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Kodera Herb Garden aus Japan

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Eine meiner liebsten und überraschendsten Entdeckungen der Vivaness habe ich im japanischen Pavillon gemacht. Die Länderpavillons befinden sich zwar im Bereich der Ausstellungsfläche der Biofach, zeigen aber trotzdem in einigen Fällen kosmetische Produkte.

Den Tipp, den Stand von Kodera Herb Garden im Japan-Pavillon aufzusuchen, habe ich von einer befreundeten Beautyjournalistin bekommen, die viel in Asien unterwegs ist. Geradezu elektrisiert hat mich ihr Hinweis, dass es dort auch eine Tuchmaske in Bio-Qualität geben soll. So etwas suche ich schon länger, denn ich mag das Prinzip dieser Sheet Masks sehr – in Asien sind sie weit verbreitet und höchst beliebt.

An meinem letzten Tag auf der Vivaness hatte ich endlich Zeit, Kodera Herb Garden zu erkunden. Am Stand bekam ich von einer sehr freundlichen und Deutsch sprechenden Mitarbeiterin einen Einblick in das Sortiment.

Die Firmengeschichte begann 1985, als der Gründer Joichi Fukuoka einen Kräuter- und Heilpflanzengarten in Koderacho (ein Stadtteil von Himeiji, einem Ort in der Nähe von Kobe) angelegt hat. Pestizide oder Dünger kommen dort nicht zum Einsatz, es wird größten Wert auf einen natürlichen Anbau der Pflanzen gelegt. Vor Ort gibt es auch einen Shop, in dem man nicht nur Kräuter und Tees, sondern auch Gemüse und eine Auswahl an handgemachten Kosmetikprodukten erwerben kann.

kodera-herb-garden

Und für diese habe ich mich natürlich besonders interessiert. Netterweise bekam ich nicht nur eine der Tuchmasken geschenkt, sondern auch eine kleine Flasche des Shampoos, eine Seife und eine Probe des ätherischen Öls.

Dieses ätherische Öl (auf dem Foto in dem braunen Fläschchen) stammt von der in Japan wachsenden Yuzu-Frucht und riecht umwerfend gut: Ich würde den Duft als eine Mischung von Orange, Mandarine und Zitrone beschreiben und empfinde ihn als gleichzeitig erfrischend und elegant. Großartig!

Die transparente Plastikflasche auf dem Foto oben enthält ein Radish Shampoo, das sehr dünnflüssig ist – fast wie Wasser. Es basiert neben Wasser auf einer Seifenbasis und enthält noch ein wenig Glycerin, Zitronensäure, Radieschen-Extrakt und Kräuteressenzen. Beim Haarewaschen schäumt das Shampoo für etwa ein bis zwei Minuten sehr gut, dann zerfällt der Schaum. Das Haar fühlt sich nach der Wäsche sauber an, meine Kopfhaut mochte das dezent zitronig duftende Shampoo auch.

Außerdem habe ich ein kleines Stück der festen Radish Soap bekommen, sie enthält neben der traditionellen Seifenbasis noch Radieschen, Zitronenmyrte (eine sehr interessante Pflanze) und weitere Kräuter. Die Seife duftet frisch, zitronig und etwas nach Eisenkraut.

Auf die Herbal Sheet Mask war ich besonders neugierig. Sie besteht aus einem runden Stück dünner Bio-Baumwolle, in das Löcher für die Augen und den Mund geschnitten sind. Das Tuch ist mit Rosenwasser, Zitronenmyrte- und Radieschen-Extrakt getränkt und duftet herrlich nach Rose und Eisenkraut (für diese Duftnote dürfte die Zitronenmyrte verantwortlich sein). Die Haut fühlte sich nach der Anwendung erfrischt und prall an, ich habe direkt im Anschluss eine Ölmaske aufgetragen, die wunderbar einzog.

Ganz zu Beginn meines Blogs habe ich mal die Tuchmasken von Muji ausprobiert, die man selbst mit Gesichtswasser tränken muss. Da ich nur ein Exemplar der Sheet Mask von Kodera Herb Garden hatte, werde ich mir zukünftig mit den Masken von Muji und dem Rosenwasser von Apeiron behelfen. Übrigens wurde ich ganz nostalgisch, als ich den alten Blogpost gelesen habe – und ich möchte gar nicht wissen, was für ein Gesichtswasser ich da verwendet habe 😉 .

Auch wenn die Produkte von Kodera Herb Garden sehr einfach verpackt sind und lediglich mit einem selbst ausgedruckten Etikett beklebt sind, haben sie mich beeindruckt. Meine persönlichen Highlights von Kodera Herb Garden sind das Yuzu-Öl und die Tuchmaske.

Leider habe ich nicht die geringste Ahnung, wie teuer die Sachen sind, oder woher man sie außerhalb Japans beziehen kann. Ich wünsche mir, dass man von Kodera Herb Garden zukünftig noch mehr in Europa hört und sich hoffentlich ein Handelsweg auftut. Auf jeden Fall bin ich nun sehr neugierig auf die Naturkosmetik-Szene in Japan geworden.

PS: Ich war noch nie in Japan, möchte dort aber unbedingt einmal hin. Während meines Studiums habe ich drei Semester Japanisch gelernt, weil japanische Farbholzschnitte und auch Mangas eine große Faszination auf mich ausüben. Peinlicherweise konnte ich die Managerin des Standes von Kodera Herb Garden noch nicht mal mehr ordentlich auf Japanisch begrüßen oder mich für die Tester bedanken, denn leider habe ich so gut wie alles vergessen.

Spricht euch Kodera Herb Garden an? Gibt es unter euch auch Tuchmasken-Fans? Und interessiert ihr euch für Japan oder wart schon mal dort?

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39 thoughts on “Kodera Herb Garden aus Japan
  • Jana sagt:

    Ich habe noch nie eine Tuchmaske verwendet, weil ich noch keine in NK-Qualität gefunden habe. Zudem habe ich bislang immer eher reinigende Masken mit Heil- oder Tonerde aufgelegt, weil ich alles Schlechte aus meiner Haut rausholen wollte, das ging ja nur mit Abwaschen. Mittlerweile möchte ich aber auch mehr Pflege für meine Haut, dazu nehme ich z.Z. die Revitalmaske.
    Wäre die Hauschka Hautkur nicht eine Art Tuchmaske ohne Tuch? 😉

    • beautyjagd sagt:

      Ich habe auch darüber nachgedacht, was den Unterschied zwischen den einfachen Aufsprühen eines Hydrolats/Hautkur und dem Tuch macht. Durch das nasse Tuch kommt die Haut länger mit dem Hydrolat in Kontakt, nicht nur für etwa eine Minute. Gerade in sehr heißen Ländern kann ich mir vorstellen, dass die kühlende Wirkung dann sehr angenehm ist 🙂 .

      • Jana sagt:

        Ah ja klar, als Kühlung, warum nicht. Daran habe ich gar nicht gedacht. Bislang nehme ich im Hochsommer dafür ein kleines Themalspray oder Hydrolat aus dem Kühlschrank. Aber bis es soweit ist… Hier rieselt ja gerade mal wieder der Schnee 😀

  • Ranunkel sagt:

    Sehr interessanter Bericht! Meine Schwägerin ist Halbjapanerin und hat noch 2 Schwestern, die allesamt sehr hübsch sind. Die Haut der Asiatinnen ist selbst bei den Halbblüterinnen allerdings wirklich total verschieden von unserer europäischen Haut. Alle 3 Frauen und auch der 70 jährige Vater haben keine Falte im Gesicht dafür aber eine recht dicke und fettreiche Haut. Ich glaube, Japanerinnen stehen nicht so auf Naturkosmetik und haben auch weniger Probleme mit gereizter allergischer Haut. Sie kaufen eher hochpreisige Normalkosmetik wie Shiseido und gerne auch mal Bleichcremes. Die Asiatische Haut verträgt das vermutlich auch ganz gut.
    Die Tuchmasken finde ich interessant. Ich hatte sowas mal von La Roche Posay, die wurde mit Thermalwasser getränkt. War aber aus Papier. Das Duftöl klingt sehr gut, ich liebe Zitrusdüfte. Da es hier schneit und der dickste Winter ist ( Wiesbaden) würde das Erinnerungen an den mediterranen Sommer wecken. Habe mir das Limonenduftöl von Maienfelser bestellt , vielleicht bringt das den Frühling in die Bude!!

    • beautyjagd sagt:

      Ich habe hier gerade auch schon die ersten Eiskristalle gesichtet… der Winter kehrt hier also auch nochmal ein *seufz*
      Auch wenn ich noch nie in Japan war, habe ich schon den Eindruck, dass Naturkosmetik zB zur Zenphilosophie passen würde. Es gibt dort ja auch sehr hochwertige Biolebensmittel… Auf der anderen Seite sehe ich natürlich auch, dass konventionelle Kosmetik von Shiseido mit allen möglichen Hightech-Stoffen oder verspielte Gadgets hoch im Kurs liegen. Scheint mir ein Land voller Widersprüche zu sein, vielleicht passt aber auch alles besser zusammen als ich denke?

  • Bei den japanischen Ständen war ich auch. Allerdings habe ich nur das Experiment mit „Sencha-Espresso“ bei Shimodozono ausprobiert. Eine durchaus interessante Geschmackserfahrung. Und selbst für erfahrene Teetrinker eine Überraschung.

    Yuzu gehört zu meinen Lieblingsdüften seit ich es bei Florascent Apothecary entdeckt habe (und davor schon als Bestandteil von Umami gerochen habe). Das musste ich natürlich sofort einlisten. 😀

    Was mich daran begeistert ist, dass es für einen Zitrusduft sehr lange hält. Es bringt auch diese undefinierbare Note mit, die man so nicht bei Zitrusdüften erwartet.

    Deine Faszination für Japan kann ich gut nachvollziehen. Obwohl ich auch noch nie dort war, interessiere ich mich sehr für die Kultur und auch die Produkte. Deshalb bin ich auch so froh, dass es von Florascent noch eine weitere japanische Kollektion geben wird. 🙂

    Bis dahin schlürfe ich meinen Halbschatten-Sencha und träume ein wenig von Japan.

    Liebe Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

    • beautyjagd sagt:

      Den Sencha-Espresso wollte ich auch testen, aber das habe ich leider nicht mehr geschafft.
      Ja, genau, Yuzu duftet nicht eindimensional nach Zitrusfrucht, das ist wirklich faszinierend. Wenn Yuzu von Florascent Apothecary auch so gut duftet, hätte ich ja eine Möglichkeit für einen Ersatz 🙂 . Und ich freue mich schon sehr auf die Kyoto-Düfte von Florascent, kann es kaum mehr erwarten!

  • Ursula sagt:

    Ja, ich war schon einmal in Japan, aber das ist mittlerweile 20 Jahre her.
    Damals haben mein damaliger Freund und ich einen Bekannten besucht, der in Tokyo studierte, und dieses Basislager genutzt, um das Land auf eigene Faust zu erkunden.
    Ich habe Japan als sehr angenehmes und preisgünstiges Reiseland kennengelernt – wir haben uns in verschiedenen ryokans einquartiert, die wir direkt vor Ort aufgesucht haben, und keine Hotels von Deutschland aus gebucht, sonst wäre der Trip viel kostspieliger geworden.
    Allerdings bin ich keine Beautyjägerin, sondern interessiere mich neben der Geschichte und Sprache vornehmlich für die Eßgewohnheiten des Landes, das ich besuche – ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Erlebnisses bei einer Reise ins Ausland – und passe mich gerne den dortigen Gepflogenheiten an. Sprich: ich beharre nicht auf mein Schweinekotelett, wenn ich nach Ägypten fliege, und auf mein Marmeladenbrötchen zum Frühstück habe ich in Japan auch verzichtet. Stattdessen gab es Misosuppe und Reis.
    Und anstelle von Kosmetika bringe ich Lebensmittel als Souvenirs mit. 😉

    Ach, ich würde gerne noch einmal nach Japan fliegen – nicht nur, weil es wirklich ein wunderschönes und interessantes Land ist, sondern weil es dort auch so viele leckere Dinge zu essen und zu trinken gibt. Was gäbe ich für ein schönes, kühles Calpis!
    Nur auf die lila Fanta mit Traubengeschmack hätte ich verzichten können, aber die musste ich auch unbedingt probieren…*örgs*

    • Fayet sagt:

      Dem preisgünstig würde ich für die Gegewart sehr widersprechen.. Momentan ist Japan kaum bezahlbar, der Yen ist sehr stark. Wir haben ein kleines Vermögen für drei Wochen bezahlt, und sind genauso wie ihr damals auf eigene Faust von Ryokan zu Ryokan gezogen. Ich habe sogar massiv an Gewicht verloren, weil wir uns Essen ODER Tempeleintritte leisten konnte – aber nicht beides. Und der Tempel hat eindeutig gewonnen.. 😀 Calpis liebe ich aber bis heute!

    • beautyjagd sagt:

      Es ist ja nicht so, dass ich mich nicht für Essen interessieren würde 🙂 Mich interessiert eigentlich alles, was zur Alltagskultur gehört. Natürlich liegt mein Schwerpunkt auf Beauty, aber ich liebe es auch sehr, unbekannte Speisen zu entdecken (und bin da auch höchst experimentierfreudig).
      Mich schrecken vor einer Japan-Reise eigentlich nur die Preise ab, ich habe von anderen Reisenden mitbekommen, dass es leider sehr teuer sein soll. Sonst wäre ich bestimmt schon unterwegs 🙂

      • Ursula sagt:

        Wir haben damals aber auch Glück gehabt, daß wir in Tokyo kostenlos bei dem Freund meines Ex unterkommen und in Nikko wiederum bei einer japanischen Gastfamilie (Bekannten von besagtem Freund) übernachten konnten. Trotzdem haben damals zwei Übernachtungen in einem Ryokan für zwei Personen nur etwa 20 Euro (zusammen, nicht pro Person!) gekostet. Dann besaßen wir noch dieses Touri-JR-Ticket, das wir in Deutschland gebucht hatten und mit dem man mit dem Shinkansen im Land umherfahren konnte. Teilweise waren sogar Fähren – sofern sie zu JR gehörten – nutzbar. Das hat uns noch einmal eine große Ersparnis eingebracht. Ich weiß allerdings nicht, ob es das noch gibt. Wie gesagt, das ist 20 Jahre her!

        Das teuerste an dem ganzen Japantrip waren tatsächlich die Eintrittspreise für die Tempel, der Kaufrausch – ich habe ebenfalls Unmengen an Geschirr und Lackgegenständen nach Hause geschleppt, Tee, Calpis und Sake natürlich – und hinterher die Entwicklung der ganzen Fotos, die ich geschossen habe. Das tat richtig weh, denn damals gab’s noch keine Digitalkameras… 😉

  • Fayet sagt:

    Yuzu! Ich habe mich auf meiner Japanreise letztes Jahr ganz fürchterlich in Yuzu verliebt. Eine herrliche Frucht, und der Duft! Ich bekomme richtig Lust darauf, etwas mit Yuzu zu kaufen (was hier in Europa unmöglich sein dürfte, jedenfalls nach meinem aktuellen Stand der Dinge). Japan ist ein beeindruckendes Land, das so völlig jenseits sämtlicher europäischer Standarts funktioniert, wie ich es mir niemals erträumt hatte. Die Gesellschaft „tickt“ einfach anders, man kann es nicht übersehen. Die japanische Ästhetik und die traditionelle Architektur haben mich aber völlig in den Bann gezogen. Keramik und Kunst sind herrlich. Ich versuche beständig, japanische Einflüsse in meinen Alltag zu integrieren und ein paar Prinzipien umzusetzen. Vor allem mag ich „Wabi Sabi“, was ich – natürlich nur einen Bruchteil der Thematik umfassend! – als „Dinge dürfen ein Leben haben, altern, unperfekt sein – Schönheit liegt im Unperfekten“ auffasse. Ich habe übrigens tonnenweise Schalen, Becher, Schüsseln, Gläser, Stoffe, Papier und BentoBoxen mit nach Hause geschleppt. Und Freunde in Tokio haben uns ein Teeservice geschenkt, dass sie uns per Post zuschicken wollten – es hat aber das Erdbeben leider nicht überstanden. Auch das gehört zum Leben dazu. Oh je, ich schreibe einen Roman.. lieber nicht!

    Eigentlich wollte ich nur sagen, dass die Verpackungen sehr gut in die klassische japanische Ästhetik passen. (Gegenpole: Einfachste, minimalistische Ästhetik und dann Hello-Kitty-Überfluss daneben.. irre.) 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Dein Kommentar macht mir gelich noch mehr Lust nach Japan zu fahren! Gerade die Widersprüche interessieren mich sehr.
      Schönheit im Unperfekten spricht mich übrigens auch sehr an, ich muss mich mal deatillierter über Wabi sabi informieren.
      Und ich „befürchte“ ja, dass ich in Japan auch einem Kaufrausch verfallen könnte, was die ganze Reise dann nicht billiger machen würde…

    • Ursula sagt:

      „Gegenpole: Einfachste, minimalistische Ästhetik und dann Hello-Kitty-Überfluss daneben.. irre“
      Genau so habe ich Japan auch erlebt: krasse Gegensätze insbesondere bei der Konfrontation von Tradition und Moderne: eine Geisha in Kyoto, die in einen Ferrari einstieg, die meterhohen Plastikgodzillas, die vor dem Eingang zum Asakusaschrein in Tokyo verkauft wurden oder die stillen, besinnlichen Gartenanlagen der Tempel (herrlich!!!), die sich mitten im modernen Großstadtdschungel mit hektischem Straßenverkehr befinden oder mitten in einem tiefen Wald an einem rauschenden Bach liegen…die Liste ist endlos!
      Wir sind damals auf den Spuren von Tokugawa Ieyasu gewandelt (für die Epoche der jap. Geschichte interessiere ich mich besonders) und haben uns daher insbesondere die Orte angesehen, die mit ihm in Verbindung standen.
      Japan ist ein gefährliches Thema, da komme ich ins Schwafeln, weil mich dieses Land immer schon fasziniert und seit meinem Besuch erst recht begeistert hat. Daher halte ich jetzt besser die Finger still, sonst spamme ich hier alles voll 😀

      Ach ja, mir fällt ein, wir haben doch etwas angestellt, was mit dem Thema dieses Blogs zu tun hat: wir haben ein Onsen besucht, in den uns unsere japan. Gastgeber eingeladen haben. Der Schwefelgeruch des heißen Wassers war zwar recht gewöhnungsbedürftig, aber tat meiner neurodermitischen Haut sehr gut und linderte Juckreiz und Entzündungen.
      Bei der hiesigen Wetterlage könnte ich jetzt auch gut einen Besuch im Onsen vertragen!

      • beautyjagd sagt:

        Jaaa, ein Onsen würde ich auch unbedingt besuchen wollen 🙂 Ich finde es ja toll, dass du geschichtlich so interesssiert bist – ich hatte dich bisher als Ägypten-Fan im Kopf!

      • Ursula sagt:

        Ja, stimmt! 😀
        Mein Hauptinteresse gilt den alten Ägyptern (hab’s auch zu meinem Beruf gemacht), aber ich gucke gerne über den Rand des Niltals hinweg, besonders Richtung Osten. Die ganzen Zusammenhänge und Berührungspunkte zwischen den verschiedenen Kulturen – auch zu unterschiedlichen Zeiten – sind äußerst spannend.
        Aber gerade für Japan habe ich einen besonderen Faible, auch wenn es auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten mit dem alten Ägypten zu geben scheint…

      • beautyjagd sagt:

        Der Blick über den Tellerrand tut einfach immer gut, kann dich bestens verstehen 🙂

  • Noemi B. sagt:

    Japan ist mir eindeutig sympathischer als das für mich etwas widersprüchliche und molochartige China, bei dem man nicht weiss, ob man es mögen oder fürchten soll.
    Japan strahlt für mich eine gewisse Reinheit, Harmonie und Aesthetik aus, ist spartanisch und traditionell. Das ist nur mein subjektiver Eindruck, aber der spiegelt sich offenbar doch etwas wieder, in der Kosmetik. Spannend 🙂

    Yuzu würde mir sicher auch gefallen, im Sommer mag ich gern Zitrusdüfte. Die Tuchmaske ist mir noch etwas suspekt, aber wieso nicht?
    Schade, dass man offenbar nicht viele Bezugsquellen hat.

    Auf jeden Fall möchte ich da auch mal hin, aber vorerst finden erst mal ein paar japanische Kirschblüten als neues Tattoo ihren Weg auf meinen Rücken, der Entwurf steht 😉

    • beautyjagd sagt:

      Kirschblüten, die finde ich einfach wunderbar! Deswegen bin ich auch höchst anfällig für Parfüms, die so heißen oder aber den Duft thematisch aufgreifen.
      Festlands-China würde mich auch interessieren, auch da war ich noch nicht – es wird höchste Zeit, dass ich wieder auf Reisen gehe 😉

  • Waldfee sagt:

    Die asiatische Ecke ist so gar nicht mein Ding. Mich reizt eher die orientalische Variante, vor allem die Musik. Ich mache 1x die Woche Bauchtanz.
    Tuchmasken habe ich noch nie probiert, ich mag auch gerne Citrusdüfte.

    • beautyjagd sagt:

      Mit orientalischer Musik und Tanz habe ich es ja auch sehr: Meine CD-Sammlung an arabischer, türkischer und maghrebinischer Musik nimmt ganz schön viel Platz bei mir ein – es gibt da so viele großartige KünstlerInnen 🙂 Ich finde es toll, dass es hier noch mehr Fans davon gibt 🙂 🙂

      • Waldfee sagt:

        Oh, noch ein Fan der orientalischen Musik. Bauchtanz kann sehr anstrengend sein, seit 10 Jahren bin ich dabei. Ich liebe es einfach.

      • beautyjagd sagt:

        Oh ja, ich weiß das nur zu gut! Zurzeit nehme ich zwar keinen Unterricht, habe aber über sechs Jahre Unterricht gehabt – vielleicht sollte ich mal wieder 🙂

  • Birgit sagt:

    Von Tuchmasken habe ich ja noch nie gehört, klingt aber spannend. Mit wieviel Hydrolat tränkt man denn so eine Maske?
    Yuzu liebe ich auch sehr, ich habe es von Maienfelser, wo es auch die Zitronenmyrte gibt. Ich schnüffele immer mal wieder gern an den beiden Fläschchen oder sie kommen in den Duft-USB. Beide riechen sehr viel intensiver und sind haltbarer als Zitrone.
    Oh, nach Japan möchte ich auch mal, allerdings ist dieser Wunsch seit Fukushima doch etwas zurückgegangen. Klar, ich weiß auch, dass nicht das ganze Land verstrahlt ist, aber es bleibt ein ungutes Gefühl. Ich habe mich eine Zeit lang makrobiotisch ernährt und da fand ich diese ganzen japanischen Lebenmittel sehr spannend und einiges esse ich immer noch. Leider fliege ich auch nicht so gern und über Land ist es doch schon sehr, sehr weit.

    • beautyjagd sagt:

      Oh ja, über Land nach Japan, das wäre natürlich ein Wahnsinnsprojekt!
      Und klar, Maienfelser hat Yuzu im Programm, dass hätte ich mir denken können. Zitronenmyrte habe ich nicht gefunden, aber vielleicht hab ich es übersehen?
      Für die Maske braucht man gar nicht so viel Hydrolat, ich werde es nach und nach zugeben, bis die Maske vollgesogen und sich geöffnet hat. Nass sollte sie schon sein, nicht nur feucht. Die von Kodera Herb Garden hat bei der Entnahme aus der Packung getrieft.

      • Fayet sagt:

        Man kann Eisenbahn fahren.. ich bin vor eingen Jahren einmal quer über den Kontinent gefahren, vom Anleger der Fähre nach Japan in Wladivostok bis nach Frankfurt/Main. Man braucht auch nur 2 Wochen! 😉

      • beautyjagd sagt:

        Wow!! Das ist ja der Hammer, ich bin echt beeindruckt.

      • Birgit sagt:

        Fayet, du bist sicherlich mit der Transsibirischen gefahren. Ja, für diese Reise bräuchte man schon 2 Monate. Schade, dass ich als Studentin nicht das nötige Geld hatte, jetzt fehlt der Urlaub.

  • Sabu sagt:

    Also in letzter Zeit ist in Japan die Naturkosmetik schon sehr beliebt. Zwar gibt es in den Drogerien kaum günstige Eigenmarken (wie alverde etc), dafür findet man aber sehr viele Importe bekannte Marken. Besonders beliebt sind dabei deutsche Marken wie Weleda, Dr. Hauschka oder auch lavera. Dafür geben Japanerinnen auch gerne viel Geld aus, denn in der Regel kosten die Importe 3mal mehr. Kodera Herb Garden kannte ich bisher nicht und freue mich umso mehr über den Beitrag. Yuzu ist mein absoluter Lieblingsduft. Im Winter werden die halbierten Früchte auch gerne direkt ins Badewasser gegeben. Duftet gut und saäubert die Haut. Kodera-cho ist übrigens keine Stadt, sondern ein Stadtteil in der Stadt Himeiji. Die Firma hat einen Online-Shop, 3ml von dem Yuzu-Essenz-Öl kosten circa 10 Euro. EIn Einsteiger-Set (mit Seife, Gesichtswasser, Honig-Maske ua) kostet 20 Euro. Der Shop ist zwar nur auf Japanisch, aber zumindest kann man hier die Preise einsehen 🙂 Bestellungen kann man bestimmt per Email über die englische Homepage aufgeben. http://koudera.rs.shopserve.jp/

    • beautyjagd sagt:

      Vielen lieben Dank für deine Ergänzungen! Ich habe im Text gleich mal verbessert, das Kodera-cho ein Stadtteil und kein Ort ist. Sehr interessant finde ich auch deine Einschätzungen zum Thema Naturkosmetik in Japan 🙂
      An den japanischen Shop habe ich mich nicht rangetraut, aber du hast recht, man kann einige Preise sehen. Und die Idee, via Email zu bestellen, ist auch super. Hast Du denn diese Tuchmasken entdeckt? Ich noch nicht, denn da würde mich der Preis auch sehr interessieren.

      • Sabu sagt:

        Also die Tuchmaske konnte ich leider auch nicht entdecken. Über die Suchfunktion bekommt man aber ein Gesichtswasser mit Rose angezeigt (15ml / 9€ oder 100ml / 20€ ). Vielleicht gab es die Tuchmaske nur auf der Messe? In Japan benutzt man als Feuchtigkeitsspender generell eher Gesichtswasser statt Cremes. Dabei wird das Wasser durch Handauflegen einmassiert oder man nimmt eine Baumwollmaske zum längeren einwirken. Auf der Shopseite wird empfohlen, nach dem Rosenwasser noch Jojobaöl aufzutragen. Vielleicht hast du ja mal Lust, diese Methode auszuprobieren 🙂 Meiner Einschätzung nach herrscht in Japan immer noch ein sehr starkes Markenbewusstsein, ganz nach dem Motto „Was teuer ist, muss auch gut sein“. Wenn man sich Produkute von Shiseido, Kanebo, Biore etc anschaut, stecken da schon sehr viele bedenkliche Stoffe drin. Das wird in Japan von den Konsumenten jedoch viel zu wenig hinterfragt. Ausserdem fehlen Verbraucherzentralen und Instanzen wie Öko-Test, Warentest oder Bio-Siegel, darum setzt sich der Naturkosmetik-Trend nicht so stark durch wie hier bei uns. Übrigens finde ich es toll, dass du solche Nieschenprodukte auf deinem Blog vorstellst ! 🙂

      • beautyjagd sagt:

        Nischenprodukte sind einfach mein Steckenpferd, meine Beauty-Neugier ist riesig 🙂 Ich freue mich immer, wenn auch solche Artikel über unbekanntere Marken gut ankommen.
        Danke, dass du auch nach den Masken geschaut hast, vielleicht sind sie ein ganz neues Produkt? Ich habe es dann ja schon intuitiv ganz richtig gemacht, dass ich nach der Tuchmaske ein Öl aufgetragen habe – das hat sich wirklich toll angefühlt 🙂 .

  • Bärbel sagt:

    Ich bin auch für alles Neue offen 😉 hab gerade kürzlich in einer NK Zeitschrift geesen,das Annemarie Börlind (zwar nicht 100% NK ) in Japan sehr auf dem Vormarsch ist.

    Worüber ich immer wieder stolpere im I-Net ,Zeitschriften sind Produkte von wwww.TammyFender.com .

    • beautyjagd sagt:

      Um die Sachen von Tammy Fender schleiche ich auch immer wieder herum, ich bin durch No More Dirty Looks auf die Marke aufmerksam geworden. In New York stand ich auch bei ABC vor den Sachen, aber die Preise waren mir letztlich leider zu hoch.

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