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Nürnberger Pinsel von Leonhardy

nuernberg-pinselfabriken

Vor über einem Jahr habe ich die Worte „Pinsel Fehhaar Imitation“ gegoogelt. Mir gingen die wunderbar weichen Puderpinsel der japanischen Kosmetikmarke Suqqu, die ich in Bangkok gesehen hatte, nicht mehr aus dem Kopf. Der umwerfend hohe Preis und auch die fragwürdige Herkunft der Pinselhaare hatten mich letztlich vom Kauf abgehalten.

Trotzdem ließ (und lässt) mir das Thema keine Ruhe: Vielleicht gibt es ja doch eine hochwertige synthetische Alternative zu diesen Pinseln aus Naturhaar? Mit Fehhaar bezeichnet man in der Pinselindustrie die Haare des Schweifes von Eichhörnchen. Das unfassbar weiche Haar besitzt den kleinsten Durchmesser aller für die Pinselproduktion verwendeten Naturhaare.

Bei meiner Recherche nach synthetischen Imitationen stieß ich schließlich auf eine Pinsel-Kollektion der Firma Leonhardy aus Nürnberg. Ich erinnerte mich daran, dass ich in meiner Kindheit öfter das Pinselmuseum in Bechhofen besucht hatte: Ein kleiner Ort, der nicht weit weg von Nürnberg liegt und als das Zentrum der europäischen Pinselproduktion gilt.

Nürnberg und die darum herumliegende Region ist für die Herstellung zweier Beauty-Produktgruppen weltweit bekannt: Pinsel und Kajalstifte bzw. Lipliner (als Seitenlinie der Stiftindustrie, z.B. von Faber-Castell oder Schwan-Stabilo). Viele bekannte Kosmetikmarken lassen diese Produkte bei den ansässigen Firmen in und rund um Nürnberg herstellen.

In Nürnberg gab es vor dem Ersten Weltkrieg etwa 30 Pinselfabriken. Einige bestehen heute noch und produzieren Pinsel für den Industrie-, Künstler-, Handwerker-, Kosmetik- oder Haushaltsbedarf. Am bekanntesten dürfte die Firma Defet sein, die ihre Pinsel unter dem Namen Da Vinci verkauft.

Ebenfalls alteingesssen ist die Firma Leonhardy, die 1889 aus dem Zusammenschluss von 15 Firmen hervorging und heute unter dem Namen Vereinigte Pinselfabriken Leonhardy & Co. firmiert. Sie ist noch immer im Familienbesitz und in der Johannisstraße ansässig. Dort wird weiter überwiegend in Handarbeit produziert.

vereinigte-pinselfarbriken-leonhardy

Da ich im Juni letzten Jahres gerade für ein paar Tage in Nürnberg war, nahm ich Kontakt mit Leonhardy auf und fragte nach, wo man deren Pinsel kaufen kann. Netterweise durfte ich einfach bei Leonhardy vorbeischauen und die von mir ausgewählten Pinsel abholen.

Ein Torbogen in der Johannisstraße führt zur Pinselfabrik, das Gebäude empfand ich als charmant-altmodisch. Die sympathische und engagierte Produktmanagerin hatte meine fünf Pinsel bereits zusammengestellt, nach dem Bezahlen plauschten wir noch ein bisschen. Sie erzählte mir, dass sie selbst gern Youtube-Videos guckt und Beauty-Blogs liest. Das dürfte auch der Grund dafür gewesen sein, weshalb ich ausnahmsweise direkt bei Leonhardy einkaufen dürfte – was sonst leider nicht möglich ist.

pinsel-leonhardy

Das sind nun die fünf Pinsel, die ich bei Leonhardy gekauft habe: Links ein großer bauschiger Puderpinsel, daneben ein rund angeschrägter Rougepinsel. Es folgt ein flacher Rougepinsel, den ich jedoch für Mineralfoundation verwende. Die beiden anderen Pinsel sind für Lidschatten gedacht, ein abgeschrägter Stupper und ein rund-ovaler Shader. Die jeweiligen Nummern der Pinsel habe ich auf dem Foto dazu geschrieben.

Alle fünf Pinsel bestehen aus synthetischer Fehhaar-Imitation. Die Haare sind weich, ohne glitschig zu sein, und ganz leicht in sich gewellt. An die Pinsel aus echtem Fehhaar kommt die Qualität leider nicht heran, die Preise glücklicherweise auch nicht (ich habe für alle Pinsel unter 100 EUR bezahlt, was sicher ein besonders günstiger Preis gewesen sein dürfte).

Am liebsten mag ich den Flattop-Pinsel 21239, den ich fast täglich in Gebrauch habe. Ich setze ihn nicht für Rouge, sondern ausschließlich für pudrige Mineralfoundation ein. Er ist nicht zu fest gebunden, aber trotzdem kompakt. Ich habe ihn übrigens bereits in meinen ersten Beauty-Notizen gezeigt.

Der große Puderpinsel 21286 hat es ebenfalls in meine Routine geschafft. Die relativ langen Haare haben einen gewissen Stand, so kann ich den Puder ganz locker auftupfen oder auch etwas stärker einarbeiten.

Der Shader 21440 hat mich davon überzeugt, dass Lidschattenpinsel auch mit synthetischem  Haar funktionieren können. Die weichen Haare haben wegen der festen Bindung einen guten Stand und sind dadurch kompakt.

Weniger anfreunden konnte ich mich mit dem Stupper 21442, dessen Fläche mir zu groß ist, um damit am Auge ordentlich arbeiten zu können. Die angeschrägte runde Form des Lidschattenpinsels finde ich aber grundsätzlich attraktiv (z.B. die Multi Eye Brush von Hiro, die ich oft auf Reisen dabei habe).

Als besonders weich und zart empfinde ich den angeschrägten Rougepinsel 21291. Die Haare nehmen die Farbe gut auf, haben für meinen Geschmack jedoch etwas zu wenig Stand, um die Farbe kontrolliert auf den Wangen auftragen zu können – was vielleicht aber auch an der Form liegt, mit der ich nicht so gut zurecht komme. Letztlich habe ich die tulpige Form der Blush Brush von Real Techniques vorgezogen.

Apropos Real Techniques. Auch die synthetischen Pinsel der britischen Firma haben sich die asiatischen Luxus-Pinsel mit Fehhaar zum Vorbild genommen. Im Vergleich zu den Fehhaar-Imitationen von Leonhardy empfinde ich die Pinsel von Real Techniques als noch weicher und fluffiger.

Auf der Homepage von Leonhardy sind alle Kosmetikpinsel aus Fehhaar-Imitation gelistet. Leider kann ich nun keine Händler nennen, die diese Pinsel von Leonhardy anbieten. In diversen Online-Shops wird eine Auswahl der Pinsel angeboten, ausgerechnet meine fünf Pinsel konnte ich nicht darunter finden. Vor Ort gibt es bei Leonhardy in Nürnberg einige Male im Jahr einen Fabrikverkauf, der durch einen Newsletter angekündigt wird.

Mein Fazit: Hoffentlich findet sich eine Mineralfoundation-Firma, die den Flattop 21329 in ihr Programm aufnehmen möchte und bei Leonhardy herstellen lässt! Und wenn ich schon beim Wünschen bin – ein runder Kabuki und ein Rougepinsel in runder oder tulpiger Form aus der Fehhaar-Imitation würden mir auch gefallen. Leonhardy nimmt mit der Kollektion an Pinseln aus synthetischer Fehhaar-Imitation gleich zwei Trends auf: Die Pinsel sind von asiatischen Luxus-Pinseln inspiriert und werden aus hochwertigem synthetischen Pinselhaar hergestellt.

Kennt ihr die Firma Leonhardy? Wusstet ihr, dass die Region um Nürnberg das europäische Zentrum für Pinselherstellung ist? Welche Pinsel verwendet ihr am liebsten?

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40 thoughts on “Nürnberger Pinsel von Leonhardy
  • Salon zwei sagt:

    Wie lustig, ich bin gerade dabei eine eigene Pinsel-Serie mit Leonhardy zu entwickeln mit genau diesen Pinseln. Das dauert sicher noch alles bis das Design steht und umgesetzt werden kann, etc. Aber du wirst sicher eine der Ersten sein, die diese Pinsel dann sehen wird.
    Sonnige Grüße aus Kölle *c

  • Julchen sagt:

    Wie immer ein toller Bericht, von der Firma hatte ich natürlich noch nichts gehört, die Pinsel sehen aber klasse aus. Von Nürnberg als Hochburg für Pinselherstellung hatte ich auch noch nie gehört, Schande über mich. Es fasziniert mich immer wieder, dass man (also ich!) bei tollen Produkten oft dazu neigt bei ausländischen Firmen zuerst zu schauen und dabei schnell vergisst, dass tolle Qualität auch sehr oft in Deutschland zu finden ist. Du hast mich mit diesem Post wieder daran erinnert, vielen Dank dafür!

    Im Moment benutze ich ein Mischmasch an Pinseln, die meisten sind von EcoTools. Die Pinsel sind zwar gut, aber nicht super.
    Julchen kürzlich veröffentlicht..TAG: What’s in my bag? Viel zu viel! 🙂My Profile

    • beautyjagd sagt:

      Ich finde es auch toll, dass Pinselmacher in Deutschland noch immer ein Ausbildungsberuf ist. Fast habe ich nun Lust bekommen, mal wieder ins Pinselmuseum zu gehen 🙂

  • Ja, wir kennen Leonhardy (über Umweg, aber dazu gleich mehr). Und ja, dass die Region rund um Nürnberg sogar weltweit berühmt ist für die Pinselmanufaktur, war mir bekannt. Es ist auch einfach eine schöne Tradition.

    Woher also kennen wir Leonhardy, obwohl wir die Pinsel nicht führen und auch noch keinen direkten Kontakt mit dem Unternehmen haben? Letztlich hatte ich bei der Pinselkollektion eines deutschen NK-Herstellers den Verdacht, dass es sich dabei um Da Vinci Pinsel handelt, denen einfach nur der Markenname aufgeprägt wurde. Man hat mich dann aber eines besseren belehrt und offen gesagt, dass die Pinsel von Leonhardy gefertigt werden. Zugegebenermaßen war mir das vorher auch kein Begriff. 😉

    Und jetzt habe ich es aber spannend genug gemacht. Besagter NK-Hersteller ist Wala. Die Dr. Hauschka Pinselkollektion wird laut der Aussage meiner Dr. Hauschka Gebietsleiterin bei Leonhardy gefertigt (zumindest die neue Kollektion). Und ich muss sagen: gar keine schlechte Wahl. 🙂

    Ansonsten darf ich sagen, dass ich mit Pinseln aus deutscher Produktion bisher immer am Besten gefahren bin. Während ich alle anderen irgendwann entnervt entsorgt habe (kratzig, Haarverlust, zu weich, zu starr, …), bleibe ich denen aus deutscher Produktion treu. Es gibt sicherlich auch international richtig gute Manufakturen, aber irgendwie bekommt man die in Deutschland nicht. Obwohl: die von Living Nature sind auch richtig klasse. Aber ich habe keine Ahnung wo die produziert werden. (Gleich mal recherchieren!)

    Zu Hause habe ich jedenfalls eine bunte Mischung im Einsatz: Dr. Hauschka, Da Vinci, Living Nature, Lakshmi, Marie W und auch noch den einen oder anderen von Kost Kamm. Ich liebe ja große Puderpinsel (und habe entsprechend auch ein paar). Kleinere haben sich aber auch im Laufe der Jahre angesammelt. 😀

    Fehhaar kannte ich übrigens noch nicht. Das mag aber auch daran liegen, dass mir die synthetischen und natürlichen Alternativen bisher zart genug waren. Der Vergleich fehlt mir aber. Und dann: die armen Eichhörnchen!

    Auf der Vivaness werde ich mich dann wieder zurückhalten müssen. Da sind ja in der Regel auch viele Pinselhersteller vertreten. *Muss stark bleiben*

    Viele liebe Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

    • Petra sagt:

      Hihi, da lag ich doch richtig! Gleich als Wala mir den Puderpinsel geschickt hat, musste ich an Leonhardy denken!

    • beautyjagd sagt:

      Ich rätsle mittlerweile auch schon bei jeder Pinselmarke, wer wohl die Pinsel hergestellt haben könnte. Bei den neuen Pinseln von Dr. Hauschka hatte ich auch zuerst da Vinci in Verdacht, aber schön, dass es Leonhardy ist.
      Liebe Grüße

    • sabi sagt:

      Interessant. Ich habe zwar nur einen Dr. Hauschka Pinsel, aber dieser eine ist absolut fantastisch. Also besitze ich doch ein Nürnberger Traditionsprodukt!

  • Eine tolle Review, Julie, vielen Dank.

    Ich muss ehrlich gestehen, Kosmetik- Pinsel sind für mich noch totals Neuland. Aktuell habe ich den kleinen und großen Kabuki von Loly Lolo, die ich für Mineral Foundation, Finishing Poweder und Rouge verwende. Dann habe ich noch einen Eyeliner- und Lidschattenpinsel von der Rossmann- Eigenmarke, glaube ich. Die benutze ich aber sehr selten.

    Ich werde mich bei Zeiten mal nach einem qualitativ gutem, aber nicht so teurem Einsteiger- Set umsehen. Hat jemand einen Tipp für mich?!

    Liebe Grüße

  • Petra sagt:

    Na sowas doofes, für meine neu entdeckte MF musste ich aufrüsten.
    Bislang benutze ich die Echthaarpinsel von Da Vinci, zwei davon habe ich schon ca. 20 Jahre. Außerdem habe ich einige Pinsel von Dr Hauschka geschenkt bekommen, die sehen verdächtig nach Leonhardy oder evtl. auch Da Vinci aus. Auf der Suche nach einem schönen synthetische Flattop war ich auf der Leonhardy-Seite hängen geblieben, habe aber keinen Händler gefunden. Mit der zweiten Wahl von EM statt des 21329 bin ich aber recht zufrieden.
    Beim Kabuki für MF ist es der Lily Lolo geworden.
    Den HIRO habe ich mit den Pigmenten mitbestellt, dafür ist er toll, kann mich aber für Puder- und gebackenen Lidschatten nicht überzeugen, da ist er zu wabbelig. Mein Everyday-Pinsel dafür ist der Da Vinci, die Nummer ist schon abgegrabbelt, ich glaube aber 41930. Leider habe ich mit der Zeit viel zu viele Pinsel angesammelt, so dass ich z. T. Einen ganz bestimmten Lieblingspinsel für ein Produkt habe. Entrümpeln mag ich aber auch nicht, denn „ich liebe euch doch alle“!

    • beautyjagd sagt:

      Ich habe mittlerweile auch eine ganze Pinselsammlung, was auch daran liegt, dass sich meine Vorlieben immer wieder ändern. Den Flattop von Everyday Minerals mag ich sehr gern, der war vor dem 21329 mein Favorit für Mineralfoundation. Der Kabuki von marie w. soll ja auch sehr gut sein, der war mir aber (zumindest bisher) zu teuer.

  • Klara sagt:

    Sehr interessant, mal wieder! ja, ich bin auch eher Pinsel-Neuling, hatte ich nie wirklich auf dem Schirm, erst seit ich MM benutze (seit einem Jahr) sind ein Kabuki und ein kleiner Foundationpinsel (a la 21442 nur nicht schräg) bei mir eingezogen, die hab ich damals bei Andrea Biedermann gleich mitgekauft. Und: ich liebe sie beide.
    wenn es also die Möglichkeit gibt, deutsche Pinsel, für die keine Tiere sterben mussten (beinah hätt ich geschrieben ‚Federn lassen‘ …. :-] ): her damit!
    ich bin gespannt, auf diese neue Kollektion, die hier angekündigt wurde und werd mich wohl mal für den Newsletter registrieren… *g*

    • beautyjagd sagt:

      Oh, da habe ich doch gerade mal die Pinsel von Andrea Biedermann angesehen, wer die wohl herstellt? Da wären einige dabei, die mir gleich gefallen würden *lach*

      • Silk sagt:

        Ich habe mal einen kleinen Kabuki von Andrea Biedermann geschenkt bekommen bei einer Probiergrößenbestellung. Den verwende ich derzeit auch ausschließlich… ich finde ich sehr gut. Weiche, schöne Borsten… guter Stand, sehr dicht- aber nicht zuuuu dicht gebunden! Trocknet auch gut und sieht auch jetzt noch nach häufigen waschen mit Dr. Bronner aus wie neu. Hmm, habe noch nie daran gedacht mir den mal in groß zu bestellen… sollte ich vielleicht mal tun, denn ich ich eigentlich sehr zufrieden wie ich gerade feststelle…. 🙂 Aber grds. finde ich es schwer Pinsel im Internet zu bestellen. Ist halt ein Überraschungs-Ei!!

      • beautyjagd sagt:

        Pinsel via Internet finde ich auch schwierig, genauso wie dekorative Kosmetik. Manchmal gehts nicht anders – und die Pinsel von Andrea Biedermann scheinen hier ja beliebt zu sein 🙂

  • Klara sagt:

    *hüstel* ich nochmal: und wo auf der HP von Leonhardy kann frau sich für den NL anmelden? ……..

  • Johannah sagt:

    Ich habe die Firma auf einer Messe persönlich kennengelernt und wurde direkt in die Mailliste aufgenommen. Ich bin sicher, eine Anfrage per Email reicht aus, um über den Fabrikverkauf in Nürnberg per Newsletter benachrichtigt zu werden. Auf der Homepage habe ich auch keine direkte Newsletter-Anmeldung sehen können.

    • beautyjagd sagt:

      Ich denke auch, am besten über das Kontaktformular auf der Homepage darum bitten, in den Newsletter aufgenommen zu werden!

  • Cistrose sagt:

    Hallo,

    Bei Deinem Link „Alle Kommentare anzeigen“ kommt leider die ganze Zeit ausschließlich
    der Hinweis

    „Error 404 – Not Found“

    Streikt jetzt mein PC, oder wird das so bleiben?

    Viele Grüße

    • beautyjagd sagt:

      Ich bin verwirrt, welchen Link meinst Du? Ich finde das nirgends, irgendwie bin ich blind.

      • Cistrose sagt:

        Wenn Deine neuen Posts an die E-Mail Adressen verteilt werden, befindet sich am Ender Deiner Ausführungen der „Link“

        „Alle Kommentare anzeigen“ – klickt man diesen an bekomme ich lediglich den Hinweis

        „Error 404 – Not Found“

        Rätsel . . .?

        Egal an welchen PCs, immer das gleiche, nur über Deine „normale“ Webseite sind die jeweiligen Kommentare zu lesen.

        Rätsel . . . ?

        Egal an welchem PC, ständig das gleiche Bild

        Viele Grüße

      • beautyjagd sagt:

        Ah danke schön, ich werde dem mal nachgehen! Hoffentlich kann ich was dran richten – scheint vorher ja funktioniert zu haben.

      • beautyjagd sagt:

        Ich bin nach längeren Recherchen gerade ziemlich ratlos, was das Problem angeht – ich hoffe, mir kommt noch eine Idee, woran das liegen könnte. Bei mir kommt auch der Error 404, liegt also nicht an deinem PC. Es tut mir echt leid, dass der Link nicht funktioniert. Danke auf jeden Fall fürs drauf aufmerksam machen!

  • Noemi B. sagt:

    Jetzt bin ich aber echt enttäuscht. Da komnen gestern zahlreiche Voten wegen den wirbellosen Quallen, von wegen Tierleid etc. und hier bei den Pinselhaaren aus Säugetieren kaum ein Aufmucken?! Oder hat niemand den Link zur Herkunft der Pinselhaare aufgemacht? Woher bezieht denn Leonhardy sein Haarmaterial und wie werden die Tiere dort gehalten?

    Ich gebe zu, dass ich mir bisher auch fast zu wenig Gedanken darüber gemacht habe, besitze aber nur ganz wenige (3) kleine, alte Echthaarpinsel – und die machen mir schon genung schlechtes Gewissen. Die Neuen sind alle Synthetisch und ich werde auch keine Echten mehr kaufen! Mein Kabuki vom Bodyshop ist mir flauschig genug.
    Solche Herstellungsmethoden möchte ich keineswegs unterstützen!

    • Noemi B. sagt:

      Sorry!! – zu schnell quergelesen, die sind ja offenbar alle synthetisch. Uffff¨!
      Dann ist alles gut und ich kann mich wieder beruhigen….

    • Petra sagt:

      Echthaar wie bei Hauschka finde ich nicht per se problematisch. Ziegen werden zum kämmen oder scheren nicht geschlachtet. Und für manche Zwecke sind Echthaarpinsel den synthetischen überlegen – und umgekehrt.
      Und selbst wenn Tiere geschlachtet, so werden sie nicht nur zu diesem Zweck gehalten, sondern eben auch gegessen. Wenn Tiere schon zur Ernährung oder sonstwie getötet werden, sollte auch alles verwertet werden.
      Ich liebe jedenfalls meien Orenburg-Schals, die einzigen, die mich im Winter warm halten und keine Ekzeme verursachen.
      Ich werde also auch künftig bestimmt mal Echthaar kaufen, Nagerpinsel aber sicherlich nicht.

  • sabi sagt:

    Sehr interessanter Bericht. Diese Art von Feldstudien gefällt mir wirklich! In der Tat hatte ich keine Ahnung von der traditionellen Pinselherstellung in Nürnberg. Ich bin momentan nicht auf der Suche, aber ich werde mir den Namen Leonhardy auf jeden Fall vormerken.

    Gibt es eigentlich einen guten synthetischen Ersatz zu Wildschweinborsten bei Haarbürsten oder zumindest eine Firma, bei der man kein furchtbar schlechtes Gewissen haben muss? Ich habe Angst mich wirklich darüber zu informieren, weil ich mir meine Ignoranz erhalten will (ähnlich wie bei dem Thema Bekleidung).

    • Salon zwei sagt:

      Kost-Kamm stellt vegane Haarbürsten her, die Vega-Brush. Die sind nicht syntetisch sondern pflanzlich. Ich hab mir erst vor kurzem eine bestellt, da ich mir diese Alternative für Veganer mal anschauen wollte, bevor ich sie evtl. im Laden anbiete.
      Nach einem ersten kurzen Test: Fühlt sich ähnlich hart an wie die Wildschweinborsten-Bürsten von Kost-Kamm, etwas pieksiger. Der Massage-Effekt ist aber super. Die Haare fliegen auch nicht so dolle. Was die Langlebigkeit anbetrifft, könnte ich mir vorstellen, dass die Borsten sich schneller verbiegen. Auf die Schnelle würde ich sagen, kann man als Ersatz wählen.

      • beautyjagd sagt:

        Ich habe von dieser pflanzlichen Bürste mal bei Pseudoerbse gelesen. Danke für das Teilen Deiner Erfahrungen damit, diese Bürste interessiert mich auch (selbst wenn ich nun erst mal bei meiner Wildschweinborstenbürste bleibe, schließlich hab ich sie nun ja schon).

      • Birgit sagt:

        Super, die brauche ich, hört sich sehr gut an.

      • sabi sagt:

        Vielen Dank für die Antwort! Kost Kamm hatte ich mir irgendwann schon mal gebookmared und werde ich mir jetzt noch einmal genauer anschauen. Das scheint mir eine wirklich interessante Alternative zu sein, vor allem da statisch aufgeladene Haare sowieso ein Problem für mich sind.

  • Waldfee sagt:

    Ich besitze gar keinen Pinsel, da ich nur Mascara und Lipgloss benutze. Ich habe in meinem Leben auch noch nie Make up benutzt. Ich weiß gar nicht, wie das geht. Aber ich habe auch eine Haut, die derlei nicht braucht 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Das klingt echt nach einer sehr schönen Haut – ich finde es toll, dass du nur so wenig brauchst!

  • peti sagt:

    Das finde ich ja wieder super interessant wie du dich so auf den Weg machst und was du da herausfindest. Ich wußte nichts von der langen Tradition der Pinselherstellung in Nürnberg. Und das, wo ich Pinsel oft benutze, aber meine super da Vinci Pinsel benutze ich für meine Zeichnungen 😉 In meinem Bad steht nur ein Puder Pinsel, den ich vor ewigen Zeiten mal von meiner besten Freundin geschenkt bekommen habe. Und jetzt habe ich gerade mal nachgeschaut was da drauf steht und glaub‘ es kaum: Ich besitze einen Leonhardy de Luxe 🙂
    Mit Kosmetikpinseln kenne ich mich noch nicht so aus. Für Lidschatten habe ich immer so einen kleinen Minipinsel, unprofimäßig eben. Habe aber schon mal im dm gestanden und mir die ganze Pinsel Serie angeschaut. Und durch deinen Bericht habe ich Lust jetzt auch mal Kosmetik Pinsel anzutesten. Ich muss mir mal jemanden suchen, der mir zeigt wie man am besten damit umgeht, da bin ich unsicher.

    • beautyjagd sagt:

      Da ich ja annehme, dass Du geschickt mit Pinseln auf Papier hantierst, wirst Du bestimmt auch bald im Gesicht gut damit umgehen können 🙂 Von Ebelin sind einige der neuen Pinsel gar nicht schlecht – vielleicht bieten dir die oben verlinkten Posts von Magi und Pseudoerbse ein bisschen Anregung.
      PS: Vielelicht wäre auch eine Schminkberatung dann das richtige für dich: http://beautyjagd.de/2013/05/23/mein-besuch-im-schminksalon/

  • Birgit sagt:

    Toll, Nürnberg die Stadt der Pinsel- und Kajalherstellung. Vielleicht kannst du ja die Stifthersteller auch mal besuchen. Ich habe keine Vorstellung wie Kajals hergestellt werden.
    Da Vinci kenne ich nur als Zeichenpinsel, die sind bestimmt alle aus Tierhaar, habe ich vor hundert Jahren nicht drauf geachtet. Asche über mein Haupt.
    Zur Zeit gefällt mir der Ebelin Puder-Pinsel ganz gut. Ich mag es gerade fluffig.
    Meine Lieblingslidschatten-Pinsel sind der Angled Shadow von Hiro und der von Bdellium.

    • beautyjagd sagt:

      Die Pinsel von Bdellium mag ich auch sehr gern, hab ich ja noch gar nicht erwähnt. Der Puderpinsel von Ebelin ist ja ein Klassiker, er wird immer mal wieder als Basic empfohlen.
      Und ja, es wäre toll, mal einen Stifthersteller zu besuchen, vielleicht bekomme ich das ja mal hin! Bei einem habe ich gelesen, dass sie auch nach Richtlinien von Natrue oder Ecocert produzieren.