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Beauty-Notizen 20.1.2017

Here you can find an English version of this article.

Zwei Bücher habe ich mir in Helsinki gekauft, damit ich sie – ganz gemütlich – im winterlich kalten Lappland am vergangenen Wochenende lesen konnte. Beide drehen sich um das aktuelle Lifestyle-Trendthema des Nordens schlechthin: hygge. Unter diesem dänischen Begriff versteht man so etwas wie „es sich gemütlich machen“, am besten zusammen mit Freunden oder Familie. Kerzen, Kaffee, Kuchen, warme Beleuchtung, schöne Einrichtung, Bücher, kuschelige Kleidung und  Kaminfeuer gehören zu hygge genauso wie vernünftige Arbeitszeiten und Gleichberechtigung von Mann und Frau. Nach der Theorie des Autors Meik Wiking von „The little Book of Hygge“ ist dieser Lebensstil mit dafür verantwortlich, dass die Dänen (und die anderen nordeuropäischen Länder ebenfalls) bei offiziellen Umfragen zum Thema Glücklichsein stets am besten abschneiden. Im Buch „How to Hygge“ von der Kochbuchautorin Signe Johansen geht es dagegen mehr um die kulinarischen Aspekte von hygge. Ich muss zugeben, dass mich der Hype um das Schlagwort hygge erst etwas skeptisch gemacht hat – aber nach der Lektüre der Bücher verstehe ich besser, um was es geht: Sich temporäre und angenehme Rückzugsräume zu schaffen, was in einer Welt der dauernden Erreichbarkeit und des zunehmenden Social Media-Stresses besonders wichtig ist. Ein Trend, den ich auf jeden Fall im Auge behalten werde, denn Naturkosmetik passt dazu ja bestens! Abgesehen davon schadet es sicher nicht, sich einen Pack Teelichter zu kaufen – eines davon sorgt im Beauty-Notizen-Titelfoto gleich mal für gemütliche Stimmung 😉 . Das Buch von Meik Wiking gibt es übrigens auch auf Deutsch, habe ich gesehen!

Über sieben Wochen war mein Deostick Spruce+Spice von Schmidt’s Deodorant mit der Post unterwegs. Ich hatte ja gehofft, das Deo in der limitierten Duftrichtung noch vor Weihnachten zu bekommen, das wurde leider nichts. Aber auch jetzt freue ich mich über den wunderbar waldigen Duft, den ich sehr gelungen finde! Er ist nicht zu holzig, sondern würzig-nadelig und auch eher dezent. Ein Weihnachtsbaum oder Pinienwald unter meinen Achseln… ok, das ist eine absurde Vorstellung 😉 ! Die desodorierende Wirkung basiert auf Natron und Pfeilwurzelpuder, die Textur des Sticks ist glücklicherweise nicht zu fest. Noch ist das Deo im Online-Shop von Schmidt’s erhältlich.

Vor knapp drei Jahren habe ich ein interessantes Serum mit pflanzlichem Arbutin von der finnischen Marke Detria vorgestellt. Leider wurde die Kosmetiklinie damals eingestellt bzw. reformuliert. Aus dem neuen Sortiment habe ich mir in Helsinki im Kaufhaus Stockmanns spontan die parfümfreie Arctic Arbutin Handcreme von Detria gekauft, die zu 100% aus natürlichen Rohstoffen besteht. Das darin enthaltene Arbutin wird aus Blättern der Bärentraube hergestellt und soll gegen Pigmentstörungen helfen, die sich ja gerne mal auf dem Handrücken ansiedeln. (Falls euch das immer mal wieder umstrittene Thema Arbutin in Kosmetik interessiert, dann guckt in meinen oben verlinkten Post zum Serum.) Außerdem ist in der Handcreme der antioxidative Chaga-Pilz enthalten, der in Asien und Russland sehr beliebt ist. Ich mag die gut einziehende Textur der neben Wasser auf Jojobaöl und Sheabutter basierenden Handcreme, die nicht zu wässrig ist – das kann ich im Winter bei den momentan so eisigen Temperaturen nämlich nicht gebrauchen. Hier geht es zur Homepage von Detria.

Reichhaltige Pflege hat bei mir gerade Hochkonjunktur, gerne im Layering-System und eher lipid- als feuchtigkeitsbetont. Deshalb habe ich nun endlich die schwedische Elixir Face Cream von Green Love ausprobiert, die mir Carolin vom Onlineshop Hautschoki so sehr ans Herz gelegt hat (sie hat mir das Exemplar zugesandt). Schon die Textur der wasserfreien Creme ist erstaunlich: Ein festes, gelblich-transparentes Öl, das bei Hautkontakt sofort schmilzt und überhaupt nicht fettig auf der Haut wirkt. Die ersten drei Öle der INCI-Deklaration sind bereits der Knaller – Kaktusfeigenkernöl, Hagebuttenkernöl und Himbeersamenöl, alles hochwertige Wirkstofföle! Daher rührt natürlich auch der nicht ganz günstige Preis, den ich deswegen jedoch nachvollziehen kann. Ätherische Öle sind in der Elixir Face Cream nicht enthalten, interessanterweise sorgen die zahlreichen pflanzlichen Inhaltsstoffe für einen angenehm fruchtigen Duft. Es würde den Rahmen dieser Beauty-Notizen sprengen, wenn ich hier nun noch all die enthaltenen antioxidativen pflanzlichen Stoffe listen würde – ich kürze ab: mehr sind wohl in einem Pflegeprodukt nicht möglich!

Folgende Naturkosmetik-News habe ich in den letzten beiden Wochen entdeckt:

  • Von Living Nature wurde das limitierte Pure Spirit Face Oil angekündigt (auf der neuseeländischen Homepage von Living Nature wird es schon gezeigt).
  • Alterra hat ein Schönheitselixier herausgebracht (ein Serum in einer Flasche mit Pipette).
  • Neu bei dm gibt es das Beauty&Fruity Mizellenwasser von Alverde; außerdem kommt die jährliche Karnevals-/Faschings-Limited Edition Kunterbunte Farbwelt von Alverde mit zwei Farbpaletten, Schminkstiften, Haarmascara und Glittertuben zurück.

Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Beauty-Woche und eure Haut verpackt die eisige Kälte und trockene Heizungsluft einigermaßen! Genießt das Wochenende und macht es euch hyggelig 🙂 !

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