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Beauty-Notizen 10.4.2020 (a.k.a. April, nutzlos vertan?)

Naturkosmetik

Als ich neulich meine Bücherregale durchforstet habe, fiel mir ein kleines Bändchen mit Erzählungen von Klaus Mann in die Hände. Eine der Kurzgeschichten trägt den wunderbaren Titel ‚April, nutzlos vertan‘ – ich musste ein bisschen grinsen, denn manchmal denke ich genau das über den April 2020 mit all den Ausgangsbeschränkungen, Reiseverboten etc. (wobei diese Regelungen selbstverständlich nicht nutzlos sind). Doch in der Geschichte geht es letztlich um einen Aufbruch, um ein inneres Erwachen eines jungen Studenten am Ende des Monats Aprils. Beim Lesen dachte ich mir so manches Mal, dass ich froh bin, dass Marie Kondo mein Bücherregal nicht radikal ausmisten durfte 😉 . Denn auf ‚April, nutzlos vertan‘ wäre ich sonst sicher nicht mehr gestoßen: Ich habe das Büchlein in den 90er Jahren gekauft und hatte nun meine große Freude daran.

Botanical Fragrance Enfleuria von Josh Rosebrook

Seit dem letzten Wochenende befinde ich mich im Gardenia-Rausch: Das Botanical Fragrance Enfleuria von Josh Rosebrook lässt mich in Gedanken nach Los Angeles reisen – die frühsommerlichen Temperaturen in den letzten Tagen unterstützten diese Gefühle zusätzlich. Als großer Gardenia-Fan konnte ich dem Parfümöl einfach nicht widerstehen, außerdem betrachtete ich den Duft als eine mentale Aufheiterung in diesen unruhigen Zeiten. Deswegen rollere ich Enfleuria von Josh Rosebrook sowohl am Schreibtisch sitzend oder auch vor dem Zubettgehen auf meine Handgelenke. Wie der weiche, träumerische Duft riecht, habe ich in meinem Blogpost über Josh Rosebrooks Enfleuria geschrieben. Leider teuer.

Beard Oil von Booming Bob

Auf der Vivaness 2019 habe ich die schwedische Marke Booming Bob erstmals gesehen, auch in diesem Jahr war die Naturkosmetik-Marke auf der Messe wieder vertreten: In sehr stylish gestalteten braunen Glasflakons stecken Ölmischungen mit ätherischen Ölen. Als mich Swantje vom Onlineshop Savue Beauty vor einigen Wochen gefragt hat, ob ich etwas von Booming Bob probieren möchte, wählte ich – für sie vielleicht doch etwas unerwartet – das Beard Oil Sweet Vanilla von Booming Bob aus. Ja, ich weiß: Obwohl ich nun schon länger nicht mehr beim Friseur war und etwas wild auf dem Kopf aussehe, ist mir doch noch kein Bart gewachsen 😉 . Allerdings lachte mich die Beschreibung des Öls sehr an: Ein Bartöl auf Basis von Aprikosenkernöl, das den Namen ‚Sweet Vanilla‘ trägt und nach Vanille, Sandelholz, Zedernholz, Vetiver, Mandarine und Myrrhe duftet? Da bin ich doch auch ohne Bart gleich dabei! Wer lange Haare hat, kann das Bartöl auch ins Haar geben; ich habe es als Duftöl und auch als reichhaltiges Körperöl für kleinere Massageeinheiten verwendet. Ich mag den spannenden Mix aus weicher (nicht süßer) Vanille, warm-holzigen und erdigen Noten – macht sich sicher auch gut als Geschenk für alle Männer, die mit „scharfen“ After Shaves wenig anfangen können. Kaufen kann man das Booming Bob Beard Oil und auch die anderen Produkte von Booming Bob bei Savue Beauty.

Camellia Extra Virgin Face Oil von Sandawha

2016 sind mir die Produkte von Sandawha in einem Bioladen in Seoul begegnet, ich habe sie damals in meinem Blogpost über koreanische Naturkosmetik gezeigt. Im Mittelpunkt der Kosmetikmarke steht die rote Kamelie, die auf der Insel Jeju wächst. Seit einiger Zeit hat Sandawha auch eine Vertretung in Deutschland, weshalb ich euch im letzten Jahr bereits die Camellia Flower Antioxidant Mask von Sandawha vorstellen konnte: In der geligen Maske schwimmen Kamelienblüten! Nun wurde Sandawha gerelauncht, die Verpackungen sind schlichter und stylisher gestaltet als vorher: Guckt euch nur mal das Camellia Extra Virgin Face Oil von Sandawha an, das jetzt in einem hübschen, leicht hellgrün getönten Glasflakon steckt! Auch die Rezeptur wurde etwas angepasst, aber selbstverständlich bildet Kameliensamenöl weiter die Basis des Gesichtsöls. Dazu kommen weitere pflanzliche Öle, antioxidative Wirkstoffe (wie z.B. Astaxanthin, Bisabolol oder Quercitin) und drei ausgewählte ätherische Öle. Auf meiner Haut fühlt sich das Gesichtsöl, das ich über einem Gesichtsspray auftrage, schön leicht an – typisch für koreanische Gesichtsöle, die einen hohen Anwendungskomfort bieten. Auf der deutschen Homepage von Sandawha könnt ihr euch auch die anderen Produkte im neuen Design ansehen. Das Face Oil wurde mir für den Blog zur Verfügung gestellt. Herzlichen Glückwunsch also zum gelungenen Relaunch von Sandawha!

Kolonya – der Duft der Türkei

Im März staunte ich etwas, als ein wirklich sehr alter Blogpost aus Februar 2011 plötzlich stark in den Trends lag. Ich konnte mir erst nicht recht erklären, weshalb so irre viele LeserInnen nun plötzlich Interesse an meinem Text über Limon Kolonya hatten. Mit der Zeit dämmerte es mir: Das türkische Kölnisch Wasser wirkt desinfizierend und erfährt in Zeiten von Corona seine Renaissance! Ich habe meinen Blogpost vor über neun Jahren in Istanbul geschrieben, damals habe ich mich mit der Tradition und den Inhaltsstoffen von Kolonya beschäftigt. Aktuell ist daran besonders interessant, dass die Basis der meisten türkischen Kolonya aus 80%igem Alkohol besteht und auf diese Weise gegen behüllte Viren wie Covid-19 wirkt. In meinem Blogpost über das Limon Kolonya könnt ihr einiges über das traditionelle Duftwasser der Türkei erfahren. Ich muss nächste Woche unbedingt mal wieder in einen türkischen Supermarkt gehen – auch wenn ich befürchte, dass Kolonya dort ausverkauft sein könnte.

Biggy Pops Party-Erinnerungen

Zum Schluss erzähle ich euch noch von einer wunderbaren Aktion meiner Freundin Birgit alias Biggy Pop, die gerade nicht als DJ auf der Barkasse ‚Frau Hedi‘ in Hamburg auflegen kann. Deswegen hatte sie gestern Abend unter dem Titel „Frau Hedi multiplizieren: Zeigt eure Party-Erinnerungen und bastelt die Barkasse“ dazu aufgerufen, dass alle Gäste ihre Erinnerungen an die bisherigen Parties auf der ‚Frau Hedi‘ auf Social Media unter dem Hashtag #frauhedimultiplizieren teilen. Mit vielen Fotos und Anekdoten konnte so ein kollektiver gedanklicher Party-Törn starten. Hintergrund dieser Aktion ist, dass viele Musikclubs, darunter auch ‚Frau Hedi‘, massiv vom Corona-Shutdown in ihrer Existenz bedroht sind. Vielleicht kennen ja einige Hamburgerinnen unter euch den schwimmenden Veranstaltungsort Frau Hedi? Dann könnt ihr im oben verlinkten Blogpost schönen Erinnerungen nachhängen und zugleich auch etwas Vorfreude auf zukünftige musikalische Bootsfahrten spüren. Mit Phantasie durch die Krise!

Ich wünsche euch ein schönes erholsames Osterwochenende mit vielen Schokoladeneiern 🙂 ! Auch wenn Familienbesuche und Ausflüge in diesem Jahr leider nicht möglich sind – lasst es euch möglichst gut gehen!

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