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Duft- und Studienreise ins Naturparadies Allgäu mit Primavera

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Manchmal habe ich so viele Ideen im Kopf, dass ich gar nicht weiß, worüber ich zuerst schreiben soll – ein bisschen geht es mir so mit der Duft- und Studienreise ins Allgäu von Primavera. Deswegen starte ich nun mit einem ersten Einblick und dem Ablauf der Reise, spezielle Themen kommen dann nach und nach in einzelnen Posts.

Schon über das neue Gebäude von Primavera in Oy-Mittelberg (Foto oben) könnte ich einen eigenen Artikel schreiben: Es liegt inmitten eines neu angelegten Gartens am Rande von Oy und wurde nach Feng Shui-Richtlinien erbaut, es schmiegt sich in die Umgebung ein.

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Entsprechend fühlten wir uns im hellen und geräumigen Seminarraum wohl, dafür sorgte auch die schöne Blumendekoration auf den Tischen. Der größte Teil der Teilnehmer kam aus dem medizinischen und pflegenden Bereich, die Duftreise vervollständigt die Ausbildung zum Primavera Aromaexperten und ist deswegen nur für Fachbesucher zugelassen.

Geleitet wurde die Duftreise von Anusati Thumm und Maria M. Kettenring, die beiden bekannten Expertinnen sind schon lange bei Primavera im Bildungswesen an Bord. Trotzdem war dies auch für sie die erste Duftreise ins Allgäu, bisher wurden nur Reisen ins Ausland (z.B. Türkei, Frankreich, Italien) durchgeführt.

Am ersten Nachmittag erfuhren wir einiges über die traditionelle Allgäuer Kräuterheilkunde und den damit verknüpften Volksglauben. Außerdem beschäftigten wir uns mit der heilenden Wirkung einiger ausgewählter Pflanzen wie der Brennessel oder dem Muskatellersalbei sowie den Inhaltsstoffen von ätherischen Ölen.

Zum Nachdenken gebracht hat mich die Fülle an Erfahrungs- bzw. Übertragungswissen über Pflanzen, das seit Generationen weitergegeben wurde und in einigen Fällen seinen Ursprung schon in der vorchristlichen Zeit findet. Selbstverständlich sind naturwissenschaftliche Nachweise wichtig, trotzdem werde ich zukünftig die Erfahrungskunde höher als bisher wertschätzen: Ich habe den Eindruck, dass darin wichtige Informationen enthalten sind, die man nicht übersehen darf.

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Geschäftsführer Kurt Nübling führte uns am nächsten Tag durch den neu angelegten Garten von Primavera, in dem über 28.000 Pflanzen beheimatet sind. Mehrere Teiche gehören zum Überlaufsystem des Wassermanagements des Gebäudes und Geländes.

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Noch sieht der Lavendel nicht üppig aus, ich fühlte mich trotzdem an Lavendelfelder in Südfrankreich erinnert.

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Ein Rosenwall umzieht das gesamte Gelände. Wenn die Sonne scheint, duftet es wunderbar.

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Gärten standen im Mittelpunkt der Reise: So unternahmen wir am Donnerstag einen Ausflug zum Kräutergarten des Bärenwirts in Eisenberg-Zell bei Pfronten. Schorsch Kössel führte uns durch seinen Garten und erklärte anschaulich und in Anekdoten die Wirkung seiner Kräuter. Der gelernte Koch kultiviert in seinem Garten über 500 Sorten Kräuter und Gemüse, die er in seinem Restaurant verwendet – in unserem Mittagessen wurden z.B. über 50 Kräuter verarbeitet.

thymian-sorten

Seine Begeisterung für die Pflanzen war deutlich spürbar und übertrug sich auf die Zuhörer – sein lebendig mitgeteiltes Erfahrungswissen wurde auf diese Weise leicht zugänglich. Als Gärtner hat er es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Pflanzen das richtige Milieu zu bieten, damit sie sich wohlfühlen, wachsen und gedeihen. Auf kleinen Schildern werden die unterschiedlichen Kräuter erklärt, oben seht ihr auf dem Foto die vielen verschiedenen Thymiansorten.

Zum Abschluss bekamen wir einen grünen Smoothie zu trinken, den Schorsch für uns bereitete: Er enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien und Chlorophyll – das Rezept für diesen Kräuterkuss hat er uns jedoch nicht verraten 😉 . Höchst sympathisch war mir sein Ansatz, dass Essen schmecken muss, nicht nur gesund sein soll (dies gilt auch für seine Smoothies, ich hätte gleich mehrere Gläser davon trinken können).

artemisia-stiefenhofen

Als intellektueller (jedoch mit ebenso großem Enthusiasmus für die Pflanzen) würde ich die Herangehensweise beim Artemisia-Garten in der Nähe von Stiefenhofen beschreiben, den wir am nächsten Tag besuchten. Dort werden über 300 Pflanzen angebaut, die sowohl für Tees verwendet werden als auch in der Gärtnerei zu kaufen sind.

artemisia-kraeutergarten

Auch hier  bekamen wir eine fachkundige Führung durch den Garten, bei der mich der Gründer Tilman Schlosser in einigen Punkten zum Nachdenken gebracht hat. So klingt z.B. sein Umgang mit Schnecken in mir nach, er lässt sie leben und betrachtet sie als Spiegel des Menschen, der sich gern großzügig an den Ressourcen der Erde bedient – dieses Verhalten anderen Wesen jedoch nicht gestatten möchte.

Giftige Nachtschattengewächse haben ebenfalls einen Platz im Garten: Bei Artemisia ist man der Meinung, dass man die dunklen Seiten in sich als auch in seinem Garten integrieren und nicht ignorieren solle.

angelika-engelswurz

Besonders beeindruckt hat mich das Feld mit Engelwurz: Die hohlstengeligen Pflanzen streben mit ihren Dolden zum Himmel, sie stellen damit eine Verbindung zwischen Himmel und Erde her. Ich habe durch die Betrachtung der Angelika einen neuen Zugang und Blickwinkel auf Pflanzen (und damit auch zu ätherischen Ölen) bekommen.

Mitgenommen habe ich auch den Gedanken, dass sowohl Pflanzen als auch Menschen eine Wildnis brauchen, um wachsen zu können: Im Garten und im Kopf darf es nicht zu aufgeräumt und kontrolliert sein. Und diese Wildnis sollte man pflegen – ich trage das Bild eines wild und romantisch zugewucherten Gartens seitdem mit mir herum. Eines meiner Lieblingsbücher in meiner Kindheit war Der geheime Garten von Frances Hodgson Burnett, in dem der Garten als Schutzraum für ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten dient.

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Neben den Gartenbesuchen konnten wir im Labor von Primavera dabei zusehen, wie man das Feuchtigkeitsfluid Neroli Cassis mischt: Fett- und Wasserphase wurden mit einem Homogenisierer vermischt, die noch leicht warme Creme durften wir dann direkt auf dem Handrücken testen.

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Krönender Abschluss der Duftreise war die Destillation von getrocknetem Thymian. Dazu wurde im Freien eine Wasserdampfdestille aufgebaut und uns deren Funktionsweise nahe gebracht. Die Qualität von ätherischen Ölen und Hydrolaten hängt von vielen Faktoren ab, entscheidend ist z.B. die Zeit: Schwere Duftmoleküle lösen sich nicht sofort, sondern bei manchen Pflanzen erst nach Stunden, erst dann erhält man ein möglichst vollständiges ätherisches Öl.

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Der schmale braune Rand ist das ätherische Öl, das sich aus mehreren Kilogramm getrocknetem Thymian ergibt. Auf einen Blick wird dabei klar, wie wertvoll ätherische Öle sind. Während der Destillation hatten wir die Möglichkeit, uns das Hydrolat in Flaschen abzufüllen.

Eine praktische Übung gab es auf der Duftreise ebenfalls: In den Beauty-Notizen habe ich am Freitag schon das Latschenkiefer-Raumspray gezeigt, das ich zusammen mit einer kleinen Gruppe kreiert habe. Die anderen Teilnehmer mischten bei dieser Übung im Seminar z.B. ein kühlendes Beinfluid, einen Körperpuder oder ein Körperöl.

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Zum Baden in einem der zahlreichen Seen bin ich leider nicht gekommen, das lag sowohl am wolkenverhangenen Wetter als auch an meiner Erkältung. Aber der Spaziergang um den Alatsee war trotzdem wunderschön und hat mich ein wenig an Finnland erinnert – vielleicht auch deswegen, weil die Berge von den Wolken verhüllt waren.

In meinem Kopf ist seit der Duftreise viel in Bewegung geraten, die Begegnung mit all den interessanten Menschen inspiriert mich sehr. Ich möchte mich mehr mit dem heilkundlichen Aspekt von ätherischen Ölen auseinandersetzen und denke sogar über weitere Fortbildungen nach; ich blättere nun täglich im Buch „Praxis Aromatherapie“ von Werner/von Braunschweig.

Außerdem beschäftigt mich das spannende Verhältnis von Erfahrungswissen und naturwissenschaftlichem Wissen, mein Horizont wurde in einiger Hinsicht erweitert. Und der Wildnis in mir werde ich auch mehr Beachtung schenken…

Habt ihr einen Garten? Kennt ihr das Allgäu? Kocht ihr viel mir Kräutern? Habt ihr das Buch „Der geheime Garten“ auch gelesen? Und wie pflegt ihr die Wildnis in euch?

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59 thoughts on “Duft- und Studienreise ins Naturparadies Allgäu mit Primavera
  • ida* sagt:

    Vielen Dank für diesen inspirierenden Bericht mit den zahlreichen Denkanstößen und geteilten Eindrücken! Am heutigen Lazy Sunday habe ich jede Menge Zeit und werde direkt auch mal mein Aromatherapie-Buch aus dem Regal holen und schmökern. Deine Duftreise klingt echt toll – in vielerlei Hinsicht: die Location sieht sehr ansprechend aus, die Vielzahl und Vielfalt der Pflanzen in den Gärten finde ich total beeindruckend (28.000 Pflanzen??? Das ist ja der Wahnsinn! Und die Thymianauswahl ist allein schon größer als mein Kräuterbeet.). Toll finde ich es auch, wenn sich der Geschäftsführer selbst Zeit für eine Führung nimmt, das drückt aus meiner Sicht viel Wertschätzung aus. Das Destillieren war sicher auch spannend und du hast recht – da wird auf einen Blick klar, wie wertvoll ÄÖ sind (und wieso die teilweise recht hohen Preise gerechtfertigt sind).

    Unsere Wohnung befindet sich auf dem Grundstück eines Hauses mit direkter Angrenzung an den Garten (und die Waschbärnachtwanderungsstrecke direkt vor unserem Schlafzimmerfenster…). Ich selbst träume auch schon seit Jahren von einem Garten mit hohen Hecken, in dem man durch eine Pergola in eine kleine verwunschene Wildwuchswelt gehen kann mit vielen Wildblumen, einer großen Kräuterschnecke, einem efeuumrankten Gartenhäuschen und einer großen Hängematte, die zwischen zwei Walnussbäumen baumelt. Das wird wohl noch ein paar Jahre Wunschdenken bleiben.

    im Allgäu war ich noch nie, mich zieht es eher in den Norden an die See. Da mein Freund aber großer Wanderfreund ist, steht ein Urlaub in Süd-D schon länger auf dem Plan.

    Die eigene Wildnis zu pflegen finde ich auch wichtig. Wildnis verbinde ich mit Begriffen wie Freiheit, Eigensinnigkeit, Natürlichkeit und Ungezwungenheit. Dazu zählen für mich zum einen viele Aufenthalte in der Natur, aber auch so Kleinigkeiten wie z. B. einfach mal ungeschminkt und mit ungemachten Haaren den Tag zu verbringen, sich auf Konzerten ungeniert bis zur Heiserkeit zu singen, barfuß durch den Garten zu laufen … Bzw. im eigenen Denken und Handeln auf Konventionen und auch Schönheitsideale zu pfeifen, seinen eigenen Kopf zu haben und eigene Wege zu gehen.

    Bin schon auf weitere Kommentare zu dem Thema gespannt!

    Euch allen einen „wilden“ Sonntag,
    Ida

    • beautyjagd sagt:

      „Wilder“ Sonntag, das gefällt mir sehr! Für mich hat die Wildnis im Kopf auch viel mit Freiheit und Eigensinn zu tun, aber auch mit Phantasie – wie Du schreibst, eben die eigenen Wege zu gehen und den Träumen Platz einzuräumen.
      Übrigens fand ich es auch beeindruckend, dass wir bei Primavera eine Führung des Geschäftsführers bekommen haben, das fand ich auch nicht selbstverständlich und sagt einiges über die Firmenphilosophie aus.
      Und Waschbärennachtwanderstrecke, ich werd verrückt, das ist ja toll 🙂
      Liebe Grüße

      • ida* sagt:

        So toll ist das mit den Waschbären gar nicht. Sie plündern nachts oft die Biotonne, das macht einen Heidenlärm und ziemlich viel Dreck auf dem Hof. Außerdem legt sich unser Kater, der in den wärmeren Monaten ja überwiegend draußen lebt, mit allen fremden Tieren an – so auch mit den Waschbären. Sie kämpfen dann manchmal ziemlich laut direkt vor unserem Fenster – da ist man nachts schlagartig hellwach! 😀 Der arme Kater hat schon ganz zerfetzte Ohren. Das nächtliche Waschbärtrippeln fand ich anfangs recht unheimlich, mittlerweile ist es für mich ein Signal dafür, dass der Winter definitiv vorbei ist. Sozusagen ein Teil des Jahreszeitenkreislaufs.

      • beautyjagd sagt:

        Stimmt, Waschbären sind ja äußerst neugierige und lebendige Tiere – kann mir gut vorstellen, dass man sich daran erst gewöhnen muss. Eine durchwühlte Biotonne ist natürlich nervig…

  • Kerstin sagt:

    Oh, wie schön und interessant. Danke fürs Teilen. 🙂

    Ich mag die Analogie vom Garten zur Welt. Das Schnecken und Giftpflanzen integriert und keine vermeintliche Idylle/ heile Welt geschaffen wird, wo letztlich doch hinter jedem Löwenzahn das Grauen lauert. Die Welt ist schön, auch wenn nicht alles perfekt oder heil ist oder vielleicht gerade deswegen.

    So einen Garten anzubauen, muss ungeheuer Spaß machen. Ich würde gerne mal einen Sommer lang, in so einem arbeiten und bis zur Ernte im Spätsommer bleiben. Wenn ich irgendwo draußen im Grünen bin, bin ich immer neugierig auf den Duft und muss an allen möglichen Blüten riechen. Hier in Berlin habe ich leider nicht mal einen Balkon, aber unser Hinterhof ist schön bepflanzt und wenn ich morgens aufwache, blicke ich als erstes in die Baumkrone eines alten Ahornbaums.

    Als Kind habe ich den „geheimen Garten“ leider nicht gelesen, aber auch wenn ich jetzt schon groß bin, habe ich Lust das Buch demnächst mal zu lesen. Es klingt nach einer schönen Geschichte für einen lauen Sommertag.

    Euch allen einen schönen Sonntag!

    • beautyjagd sagt:

      Ich werde den Geheimen Garten demnächst auch mal wieder lesen, habe ich mir vorgenommen! Das habe ich vor ein paar Jahren auch schon gemacht und sA Buch hat mir noch gefallen. Vor ein paar Wochen habe ich ja die finnischen Mumins gelesen, da habe ich mir auch gedacht, dass es Spaß macht, gute Kinderbücher zu lesen.
      „Die Welt ist schön, auch wenn nicht alles perfekt oder heil ist oder vielleicht gerade deswegen. “ Diesen Satz unterschreibe ich sofort!
      Liebe Grüße und noch einen schönen Abend

  • Mia sagt:

    Du verblüffst mich immer wieder mit Deinen Einträgen 🙂 Der Alatsee ist mein Haussee wenn ich meine Ma besuche….ich liebe dieses versteckte Kleinod!

    • beautyjagd sagt:

      Du kennst den Alatsee, das ist großartig 🙂 ! Ich habe den Tipp mit dem See von einer Mitarbeiterin von Primavera bekommen, mit der ich dann den Alatsee auch zusammen umrundet habe – es war wunderbar, der See ist sagenumwoben, das merkt man.
      PS: Freu mich total, dass Du dich mal wieder hier meldest und Du also meinen Blog noch liest – Du bist ja eine meiner treuen Leserinnen, die schon seit Anfang an dabei sind 🙂

      • Mia sagt:

        Deinen Blog lese ich immer noch im Abo 🙂 Und das sehr gerne! Ich finde auch die Art wie Du mit Kooperationen umgehst sehr toll und vor allem sehr glaubwürdig…Deine Artikel sind qualitativ hochwertig und man hat einfach Vertrauen, daß Du das sehr durchdacht angehst. Finde ich richtig gut! Das findet man selten auf anderen Blogs! Ganz liebe Grüße Mia
        PS: Durch meinen neuen Job komme ich einfach nur selten zum kommentieren, sei aber sicher ich lese jeden Beitrag 🙂

      • beautyjagd sagt:

        Deine Worte freuen mich sehr, und auch, dass Du noch regelmäßig mitliest! Alles Gute für den neuen Job 🙂

  • Birgit sagt:

    Dein interessanter Bericht und die wunderschönen Bilder machen richtig Laune mal wieder was bei Primavera zu machen. Das Engelwurzbild gefällt mir besonders, da ich das Öl sehr schätze. Und natürlich liebe ich Sexy Angelique.
    Das Allgäu kenne ich nur von 2 oder 3 Seminaren, eigentlich war ich nur in Kempten und Oy-Mittelberg, allerdings bevor sich PV dort angesiedelt hat. Als Urlaubsziel würde mich das Allgäu nicht so reizen, zuviele Berge.
    Frische Kräuter im Essen finde ich wunderbar. Ich bin mehr so die Spontanköchin und nehme dann eher die getrockneten Kräuter oder ätherische Öle, die sind halt immer verfügbar.
    Das Smoothie-Fieber hat mich auch erreicht, nur fehlt mir noch ein richtig gutes Rezeptbuch, gerade für die grünen Smoothies. Schade, dass dir der Schorsch das Rezept nicht verraten hat.
    Tja, die eigene Wildnispflege, gar nicht so einfach, ich kann Ida nur zustimmen. Es sind die Kleinigkeiten oder Momente, die wichtig sind, meist stecken wir doch in Zwängen, z. B. Arbeit, Verwandschaft, Nachbarn, die das Wilde domestizieren. Von Susanne Hühn gibt es ein Buch: Die kleine wilde Frau – Endlich Nein sagen lernen, vielleicht ist das ganz interessant, ich kenne es leider nicht, habe nur mal darüber gelesen.
    So, jetzt gehe ich auf die Terrasse und erfreue mich am Lavendel. Wir lassen ziemlich viel im Garten wachsen, andere sind eifriger im Unkrautjäten, aber wir haben dafür bestimmt mehr Schmetterlinge, Bienen, Mauerwespen und Grillen.
    Allen einen schönen Abend

    • beautyjagd sagt:

      Grillen mag ic auch sehr, auf den Allgäuer Wiesen konnte man sie so schön hören 🙂
      Sexy angelique gehört ja auch zu meinen Lieblingen, seit dem ich das Feld gesehen habe, noch mehr. Und das ätherische Öl muss ich mir auch bald zulegen.
      Beim Seminar wurde uns ein Smoothie-Rezept-Buch besonders empfohlen, leider finde ich in meinen Aufzeichnungen den Titel nicht mehr. Sobald ich darauf stoße, werde ich ihn Dir mitteilen.
      Danke für den Buchtipp! Ja, ich finde auch, dass der Alltag dazu neigt, die Wildnis aufzufressen – ich möchte mich in nächster Zeit wieder mehr an die Wildnis in mir erinnern, das habe ich mir für die Sommermonate fest vorgenommen.
      Dir auch einen schönen Abend!

  • Julchen sagt:

    Wow, sowohl deine Beschreibungen der Tage, als auch die Bilder der Gärten sind beeindruckend und faszinierend. Ich freue mich sehr, dass es in Zukunft wohl noch mehr über ätherische Öle auf Beautyjagd geben wird.

    Wir haben auch einen Garten, relativ groß mit ein paar Nutzpflanzen, z.B. einem unzerstörbaren Quittenbaum, Johannisbeeren und Pfefferminze und einigen gemütlichen Ecken. Unser Garten ist ordentlich, es darf aber auch leichte Wildnis geben. Gärten, die wie geleckt aussehen, sind nicht unser Ding.
    Julchen kürzlich veröffentlicht..Konsumiert: Alles klar mit Haut und HaarMy Profile

    • beautyjagd sagt:

      Ein unzerstörbarer Quittenbaum, das ist schön! Ich mag Quitten sehr gern, schon der Duft der Früchte einfach im Zimmer aufgelegt ist toll. Deswegen gefällt mir wahrscheinlich auch die Quittenlotion von Dr. Hauschka so gut.

  • Tini sagt:

    Hach, das hört sich himmlisch an. Seit meiner ersten Schwangerschaft bin ich eine totale Schnuppernase geworden und habe ich mich auch ein bisschen näher mit dem Thema Aromatherapie befasst. Lavendel hat mich durch seine Schutzfunktion damals total angesprochen.
    Ich bin mit einem großen Garten aufgewachsen, der mir mit seinen im Gras wild wachsenden Kräutern und Fülle an Walderdbeeren schon manchmal fehlt. Dann denke ich an die viele Arbeit und das ewige Rasenmähen und bin nicht mehr so arg traurig, keinen Garten zu haben.
    Wahrscheinlich ist das richtige Maß wichtig. Nicht zu groß und nicht zu viel kultivierte Fläche. Dann braucht man nur noch tolerante Nachbarn…
    „Der geheime Garten“ ist eines meiner Lieblingsbücher. Ich habe ihn allerdings erst im Erwachsenenalter entdeckt. Als ich noch die Kinderbuchabteilung leitete habe ich mir immer mal einen noch nicht bekannten (Kinder-)Klassiker vorgenommen und bin gerne in diese verzauberte Welt abgetaucht.
    Eine schöne Idee, sich ein Stück Wildnis zu bewahren. Im alltäglichen Stress und Zwangsgefüge vergesse ich das allzuleicht. Aber ich arbeite daran 🙂
    Vielen Dank für die Inspiration und Erinnerung

    • beautyjagd sagt:

      Ah, du kennst den Geheimen Garten, für mich ist es auch ein Klassiker 🙂 Gerade habe ich mal nachgesehen, das Buch ist von 1911, ist also schon über 100 Jahre alt!
      Ich habe in meiner Kindheit auch viel Zeit im riesigen Garten meiner Großmutter verbracht. Den Garten gibt es schon längst nicht mehr, aber ich trage die wunderbaren Erinnerungen daran immmer in meinem Kopf mit mir herum.

  • Oh Julie, ein ganz wundervoller Bericht über Deine Duftreise. Und wunderschöne Bilder. Dass Dich die paar Tage sehr beeindruckt und bewegt haben, kann ich mir segr gut vorstellen 🙂

    Ich bewundere schöne, gerne auch wilde, Gärten sehr. Ich habe leider (noch) keinen grünen Daumen und weiß, wie viel Arbeit so etwas bedeutet. Zum Glück habe ich die Möglichkeit den Garten meiner Vermieter mit zu benutzen. Dort abends zu sitzen ist jedes Mal ein Stück Urlaub. Man geht so zu sagen in eine andere Welt, wenn man in den Garten geht 🙂

    Liebe Grüße
    KleinesGehopse kürzlich veröffentlicht..Wolkenseifen Körperpuder [Review]My Profile

    • beautyjagd sagt:

      Hast Du es gut, dass Du an diesen schönen Sommertagen abends im Garten sitzen kannst 🙂 Und ja, ein Garten ist auch eine Menge Arbeit, im Moment könnte ich keinen haben, dazu verreise ich einfach zu oft. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt!
      Liebe Grüße

  • Silk sagt:

    Mein Papa hat einen kleinen Schrebergarten, leider steht er eher auf „aufgeräumt“ und „kultiviert“…………. nur bei einem kleinen Beet habe ich mich durchgesetzt- da streuen wir jedes Jahr eine Blumenmischung für die Bienen aus. Ganz bunt und da ist immer was los 🙂 Ich träume ja immer noch von einem riesen, mega Lottogewinn!! Ich habe schon mit einer Freundin abgemacht, dass wir einen riesen Hof mit seeeehr viel Land kaufen und die eine Hälfte bewirtschaften wir und bauen unser eigenes Bio- Gemüse an, wo gerne auch andere mit einsteigen dürfen: jeder hilft mit und darf sich seinen Anteil mitnehmen. Und bei der anderen Hälfte pflanzen wir ganz viele verschieden Nuss- und Obstbäumen (vielleicht alte, fast vergessene Obstsorten oder so) und die Wiese überlassen wir mehr oder weniger der Natur. Gerne mit vielen Blumen, „Unkraut“ und Wildkräutern… was sich halt so durchsetzt. Toll wäre noch ein kleiner Bach, ein paar freilaufende Tiere… ach, träum……………. Ich weiß nicht so richt wo ich es her habe, aber ich stand schon immer auf Oma`s alte Hausmittelchen und Pflanzenheilkunde. ÄÖ sind nicht nur spannend sondern auch sehr wirksam… nicht umsonst werden sie noch heute eingesetzt und ich bin froh das sie bei uns in der westlichen Welt wieder „neu“ entdeckt werden…

    • beautyjagd sagt:

      Na, dein Beet ist ja dann sozusagen der Teil Wildnis des Gartens 🙂
      Deine Träume finde ich sehr schön, ich sage ja immer, wenn man nicht träumt, besteht gar nicht die Möglichkeit, dass sich Wünsche erfüllen. Mit alten Obst- und Gemüsesorten habe ich es ja auch, ich würde dann gleich mal in eurem Garten vorbeikommen 🙂 !

  • Marie sagt:

    Vielen Dank für deinen inspirierenden Bericht. Schon nach dem vorherigen Post habe ich sofort Himmlische Düfte von Susanne Fischer-Rizzi aus dem Regal geholt und den ganzen Abend darin geschmökert, es ist einfach soo spannend, was Pflanzen bewirken und wie sie uns auf vielen Ebenen helfen können. Sehr schöne Bücher über das Wesen der Pflanzen schreibt übrigens auch Wolf Dieter Storl, er ist ein Orginal und hat jede Menge Erfahrungswissen.. Ich züchte jedenfalls einige Kräuter und Heilpflanzen auf unserer Terrasse und versuche mich in Ölauszügen von Blüten – Mal sehen, ob es klappt. Dazu werde ich bestimmt auch mal ein Seminar machen.

    • beautyjagd sagt:

      Himmlische Düfte war auch eines meiner ersten Bücher zum Thema ätherische Öle 🙂 Ölauszüge interessieren mich auch sehr, im Primabera Shop stehen Ballons mit Kamille in Öl. Im Seminar wurde auch darüber diskutiert, ob man die Ballons besser in die Sonne oder in eine lichtgeschützte Ecke stellt.
      Wolf Dieter Storl wohnt doch auch im Allgäu, irgendwie passt das ja 😉 .

  • Noemi B. sagt:

    Ein toller Bericht, Julie! Zeitweilen wurden die Augen verdächtig feucht….
    Leider hab ich keinen Garten, nur eine grosse Terrasse. Ich hatte einen Feriengarten vor und hinter unserer Wohnung in Korsika, da hab ich im Frühling immer gerne „aufgeräumt“ und mich sehr geärgert, als die Coproprieté begann die Gärten professionell zu machen. Ich wollte einen wachsenden, etwas wilden Garten und die haben alles immer runtergeschnitten auf Vorjahresniveau 🙁 doch mit den uralten, hochstieligen Geranien meiner Mutter hab ich immer gekämpft, die wachsen wie Unkraut! Ihre Rosen stehen und blühen aber immer noch dort.

    Meine gute Freundin hat einen grossen Garten und kennt sich sehr gut aus mit den Pflanzen, auch heilkundemässig. Wenn ich gelegentlich helfe, wenn ihr Rücken sie plagt, erzählt sie mir dauernd etwas zu dem Grünzeugs, das wir gerade bearbeiten. Das finde ich toll.
    Die Aromatherapie interessiert mich auch… werde mir wohl eins der Bücher bestellen.

    Die frischen Kräuter vernachlässige ich ehrlich gesagt… weil ich sie einfach vergesse 😉
    Und so ein grüner Smoothie wäre auch super. Hab mal im TV eine Dame gesehen, die war glaub über 70 und ernährte sich seit 40 Jahren vegetarisch. Dazu züchtete sie ihre eigenen Sprossen und Gräser, die sie zusammen mit Nüssen u.A. in den Mixer schmiss. Konnte es nicht glauben, aber die sah aus wie 45!!! Natürlich mit Yoga und sonst noch viel gesundem lifestyle.

    Die eigene Wildnis sollte ich auch etwas besser pflegen… da hast du recht.

    Wünsch euch allen eine gute Woche!

    • beautyjagd sagt:

      Mich haben viele der hier im Post von mir beschriebenen Gedanken auch sehr berührt, deswegen habe ich auch eine Weile gebraucht, bis ich sie formulieren konnte. Ich freue mich sehr, dass euch der Post inspiriert, dann kann ich etwas weitergeben von all dem, was ich in den Tagen im Allgäu an Gedanken geschenkt bekommen habe.
      Gartenarbeit im Austausch zu Pflanzenkunde, das finde ich toll!
      Dir auch einen guten Start in die Woche 🙂

  • Sun sagt:

    Hey Julie,

    die Reise hatte ja geradezu auch philosophische Aspekte. Wirklich toll! Besonders gut gefällt mir der Gedanke von Tilman Schlosser zu den Schnecken, aber auch zur Wildnis im Kopf werde ich mir wohl noch Gedanken machen. Eine gewisse Grundordnung im Kopf im Sinne von der Verarbeitung und Einordnung von Erlebnissen/Problemen/Erfahrungen benötige ich aber auf jeden Fall – vielleicht ist sie auch Grundlage für wilde und freie Gedanken fern ab von eingefahrenem Schubladendenken, welche bestehende Strukturen nicht hinterfragt. Auch Wildnis folgt ja einer gewissen Ordnung, auch wenn diese nicht so offensichtlich ist, wie sie manche Gärten aufweisen. Es bleibt Raum für Überlegungen 😀

    Liebe Grüße
    °Sun
    Sun kürzlich veröffentlicht..Ethical Fashion Show Berlin Juli 2013 [Part I]My Profile

    • beautyjagd sagt:

      Ja, die Duftreise hat mich zu einigen philosophischen Überlegungen angeregt!
      Für mich sind Strukturen auch wichtig (wie wahrscheinlich für alle), aber ich denke, dass Tilman Schlosser meint, dass es nicht förderlich ist, wenn es ausschließlich geordnet und zu steril ist. Ich bin dabei, da noch mehr die Balance in mir zu finden!
      Liebe Grüße

  • Waldfee sagt:

    Wir haben auch ein Haus auf 700 qm Grundstück. Unser Garten macht wenig Arbeit. Unkraut habe ich 1 oder 2 x in diesem Jahr gezupft. Ich sag immer, es ist ein Naturgarten. Es wird nicht gedüngt und ständig darin rumgewerkelt. Ich laß ihn einfach wachsen. Wir haben viele Stauden und kleine Gehölze. Wir haben Unmengen von Vögeln, Kleingetier, auch Schnecken, Ameisen und Mäuse. Und jedes Jahr Igel. Nachts höre ich oft die Füchse bellen und finde am nächsten Morgen die Kacki von ihnen, womit sie ihr Revier markieren. Ich sag immer: in der Natur kommt auch niemand und düngt und schnippelt ständig rum. Am liebsten mag ich meine Gewürze wie Basilikum, Rosmarin…Lavendel, Tomaten.
    Zu meiner Schande muß ich sagen, das ich einfach zu faul bin, jeden Tag im Garten zu arbeiten. Ich erhole mich lieber;-)

    • beautyjagd sagt:

      Euer Garten klingt wunderbar und verwunschen, mit all den Tieren, die sich dort heimisch fühlen! Da würde ich mich auch gern drin erholen und meinen Gedanken nachhängen 🙂

  • Theo sagt:

    Ich habe eine kleine, pflegeleichte Mietwohnung mit einer schönen, sonnigen Terrasse samt einem breiten, sich drumherum ziehenden Blumenkasten erwischt. Darin darf wachsen, was sich durch Vögel und Wind selbst aussät, und es ist jedes Jahr anders. Das ist mein Ü-Ei-Dschungel. Dieses Jahr haben sich da ganz viele Sonnenblumen angesiedelt und sehr viel Löwenzahn, irgendwelche violettfarbenen, gelben und weißen Blumen sowie Gräser. Keine Ahnung, was das alles ist, aber da tobt das Leben („Biotob“ 🙂 🙂 ) mit Bienen, Hummeln, Spatzen, Spechten, Eichhörnchen und im Frühling brütenden Stockenten, deren Kinder ich dann nach dem Schlupf immer zum Wasser tragen darf, begleitet von einer aufgeregten Mutter.

    Freiheit? Sich eizugestehen, was Zwänge sind, und diese rigoros abschaffen. Das hat bei mir nach dem Schlaganfall meines Mannes und dem von jetzt auf gleich völlig veränderten Leben bei Kleinigkeiten wie der Abschaffung von z. B. Weihnachtsfeiern (ja, auch mit der Familie!) und dem Geschenkekauf angefangen, und mich dann weiter zu veränderten Sichtweisen (Lehrer: u. a. Eckhard Tolle) gebracht. Mein größtes Abenteuer war dann, die Stelle mit knapp 45 zu kündigen, mit dem Rad durch Deutschland, Österreich sowie Norditalien zu fahren, hier und da einen Gelegenheitsjob (u. a. bei Aldi Boden schrubben, in einer Buchhandlung Titel sortieren, Weinlese usw.) zu machen und schließlich in einem Benediktinerinnenkloster in der Toscana vier Wochen zu schweigen und im Garten und in der Küche zu arbeiten. Was da alles an seelischem Zivilisationsmüll hochkam, grusel! Die Zeit war hart, aber auch sehr schön, völlig ruhig, tiefgehend und entschleunigend.

    Danach habe ich zwar wieder sittlich-deutsch meinen Beruf(ung) aufgenommen, aber mich nie wieder irgendwelchen lächerlichen Konventionen gebeugt und weiterhin entschleunigt gelebt. Das hat mich natürlich aus der Gesellschaft, aber dafür in den Luxus (oder Grundrecht?) Freiheit gebracht. Gegenständlicher Luxus, für den ich wirklich jeden Moment dankbar bin: Geregeltes Einkommen, Fahrrad und BahnCard 100 First, gute fleisch-/ milchlose Nahrung, Naturkosmetik.

    Dein Primavera-Aufenthalt hat mich an meine Klosterzeit erinnert, Julie, und ich verstehe total, wie schön das für Dich war.

    Ich bewundere die Menschen, welche sich mit Pflanzen in so kreativer Weise befassen können wie es die Primaveraner und Maienfelser oder auch die Beautyjägerinnen hier teilweise tun. Meine Daumen sind da eher weniger grün, seufz.

    LG,
    Theo

    • Marie sagt:

      Liebe Theo,
      Du triffst mit deinen Worten bei mir mitten ins Schwarze. Ich bin nur zu feige, das durchzuziehen. Bzw. Höre immer auf, wenn es ans eingemachte geht. Ist vielleicht menschlich, bringt aber nicht wirklich weiter. Hast du vielleicht einen inspirierenden Buchtipp für mich?
      Das mag jetzt etwas off topic in einem Beautyblog sein, aber interessant finde ich, dass du wieder in den alten Beruf zurückgegangen bist, das zeigt mir, das oft nicht der Job falsch ist, sondern nur die geistige Einstellung dazu, magst du dazu was sagen?
      Liebe Grüße
      Marie

      • beautyjagd sagt:

        Ich bin nun nicht Theo, aber mir hat bei meinen Entscheidungen (was den Beruf angeht) sehr geholfen, dass ich einen Coach (ist ja auch eine Art Lehrer) zu Hilfe geholt habe. Der hat mir beigestanden, als es ans Eingemachte ging. Ein im Nachhinein ein mehr als wertvoller Invest für mein gesamtes Leben, sage ich schon jetzt 🙂

      • Theo sagt:

        Liebe Marie,

        nur kein Stress! Denn dann bist Du ja wieder in der Schiene.

        Ich habe damals mit Osho angefangen und später u. a. bei Eckhard Tolle gehört. Der hat u. a. geschrieben: Eine neue Erde, Arkana-Verlag 2009; Jetzt! Die Kraft der Gegenwart, J. Kamphausen Verlag 2012; Stille spricht, Arkana-Verlag 2009.
        Dann Robert Betz, Raus aus den alten Schuhen! Ansata-Verlag 2013; Safi Nidiaye, Wieder fühlen lernen, Integral 2009 usw. usw.

        Am besten ist, Du gehst in eine Buchhandlung, Abt. Lebenshilfe und – ja, auch das – Esoterik und gehst die Buchrücken ab. Der Titel, der Dich anspricht, wird es zunächst einmal sein.

        Mach Dich auf eine lange ‚Reise‘ mit viel Arbeit und Widerständen gefasst und suche Dir wie Julie vielleicht einen Ratgeber, einen Coach, jemanden, der Dich anschubst, aber nicht beeinflusst.

        Es sprengt den Rahmen hier, ich könnte viel schreiben, auch von eigenen Erfahrungen, ‚Erleuchtungen‘, Zurückgeworfenwerden, Wiederaufrappeln – fang einfach an, egal, womit. Nur der erste Schritt ist der schwerste.

        LG, ich wünsche Dir von Herzen Kraft, es lohnt sich wirklich, Marie!
        Theo

        PS: Ich bin gerne in den Beruf zurückgegangen, weil er immer mein Herzenswunsch war, und ich nie etwas anderes machen wollte. Die Auszeit war aber notwendig, und hat mich auch vieles im Job anders, wenn nicht sogar gelassener sehen lassen. Ich habe mich nicht mehr an dem Karriere-Hamsterrad beteiligt und ganz bewußt Kollegen vorbeiziehen lassen. Ich möchte um nichts in der Welt mit ihnen tauschen. Ich habe Karriere gegen Freiheit getauscht, kein schlechtes Geschäft, wie ich finde.

    • Noemi B. sagt:

      Toller Beitrag, Theo!! Kann ich sehr gut nachvollziehen – vielleicht trau ich mich das auch mal, spätestens wenn ich in Rente gehe, stehen solche zeitintensiven Projekte an, für die ich als Alleinverdienerin z.Z. einfach keinen Raum habe.

      Daumen hoch und weiter so 🙂

      • Theo sagt:

        Aber Noemi, Du kannst ja auch einen eintage- oder minutenweisen Ausbruch veranstalten, indem Du einfach etwas machst, was Du immer machen wolltest und sei es, in Pfützen herumzuspringen, eine Strecke rückwärtslaufen, das Törtchen von allen Seiten bewußt anschauen und dann stückchenweise über eine Stunde gestreckt genießen – kurz: sich die Freiheit nehmen, Dinge, Vorgänge ganz anders zu sehen und zu tun.

        Das machen wir hier ja schon mit unserer Kosmetikwahl. Allein der Spaß, die verschiedenen Hydrolate zu schnuppern und dann der Sprühgenuss mitten ins Gesicht, eingenebelt von der olfaktorischen Schönheit der Natur. Das ist auch Freiheit, das dank gesunder Nerven genießen zu können!

        Ja, und wenn Du groß bist, ähm, verrentet, spätestens dann verwirklichst Du deine Träume. Versprochen?

        LG,
        Theo

  • Emma sagt:

    Liebe Theo

    Deine Zeilen haben mich berührt. Vielen Dank.

    • Theo sagt:

      Danke, liebe Emma, das ist nun wieder sehr berührend für mich!

      LG,
      Theo

      • ida* sagt:

        Dem kann ich mich nur anschließen – sehr berührende Zeilen! Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen, Theo!

        Liebe Grüße,
        Ida

      • Theo sagt:

        Uff, und ich hätte mich nach Absenden der Schilderung wegen meiner Logorrhö schon wieder ohrfeigen können, weil das ja Julies vorgegebenes Thema so gar nicht getroffen hat.

        Deshalb auch Dank an Dich, Ida, für Deine liebe Anmerkung!

        LG,
        Theo

      • beautyjagd sagt:

        Ah, von wegen, dein Kommentar trifft das Thema ganz genau! Schließlich geht es ja um die Wildnis im Kopf, um das, was man sich erlaubt und zugesteht in einer vielleicht übermäßig geordneten und kontrollierten Wohlstandswelt. Deswegen vielen herzlichen Dank für deine Worte!
        Freiheit ist eines meiner persönlichen Top-Themen, um das ich schon seit meiner Jugend „herumtanze“ und die Balance zwischen Geborgenheit und Freiraum auslote. Dieser Blog ist eines meiner Ausbruchsprojekte aus einer für mich zu geregelten und konventionellen Welt, in der ich mich befunden habe. Und trotzdem muss ich immer wieder von Neuem aufpassen, dass ich mich nicht selbst wieder einsperre – daran musste ich sehr viel während des Seminars bei Primavera denken, die Worte der Gärtner und Expertinnen für ätherische Öle haben einige Saiten in mir zum Klingen gebracht, die ich vielleicht etwas vernachlässigt habe in der letzten Zeit.
        Liebe Grüße

  • Sonny sagt:

    Deine Studienreise klingt ja traumhaft! Sowas würde ich auch gerne mal machen, evt. gehe ich mal zu den Maienfelsern, falls sie das wieder einmal anbieten.
    Ich selbst habe leider (noch) keinen grünen Daumen, bisher ist mir leider immer alles gestorben, meinen kleinen 2 Tuja Büschen auf dem Balkon geht es leider mehr schlecht als recht, als Folge des zuwenig giessen. Ich plane aber, meine Küchenkräuter in einen Topf auf dem Balkon umzupflanzen, z.Z. besitze ich nur einen Basilikum und einen Pfefferminz, der Rest ist leider auch gestorben. 🙁 Vom Bruder meines Freundes habe ich eine kleine Aloe Vera bekommen, ich hatte bereits mal eine, als ich jünger war und sie ist nicht gestorben! 😉

    Vielleicht ergibt sich der grüne Daumen mit der Zeit ja noch. Liebend gerne hätte ich Sonnenblumen auf dem Balkon, da ich diese über Alles liebe.

    Die Wildnis in mir muss ich nicht pflegen, die wuchert von alleine. 😉 Manchmal muss ich sie etwas zähmen, ansonsten würde mein Umfeld von Zeit zu Zeit wohl nicht mehr so gut mit mir klar kommen..Man könnte es ab und an auch jugendlichen Leichtsinn nennen, hihi. Ich hoffe aber, mir dies bewahren zu können.

    Ich hatte das Glück, in einem Haus mit riesen Wiese mit einem kleinen Apfelbäumchen aufwachsen zu dürfen. Die Wiese war immer wild, da gab es Blumen in Hülle und Fülle! Zudem pflegt meine Grossmutter, die auch da wohnt einen ziemlich grossen Blumengarten, sowie einen Teil mit Johannis- und Brombeeren. Dann gibts noch ein Mini-mini-Gewächshaus mit Salat, Radiesschen etc. Früher hatten wir auf der Wiese vor dem Haus eine Linde, wir haben immer die Blüten getrocknet, um damit Tee zu machen. Leider ist sie im Hitzesommer gestorben, da der Grundwasserspiegel zu tief gesunken war und musste gefällt werden, da Gefahr bestand, dass sie auf das Haus kippte. 🙁

    • beautyjagd sagt:

      So ein Maienfelser-Dufttag steht auch schon auf meiner Wunschliste, das stelle ich mir ebenfalls sehr inspirierend vor!
      Dass deine Wildnis in dir von allein wuchert, das ist sehr schön 🙂 Und vielleicht fällt es einem tatsächlich leichter, sie wuchern zu lassen, wenn man jünger ist. Allerdings habe ich manchmal den Eindruck, dass auch schon sehr junge Menschen arg auf Konventionen und Anpassung gedrillt werden und mit Zukunftsängsten in Schach gehalten werden… Wahrscheinlich muss man in jedem Alter um die Wildnis, Freiheit und ums Träumen ringen.

  • anajana sagt:

    Ein schöner Bericht, ich glaube das Seminar hätte mir auch gut gefallen.
    Ich habe keinen Garten, aber eine Dachterrasse und einen großen Balkon direkt an der Küche. Da zieh ich jede Menge Kräuter. Ich hab es nicht so mit Blühpflanzen. Außer Hortensien und Orchideen und ggf. noch Rosen. Aber ich freue mich z. B., wenn mein Schnittlauch blüht. Die Ernte ist dann zwar eher mau, aber mich freuts trotzdem. Ich experimentiere immer mal rum mit Tomaten, Paprika, Aubergine, Zucchini, Peperoni etc. Dieses Jahr habe ich jedoch darauf verzichtet, weil mir einfach die Muße dafür fehlte und wir zu viel unterwegs waren/sind. Ich liebe es mit frischen Kräutern zu kochen. Wir haben uns bewusst gegen einen Garten entschieden, weil ich Gartenarbeit nicht wirklich mag (das gilt für einen – ich nenn es mal – Zier- und Erholungsgarten) und sie mir zur Zeit zu zeitaufwändig ist.
    Auf der anderen Seite träume ich manchmal davon, nicht zu arbeiten, aber einen Hof mit einem großen Bauerngarten zu haben und alles selbst anzubauen, d. h. Selbstversorger zu sein. Meine Ernte frisch zu verwerten und einzumachen, Marmeladen zu kochen etc. Nun, die Marmelade koch ich trotzdem selbst mit z. B. selbst gepflückten Brombeeren (Yummie), aber der Selbstversorgergarten muss wohl noch was warten. Vielleicht werde ich eine Gartenbau studierende Rentnerin oder so.
    Schön finde ich den Gedanken mit der Wildnis. Ich würde es für mich auch mit Freiheit und Eigensinn gleichsetzen. Auch mal etwas anderes zu tun, als von einem erwartet wird. Nicht nur funktionieren, sondern tun wonach einem der Sinn steht. Ida hat es schön beschrieben mit dem eigenen Kopf haben, auf Konventionen zu pfeifen und eigene Wege zu gehen. Ich versuche das auch, auch wenn es nicht immer gelingt. Aber der Weg ist das Ziel. Und ich finde es schon mal einen Teil des Weges, wenn einem Zwänge/Unfreiheiten/Verhaltensmuster/falsche Erwartungshaltungen… bewusst sind. Meine Yogalehrerin liefert da immer viele Denkanstöße durch Texte von Lallaj, Eckhard Tolle, etc.
    Ich habe selbst schon festgestellt, dass man gerade in „Lebenskrisen“ (ich nenn sie mal so, obwohl ich den Begriff nicht mag) oder schwierigen Lebensphasen, viel eher den Mut hat auszubrechen, Konventionen zu brechen, mit Menschen zu brechen, die einem nicht guttun, da eh alles auf dem Prüfstand steht. Das sind dann vielleicht die großen Veränderungen. Aber ich glaube auch, dass man die kleinen Dinge ändern kann/muss, um Freiheit jeden Tag zu leben. Das Thema kann man gar nicht nur in ein paar Sätzen behandeln. Ein weites Feld. Sehr spannend.

    Bin sehr beeindruckt, von dem was Theo schreibt.

    • Theo sagt:

      Oder auch dankbar sein… Vorhin habe ich mich über so einen Autofahrer-Dödel aufgeregt, der meinte, Omma auf‘ m Radel zeigen wir mal, dass ihr Radweg wohl eher auf dem Friedhof als auf der Straße liegen sollte, und mich klassisch geschnitten hat. Es ergoss sich meinerseits ein durchaus farbenprächtiger, wenn auch leider nicht ganz druckreifer Wortschwall über den velophoben Fahrbahnabschnittsgefährten. Hinterher dachte ich, wie schön doch eigentlich mein Leben ist: Ich bin gesund, ich habe ein geregeltes Einkommen, eine schöne Wohnung, meine Notmeeris sind z. Zt. gesund usw. Diese kleine Dankbarkeitsübung mache ich jeden Tag, wenn irgendetwas ist; ich finde immer etwas, wofür ich dankbar bin, wie z. B. den kleinen Junikäfer heute früh, den ich aus dem Büro befördert habe, nicht ohne vorher seine Schönheit und den Ideenreichtum der Schöpfung zu bewundern, so viel tolle Sachen geschaffen zu haben/ zu schaffen.

      Im Alltag etwas ändern, das erfordert ständiges Bewusstsein bei all dem Trott, den Pflichten, den üblichen Abläufen, Anjana. Und Du hast völlig recht, finde ich!

      Einfach mal einen anderen Weg zur Arbeit nehmen, mal nicht hasten, sondern mitten in der Fußgängerzone innehalten und dem Spatzengezwitscher auf dem kleinen Bäumchen lauschen, am Wasser die Brauntöne im Gefieder einer Stockente zählen, mal einen ‚Reichen‘-Tag einlegen (sich schick anziehen und völlig ungeniert Edelboutiquen aufsuchen, die 6.000,00 EUR-Hermès-Kellybag in die Hand nehmen und gefühlt kaufen, bei Wempe sich schöne JaegerLeCoultre-Uhren vorlegen lassen usw.), mit einem 49,00 EUR Bahn-Sparpreis für einen Tag an die See/ in die Berge fahren, Beene ins Wasser/ Wandern und nachmittags wieder nach Hause, Tuschkasten kaufen und drauflos malen – egal, irgendwas aus der Kategorie ‚Aber das geht doch nicht, du musst doch, was sollen denn die Nachbarn sagen, denk an deinen Mann, du hast Pflichten, vergiss nicht, SPINNST DU?!‘

      Aber leider zensieren wir brav unsere eigenen Gedanken und Träume.

      LG,
      Theo

      PS: Wie war noch mal Julies Thema? 🙂

      • anajana sagt:

        Danke für den Kommentar, liebe Theo. Herrlich! Ich liebe diesen Gedankenaustausch.
        „….velophoben Fahrbahnabschnittsgefährten…..“ 😀 😀
        Ich bin auch jeden Tag dankbar für die Kleinigkeiten und Großigkeiten meines Lebens.
        War letzte Woche in London Manolo Blahnik-Schuhe anprobieren, obwohl ich nieee 600 GPB für Schuhe ausgeben würde 😀 und habe am Abend vorher mir die Seele aus dem Leib gesungen bei einem Konzert.
        Ist das Leben nicht schön?

        LG
        Anajana

        P.S. Das ist die Wildnis auf Julie’s Blog. 😉

      • beautyjagd sagt:

        Dein PS nehme ich als Kompliment, danke schön 🙂 !
        Für mich ist es auch der erste Schritt, mir erst mal bewusst zu machen, welchen Zwängen ich so unterliege – und dann auszuloten, welche Kompromisse akzeptabel für das eigene Leben sind und welche nicht tragbar sind. Ich neige sehr zum Funktionieren und musste auch erst mal herausfinden, was mich persönlich glücklich und zufrieden macht (und nicht nur die Erwartungen meines Umfeldes erfüllen). Ohne eine „Krise“ (ich mag das Wort auch nicht) ging das natürlich nicht ab, all die Zweifel und Unsicherheiten auszuhalten.
        Deswegen ist es auch so wichtig, ständig die eigene Wildnis und auch die Nachtschatten in seinem Kopfgarten zu pflegen, erst dann kann sich das Leben so richtig entfalten 🙂
        Liebe Grüße

      • Theo sagt:

        Hach ja, die berühmten Manolos muss ich auch mal auf meine Raubgräberquanten ziehen! 🙂 Was ist eigentlich an denen so toll? Sind die denn tragbar?

        Und singen, super! Ich habe z. Zt. ein neapolitanisches Karnevalslied aus dem frühen 16. Jh. im Schädel, was da auch nicht raus will. Also müssen die armen Zeitgenossen im Job oder auf der Straße darunter leiden, hihi! Der Oropax-Verbrauch in meiner unmittelbaren Umgebung soll Gerüchten zufolge nicht unwesentlich zugenommen haben.

        LG,
        Theo

      • Theo sagt:

        Huhu Julie,

        ich finde toll, wie Du dein Leben durchmodellierst. Und dass Du einen Coach vor einer Abbiegung genommen hast, verdient Hochachtung. Wir sind ja leider alle so erzogen, dass man seine Fragen und Probleme selbst löst, ist ja peinlich, andere damit zu belästigen oder sich sogar Hilfe zu holen! Mannomann!!

        Ich bin Dir dankbar, dass Du uns hier auch philosophieren läßt, ohne uns zum Thema zurückzuholen. Auf diesem Blog ist zwar alles humorvoll, aber nichts oberflächlich. Danke, alle Damen!

        LG,
        Theo

      • beautyjagd sagt:

        Und ich bedanke mich dafür, dass hier so viele tolle Kommentatorinnen unterwegs sind, das macht mich sehr glücklich 🙂

      • anajana sagt:

        Nur noch kurz zu den Manolos:
        Tja, sie hatten schöne Schuhe, keine Frage, aber eher nix für mich. Zu verspielt, zu wilde Muster, zu hoch, zu dünner Absatz, zu klein, viel zu teuer finde ich. Bis auf ein paar schwarzweiße Halbschuhe (ähnlich Budapester) wäre für mich nix dabei gewesen. Meine Freundin aber träumt von ein paar Manolos und hat sich nun auch welche bestellt.
        Ich hatte noch mehr Freude an den „feinen Damen und Herren“, die uns mal zweifelnd (pikiert?) angesehen haben, als wir dort – nicht schickimicki gewandet – wagten in den Schuhtempel einzulaufen. 😀 Und es uns dann auch noch erdreisteten Schuhe anzuprobieren. 😀 Das Vergnügen war unbezahlbar.

      • Silk sagt:

        Ich kann mir nicht helfen…. dich würde ich ja zu gerne mal sehen und ein Weinchen trinken gehen!! Irgendwie bist Du spannend. Ich glaube man kann einiges von dir lernen und „mitnehmen“! Scheinst viel erlebt zu haben… Vielleicht wird es ja doch mal irgendwann ein Beautyjagd-Treffen geben?! Obwohl es natürlich schwer wird, alle Leser so über ganz Deutschland, Schweiz usw. verteilt… aber wer weiß?? Bis dahin lese ich gern, nicht nur Julie`s Berichte, sondern auch die vielen Kommentare. Immer wieder interessant!

      • Noemi B. sagt:

        HA! Das Stichwort auf das ich auch schon lange warte:
        Beautyjagd-Treffen!!!

        *WINKmitZaunpfahl*
        *hust-hust*

        Herbst wäre ja nett, für ein Weinchen und so…. 🙂 🙂
        Kann auch November sein, Hauptsache es wäre mal….

      • beautyjagd sagt:

        Ich habe den Gedanken daran auch nicht vergessen und würde euch auch sehr gern mal kennenlernen 🙂

  • Bärbel sagt:

    Deine Studienreise wunderschön beschrieben und herrlich beflügelnd zu lesen,dies hatte zufolge ,dass ich gestern Abend noch lange im Bett in Himmlische Düfte gelesen habe.

    Das würde ich auch gerne mal machen ,alleine schon landschaftsmäßig ist der schöne Allgäu eine Reise wert.

    @Thea
    deine Zeilen haben auch mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt……

    • beautyjagd sagt:

      Danke für das schöne Feedback zu meinem Post! Mich werden die ätherischen Öle in der nächsten Zeit auch weiter beschäftigen, aml sehen, wohin sie mich führen 🙂

  • Sonja sagt:

    Das waren wieder einmal Beiträge, die man so – wenn es um einen Beautyblog geht – nur bei Julie findet 😉
    Habe erst gestern im Internet – wir haben keinen Fernseher – übrigens auch eine bewusste Entscheidung für mehr Gedanken-Freiheit, die letzte Beckmann-Sendung gesehen: [http://www.ardmediathek.de/das-erste/beckmann/endlich-mehr-zeit-entschleunigt-leben?documentId=15829036
    Finde sie passt hier so richtig dazu und auch ich „arbeite“ bewusst ständig an einer Entschleunigung bzw. dem Loslassen von Dingen, Menschen, Illusionen, welche einen in einer Art modernem Sklaventum oft den eigentlichen Sinn des Lebens vergessen lassen 🙁
    Es ist schön zu lesen, dass sich einige von Euch ebenfalls Gedanken dazu gemacht und/bzw. sie sogar bereits umgesetzt haben 😉
    Auch ich komme/kam schon so manches Mal „schräg“ rüber, weil ich z. B. vor gut zwanzig Jahren kein Fleisch/Fisch mehr gesessen und Bio-Lebensmittel/NK-Kosmetik gekauft habe, mir ein Jahr Auszeit nahm, um mir Wissen in der Naturheilkunde anzueignen, keine Geburtstage feiere (keine Zeugen Jehovas), mich wie Theo aus dem Karrierewahn ausgeklinkt habe…
    Was ich mit all diesen Schritten für mich heraus gefunden habe ist, dass es mich tatsächlich jedes Mal ein wenig mehr in die Freiheit geführt hat und ich mich dadurch immer ein wenig „leichter“ gefühlt habe – so als hätte ich in der Tat Ballast abgeworfen.
    Allerdings gibt es dann immer wieder den Alltag, welcher nicht nur wieder beschleunigt, sondern – glücklicherweise nur kurzfristig – diese Leichtigkeit vergessen lässt.
    Wichtig ist es meiner Meinung nach achtsam zu bleiben und hinzuspüren, was ansteht und was mir gut tut – ein Coach ist hier bestimmt hilfreich.
    Danke für die tollen Beiträge 😉

    • beautyjagd sagt:

      Ich lebe ja auch ohne Fernseher, schon immer. Deswegen war es für mich auch keine Umstellung ud es fällt mir auch nicht schwer, darauf zu verzichten- wahrscheinlich weil ich so viele andere Dinge im Kopf habe 😉 . Ich glaube, dass es wie bei allem auch beim Fernsehen auf die Dosis ankommt.
      Liebe Grüße 🙂

  • Johanna sagt:

    Oh, das klingt ganz wunderbar entspannend! Da hätte ich wohl auch mitgemacht 🙂
    Mein Freund bezeichnet mich immer als Kräuterhexe, und ich kann es kaum erwarten, dass mir mehr Grün zur Verfügung steht als sein kleiner Balkon. Immerhin habe ich da auch schon neun verschiedene Kräuter gepflanzt, ich liebe es, mit frischen Kräutern zu kochen, außerdem kann ich dann immer an Salz sparen, das ist sonst mein Laster.
    Ich gehe auch immer gerne mit meinem Vater spazieren, denn der kennt durch sein Studim sehr viele Pflanzen, auch Kräuter. Alles, was am Wegesrand steht, wird dann bestimmt, und ich versuche, mir soviel wie möglich zu merken. Über die Heilwirkungen wissen wir zwar beide nicht sehr viel, haben aber vor, uns das durch Bücher anzueignen 🙂

    • beautyjagd sagt:

      In meiner Kindheit und Jugend habe ich auch viel mehr Pflanzen als jetzt erkannt. Ich habe mir deswegen auf der Duftreise vorgenommen, zukünftig wieder öfter in mein Buch „Was blüht denn da“ zu gucken, das Buch hat mich früher oft auf Spaziergängen begleitet.

  • […] – an wunderbar sommerliche Landschaften denken lässt. Schon knapp zwei Jahre liegt meine Duftreise ins Allgäu mit Primavera zurück, bei der ich mir damals einen DIY-Tipp für ein Gesichtsöl notiert habe. Ich war spontan […]