Dekorative Kosmetik, Limited Edition, Naturkosmetik

Couleur Caramel: LE Tea Tac Time

Mir kommt es vor, als lägen Monate zwischen der Entdeckung der LE Tea Tac Time von Couleur Caramel und dem heutigen herbstlichen Sonntag – dabei sind erst gute drei Wochen vergangen.

Zu meiner großen Freude stand die neue LE gut sichtbar im Schaufenster des Biokosmetik-Ladens C’Bio in L’Isle-sur-la-Sorgue, rundherum fand gerade der provenzalische Markt statt. Selbstverständlich vergingen nur Sekunden, bis ich mich im Laden befand 😉 .

Die nette Verkäuferin holte den Aufsteller aus dem Fenster und führte mir alle Produkte vor. Für das Foto arrangierte sie die Lippenstifte so, dass sie gut zu sehen sind – ein toller Service!

Die Produkte der LE stecken wie schon bei den vorherigen Kollektionen in hübsch gestalteten Verpackungen. Das Thema Tea Tac Time soll an gemütliche Herbstabende erinnern, an denen man es sich bei einer Tasse Tee gemütlich macht.

In Urlaubslaune habe ich natürlich mehr gekauft als ich vorher geplant hatte. Die Nagellacke, den Kajalstift, das Lipgloss sowie den Lippenkonturstift fand ich nicht schlecht, aber ich musste sie nicht dringend haben. Bei den restlichen Produkten sah das anders aus:

Die Umkartons sind im gleichen zarten Design wie die Verpackungen der Produkte gehalten.

In L’Isle-sur-la-Sorgue habe ich den losen Silk Powder/Poudre de Soie in der Nuance 10 (Rosy Beige), den Lip Balm/Baume à lèvres 253 (Pink Sugar Plum) und die Smoky Eye Palette/Coffret oeil charbonneux gekauft.

Netterweise bekam ich von Couleur Caramel vor einigen Tagen noch den Lipstick/Rouge à lèvres 114 (Amaranth Red) zugeschickt, der auf den obigen Fotos nicht abgebildet ist.

Das Herzstück der LE Tea Tac Time dürfte die Smoky Eye Palette sein, die mich auf den Previewbildern jedoch nicht gleich überzeugt hat. Ich war mir auch beim Kauf lange nicht sicher, ob das „meine“ Farben sind. Mittlerweile freue ich mich aber jeden Tag mehr über die Palette!

Sie enthält vier Lidschatten und einen zweiseitigen Pinsel. Verschlossen wird die aus festem Pappkarton bestehende Palette mit einem Magneten. Auf der Innenseite des Deckels befindet sich eine Erklärung für ein Smoky Eye-Augenmakeup.

Überraschenderweise hat mich genau diese Schritt-für Schritt-Erläuterung dazu gebracht, die Palette doch auch als alltagstauglich zu befinden – meine eigenen Experimente sind etwas kräftiger ausgefallen.

In der Beschreibung wird empfohlen, zuerst mit einer der beiden dunklen Nuancen einen dickeren Lidstrich zu ziehen, und diesen dann mit dem weißen Ton nach oben hin zu verblenden. Zum Schluss zieht man mit dem Schwarz eine dünne Linie entlang des Wimpernkranzes. Ich finde, dieses Schema ist einfach nachzuvollziehen und ergibt einen Look, den man auch im Büro gut tragen kann.

Geswatcht sieht man, dass alle Lidschatten sehr stark pigmentiert sind. Von links nach rechts kommen ein matt-seidiges Weiß, ein mattes Flaschengrün mit zarten Glitzerpartikeln, ein mattes Kastanienbraun sowie ein mattes Schwarz, das auch als Cake Eyeliner einsetzbar ist.

Die Lidschatten bröseln bei der Entnahme etwas im Pfännchen, ich hatte schon Befürchtungen, die kräftigen Farben am Auge nicht zähmen zu können – und war positiv überrascht. Die Farben lassen sich gut verblenden, sie rutschen jedoch ohne Base nach einigen Stunden in die Lidfalte.

Auch mit dem beigelegten Pinsel konnte ich etwas anfangen: Wie in der Erklärung im Deckel beschrieben, habe ich mit der spitzen, leicht angefeuchteten Seite einen Lidstrich gezogen. Die andere Seite eignet sich zum Verblenden der Farben.

Apropos Verblenden: Das helle Weiß eignet sich sehr gut dazu, die starken Töne der Palette abzuschwächen und alltagstauglich zu machen.

Die Inhaltsstoffe wurden von Ecocert/Cosmebio zertifiziert und basieren auf Talkum und Weizenstärke:

Die Palette enthält 4x1gr und kostete in Frankreich 34,90 EUR. In Deutschland ist sie mit 49 EUR leider ein ganzes Stück teurer.

Ich bin anfällig für getönten Lippenbalsam – deswegen stand der rosige Baume à Lèvres direkt nach der Veröffentlichung der Preview der LE auf meiner Kaufliste.

Die Nuance Pink Sugar Plum (253) ist apricot-rosa gefärbt und hinterlässt auf den Lippen durchaus Farbe. Der Lippenbalsam Coral Touch aus der letztjährigen Winter-Kollektion Rétro Tout Chaud besaß dagegen nur eine leichte Tönung, Shell Shock von Ilia Beauty wirkt im Vergleich dazu auffälliger (Swatch siehe weiter unten).

Die Textur würde ich als die eines pflegenden Lippenstiftes beschreiben, der Lip Balm klebt nicht und hat ein gebändigt glänzendes Finish.

Die Inhaltsstoffe sind ebenfalls von Cosmebio/Ecocert zertifiziert, sie basieren auf Polyglyceriden, Bienenwachs und Sesamöl:

Der Lip Balm enthält 3,5 gr, ich habe dafür 15 EUR bezahlt. In Deutschland werden 19 EUR veranschlagt.

Der Lippenstift in 114 (Amaranth Red) gehörte nicht zu meinem Kauf in Südfrankreich, er wurde mir von Couleur Caramel zugeschickt.

Das dunkle, leicht blaustichige Rot hat ein mattes Finish, die Textur ist eher trocken und erfordert gepflegte Lippen. Obwohl ich den matten eleganten Look mag, trage ich gern noch ein Gloss oder etwas Lippenpflege über Amaranth Red auf. Die Haltbarkeit ist entsprechend der wenig geschmeidigen Textur gut.

Auf dem Foto habe ich den Lippenbalsam und den Lippenstift von Couleur Caramel mit anderen Stücken aus meiner Sammlung verglichen. Der Lippenstift Martinez (113) aus der LE Riviera Bar von Couleur Caramel ganz links hat ein transparentes Finish, Cherry von Alverde enthält höhere Anteile an Rosa und glänzt mehr. Der neue Lipstick Pencil Red von Alverde ist deutlich wärmer getönt.

Rechts daneben sind die weiter oben beschriebenen Vergleichs-Swatches für den Lippenbalsam 253 abgebildet.

Die Inhaltsstoffe basieren auf Squalanöl (einem Lipid), unverseifbaren Anteilen von Aprikosenkernöl und Candelilla Wachs. Amaranth Red ist neben den Nagellacken das einzige Produkt, das nicht zertifiziert ist.

Der Lippenstift enthält 3,5 gr und kostet 19 EUR.

An heißen Tagen im Sommer gehörte die Mineralfoundation von Couleur Caramel zu meinen Favoriten, die Textur ist leicht und mattiert mit einem natürlichen Finish. Schon aus diesem Grund wollte ich mir den Silk Powder aus der LE unbedingt ansehen.

Verpackt ist der Puder in einer Dose aus Pappkarton, was umweltfreundlich ist – allerdings sind die Dosen druckempfindlich und müssen vorsichtig behandelt werden. Über dem Siebeinsatz liegt eine Puderquaste, mit der man den Puder applizieren kann (Mara von Frag die Gurus macht in diesem aktuellen Video vor, wie man eine Quaste einsetzt).

Der Puder hat eine hellbeige Färbung. Die Nuance 10 nennt sich Rosy Beige, glücklicherweise ist sie nicht zu sehr rosa getönt:

Die Textur ist weich und geschmeidig, der Puder lässt sich gut verteilen und mattiert den Teint. Eine Färbung konnte ich trotz meiner zurzeit eher gebräunten Haut nicht feststellen, ich wirkte also auch nicht kalkig. Die Haut fühlt sich seidig an, obwohl keine Seide enthalten ist.

Der Silk Powder ist von Cosmebio/Ecocert zertifiziert und setzt sich aus Kieselsäure (also den Puder nicht einatmen), Mica, Reispuder und Eisenoxiden zusammen:

Eine Dose des Silk Powder enthält 8 gr und kostete in Frankreich 26,90 EUR (in Deutschland 38 EUR).

Erhältlich sind Produkte von Couleur Caramel in Deutschland bei diesen Kosmetikstudios und Spas. Die LE Tea Tac Time müsste dort mittlerweile angekommen sein.

Mein Fazit: Die Preise von Couleur Caramel in Deutschland bringen mich etwas zum Seufzen – insgesamt finde ich die Zusammenstellung der LE Tea Tac Time aber gelungen. Überrascht hat mich die flexible Einsatzbarkeit der Smoky Eye Palette, mit der nicht nur dramatische Looks möglich sind. Mit dem Lippenstift Amaranth Red kann ich leider weniger anfangen, dafür ist der rosa Lip Balm schon jetzt zu einem treuen Alltagsbegleiter geworden. Der talkumfreie Silk Powder gefällt mir ebenfalls, auch wenn ich lieber vorsichtig mit der Verpackung hantiere 😉 .

Habt ihr die neue LE von Couleur Caramel schon gesehen? Ist was für euch dabei? Besitzt ihr eigentlich Produkte von Couleur Caramel?

Auch interessant:

RMS Beauty: Lip2Cheek in Smile
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Bite Beauty: High Pigment Pencil in Chablis

33 thoughts on “Couleur Caramel: LE Tea Tac Time
  • DaniB001 sagt:

    Die Palette sieht wirklich toll aus, aber bei 49€ passe ich. Ich haben den roten Lack zum Testen bekomme und bin mal gespannt wie er mir gefällt 🙂

  • wasmachtheli sagt:

    Schade, dass die Sachen in Deutschland teurer sind.Bei UNE ist es andersrum, in Frankreich teurer als in anderen Ländern.

    Ich finde es schön, dass es bei Couleur Caramel ein paar wenige, aber gut durchdachte LEs gibt. Wenn ich häufiger Puder benutzen würde, wäre der Silk Puder auf alle Fälle eine Überlegung wert, der spricht mich schon an.

    • beautyjagd sagt:

      Die Preise von Une finde ich auch sehr erstaunlich, denn die Preise sind in Frankreich erheblich teurer im Gegensatz zu UK oder NL. Schon seltsam. Ich mag es auch, dass Couleur Caramel wenige, aber schöne LEs lanciert.

  • Magi sagt:

    Ich wollte schon sagen, das Puder brauche ich – so ähnlich hab ich mein eigenes auch gemischt, aber 38€ ??? Das finde ich hart. Zumal es auch noch lose ist (talcumfreie Puder zu pressen ist irgendwie ein Kunststück). Und 8g Inhalt ist doch etwas happig.

    Der französische Preis der Palette klingt hart an der Grenze, aber 49€… Oh man.

    Mir hat Andereeas Post zu CC und der letzten LE-Palette ein wenig vor Augen geführt, dass ich intuitiv NK nicht alles verzeihen sollte. Es ist nicht so, als sei CC die Creme de la Creme der NK-Dekorativen.

    • beautyjagd sagt:

      Ja, die Preise *seufz*. Couleur Caramel positioniert sich zunehmend im High End, was NK ja auch darf (im Ausland wird NK sowieso meist als hochwertiger als in Deutschland angesehen)- und keiner muss es schließlich kaufen, ist wie bei anderen Marken auch. Die einzelnen Lidschatten von CC wären zusammengerechnet übrigens nicht billiger, deswegen ist die Palette in dieser Hinsicht letztlich nicht mal irrsinnig bepreist. Die Creme de la Creme ist Couleur Caramel vielleicht nicht, aber auf jeden Fall eine beachtenswerte Facette im Bereich NK, die eine große (evtl. die größte?) Auswahl an dekorativer Kosmetik bietet.

      • Angie sagt:

        Wer ist denn eigentlich die Creme de la Creme der dekorativen Naturkosmetik?

      • Birgit sagt:

        Ja, das würde mich auch interessieren.

        Was ist für Dich die Creme de la Creme der dekorativen Naturkosmetik?

      • beautyjagd sagt:

        Ha, gute Frage! Ich bin ja insgesamt der Meinung, dass NK noch jede Menge Luft nach oben hat, was den Anwendungskomfort angeht. Das finde ich sehr spannend, weil ich viel Potential sehe, wenn man sich mal rantrauen würde. Bei manchen Marken habe ich aber in letzter Zeit den Eindruck, dass sie verstanden haben, dass man an den Texturen was machen kann. Spontan fällt mir Ilia Beauty ein, deren Lippenstifte für mich ein großer Fortschritt sind. Auch der Living Luminzer und das Lip2Cheek Smile von RMS Beauty können sehr locker mit konventioneller Kosmetik mithalten. Und auch bei anderen Firmen gibt es ebenfalls immer wieder einzelne Stücke, die ich dazuzählen würde (marie w., Hauschka, Vapour, Couleur Caramel, Lakshmi, Zuii, Living Nature, manchmal sogar Alverde). Viel Arbeit gibt es in meinen Augen noch bei den Foundations, und einen richtig guten Primer für die Augen würde ich mir auch wünschen. Aber ich bin hoffnungsvoll (bin prinzipiell eine Optimistin 😉 ).

      • Birgit sagt:

        Oh, noch zur Aufklärung.
        Ich bin eine andere Birgit als die mit dem roten Avatar.
        Ich sollte mir einen anderen Namen zulegen.

      • beautyjagd sagt:

        Schön, dass hier gleich mehrere Birgits vertreten sind. Lustigerweise bin ich auch in meinem Privatleben schon immer von Birgits begleitet worden 🙂 .

      • Birgit sagt:

        Das ist doch schön.
        (auch wenn ich früher gerne einen anderen Namen gehabt hätte)

        Oh ja, das Dilemma mit dem Primer für die Lider.
        Da gab es ja schon mal die Unterhaltung auf Janas Blog.
        Ich kaufe immer noch NK-Lidschatten, um dann die UDPP drunter aufzutragen. „mit den Augen roll“

  • Birgit sagt:

    Die Palette könnte mir auch gefallen, aber beim Preis geht es mir wie Dani. Von CC habe ich nur einen grünen Kajal. Den graubraunen würde ich mir vielleicht mal irgendwo mitbestellen. Aber am Besten wäre, mal nach Frankreich zum Einkaufen zu fahren.

    • beautyjagd sagt:

      Ja, genau, Sachen von Couleur Caramel sind wunderbare Mitbringsel aus Frankreich 🙂 . Der Kajal ist schön, vielleicht kaufe ich mir auch noch…

  • Julia sagt:

    Ich habe das Translucent Puder von Dr. Hauschka, in dem auch Kieselsäure enthalten ist. Ist das dann irgendwie gesundheitsschädlich wenn ich aus Versehen beim Pudern dann ein bisschen davon „einatme“? Ich machs ja nicht extra…es ist aber unumgänglich für mich, beim Pudern zu atmen 😉

    • beautyjagd sagt:

      Hihi, ich atme auch beim Pudern 😉 In einigen Quellen wird nur eben darauf hingewiesen, dass Kieselerde bei Einatmen Lungenkrebs verursachen kann – aber ich gehe auch davon aus, dass es sich um größere Mengen handeln muss.

  • Liv sagt:

    Die Swatches sehen toll aus! Und dank der Swatches bin ich immer noch hin und weg vom Lip Balm und Puder 🙂 Die Lidschatten Quattro sieht auch gut aus aber ich stehe im Moment auf etwas mehr Glanz. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass es dir bei CC geht wie mir bei Dr.Hauschka wir sind einfach Fans… schauen uns zwar kritisch die Produkte an, aber als Fan wird man bei Preisen etwas immun 😉 Das ist völlig oke und auch wenn ich für CC keine 50 E für ein Quattro ausgeben würde tun andere das bei Chanel, Dior und CO ja auch.

    Ist eben Luxus.
    LG liv

    • beautyjagd sagt:

      Also 50 EUR finde ich schon auch heftig für das Quattro, ob es den Preis wert ist, muss jeder für sich entscheiden. Deswegen versuche ich ja auch immer, die Sachen so ausführlich wie möglich zu beschreiben. In meinen Augen fördert Vielfalt grundsätzlich die Entwicklung von NK 🙂 , es muss ja nicht immer die Günstigversion von Alverde sein. Und klar bin ich Fan, sowohl von CC als auch von Dr. Hauschka und noch ein paar anderen Firmen 😉 .
      Dir hat der Lip Balm aus einer der letzten Kollektionen doch auch schon so gut gefallen, dann dürfte der hier auch was für dich sein (gefällt mir dank der stärkeren Farbe sogar noch besser).
      Liebe Grüße 🙂

  • Sun sagt:

    Hey Julie,

    der getönte Lippenbalsam gefällt mir auch sehr gut 🙂
    In der kommenden Woche werde ich mir auch mal die ganze LE ansehen. Mit dem Kajal liebäugle ich noch, auch deshalb, weil ich bei den Kajals der Hauschka-LE noch nicht zugeschlagen habe. Kannst du dich noch an die Farbabgabe des CC-Kajal erinnern und es mit den Hauchka-LE-Kajals vergleichen?

    Liebe Grüße
    °Sun

    • beautyjagd sagt:

      Oh, ganz sicher bin ich mir nicht mehr – aber ich glaube, mein Mellow Sienna Kajal von Hauschka ist weicher und gibt weniger Farbe als der Kajal von CC ab (was natürlich auch an der dunkleren Farbe liegt). Viel Spaß beim Testen, ich bin schon sehr auf deine Eindrücke gespannt!
      Liebe Grüße

  • Angie sagt:

    Danke für diesen spannenden Bericht, Deine Einkäufe sehen sehr hübsch aus. Ich habe die LE leider immer noch nicht live gesehen.

    Liebe Grüsse,
    Angie

  • Schneizel sagt:

    Hm. Hm. Hm. Ich habe ein grundsätzliches Problem mit teuerer Naturkosmetik-Deko: Kommt sie über den Sommer, oder reicht eine Hitzewelle, und der Lippenstift wird stinkelig? (Puder und so weiter ist natürlich was anderes… ) Ich brauche den Platz im Kühlschrank für andere Sachen… Eine andere Politik wäre es, nur zwei bis drei Farben zu besitzen und die dann innerhalb eines mittleren Zeitraums aufzubrauchen. Haha, sehr lustig. Ich höre schon das schallende Gelächter. Wobei ich ja auch das Sich-Beschränken erst mal gut finde. —(OT:Allerdings hat das Hauschka-Pink z.B. sich tapfer gehalten, und eine Freundin, ehemals Kosmetikerin auf der Südhalbkugel, lobt auch das Durchhaltevermögen der Hauschka-Lippenstifte im australischen Sommer.) Die Aufmachung der Couleur-Caramel-Produkte ist sehr hübsch, aber doch mit wirklichen High-End-Sachen nicht vergleichbar. Sind sie teuerer als MAC in Deutschland? Hm. Dann sollten die Leute mal vorsichtig über ihre Preispolitik nachdenken.

    • beautyjagd sagt:

      Die Sachen von Couleur Caramel liegen preislich in Frankreich etwas unter MAC, in Deutschland etwas darüber. MAC würde ich ja übrigens nicht mal mehr als Highend bezeichnen, sie fallen eher in eine mittlere Kategorie – wenn man sie zB mit den Preisen von Guerlain vergleicht (das hat man schön an dem Preisvergleich von Temptalia gesehen, den sie kürzlich veröffentlicht hat). Für mich stellt sich die Frage, weshalb NK nicht auch Highend-Preispositionierung darf – natürlich muss dafür auch was geboten werden, das fängt bei der Produktqualität an und hört beim Markenwert auf.

      Bei Lippenstiften oder pudrigen Produkten habe ich bei NK weniger Sorge, dass etwas schlecht wird (habe ich bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht). Bei Produkten mit höherem Wasseranteil wie Foundation bin ich vorsichtiger. Allerdings wünsche ich mir ja gerade, dass NK nicht zu heftige Konservierer einsetzt, denn das findet meine Haut auf Dauer nicht toll. (In südlichen Gefilden hat NK meiner Meinung nach noch viel größere Herausforderungen als hier zu bestehen.)

      Meiner Meinung nach sollten Hersteller von NK nochmals grundsätzlich nachdenken, ob sie nicht ganz andere Wege gehen könnten, als nur die konventionelle Industrie nachzuahmen. Das ist mir beim Branchenkongress sehr aufgefallen, dass als Maßstab immer die KK genannt wird. Ich bin die letzte, die nicht empfiehlt, bei der KK genau hinzugucken – aber gemixt mit etwas Querdenken kann man vielleicht noch auf ganz andere Ansätze kommen. Auch was das Thema Konservierung und Texturen angeht. Ha, ich sehe schon, diese Gedanken müssen in einen Artikel einfließen, der Kommentar würde zum Roman werden 🙂 .

      Danke, dass hier so eine tolle Diskussion entstanden ist! Was wäre der Blog ohne den Austausch mit euch 🙂 – ich habe nun schon wieder ganz viele Gedanken für Artikel im Kopf.

      • Schneizel sagt:

        Logo darf NK auch luxuriös sein, sollte dann aber auch entsprechend gut anzuwenden sein. Ich meine ja auch nicht, dass MAC High End ist, aber da mal einfach so preislich drüber zu liegen, ist meines Erachtens schon recht kühn für CC. Und genau immer der laute oder auch unterschwellige Vergleich mit KK, die Orientierung dran sowie andererseits die Verteufelungstendenzen, finde ich langsam auch überflüssig. Sollte man als Verkäufer und Produzent von guten Produkten nicht nötig haben. Richtig innovative Produkte macht ja W3ll people, habe ich noch nicht probiert, auch die Preise sind ja nicht ohne, aber wäre ich bereit zu bezahlen, wenn die Qualität stimmt und wenn das was für jeden Tag wäre

      • beautyjagd sagt:

        Oh ja, ich habe W3ll People vergessen zu erwähnen! Und wie wahr, indem man KK verteufelt, orientiert man sich letztlich auch schon wieder daran, anstatt eigene, neue und innovative Wege zu gehen.

  • Habe länger nicht mehr vorbeigeschaut…jetzt weiß ich auch wieder warum…die ganzen schönen Sachen, die du vorstellst gibt es in Dubai nicht…seufz….

    • beautyjagd sagt:

      Du könntest ja einen Import-Export eröffnen 😉 – da gäbe es bestimmt auch jede Menge interessante Erlebnisse für deinen Blog 🙂 🙂 .

  • Jana sagt:

    Gegen High-End in NK-Qualität habe ich überhaupt nichts anzuwenden – schließlich habe ich früher für Chanel auch mehr springen lassen als für essence. Aber dann erwarte ich auch eine entsprechende Gegenleistung. Das meiste, was ich bisher von CC getestet habe, war inhaltlich und qualitativ in Ordnung. Allerdings machen die Papier-Verpackungen das Luxusgefühl wieder kaputt und das ist schade. Aus genau diesem Grund habe ich ja in dieses schweineteure Cremerouge von KW regelrecht investiert. Die Verpackung ist einfach ge-ni-al und darüber hinaus nachfüllbar. Gut, Papier ist öko, ein Nachfüllsystem aber auch. Und weil ich auch haptisch und optisch gerne meine Freude habe, würde ich im Zweifel eher eine Marke wie KW kaufen als CC.

    Wenn einem das Äußere pupsegal ist, dann stellt sich die Frage natürlich gar nicht erst 😉

    • beautyjagd sagt:

      Wenn die Pappverpackungen wie hier bei den LEs hübsch und solide gestaltet sind, empfinde ich sie nicht gar nicht als minderwertig. Aber gut, mit Kjaer Weiss kann das natürlich nicht mithalten – das sind ja schon fast Schmuckstücke für sich 🙂 🙂 .

      • Jana sagt:

        Du hast Recht, diese Verpackungen im Speziellen sind wirklich schön gestaltet. Aber es bleibt halt Papier… und ich schleppe mein Zeug durch ständiges Pendeln immer von A nach B und da machten sich beispielsweise an meiner CC Mascara aus der letzten Weihnachtskollektion schon schnell unschöne Gebrauchsspuren bemerkbar 🙁 Die ILIA Hülsen z.B. mag ich auch, weil sie einen unzerstörbaren Eindruck machen.
        Ich bin die Kundin für explosionsresistente Verpackungen 😀 😀

      • beautyjagd sagt:

        Ja, klar, widerstandsfähiger sind andere Materialien natürlich. Aber umweltfreundlicher als Plastik ist Pappe wahrscheinlich schon (hoffe ich zumindest, kommt ja teilweise auch wieder auf die verwendeten Druckfarben an – es ist echt kompliziert!). Ich muss immer an diese Bilder denken, in denen die Plastikabfälle im Ozean schwimmen, und die Fläche ist so groß wie Europa.

  • Jammin sagt:

    Schade, dass es dies hier bei mir nicht gibt … der 253 Lippenstift würde mir sehr gut gefallen, wobei ich 19 € für eine für mich unbekannte Marke dann doch sehr teuer finde …

  • Andreea sagt:

    Luxus und NK gehen Hand in Hand – wobei das sogar als vernünftiger Luxus betitelt werden kann, man zahlt für eine gewisse Qualität IM Produkt und nicht im Marketing und Verpackung.
    Aber: Does ist deliver?
    Und die lackierte Pappverpackung lässt sich ebensowenig recyceln wie die Plase, denn dafür müssetn beide vorab gereinit werden (und das gescieht noch nicht, noch haben wir „genug“ Ressourcen) – ich meine aber dass bei der Entsorgung CC deutlich im Vorteil ist.

    Trotzdem – ich glaube ich bin noch nciht mal egen das Produkt per se – aber 35 Teuronen in Frankreich und 50 Teuronen in DE – ich weiss, die Deustchen haben es… das regt mich auf. Und this product does not deliver for 50€.

    Für mich gehört zur High-End NK Hauschka, weil die Sachen sehr gut sind, noch bezhalbar, und relativ häufig erhältlich (eine künstliche Verknappung finde ich ziemlich doof). So richtig schlechte Sachen gab es bei denen noch nie und wenn ich MU für Anfänger empfehle immer Hauschka – schöne Farben, schöne Qualität und im Verhältnis zu etablierten KK Marken bezahlbar.

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