Duft, Körperpflege, Naturkosmetik

Mein individuelles Körperöl

In einem Kommentar habe ich neulich erwähnt, dass ich schon seit mehreren Jahren einige ätherische Öle besitze. Diese sind meine persönliche Parfümorgel. Sehr praktisch finde ich, dass ich dadurch für eine Parfüm-Review schnell mal „nachriechen“ kann, wie Moschus oder Galbanum eigentlich duften.

Früher habe ich damit auch öfter eigene Düfte kreiert, die nicht alle gelungen sind 😉 . Seitdem habe ich übrigens größten Respekt vor dem Handwerk der Parfümeure.

Interessanterweise habe ich es (noch?) nicht so mit Raumdüften. Ich verwende die ätherischen Öle, um Basisöle oder unbeduftete Bodylotions zu parfümieren. Das macht mir wirklich großen Spaß.

Zurzeit habe ich ein Aprikosenkernöl von Primavera in Gebrauch, das ich abends nach der Dusche oder dem Baden verwende. Damit es nicht so langweilig riecht, gebe ich je nach Laune ein paar Tropfen ätherisches Öl dazu. Abgesehen von klassischen Mischungen (z.B. Jasmin und Neroli) experimentiere ich nach einigen eher merkwürdigen Eigenkreationen nicht mehr so viel 😉 . Ich beschränke mich meist auf einen Solo-Duft.

Auf den ätherischen Ölen von Primavera steht die Dosierungsanleitung direkt auf dem Etikett. Bei Jasmin (Absolue 4%) heißt es z.B. „maximal 20 Tropfen auf 50 ml Mandelöl“. Auch wenn ich mich an diese Angaben nicht sklavisch halte, helfen sie mir, die Anzahl der Tröpfchen zu bemessen.

Wenn ich nicht gleich eine ganze Flasche bedufte, fülle ich etwas Basisöl in ein Apothekerfläschchen und gebe dort einige Tropfen ätherisches Öl dazu. Diese Fläschchen finde ich auch zum Mitnehmen ganz praktisch:

Manchmal mische ich mir auch eine Einzelportion in einem Schüsselchen an und verwende es sofort. Prinzipiell trage ich das Körperöl auf der noch feuchten Haut auf. So verteilt es sich besser und zieht leichter ein.

Ich mag den Duft von Jasmin besonders gern, aber auch Rosenholz und Neroli (Orangenblüte) gehören zu meinen Favoriten. Meine ätherischen Öle stammen überwiegend von Primavera und Farfalla. Die Preise sind je nach Sorte und Konzentration unterschiedlich (ab 2,90 EUR).

Die Auswahl an Düften ist groß. Primavera beschreibt im Profil von jedem ätherischen Öl, wie der Duft wirkt und ob er sich eher als Kopf-, Herz- oder Fondnote eignet.

Als Basisöl zum Beduften empfiehlt Primavera Mandelöl. Ich nehme auch andere Öle, das funktioniert ebenfalls. Je weniger Eigengeruch das Öl hat, um so besser kann sich natürlich der Duft entfalten. Eine Flasche Basisöl mit 100 ml Inhalt kostet je nach Sorte bei Primavera etwa 12-14 EUR.

Während ich das hier so schreibe, habe ich richtig Lust bekommen, mal wieder eine Bodylotion für den morgendlichen Gebrauch zu beduften. Das habe ich schon länger nicht mehr gemacht. Auf meinem Merkzettel für den nächsten Einkauf im Bioladen steht nun schon die Freistil Körperlotion von i+m (11,95 EUR).

Erhältlich sind Produkte von Primavera in Bioläden oder online. Farfalla ist eher in der Schweiz vertreten, in Frankreich bietet Florame ein schönes Sortiment mit ätherischen Ölen an.

Mein Fazit: Sich ein Körperöl selbst zu beduften macht Spaß und ist eigentlich nicht teurer als eine vorgefertigte Mischung. Gerade wenn man weniger populäre Düfte mag, hat man dadurch die Möglichkeit, sich ein maßgeschneidertes Körperöl bzw. Bodylotion zu kreieren. Customizing heißt das passende modische Schlagwort 😉 .

Wozu verwendet ihr ätherische Öle? Beduftet ihr euch ebenfalls Körperöle oder Bodylotions? Welchen Duft mögt ihr am liebsten?

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15 thoughts on “Mein individuelles Körperöl
  • Kaddi sagt:

    selbermischen ist bestimmt toll! ich hab aber so viel, muss erst mal aufbrauchen. freistil hat übrigens vanille extrakt drin, ist alson icht duftneutral – aber riecht fantastisch!
    was mich beim lesen allerdings irritiert hat: ätherisches moschusöl? ich dachte das wäre immer synthetisch und leider auch krebserregend (weil das echte ja vom moschushirschen kommt und aus tierschutzgründen nicht mehr hersgestellt werden sollte). oder gibt es pflanzliche mischungen, die den echten moschus imitieren? ich habe nämlich auch schon „ambra“ öle gesehen, die rein pflanzlich waren und nicht aus dem pottwal.

    • beautyjagd sagt:

      Vanille find ich in der Freistil-Bodylotion gar nicht schlecht zu meinen Düften 🙂 . Danke für den Hinweis, jetzt muss ich die Bodylotion erst recht haben!
      Das Moschusöl, das ich meine, stammt von Moschuskörnern, den Samen einer Hibiskusart (soweit ich das weiß). Natürlich riechen die Moschuskörner nicht exakt wie Moschus, sind aber immerhin ein pflanzlicher Ersatz.

  • Die Hinweise auf den Primavera-Etiketten sind natürlich keine Gesetze. Wer also andere Konzentrationen oder Öle verwenden möchte, darf das gern tun. 🙂

    Wichtig sind die Hinweise aus einem anderen Grund. Damit konnte man das verhasste „Andreas-Kreuz“ los werden. Da ätherische Öle in unkonzentrierter Form reizend sein können, musste das früher drauf stehen. Durch die Anleitung es verdünnt anzuwenden, hat man nun endlich keine verschandelte Packung mehr.

    Die Freistil-Bodylotion eignet sich wegen des Vanille-Extrakts bestimmt sehr gut. Am duftneutralsten ist (meiner Meinung nach) die Maritim Bodylotion.
    Es sollte noch darauf hingewiesen werden, dass die aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdaten der Lotionen durch das Aufdrehen und Mischen eventuell nicht erreicht werden können. Ich empfehle einen raschen Verbrauch der gemischten Resultate.

    Viele Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

    • beautyjagd sagt:

      Ah, deswegen ist das Kreuz auf manchen meiner älteren Fläschchen noch aufgedruckt! Mich hat das Andreaskreuz nie gestört, weil mir klar ist, dass man mit ätherischen Ölen nicht leichtsinnig umgehen sollte.
      Ich rühre meine Bodylotion beim Mischen immer mit einem desinfizierten Glasstab um, den ich noch aus meiner Creme-Selbermisch-Phase habe. Damit hoffe ich, Verunreinigungen zu vermeiden. Aber allein durch den Luftkontakt altert die Bodylotion natürlich schon. Da ich Bodylotions großzügig verwende 😉 , ist mir bisher noch nie was umgekippt. Danke aber für deinen Hinweis 🙂 . Liebe Grüße

  • Aorta sagt:

    Mandel- oder Aprikosenkernöl als Basis für Körperöle mag ich auch sehr gerne, die sind sich ja vom Spreitverhalten und Fettsäurenspektrum her sehr ähnlich. Ein Tröpfchen Aprikosenkernöl macht sich auch pur sehr gut als Gesichtspflege, selbst bei fettiger haut.

    Derzeit tropfe ich auch gerne mal zur Raumbeduftung ein wenig ätherisches Öl auf ein Kosmetiktuch und lege es für eine Weile auf die Heizung. Die Duftmischung „Mandarine Magnolie“ von Primavera hat es mir sehr angetan.

    • beautyjagd sagt:

      Oh, Mandarine Magnolie hört sich aber toll an! Ich sehe schon, bald bin ich auch begeistert von Raumbeduftung 🙂 . Danke für den Tipp!

  • keimonish sagt:

    Die Winterzeit ist eigentlich bei mir immer die Ölmischzeit :-D) (verwende es aber da auch nicht TGL..)
    Wenn ich mir ein Öl mische, dann ist es eine Mischung aus Jojobaöl (auch wenn es keins ist 😉 ) und 10% Weizenkeimöl mit Rose, Jasmin, Geranie oder neuerdings ja auch Geißblatt.
    Ich mach es immer nach einer Anleitung aus einem Buch. In dem heißt es auch:20 Tr. auf 50 ml.
    Aus dem Buch „Essenzen der Schönheit“ (Kosmetik mit ätherischen Ölen) misch ich mir dann Öle, wie ich es gerade brauch (für Gesicht oder Körper)
    Für trockene Gesichtshaut z.B.
    10 Tr. Rose
    5 Tr. Jasmin
    5 Tr. Geranie
    auf 50 ml der Ölmischung.
    Aber als Bodylotion verwende ich es auch gelegentlich… im Winter mehr als im Sommer. (auch auf feuchter Haut, wie Du). Der Bodylotion zugemischt hab ich es noch nicht, weil ich keine ohne Duft besitze.
    Manchmal mach ich auch Duftexperimente;-) versuche nur das Mischungsverhältnis einigermaßen einzuhalten. Hab ätherisches Öl auch schon einer Basiscreme (Gesicht) untergemischt.

    • beautyjagd sagt:

      Ich habe auch einige „Rezepte“, nur weiche ich immer wieder davon ab und experimentiere gern 😉 – manchmal dann mit weniger Erfolg! Aber du hast mich jetzt auf die Idee gebracht, dass ich auch die Basisöle schon mischen könnte. Das probiere ich demnächst mal aus 🙂 .

  • Ulrike sagt:

    Abgesehen von Euren genannten Ideen bekommt bei mir sogar das destillierte Wasser, welches in mein Bügeleisen kommt, noch einige Tropfen Öl ab; (wenn schon Wäscheberge, dann wenigstens gut beduftet). Auch ins Putz-/Wischwasser gebe ich, je nach Laune/Stimmung, welche.

    Schönen guten Tag

    Ulrike

    (PS.: Sehr interessant finde ich bezüglich ätherischen Ölen bzw. Aromatherapie generell, den Blog Aromapraxis.de)

  • Jeanette sagt:

    Hallo,

    ich bin total aus Zufall hier gelandet und habe mit sehr viel Interesse eure Kommentare gelesen.
    Darf ich etwas fragen? Ich würde mir gerne eine Bodylotion mit Mückenschutz selber mixen. Kann ich da einfach meine Bodylotion (Nivea classic) nehmen und ein paar Tropfen Citronella, Zedernöl und Teebaumöl reintröpfeln?

    Wäre ganz lieb, wenn mir jemand antworten würde.

    Vielen Dank im Voraus
    Jeanette

    • Bei der Kombination ätherische Öle und konventioneller Kosmetik wäre ich sehr vorsichtig. Oftmals verträgt sich das nicht gut. Dies liegt an der besonderen Eigenschaft ätherischer Öle tief in den Körper einzudringen. Dabei können aber auch ungewollte Stoffe (aus der konventionellen Kosmetik) mitreisen. Bei Nivea-Produkten wären das z.B. die künstlichen Konservierungsstoffe.

      Ich würde daher eher empfehlen eine duftneutrale NK-Bodylotion mit wenigen Tropfen ätherischen Öls zu versetzen. Auf naturreinen ätherischen Ölen (wie bei Primavera) findet man oftmals Dosierangaben.

      Duftneutrale Bodylotions gibt es zum Beispiel von i+m Freistil oder Sensisana Maritim. Bereits beduftete Bodylotions würde ich generell nicht als Grundlage für das weitere Beifügen ätherischer Öle nutzen.

      Viele Grüße aus Mainz
      Die Naturdrogerie

  • Steffi sagt:

    Hallo,
    ich habe eine Frage bezüglich den ätherischen Ölen von Primavera.
    Ich habe kürzlich angefangen meine Bodylotion selber mit Ölen zu beduften. Ich habe mir dazu eine Auswahl an Primavera Ölen bestellt. Unter diesen Ölen waren auch die Mischungen Schlafwohl, Eukawohl, clear mind, Rosen-samt, Zimt- Sterne und Honig -kamille. Meine Frage ist nun, ob ich diese Öle auch in meine bodylotion mischen kann? Oder geht das nur mit den „normalen“ Ölen von Primavera wie zb. Lavendel, Zeder… denn die oben genannten Öle sind als Duftmischungen beschrieben auf der Primavera Seite. Aber sie sind auch als reines ätherisches beschriftet.In deren Beschreibung steht ,dass sie nicht mit der haut in Berührung kommen dürfen und wiederum, dass man sie nicht unverdünnt anwenden darf. Soll der Hautkontakt nur mit dem unverdünnten Öl vermieden werden? Bin total verunsichert. Bitte dringend um Rat.Danke lg Steffi

    • beautyjagd sagt:

      Hallo Steffi, sowohl die einzelnen (wie Lavendel, Zeder) als auch die gemischten ätehrischen Öle (wie Schlafwohl, Eukawohl, Zimt-Sterne) sollte man niemals (mit ganz ganz wenigen Ausnahmen, und nur wenn man geübte Anwenderin ist) unverdünnt auf die Haut geben, denn es handelt sich bei beiden um reine ätherische Öle.
      Nun gibt es ätherische Öle, die leichter als andere eine allergische Reaktion auslösen können, nicht müssen! (zB Zimt), weshalb man sie noch geringer als andere ätherische Öle dosieren sollte, wenn man ein Körperöl oder eine Bodylotion damit beduftet. Aucn Eukawohl eignet sich vielleicht nicht ganz so gut für eine Beduftung eines Produkts, das müsstest Du ausprobieren, ob Deine Haut damit einverstanden ist. Bei Deinen anderen Mischungen empfehle ich Dir, erst mal mit 5-7 Tropfen zu beginnen (pro 100ml Bodylotion/Körperöl), evtl kannst Du dann noch einen oder zwei Tropfen dazugeben, wenn Du die beduftete Bodylotion getestet hast. Primavera ist immer sehr sehr vorsichtig mit den Beschreibungen und Anwendungshinweisen (was ja auch gut ist), das noch so zur Einschätzung bei den Beschreibungen. ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß beim Beduften!