Branche Naturkosmetik

Ätherische Öle: Ein Bericht aus der Blogwerkstatt

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Um an die Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen (chinesische Weisheit).

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Habt ihr euch schon gefragt, wo wohl mein angekündigter Post zum Thema ätherische Öle bleibt? Im Artikel mit den sieben Fakten über ätherische Öle habe ich versprochen, bald noch etwas über den Sinn und die Wirkung von ätherischen Ölen in der Hautpflege zu schreiben.

Ich bin dran! Nur gestalten sich meine Recherchen deutlich langwieriger, als ich es vorher gedacht hatte. Dass ich meine Blogposts nicht in einer halben Stunde schreibe, das dürfte hier wahrscheinlich schon allen klar sein. Wenn es aber um ein so komplexes, umstrittenes und offensichtlich auch hochemotionales Thema wie ätherische Öle geht, dann muss ich die Wissensbasis noch breiter und fundierter als sonst aufstellen und möglichst viele unterschiedliche Quellen berücksichtigen. Deswegen habe ich mich heute dazu entschlossen, euch einen Blick in meine Blogwerkstatt werfen zu lassen und von meinen Gedankengängen zu berichten.

Aktueller Anlass dazu ist eine Art kleiner Forschungsaufenthalt, den ich in den letzten beiden Tagen bei Dr. Hauschka verbracht habe. An manchen Stellen meiner Recherchen bin ich mit meinen Büchern und den im Internet publizierten Artikeln und Studien einfach nicht mehr weiter gekommen – Verzweiflungsanfälle ob des Themas inklusive 😉 . Viele meiner Fragen (nicht nur zu ätherischen Ölen, sondern auch zum Grundverständnis von Formulierungen von Kosmetik) konnte ich gestern und vorgestern mit Experten von Dr. Hauschka vor Ort besprechen, den neuen Informationen werde ich in der nächsten Zeit nachgehen.

In meinem Jahresrückblick hatte ich ja bereits davon berichtet, dass mich die Philosophie von Michel de Montaigne mit seinem positiv-neugierigen und humanistischen Skeptizimus zurzeit stark inspiriert. Ich stelle mir also bei jedem Buch, jedem Artikel oder jeder Studie über ätherische Öle die Frage, welche Einwände man dagegen haben könnte. Und dadurch werfe ich neue Fragen auf, denen ich dann wiederum nachgehen muss.

Ich scheue mich sehr, „Ergebnisse“ zu präsentieren, wenn ich das Gefühl habe, die Sachlage noch nicht zu überblicken. Der Vorteil dieser vorsichtigen Haltung ist klar: Ich vermeide Schnellschüsse, die mir in einiger Zeit peinlich sein könnten 😉 . Der Nachteil ist jedoch, dass mich die Komplexität der Materie davon abhält, einfache (und manchmal entsprechend anziehende) Losungen ausgeben zu können. Grundsätzlich pflege ich keine schwarz-weiße Weltsicht und kann deswegen nicht bestimmte Inhaltsstoffe verteufeln oder in den Himmel loben. Ich würde dadurch einer komplexen Materie wie den ätherischen Ölen (und auch der Kosmetik im Allgemeinen – und welchem Thema im Leben überhaupt?) nicht gerecht werden.

Konkreter: Ätherische Öle bestehen aus bis zu 500 einzelnen und unterschiedlichen Komponenten. Das macht es für mich schwierig, Aussagen glaubwürdig zu finden, die alle ätherischen Öle jeglicher Qualität über einen Kamm scheren.

Eine der Hürden bei meinen Recherchen ist es für mich, das Design bzw. den Aufbau von Studien zu beurteilen. Es gilt dabei z.B. die Dosierung von ätherischen Ölen zu berücksichtigen (in Hautpflegeprodukten sind die Konzentrationen von ätherischen Ölen meist sehr niedrig, in Studien höher). Oder aber man muss Testergebnisse einschätzen, die „nur“ an Zellkulturen in der Petrischale im Labor gemacht wurden (die sich daraus ergebenden Erkenntnisse können nicht unmittelbar mit der Anwendung der Kosmetik auf der Haut gleichgesetzt werden).

Viele Aussagen und Studien konzentrieren sich zudem auf isolierte Einzelstoffe von ätherischen Ölen. Auch hier kann man das Ergebnis der jeweiligen Studie nicht einfach auf das gesamte ätherische Öl übertragen, das den jeweiligen Einzelstoff enthält: Einzelne Inhaltsstoffe verhalten sich im Verbund mit anderen Stoffen ganz unterschiedlich.

Betrachte ich also immer nur einzelne Teilaspekte (die in sich durchaus logisch und nachvollziehbar sind) und ziehe daraus meine Schlüsse, dann kann es letztlich doch sein, dass die Wirklichkeit damit komplett auf den Kopf gestellt wird. Am Beispiel des Elefanten habe ich das ja schon mal in anderem Zusammenhang auf dem Blog beschrieben: Betastet ein Blinder ausschließlich den Rüssel des Elefanten, könnte er auf die Idee kommen, eine Schlange vor sich zu haben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist komplex, aber es geht schrittweise voran mit meinen Recherchen! Bitte habt Verständnis, dass es noch etwas dauert, bis ich meine Antworten und meine Haltung zum Thema ätherische Öle in der Hautpflege gefunden habe und auf dem Blog beschreiben kann.

Ich empfinde die Komplexität des Themas übrigens mittlerweile nicht mehr als abschreckend, sondern als eine besondere Herausforderung, fast als ein Geschenk. Ich nutze die sich bietende Gelegenheit, meinen Geist zu schärfen sowie Widersprüche – und auch Widerstände – aushalten zu lernen. Komplexität ist schon deswegen toll, weil man etwas über sich lernen und an einer eigenen Haltung arbeiten kann.

Habt ihr auch schon mal so ein Thema gehabt, an dem ihr lange herumgekaut habt, bis ihr Klarheit für euch gewonnen habt? Manchmal sind es ja auch gar keine beruflichen Sachthemen, sondern persönliche Angelegenheiten, für die man Zeit benötigt.

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35 Kommentare

  1. Von dem Wunsch nach Differenziertheit und wertfreier Information getrieben kaue ich im Grunde ständig an Themen herum und entwickle meine Sichtweise in dem Grad weiter, in dem ich Neues erfahre und lerne. Aus meinem naturwissenschaftlichen Studium weiß ich, dass wir den komplexen Zusammenhängen nie wirklich auf den Grund gehen werden. Jede Erkenntnis wirft neue Fragen auf. Daher betrachte ich das, was ich weiß und weitergeben kann immer nur als „state of the art“ – nach aktuell bestem Wissen und Gewissen recherchiert, aber nie mit Anspruch auf absolute Wahrheit.

    • beautyjagd sagt am 12. März 2015

      Genau, das ist auch meine Sichtweise: Die absolute Wahrheit werde ich mit Sicherheit nicht herausfinden können, aber es dauert einfach auch ganz schön lange, meine eigenen Antworten zu finden und diese so wertfrei wie mir möglich darzustellen 🙂

    • Diese Aussage kann ich nur bestätigen! Und ich bin sehr gespannt auf beautyjagds Sichtweise auf dieses Thema. 🙂

      Liebe Grüße
      Lea.

  2. Ich finde es sehr gut und vor allem auch sehr verantwortungsvoll von dir, dass du dich so intensiv mit diesem Thema beschäftigst. Aromatherapie bei Kindern, was ja neben ätherischen Ölen auch Kräuterkunde umfasst, ist sozusagen „mein Thema“ im Moment. Da muss man besonders umsichtig sein und es ist nicht mit einmal Nachschlagen getan. Glücklicherweise habe ich für den ersten Einstieg bereits ein unteressantes Buch gefunden und werde sicherlich einige Hersteller kontaktieren, um noch tiefergehende Informationen zu erhalten.
    Ich freue mich auf deinen Beitrag und wünsche dir weiterhin viel Erfolg 🙂

    • beautyjagd sagt am 12. März 2015

      Hast Du denn das Buch Praxis Aromatherapie von von Braunschweig/Braunschweig? Es ist nicht ganz günstig (etwa 50 EUR), aber wenn Dich das Thema ätherische Öle wirklich packt, ist es sehr wertvoll! Auch im Bezug auf ätherische Öle bei Kindern/Schwangerschaft etc. Di auch viel Spaß weiter beim Forschen 🙂

      • Nein, aber ich habe mir gerade eine Leseprobe sowie das Inhaltsverzeichnis angesehen. Es ist sehr umfassend und genau das richtige. Danke dir für den Tipp! 🙂 Im Moment lese ich in dem Buch „SOS Hustenzwerg“ und nutze „Naturkosmetische Rohstoffe“ ebenfalls als Nachschlagewerk. Es macht viel Spaß sich darin einzulesen 🙂

  3. Die von dir beschriebenen „Schnellschüsse“ zu einem Thema kenne ich leider von mir selbst x) …da möchte man unbedingt über ein bestimmtes Thema bloggen und kann so schnell doch nicht alles überblicken. Glücklicherweise bekommt man ja direktes Feedback und die Meinungen der Leser/anderer Blogger bringen einen noch etwas weiter. So kann sich also ein Blogpost auch entwicklen, nachdem er eigentlich schon „aus dem Sack ist“ ^^ . Aber natürlich möchte man annähernd Experte auf dem Thema sein, über das man einen Artikel veröffentlicht. Mir geht es schon seit Langem so mit einem Blogpost zum Thema Konservierungsmittel. Das ist auch so ein komplexes Thema und es gibt so viele Konservierungsstoffe, dass ich am liebsten ALLES integrieren möchte. Deshalb fristet dieser Blogpost auch schon seit einem halben Jahr ein trostloses Dasein in meinen Entwürfen (: …
    Ich freue mich schon auf deinen fertigen Blogpost. Liebe Grüße.

    • beautyjagd sagt am 12. März 2015

      Ja, das ist das Tolle am Bloggen, dass die Reaktionen zu einem Artikel einem selbst auch immer wieder zu neuem Wissen verhelfen 🙂 Konservierungsmittel sind auch so ein Thema, ich recherchiere auch schon länger zum Thema Alkohol in Kosmetik – ich kann gut verstehen, dass Du da auch zögerst, schnell einen Post dazu zu schreiben.

  4. Ein ganz toller Post (ich mag einfach so „Hintergrund-Postings“ und nicht immer nur die schöne Präsentation von Produkten auf Blogs), der mir sehr aus der Seele spricht. Mir ergeht es eigentlich so mit dem gesamten Thema Kosmetik 😉 Bei all den Mythen und wissenschaftlichen Studien, die oft auch mit Vorsicht zu genießen sind und oftmals fehlenden Informationen, finde ich es extrem schwierig tatsächlich Aussagen zu treffen, die meinem „Wahrheitsempfinden“ entsprichen. Es ist wie immer im Leben; nichts ist monokausal, das macht es interessant, aber den Erkenntnisgewinn auch schwierig.
    Bei Michel de Montaigne erkenne ich auch mein Credo „es gibt keinen Gedanken, der nicht schon einmal gedacht wurde“ wieder. Während meiner Recherchen zur Masterarbeit habe ich ihn gestreift und finde seinen Skeptizismus großartig. Insbesondere seinen Begriff der Wahrnehmung und die Grenzen derer. Es begeistert mich immer wieder, wenn der Ausgangspunkt für heutige Überlegungen und Studien Gedanken sind, die bereits vor Hunderten von Jahren formuliert wurden (und diese sich auch heute noch bestätigen).

    • beautyjagd sagt am 12. März 2015

      Danke fürs Kompliment! Michel de Montaigne finde ich in einiger Hinsicht sehr modern, sonst würde er mich wohl auch nicht so ansprechen. Es gibt Themen in der Menschheit, die sind wohl zeitlos und universal.

  5. Petra sagt am 12. März 2015

    Au weia, das klingt mehr nach einem Buch als nach einem Blogpost. Ich schätze es natürlich sehr, dass du so umsichtig recherchierst und solche Themen sehr umfassend beleuchtest, aber die abschließende Wahrheit kann es zu ätherischen Ölen wohl nicht geben. Dazu dürfte das Thema zu umfassend sein. Wenn ich alleine schon daran denke, dass das äÖ zweier Pflanzen derselben Art aus unterschiedlichen Regionen und den damit einhergehenden unterschiedlichen Wachstumsbedingungen unterschiedlich duftet und therapeutisch in unterschiedlicher Art und Weise eingesetzt wird… Wie kann das in einem Blogpost über äÖ im Allgemeinen abgebildet werden?!? Ich bin gespannt, wie du das lösen wirst und freue mich auf den Post oder die Serie (oder auch das Buch 😉 ).

    • beautyjagd sagt am 12. März 2015

      Hihi, ein Buch ist zu dem Thema nicht geplant, das überlasse ich den Fachexpertinnen wie Ruth von Braunschweig oder Eliane Zimmermann. Aber vielleicht werden es schon 2-3 Blogposts, mal sehen. Mir geht es darum, eine Einordnung und Anhaltspunkte zu geben, was ätherische Öle in der Hautpflege so bewirken, also ob sie wirklich so „böse“ sind, wie das in letzter Zeit arg oft geschrieben wird.

  6. Einmal ein ganz anderer Post 😉 Wenn ein Thema so komplex ist, dass es einen zu erschlagen droht oder man vor lauter Bäumen keinen Wald mehr sieht, empfiehlt es sich, es in mehrere Portionen aufzuteilen. Ich bin bei den ätherischen Ölen nun wirklich nicht zuhause, doch es ist zweifellos ein so vielschichtiges Feld, dass es sich ganz bestimmt in mehrere Blogposts teilen lässt. Zum Beispiel: Welche sind die mildesten, welche die rabiatesten ätherischen Öle (da gibt es meines Wissen sogar Datensätze dazu, an denen man sich anhalten könnte)? Ich habe etwa Kopf, dass Vanille immer geht, aber bei Ylang-Ylang Vorsicht geboten ist. Das kann jetzt natürlich auch nur ein Gerücht und völliger Käse sein, drum würde ich sehr gerne mehr darüber lesen. Ich persönlich lasse etwa von Produkten die Finger, wo mehr als drei, vier äÖ drinnen sind. Das ist meine persönliche Bauernregel, die ich irgendwann aus dem Bauch heraus für mich aufgestellt habe, aber sicher gibt es dazu auch qualifizierte Meinungen.

    • beautyjagd sagt am 12. März 2015

      Die Idee mit den milden und den eher rabiaten ätherischen Ölen nehme ich gleich mal auf, das wäre dann ein Zusatz bzw. weiterer Post zu meinen allgemeinen Einschätzungen und Erläuterungen: also wie hoch das allergische Potential eigentlich so ist (da gibt es sehr viele Studien), was es mit den zu deklarierenden allergenen Duftstoffen auf sich hat, und dann eben – und da hänge ich noch ein bisschen, bin aber auch schon weiter – wie und weshalb ätherische Öle in der Kosmetik eingesetzt werden.

  7. Liebe Julia,
    da hast du dir glaube ich eine Lebensaufgabe geschaffen 🙂
    Ich finde deine Fragestellungen äußerst spannend und freue mich, dass du uns einen Blick in deine Werkstatt , in deinen Kopf erlaubst.
    Danke für dieses sehr spannende Thema und für die Beiträge die dazu noch kommen werden!
    Liebe Grüße,
    Jamina

    • beautyjagd sagt am 12. März 2015

      Ich hoffe nicht, dass das eine Lebensaufgabe wird 🙂 Praktisch ist an meinen Forschungenk, dass ich gleichzeitig auch noch was über andere umstrittene Inhaltsstoffe wie Alkohol oder Glycerin lerne, was sicher auch in der nächsten Zeit vermehrt auf dem Blog einfließen wird.

  8. anajana sagt am 12. März 2015

    Ich freu mich schon sehr auf deinen Post zu dem Thema bzw. auf die Serie (stimme Petra da zu). Tatsächlich ein sehr weitreichendes Thema.
    Ich habe überhaupt keine Ahnung von Aromatherapie.
    Zuletzt war ich bei einer Naturkosmetikerin, gleich bei mir in der Nähe, die Oceanwell-Produkte anbietet, aber hauptsächlich mit Produkten von S.P.A. Aromatherapie arbeitet. Die Behandlung war sehr schön, habe es sehr genossen, bin aber trotzdem etwas skeptisch, weil ich mich eben mit äÖ zu wenig auskenne.

    Im Moment handele ich nur nach dem Motto, was ich nicht gut riechen kann, kommt mir nicht auf die Haut. Da gibt es aber auch Unterschiede. Ich rieche das Manukagel auch nicht gerne, aber ich kann es trotzdem verwenden. Ich habe aber ein Peeling von eben dieser Fa. S.P.A. zu Hause, dass mir einfach zu stark beduftet ist, ich weiß gar nicht mit welchen äO. Ich finde es total unangenehm. Damit werde ich mir wohl die Schienbeine peelen.
    Ich vertraue einfach darauf, dass mir meine Sinne da einen unbewussten Hinweis geben, was mir gut tut und was nicht.

    • beautyjagd sagt am 12. März 2015

      Die Aromatherapie ist ja glücklicherweise nicht so umstritten wie die ätherischen Öle in der Hautpflege – bei dem Aspekt hänge ich seit einiger Zeit etwas fest, aber es lichtet sich, so mein hoffnunsgvoller Eindruck.
      S.P.A. Aromatherapie kenne ich gar nicht, ist das eine niederländische Firma?

  9. Kerstin sagt am 12. März 2015

    Ich habe die Erfahrung im Studium gemacht, dass egal bei welchem Thema man in die Tiefe geht, es immer komplexer wird. Ich halte auch oft lieber den Mund, als etwas beizutragen oder gar zu bewerten, was sich für mich nicht mehr erfassbar ist.

    Ich schließ mich hier Petra an, dass wird bestimmt eher eine Serie oder gar ein Buch und ich bin gespannt, wie Du es hier auf dem Blog herunter brechen willst oder welche Themenfelder/ Aspekte Du zur Veröffentlichung herauspickst.

    Was ich mir gut vorstellen könnte (weniger komplex, dafür aber umso persönlicher), wäre ein Beitrag über deine liebsten ätherischen Öle und für was Du sie einsetzt. Das fände ich spannend, genauso wie die Favoriten der anderen Leserinnen in den Kommentaren darunter zu lesen. Was wäre ich ohne Pfefferminzöl, ob nun zur Konzentration, Erfrischung oder gegen Kopfweh. Oder wie erstaunt hat mich neulich erst die schnelle Wirkung von Ellaleis Immortellenöl gegen meine blauen Flecken. Hier sind so viele erfahrene Mädels, da gäbe es bestimmt jede Menge zu entdecken.

    Liebe Grüße
    Kerstin

    • beautyjagd sagt am 12. März 2015

      Meine persönlichen Favoriten werde ich sicher auch noch vorstellen, und auch ein Gesichtsöl, das ich mit einem ganz besonderen ätherischen Öl gemischt habe – aber ich wollte gerade in dieser Hinsicht vorher unbedingt noch Klarkeit über die Wirkung gewinnen. Pfefferminzöl (bzw. der Roller Klarer Kopf von Primavera) gehört für mich auch zur Grundausstattung in meiner Handtasche, wirkt bei mir besser als Aspirin&Co.

  10. Birgit sagt am 12. März 2015

    Da hast du dir ja einen echten Brocken vorgenommen. Ich beschäftige mich mit den ätherischen Ölen ja nun schon seit mehr als 20 Jahren, mal mehr, mal weniger und es gibt immer noch Neues zu lernen, die Forschung geht halt weiter. Ich bin doch sehr gespannt, was du uns berichten wirst. Da dich die Hauschka Experten gebrieft haben (Neid), wird es bestimmt sehr fundiert und interessant und nicht nur wegen wegen deines Forschungsaufenthalts.

    • beautyjagd sagt am 12. März 2015

      Es war umwerfend, bei Dr. Hauschka in verschiedene Abteilungen blicken zu können – ich bin noch immer schwer beeindruckt von der pharmzeutischen Wissenschafts/forschungsabteilung oder der Abteilung für Produktentwicklung oder auch dem Archiv. Da könnte ich Wochen verbringen, so waren es ja eher verschiedene Blitzlichts, aber sehr wertvolle, die mich zum Nachdenken anregen.

  11. Das klingt ja spannend und wirklich eher nach einem Buch oder zumindest nach einer ganzen Reihe an Blogposts. Finde ich aber gut, dass du dich in der Richtung genauer informieren willst, das macht dich und dein Projekt gleich noch um ein Vielfaches sympathischer. Es gibt genug, die die erstbesten Informationen abschreiben (am besten noch alles gut esoterisch gewürzt), da ist es erfrischend und für uns Leser auch ein echter Mehrwert, wenn du tiefer gräbst 🙂

    Ich bin gespannt, was du am Ende zusammenträgst.

    • beautyjagd sagt am 12. März 2015

      Ja genau, mich stört nicht nur „esoterische Würze“ 😉 , sondern auch Pseudowissenschaftlichkeit – deswegen muss ich mir zu diesem Thema (und auch anderen kosmetischen Themen) unbedingt mein eigenes Bild machen.

  12. Sonja sagt am 13. März 2015

    Der obere Spruch ist übrigens einer meiner Lieblingssprüche 😉
    Ich finde es toll, dass Du die Dinge so akribisch untersuchst.
    Ein weiterer Lieblingsspruch von mir ist passend zu diesem Blogpost „Der Weg ist das Ziel“, weshalb ich zustimme, dass DIE oder EINE Wahrheit zu finden dauern kann – hier öffnet sich ein Türchen und da öffnet sich ein weiteres…
    Da sich stets alles weiter entwickelt, kann eine „Wahrheit“ nur so gut sein wie das aktuell vorhandene und zugängliche Wissen.
    Bei ätherischen Ölen möchte ich definitiv dazu lernen und das Immortelle bei blauen Flecken hilft, habe ich hier zum ersten Mal erfahren 🙂
    Was ich schade finde, dass Esoterik nach wie vor schlecht geredet bzw. geschrieben wird.
    Dabei heißt Esoterik übersetzt „das innere, innerliche, verborgene, geheime (Wissen) bzw. „zum inneren Kreis gehörig“.
    „Der Esoterik werden Lebensanschauungen zugeordnet, die darauf beruhen das Kräfte und Einflüsse außerhalb der naturwissenschaftlichen Weltanschauung existieren.“
    „Wer Esoterik erfassen und begreifen möchte, muss sich mit einer Innenseite aller Dinge, aller Ereignisse und aller Wesen vertraut machen.“
    (www.esoterik-info.com/esoterikbedeutung.htm)
    Die oberen Aussagen treffen meiner Meinung nach genauso zu, wenn z. B. ätherische Öle, deren Inhaltsstoffe und die Verarbeitung näher betrachtet bzw. untersucht werden.
    Schaut man bei Dr. Hauschka, Wala oder Weleda „dahinter“ kommt man relativ schnell mit der Antroposophie in Kontakt, dann irgendwann mit Rudolf Steiner und es geht weiter und weiter und eigentlich ist es Esoterik.
    Trotzdem mögen und verwenden sehr viele die o. g. Marken.
    Da ich ebenfalls ein Mensch bin, welcher versucht – so weit es mir jedenfalls möglich ist – sehr weit zu schauen, wollte ich damit ausdrücken, dass die Esoterik neben Wissen, was keiner braucht es genauso die Perlen zu finden gibt, welche die Welt durchaus besser gestalten – sei es in Form von z. B. der o. g. Naturkosmetik, Demeter Lebensmittel u.v.m.
    So, das musste ich mal loswerden 😉

    • beautyjagd sagt am 13. März 2015

      Danke für deinen tollen Kommentar! Als ich mich das erste Mal im Zuge eines Praktikums am Ostasiatischen Museum in Köln mit dem esoterischen Buddhismus (dem geheimen Buddhismus, einer besonderen Richtung des Buddhismus) auseinandersetzen musste, ging ich daraufhin dem Begriff Esoterik nach – das öffnete mir so einige Augen 😉 . Denn umgangssprachlich hat sich für esoterisch ja eine Bedeutung von „irrational“ oder so ähnlich eingebürgert und ist ein wenig in Verruf gekommen.
      Um dem Wesen der Dinge gerecht zu werden (falls man das überhaupt kann), reicht es in meinen Augen auch nicht aus, sich ausschließlich auf unsere etablierten naturwissenschaftlichen Methoden zu verlassen. Für mich hängen Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften eng zusammen, nur zusammen wird es wirklich spannend. Und so versuche ich auch an die ätherischen Öle heranzugehen – der Weg ist defintiv das Ziel in dieser Hinsicht, für das Zusammentragen der Fakten brauche ich gar nicht so lang, aber welche Haltung ich dazu einnehme, das dauert offensichtlich 🙂 .
      Bei Hauschka war ich übrigens beeidnruckt von der Wissenschaftlichkeit in verschiedener Hinsicht, mit der an Rohstoffe herangegangen wird (sowohl naturwissenschaftlich als auch geisteswissenschaftlich).

      • Sonja sagt am 16. März 2015

        Und Dir Danke ich für Deine ausführliche Antwort!
        Hatte ich übrigens erwähnt, dass ich Sprüche – mit Tiefgang liebe?

        „Du kannst kein Buch öffnen, ohne daraus zu lernen.“
        Aus China

        „Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut, alle Küsten aus den Augen zu verlieren.“
        André Gide

        „Von jeder Stufe des Lebens ist die Aussicht eine andere. Je höher man steigt, desto besser der Überblick.“

        Habe diesmal übrigens keine email Benachrichtigung bekommen, die von den Beauty-Notizen kamen alle an.

        Herzliche Grüße und Danke für Deine tollen Posts,

        Sonja

  13. Da ich weiß, dass ich bei ätherischen Ölen nie ganz durchblicken werde, habe ich für mich ein paar Ideale aufgestellt. Wenn ich wählen kann, bevorzuge ich gut deklarierte Produkte ( Duftstoffe aus ÄÖs) den schlecht deklarierten (Parfum). Ich ziehe ‚Mischung ätherischer Öle‘ den ‚Duftstoffen aus ÄÖs‘ vor. Wenn es geht, möchte ich die einzelnen Namen der ÄÖs wissen. Das Krönchen ist, wenn sich die Bilder der ÄÖs zu einem Gesamtkonzept zusammenfügen.

    Die Natur bringt immer Gesamtkunstwerke hervor, mit dieser Tradition möchte ich nicht brechen, indem ich mich mit isolierten Inhaltsstoffen zukleistere.

    Da solche Zwickmühlen an verschiedenen Punkten auftauchen (Konsevierung, Hautdurchfeuchtung, Reizfreiheit, Milde vs. Reinigungskraft …) gehe ich immer und überall Kompromisse ein. Je mehr ich über meine Wahlmöglichkeiten weiß, umso mehr Fragen stellen sich mir, und ich freue mich sehr über deinen Beitrag.

    • beautyjagd sagt am 13. März 2015

      Danke, das freut mich 🙂 ! Ja, diese Zwickmühlen gibt es in der Kosmetik wirklich überall – eigentlich wie im echten Leben 😉 .
      Für mich ist es bei ätherischen Ölen (und nicht nur da bei der Kosmetik) wichtig, dass ich weiß/das Gefühl habe, dass die Firma weiß, was sie tut. Also nicht nur einfach irgendein Gebinde mit ätherischen Ölen kaufen, sondern zB stark auf Qualität beim Einkauf und der Herstellung achtet (sehr wichtig für die Verträglichkeit und Wirksamkeit!). Wie das dann letztlich deklariert wird, das ist für mich nicht entscheidend, denn ich bin mir nicht sicher, ob das was über die Qualität oder das Knowhow aussagt.

  14. Ohja kenn ich.
    Bin grade an einer Wettbewerbsgeschichte dran wo es auch um Bewertungs-Freiheit geht..nicht leicht…
    Passend zum Thema hab ich mir vorhin im Bioladen den ‚Schlaftherapie-Rollon‘ und den ‚Lebensfreude‘-Rollon von Primavera gesichert und Kakao-Öl.
    War so knauserig mit dem ersten Fläschchen ^^“.

    • beautyjagd sagt am 13. März 2015

      Ich wünsche Dir auch frohes Schaffen an Deinen Thema (und rollere schön mit den Primavera-Roll-Ons 🙂 )

  15. Hach, das mit dem Elefanten las ich auch kürzlich bei Dr. Campbell in seinem „InterEssen“. Er ist ja mehr für den holistischen Ansatz, während die Wissenschaft sich immer weiter auf das Kleinste runtergebrochen hat…

    Ich habe an mir selbst gemerkt, wie viel besser es für meine Haut ist, auf deklarierungspflichtige Duftstoffe aus ätherischen Ölen zu verzichten.
    Mit ist aber klar, dass sie gerade im Bereich Aromatherapie unverzichtbar sind. Und in Einzelfällen auch zum Beispiel zur Wundheilung beitragen können, gerade weil sie so stark wirken, wenn nichts anderes hilft.

    Ich bin gespannt, was du dir alles erarbeitest. Versuche mich selbst seit geraumer Zeit damit auseinander zu setzen, aber es ist wirklich unglaublich schwer, da so wenig öffentlich zugänglich ist.

    • beautyjagd sagt am 17. März 2015

      Zu den deklarierungspflichtigen allergenen Duftstoffen werde ich auch noch was schreiben, da sind einige sinnvoll, andere nicht. Immerhin habe ich da mittlerweile mehr Durchblick dank der ausgiebigen Literaturrecherche 😉 .
      Ich beobachte auch, dass es in vielen Punkten immer kleinteiliger in der Wissenschaft wird – das ist schon ok, weil man die Forschungsgebiete auch beschränken muss, aber es ist in meinen Augen schon wichtig, das Ganze nicht aus den Augen zu verlieren (und nie zu vergessen, dass man letztlich immer nur die eigene Brille auf hat).

      • Ja, in der Tat ist es wichtig die Errungenschaft der immer kleineren Sicht zu schätzen und zu nutzen, aber in vielen Bereichen verlieren die Beteiligtem den Blick fürs Ganze.
        Mein eigenes bestes Beispiel: ich habe Hashimoto, d.h. die Schilddrüse wird angegriffen und zersetzt. Das ist auch das einzige, worauf 99% der Ärzte schauen und was macht man? Substituiert die Hormone. Aber niemand betrachtet es einen Schritt zurück gehend: das Immunsystem greift ja an. Warum? Anstatt hier anzusetzen, wird nur bisschen an den Symptomen geschraubt…

        Oft werden ja auch einzelne Stoffe in Produkten betrachtet ohne zu schauen, wie sich das im Ganzen auswirkt…

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