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La Slow Cosmétique

In Belgien und Frankreich macht gerade eine „neue“ Naturkosmetik-Initiative Furore, auf die ich durch einen Beitrag in meinem französischen Lieblingsmagazin Gazelle aufmerksam geworden bin. Manchmal sind eben kleine Umwege nötig, um an interessante Informationen zu gelangen 😉 .

La Slow Cosmétique wurde von Julien Kaibeck ins Leben gerufen, der ein Fachmann für Aromatherapie, Masseur und Gründer eines Kosmetikstudios für Männer in Brüssel ist. Auch in den belgischen und französischen Medien ist er regelmäßig mit Beiträgen vertreten.

Daneben führt er den relativ bekannten Blog L’Essentiel de Julien, auf dem er in Texten und in Videos seinen Lesern und Zuschauern das Konzept der langsamen Kosmetik nahe bringt. Wie für sein vor einigen Monaten erschienenes Buch „Adoptez la Slow Cosmétique“ muss man dafür leider allerdings Französisch können.

Juliens Page auf Facebook hat bereits über 3.000 Fans, und auch unter seinen Blogbeiträgen wird fleißig kommentiert. Da ich es immer spannend finde, etwas über Naturkosmetik-Szene in anderen Ländern zu erfahren, habe ich mich länger auf dem Blog herumgetrieben und mir das zugehörige Buch bestellt. Nach der Lektüre hatte ich den Eindruck, dass ich von diesem internationalen Trend hier auf dem Blog berichten muss 🙂 !

Der Begriff Slow Cosmétique, also langsame Kosmetik, geht auf die in den 80er Jahren in Italien ins Leben gerufene Organisation Slow Food zurück. Julien Kaibeck setzt sich dafür ein, zu den Ursprüngen der Kosmetik zurückzukehren und sich vom Brainwashing der Kosmetikindustrie zu befreien. Davon nimmt er übrigens auch der Teile der Naturkosmetik-Branche nicht aus.

Er fragt kritisch, welche Produkte tatsächlich zur Hautpflege benötigt werden und wie glaubhaft die Versprechungen der Industrie sind. Sein Vorschlag: Weniger, aber dafür hochwertigere Produkte zu konsumieren. Diese sind langfristig gesehen nicht nur besser für die Haut, sondern auch für die Umwelt.

In den ersten Kapiteln des Buches erklärt der Autor, welche Funktionen die Haut für den Körper übernimmt und wie diese aufgebaut ist. Außerdem werden die Zusammensetzung von Cremes, einige kontrovers diskutierte Inhaltsstoffe aus der konventionellen Kosmetik sowie die gängigsten Biosiegel beleuchtet.

Und dann geht es los mit den Vorschlägen, wie man sich der langsamen Kosmetik nähern kann. Julien setzt auf einfache Rezepte zum Selbermischen mit Zutaten, die man bestenfalls bereits im Haushalt vorrätig hat.

Für die Pflege der Haut empfiehlt er grundsätzlich Hydrolate, pflanzliche Öle sowie Shea- oder Kakaobutter – back to basics. Im Anhang erläutert er in einer übersichtlichen Tabelle, welches Öl sich für welchen Hauttyp eignet. Als Spezialist für ätherische Öle rät er bei Hautproblemen zum Einsatz von unterschiedlichen ätherischen Ölen.

Besonders interessant fand ich das Kapitel über die Gesichtsmassage bzw. Gesichtsgymnastik, die ausführlich beschrieben werden. Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren und über die Effekte berichten!

Beim Thema Makeup geht er sogar auf den neuen Trend der BB Creams ein, und hält ein Rezept für einen Primer bereit, der sich aus Reispuder, Jojobaöl und Sheabutter zusammensetzt. Und auf Wascherde für die Haare und ein Deo mit Natron weist er ebenfalls hin.

Julien Kaibeck vertritt grundsätzlich die Meinung, dass die einfachsten Produkte (wie Öle) letztlich die besten sind – soweit sie in einer guten Qualität hergestellt wurden. Abgesehen davon ist pflegende Kosmetik für ihn nur ein Teil des Konzeptes für eine schöne Haut. Ebenso entscheidend sind z.B. gute Ernährung, Entspannung, Massagen oder Bewegung an der frischen Luft.

In den Videos seines Blogs macht Julien einen sympathischen Eindruck, sein Buch und sein Blog sind ansprechend gestaltet – kein Wunder, dass die langsame Kosmetik im frankophilen Ausland immer bekannter wird. Auf einem französischen Blog hatte ich sogar gelesen, dass das Buch über La Slow Cosmétique die neue Bibel der Bloggerin sei 😉 .

Habt ihr schon mal von der langsamen Kosmetik gehört? Auf welche einfachen Schönheits-Tipps setzt ihr?

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53 thoughts on “La Slow Cosmétique
  • Schleivogel sagt:

    Die einfachsten und doch wichtigsten Schönheitstipps sind für mich ganz klar: Trinken (da muss ich mich leider selbst oft ermahnen), Bewegung an der frischen Luft (kommt leider manchmal durch den Job zu kurz) und natürlich ausreichend Schlaf (wäre nur das früh Aufstehen müssen nicht). Ernährung spielt natürlich auch eine Rolle, aber da merke ich keinen so großen Effekt, da ich mich sowieso nicht so ungesund ernähre. Also eigentlich ganz normale, alltägliche Dinge, die nur leider in unserer hektischen Zeit oft zu kurz kommen. Also: Go Slowly!

    • beautyjagd sagt:

      Oh ja, Schlaf ist bei mir fast das wichtigste Schönheits-Mittel! Und ich habe mir vorgenommen, noch viel entspannter zu werden 🙂 .

  • wasmachtheli sagt:

    Ach, wenn ich nur so konsequent wäre. Und dann sehe ich eine neue Lidschatten-Textur und denke „Ui, das trägt sich bestimmt gut“. Wobei ich sagen muss, dass ich mich seit der Auseinandersetzung mit Inhaltsstoffen etwas gefeit fühle was hochtrabende Werbeversprechen angeht. „Gebrainswashed“ von der Kosmetikindustrie bin ich wohl eher nicht, hoffe ich mal.

    Und denk bloß nicht, dass das mir dem R nicht auffällt. Nette Idee von Euch.
    wasmachtheli kürzlich veröffentlicht..Ich bin zu ungeduldig fuer sowasMy Profile

    • beautyjagd sagt:

      Ich war früher auch noch deutlich anfälliger für Werbeversprechen, das ist bei mir viel besser geworden. Aber ich liebe es auch, neue Sachen zu entdecken, gerade was die dekorative Kosmetik angeht. Bei der Pflege habe ich das Gefühl, langsam aber sicher meinen Weg zu finden 🙂 .
      Hihi, das R 🙂

  • Rea sagt:

    Oh, das klingt interessant! Mein Französisch-Unterricht ist leider schon recht lange her, ich verstehe kaum noch etwas. Aber deine Beschreibungen klingen sehr gut und ich gehöre selbst zu den Menschen, die sich fragen, was man überhaupt braucht – und ich bin mir sicher, 98% eines Drogeriemarktes könnte man sich getrost schenken, wenn man denn wollte. Aber viele Damen glauben ja, es wäre nötig, sich einzucremen und eine Kur zu benutzen und zu peelen und hier und da und dort… *kopfschüttel*
    Noch dazu die ganzen Werbeversprechen – wenn ich so manch Mascara oder Creme in der Hand hab, frage ich mich auch nur noch, was die Erfinder denn wohl geraucht haben. Oder wenn ich von „umweltfreundlichem“ Nagellack lese, weil der Big-3-Free ist. UMWELTFREUNDLICH! Bitte sagt mir, dass das niemand glaubt. Ai karamba.
    Vielleicht schwappt der „Trend“ ja auch nach Deutschland über, sich etwas „weniger = mehr“ zu gönnen 😉

    • beautyjagd sagt:

      Doch, ich glaube schon, dass es eine Menge Menschen gibt, die denken, dass ein Big3free-Lack umweltfreundlich ist – wenn es so verkauft wird wie zB bei Kure Bazaar, wundert mich das auch nicht…

      • Rea sagt:

        Oh nein. Mein Weltbild. Aber stimmt, ich erinnere mich, du hattest mal über Kure Bazaar geschrieben. Ich denke, darauf fallen wirklich viele rein…. ah, verdammt. Ich glaube, mit diesem Vorurteil sollte man aufräumen. Ich wollte eh mal ein Posting zum Thema „Nagellack: was ist das eigentlich“ machen, leider hab ich wenig Ahnung von Chemie. Aber das wird schon.

  • Birgit sagt:

    Das ist hier ja mal wieder so spannend und ich komme kaum mit dem Lesen hinterher.
    Von langsamer Kosmetik habe ich noch nie was gelesen. Julie, kannst du dem Verlag nicht anbieten das französische Buch nicht ins deutsche übersetzen?

    Für die Idee des weniger ist mehr sollte ich mich mal wieder mehr erwärmen, meinen Kosmetikkonsum finde ich zur Zeit etwas übertrieben.

    Ich denke, außer den schon erwähnten Tipps wie Ernährung, Schlaf usw. ist Gesichtsgymnatik oder auch Gesichtsyoga ein Superschönheitstipp, denn gegen schlaffe oder verspannte Muskeln helfen die besten Cremes wenig. Theoretisch habe ich das schon in Angriff genommen.

    • beautyjagd sagt:

      *schmunzel über deinen letzten Satz* – geht mir in einigen Dingen ähnlich 🙂
      Wenn die langsame Kosmetik sich ausbreitet, bräuchten wir hier auch so ein Buch, eine gute Idee!

  • Mari sagt:

    Von dem Begriff habe ich zwar noch nichts gehört, aber neu ist mir langsame Kosmetik nicht. Genau genommen versuche ich momentan meine Pflege darauf abzustimmen.
    Ich finde das Hauptproblem dabei ist, dass man tatsächlich viel Zeit benötigt (zum einziehen lassen) und je nach Haut, Öl oder die fettige Sheabutter das Gesicht zu sehr glänzen lassen. Aloe Gel dagegen ist mir manchmal nicht reichhaltig genug.
    Im Großen und Ganzen mache ich das aber vorwiegend tatsächlich so, greife nur ab und zu aus Faulheit zu einer Haarkur oder Bodylotion und brauche eben eine passende Gesichtscreme. Und Morgens brauche ich manchmal eine richtige Gesichtsreinigung, dawürde Öl zu viel Glanz hinterlassen.
    Übrigens fnde ich tatsächlich, dass genau diese reinen Produkte meine besten Beauty-Tipps sind!

    • beautyjagd sagt:

      Ich teste im Moment ja einige Öle zur morgendlichen Gesichtspflege, und dabei habe ich schon große Unterschiede im Einziehverhalten festgestellt. Manche sind dickflüssig und nähren dann sehr schön, andere fühlen sich wunderbar leicht an und ziehen in 5 Minuten weg. Wenn ich weiter getestet habe, werde ich darüber auf dem Blog berichten – ich bin im Moment sehr angetan von Ölen, insbesondere von Ölmischungen 🙂

      • Deedee sagt:

        Ich klemm mich hier drunter; der Gesichtsöl-Post ist ja schon ein paar Tage alt 🙂 Ja, der Trend geht zum Öl! Habe im Urlaub das „Radiance 24/7 Youth Boost“ (Hammername!) von Kosmea erjagdt- ein Mischung von Ölen, die man dann wie ein Serum unter der Gesichtpflege verwendet. Bin begeistert Und dann kurz einmassieren und dabei Gesichtsgymnastik machen 🙂

      • beautyjagd sagt:

        Der Name ist echt der Knaller! Aber das Öl von der australischen Firma ist bestimmt ein tolles Mitbringsel 🙂 , ich würde es zurzeit wahrscheinlich sogar pur verwenden.

  • Fräulein Umeko sagt:

    Das Buch hoert sich interessant an! Ich versuche gerade, meine vorhandenen Pflegeprodukte aufzubrauchen und nur noch nachzukaufen was ich wirklich brauche (wenn moeglich Naturkosmetik). Ich haeufe immer so viele Sachen zusammen…
    LG, Umeko

    • beautyjagd sagt:

      Das hört sich sehr vernünftig an 🙂 ! Ich gehöre ja auch zu den Sammlerinnen….

  • Sehr schöner Ansatz! Ich versuche es immer wieder, aber ich scheitere, weil Kosmetik Spaß macht und ich gerne Neues entdecke.

    Trotzdem gebe ich nicht auf 🙂 letztens war ich mit meinem Mann übers Wochenende weg, das erste Mal unseren Sohnemann für 2 Nächte den Grosserltern übergeben (und richtig ausgeschlafen, Wahnsinn!). Das Hotel hat einen Spa Bereich, wo unter anderem eine eigene Creme aus Ziegenbutter angerührt wird. Das hat mir so Gefälle , dass ich mir 50ml für 5€ mitgenommen habe. Sie ist sehr einfach zusammengestellt, riecht angenehm natürlich und pflegt so schön. Muss nur im
    Kühlschrank stehen, da ohne Konservierungsstoffe.

    Aber nur die Creme benutzen? Schaffe ich nicht. Dazu habe ich beim Schlecker Online-Ausverkauf das Dermasel Hyaluronserum ergattert, probiere ich seit paar Tagen aus.
    Und das Liquid Gold… Und bald kommt das Pai Öl, von dem Shelynx von (k)ein blasser Schimmer so geschwärmt hat.
    Also wieder nix mit Basic.

    Dafür reduziere ich mein Makeup und setze auf rote Lippen 🙂 gerade den Edward Bess Lipstick in Midnight Bloom bestellt. Ohne auf die Inhaltsstoffe zu schauen, was mir nicht so ähnlich sieht. Aber die Farbe, die Berichte!

    Für mich ist es noch ein weiter Weg zu Slow Kosmetik, aber berichte bitte weiter!

    • beautyjagd sagt:

      Och, das Öl von Pai würde ich glatt zu den Basics zählen – mit dem liebäugle ich auch schon, vielleicht teste ich es im Winter.
      Und toll, dass in den Spa eine eigene Creme angerührt wird, das habe ich ja noch nie gehört 🙂 .

  • anita sagt:

    vielen Dank für diesen tollen Post! Das klingt ja total interessant – jedoch sind Französisch und ich seit der Schulzeit auf Kriegsfuss *gna* Dennoch habe ich Juliens Blog und seine Facebook-Page gleich mal abonniert bzw. geliked – wer weiss, vllt entwickelt sich da ja noch etwas zum Guten.

    Aus selbigem Grunde eine Frage an Dich: wie gute Französischkenntnisse sind zum Verstehen dieses Buches erforderlich?

    Danke im voraus und liebe Grüsse aus der Schweiz
    Anita

    • beautyjagd sagt:

      Hm, also ich denke, man sollte schon einigermaßen Französisch können. Verstehst du denn seine Blogartikel? Falls ja, klappt das mit dem Buch sicher auch. Und dein Französisch wird auch gleichzeitig aufpoliert 🙂
      Liebe Grüße

      • anita sagt:

        die Blogposts sind absolut kein Problem. Kann ich flüssig lesen und verstehe so gut wie alles. Einzelne Wörter halt, aber da gehts mir im Englischen nicht besser 😉

        Ja, da hast Du recht, Französisch aufpolieren wäre nicht schlecht und dann hätten sich die 8 Jahre Unterricht auch gelohnt *zurBestellungschreit*

      • beautyjagd sagt:

        Ach jaaaa, mit acht Jahren Unterricht kriegst du das locker hin – und dass man einzelne Worte nachgucken muss, finde ich normal 🙂 .

      • anita sagt:

        Ich konnte das Buch heute auf der Post abholen (warum schickt amazon das bloss gegen Unterschrift *gna*). Die ersten 50 Seiten habe ich bereits durch und ich bin gelinde gesagt begeistert! Das Buch ist fantasisch und ich schätze sehr, dass nicht missioniert und fanatisiert wird, sondern einfach sachlich aufgezählt und aufgeklärt wird.

        Danke für diesen wertvollen Buchtipp!

      • beautyjagd sagt:

        Oh gerne, das freut mich sehr ! Ich greife übrigens auch immer wieder zu dem Buch, und entdecke jedes Mal noch etwas, was mir gefällt. Echt toll, ich bin auch froh, dass ich es gefunden habe.

  • Jana sagt:

    Oh, das wär ein schönes Übersetzungsprojekt für mich! Ist genau meine Nische als Biobeauty-Liebhaberin und studierte Übersetzerin 😀

    Ach ja, die Einfachheit der Dinge, weniger ist mehr. Und macht das Leben leichter. Und das nicht nur, weil meine Schminktasche jetzt viel weniger wiegt als früher, sondern auch, weil ich Zeit spare durch eine kleine, aber wundervolle Auswahl an Lieblingsprodukten. Und das macht mir richtig Spaß.

    Ohne Öle und Hydrolate komme ich auch nicht mehr aus. Am liebsten ist mir das seit Jahren von mir geliebte Gesichtsöl von Hauschka und seit nicht all zu langer Zeit auch das Pai Öl. Beide ziehen mit einem Hydrolat als Unterlage spitzenmäßig ein, Hauschka am schnellsten. Und so ein Hautgefühl kann kaum eine Creme erzeugen.

    Manchmal fragt man sich wirklich, was alles auf den Markt geschmissen wird. Gab es da nicht mal so einen komischen Fußschaum von Balea? Solange es Abnehmer gibt… Aber zur Aufklärung gibt es ja Gott sei Dank Bücher wie dieses, welches ich mir auf jeden Fall kaufen muss. Ich hätt jetzt richtig Lust, den Verlag anzuschreiben und die Übersetzung anzubieten 😀 😀

    • beautyjagd sagt:

      Ja, mach das, das wäre doch wirklich cool! Ich kann zwar ganz gut französisch, aber eine Profi-Übersetzerin bin ich natürlich nicht 😉 .
      Und jetzt fängst du auch noch von dem Pai-Öl an, ich werde nicht drumrum kommen *lach* – nachdem Öle als Tagespflege gerade meine neue Liebe geworden sind.

      • Kathik sagt:

        Witzig, ich fahr zurzeit auch total auf mein arganöl von primavera als gesichtspflege ab. Obwohl ich mischhaut habe, ist es innerhalb von Minuten weggezogen und die haut bleibt matt. Es bleibt ein Hauch von nichts – gefühlt und sichtbar!

        Das Konzept der Slow cosmetic entspricht finde ich schon sehr dem, was ich unter natürlicher Pflege/ Kosmetik verstehe. Leider ist die umsetzung – back to basics – aufgrund unserer heutzutage sehr hohen Erwartungshaltung gegenüber dem Effekt, den ein kosmetisches Produkt erzielen soll, sehr schwer. Oft scheitere ich bspw. auch daran, dass ich kein Vertrauen habe in diese neuen Produkte. Ich weiß, dass mein dove Deo mich an einem stressigen Tag davor bewahren wird, dass ich mich am Ende des Tages selbst nicht mehr riechen kann. Meinem Deo-Kristall oder das auf Natron basierenden Deo kann ich so viel Vertrauen nicht schenken. Das kann man auf viele Kosmetika übertragen.

        Lg, kathik

      • beautyjagd sagt:

        Irgendwie liegt das mit dem Öl im Gesicht wohl in der Luft 🙂 ! Ich denke ja, dass sich noch viel entwickeln wird im Bereich NK, weshalb es dann viel mehr Produkte geben wird, denen man voll und ganz vertrauen kann. Glücklicherweise ist das bei mir bei dem Wolkenseifendeo schon der Fall 🙂 .

    • Birgit sagt:

      Ja, Jana, schreib an den Verlag, gute Idee. Ich kaufe es.

  • Lara sagt:

    Wie ich ja schon einmal erwähnt habe, ist das ich ja NUR und zwar ausschließlich Öl für mein Gesicht verwende. Ich habe eine Mischhaut die zu Unreinheiten (Pickeln und Unterlagerungen) neigt und mit Öl bekomm ich alles in den Griff. Also nix verschlimmert sich oder so… Manche glauben ja immer, das es sich alles nur noch verschlimmer! Entweder haben diejenigen dann das falsche Öl benutzt oder wissen nicht, das alles andere eher die Haut verschlimmern könnte, aber niemals Öl!
    Da die Haut ja schon selbst eine Öl-Wasser-Mischung in sich hat, können andere Öle dann noch besser aufgenommen werden. Das Wichtigste ist wirklich nicht einfach irgendein Öl zu nehmen, sondern das was der eigenen Haut gut tut! 🙂
    Meine Haut liebt z.B. Jojobaöl. Aber auch noch andere…

    Was für ein Öl benutzt du eigentlich?
    Liebe Grüße von der Nordsee 😉

    • anita sagt:

      Was für ein Öl benutzt Du, Lara? Ich dachte immer, ich dürfte das bei meiner Haut genau nicht machen, bin mit Drogerieprodukten dahinter mit dem Ergebnis von Rötungen, schuppi-trockener Haut im einen Bereich und extrem fettender in der T-Zone, dazu riesige Poren 🙁
      Dann bin ich umgesteigen auf Hypoallergene Pflege, aber ich denke wehmütig an früher zurück, als ich einfach nichts gemacht habe, ausser Wasser und wenn nötig etwas Feuchtigkeitscreme.
      Ich wäre dankbar für Tipps von Deiner Seite!

      • beautyjagd sagt:

        Ich bin jetzt nun nicht Lara, aber zB Dr Hauschka hat ein Gesichtsöl im Programm, das extra für fettige Haut geeignet ist. Ganz nach der homöopathischen Philosophie geht die Firma davon aus, dass sich die übermäßige Talgproduktion der Haut auf Dauer beruhigt, wenn sie von außen befettet wird. In der Slow Cosmetique wird dieser Grundsatz auch erwähnt und empfohlen, das auszuprobieren.

      • anita sagt:

        Kein Problem! Vielen Dank für Deine Antwort!
        Kann denn das vorgeschlagene Öl auch für fettige Haut in der T-Zone mit trockenen anderen Stellen, grossen Poren und einer Neigung zu Hautunreinheiten und Rötungen genutzt werden? Oder müsste man da quasi pro Zone ein Öl haben?

      • beautyjagd sagt:

        *überleg* Also ich würde es erst mal auf das ganze Gesicht tun, und wenn du merkst, dass deine trockenen Stellen doch zu trocken werden, dann würde ich in dieser Zone ein reichhaltigeres Öl drauf tun.

      • Lara sagt:

        Hallihallo,

        Tut mir leid das ich mich erst jetzt melde *schäm*

        Nun ich benutze auch das Gesichtsöl von Dr. Hauschka! Es ist prima! Dann benutze ich noch Traubenkernöl und Schwarzes Johannesbeerkernöl (von dem Jojobaöl hab ich ja schon gesprochen 😉
        Ich bin auch der Meinung das sich meine Haut wirklich gebessert hat! Ich hab es früher auch mit Hypoallergener Pflege versucht, aber irgendwie wurde meine Haut immer schlechter…. Und das mit meinen 19 Jahren :/ Ich hab mir dann gedacht, das ich früher nun auch nicht besonders viel für meine Haut getan habe und bin nur auf Wasser und Öl umgestiegen… Ich sag dazu nur WUNDERBAR!! Meine großporige und ziemlich zickige Haut geht es wieder gut! Ich kann es jedem Empfehlen!!! Bin sooo begeistert!

        Also da ich fast den gleichen Hautzustand habe wie du solltest du Öl echt mal ausprobieren. Es lohnt sich allemal und der Haut tut es sehr gut mal nur 1 Pflegestoff auf der Haut zu haben als 27 Stück, die nur die Haut immer mehr reizen und kaputt machen!

        Lg Lara 🙂

      • anita sagt:

        Danke für die Antworten! Ich werd mir das Öl definitiv einmal anschauen. Vielleicht gibt es ja eine Probiergrösse zu kaufen.

        Noch eine andere – etwas doofe – Frage. Wie macht ihr das denn mit der Reinigung? Vor dem Öl auftragen? Womit? Oder sollte ich das komplett weglassen?

        Das stimmt, die Inhaltsstoffe sind oftmals eine riesenlange Liste und ich frage mich schon, was da wohl so drin ist und ob das wirklich so gut ist, wie sie versprechen. Antworten wären wohl: zuviel und nein…

      • beautyjagd sagt:

        Also: Ich reinige mit meiner tensidfreien Reinigungsmilch, spüle die Wasser ab, dann sprühe ich das Blütenwasser aufs Gesicht, dann kommt das Öl auf das noch feuchte Gesicht (so verteilt es sich viel besser, und wirklich nur ein paar Tropfen Öl nehmen, man braucht nicht viel).
        Und ja, es gibt eine Probegröße von dem Gesichtsöl 🙂 .
        PS: Es gibt keine doofen Fragen 🙂 !

      • anita sagt:

        Danke fürs Verständnis!
        Von welcher Marke ist denn Deine tensidfreie Reinigungsmilch?
        Hey, das sind ja mal gute Neuigkeiten *freu* da muss ich unbedingt mal gucken gehen, wegen dem Öl.

      • beautyjagd sagt:

        Ich mag die von Sensisana und Martina Gebhardt sehr gern, ich bin ihnen schon lange treu. Es gibt aber zB auch eine Reinigungsmilch von Dr. Hauschka, die ist dünnflüssiger (und für mich zu wenig).

    • beautyjagd sagt:

      Ich verwende im Moment das Aube D’été von Douces Angevines, einer französischen Firma, das ist ein gemisches pflanzliches Öl mit ätherischen Ölen. Und dann teste ich das Beauty Elixier von Santeverde sowie Jojobaöl pur. Ich versuche gerade herauszufinden, welches ich am liebsten mag, das dauert auch sicher noch ein bisschen. Zusätzlich lese ich gerade viel über Öle, damit ich insgesamt ein besseren Überblick bekomme. Liebe Grüße und danke für das Teilen deiner Erfahrungen 🙂

      • Lara sagt:

        Oh wie interessant!! Das Beauty Elixier hat mich auch ganz angefixt! Sind da ätherische Öle enthalten? Ich hab da nämlich ab und zu meine Probleme mit :-S

        Ich lese im Moment auch sehr gerne über verschiedene Öle… Für meine Haare hab ich die Pflege auch von Drogerie auf Öle umgestellt und ich sehe schon tolle Effekte die mich zum Staunen bringen! 😉

        Lg Lara

      • beautyjagd sagt:

        Ja, im Beauty Elixier sind ätherische Öle enthalten (Orange, Bergamotte, Rose und Geranium), deswegen duftet es auch wunderbar. Aber wenn du da empfindlich bist, ist das vielleicht eher nichts für dich.
        Liebe Grüße

  • Anett sagt:

    Kennst Du das Buch „Alles klar mit Haut und Haar“ von Susanne Kehrbusch? Was Du über „slow cosmetique“ schreibst, hat mich irgendwie an dieses Buch erinnert. Ich habe es mir vor einigen Jahren gekauft, weil ich massive Haarprobleme gehabt habe. Neben der Haarthematik geht es in den Buch aber auch um denn Sinn und Unsinn von Kosmetikprodukten, alles aus einer sehr kritischen Perspektive heraus geschrieben.

    An dieser Stelle möchte ich nun auch einmal Dank und Lob für Deinen prima Blog loswerden! Ich freue mich immer wieder über Deine interessanten, informativen und unterhaltsamen Blogposts und die tollen Diskussionen, die sich daraus entwickeln.

    Liebe Grüße
    Anett

    • beautyjagd sagt:

      Erst mal danke schön für den netten Kommentar!!
      Und dann nochmals danke schön für den Buchtipp. Das Buch war mir bisher nicht bekannt, klingt aber gut. Das muss ich nun natürlich auch haben 🙂 , zurzeit bin ich wirklich auf dem Büchertrip *lach*.

  • johanna sagt:

    Wie ärgerlich- ich kann kein Französisch :(.

    Aber seine Aussage ist ja so klar und treffend- da bedarf es keiner weiteren Erläuterung ;).

    In Sachen Pflege versuch ich das Jahr 2012 genauso zu beschreiten. Bisher geht es auch gut, aber als diese Woche meine Haut wg Heizung und Wetterumschwung sehr trocken geworden ist, muss ich mich echt zügeln nicht doch pflegetechnisch aufzurüsten ;). Ich bleibe aber standhaft :).

    LG, johanna

    • beautyjagd sagt:

      Das Konzept von Julien ist eigentlich ganz einfach – aber eben doch ziemlich ungewohnt, wenn man bisher auf konventionelle Kosmetik gesetzt hat. Bei der Pflege versuche ich auch immer mehr, auf einfache (und hochwertige) Produkte zu setzen, bei der dekorativen Kosmetik kommen mein Sammlertrieb und meine Neugierde immer wieder durch 😉 .

  • Slow Cosmétique – das kann ich nur begrüßen! Die Wirkstoffe, die Fettbegleitstoffe der Öle sind es, die unsere Haut über die Pflege hinaus stärken und die Hautbarrieren regenerieren. Pflanzenöle stehen und fallen mit der Qualität, und die Qualität sieht und riecht man nicht, und muss auch nicht deklariert werden. Die meisten Öle werden desodoriert angeboten, auch bio Öle sind häufig desodoriert, doch dann fehlen den Ölen die wunderbaren Wirkstoffe. Ein bio und natives Pflanzenöl wird übrigens schnell von Haut aufgenommen und hinterläßt überhaupt keinen Film auf der Haut.

    • beautyjagd sagt:

      Bio und nativ, die Qualität von Ölen finde ich auch sehr wichtig, wenn es um Pflege geht (bei dekorativer Kosmetik drücke ich manchmal ein Auge zu, auch wenn ich es da auch lieber hochwertig habe).

  • Patricia sagt:

    Der vorgestellt Herr und sein Buch sprechen mir aus der Seele! Schade, dass ich kaum Französisch verstehe. Wenn es irgendwann mal übersetzt werden sollte, kaufe ich es!

    Ja, Umstellung kann hart sein, stressig (wie in meinem Fall, aber ich gehe auch sehr exzessiv vor) und anfänglich ist es auch teuer. Aber dann… wenn die Haut sich beruhigit hat, wenn sie wirklich offen ist für Neues und es auch positiv annimmt – dann hat sich die Mühe gelohnt. 🙂
    Gerade im Urlaub habe ich wieder und wieder beobachten können, wie hektisch die Menschen sind. Und innerlich gehetzt/unruhig. Auch am schönsten Strand mit majestetischen Wellen und Gischt wanderten viele mit gesenktem Haupt und dem Blick auf ihr Smartphone fixiert umher. *kopfschüttel*

    Schönheits-Tipps?

    Weniger ist definitiv mehr. 😉

    Ganz wichtig: Nicht aus lauter Langeweile mit dem bereits guten/gut funktionierenden Produkt ein weiteres Mittelchen kaufen. (Ich ertappe mich zurzeit selbst dabei, wie ich neugierig nach anderen Produkten Ausschau halte. Dabei ist meine jetzige Pflege so gut, dass ich noch nicht mal Concealer oder Foundation brauche. Ölige T-Zone? Gerötete Wangen? Das war mal. Aber trotzdem ist da diese Sehn-Sucht nach Neuem, nach DEM perfekten (und glamorösen) Produkt. Eine kleine Herausforderung, da bescheiden zu bleiben und nicht das nächste Tigelchen zu kaufen.)
    Daher hat der obige Autor schon ganz recht mit der Fragestellung, was wir denn tatsächlich zum Schönsein brauchen.

    Auch kann ich jedem nur empfehlen einfach mal Hydrolate und verschiedene Öle auszuprobieren.
    Mein Partner hatte anfangs ein gutes Hautgefühl mit der Melissencreme von Martina Gebhardt. Doch dies hielt nicht an, bereits vor dem Urlaub wurde seine Haut immer unruhiger. Im Urlaub dann der Supergau und in meiner Not gab ich ihm mein Wiesenschaumkrautöl und Kornblumenhydrolat (beides Maienfelser). Selbst zur Reinigung am Abend nutzte er nur das Öl. O-Ton: „WIE? Keine Seife?!“ Nach nur 2 Tagen hatte er die beste Haut seit Jahren. Und es funktioniert selbst nach der Rasur (ein Stressfaktor für Männerhaut).

    • beautyjagd sagt:

      Ein Basis-Kit sähe bei mir zurzeit wahrscheinlich so aus: eine tensidfreie Reinigung, ein Hydrolat und ein Öl. Glücklicherweise gibt es davon unterschiedliche Sorten, sonst würde ich ganz und gar langweilig werden 😉 .
      Übrigens kam ich mit der Melissencreme von Martina Gebhardt auch nicht klar, die war einfach zu anregend für meine Haut. Es ist echt toll, dass du mit deiner neuen Pflege so gut zurecht kommst, das freut mich sehr. Und das Wiesenschaumkrautöl steht auch schon länger auf meiner Liste.

      • Patricia sagt:

        Wow, das hört sich sehr puristisch an! Ich bin schon sehr gespannt auf Dienen Bericht.

        Welche Reinigung nimmst Du? Bist Du Sensisana immer noch treu oder hast Du mittlerweile etwas anderes ausprobiert?

        Oh? Das wusste ich gar nicht. Zu anregend? Ja, im Grunde könnte man seine Hautreaktion so beschreiben. Gut, dass er nur eine Probe nutzte.

        Ich habe großes Glück gehabt bei meiner Umstellung. Vielleicht auch gerade weil ich nicht zu viele Cremes in meinem Leben ausprobiert hatte. Richtig glücklich macht mich vor allem die Tatsache, dass Pflege für mich jetzt wirklich unkompliziert geworden ist und ich mich endlich wohl fühle in meiner Haut. 🙂

        Im Sommer plane ich mal ein Öl mit natürlichem Sonnenfilter auszuprobieren. Hast Du da bereits irgendwelche Erfahrungen sammeln können?

      • beautyjagd sagt:

        Bei der Reinigung bin ich Sensisana Maritim treu, ich mag sie sehr. Aber die Blütenwasser-Reiigung von Belmar hat mir auch gefallen – und von Primavera interessiert mich zB die Reinigung der Neroli Cassis-Serie.
        Und nein, als Sonnenfilter habe ich bisher kein Öl getestet, obwohl in dem Gel von Eco ja eines mit drin ist, das auch Lichtschutz bietet.

  • Veleda sagt:

    Huch, da schau ich länger nicht vorbei, da taucht so ein intressanter Buchtitel auf 🙂

    In den letzten Tagen konnte ich das selber an meiner Haut festellen (die letzen drei Tage war ja hier der pure Hochsommer) das meine Haut maximal eine gute Seife/Waschgel, Hydrolat/Aloe Vera Gel von Aubrey , und wenn die Sonne knallt Sonnencreme mag.
    Ich merkte richtig das ich keine Lust auf zuviel Schnick Schnack hatte XDD Und auch jetzt nur mit meinen Ölen und meiner Shea liebäugel. Denn leioder war die Lavera-Soft nicht soo der Knüller..wird nun am Körper aufgebraucht 🙂

    Gibts das Buch wohl auch auf Englisch?
    Französisch kann ich nicht..XDD

    Sonnige Grüße 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Leider habe ich das Buch bisher nur auf Französisch entdeckt! Hoffentlich wird es so erfolgreich, dass ein englischer Verlag daran Interesse findet *hoff* Wenn es sehr warm ist, verwende ich auch deutlich weniger Produkte, schließlich braucht die Haut dann keinen Schutz gegen Kälte (eher gegen die Sonne). Meine Sommer-Kombi ist ja ein Tropfen Öl mit einem geligen Serum vermischt, darüber dann etwas Sonnencreme.
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!