Körperpflege, Naturkosmetik, Pflegende Kosmetik

Mahlenbrey: Babassu- und Jojobaöl

In meinem Artikel über unbekanntere Marken auf der Vivaness hatte ich im letzten Satz die Firma Mahlenbrey erwähnt. Ich fand es schade, dass ich den Messestand der Marke nicht aufgesucht hatte, denn was ich auf der Homepage sah, sprach mich an.

Netterweise hat sich Frau Mahlenbrey nach der Veröffentlichung des Artikels bei mir gemeldet und mir angeboten, das entgangene Messegespäch via Telefon nachzuholen. So konnte ich im Nachhinein noch einiges über die junge Firma erfahren und hatte die Gelegenheit, zwei der Öle zu testen.

Brigitte Mahlenbrey führte über viele Jahre lang den The Body Shop in Freiburg. Dabei stieg sie immer tiefer in die Materie Naturkosmetik ein und beschäftigte sich intensiv mit Inhaltsstoffen. Sie kam zum Schluss, dass es letztlich hochwertige Öle sind, die der Haut die meisten natürlichen Wirkstoffe bieten.

Deswegen verwundert es nicht, dass sich ihr bisher recht übersichtliches Sortiment ausschließlich aus pflanzlichen Ölen zusammen setzt. Die neun angebotenen Öle sind kalt gepresst, stammen aus kontrolliert biologischem Anbau und werden von kleinen Ölmühlen in überschaubaren Einheiten hergestellt.

Ich habe mir das Jojobaöl und das exotische Babassuöl zum Testen ausgesucht. Auf der Homepage von Mahlenbrey findet sich eine Tabelle, in der erklärt wird, welches Öl für welchen Hauttyp geeignet ist. Dort steht zwar als Bezeichung Körperöle, aber ich habe meine beiden Öle auch im Gesicht verwendet.

Verpackt sind die Öle in mit Epoxyharz beschichteten Aluflaschen. Dadurch sind sie schön leicht und eignen sich gut für Reisen. Obwohl das Harz für Lebensmittel geeignet ist, habe ich im Internet widersprüchliche Aussagen darüber gelesen, ob sich aus der Beschichtung Bisphenol A lösen könnte. Optisch gefallen mir Ölflaschen jedenfalls gut, auch beim Transport sind sie deutlich praktischer als schwere Glasbehälter.

Aus dem Pumpspender lassen sich die Öle dosiert entnehmen:

Das Jojobaöl ist leicht goldgelblich gefärbt (oben auf dem folgenden Foto), was laut Olio Natura auf eine hohe Qualität schließen lässt:

Das Babassuöl stammt von den Samen der brasilianischen Babassupalme. Das Öl ist klar und wird wie Kokosöl unter 24 Grad fest. Es ist im Gegensatz zum Jojobaöl hochspreitend, was ich schon daran feststellte, dass ich es kaum fotografieren konnte 😉 . Übrigens wird es auch bei juckender, neurodermitischer Haut empfohlen.

Ich fand den Geruch des Babassuöls bemerkenswert und würde ihn als nussig mit leichten Röstnoten von Kaffee beschreiben. Der spezielle Duft ist sicher ein gutes Zeichen dafür, dass das Öl hochwertig und nicht desodoriert ist (wie häufig in der Kosmetikindustrie üblich).

Im Telefongespräch schilderte mir Brigitte Mahlenbrey, dass sie dank ihrer Öle nur noch mit einem stark reduziertem Kosmetikgepäck verreist: Sie setzt die Öle sowohl für die Gesichts- als auch die Körperpflege ein.

Ich habe die Öle als Körperöl nach dem Duschen auf die feuchte Haut aufgetragen und als Ölkur im Gesicht verwendet. Beide Öle lassen sich gut verteilen und ziehen (für ein Öl) schnell ein. Insbesondere beim Jojobaöl hatte ich nicht das Gefühl, dass es nach dem Einziehen einen fettigen Film hinterlässt.

Mahlenbrey lässt die Produkte von der Firma IMO control zertifizieren. Ich kannte sie bisher nicht, sie ist jedoch im Naturkosmetik Jahrbuch verzeichnet und arbeitet sowohl im Food- als auch Non-Food-Bereich. Die Inhaltsstoffe der beiden Öle bestehen jeweils nur aus einer Zutat, eben dem Öl:

Ein Flakon enthält 100 ml und kostet je nach Sorte von 12,90 EUR bis 18,90 EUR. Erhältlich sind sie in einigen Läden (z.B. Belladonna in Freiburg) sowie im firmeneigenen Online-Shop (gerade versandkostenfreie Lieferung).

Mein Fazit: Bei hippen New Yorkerinnen sind Öle zur Hautpflege gerade sehr gefragt, es könnte gut sein, dass dieser Trend auch nach Europa kommt. Bei Mahlenbrey findet man dann ein qualitativ hochwertiges Angebot an pflanzlichen Hautölen zu vernünftigen Preisen. Ein bisschen sind die beiden Öle auch daran schuld, dass ich in New York bei Tata Harper oder Kahina nichts gekauft habe 😉 .

Kennt ihr Mahlenbrey vielleicht schon? Verwendet ihr Öle zur Gesichts- und Körperpflege? Welche Sorte würde euch am meisten interessieren?

Auch interessant:

What's in my bag?
Kleiner Beauty-Streifzug durch Berlin 2
Beauty-Notizen 5.10.2012

Comments are disabled.

36 thoughts on “Mahlenbrey: Babassu- und Jojobaöl
  • Julia sagt:

    Komisch, ich dachte immer, Jojobaöl wäre besonders bei fettiger Haut gut?

    • beautyjagd sagt:

      Jojobaöl gilt als besonders feuchtigkeitsspendend, weil es die Haut vor Wasserverlust schützt, ohne sie abzuschließen. Gleichzeitig wirkt es durch die spezielle Zusammensetzung gegen Mikroorganismen wie Keime, deshalb wird es auch bei fettiger Haut/Akne empfohlen. Es kann also alles 😉 🙂 .

  • Sun sagt:

    Hey Julie,

    danke fürs vorstellen 🙂 Sind die Aluflaschen denn wiederverwendbar bzw. nachfüllbar?

    Liebe Grüße
    °Sun

    • beautyjagd sagt:

      Ja, sind sie! Man kann den Pumpspender abschrauben. Liebe Grüße

      • Sun sagt:

        Das finde ich super, dann sind die Flaschen nicht zwangsweise gleich Müll 🙂 Insgesamt gefällt mir mahlenbrey sehr gut. Die ungeklärte Fragen nach dem Bisphenol A stört mich allerdings so ein bisschen. Danke, dass du das im Artikel mit aufgegriffen hast.

  • Aorta sagt:

    Vor ein paar Wochen hatte ich bereits geschrieben, dass ich das Wildrosenöl von Trilogy testen werde. Mein Fazit nach ungefähr vier Wochen fällt überwiegend positiv aus: Das Hautgefühl ist eher samtig als ölig, das Öl hilft recht gut gegen Rötungen und es scheint auch nicht porenverstopfend zu sein. Einziges Manko: Obwohl es haptisch schnell einzuziehen scheint, macht es bei mir Probleme mit Concealer/Foundation/Puder, die bei mir im Tagesverlauf merkwürdig fleckig werden, was sonst nicht vorkommt. Deshalb verwende ich das Öl mittlerweile nur noch als Nachtpflege. Könnte aber nichtsdestotrotz ein Tipp für Leute mit fettiger Haut sein, sofern man sich eben überwinden kann, Öl auf ohnehin schon ölige Haut zu schmieren. Der Geruch liegt irgendwo zwischen Heu und Walnuss, ist aber nicht übermäßig aufdringlich und verfliegt auch schnell. Ergiebigkeit ist bestens, zwei Tröpfchen reichen pro Anwendung bei mir vollkommen aus.

    • beautyjagd sagt:

      Das Wildrosenöl von Trilogy hört sich auch gut an! Von den beiden von mir vorgestellten Ölen braucht man auch nur ganz wenig, zwei Tropfen reichen auch bei mir für das gesamte Gesicht. Da ich ja die fettfreie Nachtpflege praktiziere, mache ich ungefähr zweimal die Woche abends eine Maske, die ich ungefähr zwei Stunden drauf lasse und vor dem Schlafen gehen wieder abnehme. Nach dem Konzept von Dr. Hauschka würde Öl bei fettiger Haut nicht schaden, das Gesichtsöl wurde ja extra für fettige Haut konzipiert.

  • Julie hatte bei ihrem Besuch bei uns freundlicherweise das Öl zum Testen mitgebracht und ich kann auch bestätigen, dass die Qualität 1a ist.

    Nur die Frage mit der Innenbeschichtung ist noch offen. Vielleicht kann man da noch mal mit der Inhaberin in Kontakt treten!? Wer sich so intensiv mit einem Thema auseinandersetzt wird wohl mehr Infos auf Lager haben; hoffe ich jetzt mal. 🙂

    Ansonsten sollte man bedenken, dass die meisten Plastikverpackungen auch Weichmacher abgeben. Und was so alles in Plastik daherkommt, muss ich wohl niemandem aufzählen. Einige Hersteller setzen daher komplett auf Glas (MG, Amanprana, …) und/oder Alu-Tuben (Dr.Hauschka, …). Bei Primavera und Living Nature weiß ich sicher, dass sie auf Weichmacher bei den Plastikverpackungen verzichten und stattdessen Kreide einsetzen um die Tuben weich zu bekommen.

    So oder so: Verpackungen sind ein Thema für sich. Glas ist teuer (Energieaufwand) und schwer. Alu ist noch teurer, dafür aber leicht. Und Plastik ist leicht und relativ günstig.

    Dafür migrieren die Weichmacher aus dem Plastik (falls vorhanden), Alu muss meines Wissens immer beschichtet werden und Glas muss lichtundurchlässig gemacht werden.

    Wie man dann alles wieder recyclen soll ist dann noch mal ein ganz eigenes Fass, das man aufmachen kann. Und Pfandsysteme lösen das Problem auch nicht, da viel zu viel Aufwand (Transport, Trennung, Reinigung, …) und ggf. Umweltverschmutzung betrieben werden muss.

    Ich warte noch auf die perfekte Lösung. Ohne Weichmacher, leicht, stabil, UV-lichtundurchlässig, dem Inhalt gegenüber neutral und natürlich vollständig abbaubar auf dem eigenen Komposthaufen. Liebe Verpackungsindustrie: überrascht mich!

    Viele Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

    PS: ja, ich bin wieder mal ein wenig vom Thema abgekommen. 😀

    • Sun sagt:

      Wie ist es denn mit Bio-Kunststoff aus Mais? Oder ist das UV-durchlässig?

      Eine Plastikverpackung ist bei mir zwar kein Kaufausschlussgrund, aber ich greife eigentlich am liebsten auf Alu- oder Glasverpackungen zurück. Gerade bei Produkten, die annähernd komplett in meine Haut einziehen wie z.B. Gesichtspflege, Öl oder Bodylotion.

      Liebe Grüße
      °Sun

      • Ich bervorzuge auch Glas. Insbesondere bei Ölen. Meine Amanprana-Fläschen verwende ich in der Regel auch noch mehrfach ehe ich sie dem „Kreislauf des Verpackungslebens“ zurückgebe. 🙂

        Bei Bodylotions bin ich eingesessener Hauschka- und Primavera-Fan (obwohl Belmar momentan öfter zum Einsatz kommt 😀 ). Da schließt sich die Weichmacher-Problematik zum Glück aus.

        Mais ist ja mittlerweile häufig genmanipuliert, sollte aber auch anders gehen. Wie es da mit der Lichtdurchlässigkeit und der Stabilität/Neutralität aussieht (vor allem im Hinblick auf 2-3 Jahre MHD des Inhalts), weiß ich nicht. Interessant finde ich die Idee auf jeden Fall.

        Liebe Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie

    • beautyjagd sagt:

      Ich werde bei Frau Mahlenbrey nachfragen 🙂 , ich weiß nur, dass sie sich bewusst dafür entschieden hat, kein Plastik oder Glas zu verwenden. Ich wünsche mir auch eine Verpackung, die leicht wie Plastik, neutral wie Glas und hübsch wie Alu ist.

    • Ja – die Verpackung hat mir auch Kopfzerbrechen gemacht, und ich habe mich letztendlich für Alu entschieden. Hochwertige Pflanzenöle sollten lichtdicht und luftdicht verpackt sein. Beides erfüllt Alu perfekt. Außerdem ist Alu sehr leicht wiederverwertbar. Es kann beliebig oft eingeschmolzen werden, und für die Produktion eines „Sekundäraluminiums“ benötigt man nur noch 6% der Energie der „Erstproduktion“. Das Recycling von Alu ist einfacher als bei Kunststoff. Der Innenlack ist für Lebensmittel Vorschrift, wobei Pflanzenöl die Beschichtung nicht angreift. (Bei kohlensäurehaltigen Getränken kann das anders sein)

      Viele Grüße aus Freiburg
      Brigitte Mahlenbrey

      • beautyjagd sagt:

        Danke für die Infos 🙂 ! Hautöl erhitzt man ja auch nicht in der Dose, denn höhere Temperaturen scheinen den Lack auch angreifen zu können (nach dem was ich gelesen habe).
        Liebe Grüße

      • Danke für die kompetenten Infos. Und gut zu wissen, dass der Innenlack stabil bei Ölen ist.

        Viele Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie

  • wasmachtHeli sagt:

    Babassuöl kannte ich noch gar nicht. Die Geruchsbeschreibung hört sich toll an, geradezu lecker. Vielleicht finde ich dieses Öl mal im Bioladen und kann dran schnuppern.

    • beautyjagd sagt:

      Ich kannte Babassuöl davor auch nicht, deswegen habe ich es mir ausgesucht. Alles was ich nicht kenne, macht mich ja neugierig 😉 . Bisher habe ich es in meinem Bioladen noch nicht gefunden, vielleicht hast du mehr Glück 🙂 !

  • Julia sagt:

    Ich verwende das Gesichtsöl von Dr. Hauschka schon seit fünf Monaten und liebe es! Trotz meiner fettigen Haut habe ich keinerlei Probleme damit, denn es zieht relativ schnell ein und pflegt sehr gut. 3 Tropfen davon reichen für Gesicht und Hals.
    Ich habe mal auf der Spiritbeautylounge gelesen, dass man über ein Körperöl noch eine Bodylotion auftragen soll, um die beste Pflege zu erhalten. Macht ihr das auch so oder reicht euch ein Körperöl? Ich denke, bei trockener Haut ist es sinnvoll.

    • beautyjagd sagt:

      Ich mache es bisher nicht so, aber wenn ich darüber nachdenke, hört sich das gar nicht so unsinnig ein – man verstärkt dadurch den Fettgehalt der Bodylotion und hat trotzdem die Feuchtigkeit der Lotion dabei. Da ich die Öle auf der feuchten Haut auftrage, schließe ich damit hoffentlich auch schon eine Portion Feuchtigkeit mit ein 🙂 .

  • AD sagt:

    Danke fürs vorstellen, das hört sich sehr interessant an, gefällt mir total gut, dass 100 % Öl enthalten sind, und das zu einem absolut bezahlbaren Preis.
    Ich muss mir mal auf der HP die Liste der Öle ansehen.

    Momentan interessiere ich mich auch immer mehr für Öle, allerdings bin ich da im Gesicht eher vorsichtig, wegen leicht schuppiger Haut an Stirn und Nase (wird es davon nicht nur noch schlimmer?).

    Ich bevorzuge übrigens auch Glasverpackungen, auch wenn Sie für Reisen unpraktisch sind..aber wie Naturdrogerie schon meinte, die perfekte Verpackung muss noch erfunden werden 😉

    • beautyjagd sagt:

      Ich habe auch ein paar trockene Hautstellen im Gesicht, deswegen verwende ich die Öle im Gesicht nur als Kur am frühen Abend (und auch nicht jeden Tag). Nachts bleibt fettfrei, damit sich die Haut nicht an die Fettzufuhr gewöhnt.

  • keimonish sagt:

    Mir gefällt auch, dass sie in diesen Pumpspendern sind auch wenn die „Verpackungsdiskussion“ mir nun zeigt, dass das Ideal wohl noch nicht gefunden ist. Bisher habe ich schon öfter Öle verwendet, entweder aus dunklen Glasflaschen oder aus diesen Kapseln. Bambusöl kenne ich noch nicht, bisher. Die Duftbeschreibung klingt ein bissel nach Arganöl ?

    • Julie hat Babassu Öl vorgestellt. Babassu ist eine Palme die im Amazonasgebiet wächst und hat Ähnlichkeiten mit dem Cocos Öl. Übrigens ist Babassu ein Öl was sehr feuchtigkeitsspendend ist ohne fettig zu wirken. Die Haut fühlt sich samtig weich an nach der Pflege mit Babassu Öl.

      Viele Grüße aus Freiburg

      Brigitte Mahlenbrey

      • keimonish sagt:

        Babassuöl 🙂 Ja ….sorry :-)))
        Hab mir heute einen Waschfleck aus Bambusfasern gekauft….deshalb war ich wohl auf Bambus geeicht 😉

    • beautyjagd sagt:

      Wie richtig gutes, hochqualitatives Arganöl riecht, weiß ich nicht. Deswegen kann ich dir leider nicht mit einem Vergleich helfen.

      • zur Zeit teste ich ein bio und natives Arganöl. Der Geruch ist für meine Nase eher streng. Wenn Öle geruchsfrei sind, sind sie meistens behandelt und dann verfügen sie nicht mehr über die Wirkstoffe die unserer Haut so gut tun.

      • beautyjagd sagt:

        Ah interessant, dann warte ich ab mit einem Kauf, vielleicht kommt es ja ins Programm 🙂 !

  • Jana sagt:

    Danke für diesen Post! Ich verwende schon seit Jahren Gesichts- und auch Körperöle. Allen voran natürlich das Dr.Hauschka Gesichtsöl, welches ich mir seit einiger Zeit lieber in eine braune Apothekerflasche mit Pipette gieße, so saut es weniger rum. Man höre und staune, ich nehme das Öl auch nachts! Ölfreie Nachtpflege geht bei mir leider nicht jeden Tag (es sei denn, ich nehme abends ne Salzseife). Zwei Tropfen auf das eingenebelte Gesicht und gut ist. Mein Haut liebt es!

    Für tagsüber lege ich meist eine dünne Schicht Arganöl unter der Creme auf. Das von dir beschriebene Jojobalöl hat mein Interesse geweckt. Ich suche ja immer noch ein Öl, das nicht nur Fett, sondern auch Feuchtigkeit spendet. Gibt es so etwas überhaupt? Das Arganöl ist jedenfalls schonmal nah dran 😉

    Erst gestern hab ich das Weleda Lavendel Körperöl leer gemacht. Ich trage es wie du auf die feuchte Haut auf. Ist auf diese Art wirklich sehr effizient: Man braucht weniger, es lässt sich besser verteilen und speichert mehr Feuchtigkeit. Als nächstes öffne ich eine Buddel Arnikaöl 😀

    • beautyjagd sagt:

      Ich sehe schon, ich muss mir demnächst mal ein richtig gutes Arganöl zulegen 🙂 .

    • Jojobaöl ist eigentlich ein Wachs und kein Öl, das ist die große Ausnahme bei den Pflanzenölen. Und obwohl Jojobaöl ein Wachs ist, dringt es leicht in die Haut ein, schützt nachhaltig und hinterlässt einen seidigen Schimmer auf der Haut ohne haptisch fettig zu wirken.
      Ansonsten sind Pflanzenöle zuerst einmal immer gleich aufgebaut: Fettsäuremoleküle sind in einem Glycerinmolekül gebunden. Der große Unterschied liegt jedoch in den sogenannten Fettbegleitstoffen. Da wird es total spannend: Süßes Mandelöl enthält zum Beispiel vor allem Alpha Tocopherol welches besonders hautschützend ist, Hanföl enthält Omega 3 Fettsäuren die eine beruhigende Wirkung bei juckender Haut haben. Und Jojobaöl enthält vor allem Vitamin E und ist dem Sebum, der Pflege die die Haut selber produziert, sehr ähnlich. Der Anteil an Fettbegleitstoffen ist bei Jojobaöl zwischen 37 und 49%, bei anderen Pflanzenölen liegt der Anteil meist zwischen 1 und 3%.
      Diese wertvollen Fettbegleitstoffe sind jedoch nur in nativen Ölen enthalten. Bei einer Behandlung der Öle, meist werden die Öle für die Kosmetik desodoriert, fehlen diese Wirkstoffe. Auch die unterschiedlichen Fettsäuren der Öle können nur im Zusammenspiel mit den Fettbegleitstoffen eine optimale Wirkung auf der Haut entfalten.
      Soviel wollte ich gar nicht sagen, doch das ist mein Thema und da kann ich mich kaum bremsen.

      Viele Grüße aus Freiburg

      Brigitte Mahlenbrey

      • Patricia sagt:

        Dieser Eintrag und die Kommentare sind zwar schon etwas älter, aber gerade für mich als Naturkosmetik-Neuling sind gerade die Informationen zu den Ölen einfach unbezahlbar! 🙂

        Ein herzliches Dankeschön an Frau Mahlenbrey für die ausführlichen Informationen hier sowie auf Ihrer wunderschön puristischen Website.

        Viele Grüße aus dem Ruhrpott
        Patricia

      • beautyjagd sagt:

        Mittlerweile soll es die Öle von Mahlenbrey auch bei der Naturdrogerie geben. U/nd wenn du noch mehr zu Ölen wissen willst, empfehle ich die Seite OIio Natura, die ist wirklich toll 🙂 . Liebe Grüße

  • morgainemay sagt:

    Ich benutze zu 90% nach dem Duschen Öl zum ein“cremen“. So muss ich mich nicht abtrocknen (irgendwie hasse ich das) und es macht eine samtweiche Haut. Mein liebstes Öl dazu ist das Zitrone Rosmarin von alverde. Fürs Gesicht bin ich noch nicht auf die Idee gekommen, aber evtl probier ich es mal aus. Ansehen werd ich mir den Shop jedenfalls jetzt gleich sofort

    • Pflanzenöle sind in der Zusammensetzung unserer Haut ähnlich, deshalb können sie so problemlos von der Haut aufgenommen werden – und die Beschreibung einer samtweichen Haut nach der Anwendung ist doch ein überzeugendes Ergebnis! Die Haut wird durch die Pflege mit Ölen nicht nur „eingecremt“, sondern die Haut wird gestärkt und in ihren Aufgaben unterstützt. Das was pflegt in einer Lotion ist immer das Öl – warum dann nicht pur?

      Sonnige Grüße aus Freiburg

      Brigitte

    • beautyjagd sagt:

      Auf euren Tipp hin habe ich mir das Zitronen-Rosmarin-Öl von Alverde auch gekauft! Der Duft ist super für den Sommer 🙂 .

  • Marlen sagt:

    Kennt einer von Euch die Linden Leaves Körperöle aus Neuseeland?
    Inhaltsstoffe, Geruch und die Optik ist meiner Meinung nach unschlagbar.
    Ich verschenke sie alleine gerne, weil sie mit den echten Rosenstielen, Lavendelzweigen, Limonenscheiben in der Ölflasche einfach wunderschön aussehen. Echte Handarbeit aus Neuseeland, die Manufaktur ist in Christchurch. 😉

    • beautyjagd sagt:

      Ich hatte mal das Angebot, was von Linden Leaves zu testen – hätte ich gern gemacht, aber mich hat davon abgehalten, dass die Produkte nicht konsequent Naturkosmetik nach BDIH oder Natrue sind. Die Öle betrifft das nicht (obwohl, könnten synthetische Duftmoleküle dabei sein? ich bin mir gerade nicht sicher), und hübsch sehen sie wirklich aus 🙂