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Ein Hauch Marokko

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Könnt ihr euch noch an meinen Post über Aker Fassi – das Rouge aus Fès erinnern? Mit Aker Fassi bezeichnet man eine kleine Tonschale, in der sich gemahlene gepresste Mohnblüten und Granatapfelschalen befinden. Feucht aufgetragen ergibt sich damit auf der Haut eine rote Färbung.

Das traditionelle Blush hatte ich in einem Onlineshop entdeckt, in dem marokkanische Beauty-Produkte verkauft werden. Als Dank für den nun schon länger zurückliegenden Artikel schickte mir die Inhaberin Amal Boutahar von Sultana Cosmetics vor ein paar Tagen ein großes Paket zu – gefüllt mit Produkten aus Marokko.

Als ich es auspackte, hatte ich spontan das Gefühl, dass ein südlicher Wüstenwind aus Marokko zu mir herüberwehte. Leider war ich noch nie in Marokko, in Frankreich findet man Produkte aus dem Maghreb jedoch deutlich häufiger als in Deutschland. So kann man selbst in französischen Supermärkten schwarze Seife oder Rhassoul kaufen.

Amal kann leider nicht so oft nach Marokko fahren, wie sie gern würde, und vermisste in Deutschland ihre traditionellen Produkte, mit denen sie aufgewachsen ist. So kam sie auf die Idee, einen Online-Shop mit marokkanischen Beauty-Produkten zu eröffnen. Ihr Wunsch war es, dass sich ihre Produkte möglichst nur aus drei Bestandteilen zusammensetzen.

Natürlich interessierte es mich, von wem die Produkte in Marokko hergestellt werden. Amal schrieb mir, dass alle Produkte, die sie verkauft, in Marokko von Familienbetrieben (und nicht industriell) fabriziert werden. Die Rohstoffe stammen nicht ausschließlich aus Bioanbau, Amal achtet jedoch darauf, dass die Qualität höher als die der Produkte auf den typischen Touristenmärkten ist – sie füllt die Produkte persönlich in Deutschland ab und verwendet sie auch selbst.

Was befand sich also in dem Paket von Sultana Cosmetics? Zuerst packte ich vier Seifen aus, zwei davon sind beduftet (Verbena und Rose), die anderen beiden enthalten Arganöl und Rhassoul sowie Sheabutter. Sie basieren auf verseiftem Palmöl, Olivenöl und Kokosöl.

Gut zusammen passen der traditionelle Peeling-Handschuh Kessa mit der schwarzen Seife, die sich in einem Topf befindet. Diese spezielle Seife besteht aus verseiftem Olivenöl und ist mit Eukalpytusöl beduftet – so eine Seife wird oft im Hamam verwendet. Über schwarze Seife aus dem Maghreb habe ich bereits in 2011 detailliert berichtet.

Sehr fein gemahlen ist die weiße Rhassoulerde Rose de Damas in einer Dose mit Schraubdeckel. Ich werde sie zum Waschen meiner Haare verwenden, zusammen mit einem Blütenwasser und einem Olivenöl kann man sich daraus auch eine Gesichtsmaske mischen.

Gleich zwei Badesalze befanden sich im Paket, die unterschiedlich parfümiert sind: Verbena und Orangenblüten. Der Badezusatz basiert auf Salz und Natron, ob das zugesetzte Parfüm rein natürlich ist, weiß ich nicht – meine Nase findet es etwas zu intensiv, vielleicht verteilt sich der Duft beim Baden. (Bei den bedufteten Seifen bin ich mir auch nicht sicher, ob der Duft rein aus ätherischen Ölen besteht.) Edit 5.10.2013: Amal hat mir mitgeteilt, dass synthetische Duftstoffe aus Frankreich enthalten sind, die jedoch ohne allergene deklarierungspflichtige Inhaltsstoffe auskommen.

Sehr gefreut habe ich mich über den kleinen Glasflakon mit Kaktusfeigenkernöl, der in einem dunkelroten Säckchen aus Samt verpackt ist. Außerdem bekam ich noch ein Aprikosenöl in einer Aluflasche geschickt.

Nicht fehlen darf wohl in einem Paket mit marokkanischen Beauty-Sachen ein Rosenwasser. Es kommt ohne Alkohol aus und duftet zart nach Rose. Zu guter Letzt konnte ich im Paket noch eine Packung mit getrockneten Verbena-Blättern zum Aufgießen eines Tees finden.

Interessanterweise passen die Sachen gut zu meinem gestrigen Post, in dem es um das Konzept der minimalistischen Beauty ging: Seife, Öl und Erde werden sichtlich auch in der traditionellen marokkanischen Schönheitspflege als essentiell angesehen.

Ich hoffe, der virtuelle Beauty-Ausflug nach Marokko hat euch Spaß gemacht! Kennt ihr schwarze Seife oder Rhassoul aus dem Maghreb (oder aus Frankreich)? Wart ihr schon mal in Marokko, Tunsien oder Algerien?

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60 thoughts on “Ein Hauch Marokko
  • Jessica sagt:

    Ich ärgere mich immer, wenn Produkte Palmöl enthalten, zumal wenn es nicht eindeutig aus zertifiziertem Bioanbau stammt. Die Produktion von Palmöl und die damit verbundene Rodung von Regenwäldern, die Vetreibung der dort lebenden Menschen und die Ausrottung von Tierarten sind etwas, was man nicht einfach als „passiert halt weit weg von mir irgendwo auf der Welt“ abtun sollte (damit will ich auf keinen Fall sagen, dass Du das tust, ich meine das jetzt generell). Meiner Meinung sollte man Produkte, die Palmöl enthalten, strikt meiden und auch darauf aufmerksam machen. Es gibt genug Alternativen zu Palmöl-freien Produkten, da ist es für mich nebensächlich, wie gut ein Produkt duftet oder was es noch für pflegende Inhaltsstoffe enthält.

    • beautyjagd sagt:

      Ich kann Dich gut verstehen, denn Palmöl aus Indonesien sehe ich auch kritisch. In Ghana wird Palmöl aber zB auch in Bioqualität und nachhaltig hergestellt (ein Projekt, das u.a. Dr. Bronner unterstützt). Günstiger wird leider das Palmöl aus Indonesien sein *seufz* Und auch andere Rohstoffe verdienen es, kritisch betrachtet zu werden. Vor kurzem habe ich zB gelesen, dass der CO2-Abdruck bei der Herstellung von Kokosöl um ein Vielfaches höher als der von Palmöl ist – es ist wirklich kompliziert!

      • Petra sagt:

        Palmöl ist in West- und Nordafrika traditionelle Produkte in extensiver Kultur. Die Palmen schützen in kleinbäuerlichen Strukturen die darunter angebauten Kulturen. Problematischer ist das Verschwinden der Palmenhaine durch Dürre und nicht zuletzt durch den Tourismus.
        Der Preis von Karité auf den Märkten im Sénégal und in Mali hat sich in den letzten Jahren verdrei- bis vervierfacht, was heißt, dass dieses traditionelle Produkt für Einheimische zu teuer ist. das heißt übrigens noch lange nicht, dass die Erzeuger äquivalent höhere Preise erzielen. Nur halten auch dort die großen Konzerne die Hände drauf (Stichwort Landgrabbing; Gemeinschaftsland wird von oft korrupten Politikern langfristig an Konzerne verkauft/verpachtet).

      • beautyjagd sagt:

        Wenn Sheabutter zu teuer für die Menschen vor Ort wird, das ist echt so … *unfassbar*. Die gleichen Konzerne, die die Sheabutter dann wahrscheinlich im großen Stil abgreifen, dürften dann auch wieder die sein, die billige (billig im Sinne von den Zutaten her) Duschgels und Cremes an die Menschen vor Ort verkaufen…

      • Petra sagt:

        Treffer versenkt. Vor 20 Jahren haben alle „Igitt, wie kannst du nur, das stinkt!“ bei Karité gemacht, heute ist es mainstream. Für Arganöl hat sich vor 6/7 Jahren auch keiner interessiert, heute ist es hip. Aber dann schicken wir doch unsere tolle Cold Cream/Nivea oder sonst irgendeine Chemiebombe und verkaufen sie für viel Geld. So wie mit der Zerstörung der einheimischen Milchwirtschaft durch Milchpulver oder auch Zerstörung lokaler Geflügelhaltung durch Billigimporte europäischer Industrieabfälle (Hühnerflügel und -Innereien statt poulets bicyclettes), bis die Monopolstellung Preisexplosionen zulässt. Das ist leider auch die Kehrseite unserer Nachfrage nach hochwertigen Naturprodukten.

      • beautyjagd sagt:

        Ja *zustimm*, gerade an die Sache mit dem Fleisch musste ich bei deinen Ausführungen zur Sheabutter auch denken.

      • beautyjagd sagt:

        Amal hat mir geschrieben und mir mitgeteilt, dass die Shebautter und das Palmöl aus Burkina Faso stammen.

  • Julia sagt:

    Leider war ich noch nie in dieser Region aber die Produkte hören sich wirklich interessant an! Ich finde es unglaublich interessant ein bisschen davon zu erfahren wie die Körperpflege in anderen Kulturen aussieht! Meistens hat diese ja dann lange Tradition 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Ich hege ja eine Vorliebe für andere Beautykulturen, und traditionelle Beauty-Produkte (egal woher) finde ich auch immer wieder sehr spannend 🙂

  • Mari sagt:

    wieder mal toller post! vorallem die rhassoulerde klingt für mich interessant.
    aber nicht für die haare sondern wie du schon gesagt hast als maske 🙂
    ich mache ja die letzte zeit immer nach dem gesichtsdampfbad von hauschka,
    eine heilerdemaske mit kamillentee.
    aber finde das meine haut danach immer so trocken ist 🙁
    hättest du ein tipp für mich was ich nach der heilerdemaske auftragen soll?
    ich hatte an die leichte feuchtigkeitscreme gedacht, min mir aber nicht ganz sicher ob sie meine poren verstopfen würde? oder babassuöl? das ist ja nicht-komedogen oder?
    wünsche dir einen schönen tag!
    liebe grüße,
    mari

    • Mari sagt:

      upppppps marke vergessen 🙂 an die feuchtigkeitscreme von kimberly sayer hatte ich gedacht 🙂

      • beautyjagd sagt:

        Für mich sind Heilerde-Masken oft auch zu austrocknend, deswegen halte ich sie während der ganzen Zeit im Gesicht leicht feucht. Man kann aber auch gleich ein Öl in die Erdemaske hineinmischen. Babassuöl gilt als nicht komedogen – man kann aber auch ein anderes Öl seiner Wahl dazugeben, und auch danach nach Bedarf im Gesicht auftragen (eine Creme danach geht natürlich genauso).

    • An sagt:

      Wichtig ist, dass die Heilerdemaske nicht antrocknet. Also wirklich dick (ca. 0,5-1cm) auftragen und noch vor abtrocknen wieder abwaschen. (wenn man es dick aufträgt, also nach ca 15min)
      Mir wurde auch letztens stark von Kamille abgeraten (astringierende und austrocknende Wirkung, die sich mit der Heilerde noch verstärkt.). Seitdem mische ich die Erde mit Fencheltee an.
      Welche Heilerde nimmst du denn? Weiße Heilerde soll auch für empfindliche Haut besser sein. Derzeit mische ich immer 1/2 weiße und 1/2 grüne Heilerde. In der Kombination mit Fencheltee gehört trockene Haut nach der Maske der Vergangenheit an.

      • Mari sagt:

        ich benutze immer die lavos heilerde 2 (hautfein),
        und von welcher marke ist die weiße heilerde die du benutzt?
        was machst oder trägst du denn nach der maske?
        und danke für eure tipps 😀

      • An sagt:

        Genau, diese habe ich auch. Dazu habe ich von Cattier mir white clay aus Frankreich mitgebracht, gibt es aber auch hier vor Ort im Reformhaus, einfach nachfragen.

        Nach der Maske lass ich die Haut meist pur, seit ich Fenchel Tee nutze und sie nicht durchtrocknen lasse, reicht das auch. Davor musste ich noch nachpflegen, meist mit viel Hydrolat/Wasser und ganz wenig Öl. Wenn das nicht mehr reicht, werde ich auf reine weiße Heilerde umsteigen, bzw dann im nächsten Schritt Öl untermengen – aber ich glaube, bis dahin muss meine Haut noch etwas wachsen.

  • Petra sagt:

    Hach, ich liebe Rose und Verveine. Auf jeden Fall hört sich das Programm toll an, vielleicht äußert sich die Händlerin ja auch noch zur Parfümierung. Ich habe ein erklärten Faible für maghrebinische und westafrikanische Produkte. Vor allem das Kaktusfeigenöl und das Musk klingen interessant, ich freue mich auf die Reviews.
    Berlinerinnen empfehle ich übrigens einen Besuch der Importmesse. Dort sind auch Frauenkooperativen vertreten, die in Direktvermarktung Karité und Seife verkaufen. Auch aus Mauretanie (noir) und Marokko waren in den letzten Jahren ab und zu Kooperativen vertreten.

    • beautyjagd sagt:

      Die Importmesse würde mich auch interessieren! Ich habe ja auch ein Faible für die Beautykulturen anderer Länder, deswegen habe nach dem Auspacken des Pakets auch spontan diesen Artikel geschrieben – es gibt weltweit so viele interessante Beauty-Sachen zu entdecken 🙂

      • Petra sagt:

        Wenn du wirklich Interesse hast, solltest du gleich am Mittwoch spätestens Mittags hingehen. Dort kaufen auch viele Händler, so dass am Mittwoch Abend die wirklich interessanten und neuen Dinge vergriffen sind. Den zweiten Besuch empfehle ich am Freitag Vormittag, da einige dann erst ihr Zeug aus dem Zoll bekommen. Das Wochenende solltest du dir nocht antun, da ist es viel zu wühlig. Am Sonntag ist es am schlimmsten, das lohnt sich nur, wenn du „Airport“-Art zum Schnäppchenpreis suchst.
        Es liegt auch nicht alles auf dem Tisch, gerade bei den Asiaten und Afrikanern lohnt es sich, explizit nachzufragen – selbst wenn das Sortiment es nicht vermuten lässt. Und bei Thiouraye, Musk oder Bakhour immer der Nase nach 😉
        Du müsstest auch ohne Probleme einen Presseausweis bekommen, wenn die Messeleitung nicht mitspielt, sprich doch einfach deine Kontakte aus der NK-Branche nach einem Aussteller-/Gästeausweis an.

      • beautyjagd sagt:

        Oh, sehr spannend – damit hatte ich nun gar nicht gerechnet, dass es dort so bazarartig zugeht. Merci für all deine Infos! Gerade habe ich mal geguckt, die Messe findet Mitte November statt, da kann ich leider nicht in Berlin sein, aber für das nächste Jahr muss ich sie mir unbedingt vormerken. Ich hätte ja nicht gedacht, dass es sowas in Berlin gibt, toll! Du gehst bestimmt hin, oder?

  • beautyjungle sagt:

    Ich war noch nie da. Meine schlechte Erfahrung in Ägypten (man konnte keinen Schritt tun ihne Belästigung) habe ich bisher keine Lust verspürt in dieser Gegend wieder zu urlauben. Aber die Produkte finde ich absolut spannend!
    Aprikosenöl klingt übrigens klasse, bin gespannt auf deine Berichte!
    beautyjungle kürzlich veröffentlicht..Zwei besondere Düfte, die niemand kenntMy Profile

    • beautyjagd sagt:

      In Touristenorten ist es oft unschön in diesen Gegenden – als ich in Kairo (zusammen mit meiner Mutter) unterwegs war, habe ich mich glücklicherweise relativ ungestört bewegen können.

  • Julchen sagt:

    Das Aprikosenöl hört sich wirklich sehr spannend an, ich habe ein Aprikosenkernöl zu Hause und mag es sehr. Auch die anderen Produkte hören sich gut an, dass nichts aus Bio-Anbau dabei ist, finde ich aber etwas schade, kann man aber wohl verschmerzen.

    In der Region war ich noch nie und mich zieht es nicht wirklich dorthin. Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber es gibt viele andere Gegenden, die ich eher besuchen will.
    Julchen kürzlich veröffentlicht..Verlinked #6My Profile

    • beautyjagd sagt:

      Beim Aprikosenöl handelt es sich um ein Aprikosenkernöl, da habe ich mich etwas unscharf ausgedrückt!

  • ida* sagt:

    Das nenn ich mal opulente Überraschungspost! Da möchte man doch am liebsten direkt den Briefträger schon mal zum Dank umarmen! 😀

    Mit Kosmetik aus den Maghreb-Ländern hatte ich bislang „live“ keine Berührungspunkte. Ich musste beim Lesen deines Berichts spontan an das Buch „Himmlische Träume“ von Joanne Harris denken, in dem eine Gemeinde von Maghrebinern in Frankreich zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichte wird. Darin gab es u. a. viele ausgedehnte Duft-Beschreibungen und dein Bericht hat mich irgendwie an die Atmosphäre des Buchs erinnert. (Das Buch ist übrigens durchaus tiefgründiger, als Titel, Cover und Klappentext es vermuten lassen.)

    Aber zurück zur Kosmetik: die Produkte klingen allesamt spannend, vor allem die Seifen und die Öle. Ich hoffe auf weitere Reviews. 🙂

    Liebe Grüße
    Ida

    • beautyjagd sagt:

      Ja, das Paket fand ich auch opulent – ich bekam gleich richtig Lust, mal nach Marokko zu fahren! Und das Buch interessiert mich nun auch, ausgehnte Duftbeschreibungen mag ich ja sehr. Danke für den Tipp!

  • Oh wie schön! Ein solches Paket erfreut doch jeden =)

    Ich benutze auch schon lange ein Aprikosenkernöl. Das nehme ich neben Mandelöl am liebsten zum Abschminken meiner Augen und ab und an mache ich damit auch eine Ölreinigung.

    In den von dir genannten Ländern war ich noch nie – während meines Studiums kann ich mir leider keine teureren Urlaubsreisen leisten 😉 Da mache ich lieber Städtetrips innerhalb der EU, hier gibt es ja auch vieles zu entdecken!

    • Petra sagt:

      Da empfehle ich dir ein Praktiokum bei einer NGO oder work&travel; gibt nur Taschengeld, aber du kommst rum – zwar nicht in Badeorte und Touristenhochburgen, aber dafür mit „echten“ Kontakten. Couchsurfing gibt es auch international und dort sogar eine „Alleinreisende-Frauen-Ecke“, so dass du auch nur bei Frauen unterkommst.

    • beautyjagd sagt:

      Aprikosenkernöl mag ich ja auch sehr gern, ich habe mir das von Primavera auch schon mal beduftet mit ätherischem Jasminöl, das war sehr schön 🙂

  • Ranunkel sagt:

    Ich war 2010 in Marakesch und auch einen Tag in Essaouira. Auf dem Weg dorthin haben wir diverse Fraueninitiativen besucht, die Argannüsse zum Arganöl verarbeitet haben.
    Seitdem verbinde ich Marokko vor allem mit Arganöl und natürlich mit den unendlichen Düften in den Souks. Ich habe mir damals die schwarze Hammamseife und die dazugehörigen Handschuhe gekauft. Die Seife habe ich noch eine Weile zuhause benutzt, es dann aber irgendwann gelassen. Der Pott war riesig und wäre vermutlich noch immer in Gebrauch, ich habe ihn auf verschiedene Freundinnen aufgeteilt.
    Ich habe schonmal mit dem Gedanken gespielt, mir Aker Fassi zuzulegen, nachdem ich in Marakesch immer dran vorbeilief und keine Ahnung hatte, was das sein sollte.
    Aber ich muss mal ne Konsumpause einlegen, mir ist nämlich gestern echt was total Bescheuertes passiert: ich habe von Amazingy eine Miniabfüllung der Yüli Maske bekommen…

  • Ranunkel sagt:

    Oops, zu früh verschickt!!
    Also, habe die Yüli Pulvergesichtsmaske in neutraler kleiner Dose fälschlicherweise für eine Probe Mineralfoundation gehalten ( Farbe war auch entsprechend) und habe sie mir tatsächlich als eine solche ins Gesicht gepinselt und den halben Tag getragen. Ist das nicht der Knaller!!! Der Haut hat’s nicht geschadet aber ich habe mich schon beim Auftragen gewundert, warum die vermeintliche MF so schlecht in Verbindung mit der Haut geht.
    Das zeigt mir, dass ich offenbar echt zuviel Zeug habe- Minimalismus ist das richtige Stichwort.

    • beautyjagd sagt:

      Hihi, das ist wirklich eine großartige Vorstellung, dass Du die Maske statt eines Lidschattens auf den Augen getragen hast *lach* *köstlich*
      Nach Marrakech und Essouira möchte ich auch unbedingt mal, aber auch nach Rabat, um zu sehen, wie das städtische normale Leben so ist in Marokko.

  • Sabine sagt:

    Ich war schon oefters in Marokko, es ist ein wunderschoenes land, politisch eher schwierig, aber das bekommt man als tourist nur am rande mit. einmal haben wir das geballt mitbekommen, als 1999 koenig hassan II ausgerechnet am 1. tag von unserem urlaub starb. da war die stimmung leicht am kippen, regimegegener fiebertem einem putsch entgegen. anlass unserer reise war eine hochzeit, die schon in amsterdam vollzogen und in marokko gefeiert werden sollte. doch die 40 tage trauer liessen das nicht zu und so kam es dass aus ganz europa eingereiste gaeste erstmal tagelang in casablanca fest sassen. wir konnten ohne probleme auf die beerdigung, frauen und maenner getrennt und haben in rabat ein aufgebot an politikern, koenige und koeniginnen aus der ganzen welt bewundern duefen, wirklich absurd!

    gerne mag ich die hammams, die sich so wunderbar fuer koerperpflege,sozialkontakte, quatschen und tee trinken eigenen. hier in amsterdam gehe ich ab-und zu im winter mit einer marokkanischen kollegin einen nachmittag in den hamman – herrlich!

    • beautyjagd sagt:

      In einem Hamam war ich bisher nur in Istanbul, das hat mir schon sehr gefallen! Ich möchte unbedingt auch mal in den Maghreb fahren, ich höre zB sehr oft Musik aus der Region (Rai, Chaabi, Reggada etc). Politisch gibt es in den Ländern einige Herausforderungen zu bewältigen (ich lese den Courrier de l’atlas, damit ich ein bisschen auf dem Laufenden bleibe) – aber eben auch großartige kulturelle Schätze zu entdecken.

      • Sabine sagt:

        Maghreb – das is eine herausforderung…, eine voellig eigene identitaet in der arabischen region. ich war ein paarmal in der westlichen sahara und mauretanien, was ja zu den Maghreb laendern gehoert, das ist ganz anders als der rest von Marokko. Rai, so schoene musik, ich tanze sehr gerne auf diese musik!

      • Petra sagt:

        Bei deinem nächsten Berlin-Besuch solltest du dir einen Aufenthalt im Hamam in der Schokoladenfabrik (übrigens ganz in der Nähe der Markthalle 9) gönnen, toll um nach einer Messe/Tagung oder Extremshoppen runter zu kommen: http://www.hamamberlin.de/index.htm
        Das ist ein reines Frauen-Hamam, so dass du nicht an bestimmte Tage gebunden bist. Das Publikum ist total bunt, aber nur Frauen, auch die Kese. In den anderen kann es dir passieren, dass ein Mann die Frauen abschrubbt – stell dir das mal im Maghreb oder der Türkei vor – geht ja mal gar nicht! Insgesamt orientiert es sich eher an türkischen Ritualen.
        Richtig luxuriös ist es im Soho-House, hat aber kein echtes Hamam-Flair, eher Spa.
        In Paris war ich einmal im Hammam de la Grande Mosquée, das fand ich ziemlich anders, très maghrébien eben. Die dortigen Produkte und Düfte haben mir mehr zugesagt, und erst die arabischen Leckereien zum thé à la menthe. Eigentlich Sünde, dass du dir das nicht zum Abschluss gönnst, wenn du dir in Paris die Füße rund läufst.

      • beautyjagd sagt:

        Da hast Du recht, das sollte ich mal machen – sowohl in Berlin in der Schokoladenfabrik als auch in Paris! Und mir ist ein reiner Frauenhamam viel lieber.

  • Petra sagt:

    Letztes Jahr war ich zum ersten Mal nicht da, ich war zu angeschlagen. Früher war sie auf 2 Etagen, oben nur für Fachpublikum. Da hieß es immer gleich am ersten Tag hin und Ausstellungsstücke reservieren. Heute ist weniger Fachpublikum da und mehr Endverbraucher, dafür gibt es jetzt aber auch eine Natural Living Halle. Ich presche halt einmal durch zum Scannen und echte Highlights einsammeln, danach bummele ich durch. Das kennst du ja sicherlich auch von Messen, die du regelmäßig besuchst.
    In diesem Jahr gehe ich wohl wieder hin.

  • Johanna sagt:

    Allein dein Photo hat bei mir Fernweh verursacht! Ich war noch nie in der Gegend, hätte aber wirklich Lust, dorthin zu reisen. Rhassoul kenne ich und benutze ich gerne für meine Haare. Verbenetee trinke ich liebend gerne in einer Mischung mit Orange und anderen Kräutern.
    Das Kaktusfeigenkernöl würde mich sehr interessieren, aber das stellst du ja bestimmt noch vor 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Ja, das werde ich noch vorstellen, denn das hat mich schon länger interessiert 🙂 .

  • Noemi B. sagt:

    Das Bild sieht herrlich orientalisch aus! Und in der Gegend war ich noch nie… irgendwie nicht meine Priorität. Obwohl mich fremde Kulturen immer interessieren.
    Ich möchte mal wissen, wie sich Inderinnen und Tamilinnen traditionell die Haare waschen; die haben immer so tolles Haar! Heut sicher auch mit KK-Shampoos, früher eher mit Rhassoul und Co.

    Kaktusfeigenöl hab ich schon probiert, Aprikosenkern glaub noch nicht…
    Die Rosenseife lacht mich auch an, aber jetzt muss ich wirklich mal aufhören – bis ich alle verwaschen habe, ist gefühlt 2020 😉

    • peti sagt:

      In Indien verwenden die Frauen viel Haaröl. Zwischendurch mache ich auch mal
      Sesamöl ins Haar und lasse es einwirken. Von Khadi gibt es Haaröl, dass nach traditionellen ayurvedischen Rezepturen hergestellt wird. Will ich demnächst mal ausprobieren. Hat schon jemand Erfahrungen damit gemacht?

    • beautyjagd sagt:

      Nimmt man in Indien und Sri Lanka traditionell nicht so ähnliche Shampoos wie das pulvrige Shampoo von Eliah Sahil mit Amla, Seifenkraut etc? Und Haaröle spielen dort auch eine große Rolle, soweit ich weiß.

      • peti sagt:

        Die von Eliah Sahil kannte ich noch gar nicht. Kenne nur die Pulver von Khadi, da ich meine Haare auch mit Khadi färbe. Die Pulver kann man auch mischen. Das Amla Pulver mische ich manchmal schon direkt mit dem Färbepulver oder man kann es auch nach der Haarwäsche wie eine Spülung oder als Kurpackung verwenden.
        Demnächst gönne ich mir dann mal das von Eliah Sahil, ist ja um einiges teurer, aber mal einen Versuch wert.

      • beautyjagd sagt:

        Ich kam mit dem pulvrigen Haarwaschpulver von Eliah Sahil gut zurecht, das flüssige Shampoo war nicht so mein Ding.

  • peti sagt:

    Wie schön du deine orientalischen Schätze in Szene gesetzt hast, deine Posts sind einfach immer wieder überraschend und spannend und deine Fotos sind so liebevoll arrangiert 🙂
    Leider war ich in diesen Ländern auch noch nicht. Mir gefallen die Kelim Kissen so gut, deswegen war ich letztens in einem Laden, wo überwiegend fernöstliche Möbel & Waren verkauft werden (angeblich alles fair gehandelt, manchmal bekomme ich in solchen Läden ein schlechtes Gewissen, da man nie genau weiß, wie fair das für die Herstellungsländer ist) Dort habe ich Rhassoulerde entdeckt (ich glaube sie war schwarz-grau), wusste aber nicht so recht was damit anzufangen, es war auch nicht so fein gemahlen, sondern eher kleine Brocken. Jetzt hast du mich neugierig gemacht, müsste ich es dann noch mahlen und wie wäscht du Dir die Haare damit, einfach das Pulver auf die Haare oder mischt du es noch mit irgendwas?

    • beautyjagd sagt:

      Oh danke für das nette Kompliment, es freut mich sehr, wenn ich meine Leserinnen immer mal wieder überraschen kann.
      Und ja Rhassoul gibt es auch in kleinen Brocken, die man sich selbst zerklerinern muss. Ich mische die Erde mit Wasser: Entweder mit viel Wasser (1 Liter mit 2 Esslöffel) und gieße diese Flüssigkeit nach und nach über meinen Kopf an die Kopfhaut. Oder aber ich mische mir die 2EL mit einer kleinen Schale Wasser, gebe sie auf den Kopf/Kopfhaut und lasse sie 10 Minuten wirken. Danach gründlich (!) ausspülen.
      Bei blondiertem Haar muss man evtl vorsichtig sein, damit sich das Pulver nicht in der aufgerauhten Schuppenschicht anlagert.
      Das ganze habe ich auch schon mal im Fluss gemacht: http://beautyjagd.de/2012/09/11/ich-bin-eine-flussnixe/ (Kommentare sind auch interessant).

  • Silk sagt:

    Ich war noch nie in Marokko. Ich muss zugeben, dass mich Länder in denen es meist sehr warm ist, mich nicht unbedingt anziehen. Hitze ist nicht so meins… Aber das ein oder andere Produkt ist spannend, z.B. Kaktusfeigenöl oder die schwarze Seife. Ich bin aber was Beauty angeht derzeit eher an Indien interessiert…. Habe ja gerade meine zwei ersten Khadi Produkte erstanden, Brahmikraut/Tigergras finde ich gerade sehr spannend, heute habe ich mir natives Sesamöl von BioPlanete gekauft und meine erste Ölmassage im Haar gemacht und mich komplett damit eingeölt. Bin auf das Ergebnis meiner Haare sehr gespannt. Aprikosenkernöl hatte ich auch in der Hand, habe mich aber dagegen entschieden. Für das Gesicht habe ich erstmal genug…….. Kennt jmd. zufällig ein gutes Buch über indische Kosmetik/Öle/Kräuter/Medizin ect.? Dürfte sich ja mit Ayurveda überschneiden…

    • Silk sagt:

      Habe gerade meine Haare ausgekämmt… wow……. die Haare glänzen wirklich enorm!! Nicht schlecht….

      • beautyjagd sagt:

        Und mit was hast Du das Öl dann aus den Haaren gewaschen *neugierig bin* ?

      • Silk sagt:

        Nix spannendes… Alverde Shampoo in der Blond Version………. bin bei Shampoo diesen Monat geizig da ich bei anderen Produkten gut zugeschlagen habe. Finde die aber für den Preis ganz ok. Habe mir die Haare allerdings 2x waschen müssen. Fühlen sich immer noch gut an……..

      • beautyjagd sagt:

        Toll! Und wenn das Rauswaschen mit einem einfachen NK-Shampoo funktioniert, umso besser 🙂

    • peti sagt:

      Kerstin Rosenberg ist in Deutschland sehr führend was Ayurveda angeht. Sie hat zahlreiche Bücher geschrieben und gemeinsam mit ihrem Mann auch ein Gesundheitszentrum gegründet http://www.rosenberg-ayurveda.de/. Sie beschäftigt sich schon sehr lange mit dem Thema und hat viel Erfahrung auf dem Gebiet. Sie hat auch ein Buch speziell zu Frauenthemen gemacht „Das Ayurveda-Praxisbuch für Frauen. Gesund, schön und sinnlich.“ Ich finde ihre Bücher immer sehr gut gemacht und geschrieben und ich habe schon den ein oder anderen Tipp daraus angewendet. „Das Grosse Ayurveda Buch“ von ihr finde ich auch sehr gut. Besonders als Einstieg. Mittlerweile wird bei uns Ayurveda oft mit Wellness gleichgesetzt. Dabei ist es eine alte indische ganzheitliche Heilkunde, die auf einer Lebensphilosophie begründet ist, die ich sehr spannend finde. Ich habe mal eine Ayurveda Entgiftungskur gemacht und es hat meine vorher unerfahrene Sicht auf Ayurveda doch sehr verändert 😉 Seitdem habe ich einige Dinge in meinen Alltag eingebaut.
      Wenn du dich gerne einölst, mach das Öl einfach mal warm, dass fühlt sich einfach wunderbar an auf der Haut. Das liebe ich so an den Massagen, dass der ganze Körper mit warmen Öl massiert wird.

    • Johanna sagt:

      Oh ja, das mache ich auch einmal pro Woche, ich mische immer Rizinusöl (weil es das Haarwachstum anregen soll, man kann ja mal träumen 😉 mit dem Keshawa Kräuteröl von Apeiron. Allein das Gefühl des warmen Öls auf der Kopfhaut ist sooo gut 🙂

      • Silk sagt:

        Ja, man soll ja auch Rizinusöl an den Wimpernkranz träufeln damit die lang und kräftig werden… hab ich schon vor 20 Jahren gehört! Kann mir nicht vorstellen das es funktioniert… oder merkst Du schon was?? Meine Miniwimpern wären dankbar… Beim nächsten Mal erwärme ich das Öl!

      • Johanna sagt:

        Tja, ich weiß nicht genau, Rizinusöl soll ja eigentlich schon das Haarwachstum anregen. Auf den Wimpern habe ich es nicht probiert, da wachsen meine Haare schön dicht, nur auf dem Kopf halt nicht. Da habe ich aber schon das Gefühl, dass die kleinen Babyhärchen an den Schläfen länger und zahlreicher werden als sonst. Bin aber regelmäßig erst seit vielleicht drei Monaten dabei, mal sehen wie es nächstes Jahr auf dem ganzen Kopf aussieht, dann müsste ich ja theoretisch Erfolge sehen können 🙂

  • Linn sagt:

    Ich fliege in den Herbstferien nach Marokko! Der Artikel und das Bild dazu hat meine Vorfreude jetzt nur noch verstärkt 🙂 Bin schon gespannt was man da so alles auf den Märkten findet! Schöner Artikel jedenfalls 🙂

  • Klingt sehr verführerisch…
    Und auch mal wieder tolle Kommentare der Leser!

  • Binara sagt:

    Den Onlineshop finde ich echt schön, könnte direkt alle Produkte kaufen, wenn ich nicht soooo vieles noch aufbrauchen müßte … .

    Ich liebe orientalische Produkte, ob Kosmetik oder Essen, war auch schon einige Male in diversen Ländern, auch in Marokko. Mir haben es ansonsten Tees, Gewürze und Düfte angetan.

    • beautyjagd sagt:

      Ich finde den Shop auch sehr schön, deswegen habe ich ihn auch auf dem Blog vorgestellt! Und mit Tajine&Co kann man mich auch locken 🙂