Duft, Naturkosmetik

Florascent Parfumeurs: Duftnotizen

Auf meinem Schreibtisch liegen schon seit einiger Zeit drei Pröbchen von Florascent, die nur darauf warten, auf dem Blog beschrieben zu werden. Ich habe sie bei meinen letzten Bestellungen von der Naturdrogerie bekommen 🙂 .

Außerdem habe ich zu diesem Anlass noch mein vor ungefähr zwei Jahren gekauftes Eau de Toilette Jasmine von Florascent hervorgeholt. Über die Hintergründe der Firma Florascent aus Karlsruhe habe ich übrigens an dieser Stelle schon mal etwas geschrieben.

Bei Florascent sind die Eau de Toilette in fünf Kategorien geteilt. Neben den Aqua Floralis gibt es die Aqua Aromatica, Aqua Orientalis, Aqua Colonia und Aqua Composita. Jasmin und das Rose-Pröbchen gehören zu den Aqua Floralis, das Pröbchen Thé Vert zählt zu den Aqua Aromatica und Bahou zu den Aqua Orientalis.

Parfüms aus rein natürlichen Inhaltsstoffen sind für meine Nase noch immer ungewohnt. Sie sind auch gar nicht so weit verbreitet, in einer gewöhnlichen Parfümerie erhält man sie nicht. Ich habe jedoch den Eindruck, dass sich in letzter Zeit immer mehr Firmen aufmachen, Düfte aus rein natürlichen ätherischen Ölen herzustellen. Die Zukunft wird in diesem Bereich einige  Entwicklungen bringen, auf die ich schon sehr gespannt bin.

Ein konventionelles Parfüm besteht aus einer Mischung von natürlichen ätherischen Ölen und synthetischen Duftbausteinen, die es seit dem 19. Jahrhundert gibt. Dieses Zusammenspiel erlaubt es z.B., Duftnoten zu kreieren, die es in der Natur nicht gibt, oder Düfte mit Fixateuren festzuhalten, die natürlicherweise schnell verfliegen würden.

Entsprechend umdenken muss man, wenn man natürliche Parfüms testet. Trotzdem bleibt mein Anspruch an Parfüms gleich: Ich mag es gern, wenn Düfte komplex aufgebaut sind. Gefällige Parfüms sind nichts für mich.

Die konventionellen Parfüms des Massenmarkts sind meist stark kopfnotenlastig konzipiert, um einen spontanen Kauf zu fördern. Ich hingegen mag es, wenn ich den interessanten Fond des Duftes erst nach einer Weile entdecke, und mir während der Entwicklung des Parfüms dorthin viele Bilder einfallen.

Grundsätzlich bin ich auch keine erklärte Gegnerin von synthetischen Duftmolekülen. Viele Parfüm-Klassiker, die ich schätze, wären ohne sie undenkbar (Jicky, Chanel No 5).

Allerdings bin ich ins Nachdenken gekommen, da sich hinter dem Wort Fragrance als Inhaltsstoff häufig auch unschöne Stoffe wie z.B. Phthalate verbergen können, die für ihre hormonelle Wirkung bekannt sind. Diese können schon dadurch entstanden sein, dass die Trägersubstanz Alkohol bei konventionellen Parfüms mit Mitteln vergällt wird, die im Bereich Naturkosmetik nicht erlaubt sind. Ich werde zukünftig also weiter nach Düften Ausschau halten, die sich aus rein natürlichen Bestandteilen zusammensetzen.

Wollte ich nicht eigentlich eine kurze Duftnotiz verfassen 😉 ? Ich bin wieder mal etwas vom Thema abgekommen. Deswegen jetzt aber flott zu meinen Eindrücken von den Düften.

Verpackt sind die Eau de Toilette von Florascent in einem hübschen altmodischen Umkarton:

Der Flakon mit einem Sprühaufsatz besteht aus Glas und umfasst 60ml.

Da mein Exemplar von Jasmine schon etwas älter ist, habe ich neulich im Bioladen nochmals nachgetestet. Tatsächlich fand ich, dass die leicht süßen Zitrusfrüchte, die die Kopfnote bilden, in meinem Flakon bereits etwas abgeschwächt waren. Im Herz des Duftes nehme ich mehr Tuberose als Jasmin wahr, im Fond duftet es für mich nach wärmendem Sandelholz und Benzoe (ein Harz).

Rose ist ebenfalls ein Duft aus der Reihe der Aqua Floralis. Das Eau de Toilette wird von einer duftigen Rose eröffnet. Doch mit der Zeit schwächt sie sich ab und wird von einem für mich undefinierbaren Waschmittelduft vertrieben – zumindest entwickelt sich der Duft leider so auf meiner Haut. Insgesamt ist diese Rose für meinen Geschmack zu leicht und nicht komplex genug.

Mit Thé Vert kommen wir zu einem Duft der  Aqua Aromatica-Reihe. Nach dem Auftragen kommen mir spritzige, grüne Zitrusnoten entgegen, ein Anklang von grünem Tee. Im Fond wird der Duft mit Zedernholz abgerundet. Gefällt mir, auch wenn der Duft nicht spektakulär ist.

Orientalisch wird es bei Bahou, der entsprechend zu den Aqua Orientalis gehört. Die Kopfnote wird von Myrrhe geprägt. Räucherwerk wie Weihrauch kommt in der Mitte zum Tragen, der Fond wird von würzigem Holz gebildet. Für mich der interessanteste Duft der Reihe, der neben Jasmine auch am besten hält.

Die Inhaltsstoffe basieren auf Alkohol und Wasser, die die Trägersubstanz für das Parfüm bilden:

Rose und Jasmine kosten je 50 EUR, Bahou 62 EUR. Erhältlich sind diese und weitere Düfte von Florascent in gut sortierten Bioläden oder Bio-Beauty-Shops sowie Online.

Mein Fazit: Die Aufmachung der Flakons und die Darstellung der Marke Florascent auf der Homepage gefallen mir sehr. Meine Favoriten dieser Probe sind Bahou und Thé Vert. Insgesamt bin ich der Meinung, dass die Eau de Toilette von Florascent noch etwas raffinierter und komplexer sein könnten (sagt meine Nischenduft-Nase).

Kennt ihr die Eau de Toilette von Florascent? Habt ihr einen Favoriten darunter? Habt ihr euch schon mal an Parfüms aus rein natürlichen Bestandteilen herangewagt?

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25 thoughts on “Florascent Parfumeurs: Duftnotizen
  • lilalila sagt:

    Genau darüber habe ich mir gestern erst Gedanken gemacht. Ich liebe spezielle Düfte, aber Parfüms aus natürlichen Bestandteilen haben mich bisher überhaupt nicht überzeugt. Ansonsten habe ich fast nur noch NK Pflege- und Kosmetikprodukte. Aber meine Parfums…ne, das geht irgendwie nicht. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich zwischendurch einfach auch mal wirklich keinen natürlichen Duft mag sondern die Chemiebombe. Normale Parfums können einfach alle möglichen fantasievollen surrealen Düfte beinhalten, das geht eben mit natürlichen Inhaltsstoffen nicht. Ich hab dann beschlossen, das ich bei den „unnatürlichen“ bleibe, als eines der wenige nicht NK Produkte in meinem Leben. Manchmal mag ich eben einen anderen Duft, einen der mich nicht an die Natur erinnert. Dafür sprühe ich das Parfum einfach nur noch auf die Kleidung oder ins Haar und nur selten auf die Haut. =)

    • beautyjagd sagt:

      Ich bin auch (noch?) nicht so streng beim Verwenden von Parfüms. Deswegen sprühe ich auch weiter meine konventionellen Düfte auf. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass sich im Bereich natürlicher Düfte noch viel tun wird. Die Parfümeure müssen ja auch erst mal lernen, mit den neuen Herausforderungen umzugehen. Côte d´Amour, der Bioduft von L’Artisan Parfumeur hast mich z.B.schon überzeugt. Ich hoffe, dass sich demnächst mehr „große“ Parfümeure dem Thema widmen.

  • Kaddi sagt:

    mir gefällt wie dir jasmin, ansonsten mag ich mimosa sehr gern – leider ist es sehr flüchtig und man muss oft nachlegen. regia ist ein angenehmes kölnisch wasser, aber da habe ich noch keinen langzeittest. ansonsten finde ich, dass die aqua composita die beste hatbarkeit haben, und bei einigen anderen sorten die kopfnote leider sehr schnell verfliegt. und ich bleibe bei meiner meinung zum fixatateur, den rieche ich bei jeder sorte raus – auch wenn ich ihn nicht mehr unangenehm finde.
    die parfums de poche gefallen mir alle recht gut, capri habe ich, aber liebäugele nohc mit anderen… mal schauen!
    ansonten habe ich von aliqua den chypre-duft, der ist super. die anderen von aliqua fand ich unspektakulär aber nett. die linie wurde aber relauncht, die neuen düfte sind ganz anders und heißen jetzt red, blue, orange – da war spontan nichts für mich dabei. jetzt muss ich ganz sparsam mit meinem chypre umgehen.
    ein fehlkauf im nk bereich war für ich jasmin-bergamotte von melvita. im laden super, aber zuhause nur noch süß und bonbonartig – schade! riecht übrigens so ähnlich wie das lilane von alterra (vitalizing?).

    und obwohl ich nk düfte schwierig finde, finde ich die konventionellen noch schwieriger ;). im douglas gefällt mir fast nichts, ist mir alles zu penetrant. einzig von hermès gefällt mir fast alles, und die klassiker von chanel (nr 5, coco) finde ich gut. in größeren parfümerien habe ich mal serge lutens probe geschnuppert, da war der erste eindruck auch gut. aber bislang ist mir das alles zu teuer, da ich gar nicht jeden tag parfum tragen mag und selbst bodylotions mir manchmal schon zuviel duft sind 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Im Douglas finde ich meistens auch keine Düfte mehr, die mir gefallen (Klassiker ausgenommen). Vielde der neuen Lancierungen riechen für mich langweilig. Aber ich habe das Gefühl, dass Nischendüfte seit einiger Zeit einen Einfluss auf den Massenmarkt nehmen (ich denke dabei an den neuen Duft von Bottega Veneta oder Diane v Furstenberg).
      Abgesehen davon, Chypre von Aliqua gibt es nicht mehr? Den hatte ich immer noch auf meiner Liste! Schade.

  • Sehr schöner Beitrag.

    Beim Jasmine gebe ich Dir recht. Für mich ist es auch zu süß und hat zu wenig mit meinem geliebten Jasmin zu tun. Dafür gibt es ja zum Glück Amanprana Jasminum. 🙂

    Andererseits assoziieren viele Leute Jasmin als etwas Liebliches. Und dieser Vorstellung entspricht Florascent Jasmine ziemlich genau. Zumindest findet es viele zufriedene Abnehmer.

    Florascent hat übrigens eine Reihe komplexerer Düfte im Sortiment. Wobei ich schon spannend finde wie stabil einige Eau de Toilettes sind (was sich ja nicht ausschließt). Immerhin wird das ja gern als Nachteil der Naturparfums angeführt.

    Einer meiner Lieblinge ist Umami. Ein Duft zum Niederknien und hält quasi ewig. Ohnehin sind die Aqua Composita Parfums alle ziemlich intensiv und langanhaltend.

    Und aus der Reihe Petites Fleurs liebe ich Les Lilas. Ein zarter, aber beständiger Fliederduft. Nicht zu süß.

    Shantara macht auch wunderbar komplexe Düfte. Mein Favorit: Shantara Rêve étoilé (würzig-floral-indienassoziation-wow).

    Ich habe mir vorgenommen mich auf der Vivaness wieder mal durch das Florascent Sortiment zu schnuppern und werde wohl mit einigen Neuaufnahmen nach Hause gehen. Letztes Jahr habe ich mich an die Premium-Linie noch nicht so heran getraut. Aber ich erinnere mich gut, dass mir einige Düfte sehr gefallen haben. Und auch das Apothecary Konzept gefällt mir sehr gut. Das schaue ich mir auch noch mal in Ruhe an. (Waaah! Ich brauche mehr Platz!)

    @lilallila: In Bezug auf „fantasievolle, surreale“ Düfte würde ich NK-Parfums noch nicht abschreiben. Seit einigen Jahren werden ich immer mal wieder mit Naturparfums überrascht von denen ich nicht dachte, dass sie rein natürlich möglich wären. Shantara Shaman ist so ein Beispiel oder Umami.

    Ich hoffe ja auch mich mal durch die französischen Manufakturen wie z.B. Honoré des Près durchriechen zu können. Ich glaube das es dort noch mal ganz andere Entwicklungen und Interpretationen gibt.

    @beautyjagd: Wir teilen ein Problem. Ich wollte auch nur einen _kurzen_ Kommentar schreiben. 😉

    Viele sonnige Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

    • beautyjagd sagt:

      Erst mal danke für das nette Feedback 🙂 !
      Von Shantara werde ich unbedingt auch mal was testen. Für meinen nächsten Ausflug in den Biomarkt steht Umami und Les Lilas zumk Testen auf dem Zettel. Ich werde die Vivaness auch nutzen, um auf Duftjagd zu gehen. Liebe Grüße nach Mainz 🙂

      • Shantara macht wirklich schöne Düfte. Ich hoffe auch, dass sie weiter ein so gutes Händchen mit den Kompositionen haben. Leider sind sie anscheinend nicht auf der Biofach/Vivaness.

        Viele Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie

  • Florascent kenne ich nicht, optisch finde ich die Aufmachung aber schön.

    Ich hatte mal eine zitrusartigen Duft aus rein natürlichen Bestandteilen gehabt, leider weiß ich nicht mehr wie der hieß. Ich fand diesen nicht schlecht, aber es war irgendwie ein Allerweltsduft und nicht besonders charakteristisches. Zudem habe ich in Erinnerung, das er sehr schnell verflogen ist. Preislich war der recht teuer, aber ich hatte mir mehr vom Duft erhofft.(Ist so 3 Jahre her) Seit dem habe ich nichts mehr in der Richtung probiert.

    • beautyjagd sagt:

      Zitrus verfliegt ja leider immer ziemlich schnell, deswegen wird es ja auch als Kopfnote eingesetzt. Holzige Noten halten da schon besser. Günstig sind die Preise von Florascent nicht, aber das dürfte neben den Entwicklungskosten auch daran liegen, dass ätherische Öl meist teurer als synthetische Duftbausteine sind (gibt natürlich auch Ausnahmen von dieser Regel).

  • Yuzu sagt:

    Wieder mal eine interessante Beschreibung der Florascent Duefte. Ich liebe deine Parfum Reviews so 🙂
    Leider erinnert mich das auch schmerzlich daran, dass ich pleite bin obwohl noch einige Florascent Duefte auf meiner Liste stehen 🙂
    Leider sind die Duefte die du vorgestellt hast nichts fuer mich. Gruene Tee Parfums finde ich schwierig, da sie meist gruener und zitroniger riechen, als gruener Tee es wirklich tut. Wenn es mal ein Parum geben sollte, dass authentisch nach Tee riecht, waere ich die Erste die es kauft 😀 Oder ein Earl Gray Parfum… Das waer ein Traum 😉
    Florascent’s Interpretation von Jasmin klingt auch nicht soooo toll. Aber es ist wirklich auch schwer, ein authentischen Jasmin Duft zu finden, der nicht all zu lieblich ist. Mein Liebling ist da (mal wieder von Pacifica) Tunisian Jasmine. Es riecht eigentlich wie Jasmin absolue auf meiner Haut mit einer leichten Note, die den Charakter von Jasmin Tee hat. Auf den Haaren duftet es ganz herrlich und suess nach Mandel. Fantastischer Facettenreicher Duft. Ach ich wuenschte man koennte Pacifica beim Laden um die Ecke kaufen 😀
    Wo wir gerade dabei sind,
    @Naturdrogerie: ich wuerde nur zu gern deine Meinung ueber Umami wissen. Wie man an meinem Nick unschwer erkennen kann, bin ich dem wunderbaren Duft von Yuzus oder anderen japanischen Zitusfruechten verfallen, die sind einfach anders und weniger „Klostein“maessig wie die meisten konventionellen Zitrusduefte die man hier vor Ort so kennt. Ich wuerde gern wissen wie stark man Vanille herausriecht, denn Vanille ist eigentlich ueberhaupt nicht mein Duft :/ In der Komposition koennte ich es mir aber Vorstellen. Ich bevorzuge Vanille, wenn sie nicht so klebrig, zuckerig riecht 😉 Wuerde mich ueber eine Antwort freuen falls du das hier liest.
    Liebe Gruesse,
    Yuzu

    • Vanille macht schon einen Teil der Umami-Komposition aus. Meiner Meinung nach ist es aber absolut nicht klebrig. Pipapo ist da eher schon was für die Süßigkeitenfraktion. 🙂

      Es erzeugt übrigens auch keine Klostein-Assoziationen und hat eigentlich auch nichts zitroniges. Die Yuzu-Blüte wird gut unterstützt, odnet sich aber der Gesamtkompotision unter. Der Duft ist an sich schwer zu beschreiben; genau so wie ein Parfum sein sollte. 😉

      Wir sind am Überlegen die kleinen Testgrößen offiziell aufzunehmen. Dann könnte man sie sich bestellen und ausprobieren. Aber dazu müssen wir noch klären, ob der „Nachschub“ gesichtert ist und ob Florascent diese überhaupt im Verkauf sehen möchte.

      Thé Vert riecht übrigens gar nicht nach Grüntee. Ich hatte mir eine zartflorale Kameliennote erhofft (wie bei Sencha). Durch die Enttäuschung, dass es gar nicht so riecht, hatte ich es erst nicht ins Sortiment aufgenommen. Letztlich haben mich die beharrlichen Nachfragen der Kunden dazu bewogen es doch noch mal unvoreingenommen zu schnuppern. Siehe da: wenn man die eigene Vorstellung von Grüntee aus dem Kopf streicht, riecht das Parfum für sich genommen sehr angenehm.

      Glücklicherweise verzichtet Herr Tentunian (der Parfumeur von Florascent) auf zitronige Noten. Ob – wie in der Beschreibung – tatsächlich chinesischer Grüntee oder doch nur ein Hauch Rosmarin oder ähnliches für die Kopfnote verwendet wird, vermag ich nicht genau zu sagen. Auf jeden Fall kommt die Komposition scheinbar der Vorstellung von Grüntee vieler Leute nahe. Aber so ist das halt mit dem Kopfkino – bei jedem läuft was anderes. 😉

      Thé Vert eignet sich aufgrund des weiten Zuspruchs auch gut als Geschenk. Und das sage ich sonst bei keinem Parfum. Bei dem Duft kann man nicht viel falsch machen.

      In Frankreich hatte ich mal ein Eau de Toilette gefunden, dass tatsächlich wie grüner Tee gerochen hatte. Leider weiß ich bis heute nicht, ob es wirklich ein rein natürlicher Duft war. Außerdem wurde die Produktion anscheinend eingestellt. Ich habe es zumindest nicht mehr gesehen.

      Earl Grey als Parfum sollte übrigens nicht allzu schwierig sein. Immerhin wird richtiger Earl Grey ja auch nur mit Bergamottenöl „bestäubt“. Und für die zartherbe Note findet sich im Zweifel etwas passendes. Ich könnte mir einen Hauch Jasmin (Sambac?) in der Herznote und ein sanftes Holz in der Basisnote dazu vorstellen.

      Viele Grüße aus Mainz
      Die Naturdrogerie

      • Yuzu sagt:

        Danke sehr 🙂 Die Duftbeschreibung klingt so ziemlich so, wie ich mir Umami gewuenscht habe. Ich finde die Beschreibung auf der Website kann man sich schwer zusammen vorstellen, gleichzeitig hat sie etwas geheimnisvolles und unbeschreibbares, wie ein Parfum eben sein sollte, hast du ja selbst auch geschrieben 🙂 Ich habe auch schon oefter gehoert, es soll das schoenste und langanhaltendeste Parfum vom Florascent sein. Es laechelt mich schon so lang an, aber ich kann es hier in der Naehe nirgends testen und mir ist der Preis fuer einen Blindkauf zu hoch. Fuer ein gutes Parfum in guter Qualitaet und mit den Inhaltstoffen ist mir das das Geld zwar wert, aber eben nicht ungeschnuppert 😉
        Naja, vielleicht finde ich es mal wenn ich in einer anderen Stadt Naturkosmetik shoppen gehe 🙂

        Natuerlich hoere ich da gern, dass ihr ueberlegt, Florascent Proben in der Naturdrogerie anzubieten. Ich wuerde sie definitiv bestellen, aber ich verstehe auch, dass man das erst abklaeren sollte. Proben sind ja schliesslich eigentlich nicht zum Verkauf gedacht.
        Ich finde es aber immer besser, wenn man erst einmal die Gelegenheit hat, eine kleinere Groesse zu kaufen um das Parfum auf lange Zeit zu testen.

        Deine Erzaehlungen zu The Vert klingen ja doch ganz ueberraschend und gut 🙂 Habe nachgelesen und meine, dass in der Herznote auch Jasmin vorhanden sein soll. Das klingt nach einer tollen Kombination. Ich muss echt mal die groesseren Florascent Parfums alle durch testen 🙂 Oder ich bestelle einfach auch mal was bei euch und hoffe Proben von Florascent zu bekommen, hehe.
        Insbesondere die Tatsache, dass du es als Geschenk empfehlen wuerdest hat mich beeindruckt. Es muss ja ein wirlklich angenehmer und tragbarer Duft sein, schliesslich scheiden sich bei Dueften ja die Geister 🙂

        Genau wie du es beschrieben hast solle das perfekte Earl Gray Parfum sein 🙂 Hast du schoneinmal ueberlegt dir das Parfumeur-Handwerk anzueignen? 😉 Ich wuerde es furchtbar gern selbst zusammenmischen koennen, aber bei den Verhaeltnissen und Beduftungen habe ich doch zu grossen Respekt. Mir reicht die Orangenblueten-Sandelholz Duftkombi, die ich aus Oelen fuer die Selbstgemachten Seifen meiner Mutter zusammen gemischt habe schon 😉

        Habe mal von irgendeinem britischen Parfumeur Earl Gray Roll On Parfum gesehen. Es war in einer Kollektion von „Essenzen“ bei denen die Idee war verschiedene Essenzen (Jasmin, Iris, Earl Gray, Walnuss, Sandelholz, Feigenbluete, Hyazinthe, Hortensie und so weiter) uebereinander aufzutragen und sich somit sein eigenes Parfum zu kombinieren. Muss mal gucken, ob ich das irgendwo wiederfinde, wie die heissen und ob das NK ist, was die produzieren. Waere ja zu schoen um wahr zu sein 😉

        Liebe Gruesse,
        Yuzu

      • @Yuzu: Ich denke wir können mit den Proben jetzt schon was machen. Melde Dich einfach per E-Mail (beate@dienaturdrogerie.de) für weitere Details.

        Ich versuche mich immer mal wieder an eigenen Duftkreationen; gerne auch mal zur Raumbeduftung. So was macht mir einfach Spaß. Es sind aber meist eher einfache Kombinationen.

        Deshalb interessiere ich mich auch so für „Apothecary“ von Florascent. Es handelt sich dabei um öl- und alkoholbasierte Einzeldüfte, die man direkt auf der Haut kombinieren kann. Übrigens gibt es in der Serie meines Wissens auch Yuzu. 😉

        Auf jeden Fall juckt es mir in den Fingern seit ich diese etwas altmodischen Fläschchen auf der letzten Biofach gesehen und die Düfte ausprobiert habe.

        Viele liebe Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie

      • beautyjagd sagt:

        Diese Apothecary-Linie habe ich noch nirgends hier gesehen, jetzt hast du mmein Interesse geweckt. Ich werde sie auf jeden Fall auf der Vivaness testen 🙂 .

      • beautyjagd sagt:

        Ich stimme dir absolut zu, dass Thé Vert sich gut als Geschenk eignet. Kann mir gar nicht vorstellen, dass das jemand nicht mag. Und trotzdem ist der Duft nicht zu belanglos geraten.

    • beautyjagd sagt:

      Danke für das Kompliment erst mal 🙂 ! Thé vert hat für mich einen Anklang von grümen Tee, aber es riecht nicht dominant danach. Im Sommer habe ich hier Hyperessence Matale vorgestellt, der duftet tatsächlich wie chinesischer Rauchtee. Viele Grüße 🙂
      PS: Tunisian Jasmin ist bereits vorgemerkt 🙂 !

  • Fayet sagt:

    Mit NK-Düften habe ich mich noch nicht beschäftigt, obwohl ich mittlerweile meine gesamte Pflege und teile meine dekorativen Kosmetik auf NK umgestellt habe. Bei mir liegt es allerdings daran, das ich meinen „Signature Scent“ gefunden habe und hoffentlich noch einige Jahre benutzen kann, bevor ich ihn „nicht mehr rieche“ (so wie es meiner besseren Hälfte jüngst ergeht, der sich nach über einem Jahrzehnt von seinem Stammparfum trennte, nachdem er es einfach nicht mehr gerochen hat.. ein Jammer!). Ich bin dabei einem klassischen englischen Parfumeurs-Duft verfallen, nämlich „Cefiro“ von Floris. In einem Douglas bekommt man soetwas nicht, aber der „Liebe zum Duft“ Shop ist sehr hilfreich.

    Es gibt allerdings doch noch ein weiteres Parfum, das ich gerne einmal probieren möchte. Karl Lagerfeld hat nämlich einen Duft entwickeln lassen, der wie ein Buch riechen soll. Natürlich kann ich von sowas nicht die Finger lassen, aber das ist vielleicht eine Berufskrankheit. Hoffentlich riecht er allerdings nicht wie so manche Büchersammlung höheren Alters: Leder, Leim, Holzwürmer und verschimmelndes Pergament sind keine angenehmen Düfte..

    • beautyjagd sagt:

      Von dem Bücherduft habe ich noch nie etwas gehört, finde ich aber spannend. Wenn du daran mal schnupperst, möchte ich von deinen Eindrücken erfahren! Meine erste Assoziation war wie bei dir die Vorstellung von müffelnden, älteren Büchern 😉 , aber das wird Karl Lagerfeld wohl kaum so meinen.
      Und *Neid*, du hast einen Signature-Duft. Ich habe zwar Lieblinge, bin aber zu neugierig und probiere deswegen immer wieder neue Parfüms aus.

  • Schneizel sagt:

    Bei Thé vert muss ich leider widersprechen: Kein „sicherer“ Verschenkduft. Jedenfalls nix für mich. Würde sogar so weit gehen zu sagen, dass ich ihn hassen könnte. Grade bei meiner Runde durchs Viertel neugierig probiert und bäh. Verzeihung!

    Dachte spontan an „Osmanthus Yunnan“ von Hermès, was ich aber nur einmal probiert habe und was ich sicher ganz falsch in Erinnerung habe. Vonwegen Tee-Note.

    Dzing! von L’artisan parfumeur riecht nach frischem Papier. Sehr speziell.

    Ich hab so meine Schwierigkeiten mit dem Geruch von vergammeltem Papier alter Taschenbücher, habe mir deswegen schon neue Ausgaben gekauft.

    • beautyjagd sagt:

      Oh, ich hätte nicht für möglich gehalten, dass man Thé Vert so schrecklich findet – eben weil er meiner meinung nach eher harmlos riecht. Tja, verschätzt 😉 .

    • @Schneizel: Die Ausnahme bestätigt die Regel. 🙂

      Wie ich oben schon geschrieben habe, vermisse auch ich bei Thé Vert den Tee-Duft. Mal ganz davon abgesehen, dass Tee nicht gleich Tee ist. 😉 Sehr viele mögen das Aqua Aromatica aber oder finden es zumindest (auch über einen längeren Zeitraum) erträglich bis angenehm. Auf eine so heftige Abneigung wie die von Dir beschriebene bin ich bisher noch nicht gestoßen. Aber zum Glück hat nicht jeder den gleichen Geschmack. 😀

      Viele liebe Grüße aus Mainz
      Die Naturdrogerie

  • keimonish sagt:

    Wenn ich ein Parfüm kaufe, kaufe ich eigentlich immer zu zeitig. Ich müsste auch mal warten, bis sich alle Noten entwickelt haben, um MEINEN Duft zu finden, der mir auch wirklich später noch gefällt. Da bin ich immer zu schnell in meiner Entscheidung.
    Nun hab ich ja hier auch einige Duftvorschläge, die gut klingen…ich muss es mal wieder in Angriff nehmen und meine Nase offen halten (oder zuerst die Augen 🙂 )….
    Bis jetzt hab ich nur selten einen natürlichen Duft gekauft (außer Duftöle). Gerochen hab ich allerdings schon an vielen und beim 1. Versuch ist es dann geblieben….:-/, weil mir bisher noch keiner so richtig für mich gefiel. Nicht schlecht….aber….war immer mein Urteil. Ich glaube, ich brauch da ein bissel mehr Geduld ?! ich werde es mal mit Thé Vert versuchen, klingt gut….:-)
    Bei meinen ersten Selbstversuchen (Parfümbaukasten) hab ich die fertige Kreation allerdings immer nicht vertragen, ich bekam Ausschlag davon.

    • beautyjagd sagt:

      Nicht schlecht, aber… ist für mich ja auch die Bewertung, die mir bei den meisten natürlichen Parfüms bisher einfiel. Ich teste fröhlich weiter und werde dann natürlich über meine Funde berichten! Und wie doof, dass du Ausschlag bekommen hast von deinen selbstkreierten Parfüms.

  • Kim sagt:

    Ich mag Umkartons 🙂