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Nagellacke erklären Portugal 13: Clérigos

Mit dem Nagellack „Clérigos“ geht die Sommer-Serie „Nagellacke erklären Portugal“ nun zu Ende. Das heißt auch, dass ich schon seit knapp drei Monaten wieder aus Lissabon zurück bin. Die Zeit vergeht echt wie im Flug. In Porto war ich übrigens noch nie, und genau dahin führt uns der Nagellack in dieser Folge.

Der „Torre dos Clérigos“ steht mitten im Zentrum der zweitgrößten Stadt Portugals und ist deren Wahrzeichen. Der Glockenturm gehört zur barocken Kirche „São Paulo dos Clérigos“ und wurde 1754-63 vom italienischen Architekten Nicolau Nasoni gebaut. Ihm sind alle wichtigen Barockbauten in Porto zu verdanken.

Der Turm ist 76 Meter hoch. Früher war er ein Orientierungspunkt für Seefahrer, heute ist er vor allem ein Touristenziel. Nachdem man die 225 Stufen erklommen hat, wird man von einem tollen Panorama-Blick über die Stadt und die Atlantikküste belohnt.

Was nun die Farbe des Nagellacks mit dem Turm zu tun hat, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Lila ist eine Farbe, die in der Liturgie eine symbolische Bedeutung hat und an wichtigen kirchlichen Festtagen zum Einsatz kommt. Der „kirchliche“ Name des Lackes könnte darauf hinweisen, dass das Lila bewusst gewählt wurde.

Die Farbe des Lackes einzufangen war gar nicht so einfach. Es handelt sich um ein dunkles Lila mit cremigen Finish. Hier ein Detail der Flasche, wenn das Sonnenlicht direkt darauf fällt:

Das Lila geht eher ins Dunkelblau und hat nur wenig Rotanteile. Insgesamt kann man die Farbe aber auch für ein gebrochenes Schwarz halten, wenn nicht gerade Licht auf die Nägel fällt. Verzeiht mir bitte wieder das vom Reisen leicht zerkratzte Nagelrad:

Der Auftrag des Lacks mit dem mittelbreiten Pinsel gelang mühelos, was aber auch damit zu tun haben kann, dass ich die Pinsel und die Textur der Inocos-Lacke nun schon ganz gut kenne 😉 .

Wie jede Woche hier die Inhaltsstoffe, die leider Toluene enthalten:

„Clérigos“ enthält 9 ml und kostet 3,80 EUR. Bisher sind die Lacke von Inocos nur in Portugal erhältlich, also am besten aus dem Urlaub mitbringen (lassen).

Den allgemeinen Teil zur Sommer-Serie „Nagellacke erklären Portugal“ findet ihr hier. Teil 1 hatte das „Bairro Alto“ zum Thema, Teil 2 stellte „Alfarroba“ vor, in Teil 3 ging es um den Lack „Fado“, in Teil 4 gab es „Formosa“ , in Teil 5 war „Barro“ , in Teil 6 „Tinto“ und in Teil 7 „Farricoco“ an der Reihe. Teil 8 führte nach „Chiado“, Teil 9 beschäftigt sich mit „Saudade“, Teil 10 mit „Fandango“ ,Teil 11 mit „Traçadinho“ und Teil 12 mit „Lis“.

Mein Fazit: Ich mag dunkle Nagellack-Farben gerne. Gebrochenes Schwarz finde ich bei mir meist schmeichelnder als „klares“ Schwarz. Falls ich mal nach Porto komme, werde ich selbstverständlich „Clérigos“ tragen, wenn ich den Glockenturm besteige 😉 .

Welcher der portugiesischen Lacke von Inocos hat euch am besten gefallen? Und welche „Geschichte“ hat euch am meisten interessiert?

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4 thoughts on “Nagellacke erklären Portugal 13: Clérigos
  • keimonish sagt:

    „Fandango“ und „Tinto“ fand ich am schönsten. Und von den Geschichten, hat mir die mystische nächtliche Geschichte vom Fado mit der dazugehörigen Musik gefallen.
    Aber eigentlich ist es für mich schweirig, mich zu entscheiden, weil ich die meisten irgendwie schön fand. Je nach Stimmung und Laune. Aber weil Sommer ist, hab ich mich für die beiden genannten entschieden:-) (und einen, der Fandango wenigstens ähnlich ist, such ich noch immer 😉 )
    „Clérigos“ gefällt mir aber auch. (da hab ich aber einen ähnlichen)
    Liebe Grüße

    • beautyjagd sagt:

      Ich glaube, mein liebster ist der Bairro Alto. Obwohl sich bei mir der Geschmack auch immer wieder ändert, und ich z.B. je nach Jahreszeit auch auf verschiedene Farben Lust habe. Liebe Grüße

  • hamburgerDeern77 sagt:

    Am schoensten fande ich den Tinto. Und von der Geschichte her, hat es mir der Fado angetan. Ich liebe Musik. Bist du eigentlich Portugiesin?
    Liebe Gruesse
    Daggi

    • beautyjagd sagt:

      Nein, ich bin keine Portugiesin. Ich wurde auf die Lacke aufmerksam, als ich im Frühjahr länger in Lissabon war 🙂 . Und ich freue mich, dass der Fado so großes Interesse gefunden hat. Liebe Grüße