste mich eigentlich noch etwas besser ins thema vertiefen. angefangen hat s bei mir bei der ernaehrung und irgendwann eben auch auf die kosmetik ueberschappt. mein aller liebstes produkt? mmmm da gibts viele. seit dem ich selber blogge probiere ich mehr aus und jubbel dr.hauschka nicht mehr als einzige NK in den himmel. sehr angetan bin ich momentan von martina gebhardt – im moment liiiiebe ich ihren Fussbalsam (dazu bald mehr auf meinem blog- und du hast glaub ich auch schon mal drueber gebloggt, oder?) . danke nochmal fuer diesen super beitrag! lg, liv

    • beautyjagd sagt:

      Oh danke, das ist schön, dass dir der Text gefällt 🙂 . Ich war vor Jahren ja schon mal auf Naturkosmetik, nachdem ich superteure Cremes verwendet habe und mich irgendwann gefragt habe, wofür ich das Geld bezahle – und bei den (billigen) Inhaltsstoffen fast umgefallen bin. Ich bin übrigens immer noch von der Beinlotion von Martina Gebhardt begeistert, vielleicht kaufe ich mir bald den Fußbalsam 🙂 . Liebe Grüße

  • Rosa sagt:

    Das Buch kenne ich auch nicht aber es scheint durchaus lesenswert zu sein. Ich verwende seit ca. 11 Jahren nur noch Naturkosmetik ( mit Ausnahme von Lippenstiften, Rouge und Mascara , obwohl ich den Mascara von Hauschka auch nicht schlecht finde) ,nachdem ich durch Zufall das Buch von Rita Stiens “ Kursbuch Kosmetik“ entdeckte. Bei Schampoos war ich nicht so streng, doch auch in dem Bereich habe ich mich seit kurzem definitiv für die NK- Schampoos entschieden. Ich finde sogar die Alverde Schampoos vom Effekt her überhaupt nicht schlechter als die von mir zuletzt benutzen Schampoos von Shu uemura oder Joico. Im Gegenteil, meine Haare glänzen jetzt sogar mehr. Bei dem NK- Schampoo- Sortiment muss ich mich noch ein bißchen durchtesten.
    Eines meiner Lieblingsprodukte der NK- Kosmetik ist die Gel Maske aus der Hydro- Serie von Lavere aber auch der Lippenbalsam von Love & Toast. Ja, und die Baobab Beinlotion von M. Gebhardt hatte ich mir nach Deinem Post ebenfalls gekauft und finde sie auch sehr angenehm. Ich glaube, dass ich auch noch das Fußbad der Serie erwerben werde.
    Liebe Grüße

    • beautyjagd sagt:

      Love&Toast-Lippenbalsam kannte ich noch gar nicht, danke für deinen Tipp! Der hört sich gut an und es gibt ihn ja auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Vielleicht „muss“ ich den auch mal probieren 🙂 . Liebe Grüße

  • Kaddi sagt:

    bei der pflege benutze ich nur noch nk – ok fast nur, außer deo… nk bedeutet für mich auch nicht abstriche beim anwendungskomfort zu machen, ganz im gegenteil. eine hauschka bodylotion ist für mich luxus pur. bei der deko bin ich nicht so streng da das zeug ja auch funktionieren soll. beim essen bin ich lebensstilbedingt auch weniger streng – ich esse oft außer haus, und ansonsten ist finanziell bio meist nicht drin. sonst könnte ich mir keine kosmetik mehr leisten 😉
    mein lieblingsprodukt: revitalmaske von dr hauschka!

    • beautyjagd sagt:

      Ach das Deo-Problem kenne ich auch, da bin ich gerade dran. Ich möchte keine Aluminium Chloride mehr verwenden, nun teste ich mich durch die Welt der NK-Deos. Mal sehen, ob eines für mich funktioniert *hoff* .

      • Kaddi sagt:

        nk deo riecht zwar toll, verhindert aber nicht das schwitzen sondenr überdeckt nur den geruch… vll muss ich das schweißproblem ganzheitlicher angehen, und mich nciht mehr zum schwitzen bringen lassen 🙂

      • beautyjagd sagt:

        Genau, immer cool bleiben 😉

  • keimonish sagt:

    So ein abwechslungsreiches und sicher auch kurzweiliges Buch mit einem informativen Hintergrund, würde mir auch gefallen. Schade, dass es das nicht in deutscher Übersetzung gibt, weil mein Englisch nicht SOOOOO gut ist, dass ich es flüssig lesen könnte (und auch noch die amüsanten Details dabei mitkriegen würde) :-/
    Streng bin ich nicht aber ich versuche wenigstens, mir das Wissen anzueignen und möchte es auch beurteilen können, WAS ich mir da auf meine Haut schmiere 🙂 oder was ich esse oder womit ich mich umgebe. Ich muss gestehen, dass es bei mir immer so phasenweise war, egal in welchem Bereich, dass ich mal wieder mehr auf „solche Dinge“ geachtet habe. .Aber viele Phasen haben sich immer wiederholt.
    Wenn ich von etwas besonders überzeugt bin, dann bin ich auch bereit auf Anwendungskomfort zu verzichten.

    Mein Lieblings NK-Kosmetikprodukt ist z.Z. meine neue Foundation aber was ich schon seit mehr als 30 Jahren immer wieder verwende, sind bestimmte kaltgepresste Öle und Hydrolate. Die gehen in meiner Beauty-„Hausapotheke“ nie aus:-)

    • beautyjagd sagt:

      Das finde ich auch schade, dass es davon keine deutsche Übersetzung gibt. Aber für den deutschen Markt müsste man das Buch wahrscheinlich komplett überarbeiten, denn hier in Europa gelten ja andere Gesetze und andere Produkte gibts auch. Ich könnte mir vorstellen, dass es daran liegt. Eine deutsche Version davon wäre echt traumhaft!
      Ich bin wie Du auch nicht allzu streng, aber ich möchte schon wissen, was ich verwende oder esse. Wenn ich von einem Produkt richtig überzeugt bin, dann lässt es mich auch nicht mehr los. Das Hydrolat aus der Sheabutter-Serie von Martina Gebhardt finde ich z.B. so großartig, dass ich es am liebsten literweise auf mein Gesicht gießen würde 😉 . Schon dieser tolle Geruch nach Holunderblüte haut mich um 🙂 .

  • Liv sagt:

    nun hab ich mir das buch einfach mal bestellt – auf amazon gratis versand nach NL (und weils so viel spass macht durften die ersten zwei staffeln doctors diary auch mit, so schlecht-schöne soaps in der muttersprache sind doch am schönsten 😉 )
    ich kann übrigens das tom’s auf maine deo echt empfehlen (weiss aber nicht ob da nur gutes drin is 😉 laut codecheck ist es ok. viellicht bin ich nach dem lesen des buches ja etwas schlauer 🙂 noch einen schoenen Sonntag! liefs, liv

    • beautyjagd sagt:

      Das Deo von Tom Maine wird dort empfohlen, aber mit Einschränkung, weil Propylene Glycol enthalten ist. Ich bin gespannt, wie dir das Buch gefällt und wünsch dir viel Spaß mit deiner ganzen Bestellung 🙂 !

  • Fayet sagt:

    Sowas hätte ich gerne für Deutschland. Trotzdem werde ich mal schauen, ob ich mir das Buch mal in einer Freizeitphase gönnen werde.. Ich benutzte sowieso fast nur Naturkosmetik, und bin sehr zufrieden mit der Entscheidung. Meiner allerliebstes Lieblingsprodukt ist übrigens die Santaverde Aloe Vera Creme (medium) für’s Gesicht – kein billiges Vergnügen, aber bei meiner empfindlichen, trockenen Haut ein absolutes Wunderzeug. Ansonsten vergöttere ich das Lavera Rosenmilch Repair Shampoo und die Weleda Sanddorndusche.

  • Mercury sagt:

    Ich denke nicht, dass es reicht, nur auf Naturkosmetik umzusteigen. Die Natur ist nicht nur lieb und nett, es reicht schon, 8 Pflaumenkerne zu essen und man stirbt an einer Cyanidvergiftung. Dabei ist es gar nicht die Intention des Pflaumenbaumes, den Esser zu vergiften.
    Um es wirklich richtig zu machen, muss man jeden einzelnen Stoff separieren und charakterisieren, ebenso mit dem Gemisch als solchem. Die Charaktisierung muss natürlich über Tierversuche erfolgen, wir leben ja nicht mehr 1930, wo man irgendwelchen Leuten im Krankenhaus einfach 3g Quecksilberchlorid gab und sich wunderte, dass sie Nekrosen im Hals bekamen, Durchfall und Erbrechen.
    Das Buch hört sich aber interessant an, vor allem für einen noch kritischeren Leser wie mich und ich sage voraus, dass mein Urteil darüber nicht so gut ausfallen wird ;P Das kann man sogar philosophisch begründen. Schon Nietzsche erkannte, dass es „Das Gute“ nicht gab. Und wie soll man das also in der Natur finden? In der Chemie natürlich auch nicht. Eher sucht man hier das geringste Übel.

    • beautyjagd sagt:

      In der Natur gibt es jede Menge Stoffe, die für den Menschen nicht gerade „gesund“ sein. Deswegen esse ich ja auch keine Tollkirschen, Giftpilze, Eisenhut oder Buchsblätter 😉 . Ich denke, dass dieser Zusammenhang den beiden Autorinnen auch klar ist, denn sie sind auch vorsichtig mit ätherischen Ölen. Prinzipiell ist es nie so einfach zu entscheiden, was gut und was böse ist, genausowenig gibt es eine Wahrheit. Häufig kommt es auch einfach auf die Dosierung an. Mit deiner Aussage über Tierversuche bin ich nicht einverstanden, denn es gibt ja jede Menge Stoffe, die bereits verwendet werden – da muss meiner Meinung nach nichts mehr daran verbessert bzw. neu entwickelt und getestet werden (z.B. Mandelöl, Wollfett oder Kakaobutter.)

      • Du bist in Deiner Antwort sehr diplomatisch, beautyjagd. Ich finde die teils arg undifferenzierten Aussagen im Beitrag von Mercury zum Haareraufen. 8 Pflaumenkerne führen zu einer Cyanidvergiftung? Nicht etwas 7,5 oder 8,23429778 Kerne? Der Cyanidgehalt variiert stark zwischen den verschiedenen Sorten. Und selbst zwischen einzelnen Pflanzen oder Kernen kann der Wert teils sehr unterschiedlich ausfallen. Es kann also gar keine Aussage getroffen werden wieviele Kerne tatsächlich notwendig wären, um eine letale Dosis aufzunehmen. Davon abgesehen, dass man erst mal auf die Idee kommen muss Pflaumenkerne zu knacken und (roh) zu sich zu nehmen (intakt verschluckt passiert nämlich gar nichts).

        Übrigens ist es in diesem Fall tatsächlich die Absicht der Pflanze den Essenden zu vergiften oder zumindest davon abzuhalten weitere Kerne zu essen. Immerhin geht es hier um die Fortpflanzung. Ganz klares Signal einer Pflaume: „Iss ruhig das leckere Fruchtfleisch (und verteil die Kerne), aber komm ja nicht auf die Idee den Kern zu knacken oder gar zu essen.“

        Über Tierversuche auch nur ein positives Wort zu verlieren, zeugt von einer ignoranten Grundeinstellung. Tiere haben es also nicht besser verdient und es ist vollkommen in Ordnung diese als Testobjekte zu missbrauchen? Und das nur, um herauszufinden, ob Stoff X (der z.B. angeblich Falten reduzieren soll) in einer bestimmten Konzentration keine Hautrötungen hervorruft? Wobei eine ernsthafte Beschäftigung mit diesem Thema einem offenbart, dass Tierversuche oft nicht auf den Menschen übertragbar sind. Es gibt auch schon länger andere Testverfahren, die eine weitaus bessere Abschätzung der Wirkung auf den Menschen erlauben.

        Wie beautyjagd weiter ausgeführt hat, verfügen wir bereits über ein sehr großes Spektrum an (natürlichen) Inhaltsstoffen, die verwendet und kombiniert werden können.

        Alles in allem sind Tierversuche eine sinnlose Quälerei, deren wissenschaftliche Aussagekraft äußerst zweifelhaft ist.

        Nietzsche geht mir übrigens am Allerwertesten vorbei.

        Beste Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie

      • beautyjagd sagt:

        Ich sehe meine Rolle als Blog-Inhaberin auch eher als Moderatorin in Diskussionen, deswegen habe ich meine Antwort bewusst „diplomatisch“ ausgedrückt. Dadurch möchte ich ermöglichen, dass verschiedene Meinungen zu Wort kommen können 🙂 .

    • Kaddi sagt:

      Liebe Mercury,
      genauso wenig wie es „das gute“ gibt, gibt es „die wahrheit“. oder glaubst du nietzsche hat selbige für sich gepachtet?
      ich kenne deinen blog und habe daher den eindruck, dass du von haus aus eher der analytische typ bist und dinge sehr naturwissenschaftlich angehst. philosophisch bzw. wissenschaftstheoretisch ist das aber eine ganz bestimmte art, die welt zu betrachten. ich persönlich sehe zb den blickwinkel, die die moderne medizin oder chemie auf das menschliche leben haben, sehr kritisch.
      und sorry, deine einstellung zum thema tierversuche finde ich völlig indiskutabel. kosmetik ist in meinen augen reiner luxus und kein lebewesen sollte darunter leiden. selbst wenn man kosmetische inhaltsstoffe zur größeren klasse der chemischen und pharmazeutischen grundstoffe oder so rechnet, sind tierversuche doch eine recht zweifelhafte praktik. ich sag nur komedogen und kaninchenohrtest…
      soviel von mir dazu. puuh!

  • keimonish sagt:

    So wie Du es geschrieben hast, denken die beiden ja auch nicht einfach, dass es reicht, auf Naturkosmetik umzusteigen, sondern sie informieren sich, sprechen mit kompetenten Wissenschaftlern darüber und machen Abstriche bei den Inhaltsstoffen, wenn etwas „funktionieren soll“.
    Und mal angeregt zu werden, darüber nachzudenken, sich Gedanken über umweltbewusstes Handeln , auch bei Pflege und Kosmetik zu machen, kann doch nicht verkehrt sein.(siehe z.B.bestimmte Tenside im Shampoo)
    Wenn ich auch nicht absoluter Gegner von ethisch vertretbaren Tierversuchen in der Medizin bin aber bei meiner Kosmetik bin ich sehr dafür, dass Tierversuche unterbleiben.

  • […] die Marke RMS Beauty bin ich durch das Buch „No More Dirty Looks“ aufmerksam geworden. Mit besonders großem Interesse habe ich darin die konkreten Produkt-Tipps […]

  • […] habe ich dann in „No More Dirty Looks“ eine Blemish Cream gefunden, die mich etwas darüber hinweg tröstet, dass ich die asiatischen BB […]

  • mementomori sagt:

    Habe das Buch gerade bestellt!

    • beautyjagd sagt:

      Bestimmt deswegen, weil ich es in letzter Zeit quasi in jeden Post erwähnt habe *shame*. Aber ich finde es echt gut! Und hoffe, dass es Dir auch so viel Spaß macht 🙂 .

      • mementomori sagt:

        Höhö, könnte was dran sein. : D Zugegebenermaßen, dein Posting zu der Bodylotion heute war eigentlich nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte und ich mich wieder an dieses Zitat mit dem Umstieg auf Naturkosmetik erinnerte, in dem die Autorinnen meinten, wenn man schon sich um eine Komponente sorgen sollte, dann Körperpflege, die ja täglich und großflächig angewendet würde. Irgendwie hatte ich das in den letzten Wochen auch verinnerlicht und habe begonnen, meine Haut nach dem Duschen mit dem Wildrosenöl von Weleda einzucremen. Und ich bin echt begeistert, muss ich sagen. Hatte erst Bedenken, von wegen Sommer und Ölpflege – aber: keine Beschwerden, nur wunderschön versorgte Haut. Ich glaube, ich habe Öl, äh, Blut geleckt…

      • beautyjagd sagt:

        Ich verwende im Sommer das Zitronenöl von Weleda oder das Monoi de Tahiti-Öl. beide sind tolle Sommerpflegen und ziehen auch gut ein, wenn man sie auf leicht feuchter Haut aufträgt. Ist ja dann auch fast eine Bodylotion (ich meine wegen des Öls und des Wassers auf der feuchten Haut).

  • mementomori sagt:

    Das Buch ist da, das Buch ist da… *nanana* :3 Werde ich mich mal die nächsten Tage drauf stürzen!

    Meinst du mit dem Monoi de Tahiti-Öl das von Yves Rocher? Von dem habe ich bisher auch nur Gutes gehört, mal die Tage schnuppern gehen…

    • Ich denke mal das Monoi Tiki Tahiti (oder auch Monoi Tiaré) ist gemeint. Das ist aus Kokosnussöl, Tiaré-Blüte und variierenden Düften. Das Öl von Yves Rocher ist mir zwar unbekannt, ich bezweifle jedoch, dass es sich dabei um ein reines Naturprodukte handelt.

      Viele Grüße aus Mainz
      Die Naturdrogerie

    • beautyjagd sagt:

      Genau, ich meine das Monoi Öl von der Pafümerie Tiki. Hier habe ich auch schon mal was drüber geschrieben. Ich mag es supergern 🙂 .
      Das von Yves Rocher basiert auf Paraffinöl, zumindest war das so, als ich es vor einem Jahr mal angeguckt habe.
      Und jetzt viel viel Spaß mit dem Buch 🙂 🙂

      • mementomori sagt:

        Ein neu gekauftes Öl steht auf meinem Tisch. Rate mal welches…

        Es roch so gut, es musste mit! (8

      • beautyjagd sagt:

        Ha, ich ahne es – Monoi ! Es riecht wirklich traumhaft. Hast Du die „pure“ Variante oder eine mit Vanille/Ylang Ylang genommen?

  • […] meiner Lektüre von „No More Dirty Looks“ (ja ja, schon wieder ) verfolge ich den gleichnamigen Blog der zwei Autorinnen. Sie stellen […]

  • […] es jetzt zu meiner Bekehrung kam? Ihr könnt es euch schon denken, das Stichwort heißt natürlich „No More Dirty Looks“ . Im Buch wird die Mascara von Couleur Caramel ziemlich gelobt. Sie wird von der Visagistin Jessa […]

  • […] Marke RMS Beauty gehört zu meinen schönen Entdeckungen, die ich durch das Buch „No More Dirty Looks“ gemacht habe. Zunächst hatte ich mir ja den kombinierten Concealer/Foundation […]

  • Kaddi sagt:

    habe mir das buch jetzt auch gekauft (und am stück verschlungen), weil ich ende des monats nach – tatataaa! – new york fliege. somit hab ich schonmal einen prima shopping guide. der schreibstil hat mir super gefallen, ich habe zwar nicht viel neues über inhaltsstoffe erfahren, aber durch die lockere schreibe hab ich mich trotzdem super unterhalten gefühlt. auf dem amimarkt ist ja momentan so viel in bewegung, ich finde das wahnsinnig spannend. anders als in deutschland, wo nk ja eine gewisse tradition (und ein weniger sexy image) hat, ist es in den staaten anscheinend recht leicht, sich als pionier auf dem gebiet der naturkosmetik hervorzutun. dort schießen die lifestyle öko firmen ja nur so wie pilze aus dem boden. was mir beim lesen des buches und einiger interviews zb mit horst rechelbacher immer wieder auffällt: für die amis shteht bei nk ganz klar die gefahr durch giftstoffe im vordergrund, auf den intelligent nutrients produkten steht ja auch überall „nontoxic“ drauf. mir kommt es manchmal so vor, als schimmert da die amerikanische grund-paranoia durch… 😉 mein persönlicher zugang zu nk war witzigerweis eher, dass mir produkte auch wirklich etwas bringen wollte, anstatt nur zu kaschieren oder obenauf zu liegen. so beschäftigte ich mich mit ölkunde, und erfuhr dass mineralöle und silikone die haut gar nicht langfristig pflegen. die beschäftigung mit konservierungsstoffe etc kam dann erst an zweiter stelle. heut seh ich das etwas anders. ich würde zb eine foundation akzeptieren die silikon aber kein triclosan, formaldehyd etc enthält.

    zu den produkttips im buch: ganz besonders gespannt bin ich auf rms und andere deko firmen, aber die gesichtspflege von intelligent nutrients sowie tata harper fixt mich auch an – wobei, zu teuer und keine experiment im gesicht vorerst, da hab ich in letzter zeit genug gebastelt (und bin mit haschka, alva, living nature sehr zufrieden). allerdings hat dain von ars aromatica letztens das serum von intelligent nutrient hoch gelobt. und die hat schon so ziemlich alles was auf dem markt ist probiert… 🙂
    irgendwie meine ich auhc gelesen zu haben, dass spirit beauty lounge in ny ein ladengeschäft hat – das wäre natürlich genialst. der onlineshop spricht mich schon mal enorm an, da könnt ich alles kaufen. in d ist es wirklich immer ein aufriss, an besondere, ausgefallene kosmetik marken ranzukommen – sei es kk oder nk. der deutsche an sich scheint ein bodenständiger, solider einkäufer zu sein… wobei kosmetik bei mir wirklich das einzige ist, wo ich trends gerne hinterherjage, sonst bin ich auch eher der unspektakuläre konsument.

    so das war jetzt ein roman. aber wenn man in vorfreude ist… 🙂 gute nacht und liebe grüße!

    • beautyjagd sagt:

      Ich bin übrigens sonst auch eine äußerst unspekatakuläre Konsumentin – außer bei Kosmetik, da bin ich leidenschaftlich 🙂 .
      Und ich beneide dich natürlich, dass du NY fliegst. Traumhaft, ich wüsste gar nicht, was ich alles kaufen „müsste“. Die Spirit Beauty Lounge könnte ich auch leer kaufen, da spricht mich unglaublich viel an (ich habe auch mal eine Adresse in Brooklyn gelesen, vielleicht gibts da einen Shop?). Ich finde es toll, dass in den USA so viel in Bewegung ist. Hier ist ja alles etwas langweiliger und solider, dort ist der Unternehmergeist so viel ausgeprägter.
      Mir gehts übrigens wie dir, ein Foundation mit Silikon akzeptiere ich, aber mit Formaldehydabspaltern oder Triclosan, das geht gar nicht mehr. Es freut mich echt sehr, dass dir das Buch auch so gefallen hat und du es spannend fandst. Ich habe es auch verschlungen!! Viele liebe Grüße 🙂

  • […] in fester Form. Diese haben mich besonders interessiert, denn sie werden bei (wo wohl ?) No More Dirty Looks lobend […]

  • […] erstaunter war ich, als ich in „No More Dirty Looks“ las, dass die liebste Mineralfoundation der Autorinnen ausgerechnet die von Laura Mercier ist. In […]

  • […] Angebot orientiert sich stark an dem Buch No More Dirty Looks, und bietet damit viele Marken aus den USA, die in Europa sonst nicht erhältlich sind. Im […]

  • […] lay it on thick for a shimmery look.“ Hättet ihr diesen Lippenbalsam, den die Autorinnen von No More Dirty Looks hier so begeistert beschreiben, nicht auch ausprobieren […]

  • […] habe ich länger gezögert, den Living Luminzer von RMS Beauty zu kaufen. Die Autorinnen von No More Dirty Looks schreiben zwar, dass jede Frau ihn brauchen würde, aber ich war nicht ganz davon überzeugt. In […]

  • […] meisten der Produkte von Vapour kommen in Stift-Form, von einigen hatte ich bereits in No More Dirty Looks gelesen. Mich interessierte jedoch vor allem die relativ neu lancierte flüssige Foundation, die mit […]

  • […] ich das Buch No More Dirty Looks gelesen habe, wollte ich einen Deostick von Lavanila haben. Auch wenn sich inzwischen […]

  • […] Julie Gabriel bereichert nun mein Beauty-Bücherregal. Ich würde das Buch als einen Vorgänger von No More Dirty Looks bezeichnen (2008 erschienen), es deckt thematisch ein ähnliches Spektrum ab. Die englische Autorin […]