Gesichtspflege Naturkosmetik

DIY: Mein blaues Gesichtsöl mit Schafgarbe

schargarbe-achillea-millefolium

Gerade erst vom Wochenende in den Bergen zurück, möchte ich euch heute ein Gesichtsöl vorstellen, das mich – auch im Winter – an wunderbar sommerliche Landschaften denken lässt. Schon knapp zwei Jahre liegt meine Duftreise ins Allgäu mit Primavera zurück, bei der ich mir damals einen DIY-Tipp für ein Gesichtsöl notiert habe. Ich war spontan begeistert davon und wollte das Öl eigentlich längst auf dem Blog zeigen, ständig kam dem Vorhaben jedoch etwas in die Quere – u.a. auch meine Forschungen zum Thema ätherische Öle wie die Basisinformationen zu ätherischen Ölen oder mein Werkstattbericht.

Das Foto oben zeigt eine Schafgarbe, die ich im letzten August fotografiert habe. Sie gilt seit der Antike als eine wichtige Heilpflanze in der Volksmedizin. Die Korbblütlerin mit dem botanischen Namen Achillea Millefolium wächst in ganz Europa, gern auf Wiesen oder an Weg- und Feldrändern. Der Wortteil „garbe“ stammt vom Althochdeutschen „garwe“ ab, was so viel wie heilen oder gesundmachen bedeutet. Mit Grund, denn die hübschen Blätter der Schafgarbe, die an Augenbrauen erinnern, haben eine wundheilende und blutstillende Wirkung. Auch bei Bauchschmerzen wird die Schafgarbe als Teeaufguss empfohlen. In diesem Post wird es jedoch nicht um die Blätter oder Auszüge aus der Schafgarbe gehen, sondern um das ätherische Öl der Blüten.

schafgarbe-kameliensamenoel-hydrolat

Das ätherische Öl der Schafgarbe fällt gleich ins Auge: Es hat eine tiefblaue Farbe, die erst bei der Destillation der Schafgarbenblüten entsteht (wie auch bei der Kamille blau). Für die Herstellung von einem Kilogramm ätherischem Öl werden übrigens 600 Kilogramm Schafgarbenblüten benötigt. Das ätherische Schafgarbenöl hat eine stark entzündungshemmende und zellregenerierende Wirkung, es kann auch bei Ekzemen helfen – und ist deswegen interessant als Zutat in einem pflegenden Öl.

Im Mittelpunkt des Schafgarbenöls steht das Chamazulen, das als äußerst hautfreundlich, entzündungshemmend und verträglich gilt. Kleiner Seitenschwenk: Als nachgebauter Einzelstoff kann Chamazulen durchaus auch einmal Allergien auslösen, im natürlichen Gesamtverband wie beim ätherischen Öl der Schafgarbe oder der blauen Kamille ist dies jedoch selten. Trotzdem ist es natürlich sinnvoll, vor dem Gebrauch des Öls einen Test in der Armbeuge zu machen (und bei einer bekannten Allergie gleich ganz darauf zu verzichten).

Bei meinen Recherchen für diesen Artikel bin ich auf große Unterschiede in der Zusammensetzung von ätherischen Schafgarbenölen gestoßen. So habe ich z.B. beim französischen Shop Aroma Zone ein relativ günstiges Schafgarbenöl aus Bulgarien gefunden, dessen Chamazulen-Anteil jedoch nur 1,22% beträgt. Ich habe deswegen nachgefragt, wie die analytischen Werte beim Schafgarbenöl von Primavera aussehen: Das ungarische Öl weist je nach Ernte einen Chamazulen-Gehalt von 11-17% auf, also deutlich mehr (bei einer Charge, auf die man besonders stolz bei Primavera ist, hat man 22% erreicht). Das dürfte auch die preislichen Unterschiede erklären.

scharfgarben gesichtsoel

Wie (fast) alle ätherischen Öle sollte man das Schafgarbenöl nicht unverdünnt anwenden. Auf der Duftreise bei Primavera haben die Aromatherapie-Expertinnen Maria Kettenring und Anusati Thumm folgenden Rezept-Tipp für ein Gesichtsöl bei entzündlicher oder geröteter Haut gegeben: In 30ml Kameliensamenöl mischt man 5 Tropfen ätherisches Schafgarbenöl. In diesem Fall ergibt sich somit eine – ich habe nachgerechnet – etwa 0,6%ige Verdünnung (25 Tropfen entsprechen etwa 1ml ätherischem Öl). Diese sehr niedrige Dosierung minimiert das Risiko von Unverträglichkeiten und ist trotzdem wirksam. Im renommierten Essential Oil Safety Report von Robert Tisserand wird aufgrund aller ausgewerteten Studien zum ätherischen Schafgarbenöl als „maximal dermal use level“ ein Höchstwert von 8,6% empfohlen, der bei diesem DIY-Öl also weit unterschritten wird.

Über Kameliensamenöl habe ich bereits auf dem Blog geschrieben: Das Teesamenöl mit einem großen Anteil Ölsäure ist stabil, wirkt schützend, pflegend, feuchtigkeitserhaltend und eignet sich als Trägeröl für Wirkstoffe. Es passt gut zu trockener und sensibler Haut, die enthaltenen pflanzlichen Begleitstoffe (Triterpene) sollen zudem eine irritationsmilderne Wirkung haben.

Das Gesichtsöl aus Kameliensamenöl und ätherischem Schafgarbenöl ist herrlich blau gefärbt, was mir Spielkind natürlich sehr gefällt (siehe Foto oben). Ich habe mir bei ersten Test nicht gleich die vollen 30ml angemischt, sondern eine kleine Flasche mit 5ml Fassungsvermögen verwendet (und mache das auch weiter so, weil ich die Abwechslung bei Gesichtsölen ja sehr liebe). Sinnvoll kann es auch sein, das Öl eine Zeit lang kurmäßig abends und morgens anzuwenden. Als befeuchtende Unterlage verwenden ich gern das Schafgarben Blütenwasser von Dabba, das ebenfalls entzündungshemmend wirken soll.

Apropos: In diesem Gesichtsöl ist das ätherische Schafgarbenöl nicht wegen seines krautig-warmen Duftes (der an Kamille erinnert) enthalten, sondern wird als pflegender Wirkstoff eingesetzt. Vielleicht ist dieser Rezept-Tipp eine Gelegenheit, mal einen anderen Blick auf ätherische Öle zu wagen… abseits vom Einsatz als Duft- oder Konservierungsstoff.

Und wie immer gilt beim Umgang mit ätherischen Ölen: Es ist entscheidend, dass das ätherische Öl von hoher Qualität ist und möglichst aus biologischem Anbau stammen sollte. Auf der Flasche muss unbedingt der korrekte botanische Name sowie die Herkunft genannt werden. Außerdem sollte man ausschließlich frisches Öl verwenden, so dass Abbauprodukte von Oxidationsprozessen im Öl die Haut nicht irritieren können.

Ich mag mein blaues Gesichtsöl sehr und mische mir immer wieder kleine Portionen davon an. Wer kein Öl im Gesicht mag, kann mit der Ölmischung auch eine Gesichtscreme verstärken: Einfach einen Tropfen des Gesichtsöls dazu geben – die blaue Färbung ist übrigens auf dem Gesicht nicht sichtbar. Wer auf blaue Beauty-Produkte steht, kann sich auch mal den Blue Cocoon von May Lindstrom ansehen, in dem das blau gefärbte ätherische Öl des Rainfarns zum Einsatz kommt.

Das Kameliensamenöl (30 ml, 14 EUR) und das ätherische Schafgarbenöl (5ml, 34,90 EUR) habe ich bei Primavera gekauft, das Schafgarbenblütenwasser von Dabba bei der Naturdrogerie (100ml, 14,95 EUR).

Habt ihr Erfahrungen mit Schafgarbe? Kennt ihr das ätherische Öl oder das Hydrolat? Mischt ihr euch manchmal ein Gesichtsöl? Steht ihr auch so auf die blaue Farbe wie ich 😉 ?

Teile diesen Beitrag:

66 Kommentare

  1. Sonny sagt am 29. Juni 2015

    Oh wow, das ist ja wirklich blau *staun*! Ich mag die Farbe sehr, echt faszinierend.
    Und die Wirkung gefällt mir auch, ich glaube fast, dass ich mir demnächst solch ein Öl zulegen werde. Kameliensamenöl habe ich nämlich schon zu Hause. 😉

    • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

      Ja, das ist wirklich richtig blau, darüber habe ich das erste Mal auch gestaunt! Am besten ist es vielleicht, wenn man sich ein ätherisches Ölfläschchen teilt mit jemanden, denn 5ml verbrauchen sich gar nicht so schnell.

      • Sonny sagt am 29. Juni 2015

        Denkst du, dass demnach auch 1ml reichen könnte? Von Farfalla gibts solche Kleinstmengen, die kosten dann auch etwas weniger.

      • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

        Ja, 1ml ist perfekt fürs erste Testen, finde ich (und reicht auch eine Weile aus).

  2. Schafgarbe zählt ja auch zu meinen Lieblingen. Ich mag den Geruch des ätherischen Öls sehr. Das Blütenwasser ist für die eine oder andere Nase eher gewöhnungsbedürftig, aber ich schätze auch krautige Düfte.

    Das ätherische Schafgarben-Öl kommt übrigens (mit allen anderen ätherischen Ölen) bei uns bald wieder zurück in den Onlineshop. Wir möchten nur alle Produktinfos ordentlich überarbeiten und haben ihnen deshalb eine „Online-Auszeit“ gegönnt. Dann gibt es auch das Schafgarben-Öl von Alteya (ebenfalls aus Bulgarien) bei dem ich noch mal den Chamazulen-Gehalt erfragen werde. Vielen Dank für den Hinweis darauf. Denn das hatte ich bis jetzt noch gar nicht so auf dem Schirm.

    Die Mischung finde ich übrigens grandios. Mit der blauen Farbe habe ich auch schon mal umprobiert. Es ist schon gewöhnungsbedürftig, dass ein Produkt für die Haut strahlend blau ist. Aber wie du ja schon geschrieben hast: die Farbe ist auf der Haut nicht sichtbar.

    Aromatherapeutisch lässt sich ja ganz viel mit Schafgarbe machen. In der Kosmetikkabine kann man sehr gestresste Menschen, bei denen man es auch der Haut ansieht, gut abholen, indem man einen Tropfen des Öls auf den Fingern verteilt und dann die Hände ein paar Zentimeter vor dem Gesicht entlangführt. Das entspannt beide. (Über die Haut bekommt man als Behandelnde gleich auch ne Portion innere Ruhe ab. 😉 )

    Noch eine Ergänzung bei der Verwendung ätherischer Öle: auf dem Etikett ist bei den üblichen Herstellern die Haltbarkeit nach Anbruch aufgedruckt. Diesen Wert sollte man für Anwendungen auf der Haut möglichst nicht überschreiten. Die „Uhr tickt“ wirklich erst nach dem ersten Öffnen, da die Öle unter eine Schutzatmosphäre ohne Sauerstoff abgefüllt werden. Deshalb sollte man auch nach dem ersten Öffnen auch häufiges Schütteln eher vermeiden – so hält es im Zweifel noch etwas länger. Wichtig ist: die Oxidationsprozesse lassen sich bei vielen ätherischen Ölen nicht am Geruch erkennen. Also einfach Datum des ersten Öffnens auf der Flasche notieren. Dann weiß man es ganz genau.

    „Kühl, dunkel und trocken“ meint übrigens nicht Kühlschrank (kann im Zweifel sogar eher negativ sein. Gemeint sind um die 20°C, sonnengeschützt und nicht in feuchten Räumen wie Bädern.

    Abschließend möchte ich mich noch für die Verlinkung bedanken! 🙂

    Ganz liebe Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

    • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

      Daaaanke für Deine Ergänzungen!! Auf die seelischen aromatherapeutischen Aspekte vom Schafgarbenöl bin ich in diesem Post gar nicht eingegangen, um den Post nicht noch länger zu machen. Da gäbe es auch noch ganz viel dazu zu sagen, denn Eliane Zimmermann beschreibt das Schafgarbenöl ganz toll als „Begleiter im Wandel“-Öl, zB in der Menopause. Und es ist ein schönes Öl, um runterzukommen, so wie Du das ja auch beschreibst. Ich liebe es und mag nicht mehr ohne.

  3. Barbara sagt am 29. Juni 2015

    Schönes Rezept! Bei blauen Glasflaschen / Tiegeln werde ich immer schwach. Auch bei Mineralwasser. Und den Blue Cocoon von ML fand ich schon spannend wegen der Farbe des Balsams – den etwas krautigen Geruch sollte man allerdings mögen 🙂
    Blau als Heilfarbe soll den Blutdruck senken, für einen ruhigen Schlaf sorgen und kann angebl. Fieber senken sowie Entzündungen mildern.
    Ist das äth. Schafgarbenöl photostabil und könnte man es tagsüber ungestraft tragen? Ich pinse zur Zeit rum wegen Pigementflecken.

    • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

      Ja, den krautigen Duft muss man mögen, das denke ich auch!
      Und Du meinst, ob das ätherische Öl phototoxisch wirken könnte? In meinen beiden Fachbüchern (Werner /von Braunschweig und Tisserand) werden in den analytischen Werten keine Furocumarine genannt, dürfte also kein Problem sein.

      • Barbara sagt am 29. Juni 2015

        Ja, meinte ich 😉
        Lieben Dank fürs Nachsehen … ich hatte über Suchmaschinensuche dazu erstmal nix gefunden.

      • Vielleicht sind es dann andere Inhaltsstoffe, die zumindest bei empfindlicher Haut Reaktionen hervorrufen können. Susanne Fischer-Rizzi warnt in ihrem Buch vor Reizungen durch Sonne in Kombi mit Schafgarbenöl.

      • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

        Hat sie denn einen Grund angegeben? Würde mich interessieren, denn manchmal gibt es in älteren Fachbüchern noch Angaben, die mittlerweile überholt sind. Im Essential Oil Saftey Report von 2014 steht nichts davon, und da sind über 4000 Studien zu ätherischen Ölen berücksichtigt. Als Sonnenöl würde ich Schafgarbe aber nun auch nicht verwenden.

      • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

        Hat sie denn einen Grund angegeben? Würde mich interessieren, denn manchmal gibt es in älteren Fachbüchern noch Angaben, die mittlerweile überholt sind. Im Essential Oil Saftey Report von 2014 steht nichts davon, und da sind über 4000 Studien zu ätherischen Ölen berücksichtigt. Als Sonnenöl würde ich Schafgarbe aber nun auch nicht verwenden.

      • Schafgarbe beinhaltet Kampher und Bitterstoffe. Diese Bestandteile werden als zumindestens hautreizend bei Sonneneinstrahlung gewertet. Photo t o x i s c h noch nicht, eher -allergen.

        LG,
        Theo

      • Susanne Fischer-Rizzi nennt keine Inhaltsstoffe, die Auslöser sein könnten, sondern empfiehlt Menschen, die allergisch auf Korbblütler reagieren, vor Gebrauch einen Test in der armbeuge zu machen. Das paßt ja genau zu dem, was Theo oben sagte.

      • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

        Ja, so ein Test ist auf jeden Fall gut, das habe ich ja oben auch im Text geschrieben 🙂

  4. Ach, ich mag mittlerweile Öle ja sehr gerne, sowohl im Gesicht, als auch am Körper. Es gehört schon richtig zu meinem Pflegeritual.
    Von Schafsgarbe habe ich im Zusammenhang mit Kosmetik noch nichts gehört und von Kamelie generell nichts. Aber beides finde ich sehr interessant, gerade aufgrund der Wirkstoffe, die gerade meiner empfindlichen Haut sehr gut tun würden. Die blaue Farbe ist da natürlich ein schönes Gimmick, würde mich jetzt aber glaube ich auch nicht unbedingt zum Kauf verführen.
    Vielleicht schaffe ich mir mal ein Fläschchen Schafgarbeöl an, sobald ein paar andere Öle aufgebraucht sind. Interessant finde ich im Übrigen auch Avocadoöl. Das soll auch sehr gute Wirkstoffe haben. 🙂

    Viele Grüße
    natty gyal

    P.S. natty gyal hat kürzlich veröffentlicht Meine neue Liebe: Mineral Foundation

    • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

      Avocadoöl ist toll, ich mag es auch sehr, vor allem im Winter. (Es ist ja ein fettes Öl, kein ätherisches Öl wie das Schafgarbenöl.)

      • Gwendu sagt am 30. Juni 2015

        Ich habe – weiß leider nicht mehr wo – den tollen Tipp gelesen, Aloe vera Gel 1:1 mit einem Körperöl zu vermischen. Das klappt ganz wunderbar. So kann ich mein Avocadoöl, das bei mir eine schöne weiche Haut macht, auch im Sommer verwenden. Das zieht alles ratzfatz ein. Das Schafgarben- und das Kamelienöl stehen nun schon auf meiner Wunschliste. Ach, was bekommt man hier für tolle Tipps und Anregungen!

  5. Birgit sagt am 29. Juni 2015

    Schafgarbe war mit eins der ersten Äth.Öle, die ich gekauft habe. Ich habe mir damals eine Mischung gegen Menstruationsschmerzen gebaut.
    Es war von La Balance, eine Firma, die es leider nicht mehr gibt, und der Duft war unglaublich ausgewogen gereift, stimmig und sanft. So ein fantastisches Öl habe ich leider nie wieder gefunden.
    Für Gesichtsölmischungen habe ich es noch nie ausprobiert. Allerdings ist es in meiner Mischung gegen schmerzende Knie enthalten.
    Blaue Öle sehen natürlich immer sehr ansprechend und edel aus, das Auge heilt mit. Ich mag es blau!

    • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

      Ja genau, für Menstruationsschmerzen ist das Öl auch super geeignet (schreibt Theo weiter unten ja auch noch 🙂 ). Und dass das Schafgarbenöl Dein erstes ätherisches Öl war, finde ich ja sehr beeindruckend, meines war sicher Rose oder Jasmin oder etwas ähnlich „normales“.

      • Birgit sagt am 30. Juni 2015

        Es waren gleich mehrere, Jasmin war auch dabei für die Mensismischung und natürlich auch Orange und Bergamotte.

  6. Natalie sagt am 29. Juni 2015

    Oh, freue ich mich über diesen Post, liebe Julie!

    Ein DIY Gesichtsöl Post mit chemisch-analytischem Hintergrundwissen, lässt mein naturwissenschaftliches Herz höher schlagen 😀

    Ich gebe zu auf diesen Bericht lauere ich schon seit dem großen Jahresrückblick 2013, wo das ätherische Schafgarbenöl zu deinen Jahresfavoriten zählt und du schreibst, dass du darüber noch berichten wirst!

    Mir steckte das Öl ja sofort in der Nase und ich musste erstmal schlucken, als ich es im Primavera Shop mit Preis abgerufen habe.

    Die tintenblaue Farbe finde ich wunderschön! Und mit dem Primavera Kameliensamenöl liebäugele ich auch zur Zeit, da ich diese Woche ein paar Sensisana Kamelienkapseln benutzt habe, die aber vielleicht bereits ranzig waren ???
    Ich habe gleich mal in deinem Kamelienpost nachgeschlagen, wie das Öl eigentlich riechen müsste und bin sehr skeptisch. Dabei müssten die einzelnen Kapseln doch recht gut haltbar sein, oder? Nunja, da muss offensichtlich bald Ersatz her 😛

    Ich habe mir jüngst gestern Chiasamenöl bei denn’s mitgenommen und möchte mir auch bald mein eigenes Gesichtsöl damit mischen.
    Ich liebe ja Avocadoöl, dazu Chia und wenn ich es beduften würde (ich traue mich wegen meiner empfindlichen Haut nicht so recht) würde ich das Primavera Lavendel extra wild nehmen. Mein absolutes Lieblingsöl unter den ätherischen. Es duftet so köstlich und meiner Nase nach deutlich besser als Lavendel extra fein.

    Sonnige Grüße!

    Natalie

    • @Hallo Natalie,
      das Gefuehl, dass die Kamelienkapseln ranzig waren, hatte ich auch.Meine habe ich in Just Nature gekauft. Vor Ort habe ich eine Kosmetikerin, die diese Kapseln auch benutzt. Sie hat mir ihre Kapseln aufgemacht( sie waren frisch bestellt) und ich habe meine augemacht, sie rochen beide gleich. Kamelienoel hat fuer meinen Geschmack einen ranzigen Duft. Von Primavera Kamelienoel riecht aehnlich.
      Der Duft von Kamelienoel mag ich nicht so sehr, dagegen aber der Duft von Boretschoel. Meine Freundin hasst der Duft von Boretschoel. So sind unsere Nasen alle unterschiedlich 😉

      Liebe Gruesse
      Mary

      • Natalie sagt am 1. Juli 2015

        Hallo Mary,

        gut zu lesen, dass du ähnliche Schnuppererfahrungen mit dem Kamelienöl gemacht hast. Das beruhigt mich ein bißchen und hält mich erstmal davon ab, die teuren Kapseln zu entsorgen 😉

        Ich gebe zu, sie sind bestimmt bereits zwei Jahre alt und ich „horte“ meine teuren Schätze und verwende sie nur sehr selten – dabei ist das glaube ich nicht die beste Herangehensweise und eher eine falsche Art von Sparsamkeit, wenn sie dann irgendwann garnicht mehr verwendbar sind 😀

        Boretschöl finde ich auch spannend! Wo beziehst du deins her?
        Ich habe mal behawe ins Auge gefasst, aber noch nie dort bestellt. Dort gibt es zumindest auch kleine Mengen…

      • mary sagt am 1. Juli 2015

        @Hallo Natalie,
        mein Boretschoel ist von Melvita.

        An deiner Stelle wuerde ich bei Sensisana fragen, wie lange sind die Kapseln haltbar. Aber wie gesagt, fuer mich riecht Kamelienoel ranzig, aber so ist der Duft.

        Lieber Gruss
        Mary

    • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

      Ja, ich liebe das Schafgarbenöl nun schon eine ganze Weile – und Du bist wirklich eine superaufmerksame Leserin, dass Du Dir das gemerkt hast 🙂
      Von Deiner geplanten Ölmischung könntest Du Dir ja erst mal eine ganz kleine Menge anmischen, so etwa 5ml und gerade mal einen Tropfen Lavendelöl dazu und testen, ob es Dir „bekommt“.

      • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

        PS: Auf den wilden Lavendel extra warte ich schon länger, der ist ja leider ausverkauft und wurde mir auch schwer ans Herz gelegt. Und das Kameliensamenöl duftet schon etwas eigenwillig, finde ich, auch wenn es ganz frisch ist.

      • Natalie sagt am 1. Juli 2015

        Danke für den Tip, ich glaube, ich werde mich heute mal heranwagen 😀
        Erst erschien mir 1 Tropfen auf 5 ml auch noch etwas viel, aber ich habe gerade mal auf der Flasche geschaut und dort empfehlen sie 12 Tropfen auf 50 ml.

        Es überrascht mich, dass der Lavendel extra bereits wieder ausverkauft ist. Im letzten Herbst als mein letztes Fläschchen zu Ende ging war dies auch der Fall und ich musste erstmal eine Weile warten.. Bestimmt gibt es davon nur kleine Ernten!

      • Der Lavendel extra kann nur zu einer bestimmten Zeit im Jahr in Wildsammlung geerntet werden – von einem einzigen Berg. Die Menge ist also stark limitiert und die Nachfrage steigt jedes Jahr.

        Beste Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie | Uwe

  7. Ellalei sagt am 29. Juni 2015

    Obwohl Blau nicht meine Lieblingsfarbe ist klingt diese Mischung super! Ekzem ist ein Stichwort bei dem ich direkt hellhörig werde. Bei dem Preis des ÄÖ muss ich aber erst überlegen oder zwecks Teilen rumfragen.

    Zur Zeit habe ich ebenfalls ein blaues Öl in Gebrauch, mit blauem Rainfarn, das ich erst noch länger nutzen muss um was zu einer Wirkung sagen zu können.
    Die Wirkpotenz darf man beim selbst mischen wirklich nicht unterschätzen, da bin ich zunächst dankbar ein fertiges Produkt kennenzulernen. Mit Schafgarbe habe ich allerdings noch keine Ölmischung bewusst wahrgenommen. Danke dir für den tiefen Einblick, das ist sehr wertvoll!

    Liebe Grüße

    • Petra sagt am 29. Juni 2015

      Ach nee, du hast auch den blauen Rainfarn? Da hätten wir ja teilen können. Ich habe ihn bisher in einer Handmaske verwendet und gelegentlich zum pimpen von Creme, wenn meine Haut spinnt, wie z. Zt. Und wenn unsere Aroma Zone Gemeinschaftsbestellung da ist, wollte ich ihn mal mit Spirolina und Chlorelle in einer Honigmaske verwenden, evtl. mit weißer Heilerde, müsste eine coole türkise oder meergrüne Farbe ergeben.
      Das Hydrolat von Dabba mag ich sehr, ich habe auch noch einen Schafgarbetee, den mag ich deutlich weniger gern. Auch die Pflanze in natura finde ich nicht gerade so toll vom Duft (ähnlich wie Kamille), aber die Blattläuse stehen ja auf beides total. An das äÖ werde ich mal die Nase halten, aber wenn das müffelt, ist das nichts für mich. Da aber jede Nase anders riecht, macht hier nur Versuch kluch ?

      • Ellalei sagt am 29. Juni 2015

        Nein, ich habe kein Rainfarn-Öl, sondern ein Gesichtsöl in dem das als einer der Wirkstoffe enthalten ist. Das kam vielleicht nur so rüber. Daher mixe ich mir also auch nix selbst damit.

        Die Maskenmischung klingt ja auch interessant. ich mach mir jetzt erstmal eine Feuchtigkeitsmaske nachdem ich eben zu Hause angekommen bin nach doch recht langer Autofahrt und davor ein paar Minuten in der Sonne. Im Hotel war es auch recht warm. Nun ist die Haut doch etwas trocken und will etwas verwöhnt werden (oder eher ich). 😉

    • Seid vorsichtig mit Rainfarnöl, Mädels.

      Die Verwendung der Pflanze taucht gesichert erst im Mittelalter auf (Capitulare de villis Karls d. Gr.). Das ätherische Öl wurde als Anti-Floh- und Anti-Läuse-Mittel verwendet. Über den Erfolg ist eigentlich nur bekannt, dass man die Untermieter aufgrund der Einfärbung nun besser im verfilzten Haar fand. Neuere Forschungen zeigen eine gute Wirkung als Anti-Herpes-Mittel. Eine kurzzeitige Verwendung (2 Wo.) in Hautkosmetika zwecks Behandlung einiger Problemchen mag angehen, dann aber Öl wechseln, da RFÖ zu den ätherischen Ölen gehört, welche die Hautbarriere durchdringen und sich mit Leber und Nieren anlegen. Außerdem: Ab 1 gr. Pflanzenteile-Verzehr gibts Vergiftungserscheinungen, ab 3 gr bitte bei Grieneisen vormerken lassen.

      Wenn Ihr es nur ‚blau‘ wollt, nehmt lieber die netten Ölchen wie Kamille oder Schafgarbe.

      Letztere ist das typische Frauenöl des Mittelalters (Capitulare, H. v. Bingen etc.) und wird besonders bei Frauenkram eingesetzt. Der Hammer: Öl außen, zugleich Tee innen. Anwendung: Abends Öl 10:1 (1 Tr. äther. Öl auf 10 T Trägeröl) mischen, anwärmen und auf Unterbauch einmassieren, danach feuchtwarmes Handtuch drauf, sich in Decke einwickeln, Schmöker lesen und Schafgarbentee trinken: Mensisschmerzen sind am nächsten Morgen weg.
      LG,
      Theo

      • Petra sagt am 29. Juni 2015

        Danke für den Tip, Theo. Ehrlich gesagt, habe ich insgesamt bisher maximal 10 Tropfen verwendet von dem Rainfarnöl, denn der „Duft“ ist nicht der beste. Mit Kamille muss ich extrem vorsichtig sein, oft reagiere ich mit Allergien darauf. Aber künftig spiele ich dann eben mit Schafgarbenöl herum 😉

      • Birgit sagt am 29. Juni 2015

        Der blaue Rainfarn (Tanacetum annum) ist nicht giftig. Er sollte nur nicht mit dem giftigen (Tanacetum vulgare) verwechselt werden.
        ML würde wohl kaum toxische äth. Öle verwenden, denke ich mal.

      • Ellalei sagt am 29. Juni 2015

        Hallo Birgit: In meinem Öl (von Herbivore Botanicals) ist auch der Blaue Ranfarn enthalten. Ich habe dazu ebenfalls diese Unterscheidung gelesen bevor ich das Öl gekauft habe. Vom Duft bin ich allerdings alles andere als begeistert. Vielleicht kommt das noch, bei anderen hat esebenfalls etwas gedauert…

        @ Theo: Lieben Dank für deine mahnenden Worte. Beim nichtblauen Rainfarn sind wir gewarnt! Und auch sonst sollte unbedingt die zu verwendenende Menge in Fachliteratur nachgelesen werden. Ist ja alles nicht nur Spielzeug hier. Auch wenn es Spaß macht.

        Liebe Grüße

      • Birgit sagt am 30. Juni 2015

        Hallo Ellalei, mich begeistert der Duft des blauen Rainfarn auch nicht. Mal schauen, ob ich ihn irgendwann mag.

    • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

      @Ellalei: Ätherische Öle wirken wirklich schon in kleinsten Mengen, das wurde bei Primavera im Seminar auch immer wieder betont! Auch für die blaue Färbung des Kameliensamenöls genügt schon diese kleine Menge aus, das ist faszinierend.

      • Ellalei sagt am 29. Juni 2015

        Die klein(st)en Mengen ÄÖ will ich auch bei meinen Maskenmischungen erreichen, da mir zumindest einige in den ersten Versuchen zu stark duftend geworden sind. Dabei ist es aber nochmal extra schwierig, da zumindets was den Duft betrifft, manche Öle intensiver sind mit 2 Tropen und bei anderen diese 2 Tropfen gar nichts ausmachen. Bei der Wirkung mag es ähnlich sen, da ist ein „Studium“ absolut sinnvoll.

    • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

      PS: War sehr schön, Dich zu sehen am Wochenende!!

      • Ellalei sagt am 29. Juni 2015

        Dito, auch wenn die Zeit so knapp war. Es gab einfach zu viel „zu tun“ 😀

        Ich freu mich (wie alle) schon auf deinen Bericht. Jeder empfindet es ja anders und du schaust eh aus einer anderen (professionellen) Persepktive auf das Event. Ich habe es jedenfalls genossen und werde noch etwas Revue passieren lassen müssen.

  8. Bei Schafgarbe muss ich immer an Sommerurlaube als Kind in Dänemark auf dem Land zurückdenken. Da haben wir oft Kräuter gesammelt für die Kräuterbutter, die wir uns abends am Lagerfeuer aufs Stockbrot geschmiert haben. Schafgarbe kam da auch immer rein und es war natürlich total köstlich 😀

    Gesichtsöle reizen mich immer, aber jetzt gibts erstmal keine Neuanschaffungen. Habe gerade bei Aroma-Zone bestellt, weil ich wieder Rohstoffe für mein Haaröl brauche. Dabei konnte ich natürlich nicht widerstehen und hab auch ein paar Kleingrößen Öle fürs Gesicht gekauft. Und ein fertiges Gesichtsöl steht hier schon unangebrochen rum…

    Ist auch echt nicht so leicht, eine Sammlung ätherischer Öle zu „managen“. Wie machst du das denn, Julie? Du hast doch bestimmt ganz viele… 😀

  9. Gesichtsöle sind ja nichts für mich, ich hatte aber mal eine blaue Creme mit Azulen, die ich sehr schön pflegend fand für meine empfindliche Haut. War aber keine NK. Ist denn das Schafgarben-Azulen dem aus der Kamille ähnlich oder ist es sogar identisch?

    • Kamille und Schafgarbe sind verwandt und beinhalten beide das Chamazulen (Vorstufe Matricin). Die leicht unterschiedlich Wirkung erklärt sich aus den anderen, unterschiedlichen Bestandteilen.

      LG,
      Theo

  10. Liebe Julie,
    ich bin schon in Oelfieber. Danke fuer die neue Anregung. Fuer naechste Bestellung bei AZ habe ich mir notiert. Blau Farbe bei einem Oel klingt toll.

    Inspiriert von deiner GELBEN KIRSCHEN Post, habe ich in Weissrussland auf den Markt danach gesucht und tatsaechlich noch welche gefunden. Und ja, da kammen die Erinnerungen aus meiner Kindheit und Schulzeit. Sie sind suess, wie Honig. Einfach lecker, hmmm.

    Liebe Gruesse
    Mary

    • beautyjagd sagt am 29. Juni 2015

      Oh toll, dass Du gelbe Kirschen gefunden hast, und noch viel netter, dass Du an mich gedacht hast <3
      Und im Ölfieber bin ich ja fast immer, hihi.

  11. Ich möchte auch bald mein erstes DIY Öl kreieren zur Narbenbehandlung. Dank Theos Erwähnung von Nardenöl in einem früheren Post bin ich darauf aufmerksam geworden. Und ich wollte euch gerne fragen, wie ihr das Nardenöl mischen würdet? bei meine Internetrecherche habe ich ein Rezept mit Hagebuttenkernöl gefunden. Aber so recht weiß ich noch nicht mit welchem Öl eine Mischung sinnvoll wäre.

    • Liebe Anni,

      am besten Nardenöl als alleiniges ätherisches Öl in Trägeröl geben (3 Tr. äther. Öl in 5ml Trägeröl bzw. bei generell empfindlicher Haut 1 Tr. äth. Öl in 5ml Trägeröl, entsprechend hochrechnen auf die von Dir gewünschte Menge),

      LG,
      Theo

    • Hallo Anni,

      wie schon richtig geschrieben wurde, eignen sich Narde und Immortelle gut zur Narbenbehandlung. Ich würde noch Cistrose und Lavendel nennen wollen – diese lassen sich auch super zu gleichen Teilen mit Immortelle in ein Trägeröl mischen. Bei Notfällen(!) können sie auch gemischt einmalig pur aufgetragen werden (je 3 Tropfen) bzw. an einem Tag mehrfach (laut einschlägiger Literatur). Es gelten aber weiterhin alle Hinweise zum sicheren Umgang mit ätherischen Ölen. (Vor allem: es sollten keine Allergien auf eines der Öle vorliegen und die Person muss erwachsen sein.)

      Ansonsten gibt es eine ganze Reihe von ätherischen Ölen, die einen positiven Effekt haben und die man ebenfalls hinzugeben kann: Bergamotte, Jasmin (Absolue), Rose (Absolue), Benzoe, Tonka und auch Karottensamen.

      Als Trägeröle kann man Wildrosenöl gemischt mit Johanniskrautöl (also Johanniskrautauszug in Olivenöl), Mandelöl, Avocadoöl und/oder Sanddornöl verwenden.

      Noch ein Hinweis: weniger ist oft mehr. Ich habe einfach mal allgemein aufgeführt, welche ätherischen Öle und Trägeröle man verwenden kann. Es lässt sich daraus eine „persönliche“ Mischung ableiten, die man selbstverständlich auch variieren kann. Ich würde mich mit 1-3 ätherischen Ölen und 2-3 Trägerölen an die Sache herantasten.

      Absolues bitte auch nur je 1 Tropfen auf 100 ml. Das reicht in der Regel völlig. Bei anderen ätherischen Ölen kann man je 3 – 10 Tropfen zugeben. Im Zweifel einfach an die Empfehlung auf dem Fläschchen halten oder in der geeigneten Literatur nachlesen.

      Beste Grüße aus Mainz
      Die Naturdrogerie | Uwe

      • Lieber Uwe, vielen Dank für deine ausführliche Information und die wertvollen Hinweise. Somit kann meiner Mischung nichts mehr im Wege stehen 🙂
        Liebe Grüße Anni

      • Petra sagt am 30. Juni 2015

        Ich habe auch gleich los gelegt, ein kleines Fläschchen Aloe Vera Saft mit 1 Tropfen blauen Rainfarn, sieht cool aus so himmelblau und riecht gar nicht so schlimm. Der Knaller ist aber die Mischung 50 ml Jojoba-Öl, 50 ml Aloe Gel, je 1 Tropfen blauer Rainfarn, Yuzu und weil es irgendwie unrund war noch 1 Benzoe Siam. Duftet frisch und trotzdem warm ohne dass der Rainfarn zu prominent vorstinkelt. Das coolste sind aber die beiden Phasen, das sieht soooo cool aus!

    • winterweiss sagt am 2. Juli 2015

      Meine Empfehlung zur Narbenpflege: 30 ml Wildrose/Hagebuttenkernöl (kaltgepresst) mit 5 Tropfen Karottensamenöl, 5 Tropfen Rosengeranie, 5 Tropfen Lavendel fein, 5 Tropfen Benzoe Siam. Hat mir großartig auch bei „alten“, wetterfühligen Narben geholfen.
      Narde ist ein sehr schönes Öl, aber auch teuer und schwer zu bekommen, weil die Pflanzen unter Naturschutz stehen.

  12. Birgit sagt am 30. Juni 2015

    Liebe Anni, ein Superöl zur Behandlung von Narben, alten wie neuen, ist das ätherische Immortelle-Öl. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit gemacht.

    • Liebe Birgit, das äther. Immortelle-Öl habe ich mir gleich mal vorgemerkt. Und genau wie du es beschreibst will ich alte und neue Narben damit behandeln. Im Dekollte habe ich immer wieder Pusteln, die sich unschön vernarben und das Gewebe verwachsen. Mal schauen ob sich das Hautgewebe mit dem Öl etwas bessert. LG Anni

  13. Wow, die Farbe ist wunderschön und ja, allein deswegen muss ich es wohl irgendwann mal probieren (: ! Bisher habe ich Öle nur pur verwendet oder als gekaufte/fertige Mischung. Selbst mischen möchte ich aber auch unbedingt mal. Ich würde mir auch eine kleinere Menge mischen, weil Gesichtsöle ja meist ewig halten und ich auch gern etwas Abwechslung habe (: . Danke für das tolle DIY und liebe Grüße.

    • beautyjagd sagt am 1. Juli 2015

      Ich habe mir die kleinen Glasflakons bei Beauty&Nature gekauft, erst war ich skeptisch, ob 5ml eigentlich sinnvoll sind – und stellte dann fest, dass die Größe für mich perfekt ist, weil ich ja gern abwechsle.

  14. Ein toller, informativer Post. Da bekommt man sofort Lust aufs Selbst-Mischen. Derzeit taste ich mich an ÄÖ heran, und es macht wirklich Freude.

    Da du den Qualitätsunterschied zwischen dem Öl von Aromazone und Primavera ansprichst – ist der vermutlich in allen ÄÖ so gravierend? In jeder Literatur wird beschrieben, man soll unbedingt auf gute Qualität etc. achten, dann kommt man aber je nach Öl in ganz ordentliche Preislagen. Aromazone bietet dagegen Preise an, die sind ziemlich gewaltig – niedrig. Irgendwoher muss der Preisunterschied ja kommen, also geringere Qualität? Ist dann das extraktionsverfahren der „etablierten“ Hersteller besser, oder wie kann man sich das erklären? Viele der ÄÖ dort sind ja auch kbA etc. gelabelt. Lohnt es sich überhaupt mit den Ölen von Aromazone zu experimentieren – oder tut man sich mehr ein Gefallen mit weniger und ausgewählteren Produkten dafür einer höheren Qualität zu experimentieren?

    • beautyjagd sagt am 2. Juli 2015

      Aroma Zone bezieht seine ätherischen Öle von wechselnden Anbietern, wurde mir gesagt – da kann also durchaus mal ein gutes Schnäppchen dabei sein. Sehr gut finde ich, dass sie die analytischen Werte angegeben haben, so konnte ich (bzw. die Kunden allgemein) gut vergleichen. Welche Inhaltsstoffe in einem Öl enthalten sind, hängt auch vom Anbaugebiet ab, die Pflanzen haben sich an ihre Umgebung angepasst und weisen unterschiedliche Inhaltsstoffe auf. Dazu kommt natürlich auch, wie gut die pflanzliche Ware ist, die destillliert/extrahiert wird. Kommt also drauf an, ist meine Antwort, was Aroma Zone angeht – und was man genau mit den ätherischen Ölen machen will.

      • Danke für die Info. Es ist echt toll, dass du immer so viel Hintergrundinformationen hast.

    • beautyjagd sagt am 6. Juli 2015

      Nun hat sich Primvera nochmal zum Thema Qualitäten von ätherischen Ölen bei mir gemeldet, und ich gebe die Infos zur Ergänzung hier gleich mal weiter:
      „Wie Sie sicher verstehen, möchten wir keine Aussagen zu anderen Herstellern machen, sondern können nur von unseren eigenen Qualitätskriterien sprechen.
      Sie haben vollkommen Recht mit Ihrer Aussage, dass die Qualität besonders bei ätherischen Ölen eine enorme Rolle spielt. Schließlich werden ätherische Öle unmittelbar über die Haut oder die Nase in den Körper aufgenommen und entfalten hier ihre Wirkung. Daher achten wir bei Primavera besonders auf therapeutisch wirksame Inhaltsstoffe.
      Synthetische oder sog. naturidentische oder auch „mit Essenzen unterschiedlichster Herkunft gestreckte“ Aromaöle können dies nicht leisten. Nicht natürliche Stoffe werden vom Körper nur schwer verstoffwechselt und bilden ggf. Depots, was gesundheitsschädlich sein kann.
      Um unseren hohen Qualitätsstandard kontrolliert-biologisch, z. T. auch in Demeterqualität erzeugter ätherischer Öle zu sichern, legen wir bei Primavera seit der Unternehmensgründung von vor fast 30 Jahren großen Wert auf den direkten Kontakt zu unseren Bio-Anbaupartnern. Daher werden die frisch geernteten Pflanzen direkt vor Ort von speziell ausgebildeten Fachleuten auf schonende Weise destilliert und abgefüllt.
      Wenn die ätherischen Öle als Rohstoff in unser Haus kommen, werden sie hier sorgfältig weiterverarbeitet. Bevor dies beginnt, führen wir zur Kontrolle dank neuester Technikstandards regelmäßige Wareneingangskontrollen mit Hilfe unserer Gaschromatographen, einem speziellen Messgerät zur Qualitätsbestimmung, durch.
      Unsere Wohlfühl-Produkte aus den Bereichen Aromatherapie und zertifizierter Bio- & Naturkosmetik unterliegen strengsten Qualitätsvorgaben.
      Es wird ausschließlich in Deutschland, hier am Firmensitz im Allgäu, produziert. Über die auf den Fläschchen befindliche Chargennummer können wir jedes Produkt zurück verfolgen, vom Regal bei Ihnen zuhause bis zum Acker und Erntezeitpunkt. Sie als Kunde können somit sicher sein, dass die ätherischen Öle bei primavera absolut naturbelassen, unverfälscht und sortenrein und damit 100 % naturrein sind. „

  15. Wirklich spannend! Hab schon länger nicht mehr über ein Thema so gerne gelesen, das mir vor allem total unbekannt ist. Danke!

  16. Pingback: Jahresrückblick (2): Best of Naturkosmetik 2015 | Beautyjagd

Kommentare sind geschlossen.