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Die Beauty-Zeitschrift „Allure“

Ich bin nicht nur ein Beauty-Junkie, sondern auch ein Zeitschriften-Junkie! Ich lese monatlich an die zehn Magazine zu allen möglichen Themen, Kultur, Mode, Politik, Internationales,  Satire oder Frauenzeitschriften.

Vielleicht ist es etwas altmodisch im Zeitalter des Internets, aber ich habe  länger nach einem gut gemachten Beauty-Magazin gesucht. Die Beauty-Seiten in der „Vogue“, „Elle“ oder „Maxi“ sind meistens sehr oberflächlich und wenig ergiebig für einen echten Beauty-Junkie. Um etwas über neue Produkte oder Schminktechniken zu erfahren, sind Blogs und Youtube als Informationsquellen mittlerweile viel geeigneter.

Im Forum der Beautyjunkies bin ich dann vor etwa zwei Jahren über den Hinweis auf die amerikanische Zeitschrift „Allure“ gestolpert. Eigentlich hätte ich es mir ja denken können, dass eine populäre Fachzeitschrift zum Thema Beauty natürlich im gelobten Land der Kosmetikprodukte herausgegeben wird. Es ist die Zeitschrift für Make-Up, Schönheit, Gesundheit und alles was damit zusammenhängt, also auch Haare und Fashion.

Die Zeitschrift wird im Condé-Nast-Verlag herausgegeben, der auch die Vogue publiziert. Dementsprechend stellt die „Allure“ inhaltlich eine Mischung aus dem Beautyteil von Frauenzeitschriften (80%) und Fachartikeln (20%) dar.

In jeder Ausgabe findet man Vorstellungen von Produktneuheiten, ein Fashion-Bulletin inkl. einer Modestrecke, einen Cover-Star mit Interview, den „Insiders‘ Guide“ mit Fragen an Experten (z.B. wie finde ich die richtige Mascara? oder: wie repariere ich angestoßenen Nagellack?), Body News und Psycho-Erkenntnisse.

Pro Ausgabe gibt es etwa vier längere Artikel, die sich mit Fachthemen wie den neuesten Beauty-Forschungsergebnissen (z.B. Hauterkrankungen) oder mit aktuellen Themen befassen. In den letzten Ausgaben waren diese Themen z.B. „Ernährung an Halloween, Thanksgiving und Weihnachten“, der „Beauty-Jahresrückblick 2010“ oder „Beauty-Produkt-Innovationen“. Unter diesen Innovationen befand sich z.B. das motorisierte Mineral-Makeup von Lancôme („Oscillation Power Foundation„), das ich zu gern mal ausprobieren würde. Ob das wohl mal seinen Weg von Amerika nach Europa findet?

Interessant finde ich auch immer den „Readers Choice Award“, mit dem die Leser jährlich ihre liebsten Kosmetik-Produkte küren. In jeder „Allure“ gibt es außerdem eine thematische Beautystrecke mit Makeups, in der letzten Ausgabe ging es z.B. um die Farbe Plum. (Richtige Makeup-Tutorials werden in der „Allure“ aber auch nicht veröffentlicht.) Weitere Beispiele für die Themen in der „Allure“ sind ein Artikel mit Tipps und psychologischen Erläuterungen für gute Fotoaufnahmen oder eine Vorstellung der bekanntesten Hairstylisten Amerikas.

Mich überrascht beim Lesen immer wieder, dass in der „Allure“ gelegentlich auch kritischere Töne angestimmt werden. In einem Artikel stand z.B., dass all die wimpernwuchsfördernden Mascaras, die im Moment so stark propagiert werden, wissenschaftlich nachgewiesen wirkungslos sind. (Natürlich können sie sowas nicht zu oft schreiben, sonst verlieren sie ihre Anzeigenkunden ;).)

Ich lese die „Allure“ aber auch, weil mich die Werbeanzeigen für Produkte auf dem amerikanischen Markt interessieren. Ich habe vor kurzem z.B. Werbung für ein Lidschatten-Quad von L’Oreal Studio Secrets gefunden (vielleicht gibt es das auch einmal in Deutschland?) oder werde auf die neusten Produkt-Erscheinungen von Almay oder Anastacia Beverly Hills aufmerksam gemacht.

Natürlich könnte ich mir all diese Infos auch im Internet zusammensuchen, aber ich finde es schön, auf dem Bett zu liegen und zu blättern. Es gibt immer wieder Ausgaben, die mich weniger interessieren und andere, in denen ich fast jeden Artikel lese. Auch die Leserbriefe oder das Editorial der Chefredakteurin finde ich übrigens spannend, denn darin erfährt man einiges über amerikanische Lebens-und Beautykultur. Nicht so lesenswert finde ich logischerweise die seitenlangen Zusammenstellungen der besten Friseure, Nagelstudios oder Spas in den USA in jeder Ausgabe.

Erhältlich ist „Allure“ in Deutschland in gut sortierten Bahnhofskiosken oder im Zeitschriftenhandel mit internationalem Sortiment für den stolzen Preis von ungefähr 8,50 EUR pro Ausgabe. Prinzipiell finde ich die neueste Ausgabe dort immer erst ca. zwei Wochen nach dem US-Erscheinungstermin. Möglich ist auch ein Abonnement, das man für 63,30 EUR pro Jahr z.B. bei abo-direkt.de abschließen kann. Direkt bei allure.com kostet das internationale Jahresabonnement 40 Dollar und ist damit etwas günstiger.

Mein Fazit: Wer gerne Zeitschriften liest, amerikanische Beauty liebt und etwas englisch kann, für den lohnt sich ein Abonnement der „Allure“. Allen anderen empfehle ich, erst auf den Titel der neuesten Ausgabe oder ins Inhaltsverzeichnis  zu gucken, ob sich der Kauf der Ausgabe lohnt. Ich suche weiterhin nach einer richtig tollen Beauty-Zeitschrift!

Mögt ihr die „Allure“? Oder könnt ihr mir andere Zeitschriften empfehlen, die sich vorwiegend mit dem Thema Beauty beschäftigen?

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6 thoughts on “Die Beauty-Zeitschrift „Allure“
  • Viola sagt:

    Jetzt bin ich neugierig!
    Die werde ich mir die Tage mal anschauen. Noch dazu trägt sie meinen Namen, das muss ja was heißen;)
    LG, Viola von theallure.de

    • beautyjagd sagt:

      Die Zeitschrift passt super zu deinem Namen 🙂 ! Und ich lese die Allure immer wieder gern, auch wenn sie in Deutschland leider teuer ist (außer im Abo).

      • Viola sagt:

        Hast du sie denn im Abo?
        Kann man das Abo von deren Homepage auch nach Deutschland liefern lassen?

      • beautyjagd sagt:

        Ich habe sie zurzeit nicht im Abo, sondern kaufe die Hefte einzeln am Bahnhofskiosk. Allerdings hatte ich sie mal im Abo, das geht problemlos von deren Homepage, es gibt da einen Link zum internationalen Versand.

      • Viola sagt:

        Hab mir grad mal das App gekauft. Dann kann ich ein bißchen reinschnuppern. Ist ja wesentlich günstiger als die Pritnausgabe.

      • beautyjagd sagt:

        Ach, das ist cool 🙂