Reise

Tokyo Tagebuch 4: Daifuku statt Schokolade

daifuku

Schokolade ist meine Lieblingssüßigkeit und für mich quasi unverzichtbar. Deswegen bedeutet es viel, wenn ich sage: „Für ein gutes Daifuku lasse ich jede Schokolade stehen.“ Schon seit zwei Wochen habe ich nicht einmal an Schokolade gedacht – und das liegt an den köstlichen japanischen Süßigkeiten.

Eine davon sind die Daifuku, die ich besonders gerne mag. Dabei wird meist feines rotes Bohnenmus von einem dünnen Klebreismehlteig umhüllt. Nicht nur der Geschmack ist köstlich, sondern auch die Textur bereitet mir größtes Vergnügen: Der Teig außen ist weich und gleichzeitig etwas ziehbar, ein wunderbarer Kontrast zu dem anschmiegsamen und samtigen Bohnenmus im Inneren des Küchleins. Besonders toll finde ich, dass ein Daifuku nur wenig zuckrig schmeckt.

Als ich auf dem Fischmarkt Tsukiji unterwegs war, entdeckte ich an einem Stand Usagi Daifuku, also Daifuku in Form von Hasen! Wild entschlossen habe ich mir sofort eine ganze Packung davon gekauft, denn sehen sie nicht herzallerliebst aus? Der Aufdruck der Banderole mit einem traditionellen Verkaufsraum von Daifuku gefiel mir auch sehr.

Ich habe ein bisschen im Internet recherchiert, wie es dazu kam, dass Daifuku auch in Form eines Hasen angeboten wird. Der Ursprung scheint darin zu liegen, dass man in Japan nicht (wie in Deutschland) den Mann im Mond sieht, sondern einen Hasen, der Reiskuchen zubereitet.

In meiner Packung befanden sich gleich vier unterschiedliche Sorten: Eines der Daifuku schmeckte leicht fruchtig nach Birne, der schwarze Hase war mit schwarzer Sesampaste gefüllt. Ein klassisches Daifuku mit Bohnenmusfüllung war ebenfalls in der Packung enthalten und der vierte Hase hatte eine leicht zimtig schmeckende rosa Füllung. Natürlich habe ich die Häschen längst gegessen und weiß jetzt schon, was ich in Deutschland vermissen werde!

Kennt ihr Daifuku? Und habt ihr auch so einen süßen Zahn wie ich oder steht ihr eher auf der salzigen Seite?

Auch interessant:

Beauty-Notizen 11.10.2013 (aus Tokyo)
Päckli aus der Schweiz
Bonjour Provinz (15): In der Parapharmacie

Comments are disabled.

48 thoughts on “Tokyo Tagebuch 4: Daifuku statt Schokolade
  • Das sieht ja absolut herzig aus!
    Ich würde gern mal in so ein Daifuku reingucken, also angebissen… 🙂

  • Julchen sagt:

    Von Daifuku habe ich noch nie gehört, die Teilchen hören sich aber natürlich super lecker an. Die kleinen Hasen sehen fast zu schade aus um sie wirklich zu essen, aber das ist nun mal leider ihr Schicksal. 😉 Jetzt habe ich übrigens Hunger auf etwas Süßes, echt gemein.
    Julchen kürzlich veröffentlicht..Kurze Haare und ein explodierter Igel – ein haariges UpdateMy Profile

    • beautyjagd sagt:

      Ja, ich habe mich auch fast nicht getraut, die Häschen zu essen – aber Daifuku halten sich nicht gut, die muss man frisch essen.

  • Julia sagt:

    Oh jetzt hast du es geschafft, dass ich durch das Haus geistere und nach Süßem suche ^^ Ich bin eindeutig eine Schoko&co. Naschkatze 🙂
    Diese Süßigkeit hört sich superlecker an! Und dann auch noch in Häschenform? <3

    Liebe Grüße
    Julia 🙂

  • MiaRose sagt:

    Ich liebe dieses Zeug! Die Konsistenz ist so anders als das was man als Mitteleuropäer so kennt. Du musst auch nicht unbedingt in Deutschland darauf verzichten, denn oft gibt es die kleinen Teile auch in asiatischen Läden dann allerdings unter der Bezeichnung Mochi. Leider sind die dann nicht ganz so frisch und lecker, aber für die Sehnsuchtsbefriedigung reicht es meist.

    • beautyjagd sagt:

      Die kenne ich, aber sie sind leider längst nicht so gut wie die hier, finde ich *schwärm*. Früher gab es im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln ein Café, da gab es die echten frischen Daifuku. Vielleicht gibt es in Düsseldorf noch Verkaufsstellen, da leben ja viele Japaner.

  • Elena sagt:

    Als ich die Häschen sah, wurde bei mir sofort die Erinnerung an diesen köstlichen Geschmack geweckt. Daifuku muß süß sein. Am liebsten mag ich die klassische Variante.

    Liebe Grüße,
    Elena

    • beautyjagd sagt:

      Ich auch – oder die mit den gesalzenen Erbsen in der Haut, ein Traum! Zurzeit gibt es auch Herbstvarianten mit Khaki oder Kürbis, auch toll 🙂

  • Ginni sagt:

    Ooooooh – wie niedlich sie aussehen, die hätte ich mir auch kaufen müssen!! Ich liebe Süßes (leider) total, ich kann darauf nicht verzichten.
    Daifuku kenne ich leider nicht 🙁 Aber wenn ich schon lese, dass die nach Birne schmecken können: haben wollen 🙂 Ich liebe Süßigkeiten mit Birnengeschmack, auch Tee …!!

    Dir einen schönen Sonntag!
    Ginni kürzlich veröffentlicht..Online Fitness-Studio – funktioniert das?!My Profile

    • beautyjagd sagt:

      Es gibt in Japan einige Getränke oder Desserts mit Birne, da wärst Du hier richtig 🙂

  • ida* sagt:

    Die Häschen sind ja herzallerleibst! Sehen fast zu schade zum Essen aus. 🙂

    Ich habe (leider) eine sehr große Schwäche für gute Schokolade, mein Papa muss immer, wenn er aus der Schweiz zu Besuch ist, Berge von Schokolade mitbringen. Dieses Jahr habe ich außerdem gegen alle meine Grundprinzipien verstoßen und mir bereits im Oktober Marzipanbrot und Lebkuchen geleistet. Die ersten sind jedes Jahr aufs Neue die leckersten. 😀

    Liebe Grüße und einen guten Wochenstart,
    Ida

    • beautyjagd sagt:

      Schweizer Schokolade, oh ja, die liebe ich auch sehr! Und man muss auch mal gegen auf Grundprinzipien verstoßen, sonst ist das Leben arg freudlos 😉

  • Birgit sagt:

    Die Häschen sind ja niedlich und deine Beschreibung hört sich soooo lecker an. Daifuku möchte ich als alte Naschkatze auch mal probieren. Fas­zi­nie­rend was die Japaner aus Bohnenmus alles machen.
    Mochi (MiaRose, hat sie erwähnt) kenne ich aus meiner makrobiotischen Zeit. Die, die ich habe sind allerdings aus gemahlenem Süßreis und man muss sie im Backofen aufgehen lassen, danach aufschneiden und süß oder pikant füllen.
    So, jetzt hole ich mir Schoki, kann auch ganz schlecht ohne.

    • beautyjagd sagt:

      Ich habe im Internet schon nach Rezepten für Daifuku gegoogelt, in Deutschland werde ich mich mal dran ausprobieren (statt Weihnachtsplätzchen 😉 ).

  • Klaine sagt:

    Ich habe noch nie von Daifuku gehört und natürlich auch nicht probiert, aber ich liebe Süßes!
    Sagen wir es mal so: an Geburtstagen verzichte ich eher auf alle Mahlzeiten und ernähre mich den ganzen Tag nur von Kuchen. Ich liebe Kuchen. 🙂
    Liebe Grüße!

    • beautyjagd sagt:

      Ich liebe Süßes ja auch sehr, aber ich bräuchte dringend etwas Würziges nach so einer Kuchenschlacht 🙂

  • Bambi sagt:

    Die Hasen würde ich zu gern probieren. Zwar weiß ich, dass mir Mochi so gar nicht schmecken (auch wegen der Textur), trotzdem würde ich einen Versuch starten, weil ich neugierig aufs Bohnenmus bin.
    Ansonsten lockt man mich eher mit Knabberzeug oder einer „richtien“ japanischen Mahlzeit hinterm Ofen vor 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Die Textur ist schon gewöhnungsbedürftig, weil es in Deutschland ja sowas nicht gibt – aber die macht für mich u.a. den Reiz aus 🙂

  • Noemi B. sagt:

    Jöööööh, die sehen wirklich sooo schnuckelig aus!!! Da traut man sich kaum, reinzubeissen. Ja, ich bin auch eine Schokotante, aber ich versuche es im Rahmen zu halten, sonst wär ich 80 kg 😉
    Gerade hat mich Kirschsschoggi getröstet, weil ich heut Mittag die Mietze meiner Mutter einschläfern lassen musste 🙁 die alte Dame wurde fast 18 und hat ihr Leben lang mit Zuneigung gedient, nun ist sie im Katzenhimmel. So Sachen nehmen mich immer mit, doch nun liegt eines unserer Fellkäuel schnurrend auf meinem Schoss.

    Aber fast täglich, gegen 16h krieg ich Lust auf Salziges und Co., da müssen dann Wasabi-Erbsen her, oder Salzbrezel… aber so ein süsses Hasi würde ich sehr gern probieren! Schon weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie das Bohnenmus schmeckt.

    • beautyjagd sagt:

      Na klar nimmt einen sowas mit, wenn eine ältere Katzendame in den Katzenhimmel geht! Kirschschokolade hätte ich in so einem Fall auch auf jeden Fall gebraucht. Gut, dass dich deine Katzen trösten!

  • phero sagt:

    ich liebe sie auch sehr! am besten sind die, die mit eis gefüllt sind! unbedingt probieren. das ist ein toller mix von texturen 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Von denen mit Eis habe ich gelesen, aber noch nicht gefunden -muss ich unbedingt die Augen danach offen halten!

      • Fayet sagt:

        Es gibt sie oft in Conbini-Stores – meine LIeblingssorte ist mit Erbeereis gefüllt. (Ichigo-Mochi, plus Eis). Sehr nützlich, weil man durch die Mochi-Hülle das Eis einfach in der Hand halten kann.

      • beautyjagd sagt:

        Da werde ich dann mal gucken, danke für de Tipp 🙂 !

  • peti sagt:

    oh wie süüüüüß. Ja, da würde ich gerne reinbeißen. Alles Nachkatzen hier im Blog, ich auch. Mit Schoki oder einem Stückchen Kuchen kann man mich immer locken 😉

  • Nria Mond sagt:

    Das sieht aber niedlich aus!
    Eine Freundin von mir studiert Japanisch, war ein Jahr in Japan und hat ein Faible für das Land – bei mir hab ich sowas mal probiert (aber nicht in dieser putzigen Form, sondern als „Knödel“).
    Es schmeckt irgendwie … interessant, aber die Konsistenz fand ich seeeehr gewöhnungsbedürftig. Aber hochinteressant, was zu essen, das so ganz anders ist als das europäische Essen. Mich hats nur zu sehr an rohen Hefeteig erinnert *gg*

  • Sonny sagt:

    Die Häschen sehen ja im wahrsten Sinne des Wortes zuckersüss aus! Fast zu schade, um verspeist zu werden. 😉 Ich kann mir zwar kaum vorstellen, wie sowas schmecken soll, würde aber zu gerne mal Daifuku probieren!
    Ich mag Süssigkeiten auch sehr gerne, allerdings habe ich abwechselnd Phasen, in denen ich Salziges dem Süssen vorziehe.

    • beautyjagd sagt:

      Ich habs ja wirklich sehr mit Schokolade, Gummibärchen oder Chips lassen mich dagegen meist kalt.

  • Michi sagt:

    Ich hab die mal in Düsseldorf probiert und leider waren sie mir viel zu süß. Aber die Häschen hätte ich wohl trotzdem gekauft 😀 Die sind zu niedlich. Ich bin dann doch zu sehr der Zartbitter Schokoladen Typ und generell eher nicht so der Süßigkeiten Mensch. Hab eigtl. auch nie was zu Hause. Ist nur blöd wenn man dann doch mal den absoluten Drang kriegt 😀

    • beautyjagd sagt:

      Ah, Du fandst sie zu süß – ich esse in Deutschland sichtlich süßere Süßigkeiten, sonst kämen mir die Daifuku wohl nicht so angenehm unzuckrig vor.

  • Fayet sagt:

    Daifuku – und generall japanische Süßigkeiten – sind oft so dermaßen süß weil sie zu Matcha gereicht werden, wie er während einer Teezeremonie aufgeschlagen wird. Der Matcha wird dabei sehr bitter, die Süßigkeit soll das ausgleichen.

    Gleichzeitig ist mir als europäisch kultivierter Esserin das oft zu süß. In Kyoto habe ich eine Süßigkeit probiert, von der ich beim ersten Bissen sofort Zahnschmerzen bekam – huch! Das war dann wohl zuviel.

    Nutzloses Wissen zum Thema „Mochi“: Am Neujahrstag wird in Japan traditionel eine Nudelsuppe (Soba!) mit Mochi gereicht. An diesem Mochi ersticken jedes Jahr einige Japaner, meist ältere Leute und Kinder: Achtung also, Augen auf beim Mochi-Essen! Das Zeug kann mitunter auch zu klebrig sein.. gut kauen! 🙂 Bei Süßigkeiten ist die Gefahr aber nicht so hoch.

    Andere Süßgikeiten zum probieren: Mochi mit Kinako (Sojamehl), schmeckt ein bißchen wie Erdnussstaub, sehr lecker! Auch toll sind Dango Mochi (Dango heißt Kloß auf japanisch), am schönsten in drei Farben auf einem Spieß (grün, weiß, rosa, gibts oft zur Kirschblüte). Dorayaki sind kleine Pfannkuchen mit Ankomus (rote Bohnen) gefüllt, auch toll. Einfaches Mochi wird oft mit Obstsalat gereicht. Dann gehören noch Senbei (große Reiscracker) zu den „Wagashi“, den Teezeremonie-Süßigkeiten, und und und..

    Ach, jetzt habe ich Hunger. (Auch probieren: Kit Kat in abgefahrenen Sorten und Pocky in tausend Varianten. Hach.) 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Es gibt hier eine unglaublich tolle Auswahl an Süßigkeiten, ich bin jeden Tag verzückt davon! Die Qualität ist aber schon sehr unterschiedlich, denn nicht alle Süßigkeiten sind sehr süß – ich hatte einige Daifuku, die waren sehr moderat gesüßt (die aus den Conbinis hingegen finde ich auch sehr zuckrig, nichts für mich). Von dem Ersticken an Mochi hatte ich schon gelesen, das wird mir nicht passieren 😉 Dorayaki habe ich heute in Kamakura gegessen, die sind auch sehr köstlich. Und noch so einige andere kleine Häppchen – Essen macht einfach sehr viel Spaß in Japan!

  • Petra sagt:

    Das beste an diesen netten Schweine- nein Hasereien ist, dass sie als Gemüseportion durchgehen und davon soll man doch 5 am Tag essen 😀

  • Jane sagt:

    Rein vom optischen hätten sie mich erst mal nicht angesprochen. Ich nasche zwar unglaubleich gerne, aber zu süß oder schaumig mag ichs nicht. Und genau so sehen sie für mich aus. Deine Beschreibung allerdings klingt total lecker. Schade, dass die aus den deutschen Asia-Läden nicht mithalten können, jetzt bin ich nämlich super neugierig drauf 🙂
    Danke, dass du uns an deinem Tokyo-Aufenthalt so teilhaben lässt. Ich finds wirklich sehr sehr interessant und wünsch dir auch weiterhin ne aufregende Zeit.

    • beautyjagd sagt:

      Danke schön! Mir machen all meine Erlebnisse auch richtig viel Lust aufs Bloggen 🙂
      Und als schaumig würde ich das Daifuku nicht bezeichnen, denn es ist ja weich-kompakt (schwierig zu beschreiben).

  • Petra sagt:

    Diese Liebe zum dekorieren und hübsch anrichten bewundere ich immer wieder. Witzig finde ich nur, dass es irgendwie kein dazwischen gibt, entweder siehr es total bunt und kitschig aus oder extrem edel.
    Toll finde ich ja auch die Bentōs, viel zu schade zum Essen 😀

  • Petra sagt:

    So, nun war es soweit. Bei all den tollen und inspirierenden Japan-Posts musste ich heute in meiner Mittagspause in einen schnuckeligen kleinen japanischen Imbiss (ein „echter“ japanischer Familienbetrieb, kein Sushi-Vietnamese) und habe mir eine leckere Bento-Box und zum Nachtisch ein hausgemachtes Kastanien-Dorayaki. Der Laden ist übrigens ganz in der Nähe der Saint-Charles-Apotheke 😉

    • beautyjagd sagt:

      Süßigkeiten mit Kastanien werden hier gerade überall angeboten, Du bist also wirklich ganz nah dran an der japanischen Lebensweise 🙂

  • Veleda sagt:

    Huhu 🙂
    Ich beneide dich so das Du in Nippon bist..aber im Positiven 😉
    Daifuku kenn ich aus Düsseldorf 🙂
    Mein Beautygift war heut die Limited Edition von Lavera ..die Bodylotion die nach Schokolade und Blutorange schnuppert (etwas nach Buttermilch aber leeeeggga XDD)

    Grüße aus Deutschland ^^

    • beautyjagd sagt:

      Wenn ich nächste Woche wieder in Deutschland bin, stürze ich mich auf die schokoladig bedufteten Beauty-Produkte 🙂