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Blätterrauschen 10

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An diesem Sonntag gibt es endlich wieder eine neue Folge Blätterrauschen mit meinen Linktipps aus dem Bereich Natural Beauty. Viel Spaß beim Lesen an diesem grauen (und deswegen um so gemütlicheren) Sonntag!

  • Wow, was habe ich mich über diese charmante Beschreibung von mir und meinem Blog auf naturalbeauty.de gefreut! Und die anderen genannten Blogs sind natürlich ebenso eine Empfehlung wert.
  • Ein komplexes Thema: Weshalb maßvoll eingesetzter (!) Alkohol in Kosmetik nicht so schlecht wie sein Ruf ist, kann man in einem Artikel im Amazingy Magazin lesen. Es gibt durchaus einige Konservierungsmittel, die der Haut weniger gut als Alkohol tun – darüber habe ich mich auch auf dem NaturkosmetikCamp mit einem Chemiker unterhalten.
  • Welche Rührwerkzeuge für das Selbermischen von Cremes besonders zu empfehlen sind, darüber hat Heike Käser auf Olio Natura geschrieben.
  • Liv von Pura Liv startet ihr Projekt Foundation Detox, in dem sie keine Foundation mehr trägt.
  • Die New York Times berichtet über die Riechzellen, die Prof. Dr. Hanns Hatt in der Haut (und anderen Organen) gefunden hat.
  • Ein sehr interessantes Interview hat Susannah von No More Dirty Looks mit der Gründerin Adina Grigore von S.W. Basics geführt – die Produkte der ehemaligen Nischenmarke werden nun im Target verkauft!

Hier geht es zu den neun vorherigen Ausgaben von Blätterrauschen.

Habt einen schönen Sonntag! Wenn ihr mögt, könnt ihr gern in den Kommentaren Artikel teilen, die euch in den letzten Wochen gefallen haben :) !

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34 Kommentare

  1. Also bei uns ist zwar fröstelig, aber die Sonne scheint 🙂 Besten Dank für den Lesestoff und dir ein schönes WE.

    • beautyjagd sagt am 10. November 2014

      Die Sonne ist bei uns gestern leider den ganzen Tag nicht mehr rausgekommen *seufz*

    • beautyjagd sagt am 9. November 2014

      Ah super, der Post passt genau dazu, danke schön für die Erwähnung! Ich kenne ja all die Einwände gegen Alkohol all zu gut (und will auch nicht zu viel Alkohol in einem Produkt haben), aber ich frage mich eben auch, ob die synthetischen Konservierungsstoffe (die in NK erlaubt sind) nicht zu sehr ins mikrobielle Gleichgewicht der Haut eingegreifen (das schreibt Rita Stiens in dem von Dir verlinkten Artikel ja auch). Letztlich kann die Frage keiner wirklich beantworten, es gibt viele Für und Wider in meinen Augen.

      • Ich habe Rita Stiens’ Artikel mit großem Interesse gelesen, zumal ich selbst Alkohol in Leave-on-Produkten nur weiter hinten gereiht akzeptiere. Interessant auch, dieser Glaubenskrieg zwischen der deutschen und französichen NK-Szene. Französische Produkte werden halt oft mit Benzylalkohol konserviert, und der ist keineswegs harmlos. Dort, wo er oft zum Einsatz kommt, wie etwa in Produkten für Aknegeplagte, gibt es hohe Quoten von Kontaktallergien.

      • Sehr interessant, danke!
        Greenhorn-Frage: was sind denn zum Beispiel synthetische Konservierungsmittel?
        demeter-Produkte haben die aber nicht drin, oder?
        Ich wäre nicht drauf gekommen, dass das (synt.K.) erlaubt ist….

      • Laut dem Artikel von Rita Stiens sind synthetische Konservierungsmittel z.B. Potassium Sorbate, Dehydroacetic Acid oder Sodium Benzoate. Bei Martina Gebhardt ist das meines Wissens nach nicht enthalten – und das ist doch quasi die einzige Demeter-zertifizierte Naturkosmetik, oder?

      • Aus den Richtlinien des BDIH:

        Konservierung

        Zum Zwecke des Verbraucherschutzes können erforderlichenfalls die folgenden naturidentischen Konservierungsmittel verwendet werden:
        – Benzoesäure und ihre Salze
        – Salicylsäure und ihre Salze
        – Sorbinsäure und ihre Salze
        – Benzylalkohol
        – Dehydroacetsäure und ihre Salze

      • beautyjagd sagt am 9. November 2014

        Danke Ava fürs nachgucken! Ja, bestimmte naturidentische Stoffe sind in Naturkosmetik erlaubt, es gibt natürlich auch Grenzwerte dafür. Bei Demeter sind Benzoesäure, Sorbinsäure, Benzylalkohol und Salicysäure auch erlaubt (aber ich habe sie – soweit ich es richtig im Kopf habe – bei Martina Gebhardt noch nicht gesehen).

      • Liebe Ava, danke schön!
        Jetzt bin ich wieder verunsichert. Benzoe-Dingens z.B. habe ich nat. schon mal nachgeschlagen (klingt ja schließlich gefährlich ;-)) und es war immer “sauber” (z.B. in der Kosmetikanalyse).
        Ach, Mensch…

      • @Ava: Es gibt noch Provida Organics, die Demeter-zertifizierte Kosmetikprodukte anbieten. Karin hat einige davon neulich auf ihrem Blog vorgestellt.

      • Ich hoffe, der Kommentar landet an der richtigen Stelle. Martina Gebhardt konserviert ihre Produkte nicht. Stattdessen sorgenUV-Schleusen für Keimfreiheit. Clever 🙂 .

  2. Vielen Dank für all die schönen Links, da stöber ich gleich mal durch!
    Und hier noch ein Link zu unserer Naturkosmetikbörse auf Facebook, es lohnt sich, so werden z.B. gerade gaaaaanz viele tolle Sachen von Joik angeboten:
    https://www.facebook.com/groups/naturkosmetikboerse/

    Ich wünsche Euch alles noch einen schönen Sonntag 🙂

    • beautyjagd sagt am 10. November 2014

      Du meinst, weil er so viele öffentliche Auftritte hat? Ich wäre auch gern mal bei einem seiner Ateliers oder Vorträge dabei 🙂

    • Neben dem Greenwashing ist Julien ja auch vom “brainwash” angenervt, mit dem Kosmetikfirmen die Verbraucher ständig dazu bringen, neue Produkte zu kaufen, die sie nicht brauchen und die schon gar nicht besser funktionieren.

  3. Die charmante Beschreibung fand ich jetzt aber auch sehr nett………… das tut doch dem Ego gut, oder?? Hast es verdient.

  4. Ja, MG ist frei von synthetischen Konservierungsmitteln (mir zumindest noch
    kein derartiges Produkt untergekommen^^).

    @Hazel: ich bin bei Analyse-Tools immer vorsichtig und meide sie. Zu sehr
    spürt man den Ursprung und damit die jeweiligen Annahmen.
    Codecheck ist da mein Lieblingsbeispiel; da merkt man einfach,
    dass es auf Ökotest zurückgeht und entsprechend willkürlich
    empfinde ich die Einteilung. Blöderweise ist es gerade als Einsteiger extrem
    schwierig objektive Daten zu finden (insbesondere wenn man kein Chemie-Diplom in der Tasche hat ;)). Bei Informationen im konventionellen Bereich muss man sich
    immer fragen, wer die wohl in Auftrag gegeben hat, bei allem was für NK spricht,
    ist einfach noch viel voll mit Mythen (fettfreie Nachtpflege, gefährliche Parabene,
    Aluminiumchlorid,…etc.)

    • beautyjagd sagt am 10. November 2014

      Ich bin mit diesen Datenbanken auch vorsichtig, sie vereinfachen stark (müssen sie auch, wie sonst würde man gut oder schlecht auf einen Blick unterscheiden können) und spiegeln oft die Kriterien der Siegel wider (Ökotest/Codecheck hat allerdings seine eigenen Kriterien). Die Auswahl der Inhaltsstoffe bei den Siegeln hat eher weniger mit Mythen zu tun, sondern es steht die Frage im Vordergrund, was man eigentlich als natürlich einstufen kann. Bei manchen Stoffen ist das ganz klar (zB Sheabutter), bei anderen nicht. Gerade wenn es um Konservierungsstoffe oder Emulgatoren geht, wird es höchst kniffelig – ab wann ist ein Rohstoff so stark prozessiert, dass er nicht mehr als natürlich gelten kann, obwohl sein Ausgangsstoff zB Kokosöl, also natürlich, war. Wo zieht man da die Grenze? Das wird auch innerhalb der Siegel immer wieder oft diskutiert, und es gibt – wie immer bei einem komplexen Sachverhalt – unterschiedliche Meinungen. Das ist auch bei den genannten Konservierungsstoffen der Fall: Sie kommen in der Natur vor, aber nicht so viel, dass man sie genügend einsetzen kann, deswegen bildet man sie synthetisch nach. Wie natürlich das dann ist, ist sicher diskussionswürdig – andererseits braucht man Konservierungsstysteme, um die Produkte haltbar zu machen. Ich hoffe ja, dass in diesem Bereich noch viel geforscht wird!

    • Liebe strawberrymouse, danke schön für deine Einschätzung.
      Du hast völlig recht mit den Tools, allerdings finde ich die “Kosmetikanalyse” schon recht differenziert und gut. Im Gegensatz zu codecheck , wo ich als Laie schon einige Ungereimtheiten gefunden habe. Sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.
      100% gibts nirgends! wohl auch nicht bei unserer NK, mit der ich trotzdem absolut glücklich bin und der ich viel zu verdanken habe.
      Aber auch hier gilt: holzauge, sei wachsam! Nichts vorher durchchecken, geht nicht 🙂
      Liebe Grüße!

    • Ich denke, dass diese Analysetools ein wenig wie Rechtschreibprogramme funktionieren – man muss sie zu interpretieren wissen. Ich habe mittlerweile gelernt, dass ich Silica, das bei codececk immer rot ist, ignorieren kann, insbesondere in cremigen Texturen. Bei anderen Dingen, die ich nicht parat habe, schlage ich bei Rita Stiens oder NMDL nach.

      • Ja genau, Silica ist so ein Beispiel: Die Warnung bezieht sich ja darauf, dass man es nicht einatmen soll. Da man Cremes generell eher nicht einatmet, ist die uneingeschränkte Warnung natürlich unsinnig …
        Ich denke, man muss für sich entscheiden, was man in seiner Pflege drinhaben will oder eben nicht. Den Begriff “Mythen”, der hier jetzt schon öfter mal gefallen ist, finde ich persönlich nicht so glücklich: So was wie die “fettfreie Nachtpflege” ist für mich kein Mythos, sondern eine Pflegephilosophie. Ob man die nun für sich für gut befindet oder nicht, ist ja wiederum eine individuelle Entscheidung. Und wer legt bitte anhand welcher Kriterien fest, was ein Hautpflegemythos ist und was nicht? Da kommen wir ja wieder an den Punkt, wem glaube ich und wem nicht? Ich glaube da vor allem meinem Hautgefühl …

      • @ Ava Also für mich gibt es nur einen Mythos, und das ist die Geschichte, die auf fast jedem US-Blog zu Naturkosmetik gepredigt wird, nämlich, dass alles, was man sich auf die Haut schmiert, quasi 1:1 in die Blutbahn gelangt. Sorry, aber das glaube ich einfach nicht – ätherische Öle einmal ausgenommen –, weil ja sonst die so wichtige und unbedingt zu erhaltende Barrierefunktion der Haut ein Mythos wäre. Ich denke, dass gesunde Haut vieles aushält, auch KK, und dass den Ökofans da ein Bär aufgebunden wird, um sie bei der Stange zu halten, oder aber dass da etwas mantraartig nachgeschrieben wird, was so einfach eben nicht stimmt.

      • beautyjagd sagt am 11. November 2014

        @Ruth: Soweit ich es im Kopf habe, ist die Forschung da noch nicht ganz so weit oder eindeutig, wie das mit den kosmetischen Stoffen ist, die tiefer als die Epidermis gehen. Ätherische Öle ja, von medizinischen Wirkstoffen weiß ich es auch (sonst gäbe es ja zB nicht diese Hormonpflaster, die auch transdermal wirken).

      • @ beautyjagd Ja genau, alles, was tiefer wirkt, holt man aus der Apotheke. Ein anderes Beispiel ist ja die Nanopartikel-Diskussion und die damit verbundene Angst, dass die winzingen Partikel durch die Hautoberfläche in den Körper eindringen könnten. Wenn nun tatsächlich ohnehin jedwede Pflege&Kosmetik in der Blutbahn landete, wäre diese Diskussion obsolet. Mich stört daran jedenfalls, dass mit einer Sache, die augenscheinlich viel komplexer ist, so locker umgegangen wird.

  5. Ich bin froh, dass ihr hier über Codecheck schreibt, denn mich hat dieser auch schon verwirrt und
    irgendwie beeinflusst. Da ich selbst auch nicht so gut Bescheid weiss bei den Inhalststoffen, hatte ich gedacht, dass dieser Codecheck mir hilft bei der Einschätzung, aber anscheinend ist das ja mit Vorsicht zu betrachten…danke für den Hinweis !

    • beautyjagd sagt am 10. November 2014

      Ja, für mich sind die Datenbanken immer nur ein Teil meiner Recherche, udn ich gucke auch immer möglichst viele an, also zB auch Kosmetikcheck und Kosmetikanalyse.

  6. Der Amazingly Artikel ist absichtlich reduziert. Alkohol ist nicht nur bedenklich, da er austrocknet, sondern zusätzlich reizend ist und die Zellsterben Studie (bei sehr viel kleinerer Dosis, bei der man nicht mehr von “maßvoll eingesetzt” reden kann) noch zu oft erwähnt wird, alsdass diese “einfach so” nicht erwähnt wird.

    Dann bei Irritation einfach auf die anderen Alkoholfamilien zu verweisen ist auch sehr meinungsbildernd.

    Finde die Kritik zu INCI Datenbanken sehr gut!

    • beautyjagd sagt am 10. November 2014

      Ach Agata, das ist mir doch klar, ich habe Alkohol oft genug kritisch hier auf dem Blog erwähnt… Hier ging es mir eher darum, wie es eigentlich im Vergleich dazu mit anderen Konservierungsstoffen aussieht, wie die oben erwähnten, darüber mache ich mir schon seit einiger Zeit mehr Gedanken. Und bitte jetzt kein Paula Begoun-Zitat 😉

  7. Ich muss mich weiter mit Alkohol in Kosmetik beschäftigen, fühle mich zwischen den Stühlen. Den Post bei Amazingy habe ich gelesen – und in Maßen finde ich es tolerierbar. Aber für uns Anwender ist oft schwer zu sagen, wie viel tatsächlich drin ist.

    Bewundere Liv für ihr Projekt. Ich kann nicht ohne geringe “Aufbesserung” zur Arbeit, zum Kunden oder auf ein Fest. Fühle mich kränklich aussehend.

    • beautyjagd sagt am 13. November 2014

      Ich befürchte ja, dass es zum Thema Alkohol (wie zu vielen anderen Themen auch) keine eindeutige Lösung für alle geben wird… aber ich lese auch weiter zu dem Thema, was ich in die Hände kriegen kann.

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