Branche, Hintergrund, Naturkosmetik

Rohstoffe, Haarpflege, Lidschattenbasis – Dr. Ibarra im Interview

 Dr-Straetmans-Rahlstedt

Auf dem Naturkosmetik Branchenkongress in Berlin saß ich zufälligerweise neben der Geschäftsleitung von Dr. Straetmans, einem Hersteller bzw. Händler für Kosmetikrohstoffe. Spontan kam mir die Idee in den Sinn, ein Interview für den Blog zu führen und  mehr über das Unternehmen zu erfahren, von dem bekannte Naturkosmetikmarken ihre Rohstoffe beziehen.

Ich habe mich sehr gefreut, dass man meiner Idee für ein Interview bei Dr. Straetmans offen gegenüberstand: So hatte ich Mitte November die Gelegenheit, am Firmensitz in Rahlstedt bei Hamburg mit Dr. Fernando Ibarra zu sprechen. Der promovierte Chemiker ist bei Dr. Straetmans als Head of Technical Sales & Marketing für die Leitung des  internationalen Vertriebs zuständig und seit 7 Jahren im Unternehmen tätig. Er kam gerade von einer Geschäftsreise aus Asien zurück, in Kuala Lumpur und Bangkok hatte er Kosmetikherstellern naturkosmetische Alternativen zu konventionellen Inhaltsstoffen vorgestellt.

Was macht das Unternehmen Dr. Straetmans eigentlich?

Dr. Ibarra: Dr. Straetmans wurde vor über 30 Jahren gegründet, Ausgangspunkt war die Entwicklung eines alternativen Konservierungssystems für Kosmetik. Die Naturkosmetik steckte damals noch in den Kinderschuhen, auch die heute weit verbreiteten Siegel wie Natrue oder BDIH gab es noch nicht. Aus anfangs drei Mitarbeitern sind nun 40 geworden, außerdem verfügen wir mittlerweile über ein weltweites Vertriebsnetz. In unserem Labor entwickeln wir neue Rohstoffe und unterstützen Kunden mit unserem Know-how bei der Rezepturentwicklung von Kosmetikprodukten. Die Rohstoffe selbst werden dann von unseren Produktionspartnern hergestellt, zu denen wir langjährige Beziehungen pflegen.

Bietet Dr. Straetmans ausschließlich naturkosmetische Rohstoffe an?

Dr. Ibarra: Etwa 80% unseres Produktportfolios entsprechen naturkosmetischen Vorgaben. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein spielen bei Dr. Straetmans eine große Rolle. Wir arbeiten beispielsweise bevorzugt mit Partnerunternehmen zusammen, die Rohstoffe sozial und ökologisch verträglich produzieren. Schon seit 2011 bieten wir übrigens einen palmölfreien Emulgator an, der für zertifizierte Naturkosmetik geeignet ist.

Konservierungsstoffe und Emulgatoren kamen nun schon zu Wort. Welche Rohstoffe haben Sie denn im Angebot?

Dr. Ibarra: Die bereits erwähnten alternativen Konservierungsstoffe nennen wir multifunktionelle Additive. Sie wirken nicht nur antimikrobiell, sondern besitzen eine Reihe weiterer Eigenschaften: Sie sind z.B. zusätzlich hautpflegend oder regulieren den pH-Wert. Außerdem verkaufen wir Antioxidantien und Wirkstoffe (z.B. Tocopherole oder Grüner Tee-Extrakt) sowie eine Reihe von PEG-freien Emulgatoren und Tenside, die auf natürlichen Rohstoffen basieren. Und dann haben wir noch Ölkomponenten im Programm. Diese eignen sich dafür, mineralische UV-Filter oder Pigmente zu lösen bzw. im Produkt stabil zu verteilen, damit sie nicht verklumpen. Auch in der Haarpflege kommen sie zum Einsatz, um konventionelle Filmbildner zu ersetzen.

Naturkosmetische Haarpflege ist ja sowieso ein Thema für sich.

Dr. Ibarra: Es ist eine große Herausforderung, zertifizierbare haarpflegende Stoffe zu entwickeln, die auch nach der Haarwäsche noch am Haar haften und entsprechend pflegen. Manche pflegende Stoffe können deswegen nur in Produkten verwendet werden, die nicht wieder abgespült werden. Eine unserer Entwicklungen ist der pflegende Rohstoff Dermofeel P 30 (in der INCI-Deklaration als PCA Glyceryl Oleate gelistet), der bereits erfolgreich in Shampoos von einer Reihe an Naturkosmetikfirmen eingesetzt wird. Im Bereich Haarpflege gibt es auch zukünftig noch viel Raum für Forschung und Entwicklung.

Bleiben wir gleich mal bei der Haarpflege: Weshalb reinigen eigentlich manche  Naturkosmetik-Shampoos nicht so gut?

Dr. Ibarra: Wenn man milde Tenside (wie z.B. die auf waschaktiven Aminosäuren basierenden Acylglutamate) einsetzt, muss man darauf achten, dass im Shampoo gleichzeitig nicht zu viele pflegende Öle zum Einsatz kommen – denn sonst sind die fettliebenden Enden der Tenside schon gebunden, bevor sie sich mit dem Fett und Schmutz auf der Kopfhaut verbinden können. Allerdings soll ein Shampoo das Haar ja auch nicht strohig und ungepflegt zurücklassen, das  Gleichgewicht zwischen pflegenden Stoffen und Tensiden muss also ausgewogen sein. Nach einem weniger pflegenden Shampoo ist es aus diesem Grund sinnvoll, nach der Haarwäsche eine Spülung oder Kur ins Haar zu geben.

In einer Nebenbemerkung erklärt Dr. Ibarra, weshalb er auf den Inhaltsstoff Alkohol in sogenannten Rinse off-Produkten lieber verzichtet:

Dr. Ibarra: Insbesondere bei abspülbaren Produkten wie einem Duschgel achte ich darauf, dass nicht zu viel Alkohol enthalten ist. Denn zusammen mit den fettablösenden Tensiden kann sich die Haut nach der Dusche dann schnell trocken anfühlen.

Zum Schluss unseres Gesprächs packe ich die INCI-Deklaration der Primer Potion von Urban Decay aus. Die Inhaltsstoffe der berühmten Lidschattenbasis kann man leider als das Gegenteil von Naturkosmetik bezeichnen. Weshalb funktioniert sie so gut? Und könnte man sie naturkosmetisch nachbilden?

Dr. Ibarra: Im Mittelpunkt der Formulierung dieser Lidschattenbasis stehen Filmbildner (Polymere), sie bilden eine Art Netzwerk auf der Haut. Dazu kommen schwere synthetische Öle, die nur langsam spreiten. Sie sorgen für eine gute Haftbarkeit und verhindern das Abfärben des Lidschattens. Auch das enthaltene Bienenwachs liegt auf der Haut auf. Die zugefügten Silikone sorgen dann im Gegenzug dazu wieder für ein angenehmes Hautgefühl bei der Anwendung des Produkts.

Da in einem zertifizierten Naturkosmetik-Produkt originäre pflanzliche Öle enthalten sein müssen, ist es schwierig, eine solche Rezeptur mit naturkosmetischen Stoffen abzubilden. Die schweren Öle in der Lidschattenbasis verhalten sich gänzlich anders als pflanzliche Öle. Außerdem lassen sich die Filmbildner nicht einfach ersetzen, Xanthan Gum oder Schellack haben andere Eigenschaften. Ich würde deswegen sagen: Vielleicht kann man eine solche Lidschattenbasis mit Rohstoffen nachbilden, die natürlichen Ursprungs sind – aber mit zertifizierbarer Biokosmetik wird das wahrscheinlich auch in Zukunft nicht gelingen.

Vielen Dank für das tolle und spannende Gespräch!

Ich hoffe, euch hat dieses Experten-Interview auch Spaß gemacht! Auf dem Foto oben seht ihr übrigens den Eingangsbereich des schönen Gebäudes, in dem Dr. Straetmans beheimatet ist. Welche Info aus dem Gespräch war für euch besonders interessant? Und wünscht ihr euch solche Interviews öfter auf dem Blog?

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66 thoughts on “Rohstoffe, Haarpflege, Lidschattenbasis – Dr. Ibarra im Interview
  • beautyjungle sagt:

    Immer her mit solchen Infos 🙂
    Es ist spannend von solchen Dienstleistern zu lesen, das ist einem oft nicht bewusst, woher Stoffe und Wissen kommen.

    Ein wenig ernüchternd ist die Sache mit der Base, aber verständlich.
    beautyjungle kürzlich veröffentlicht..Öl oder Serum? Ich nehme beides mit JOIK Seidiges Gesichtsserum* [Review]My Profile

    • beautyjagd sagt:

      Mich interessiert das Thema Rohstoffe sehr – und natürlich auch, was mit Nturkosmetik machbar ist und was nicht.

  • Jana sagt:

    Oh da hast du sehr interessante Fragen gestellt, die mir nun einige Sachen klarer gemacht haben. Es ist schön , wenn man auch chemisch ein bisschen zumindest versteht, was bei NK vorgeht oder was auch eben nicht umsetzbar ist.
    Die Primer Potion habe ich früher jeden Tag benutzt. Jeden Tag! Das ist schon lange her, mittlerweile nehme ich sie nur noch sehr selten, bei Hochzeiten oder anderen langwierigen, schicken Anlässen 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Die Primer Potion war bei mir auch ständig im Einsatz, nun habe ich schon lange keine Lust mehr auf sie. Aber an richtig schicken Anlässen würde ich wahrscheinlich auch nochmals danach greifen.

  • Eva sagt:

    Ich finde diese Interviews höchst interessant und wäre Dir sehr dankbar, wenn Du öfter welche posten würdest. Es ist nämlich nicht so einfach, solche technische Informationen zu bekommen. Die Entwicklung der Produkte und der Inhaltsstoffe ist für mich ein wichtiger und interessanter Aspekt der Naturkosmetik. Hoffentlich bin ich nicht die einzige Leserin, die diese Meinung vertritt….Danke für dieses Interview!

    • beautyjagd sagt:

      Ich werde zukünftig die Augen und Ohren offen halten, wenn sich eine Gelegenheit für weitere Experten-Gespräche ergibt. Ich hatte beim Interview auch einige Aha-Momente 🙂

    • Ellalei sagt:

      Da kann ich mich nur anschließen und ebenfalls herzlich Danke sagen & weiter so! Gerade die Haarpflege und die Ausgewogenheit der Inhaltsstoffe von Shampoo finde ich ein wichtiges Thema, auch wenn ich das gute oder schlechte Verhältnis von Tensiden & Pflegestoffen anhand der INCIs wohl trotzdem nicht so recht rauslesen können werde, zumindest nicht vor dem probieren.
      Auf jeden Fall waren hier ein paar Neuigkeiten dabei, die helfen bei Auswahl und Beurteilung. Super!

  • Birgit sagt:

    Hochinteressant, ich liebe diese Hintergrundinfos!!!! Ich wünsche mir mehr davon, gerade den Blick hinter die Kulissen bekommt man ja sonst nicht.
    Ich fand die Primer Info sehr erhellend, schade, dass die Chemie mehr schafft als die Natur.

    • beautyjagd sagt:

      Aber immerhin wäre es vielleicht möglich, einen gut funktionierenden Primer mit Stoffen natürlichen Ursprungs herzustellen – das ist ja schon mal was.

  • Noemi B. sagt:

    Vielen Dank, solche Infos finde ich immer hilfreich und interessant.

    Das mit dem Primer ist wirklich ernüchternd, erklär aber auch, wieso wir so lange nichts vernünftiges finden, in NK-Qualität.

    • beautyjagd sagt:

      Deswegen habe ich diese Frage auch unbedigt stellen müssen, denn das Thema Lidschattenbasis beschäftigt hier ja einige Leserinnnen 🙂

  • Ranunkel sagt:

    Vielen Dank für diesen Post – ich hätte genau dasselbe gefragt: wie geht eine gute Lidschattenbase auf NK. Ich habe nämlich noch keine gefunden, die hält was sie verspricht. Am Wochenende gab es bei mir großes Makeup wegen einer Ballnacht und ich habe mir bei Douglas eine Base von Nyx gekauft, die hat zwar viele böse Incis aber nicht ganz so schlimm wie Urban Decay. Geschminkt habe ich dann mit Kjaer Weis, Dr. Hauschka, Everyday Minerals und Vapour. Das Ergebnis war sehr dramatisch und der Lidschatten hielt trotz wildem Tanzen dank der KK bis um 4.30 Uhr. Das schafft Alverde und Lily Lolo bei mir leider nicht- seufz. Ist echt eine Marktlücke.

    • beautyjagd sagt:

      Ja, das mit der Marktlücke kann ich nur unterschreiben! Vielleicht wird ja in nächster Zeit mal ein Primer entwickelt, der zwar kein Bio-Siegel trägt, aber trotzdem aus Rohstoffen natürlichen Ursprungs hergestellt wird.

  • Julchen sagt:

    Besonders interessant fand ich die Ausführungen zum Thema Shampoo, denn dieses Thema beschäftigt mich intensiv, da ich immer noch auf der Suche nach einen guten NK-Shampoo bin, dass meine Kopfhaut nicht reizt, gleichzeitig den Haaren aber ein bisschen Volumen gibt.
    Julchen kürzlich veröffentlicht..Ich kauf im eigenen Kleiderschrank ein / Shop in your own closetMy Profile

    • beautybaerchi sagt:

      Da kann ich mich,nur anschließen. So ein Shampoo suche ich auch noch :(. bisher erfolglos.

    • Noemi B. sagt:

      Das riecht nach Haarseife… viele kommen wegen Kopfhautproblemen zur Seife und Volumen gibt sie auch.
      Bei kurzen Haaren relativ unproblematisch, falls man sich darauf einlassen mag.

      • salva sagt:

        @noemi b.,
        welches sind zur zeit deine favoriten ? hattest du nicht auch einige haarseifen aus steffis hexenküche ?
        liebe grüße

    • beautyjagd sagt:

      Die Infos zum Thema Haarpflege fand ich auch sehr interessant! Einige Leserinnen berichten ja immer mal wieder davon, dass sie bei einigen Shampoos dringend eine Spülung brauchen, und bei anderen nicht. Ich mit meinen kurzen Haaren brauche ja ein Shampoo, das eher reinigt als pflegt.

  • Annamo sagt:

    Bei solchen Posts merke ich immer wieder, wie wenig ich mich noch mit einzelnen Inhaltsstoffen auskenne; ich bin leider vollkommen auf die Siegel wie BDIH, NaTrue usw. angewiesen. Das würde ich SO gerne ändern!! Die durch dich möglichen Blicke hinter die Kulissen helfen sehr, sich peu à peu an das Thema ranzutasten 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Die Siegel sind ja auch dafür da, dass man eine gute erste Orientierung bekommt, ob es sich um echte Naturkosmetik handelt oder nicht. Und mit der Zeit kommt man immer mehr in die Thematik Inhaltsstoffe rein, keine Sorge 🙂 !

  • beautybaerchi sagt:

    Das ist ein wirklich sehr spannender Beitrag! Besonders den Teil über NK Haarpflege finde ich interessant. Die meisten NK Shampoos kann ich aufgrund von Alkohol und Öl nicht benutzen. Das juckt mir wie verrückt der Kopf. Derzeit sauge ich jede Info über Haarpflege auf 🙂 Da finde ich so einen Post besonders spannend.

    • beautyjagd sagt:

      Ein hoher Anteil Alkohol in Shampoos kann die Kopfhaut – insbesondere eben in der Verbindung mit den Tensiden – leichter austrocknen, ist ja eigentlich wie beim von Dr. Ibarra erwähnten Duschgel. Und Öle, weshalb machen die dir Schwierigkeiten? Weil sie das Haar fettig machen? Oder meinst Du ätherische Öle?

      • Beautybaerchi sagt:

        Ich meinte die ätherischen und Duftstoffe.. 🙁 habe leider viele Allergien .. Ich achte schon immer auf milde Tenside 🙂

  • Mimi sagt:

    Danke für dieses äußerst interessante Interview! Die Chemie ist schon ganz schön interessant 🙂
    Was mir beim Mixen von NK und KK (so bequem es auch sein mag…) vermutlich nie wieder aus dem Kopf gehen wird, ist ein Kommentar der Naturdrogerie vor einiger Zeit, der sinngemäß Folgendes aussagte: Man weiß nicht, wie die verschiedenen Kosmetikbestandteile miteinander wechselwirken, das heißt, man weiß nicht, was insbesondere KK-Stoffe, die die Haut durchlässiger machen sollen, in Kombination mit bspw. ätherischen Ölen ‚anrichten‘. Also seid bitte vorsichtig, um keine Hautreizungen o. ä. zu provozieren!
    LG, Mimi

    • beautyjagd sagt:

      Ja, ich wäre auch eher vorsichtig beim Mischen von konventioneller Kosmetik und Naturkosmetik – denn welche Seite sollte dazu Studien beauftragen und überprüfen, wie was wirkt?

  • Julia sagt:

    Vielen lieben Dank für dieses spannende Interview! Es ist so interessant etwas mehr Einblick in die Entwicklung von Naturkosmetik zu bekommen, wo man ja als normaler Verbraucher leider immer nur begrenzte Informationen erhält… Und ich finde es toll, dass so viele Unternehmen mittlerweile aktiv in der NK-Branche forschen, ich denke dadurch wird die Qualität der NK Produkte, die ich insgesamt schon sehr gut finde noch weiter steigen und bald hat man wirklich für fast jedes konventionelles Produkt eine natürliche Alternative!

    Liebe Grüße,
    Julia 🙂

    • beautyjagd sagt:

      In den letzten Jahren hat sich wirklich sehr viel getan, was den Anwendungskomfort und die Produktauswahl bei Naturkosmetik angeht. Deswegen bin ich auch bester Dinge, dass sich da zukünftig auch noch einiges tun wird 🙂

  • ida* sagt:

    Das ist ein sehr spannender Einblick, aus dieser Perspektive bekommt man ja sonst als Otto-Normalverbraucher eher wenig bis gar nichts mit. Von daher: ja, gerne mehr, mehr, mehr davon!

    Und nun hoffe ich, dass viele Produktexperten mitlesen uns sich noch heute auf die Suche nach dem HG in Sachen NK-Lidschattenbasis begeben! 😀

    • beautyjagd sagt:

      Das wäre sehr schön! Vielleicht fühlt sich ja die eine oder andere Firma angeregt 🙂

  • Constance sagt:

    Ein superinteressantes Interview. Ich finde es sehr spannend, wie du die Industrie so auch aus einer anderen Richtung beleuchtest und hoffe, dass es davon in Zukunft noch mehr gibt. Vielen Dank!

  • Sonny sagt:

    Sehr interessantes Interview, danke vielmals! 🙂
    Mit meiner Kopfhaut ist es gerade doppelt so schwer, ein Shampoo zu finden, dass sowohl die Längen pflegt, als auch die KH gut reinigt. Diejenigen, die die Längen pflegen, sind für die KH meist zu viel und diejenigen, die die KH gut reinigen (v.a. mit SLS), sind für die Längen der Tod.
    Gerade teste ich die Myrto KH-Kur F mit passendem Shampoo und diversen Spülungen/Leave Ins, um meinen Haaren das zu geben, was sie brauchen. Ob das Myrto-Shampoo allerdings genug reinigt, weiss ich leider nicht, nur, dass die KH ganz schön schnell nachfettet mit dem System, was eher kontraproduktiv ist. Dies passiert mir übrigens auch mit den Maienfelser-Shampoos.
    Bei „normalen“ Shampoos ohne zu viele Betaine, hier auch mit SLS, passiert mir dies nicht! Vielleicht kombiniere ich demnächst die Kur mit dem Unique Clear Shampoo.

    Das mit der Lidschattenbase ist schade, hoffentlich wird aber trotzdem weiter daran getüftelt! 😀

    • beautyjagd sagt:

      Ich mag ja immer noch das Clear Shampoo von Unique am liebsten – aber ich könnte mir vorstellen, dass das die Längen vielleicht nicht gut genug pflegt. Meine Kopfhautkur T von Myrto geht damit auch gut raus (über die schreibe ich auch noch einen Post).

  • Theo sagt:

    Liebe Julie,

    auch von mir ein herzliches Dankeschön für das interessante Interview und der Wunsch: Mehr solcher Gespräche, Untersuchungen, Forschungsergebnisse!

    Meine Friseurin (Naturfriseur mit Hang zu Tests!) hat die Erfahrung durch ihre Kundinnen gemacht, dass die Pflege längerer bis langer Haare insofern problematisch ist, als das Haar in Kopfhautnähe immer schneller durchfettet ist und damit an Standvermögen verliert als das kopfferne Haar. Will eine Kundin nun eine Pflege haben in Richtung Fettfrei plus Stand, wird sie binnen kurzer Zeit das Problem verschieben in Richtung fettfreier, voluminöser Haare in Kopfhautnähe, die mit zunehmender Ferne mangels Fett immer trockener und splissiger werden. Zudem wird die Kopfhaut nach und nach durch die fettentfernende Pflege gereizt(er) und wird noch mehr Fett produzieren.

    Die Friseurin sagt weiter, dass sie noch nie soviele Haarprobleme wie in den letzten Jahren, in denen die langen Haare à la Duchess Catherine of Cambridge ‚in‘ sind, erlebt hat: Kopfhautprobleme mit fettigen, angeklatschten Haaren in Kopfhautautnähe und Trockenheit bis Spliss in den Spitzen in (Langhaar-) Frisuren, die keine sind, weil sie durch Überpflegung allesamt ungepflegt wirken. Der Trend solle ab 2014 übrigens wieder zu pfiffigen Kurzhaarfrisuren gehen.

    Sie empfiehlt bei den genannten Problemen immer einen sofortigen Stopp aller Shampoo- und Plegeexperimente und einen – zumindestens zwischenzeitigen – Kurzhaarschnitt, damit das überpflegte und dadurch immer zugrunde gerichtete Haar wieder zu Kräften kommen kann. Zusätzlich verordnet sie Abstinenz von allen Shampoos mit Etikettierung ‚gegen trockenen/ fettiges/ getöntes/ splissiges/ sonstwas-Haar, für Volumen, für Spannkraft etc.‘, weil da viel zu viele Zusätze enthalten sind, die das Haar beschweren, und vor allem Abstinenz von Pflegemitteln wie Conditioner und Co., weil die dem Haar die Eigenarbeit abnehmen. Die Friseurin empfiehlt ein Shampoo-für-alle-Haartypen, kein Pflegezeugs hinterher und arbeitet so quasi nach dem Dr. Hauschka-Prinzip, das die Haut zur Selbständigkeit erzieht.

    Ich teile das hier nur zur Ergänzung des haarigen Pflegeproblems mit, selbst kann ich dazu nichts sagen, da ich immer eine Kurzhaarfrisur hatte.

    Was Lidschattenbase und Co. angeht, würde ich das Zeugs ja nun überhaupt nicht mehr benutzen – wenn ich es denn vorher getan hätte – Hochzeiten u. a. hin oder her. Warum soll ich mich zur Sklavin einer schmink-bzw. maskierungssüchtigen, glamourorientierten Mehr-Schein-als-Sein-Gesellschaft, deren Süchte durch die Raffinesse der Kosmetikindustrie auch noch getunt werden, machen? Dann ‚rutscht‘ der Lidschatten eben, Pech. Entweder ich schminke nach oder benutze von vornherein zarte, nur die Höhen und Tiefen betonende Farben, welche sich im Notfall schnell und leicht korrigieren lassen, oder ich lasse den ganzen Malkram am besten ganz sein. Weniger ist immer mehr, auch bei großen Feiern.

    LG,
    Theo

    • Sonny sagt:

      Danke Theo, für diese tolle Aussage im Bezug auf Make Up, kann ich nur unterschreiben! Klar, fände ich es toll, gäbe es eine Base, aber eiiiiigentlich trage ich sowieso nur selten Lidschatten und wenn, dann kann ich auch nachschminken (zumindest auf Feiern, im Job trage ich eh kein aufwändiges Make Up).

      Zu den Haaren: Selbstregeneration halte ich hier nur für bedingt möglich, zumindest in den Längen, die fern von der KH sind und glaube ich, abgestorbenes „Material“ sind. Die KH kann sich mMn auch nur selbst helfen, wenn keine bestimmten Krankheiten (z.B. Ekzem) vorliegen. Bei meiner KH muss ich jedenfalls extrem aufpassen, was ich nutze und habe bisher noch Nichts im NK-Bereich gefunden, was mir nun wirklich Linderung verschafft hätte – ausser evt die Myrto Kur F (Test läuft). Solange bin ich halt gezwungen, ab und an mit Chemiebomben wie Ketomed zu waschen *seufz*.

      • Theo sagt:

        Au weia, Sonny, das tut mir leid, dass Du solche Probleme mit den Haaren/ der Kopfhaut hast! Wäre der Gang zu einem naturheilkundlich orientierten Mediziner vielleicht eine Idee, der dein ganzes System mal untersucht hinsichtlich Mineral-, Vitaminstatus, Ernährung, seelisches Befinden und allem, was Mensch so ausmacht? Aber das hast Du wahrscheinlich schon gemacht.

        Ich vergass zu erwähnen, dass die Friseurin natürlich nicht auf medizinisch zu behandelnde Kopfhautprobleme (Ekzeme etc.) abgestellt hat, sondern nur auf ihres Erachtens durch (Über-)Pflege entstandene. Sie findet die Industrie verlogen, die erst entfettende Shampoos und dann als Ausgleich Conditioner etc. empfiehlt, obwohl sie mit dem Verkauf davon eine Menge Geld verdienen könnte.

        Seufz, ist ganz schön anstrengend, ständig den raffinierten Vergiftungsattacken der Ernährungs-, Kleidungs-, Kosmetik- Und-sonstwas-Industrie ausweichen zu müssen…

        LG,
        Theo

      • Sonny sagt:

        Ich war bisher nur beim Hautarzt, als ich dessen Rechnung danach gesehen habe, habe ich mir gewünscht, ich wäre nie hingegangen, zumal das Ekzem ja als unheilbar gilt. Ganheitlich spezialisierte Naturheilärzte ohne Esoterik gibt es leider hier nicht allzu viele, mit der Homöopathie etc. habe ich es ja nicht so.

        Es gibt allerdings einen Naturheilarzt im Kanton Appenzell für den ich mir einen Tag freinehmen müsste, der Blutuntersuche durchführt und auch ganzheitlich arbeitet, da werde ich mich dann wohl mal hinwenden müssen. Momentan habe ich allerdings noch Angst vor den Kosten einer solchen Abklärung.

        Ja, in dieser Hinsicht verstehe ich die Naturfriseurin vollkommen. Leider werden meine Enden auch mit normalen NK-Shampoos viel zu trocken, Spülung muss bei mir einfach sein. Zudem sind Shampoos meist basisch, d.h. die Schuppenschicht des Haares wird aufgeraut, und muss mit einer Spülung/saurer Rinse etc. wieder geschlossen werden, um Glanz zu erhalten. 😉

      • Petra sagt:

        Du hast ja wie immer recht, liebe Theo – aber ich male doch so gerne 😉
        Die UDPP habe ich übrigens noch nie benutzt, aber ich habe schon so einige Male darüber nachgedacht. Wenn es denn mal einen guten Primer in NK-Qualität geben sollte, dann wird das „meeein Schatzssssss“ 😉
        Couleur Caramel für’s Gesicht wird ausprobiert, sobald es mir in die Finger kommt. Ich bin bloss immer zu faul, extra dafür durch die Jejend zu zuckeln.

    • Noemi B. sagt:

      Danke Theo, für das tolle Statement! 🙂 Du schreibst zwar leider selten, aber wenn, dann mit Wums und Hand + Fuss.

      Da kann ich dir, bzw. der Friseurdame völlig beipflichten. Ich hatte immer Angst, mit höher überfetteten Seifen zu waschen, aber aktuell sind die mit 9% bei meinen eher fettigen Haaren (bzw. Ansatz) grad richtig – ist ja auch das Hauschkaprinzip, Fett mit Fett bekämpfen, oder? Die Längen danken es dann auch, wobei ich denen jetzt gelegentlich eine Winterkur à la Eigenbau angedeihen lasse: frische Avocado, Quark, Honig, Zitrone, Amla, Shikkakai und Oel (das mögen auch kurze Haare).

      Der ganze KK-Mist kann mir gerne gestohlen bleiben, gibt nur Kopfhautprobleme und gaukelt schönes Haar vor, das unter einer Silikonschicht erstickt.
      Aber wir wissen das ja schon lange.

      • salva sagt:

        @noemi b.,
        die idee mit quark finde ich sehr interessant, freundinnen von mir machen das mit joghuort.
        ich habe aber die befürchtung, das sich meine feinen haare mit j. zu sehr verkleben könnten.
        evtl versuche ich mal dein rezept. das bringt feuchtigkeit, oder ?

        meine haarlängen pflege ich mit einem hauch kokosöl oder brokollisamenöl, alles andere könnte bei mir wieder zu sehr beschweren.
        manchmal sprühe ich vorher noch mit aloe vera saft von alnatura meine haarlängen ein, das klappt bei mir recht gut.

    • beautyjagd sagt:

      Sehr gut, sehr gut, dann liege ich mit meinen kurzen Haaren auch genau im Trend 😉
      Ich glaube auch, dass viele Kopfhaut- und Haarprobleme hausgemacht sind: Einerseits greifen die vielen Farben/Blondierungen das Haar (und die Kopfhaut) an. Außerdem wäscht man das Haar sehr oft, Föhnen kommt nach dazu, und dann verwendet man eine Menge Styling-Produkte. Insofern kann ich gut nachvollziehen, was deine Friseurin meint. Ob man aber auf Dauer in den Längen ohne Pflege auskommt, glaube ich nicht – vielleicht wenn man auf jegliche Strapazen für das Haar verzichtet?

  • Ela sagt:

    Ich fand das Interview auch sehr interessant, besonders die Hintergrundinformationen bezüglich der Wirkungsweise von Inhaltsstoffen bei Haarpflegeprodukten aber auch beim Primer. Ich würde mich freuen, mehr solcher Interviews hier zu lesen.

  • Johanna sagt:

    Gerne mehr davon, ich finde das ganze Interview sehr interessant!!
    Ich glaube, wenn es eine gute Lidschattenbasis mit Rohstoffen natürlichen Ursprungs gäbe, auch ohne Biozertifizierung, wäre das schon sehr gut. Man kann eben auch nicht zuviel erwarten von der Natur, sie hat einfach nicht vorgesehen, dass wir uns unsere Lider bunt bemalen, sonst wären wir Paradiesvögel geworden 😉

    • beautyjagd sagt:

      Hihi, genau! Ich wäre auch schon sehr zufrieden mit einer Lidschattenbasis aus Rohstoffen natürlichen Ursprungs, ich würde sie ja auch gar nicht jeden Tag brauchen.

  • sunswirl sagt:

    Spitze dieses interview…ich liebe es sowas zu lesen, weil man einfach Stück für Stück noch mehr in die Materie einsteigt und langsam das Puzzle des Wissens um Naturkosmetik sich zusammem setzt. Perfekt, gerne mehr davon=)

  • Sonja sagt:

    Hintergründe in unser meist oberflächlichen und oftmals nicht wahrhaftigen Welt sind immer willkommen – lerne immer gerne dazu 😉

    Liebe Sonny und alle nach dem heiligen Gral suchenden Haarbegeisterten hier,

    dank Ranunkel durften bei mir schon früher als gedacht die Chagrin Valley Seifen einziehen und nun bin ich bei der zweiten Runde alle Seifen auszuprobieren.
    Es ist ein wenig Forschergeist gefragt, denn erst bei der fünften Haarwäsche habe ich herausgefunden, dass ich nur einmal (anfangs immer zwei Mal, weil ich es irgendwo gelesen habe) schamponieren darf und sobald ich alles schön eingeseift und einmassiert habe, es sofort wieder sehr, sehr gut ausspülen muss (Shampoo lasse ich meist einwirken, bis ich fertig geduscht bin).
    Alles übrigens ohne irgendeine Rinse, auf welche ich allerdings auch keine Lust hätte.
    Das Ergebnis ist beeindruckend – es kann mit den tollen Ergebnissen zu meinem ebenfalls geliebten Rahua Volumen Shampoo sehr gut mithalten und vom Preis her ist so eine Seife extrem günstig – 7,85 Dollar z. B. für die Herb Garden und 31,50 EUR für das Rahua Shampoo!
    Die Seifen sind zudem so sparsam, dass mir die bereits angefangenen Seifenproben wohl einige Monate halten werden…
    Zwischendurch habe ich immer wieder mal mit einem Shampoo gewaschen und finde, dass die Haare viel besser drauf ansprechen, wie sonst und waren echt der Hammer!!!!
    Bisher bin ich also vollauf begeistert, weshalb ich hier den Hinweis auf die Testimonials von Ch. V. geben möchte, da gerade solche „Problemkandidaten“ wie Sonny (sorry, ist nicht negativ gemeint), welche durchaus von einem Therapeuten zum anderen gerannt sind, erst mit diesen Seifen entweder eine Besserung oder sogar ein völliges Verschwinden ihrer Symptome erreicht haben.
    Übrigens – bin da noch am Beobachten – doch wenn ich meine Haare mit den Seifen gewaschen habe, so hatte ich den Eindruck, dass mir weniger Haare ausgefallen sind!?!

    • Sonny sagt:

      Liebe Sonja

      Vielen Dank für deine Tipps!
      Bei meiner Ekzemart ist es (zumindest gemäss Wikipedia) nicht förderlich, mit Seife zu waschen. Der Hefepilz, den übrigens jeder Mensch auf der Kopfhaut hat, entwickelt sich beim seborrhoischen Ekzem zu stark, was dann zu Hautreizungen führt. Bei Seife verbleibt mir immer zu viel Öl auf der KH, was dem Pilz als Nährboden äusserst behagt. Zudem mag er ein basisches Milieu, deshalb wäre eine saure Rinse bei mir zwingend nötig. Wenn ich eine Haarseife finde, die 0-2% überfettet ist und dennoch gründlich reinigt, dann bin ich sofort dabei! 😀

      Liebe Grüsse

      • Angela sagt:

        Ich experimentiere auch immer wieder mit Haarseifen: ich habe von Savion die Tester mit 1,5 bis 2 Prozent weil meine Kopfhaut auch eher fettig ist. Vielleicht wären die was für dich.

    • salva sagt:

      @sonja,
      ja, ich mache es genauso wie du und wasche nur einmal mit der haarseife, wenn ich zum zweitenmal wasche werden meine haare schon zu beschwert.
      ohne saure rinse werden meine haare übrigens auch viel besser als mit rinse.

      es gilt bei der haarseife um geduldiges ausprobieren um die richtigen seifen zu finden, dann lohnt es sich aber wirklich.
      ich habe auch fast keinen haarausfall, kein kopfhautjucken, viel mehr volumen und das schnelle nachfetten hat auch nachgelassen.

  • salva sagt:

    ich finde das interview interessant julie, vor allem weil ich finde das du einen guten interviewstil drauf hast, der inhalt ist für michzur zeit ganz nicht so wichtig, da ich ohnehin nur nk produkte verwende, die mit möglichst wenigen incis auskommen.
    da ich so bestens zurechtkomme und mich kaum schminke brauche ich diese thema zum glück nicht weiter vertiefen.

    oh, @theo, ich liebe deine klaren poentierten kommentare, deiner gabe, die sachen auf den punkt zu bringen erliege ich immer wieder gerne.
    ich würde gerne studentin bei dir sein, wissen dich deine leute überhaupt zu schätzen?

    aber…, das thema haarshampoo ist nun leider für mich auch zum problem geworden. seit einigen wochen bekomme ich nun auch das hier so oft erwähnte kopfhautjucken nach der haarwäsche zu spüren, ich dachte, ich wäre immun dagegen, weil ich meine shampoos immer extrem verdünnt habe und hielt das für die lösung.

    nun verwende ich die shampoos, die ich allerdings sowieso nur zwischen meinen haarseifewäschen benutzt habe zum pulloverwaschen etc.

    mit haarseife entwickelt meine kopfhaut keinen juckreiz, lavaerde klappt auch sehr gut.
    da ich aber zwischendurch ein shampoo angenehm fand weil meine haare sonst zuviel schwere entwickeln bin ich etwas unzufrieden.

    ich habe früher mal ein haarshampoo selbst ganz einfach hergestellt, das ich vor jahren bei den beautyjunkies gefunden hatte.
    es war von einer beauty entwickelt, die auch sehr feine haare hatte und hat mir wundervolle haare mit viel volumen bescherrt.
    incis waren geraspelte kernseife, pottasche und mehr erinnere ich nicht, insgesamt waren es nur drei inhaltsstoffe und ich habe es sehr gut vertragen.
    der arbeitsaufwand war äußerst gering, nun finde ich das rezept leider nicht wieder.
    falls es jemand kennt???
    danke und liebe grüße

  • salva sagt:

    @julie, ist meine frage nach dem rezept o.k.?

    ich habe immer auf einen post gewartet, der sich nocheinmal explizit mit haarwaschproblemen beschäfigt, wollte nun aber nicht so gerne länger warten.

    und wenn ich darf noch eine frage an die anderen “ haarseifen nutzerinnen“, habt ihr d i e r i c h t i g e s e i f e gefunden , wechselt ihr ab mit verschiedenen seife oder seid ihr weiterhin auf der suche?

    • Ela sagt:

      @salva
      Also ich bin ein absoluter Haarseifen-Fan. Mein Favorit im Moment ist die Shampoo-Seife Blond von Flow, dicht gefolgt von Hanna Hempel von Wolkenseifen. Ich probiere zwischendrin auch gerne mal ein anderes Shampoo (fest oder flüssig) aus, bin aber bis jetzt immer zu den beiden zurück gekehrt. Das Eliah Sahil-Shampoo mag ich auch ganz gern, es liegt bei mir auf Platz drei. Meinen heiligen Gral habe ich zwar noch nicht gefunden, bin aber mit den drei Shampoos ganz zufrieden.

      • salva sagt:

        @ela,
        danke für deine antwort, das eliah sahil shampoo steht nun auch auf meiner liste, welches benutzt du denn, wenn ich so neugierig sein darf und wie genau wendest du es an?
        die von dir genannten seifen kenne ich noch nicht, ich werde sie gleich mal anschauen.
        wie ist deine haarbeschaffenheit?

      • Ela sagt:

        @salva
        Von Eliah Sahil benutze ich das klassische Shampoo in der braunen Dose. Ich würde ganz gerne mal das Volumen & Glanz ausprobieren, will aber erst die angefangene Dose aufbrauchen. Eine Freundin benutzt das gegen Haarausfall (der Haarausfall ist bei ihr hormon- und stressbedingt) und ist total begeistert. Der Unterschied ist bei ihr aber auch sehr starkt sichtbar (stärker als bei mir). Das Haar wirkt bei ihr sehr füllig und glänzt sehr schön und es hält über eine Woche. Bei mir ist zwar auch Volumen und Glanz da, aber kein so extremer Vorher-Nachher-Effekt. Meine Haare sind aber auch eher fein, während meine Freundin eher kräftige Haare hat. Meine Haare sind gefärbt und schulterlang, mein Kopfhaut war bis ich NK-Shampoos benutzt habe trocken, schuppig und hat gejuckt (jetzt nicht mehr) und mein Haaransatz fettet nach etwa vier Tagen (+/- eins bis zwei Tage), shampoounabhängig, auch als ich KK-Shampoos verwendet habe.
        Um meine Haare mit dem ES-Shampoo zu waschen, mache ich erst das Haar nass, dann streue ich etwas von dem Pulver auf die Handfläche und massiere die Kopfhaut damit, abspülen und noch einmal von vorne. Beim ersten Waschgang schäumt es bei mir noch nicht, erst beim zweiten Durchgang entsteht ein „dezenter“ Schaum.
        Wie wendest du die Lavaerde an?

    • Sonja sagt:

      Liebe Salva,

      mir geht es wie Dir und ich warte auch schon gespannt drauf, dass Julie endlich über Ihre Haarseifenexperimente schreibt – gibt bestimmt einen ähnlich interessanten Anhang wie bei dem Pai Öl 😉
      Da ich erst die zweite Woche dabei bin und mir nun noch bei meiner neuen wie oben beschriebenen Methode zwei Seifen zu einem finalen Urteil fehlen würde ich zumindest bisher auf jeden Fall die Herb Garden von Ch. V. zu meinen Favoriten zählen (welche ich in Orginalgröße ordern werde).
      Sonst mögen meine Haare wohl alle Seifen und ich habe vor nächstes Jahr so ziemlich alle als Probestückchen zu bestellen – glaube mich hat das Haarseifenfieber gepackt!
      Ich wechsele wie beim Shampoo jeden Tag ab und ich meine irgendwo bei myrto naturalcsmetics den Grund dafür gelesen zu haben.
      Habe es nun auf die Schnelle leider nicht gefunden.

      • beautyjagd sagt:

        Ich brauche leider noch ein bisschen für den Haarseifenartikel, weil ich noch nicht das Gefühl habe, dass ich durch das Thema „durch“ bin. Aber ich lese höchst aufmerksam mit, was ihr hier zu den Haarseifen schreibt.

      • Ela sagt:

        Abwechselndes Benutzen von Shampoos soll das Wirkstoff-Spektrum erweitern und variieren.

  • Petra sagt:

    Liebe Julie, vielen Dank für diesen tollen Beitrag, ich finde deine Interviews auf wissenschaftlichem Niveau mit Fachleuten immer super-interessant. Ich habe an die meisten NK-Produkte die gleichen Ansprüche wie an KK, aber manchmal ist das einfach (noch) nicht zu realisieren. Es fällt mir leichter, auf etwas zu verzichten, wenn ich verstehe, warum es nicht geht.
    Da ich ja so gerne AMUs male, bin ich natürlich immer zugänglich für Primer, das Silikonzeugs vertrage ich nur meist nicht. Leider ist das, was als NK so angeboten wird, bisher eigentlich nur geeignet, eine Schicht aufzutragen und das AMU bröselig-fleckig zu machen – layern hilft nicht immer. Bei Primern hattest du das Thema ja erst kürzlich, als du den CC vorgestellt hast.

    • beautyjagd sagt:

      „Es fällt mir leichter, auf etwas zu verzichten, wenn ich verstehe, warum es nicht geht.“ Diesen Satz kann ich absolut unterschreiben, das geht mir genauso!

      • salva sagt:

        @ela,
        danke für deine antwort.

        ich denke ich werde nach deiner beschreibung als erstes dann mal das volumen shampoo von ES versuchen und es in meiner nächsten bestellung ordern.
        verwenden werde ich es dann wie du es beschrieben hast , ich bin gespannt.
        meine lavaerden sind von sanoll und alva, welche von beiden die beste ist kann ich nicht genau sagen, ich empfinde sie als gleichwertig.
        verträglich sind auf jeden fall.
        sie beruhigen meine kopfhaut ganz wunderbar, sie ist nach dem waschen schön entspannt, volumen und glanz bringen sie mir ebenfalls.

        ich nehme immer ca. 1-2 eßlöffel auf ca. 4 – 5 eßlöffel wasser, verrühre das ganze in einem kleinen glas mit verschluss und schüttle die mischung nochmal ordentlich durch bevor ich sie auf das nasse haar auftrage.

        dann massiere ich die leicht gelige masse gründlich auf die kopfhaut und in den haaransatz ein und spüle sie mit lauwarmen wasser aus.
        bis auf das anrühren das aber sehr schnell finde ich den vorgang auch gar nicht so umständlich, wie ich anfangs gedacht hatte.

      • beautyjagd sagt:

        Ich mache das mit der Wascherde ähnlich wie Salva (mag die Rhassoul-Erde von Alva sehr): Manchmal vermische ich die Erde mit mehr Wasser (1 Liter oder so) und gebe sie schubweise über den Kopf (das empfiehlt Rogall so). Oder aber ich rühre mir eine Paste an, die ich dann für ca. 5-10 Minuten auf dem Kopf einwirken lasse. Und dann gründlich ausspülen, das ist wirklich wichtig! In die Längen würde ich die Erde nicht geben, damit die Spitzen der Haare nicht ausgetrocknet werden.

      • Angela sagt:

        @salva und beautyjagd: benutzt ihr nach der lavaerde eigentlich eine saure rinse oder einen conditioner? danke im voraus für’s antworten.

      • beautyjagd sagt:

        Ich weder noch, aber ich habe ja auch kurzes anspruchsloses Haar. Rinse würde ich eher nach Seife machen, um den basischen PH-Wert auszugleichen (das ist bei der Erde ja nicht der Fall). Aber mal gucken, was die langhaarigen Beauties für Erfahrungen gemacht haben 🙂

      • Ela sagt:

        @salva und beautyjagd
        Vielen Dank für Eure Antworten. Lavaerde möchte ich demnächst auch mal ausprobieren. Von der Anwendung her klingt es nicht schwierig und das Ergebnis macht mich neugierig.

  • salva sagt:

    @angela,
    nein, ich mache keine saure rinse, weder nach der haarwäsche mit lavaerde,
    (@julie, ich dachte immer lavaerde wäre auch basisch, stimmt das gar nicht?),
    noch nach der haarwäsche mit meinen haarseifen.
    so klappt es bei mir einfach besser, warum das bei mir so ist, da ja die meisten die rinse favorisieren weiss ich auch nicht, freue mich aber weil es so einfacher ist.

    • beautyjagd sagt:

      Die meisten Firmen schreiben, ihre Lavaerde würde den PH-Wert nicht beeinflussen (zB Tautropfen), Sanoll schreibt von einem PH-Wert 7 (also ganz leicht basisch). Kommt wahrscheinlich auch auf die unterschiedliche Zusammensetzung der Erden an.