Duft Naturkosmetik

Sieben Basis-Informationen zu ätherischen Ölen

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Seit über einem Jahr beschäftige ich mich nun intensiv mit dem Thema ätherische Öle – und mittlerweile schwirrt mir der Kopf. Zwischendurch wusste ich überhaupt nicht mehr, wie ich all die gesammelten Informationen für den Blog lesbar aufbereiten könnte, und verlor ein wenig den Mut, das komplexe Thema auf den Blog zu bringen.

Als ich neulich eine Gesichtsmaske einwirken ließ (wozu Beauty-Rituale gut sind!), kam mir nun die Idee, erst einmal mit einem Post zu beginnen, in dem ich einige grundlegende Basis-Informationen kurz und knapp zusammenfasse – ähnlich wie ich das auch zu den Themen Mineralfoundation oder Gesichtsöle gemacht habe.

Sieben Punkte sind es schließlich geworden – plus zwei Buchtipps für alle Interessierten:

 Ätherische Öle stammen aus unterschiedlichen Teilen der Pflanzen (Blüten, Blättern, Wurzeln, Früchten oder Rinden) und werden von der Pflanze selbst als duftende Lockmittel für Insekten, zur Kommunikation oder zum Schutz vor Bakterien oder übermäßiger UV-Strahlung eingesetzt. Sie sind flüchtig (daher auch der Name „ätherisch“) und nicht wasserlöslich – deswegen löst man ätherische Öle beim Gebrauch meist erst in einem fetten Öl, Alkohol oder einem anderen Lösungsmittel. Nochmals zurück zu den Pflanzen: Wichtig ist es, genau zu unterscheiden, von welcher exakten Pflanzengattung und -art das ätherische Öl stammt. Hierüber gibt der botanische (lateinische) Name auf dem Fläschchen Auskunft. Kamille ist nicht gleich Kamille, und trotz des ähnlichen deutschen Namens haben Lavendel, Schopflavendel und Speicklavendel gar nicht so viel miteinander zu tun. Auch unterschiedliche Anbaugebiete können sich auf die spezifischen Zusammensetzungen von ätherischen Ölen auswirken.

Damit wären wir bei der Herstellung von ätherischen Ölen, wozu unterschiedliche Verfahren angewendet werden. Am bekanntesten dürfte die Wasserdampfdestillation sein, dabei wird das Pflanzenmaterial mit heißem Wasser in einer Destille gedämpft, so dass die ätherischen Öle nach einer Weile aufsteigen und abgeschöpft werden können. Außerdem ist es möglich, die ätherischen Öle aus den Pflanzen mit einem Lösungsmittel zu lösen – früher setzte man dazu Fette ein, heute wird meist das Lösungsmittel Hexan verwendet. Und Zitrusöle werden schließlich oft durch Kaltpressung der Schale der Früchte gewonnen.

♦ Aus was bestehen ätherische Öle nun eigentlich? Die Zusammensetzung von ätherischen Ölen ist komplex, sie bestehen aus bis zu 400 (oder vielleicht sogar mehr) Inhaltsstoffen, die man grob in zwei große Gruppen an Molekülen geteilt hat: Terpene und aromatische Verbindungen.

Dabei nehmen die Terpene einen Anteil von 90% ein und sind weit verbreitet: Nadelwälder stoßen z.B. große Mengen an Terpenen aus. Innerhalb der Gruppe der Terpene kann man je nach Struktur der Moleküle hauptsächlich zwischen Monoterpenen und Sesquiterpenen (und einigen weiteren) unterscheiden, die wiederum jeweils Abkömmlinge (Derivate) wie Alkohole, Aldehyde, Ketone, Oxide und Ester haben. Grundsätzlich kann man sagen, dass Monoterpene schneller oxidieren (z.B. Limonen, Pinen). Deswegen sollten Zitrusöle (bis auf Bergamotte), Nadelöle und Teebaumöl nicht zu lange offen aufbewahrt werden, sie können dann evtl. hautreizend wirken. Sesquiterpene reagieren dagegen langsamer, sie sind also weniger oxidationsanfällig (z.B. Chamazulen).

Die zweite Gruppe wird als aromatische Verbindungen bezeichnet. Sie haben als Grundstruktur einen Benzolring und lassen sich in folgende Untergruppen aufteilen: Monoterpenphenole (z.B. Thymol), Phenylpropan-Derivate (z.B. Eugenol, Zimtaldehyd, Ether oder Cumarine und Furocumarine, darunter z.B. Bergapten) oder aromatische Ester, aromatische Alkohole, aromatische Aldehyde, aromatische Ketone und aromatische Säuren.

Kurz gesagt: Ätherische Öle bestehen aus einer ganzen Reihe an unterschiedlichen Inhaltsstoffen, die für die jeweilige Wirkung und den Duft verantwortlich sind. Man kann die einzelnen Inhaltsstoffe auf die obige Weise ordnen, darf aber nie vergessen, dass einzelne Inhaltsstoffe sich im Verbund mit anderen Stoffen unterschiedlich verhalten können: So können isolierte Inhaltsstoffe für sich z.B. reizend oder beruhigend sein, im Gesamtbild können sich diese Wirkungen aber oft wieder ausgleichen. Ätherische Öle sind eben komplexe Kompositionen.

Und da wären wir dann schon bei der Wirkung! Ätherische Öle wirken einerseits über ihren Duft auf das limbische System des Gehirns, und können dort z.B. die Stimmung und Gefühle beeinflussen. Auf die Haut oder Schleimhäute aufgetragen können ätherische Öle die Hautschichten durchdringen und sowohl auf der Haut als auch im Körper ihre Wirkung entfalten. Je nach Sorte können ätherische Öle z.B. antibakteriell, antiseptisch, antiallergisch, antiviral oder antimykotisch wirken, entzündungshemmend, zellregenerierend oder schmerzstillend sein, Wundheilprozesse fördern und Blutergüsse auflösen. Übrigens alles Wirkungen, die auch in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurden.

♦  An dieser Stelle möchte ich nun eine Lanze für wertvolles Erfahrungswissen brechen. Welche ätherische Öle man für welches Bedürfnis einsetzen kann, das war im Grunde schon bekannt, bevor man die einzelnen Inhaltsstoffe der ätherischen Öle analysiert und untersucht hat. Für mich bedeutet das, dass man diese Art an Wissensschatz keinesfalls unterschätzen darf – eine rein technische Herangehensweise über die Wirkweise einzelner Inhaltsstoffe würde den ätherischen Ölen sicher nicht gerecht werden. (Auch wenn es natürlich wichtig ist, dass man die Wirkung von ätherischen Ölen mit analytischen Methoden bestätigen und begründen kann.) Grundsätzlich denke ich, dass man sich jeder komplexen Materie auf möglichst vielen Wegen nähern sollte, um sie wenigstens ansatzweise erfassen zu können.

Entscheidend für eine gute Wirkkraft ist die Qualität der ätherischen Öle. Das fängt schon beim Anbau der Pflanzen an, der möglichst biologisch sein sollte, um die Pestizidbelastung so gering wie möglich zu halten. Außerdem muss die Ernte der Pflanzen zum passenden Zeitpunkt erfolgen, die Destillation angemessen lange sein. Da einige ätherische Öle sehr teuer sind, werden sie gern gefälscht oder gestreckt. Es ist deswegen wichtig, darauf zu achten, wo man ätherische Öle kauft – letztlich geben nur Gaschromotographen über die tatsächliche Zusammensetzung von ätherischen Ölen Aufschluss. Von seriösen Firmen wird stets noch der Peroxid-Wert geprüft, der anzeigt, wie frisch ein ätherisches Öl ist (sehr wichtig für Verträglichkeit und Wirkung der ätherischen Öle). Eine Anmerkung an dieser Stelle zu ätherischen Ölen in Apotheken: Dort  sind meist nur standardisierte Öle erhältlich, deren anteilige Zusammensetzung der Inhaltsstoffe den Richtlinien der Arzneibücher entsprechen müssen. Um dies zu erreichen, müssen oft isolierte Moleküle zugesetzt werden. Erfahrene Aromatherapeuten bevorzugen ein unverändertes (genuines) ätherisches Öl.

Und noch einen anderen Aspekt ätherischer Öle möchte ich nicht unerwähnt lassen. Viele Jahre habe ich ätherische Öle ausschließlich als Parfüm betrachtet und Jasmin, Rose und Neroli als meine Lieblingsdüfte getragen. Aus dem Blickpunkt eines Parfümeurs sind das alles Herznoten, die die Mitte eines Duftes bilden. Wenn man ein Parfüm frisch aufsprüht, nimmt man zuerst meist nur die Kopfnoten wie Zitrone oder Bergamotte wahr, sie verflüchtigen sich schnell. Es folgen dann die Herznoten, erst nach weiteren Minuten entwickelt sich der Fond des Duftes, der am längsten hält. Meist sind dies Noten wie Harze oder Hölzer. Dieser Dreiklang aus Kopf, Herz und Fond bildet das Grundgerüst eines Duftes, das ein guter Parfümeur gekonnt zur Entfaltung bringt.

Zum Schluss habe ich noch zwei Buchtipps zum Thema ätherische Öle: Sehr schön eignet sich zum Einstieg das Buch „Aromatherapie von Eliane Zimmermann“, neben einigen grundsätzlichen Dingen werden die gängigsten ätherischen Öle und ihre Wirkungen vorgestellt, außerdem bekommt man Anwendungs- und Rezepttipps. Tiefer geht das Buch „Praxis Aromatherapie von Werner/von Braunschweig“, in dem die ätherischen Öle mit einem Oval grafisch dargestellt werden. So lassen sich die einzelnen Inhaltsstoffe und deren Wirkungen schnell ablesen und besser merken.

So, dies war der erste Streich, und der zweite folgt zugleich… 😉 – nicht ganz, aber im Laufe der nächsten Wochen und Monate werde ich in weiteren Posts auf das Thema ätherische Öle eingehen. Ich plane bereits Posts mit konkreten Anwendungstipps, außerdem werde ich der Frage nachgehen, wie sinnvoll ätherische Öle in der Hautpflege sind, ob Lavendel zu Unrecht in Verruf geraten ist und wie sicher ätherische Öle eigentlich sind.

Verwendet ihr ätherische Öle? Ist das Thema für euch interessant (hoffentlich 😉 )? Wie seid ihr zu ätherischen Ölen gekommen – oder bisher noch gar nicht?

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126 Kommentare

  1. Ja, das Thema finde ich höchst interessant! Vielen Dank für deine Aufbereitung des sehr umfangreichen Themas 🙂 Ich arbeite sehr gerne mit ätherischen Ölen. Mein absoluter Liebling ist Myrthe-Lemon von Maienfelser. Das ist so ein guter Laune Macher, den habe ich sehr oft im Einsatz, entweder 1 Tropfen auf meinem Schal, oder auf dem Duftstein, oder Duftlampe usw… Ich liebe zitrische Düfte, habe aber auch einige andere ätherische Essenzen hier, die gegen Angst wirken und beruhigen sollen. Meine Infos habe ich aus dem Buch von Eliane Zimmermann, dass ich als Einstieg perfekt finde. Ich bin gespannt auf deine nächsten Postings zum Thema.
    LG

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Lemon-Myrte finde ich auch toll, in Japan bei Kodera Herb Garden gab es davon auch ein Öl (und ich habs tatsächlich mal nicht gekauft 😉 , dabei roch es toll).

  2. Sehr schöner Einstieg. Bitte mehr!

    Es klang zwar schon an, aber ich würde es gerne noch einmal gesondert herausstellen: „ätherisches Öl“ ist kein geschützter Begriff. Man kann sich also nicht darauf verlassen, dass man ein natürliches Produkt erhält.

    Die vertrauenswürdigen Hersteller versehen ihre Produkte daher mit dem Zusatz „100% naturreines ätherisches Öl“ oder ähnlichem – teilweise nebst Natrue-Siegel. Weiterhin sind der lateinische Pflanzenname, der Pflanzenteil und die Extraktionsart auf dem Etikett genannt. Und falls das Öl kein Absolue ist, sondern z.B. in Alkohol gelöst, findet sich diese Info auch recht schnell.

    Außerdem sollten die Flaschen fest versiegelt sein, um vorzeitige Oxidation zu vermeiden. Das merkt man am Knacken beim Öffnen.

    So kann man in der Regel sicher gehen, auch ein „sauberes“ Produkt zu erhalten.

    Das Thema „Preis“ ist oben schon angeklungen. Es gibt für jedes ätherische Öl eine Preisspanne, die nicht unterboten werden kann. Bei besonders tollen „Angeboten“ sollte man also vorsichtig sein. Ein echtes, reines ätherisches Rosenöl bekommt man einfach nicht für 5 Euro – auch nicht im Erzeugerland.

    Und auch, wenn ich jetzt vielleicht schon vorweg greife, möchte ich noch etwas zur Konzentration bei der Anwendung sagen. Eliane Zimmermann hat hier eine einfache Faustformel entwickelt: 1-3 Prozent ätherische Öle in fettem Pflanzenöl. Das ist eine Dosierung, die allgemein gut funktioniert – gerade, wenn man sich in das komplexe Thema noch nicht eingearbeitet hat. Ansonsten ist es inzwischen üblich, dass auf den Fläschchen eine Dosierungsanleitung außen angebracht ist. (Ja – ich frage mich auch immer wie das alles noch da drauf passt!)

    Ich bin ja gespannt was noch in den weiteren Artikeln folgt. Bis dahin muss ich mich wohl in Geduld üben. 🙂

    Beste Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie | Uwe

    • Ellalei sagt am 28. August 2014

      Lieber Uwe,
      danke für die Info mit dem nicht geschützten Begriff. Ich habe die Diskussion um den potenziellen Verbot bzw. neue EU-Richtlinien nur am Rande verfolgt und würde in genau diesem Punkt eine von vielen Möglichkeiten sehen, die strikte Streichung zu umgehen. Klare Richtlinien für Hersteller, Punkt! Aber die angenommene Unmündigkeit der Verbrauche ist schon nervig.
      Der Ruf nach einheitlichen Qualitätsstandards in der NK allgemein und der Wunsch wegzukommen von der Masse an Sigeln (zumindest habe ich das so verstanden) geht ja ebenso in diese Richtung. Ich denke, wenn vieles klarer und meinetwegen auch gesetzlich besser und transparenter geregelt wäre, dann gäbe es für Trittbrettfahrer weniger Chancen und die Garantie für gute und sichere Produkte wäre etwas leichter zu geben. Aber leider: Wo es nach Geld riecht, da sind auch die Haie, was Regierungen nicht ausschließt 😉
      Den Begriff ÄÖ zu schützen und Auflagen zu schaffen ist natürlich ein großer (sicher auch finanzieller) Aufwand, doch das wäre allemal besser als auf diese Stoffe verzichten zu müssen.
      Ach, als Laie hat man immer so romantische Vorstellungen 😀 *träum*

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      @Uwe: Danke für Deine Ergänzungen! Ätherisches Öl kann einfach nicht ganz günstig sein, wenn man bedenkt, wieviel Pflanzenmaterial gebraucht wird, um das bisschen ätherisches Öl zu erzeugen….

  3. Ellalei sagt am 28. August 2014

    Juhuuuuu! Ach Julie, du bist eine geborene Lehrerin 😉 Deine Texte zu komplexen Sachverhalten sind immer so wunderbar nachvollziehbar (gut, die Fachbegriffe kannst du nicht vereinfachen, das sind und bleiben Zungenbrecher), machen Lust auf mehr und geben auf verständliche Weise Infos und Anregungen, die man jeweils für sich persönlich so oder so nutzen kann. Das ist einfach großartig! Du gibst nie EINEN Weg vor und öffnest uns stattdessen ein hier ein duftendes Universum 😀

    Deine Auswahl der grundlegenden Aspekte ist klasse! Mit jedem Bereich kann ich etwas anfangen und daraus lernen. ÄÖ sind für mich noch ein Buch mit fast 7 Siegeln, doch ich bin auch (noch) nicht allzu tief eingetaucht und kratze eher an der Oberfläche, auch aus Angst, aus Versehen etwas falsch zu machen.

    Deine Hinweise zur Qualität sind toll, auch wenn ich das als Laie schwierig finde, diese zu beurteilen. Bislang verlasse ich mich auf bekannte Namen wie Primavera oder Aromazone. Gute Quellen aus deiner Sicht kannst du ja vielleicht beim nächsten Mal einfließen lassen, falls das nicht ungewollt auf Werbung hinausläuft.

    Die Bereiche Wirkung und Parfum finde ich am spannendsten und da probiere ich schon immer mal etwas rum. Sinnvolle Konzentrationen, richtige und vor allem falsche (weil evtl. gegenteilig wirksame?) Mischungen sind dabei meine Schmerzpunkte. Daher kommen deine Buchtipps wie gerufen, obwohl diese Titel bereits vorher immer mal im Raum standen. Hier gebündelt sind die Infos natürlich besser nachlesbar.

    Diese Postreihe ist wieder ein Teilchen für die unverzichtbare Beautyjadg-Bibliothek! 😀 Hab vielen Dank für deine viele Mühe und du machst das mit der Aufarbeitung für uns Laien schon genau richtig – weiter so!

    Liebe Grüße

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Oh danke für all die wunderbaren Komplimente, die mich sehr freuen – gerade weil ich schon so lange an diesem Thema rumkaue, und das hier ja nun auch ein Beauty-Blog ist und kein Blog für Aromatherapie. Vielleicht kommt es manchmal doch durch, dass es in meiner Familie einige Lehrer gibt – ich wollte das dann früher auf keinen Fall machen, jetzt denke ich durchaus manchmal über den Bereich „Erwachsenen-Bildung“ nach 🙂

      • Beautytalk sagt am 28. August 2014

        Oh, oh liebe Julie, DAS kann ich Dir durchaus sehr nachempfinden. Wohin das Auge auch blickt, überall sieht frau einen Lehrer oder eine Lehrerin, reium in der gesamten Familie und Verwandschaft. Ich konnte mir früher auch nie vorstellen, selbst einmal lehrend tätig zu werden. Während des Studiums kam ich leicht ins Grübeln, als eine gute Freundin bei den Fächern, die mir lagen, eine halbe Stunde vor der Klausur meine Kurzzusammenfassung hören wollte. Diese hat sie sich fix eingeprägt, unschlagbares Kurzzeitgedächtnis, und hat meist eine Zwei geschrieben. Inzwischen überlege ich auch so manches Mal, wie meine berufliche Zukunft in 5 Jahren aussehen könnte. Und dabei ist mir die Vorstellung, Wissen zu vermitteln, auf welchem Weg auch immer, nicht mehr gar so zuwider. Aber zurück zu dem eigentlichen Thema. Hut ab! Der Eingangspost verrät bereits deutlich, wie intensiv Du Dich mit der Materie auseinandersetzt und -gesetzt hast. Diese wesentlichen Informationen als Einstieg derart zu komprimieren und dabei gut verständlich zu formulieren, wie eigentlich bei jedem Thema, nenne ich meisterhaft. Obwohl ich heute bereits sehr müde geschafft bin, war es mir noch möglich, Deinen Beitrag zu lesen und das Gros davon auch aufzunehmen. Ich bin gespannt auf die nachfolgenden Berichte und freue mich darauf, tiefer in die Welt der ätherischen Öle eintauchen zu können. Bisher finden diese rege Anwendung in meiner Duftlampe und als Roll-On für unterwegs, um meine Gefühlswelt ein wenig stabiler zu halten. Rose verwende ich oft, um mich zu zentrieren und zu erden. Und der Gute Laune Stift kommt eben bei einer melancholischen Stimmung zum Einsatz. Aber eine selbst produzierte Körperölmischung für die kalte Jahreszeit würde mich schon einmal reizen. Also freue ich mich auf u.a. Rezepte und Anwendungstipps von Dir. GLG

      • beautyjagd sagt am 29. August 2014

        Meisterhaft, also da werde ich wirklich rot! Danke schön! Und ich freue mich sehr, dass man bemerkt, wieviel Mühe in so einem Post steckt. Ein komplexes Thema verständlich zu machen, aber gleichzeitig nicht zu oberflächlich werden…. das macht mir schon Spaß, aber ist auch eine Menge Arbeit. Mir ist es wichtig, möglichst breit gefächerte und nicht zu einseitige Informationen zu bieten, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann bzw. selbst angeregt wird, für sich weiter zu forschen – also quasi einen Einstieg zu schaffen. Und Wissen auch mündlich (und nicht nur schriftlich wie bisher) weiter zu vermitteln, das überlege ich mir tatsächlich. Manchmal träume ich von einer Naturkosmetik-Schule, hihi.

      • Beautytalk sagt am 29. August 2014

        Genau, die Naturkosmetikschule hatte ich für Dich auch vor Augen, wie schön, derselbe Gedanke. 🙂 Julie als Ausbilderin für neue NaturkosmetikFACHkräfte. Fehlen nur 2 zahlungskräftige Investoren, zum einen für den Aufbau der Fachschule und zum anderen für die Unterstützung der Händler vor Ort, Ihre Geschäfte zu erweitern und zu vergrößern bzw. Händler zu finden, die neue Geschäfte eröffnen. Ich finde, einen gescheiten Laden mit Naturkosmetik sollte es in jeder grossen und mittelgrossen Stadt geben, weg von der integrierten Naturkosmetik in den Bio-Supermärkten. So dass qualifizierte Beratung vor Ort wieder möglich wird. Der Raum für die Läden wäre bestimmt da, man müsste einfach in jedem Ort eine Douglasfiliale schliessen und dafür einen NK-Laden neu eröffnen, hach, wäre das schön. Ich bin mir sicher, dass man auf diesem Weg auch manche Stammkundin vom Douglas nach und nach auf Naturkosmetik aufmerksam machen kann und diese evt. umsteigt. Deutschland im Jahr 2020 *Träum*

  4. Vielen Dank für diesen tollen Einstieg in die Welt der ätherischen Öle, vor allem der Punkt mit dem Erfahrungswissen hat mir sehr gut gefallen, dieses sollte man niemals unterschätzen und davon lernen, nicht nur bei ätherischen Ölen.

    Richtung Winter werde ich mir wohl mal ein paar wenige ätherische Öle von Mainefelser Naturkosmetik zulegen, wahrscheinlich warm riechende, die mich in der kalten Jahreszeit wohlig umarmen und wärmen.

    Aroma Roll-Ons finde ich übrigens auch klasse, eine frische Variante davon habe ich bereits und es werden noch andere folgen.

    Meine Mutter liebt die Verwendung von ätherischen Ölen in Duftlampen, daher bin ich mit ihnen aufgewachsen, habe lange aber nicht vertieft über sie nachgedacht.

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Aroma-Rollons finde ich auch toll, weil sie so praktisch sind, auch unterwegs. Ich liebe ja den Klaren Kopf von Primavera, ahbe ich neulich wieder mehrmals nachgekauft. Und es gibt so viele Wege, sich den Pflanzen zu nähern, gerade das finde ich spannend.

  5. Hui, da muss ich heute noch ein paar Mal drüber lesen. Danke für diesen lexikalischen Post, die haben ja schon Tradition bei dir.
    Aber wie ich zu ätherischen Ölen gekommen bin – hihi, erinnert ihr euch noch an die Dritte Welt- und Indien-Läden Ende der 70 er/Anfang der 80er? An den unsäglichen Patchouli-Mief, den penetranten Maiglöckchen-Geruch? Tja, das waren sie wohl, die Anfänge. Meine Mutter hat auch ab und zu ätherische Öle benutzt, Minzöl, Kamillenöl usw., aber eigentlich hat sie lieber Trockenware für Aufgüsse benutzt.

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Ausgerechnet Maiglöckchen, das war garantiert unecht, weil es das ja in natürlich gar nicht gibt!

      • Maiglöckchen gäbe es theoretisch schon in naturrein … ist dann aber tödlich. 😉

        Inzwischen gibt es ja auch einige, die Maiglöckchen-Duft mit anderen naturreinen ätherischen Ölen nachahmen. Das klappt schon ganz gut – und ist auch ungefährlicher. 🙂

        Beste Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie | Uwe

      • beautyjagd sagt am 28. August 2014

        Allerdings 😉 . Und klar, Nachahmungen mit Mischungen von anderen ätherischen Ölen (oder Teilen davon) gibts mittlerweile durchaus!

      • Wow, das war ein fieses Zeug, kostete im Indienladen Ende der 70er nur ein paar Mark und stank widerlich. Das war halt die Zeit des Apfelshampoos im kleinen Kugelfläschchen, der Glöckchenkleider und Jesuslatschen 😉 🙂 🙂

        Echte äÖ gab es damals nur in kleiner Auswahl im Reformhaus, gelegentlich auch in Apotheken, sofern diese der Homöopathie aufgeschlossen gegenüber standen und waren sehr teuer. Meine Mutter hatte nur wenige Fläschchen und die Öle ausschließlich medizinisch eingesetzt. Raumbeduftung war damals kein Thema, zumindest nicht auf diese Art, eher mit getrockneten Kräutern und Blüten oder Kiefernzweigen auf der Heizung.

  6. Margit sagt am 28. August 2014

    Hallo Julie,

    ein toller Artikel. Ätherische Öle sind wirklich toll, wenn die Qualität stimmt, da gibt es schon einiges, was garnichts mit „ätherischem Öl“ zu tun hat, unter dem Namen zu kaufen. Bin auch mal böse reingefallen. Daher ist Dein Beitrag so wichtig, den sollte jeder lesen, bevor er ätherische Öle kauft. Ich habe gute Erfahrungen mit ätherischen Ölen aus dem Bioladen gemacht, von Primavera. Ich habe aber auch ätherische Öle von Maienfelser, Feeling aus Österreich und Neumond. Ich achte immer darauf, dass sie aus kontrolliert-biologischem Anbau sind, dass ist mir einfach wichtig. Ich verwende z.B. ätherisches Lavendelöl zur Entspannung in der Duftlampe, ätherisches Vanilleöl mit Sahne zum Baden oder ätherisches Sandelholzöl in Mandelöl als Massageöl. Auf Autofahrten im Sommer habe ich immer ein Fläschen ätherisches Bergamotteöl dabei, dass hilft meinem Kreislauf sehr gut. Das Buch von Eliane Zimmermann ist super, sie hat auch „Aromatherapie für Sie“ geschrieben, da gibt es ganz viele Rezepte.

    Ich würde mich über weitere Beiträge zu ätherischen Ölen sehr freuen.

    Einen lieben Gruß sendet Dir
    Margit

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Danke erst mal für das schöne Feedback! Mir wurde zB beim Besuch bei Primavera erst so richtig klar, wieviel Sicherheits-Aufwand eine Firma betreiben muss, die es ernst meint mit ätherischen Ölen – das war sehr spannend für mich zu sehen. Die vier von dir genannten ätherischen Öle sind eine sehr schöne Auswahl, die mag ich auch gern!

  7. Wow! Was für ein spannender Bericht. Ich habe mich noch nicht mit ätherischen Ölen befasst, aber du hast mich mit diesem spannenden Artikel neugierig gemacht.

    Perfekter Einstieg um eine erste Idee über ätherische Öle und besonders deren Komplexität zu erhalten. Super erklärt, dass auch ein absoluter Laie (wie ich) das Thema versteht.

    Du bist auf die Wirkung der Öle eingegangen. Ich könnte mir vorstellen, das dies auch personenabhängig ist und ein Öl je nach Benutzer eine andere Eigenschaft zugeschrieben werden kann?

    Jetzt möchte ich mich gleich durch eine Bandbreite ätherischer Öle schnuppern und sie auf mich wirken lassen. Jedoch besitze ich nur ein einziges, dies ist eine Mischung von Primavera die „klarer Kopf“ heisst und hält was sie verspricht.

    Vielen Dank für diesen tollen Bericht.
    Sarah

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Ob jemand einen Duft mag oder nicht, das ist sehr individuell. Wie ein ätherisches Öl dann wirkt, das hängt überwiegend von den enthaltenen Inhaltsstoffen ab und ist nicht so individuell (gibt natürlich immer Wirkstoffe, die bei einer Person anschlagen und bei der anderen nicht). Trotzdem wirkt Teebaumöl durch den hohen Monoterpenanteil immer antibakteriell – dazu ist es zB so interessant, die Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen zu kennen. Und ich freue mich, dass ich Dich neugierig machen konnte!

    • winterweiss sagt am 28. August 2014

      Liebe Sarah,
      ich denke es kommt drauf an, ob du die körperliche Wirkung z.B. auf die Haut oder die psychische Wirkung meinst. Körperlich sind sicherlich die Inhaltsstoffe verantwortlich, ob ein Öl hautberuhigend, antibakteriell etc. ist.

      Für die psychische Wirkung ist es nach meiner Erfahrung so, dass die Nase sehr gut entscheiden kann, welches Öl man gerade braucht. Wenn es für dich passend und gut riecht, dann ist es auch das Richtige für dich. So habe ich meine Erfahrung mit dem ätherischen Öl der römischen Kamille gemacht. Eigentlich mochte ich den Duft des Öles überhaupt nicht, habe es aber gekauft weil ich von der umwerfenden Wirkung gelesen hatte. Plan war, dass ich mir was mische…das hab ich dann aber nicht getan.
      Und dann hatte ich ein halbes Jahr später eine Phase, wo ich ganz ganz doll Heimweh hatte und mir die römische Kamille in die Hände gefallen ist. Und dann war der Duft großartig und er hat mich durch diese Phase begleitet und mir Wärme und Geborgenheit geschenkt.

  8. Vielen Dank für diesen informativen Artikel. Du hast dir ja mittlerweile ein sehr großes Fachwissen angeeignet. Das Thema AÖ ist unglaublich komplex und bis ich mal soweit bin meine eigenen Mischungen zu kreeieren ist es wohl noch ein weiter Weg. Bestimmt wäre es einfacher für mich, die Grundlagen zu verstehen, wenn ich früher in Chemie mal zugehört hätte. Ich liebe alles zitrische- Zitrone,Verbene,Orange. Je nach Stimmung aber auch gerne Rose und Lavendel. Nur Jasmin kann ich gar nicht gut riehen, aich nicht in der Natur.
    Warum ist Lavendel denn in Verruf geraten?

    • Ellalei sagt am 28. August 2014

      Das wüsste ich auch gerne. Ich mag den Duft nicht gerne, ist so oma-mäßig für meine Nase. Aber Verruf… das habe ich jetzt auch so gar nicht im Kopf.
      Ich habe ein Duftsäckchen gegen Fliegen in der Küche zu hängen und gegen Motten im Schrank – also wirkungsvoll ist Lavendel definitiv, auch wenn es nicht mein Lieblingsduft ist.

      • beautyjagd sagt am 28. August 2014

        Dann lest ihr nicht bestimmte Blogs oder guckt nicht bestimmte (englischsprachige) Youtuber 😉 , die ständig wiederholen, wie hautreizend/schädlich etc. Lavendel sei. Weshalb das so gekommen ist, das dürfte meiner Meinung nach eine Gemengelage an Interpretationen von Studien und vielleicht auch einiges „Politisches“ reingemischt sein (aber das kann ich nur vermuten) – ich werde darauf in einem anderen Post eingehen, ich wollte nur nicht gleich mit sowas anfangen.

      • Jessie sagt am 28. August 2014

        Also ich schmier mir Lavendel überall hin und drauf und hatte noch keine Reizungen. Zum Glück lese ich die anderen Blogs nicht, sonst hätte ich mir jetzt bestimmt schon eingeredet, dass Lavendel schlecht ist und einen Ganz-Körper-Ausschlag manifestiert, hihihi 🙂

      • Ellalei sagt am 28. August 2014

        Aha! Nö, ich lese nicht alles, das stimmt. Und scheinbar macht es auch nicht in jedem Fall schlauer. Dieses aufgebauschte Medienthema nützt sicher auch einer ganzen Lobby … das riecht doch etwas nach Geldschneiderei.
        Extrem einseitige Berichterstattung oder ähnliches lässt mich immer achtsam werden. Schade, dass die Masse da scheinbar gutgläubiger (oder ängstlicher) ist. Wie du schon in deinem Erfahrungs-Stichpunkt so schön beschreibst, haben sich viele positive Wirkungen über Jahrhunderte hinweg bestätigt und dieser „Berichterstattung“ auch einer „Masse“ vertraue ich dann schon!

      • beautyjagd sagt am 28. August 2014

        Micht macht allzu einseitige Berichterstattung auch immer skeptisch, nicht nur was ätehrische Öle angeht, auch sonst… geht mir wie Dir!

  9. Ich liebe deine lexikalischen Posts. Danke für die wunderbare Einführung in die Welt der ätherischen Öle! Finde es super, dass du erklärst, worauf man bei Kauf und Anwendung achten sollte.

    Ich selber liebe Duftlampen, habe mehrere äÖs von Farfalla und eine Mischung (Samt&Rosen von Primavera, mit dem ich bereits meinen Staubsaugerbeutel und ein Badeöl beduftet habe), und welche von Phytomed sowie kleinerer Hersteller, allerdings leider nicht alle in Bioqualität. Darauf werde ich in Zukunft beim Kauf achten, da ich mit den äÖs nicht auch noch Gifte in meinen Körper einschleusen möchte.

    Medizinisch habe ich noch keine grossen Erfahrungen mit äÖs machen können, einizig den Aroma Roll-On Klarer Kopf von Primavera, Teebaumöl, Manukaöl und Lavendelöl auf Pickel und mein Jo Wood Organics Parfüm, dass mir hervorragend gegen tiefen Blutdruck und den damit verbundenen Kreislaufstörungen hilft. Und dann noch Lilienöl in Jojobaöl mazeriert. Der Hammer gegen Blaue Flecken! Der wirklich dunkelblaue Knöchel nach einem Bänderriss am Fuss ist innert 4 Stunden verschwunden! Leider war er 2 Tage später wieder da, aber das ist nicht der Punkt. Der Hammer! Da soll mir keiner mehr sagen, dass äÖs nicht wirken können.

    Ich bin sehr auf deine weiteren Beiträge zum Thema gespannt, besonders der medizinische Aspekt der Anwendungsmöglichkeiten interessiert mich sehr.

    Liebe Grüsse!

    • Staubsauergerbeutel beduften? Das will ich auch .
      Wie machst du das denn? AÖ einfach auf den Beutel oder auf den Filter?
      Hihi, das stelle ich mir cool vor, wenn die Wohnung nach dem Saugen nach Rosen riecht 😉

      • Also ich habe einfach ein paar Tropfen direkt in den Beutel gegeben. 😉 Den Tipp hatte ich mal irgendwo gelesen. 🙂 Das Schöne ist, dass 1x beduften für eine ganze Beutelfüllung ausreicht. 🙂

      • Oh, das ist ein ganz toller Tipp, den ich direkt ausprobieren werde; danke! Ich hasse nämlich den Geruch von Staubsauger-Luft.

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Gegen blaue Flecken fällt mir sofort Immortelle (zB aufgelöst in Jojobaaöl) ein, die Hämatome werden schneller aufgelöst und der Lymphfluss angeregt.
      Und bei meinen geplanten Post werde ich vor allem auf die Hautpflege eingehen, aber ein bisschen was auch aufs Wohlbefinden im Allgemeinen (macht ja auch schön 😉 ).

    • Ellalei sagt am 28. August 2014

      Och so könnte mir Hausarbeit ja fast Spaß machen! Staubsaugen ist normalerweise schon etwas stinkelig. Wie doof, dass ich gerade erst ein nicht mehr so frisches ÄÖ weggeworfen habe, das hätte ich doch noch gut für den Staubsaugerbeutel nutzen können.
      Bei Raumbeduftung bin ich sonst spartanisch, auch der Katzen zuliebe. Ich bin nicht sicher, wie die mit ihren feinen Nasen das finden. Zumal das holzige Katzenstreu schon Duftmarke genug ist in unserer Butze 😉

      • Ich habe keine Haustiere, insofern könnte es nur mich stören, was es natürlich nicht tut. 😀 Ich glaube, ich habe den Tipp aus einer Cosmia-Ausgabe, bin mir aber nicht sicher. Ich liebe jedenfalls den Duft, als nächstes gibts was zitrisches! 🙂

      • Ellalei sagt am 29. August 2014

        Och Staubsauger und Badeöl (wenn ich eine Wanne hätte) würde ich mir schon gerne gefallen lassen! Nur die komplette Raumbeduftung lasse ich lieber. Mein Mann steht da gar nicht drauf. Wäre ich Single, sähe das ganz anders aus – aber so das mit den Kompromissen…
        Dein Tipp bei blauen Flecken klingt super, die begleiten mich seit jeher und nerven entsprechend auch, vor allem im Sommer. Schick ist ja anders. Wie heißt denn das Lilienöl ganz genau, das du hast? Melvita hat eine Mischung im Angebot, da ist es Lilium Candidum in Sonnenblumenöl.

        Danke und liebe Grüße

      • Beautytalk sagt am 29. August 2014

        @Ellalei, Single zu sein muss ja auch manche Vorteile bringen, sonst macht das Ganze ja keinen Spass! 😉 Bei mir wird beduftet und geräuchert, wie ich Lust und Laune habe. Und seit ein paar Wochen gibt es abends die Hauschka Med Zahncreme sensitiv mit Sole. Diese reinigt wirklich sehr, sehr gründlich, macht aber eben nicht so einen frischen Atem wie eine minzige Variante. Mir gefällt aber die reinigende Wirkung so gut und das die Zahncreme dabei so mild ist. Und da ich Single bin, vermisst niemand neben mir einen frischen Atem, der gerade so vor Minze sprüht. 🙂 LG

  10. Claudiia sagt am 28. August 2014

    Respekt, liebe Julie, was du hier wieder geschafft hat! Was für ein toller Post! Dieser eignet sich zum-immer-wieder-Nachschlagen und Nachlesen. wirklich toll!!
    Bei ÄÖ vertraue ich seit ewigen Zeiten nur auf Primavera – und seit einiger Zeit auch auf Grüne Erde. Da ich kein Experte auf diesem Gebiet bin, beschränken sich meine Anwendungen auf Schnuppern, Wäschesäckchenbeduftung, Duftlampen und Kaltverdunstung. Könntest du vielleicht in einer deiner nächsten Posts etwas über den Begriff „naturreine“ ÄÖ schreiben.
    Selbst mag ich viele ÄÖ, aber ganz besonders Lavendel (den ich selbst jedes Jahr zu ernten versuche) und Rosmarin, der auf mich ungemein beruhigend und ermunternd wirkt – warum, weiß ich auch nicht 🙂

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Dieser Artikel ist auch dafür gedacht, dass man in sich bookmarkt und immer mal wieder nachguckt – ich werde bei den folgenden Post sicher auch immer mal wieder auf diesen Text verweisen 🙂 Und Uwe von der Naturdrogerie hat weiter oben schon was zum Begriff „ätherische Öle“ geschrieben, meinst Du das? oder eher die Thematik, dass manche Öle mit synthetischen Stoffen gefälscht werden bzw. naturidentisch nachgebaut werden? Ich würde auf jeden Fall zu genuinen Ölen raten.

      • Claudiia sagt am 29. August 2014

        Ja, genau den Hinweis von Uwe habe ich schon gelesen. Vor über 20 Jahren gab es ja weder NaTrue, noch richtige Bioausszeichnungen, da musste man sich darauf verlassen, dass auf dem äÖ „natrurrein“ ausgewiesen wurde, damit man auch sicher sein konnte, die beste Qualität zu bekommen, nicht irgendein verschnittenes „Wässerchen“. Ich konnte damals nur in der Apotheke bestellen, diese musste die Öle extern besorgen und die Qualität naturrein wurde damals nur von Primavera erfüllt.

  11. Ich mag sehr gerne die ätherischen Duftkompositionen von primavera zum Sprühen ( die kleinen sprühfläschchen). Am liebsten die grüne Sorte ‚ clean Air‘, oder so ähnlich. Als ich krank war und den ganzen Tag mit Fieber im Bett lag und mir alles so miefig und schwitzig vorkam, war das ein Wohltat den Raum damit zu erfrischen!

    Ich habe mittlerweile 3-4 Sorten in gebrach und die Verkäuferin sagte mir, man könne mit den äth Ölen von primavera prima (haha) Getränke zubereiten. Einfach wenige Tropfen in Wasser geben… Da gäbe es auch Rezepte von primavera, die wohl bei Hitze fantastisch erfrischen sollen. Ich wollte es eigentlich mal ausprobieren, habe es aber komplett vergessen und mich jetzt erst wieder daran erinnert 🙂

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Von Vegaroma (in Zusammenarbeit mit Primavera, soweit ich weiß) gibt es eine Reihe an ätherischen Ölmischungen, die man für die Küche und Getränke verwenden kann – Maria Kettenring hat dazu auch ein Buch geschrieben, heißt „Duftküche“ und bietet viele Tipps und Rezepte.

      • Ja, Vegaroma wird in Zusammenarbeit mit Primavera hergestellt. „Insider-Geheimnis“: im Prinzip handelt es sich um die selben ätherischen Öle (also die sortenreinen). Die Vegaroma-Öle sind aber nur als Lebensmittel besteuert und tragen ein Bio-Siegel. Die Primavera-Öle sind als Kosmetik besteuert und tragen (fast alle) ein Natrue-Siegel.

        Bei Vegaroma hat man die Garantie, dass die Öle auch wirklich genießbar sind (in der angegebenen Dosierung). Und man kann bei den teureren (wie etwaVanille) noch ein wenig sparen, da die Mehrwertsteuer-Differenz doch ganz beachtlich ist.

        Wie mit so vielen Sachen, bieten wir die Vegaroma-Öle bei uns wegen des Bio-Siegels nur im Laden an. Eine Bio-Zertifizierung (für den Versand von Produkten mit Bio-Siegel) wollen wir uns noch gönnen, aber aktuell stehen noch ein paar dringlichere Themen bei uns an.

        Das Buch zum Kochen mit ätherischen Ölen von Maria Kettenring kann ich übrigens wärmstens empfehlen. Wir haben noch eine alte Ausgabe (mit Widmung!). Da war der Titel noch anders. Inhaltlich hat sich aber nicht so viel geändert.

        Auf der Vivaness ist der Primavera-Stand ja auch wegen der „Mocktails“ mit ätherischen Ölen immer eine Anlaufstelle. Erfrischung pur ohne Limo-Bapp.

        Beste Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie

  12. Vanessa sagt am 28. August 2014

    Hi
    Interessanter Bericht.
    Ich bin schon länger etwas verwirrt was Ätherische Öle betrifft. Diese sind ja meistens in Naturkosmetik vorhanden, aber lese auch immer mal wieder, dass diese auch schnell zu allergischen Reaktionen führen kann. Schaue mich deshalb auch gerne nach NK um ohne ÄÖs und Parfum, weil ich bedenken habe im späteren Zeitpunkt Probleme zu bekommen oder es zu fördern allergisch zu werden.
    Wie kann ich mir da sicher sein? Kann mich da jemand aufklären und mir meine Sorgen nehmen?

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Auf dieses Thema werde ich in meinen nachfolgenden Posts noch eingehen, denn genau aus diesem Grund werden ätherische Öle ja durchaus skeptisch beäugt. Nur kurz vorab schon mal ein paar Punkte: Um zu vermeiden, dass man keine allergische Reaktion bekommt, muss man unbedingt auf eine sehr gute Qualität des ätherischen Öls achten (wie oben beschrieben, also nur von seriösen Firmen kaufen, die alle Angaben auf dem Etikett stehen haben, siehe Kommentar von der Naturdrogerie weiter oben). Dann muss das Öl frisch sein, unbedingt darauf achten, welche Haltbarkeit nach dem öffnen auf dem Fläschchen angegeben ist. Außerdem ist die Dosierung wichtig, im Gesicht maximal etwa 1%, am Körper können es bis zu 3 % sein. Selbstverständlich ist auch die Auswahl des Öls wichtig, nicht alle Öle sind hautfreundlich – auch dazu werde ich noch kommen (und kann man super in den oben angegebenen Büchern nachlesen).
      PS: Hauttest in der Armbeuge ist auch immer ein gutes Mittel, um zu checken, ob man auf ein Öl reagiert (also das ätherische Öl stark verdünnt auftragen).
      PPS: Und bei fertiger Naturkosmetik ist KnowHow beim Hersteller wichtig, also dass er weiß, wofür die ätherischen Öle eingesetzt werden und dass die Öle qualitativ hochwertig sind. Abgesehen davon müssen alle Hersteller gesetzliche Richtlinien beachten, den Einsatz von ätherischen Ölen regeln/beschränken.

    • Wenn du bisher weder Allergien noch Atopien der Haut oder der Atemwege hast und auch keine familiäre Vorbelastung vorliegt, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Solltest du aber bereits Allergien haben, ist es wichtig, dass du vor Verwendung eines äÖ prüfst, ob es sich um ein Kreuzallergen handelt. Reagierst du bereits gegen den kreuzallergenen Stoff, lass die Finger davon.

      Sofern du bekannte Allergien hast, solltest du insgesamt sehr vorsichtig im Umgang mit äÖ sein, ganz besonders, wenn du Heuschnupfen hast. Ansonsten riskierst du, weitere Allergien zu triggern.

      Aus deiner Art zu fragen schließe ich aber eher, dass du bisher keine Probleme hast. Wenn in deiner Familie Heuschnupfen und Lebensmittelallergien nicht verbreitet sind, kannst du einfach selbst ausprobieren, was dir bekommt.

      Ich selbst reagiere auf einige Stoffe allergisch und habe seit Mitte 20 allergisches Asthma. Ursache sind neben einer genetischen Disposition vermutlich, dass mein Vater sehr stark geraucht hat und meine Mutter entsprechend der damaligen Zeit eine glühende Anhängerin von Sagrotan und Domestos war. Trotzdem verwende ich gerne äÖ, teste aber zunächst die Verträglichkeit. Zusätzlich zur Allergieprobe von Julie empfehle ich bei bereits bestehenden Allergien allerdings noch Zwischenschritte.

      Als allererstes tropfe ich etwas vom Öl einen Bimsstein oder ein Stück Treibholz. Stelle ich keinerlei Reaktion der Atemwege fest (Atemnot, Tränen der Augen, der Nase, Jucken oder pelziges Gefühl auf der Zunge) geht’s zum Hauttest. Zunächst trage ich das stark verdünnte äÖ an einer relativ unempfindlichen Stelle auf, wie z. B. der Außenseite des Unterarms oder gerade im Winter dem Schienbein (da sieht man nichts, wenn ich reagiere). Passiert da nichts, trage ich dieselbe Mischung nochmals in der Armbeuge auf. Bleibt auch hier eine Reaktion aus, pricke ich. D. h. ich desinfiziere eine kleine Stele an der Innenseite meines Unterarms, gebe einen Tropfen der Mischung auf und pricke mit einer desinfizierten Nadel durch den Tropfen hindurch die Haut, d. h. ich ritze bzw. steche ganz leicht und oberflächlich in die Haut. Bitte wirklich nur ganz leicht anritzen, es soll hierbei kein Blut fließen, nur die Hautbarriere ganz leicht verletzt werden. Der Tropfen soll dabei ca. 20-30 Min auf der geritzten Haut bleiben, danach abwischen und wieder desinfizieren. Hat sich keine Hubbel gebildet, ist die Haut nicht gerötet und juckt auch nicht, kann ich das Öl verwenden.

      Trotzdem ist es wichtig, auch danach aufmerksam zu bleiben und die Reaktionen deines Körpers zu beobachten. So kann es z. B. sein, dass du einen Tag ein äÖ ohne Beschwerden verwendest, aber am nächsten Tag Kopfweh bekommst. Passiert das mind. 3 x, kannst du von einem Zusammenhang ausgehen und solltest das verwendete Öl künftig meiden. Auch wenn du einen potentiell allergenen Stoff immer gut vertragen hast, können Allergien neu auftreten (gilt auch für Nahrungsmittelallergien oder Heuschnupfen).

      Wie gesagt, ich habe Allergien und verwende trotzdem gerne äÖ. Allerdings kaufe ich gut kontrollierte Öle, neben den bereits genannten Dealern Primavera und Aromazone kann ich noch Ronald Reike empfehlen. Außerdem lagere ich die Öle trocken, dunkel und kühl und verwende sie innerhalb der angegebenen Zeit. Riecht ein Öl nicht wie gewohnt, stelle ich es noch mal weg (vielleicht ist es ja nur meine PMS-Nase), reicht es beim zweiten Test eine Woche später immer noch anders als sonst, werfe ich es weg.

      Die derzeitige Diskussion um die allergene Wirkung von äÖ ist m. E. reine Hysterie und ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie nicht auch noch gesponsort wird. Häufige Allergien/Intoleranzen bestehen übrigens gegen Birkenpollen, Gräserpollen, Hausstaubmilben, Meerschweinchen-, Kaninchen- und Katzenhaare, Nüsse (einschließlich Erdbeernüsschen), Gluten, Lactose, Wolle, Wollwachs (Lanolin), Latex, Chrom und Formaldehyd. So, und jetzt schau dich mal in deiner Wohnung um und dann im nächsten Supi? Wird das jetzt auch alles verboten bzw. das Verbot gefordert?

  13. Wirklich toll geschrieben und für jeden gut verständlich. Ich freue mich auch schon auf die nächsten Posts , vielleicht mit dem ein oder anderen „Rezept“?
    Welche Firma würdest du denn uneingeschränkt empfehlen?
    Und welche Gesichtsmaske hast du denn überhaupt benutzt? Sie ist doch nicht etwa die ganze Zeit während des schreibens auf dem Gesicht geblieben;)

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Ja, es kommen noch ein paar Rezepte 🙂 Darauf freue ich mich auch schon! Und die Maske hatte ich nicht während des Schreibens im Gesicht 😉 , beim Entspannen damit kam mir aber die Idee – war die Honigmaske von Kodera Herb Garden.
      PS: Ach so – hier wurden ja in den Kommentaren schon ein paar schöne Hersteller-Firmen genannt, Primavera und Farfalla gehören auf jeden Fall dazu, aber auch einige kleinere Firmen.

  14. Waldfee sagt am 28. August 2014

    Ich liiieeebe ÄÖ, besonders Lavendel und Neroli. Da könnte ich drin versinken. Neben meinem Bett steht auf dem Nachtschränkchen ein Duftstein, da tröpfel ich so alle paar Tage etwas Lavendel Fine drauf. Wenn dann die Nachtluft vom Fenster dran vorbeistreicht, habe ich den Duft in der Nase. Neulich habe ich einen Tropfen Lavendelöl auf einen Insektenstich auf der Wange getupft. Hat schnelle Linderung gebracht und mich ganz dezent mit Lavendelduft umgeben.

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Lavendelöl ist ja eines der wenigen Öle, was man auch mal pur verwenden kann, gerade wenn es nur punktuell ist. Sonst mische ich lieber in fette Öle, die ätherischen Öle sind dann immer noch wirksam genug :). Und ich sprühe ja abends gern das Schlafwohl-Spray von Primavera (oder ein anderes aus Frankreich), das Ritual mag ich sehr.

  15. Jessie sagt am 28. August 2014

    Vielen Dank für den schönen Bericht. Ich liebe ÄÖ und habe schon in meiner Pubertät mit dem Ausprobieren verschiedener Öle begonnen.

    Was in meinem Haushalt immer und zu jeder Zeit griffbereit steht sind Teebaumöl (wird für alle Wunden, Schnitte, Insektenbisse, Zahnfleisch- und Hautentzünden sowie Halsschmerzen benutzt), Lavendel, Rosmarin, Pfefferminz (gegen Muskel-und Kopfschmerzen und auch innerlich eingenommen bei Sodbrennen, Magenbeschwerden, Schnwindel, Übelkeit etc.), Ylang-Ylang, Eukalyptus (2 Tropfen auf ein Stück Taschentuch, das in die Nase gesteckt wird und man schnoddert alles binnen weniger Minuten aus) und Cajeput (mit Rosmarin und Lavendel gemischt hilft es sehr gut gegen verspannte Muskeln).
    Das sind meine Allrounder, aber ich habe natürlich auch noch andere ÄÖ im Haus, wie z.B. Rose, Orange, Zitrone, Kiefernadeln, Citronella etc.

    Hm, eigentlich habe ich fast einen ganzen Schrank mit ÄÖ voll stehen, hihi 🙂

      • Liebe Julie,

        danke für diesen äußerst spannenden Post! Ich habe erst durch deinen Blog angefangen, mich für ÄÖ zu interessieren. Allerdings kratzt mein Wissen nur ganz leicht an der Oberfläche, da ich bisher nicht die Muße hatte, mich näher damit zu beschäftigen. Das wird auch leider erstmal so bleiben (ich bin vor gut zwei Wochen in Edinburgh angekommen und komme neben Unterrichten, Masterarbeit und Leute kennen lernen kaum zum Lesen meiner geliebten NK-Blogs 🙁
        Deswegen bin ich froh, dass du erstmal für mich die Aufgabe übernimmst, mich über die wichtigsten Dinge zu informieren, damit ich bei der Anwedung der ÄÖ keine groben Fehler begehe 😉
        Ich habe mir, da ich meine Duftlampe nicht mitnehmen wollte, so kleine Vlieskissen von Primavera gekauft und habe ca. 6-8 verschiedene Öle mitgenommen. Die Anwendung z.B. gegen Kopfschmerzen oder Schnupfen will ich auch noch ausprobieren und werde dafür immmer wieder auch hier in den Kommentaren nachlesen.
        Einen Naturkosmetikladen mit verschiedenen Marken habe ich hier noch nicht gesehen. Demnächst werde ich mal recherchieren, ob es vlt Stores von bekannten NK-Marken gibt. Einzig Neal’s Yard Remedies ist mir schon begegnet. Da habe ich gleich an dich gedacht 😀 Ich muss mir bald ein neues Gesichtswasser nachkaufen, aber von NYR gibts kein reines Blütenwasser, das reicht mir nicht und außerdem ist da teilweise Alkohol oder Glycerin drin (obwohl die Flaschen schon schön sind).
        In einem uber-hippen Bioladen habe ich Dr.Hauschka gesehen, aber natürlich schweineteuer.
        Als Öko erlebt man hier schon einen mittelgroßen Kulturschock. Im Supermarkt nehmen vlt 5% eine eigene Tasche mit. (Ich werde immer etwas komisch angeguckt 😉 ) Obst und Gemüse gibt es kaum einzeln zu kaufen, sondern immer in Plastik gepackt. Und meine Mitbewohnerin wirkte fast entschuldigend, als sie erklärte, sie würde Wert auf Mülltrennung legen, aber mir fiel fast die Kinnlade runter, als ich dann sah, was man alles _nicht_ in die Recycle-Tonne wirft. Zuhause in Deutschland habe ich den Restmüll immer am wenigsten leeren müssen.
        Ok, ich bin ein bisschen vom Thema abgekommen, manchmal muss ich die ganzen Eindrücke auch mal loswerden 🙂
        Ich hoffe, ich komme bald wieder häufiger zum Kommentieren, denn deine tollen Artikel haben jeden einzelnen Kommentar verdient!

      • Upsi. An der richtigen Stelle zu antworten habe ich wohl auch verlernt 😀

      • beautyjagd sagt am 14. September 2014

        Ich wünsche Dir einen guten Start in Edinburgh!! Wie aufregend, dass Du jetzt ganz neue Welten erkunden kannst. Über Neals Yards habe ich gaaaaanz am Anfang des Blogs auch mal geschrieben, da habe ich die berühmte Weihrauchcreme getestet http://beautyjagd.de/2010/11/22/neals-yard-remedies-frankinse-cream/. Ist das lange her, hihi, meine Texte haben sich durchaus verbessert, finde ich.
        Hauschka ist eigentlich überall teurer als in Deutschland, ich glaube, deswegen schlagen die Touristen in Deutschland auch immer so zu bei den Produkten. Würde ich an deren Stelle auch tun.
        In Frankreich hat sich es ja mittlerweile eingebürgert, die eigene Plastiktasche mit in den Supermarkt zu bringen. Das hätte ich noch in den 90ern nicht für möglich gehalten…
        PS: Danke für das nette Kompliment zu meinem Blog!!

  16. Oh ja, mehr davon bitte …
    Ich liebe Lavendel und Neroli, beides z.B. im Kopfkissenspray von Primavera enthalten. Und ich bin überzeugt davon, dass ätherische Öle eine beruhigende oder anregende oder heilende oder oder oder Wirkung entfalten können. Dass Reizungen bei Überdosierung möglich sind, ist ja klar – die Dosis macht immer das Gift. Mittlerweile kann ich z.B. gar keine herkömmliche Kosmetik mehr „riechen“, das ist mir alles viel zu künstlich, aufdringlich und „laut“, ich liebe die natürlichen Gerüche von Naturkosmetik, wobei ich manches lieber mag und manches gar nicht (wenn ich als Kind krank war, wollte mir meine Mutter immer Kamillentee einflößen, davon ist mir dann erst recht schlecht geworden…). Also Kamille geht nur, wenn sie nicht deutlich herausriecht 😉

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Offensichtlich wurde ich nicht gezwungen, in meiner Kindheit Kamillentee zu trinken 😉 , denn ich mag den Duft sogar! Düfte sind toll, weil man sie mit Lebensphasen und Ereignissen verbindet, an die man sich sonst wahrscheinlich gar nicht mehr erinnern könnte.

      • Ja, man hat wirklich ein Duftgedächtnis, denke ich. Der Geruch von Heu (aber auch von Mist ;-)) erinnert mich immer an meine Kindheit, weil wir damals noch die Milch frisch vom Bauernhof geholt haben – im Sommer standen die Kühe auf der Wiese, im Winter im Stall. Wogegen ich bis heute eine Abneigung habe: Turnhallen! Dieser Geruch von Mief, Schweiß, Käsefüßen und Turnschuhen geht gar nicht und erinnert mich sofort daran, wie ungern ich zum Schulsport gegangen bin …

  17. Kerstin sagt am 28. August 2014

    Danke, Julia, für den tollen Beitrag und die ganz Mühe die Du in so eine Reihe reinsteckst.
    Deinen Post muss ich noch mal ganz in Ruhe lesen. Für mich gehören ätherische Öle zum Wohlbefinden dazu und passen somit absolut zum Thema Schönheit. Nur wer sich (mit sich selbst) wohl fühlt, ist auch schön. In dem Sinne, dass das eben auch bedeutet auf sich zu achten, können ÄÖ einen Beitrag dazu leisten, so empfinde ich das jedenfalls.

    Ätherische Öle begleiten mich schon lange, bestimmt schon 15 Jahre. Zuerst eher als Badezusatz in Kombination mit Sahne oder auch mal Teebaumöl in einer Maske bzw. auf einen Pickel in der Not. Später kam eine Phase mit Duftlampe oder -stein. Seit ein paar Wochen (seit winterweiss Täschchen) verwende ich Pfefferminz und Lavendel auch mal pur und mag die Verwendung sehr gerne, vor allem Pfefferminz kommt fast täglich zur Anwendung, da ich häufiger unter Spannungskopfschmerz leide. Außerdem habe ich dieses Jahr angefangen eigene Körperöle zu mischen und bin gespannt auf die hier noch folgenden Rezepte.

    Ich freue mich also schon auf die gesamte Serie. Liebe Grüsse, Kerstin 🙂

    • beautyjagd sagt am 29. August 2014

      Ich leide auch öfter unter Spannungskopfschmerzen, früher war es noch viel schlimmer als heute – weil ich da auch in einem nicht so zu mir passenden Umfeld unterwegs war, und das stresste mich natürlich. Der Roll On Klarer Kopf ist dafür einfach super, damit kann ich auch etwas meinen nacken massieren.

  18. Schöner Bericht… mehr davon! 🙂 Ich habe immer Eucalyptus zu Hause… das nehme ich auch innerlich wenn ich krank werde. Hilft immer!!! Ich hatte mal richtig schlimmen Reizhusten, über 3 Monate. Keine Medikamente haben geholfen, auch kein Antibiotikum. Nach der Einnahme vom Eucalyptus war innerhalb von 4-5 alles weg. Das hat mich überzeugt. Seit dem spare ich jede Menge Medikamente. Und ich liebe Lavendel…….. derzeit habe ich aber nur Eucalyptus und Ur-Cedernholz daheim. Bei meiner nächsten Maienfelser Bestellung werde ich mal wieder nachlegen- ich weiß aber noch nicht so richtig (außer Lavendel) was ich bestelle….

    • beautyjagd sagt am 29. August 2014

      Stimmt, Eukalyptus könnte ich mir auch mal zulegen… hach, meine Liste wird immer länger! Ich habe mir bei Primavera Manuka gekauft, das möchte ich mal in Honig mischen – davon werde ich wahrscheinlich noch berichten, wie das so ist.

  19. Birgit sagt am 28. August 2014

    Mir hat dein sehr informativer Artikel gut gefallen. Chapeau!

    Ich beschäftige mich schon seit Ende der 80ziger mit den ätherischen Ölen und meine Begeisterung lässt einfach nicht nach. Es gibt immer noch neue Öle zu entdecken und auszuprobieren. Mein Geruchsempfinden ist sehr ausgeprägt (Fluch und Segen), als Kind habe ich des öfteren die Parfums meiner Mutter in der Hoffnung einen besseren Duft zu bekommen, gemischt. Hat leider nie so geklappt. Aber zu den Ölen bin ich durch das Kosmetik selbermachen gekommen. Da habe ich in einem Laden die Primavera Öl entdeckt und um mich war es geschehen. Kosmetik mach ich schon lange nicht mehr selber, aber die Leidenschaft für die Öle ist geblieben.

    • Beautytalk sagt am 28. August 2014

      Da steht die kleine Birgit in der Küche und panscht munter die teuren Parfüms von Mama zusammen, da habe ich gerade ein Bild zu… Göttlich. 🙂 Aber die Mama war bestimmt ein wenig sauer, oder? So ein ausgeprägtes Geruchsempfinden ist in der freien Natur bestimmt toll, in einer vollen U-Bahn mag ich lieber nicht mit Dir tauschen. Fluch und Segen trifft es da wohl ganz gut. 😉 LG

      • Birgit sagt am 29. August 2014

        Wenn ich mich recht erinnere, waren es Parfüms, die sie auch nicht mochte. Ich glaube, mein Vater hat nicht immer so ihren Geschmack getroffen. An Schimpfe kann ich mich nicht erinneren.

      • Beautytalk sagt am 29. August 2014

        Oh, dann konntest Du natürlich mischen nach Lust und Laune. Schön, dass Deine Mutter das so toleriert hat und Du nicht geschimpft worden bist. 🙂 LG

    • beautyjagd sagt am 29. August 2014

      Das ist toll, dass Du schon so lange dabei bist! Ich bin eigentlich über mein Interesse an Parfüms an die ätherischen Öle gekommen, aber auch das Kosmetik-selbst-rühren hat dazu beigetragen, mich mehr damit zu beschäftigen.

  20. Liebe Julie, das ist ein toller Grundlagenbericht, und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung!

    Leider stimmt es, dass die Verwendung ätherischer Öle zu heilkosmetischen Zwecken verboten werden soll, und messbare Vorboten sind u. a. die besonders im Netz gut gestreuten Bashing-Versuche gegenüber ätherischen Ölen.

    Gesetzliche Grundlage für das angestrebte Verbot ist eine 2004 geschaffene EU-Richtlinie zur Verwendung traditioneller und pflanzlicher medizinischer Produkte (‚Richtlinie 2004/24/EG‘). Diese EU-Richtlinie namens THMPD (Traditional Herbal Medical Product Direction) ist im April 2011 vollumfänglich in Kraft getreten und hat zum Ziel, Nahrungsergänzungen, Naturheilmittel, Behandlungen und Therapien der Naturheilmedizin einzuschränken und in absehbarer Zeit völlig zu verbieten, wenn sie nicht die Zulassungsvoraussetzungen der THMPD erfüllen.

    Diese Zulassungsverfahren sind sehr aufwändig und sehr teuer, so dass schon im Vorfeld bald viele kleinere Unternehmen wie z. B. Kräuterbauern und Ölhersteller ihre Produkte nicht mehr anbieten können. Auch Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der Zubereitung und Anwendung von Kräutern, ätherischen Ölen etc. werden eingeschränkt.

    Die EU hat für bestimmte trad. Naturheilmittel (immer dabei: ätherische Öle) ein spezielles vereinfachtes Registrierungsverfahren geschaffen, wonach es erforderlich ist, dass das entsprechende Naturheilmittel bisher mindestens 30 Jahre medizinisch verwendet wurde, davon mindestens 15 Jahre in der EU. Es muss unschädlich sein, darf also nicht einmal leiseste Reizungen hervorrufen. Dies ist durch bibliographische Angaben oder Berichte von Sachverständigen zu belegen. Ein wirksamkeitsnaxhweis ist zu führen.

    Für z. B. ätherische Öle bedeutet das: Sie werden zwar seit mehreren Jahrtausenden, genauer: seit Beginn der Menschheit, verwendet, leider hat sich weder bisher ein Neandertaler bequemt, die Wirkung für die EU zu beschreiben, noch sind Hildegard von Bingens Beschreibungen als Aussagen einer Sachverständigen zu werten, da sie keine entsprechende Prüfung vor einer EU-Kommission oder eines von dieser beauftragten Institution abgelegt hat. Ein ersatzweise vorzulegender Nachweis der Erlangung eines akademischen Grades ist ebenfalls nicht überliefert.

    Erste ernsthafte wissenschaftliche Nachweise zur Wirkung dieser Mittel gibt es erst seit etwa 10 Jahren, seit dem Zeitpunkt nämlich, als die ersten Rührversuche kräuterbegeisterter Kommune- und Ashramfrauen der 70er Jahre sich zögernd einem breiteren Publikum in den 80er- und 90er Jahren erschliessen.

    Die zeitlichen und wissenschaftlichen Vorgaben werden also nicht wirklich erfüllt, Beweise aus dem Alltag freundlich übergangen, auch wenn die Ehefrau eines dieser Richtlinienschöpfer freudestrahlend von der erfolgreichen Anwendung einer Kamillespülung beim zahnenden Sprössling berichtet.

    Es gibt noch sehr viel mehr Richtlinien (Qualität: mind. pharmazeutisch, Sicherheit: bei allen Menschen gleich, Wirksamkeit: dito, Menge: hier so, dass sie die Wirksamkeit der Öle entweder weit überschreitet oder schlicht zu wenig ist, je nach Ölart), die zu erfüllen sind.

    Und damit sind 98,9 % der Mittel, darunter die ätherischen Öle aus dem Rennen, denn Biozertifizierungen zählen nicht, Lavendel wirkt bei dem einen gut, bei dem anderen gar nicht, die von der EU geforderte Anwendungsmenge würde jede Holztür erfolgreich abbeizen und die Qualitätsanforderung in pharmazeutischer Höhe kastriert jedes Öl in seiner Wirkung, da alle möglichen Aller- und Toxigene entfernt werden müssen.

    Fazit: Es wird in einigen Jahren keine freiverkäuflichen ätherischen Öle mehr geben, und wenn, dann nur die Öle aus der Apotheke, die dann um ihre Wirkung beschnitten und nur noch nette Streichmittelchen sind.

    Preisverdächtige Frage: Cui bono? – Wem nützt das Ganze? Antworten sind hinunterzuschlucken, gewinnen ist: eine bittere Erkenntnis.

    LG,
    Theo

    • Waldfee sagt am 28. August 2014

      Theo, herrlich liest sich dein Beitrag wieder. Du hast so einen schrägen Humor, auch wenn ich mir das folgende Szenario gar nicht erst vorstellen möchte.

    • beautyjagd sagt am 29. August 2014

      Danke, Theo, für diesen Schwenk in Richtung Heilmittel – gehört ja auch zum Thema ätherische Öle, auch wenn ich mich vor allem um Kosmetik kümmere. Übrigens staune ich mittlerweile über die Vielzahl an Studien, die in den letzten Jahrzehnten (ein paar auch schon vorher) entstanden sind – in seinem Buch hat Tisserand ja über 4000 Studien zum Thema Sicherheit von ätherischen Ölen ausgewertet. Und Eliane Zimmermann rezensierte in diesem Post http://blog.aromapraxis.de/2013/10/31/wenn-ein-arzt-ein-apotheker-und-ein-pharmakologe-sich-zusammentun-teil-2/ ein Buch, in dem auch eine Vielzahl an Studien gennannt werden.

  21. Wunderbare Zusammenfassung! Kurz, knackig und alles drin!
    Neben Klassikern wie Pfefferminzöl (Kopfschmerzen), Teebaumöl (gut gegen alles) benutze ich als seltene Raumbeduftung türkische Rose oder Zitrone (letzteres hilft mir auch bei erkältungsbedingter verstopfter Nase). Thymian gibt es bei Beschwerden im Rachenraum. Im selbstgebastelten Gesichtsöl ist römische Kamille und Vanilleextrakt beigemischt, außerdem möchte ich ein wenig mit Karottensamen und Weihrauch experimentieren, wobei mich der Geruch des letzteren eher abschreckt. Und das Textilspray mit Zirbelkiefer von Walachei habe ich nachgebaut, ein paar Pumpstöße im Schlafzimmer davon verteilt sorgen außerdem für einen extrem erholsamen Schlaf.
    Inzwischen haben sich etwa fünfundzwanzig Öle angesammelt, die kurze Haltbarkeit bzw nicht häufige Nutzung haben mich vor weiteren Käufen bisher bewahrt.
    Eine Frage habe ich: Bei den meisten Ölen sind neben dem namensgebenden Öl Limonene, Linalool, Geraniol deklariert, wurden diese zusätzlich hinzugefügt oder müssen diese „ach so gefährlichen“ Stoffe extra aufgeführt werden?

    • beautyjagd sagt am 28. August 2014

      Ja, das sind die in den ätherischen Ölen enthaltenen Duftstoffe, die genannt werden müssen. Wahrscheinlich wird diese Liste auch noch deutlich erweitert werden, wenn das Gesetz die EU passiert. Auf diese als allergen zu deklarierenden Duftstoffe werde ich auch noch in einem der kommenden Posts eingehen.

      • Hatte ich mir auch genauso gedacht, nur darüber nichts gefunden. Mir fallen spontan annähend hundert andere Dinge ein, mit denen sich das EU-Parlament sinnvoller beschäftigen könnte und die ganz bestimmt potentiellere Gefahren darstellen.

  22. Liebe Julie,

    Danke für all Deine wertvolle Arbeit!
    Habe hier schon so viel gelernt und lerne immer noch dazu und bei den ätherischen Ölen bin ich noch gar nicht drauf gekommen, sie – außer die Primavera Roller (habe ich als Rose und Lavendel) – als Parfüm zu benutzen.
    Werde ich mal ausprobieren und mir bei Farfalla oder Primavera ein ätherisches Rosenöl zulegen – wobei gerade die nicht unbedingt die günstigsten sind 😉
    Teebaumöl nehme ich wie hier schon erwähnt wurde – zum Staubsaugen und Reinigen meines Biomülleimers.
    Bisher mache ich mit einzelnen ätherischen Ölen eher weniger, da ich von Ambient das Energetik-Öl besitze und es bei vielen Dingen hilft, die hier bereits erwähnt wurden.
    Bei mir bzw. meinem Mann getestet und als hilfreich empfunden bei Zahnfleischentzündungen, Halsschmerzen, beginnenden Infekten, Kopfschmerzen, Muskelbeschwerden, Insektenstichen.
    Soll auch bei Magenbeschwerden helfen – dies haben wir jedoch noch nicht ausprobieren können.
    Sonst habe ich noch von Ambient den Vertrauen-Spray, welchen ich aufgrund der Rückmeldungen von Kunden bestellt hatte und er hilft innerhalb kurzer Zeit – so ca. 20 Minuten – bei stressigen Situationen oder/und wenn ich mal nicht ganz so ausgeglichen bin, was glücklicherweise seltenst vorkommt.
    Ach, ja hat schon bei „dicker Luft“ zwischen meinem Mann und mir geholfen – kam bisher ebenfalls nur einige wenige Male zum Einsatz.
    Insofern können ätherische Öle, Naturmittel eine Menge, vorausgesetzt man kennt sich aus und hat die richtigen Mittel zur Hand.
    Danke Theo für die ausführliche Beschreibung dessen was uns alle erschrecken bzw. AUFWECKEN sollte.
    Vor – ich weiß nicht wie vielen Jahren – sollte das Teebaumöl verboten werden – bis Australien (weiß nicht mehr genau welche Institutionen da mitgemacht haben, ob auch die australische Regierung dran beteiligt gewesen ist) dermaßen dagegen gesteuert hat, dass dieses Vorhaben aufgegeben wurde und wir uns immer noch an den tollen Wirkungen vom Teebaumöl erfreuen dürfen…
    Ich will es mal mit Silks Worten versuchen – mit Mittelchen, welche nur ganz wenig bis kaum etwas kosten läßt sich nicht wirklich das große Geld verdienen.
    Silk: „Seit dem spare ich jede Menge Medikamente.“
    Und wer bzw. welche Riesen verdienen sich dumm und dämlich an Medikamenten und Co.?!
    Auch mit ein Grund, weshalb ich nur noch NK, Naturheilmittel und biologisch wertvolle Nahrungsergänzungen verwende und mich niemals impfen lassen würde!
    So, das war jetzt glaube ich deutlich genug und hoffentlich gibt es auch hier Initiativen wie damals die in Australien…

    Freue mich auf die Fortsetzung,

    viele liebe Grüße

    Sonja

    • Liebe Sonja,

      eine solche Initiative gab es tatsächlich, u. a. als Petition beim Bundestag vor drei Jahren. Viele von uns haben da und anderenorts unterschrieben. Die EU-Richtlinie war auch kurz Thema in den Medien, ist dann aber untergegangen. In jener Zeit fing zugleich das netzweite Bashing von Naturheilmitteln an, und das bildungsresistente Volk ist sich ja nie zu blöd dafür, mit der heissgeliebten B.Zeitung mitzugröhlen und Naturmittel als Esokram abzutun. Danach ist die EU-Richtlinie nie wieder erwähnt worden, und die Pharmalobby reibt sich die Hände…

      @ Julie Hat Primavera eigentlich dieses heisse Eisen angesprochen? Denen wird diese EU-Regelung – inzwischen still und leise Gesetz – nämlich auch den Hals umdrehen, falls sie diesen mehrseitigen Anforderungskatalog nicht geschickt unterwandern können.

      LG,
      Theo

      • beautyjagd sagt am 29. August 2014

        Mein Besuch bei Primavera war vor allem dem Einsatz von ätherischen Ölen in Kosmetik gewidmet, das Thema Heilmittel haben wir nur entfernt gestreift (mehr war zeitlich einfach nicht möglich). Und da haben wir uns eher über die Duftstoffverordnung unterhalten… auch ein schwieriges Thema.

      • @Theo: So wie ich das sehe, hat Primavera schon kurz nach Erlass der EU-Verordnung vorgesorgt. Indem die vertriebenen ätherischen Öle mit einem Anwendungs- und Dosierungshinweis zur Verwendung in/als Kosmetika ausgestattet werden, gelten diese ätherischen Öle nicht als „Heilmittel“. Um genau zu sein, waren sie das schon vorher nicht, da auf den Verpackungen keine Indikation oder ähnliches angegeben wurde/wird. Ebenso die Vegaroma-Linie: diese sind als Nahrungsmittel deklariert.

        Leider gibt es aber auch Nachteile. So werden einige ätherischen Öle jetzt nur noch als Verdünnung angeboten. Es handelt sich um eben solche, die in klinischen Studien eine Wirksamkeit gegen multiresistente Bakterienstämme gezeigt haben. Glücklicherweise sitzt Farfalla in der Schweiz und bietet diese Sorten noch unverdünnt an.

        Es wird so ausgehen wie aktuell schon bei den Kräutern und Nahrungsergänzungen. Auf den Verpackungen dürfen keine Indikationen oder Gesundheitsversprechen stehen. Die Infos zur Wirksamkeit muss man sich dann aus anderen Quellen holen. Wie gut, dass einige Primavera-Mitarbeiter auch Buch-Autoren sind. 😉

        Ich hoffe nur, dass es nicht ganz so wie bei Kräutern kommt, von denen einige Apotheken-pflichtig sind und damit quasi vom Markt verschwunden. Die Auflagen an Apotheken was Kräuter anbelangt sind einfach nur als absurd zu bezeichnen.

        Die kommende Duftstoff-Verordnung – wie sie aktuell geplant ist – finde ich da schon eine Stufe schlimmer. Das würde tatsächlich Naturkosmetik quasi ausmerzen. Selbst in Produkten die vollkommen ohne ätherische Öle sind, können sich durch die verwendeten Pflanzen Konzentrationen verschiedener Stoffe bilden, die in der Verordnung als „gefährlich“ eingestuft sind. Die Grenzwerte sind lächerlich niedrig und es ist klar worauf man hier abzielt.

        In der abgeschwächten Form prangt in Zukunft auf jeder Naturkosmetik-Verpackung (und sehr wahrscheinlich auch auf ätherischen Ölen) eine Liste mit bis zu 150 Duftstoff-Komponenten die deklarationspflichtig werden. Und man kann es nicht oft genug betonen: diese Stoffe werden _nicht_ zugesetzt. Es sind Bestandteile, die natürlicherweise in Pflanzen vorkommen.

        Aber auch hier hoffe ich, dass es so nicht durchkommt. Glücklicherweise hat die konventionelle Kosmetikindustrie erkannt, dass ihr diese Verordnung auch einige Nachteile einbringt.

        Beste Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie | Uwe

      • Lieber Uwe, liebe Julie, damke für die eingehenden Ergänzungen!

        Meint Ihr nicht, dass sich das Ganze auch gegen die bisher als Kosmetika durchgehenden Stoffe richten wird, da in der Naturkosmetik die Öle ja gerade wegen ihrer (Heil-) Wirkung auf die Haut verarbeitet werden.

        Hoffentlich werden die EU-Fuzzis das nicht so schnell kapieren, so dass wir die ÄÖ auch weiterhin fein als ‚Duftstoff‘ kaufen können.

        LG,
        Theo

      • @Theo: Kosmetik ist per Gesetz kein Heilmittel. 😉

        Die Dr.Hauschka med Serie fährt hier schon hart an der Grenze. Jede einzelne Formulierung auf der Verpackung und den Prospekten ist genauestens austariert. Da steht ja nirgends „hilft bei XY“, sondern „therapiebegleitende Pflege bei XY“. Und beim Labimint muss man schon zwischen den Zeilen lesen, was mit „kribbelnden Lippen“ gemeint ist.

        Ich denke also ätherische Öle sind für den Moment erst mal „sicher“ in Bezug auf die Diskussion Kosmetik/Heilmittel. Trotzdem sollte man sich nicht auf diesem Stand ausruhen. Ich würde mir ja auch mehr Lobby-Arbeit seitens der Hersteller wünschen. Feuer mit Feuer bekämpfen, sozusagen. Lichtblicke sind für mich Artikel wie dieser hier von Julia bei der von einer relativ neutralen Position aus die Thematik beleuchtet wird.

        Die Duftstoffverordnung kommt ja in der schlimmsten Form wahrscheinlich auch nicht. *hoff* Dafür wird dann die Verpackungsindustrie subventioniert, da die NK-Hersteller mehr Platz brauchen um alles zu deklarieren. *ugly*

        Am Horizont braut sich dafür etwas meiner Meinung nach viel schlimmeres zusammen. Die ISO-Norm zu Naturkosmetik ist schon so gut wie gelaufen. Der erste Teil ist eigentlich schon durch und die Entwürfe zum zweiten Teil klingen nicht besonders vielversprechend.

        Für sich genommen ist das jetzt nicht so dramatisch. ISO ist ja „nur eine Privatveranstaltung“. Aber die EU beruft sich bei Verordnungen gerne auf solche Normen. Und eine NK-Verordnung ist für 2016 geplant.

        Auf die NK-Zertifizierer würde ich mich nicht verlassen. Diese haben bei der ISO-Norm bisher gar nichts bewirkt. Das ist entweder Versäumnis oder Kalkül. Denn wozu brauche ich noch die ganzen Siegel, wenn es ein richtig gutes EU-NK-Siegel gibt, das für „echte“ Naturkosmetik steht.

        Wenn dieses Siegel aber so ein Weichspül-Ding wie die ISO-Norm wird (Erdöl-Derivate? Check! GMO? Check! Mundest-Bio-Anteil? Nö!), können die Zertifizierer als „Ritter in schimmernder Rüstung“ auftreten. Für die Verbraucher wäre das aber ein echter Rückschritt. Und der Siegel-Wahn wird sogar noch gesteigert.

        Das ist aber nur Spekulation meinerseits, da ich in Bezug auf Geld und Menschen immer erst mal das schlechteste annehme. Vielleicht überraschen mich Natrue, Cosmos und Co. ja noch.

        Vielleicht lassen sich die richtigen Stellen innerhalb der EU ja auch darauf aufmerksam machen, dass man gar nicht diese ISO-Norm als Vorlage nehmen muss. Immerhin gibt es in Österreich mit dem ÖLMB-Siegel für Natur-/Biokosmetik eine tolle Kopiervorlage. In der Strenge wird es dann zwar auch für einige bekannte NK-Marken schwer, diesen Standard zu erreichen, aber das ließe sich ja durch ein Splitten in Naturkosmetik und Biokosmetik regeln.

        Größter Vorteil in meinen Augen: Die Zertifizierung findet nach gesetzlichen Regelungen statt und wird von staatlich geprüften Stellen (analog zu oder sogar tatsächlich von den Bio-Prüfstellen für Bio-Lebensmittel) ausgeführt.

        Wichtig ist es die ÖLMB-Zertifizierung früh als Alternative zur Weichspül-ISO-Norm ins Spiel zu bringen. Hier sind auch die Hersteller gefragt. So langsam sollte man mal die Grabenkriege als Kapitel der Vergangenheit abhaken und sich gemeinsam der Verantwortung stellen.

        OK – schon wieder eine Textwand … aber bei dem Thema kann ich mich einfach nicht kurz fassen.

        Beste Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie | Uwe

      • beautyjagd sagt am 29. August 2014

        Wie das mit der ISO-Norm und Natrue und /oder BDIH lief, da bin ich mir nicht so sicher – da muss ich noch mehr „forschen“, wie das auf den politischen Ebenen so abläuft. Manchmal denke ich mir, dass ich für eine kleine Weile nach Brüssel ziehen sollte, um mir davon persönlich ein Bild zu machen 😉 . Wenn ich es richtig mitbekommen habe, wird Natrue noch was zum Thema ISO-Norm veröffentlichen, ich werde mal die Augen offen halten.

    • Ellalei sagt am 29. August 2014

      Hallo liebe Sonja, neugierig wie ich bin musste ich mir gleich deine Ambient-Sachen ansehen. 😉
      Interessante ÄÖ sind da enthalten, vieles kenne ich gar nicht, aber wohl trotzdem nicht meins. Ich hab es nun gar nicht mit der Esoterik und vielleicht liegt auch in dieser Art und Weise der Wirkungs-Zuschreibung etwas Befremdliches für manche, die dann wie Theo und Julie schreiben, im Netz ihre Hetztiraden loslassen. Verteidigen möchte ich das selbstredend nicht! Ich finde solcherlei Angriffe und Pauschalisierungen einfach nur dumm und vor allem anmaßend. Geht gar nicht!

      Primavera macht es für meinen persönlichen Geschmack sehr geschickt und rückt allzu esoterisch klingende Beschreibungen nicht zu sehr in den Mittelpunkt. Die überlieferten positiven Auswirkungen von ÄÖ sind ja auch Beleg genug. Ein achtsamer Umgang ist wie du sagst immer Voraussetzung, das trifft ja auf viele andere „Stoffe“ auch zu, mit denen wir im Alltag hantieren. Und bei denen ist es ganz selbstverständlich (geworden). Das sollte mit ÄÖ auch machbar sein.
      Wissen ist wie so oft der Schlüssel und für mich wäre die Esoterik da gar nicht nötig, wenn es auch wissenschaftliche Belege gibt. Wer nicht an Energieflüsse und dergleichen glaubt ist damit auch gut gedient. Medienwirksam sind natürlich diese weniger als die „merkwürdige“ Esoterik – albern und gefährlich, sich so einzuschießen.

      Was mich persönlich abschreckt, sind extreme Ansichten, ich bin immer schon eher ein „Mittler“ gewesen und sehe gerne das Gute (wie auch Negative) in den verschiedenen Ansichten, mische mir daraus das für mich passende Zusammen. Zum Thema Medizin zum Beispiel kann ich nur sagen, dass ich sehr froh bin, dass es sie gibt, auch die klassische, konventionelle – denn abgesehen von blauen Flecken, Kopfschmerzen oder Insektenstichen würde ich ganz schön alt aussehen, gäbe es keine medizinischen Lösungen für schwerwiegende Krankheiten. Auf die Kräfte der Natur (und die des eigenen Körpers) greife ich ebenfalls sehr gerne zurück.
      Das Impfthema ist nochmal was ganz eigenes, es zeigt aber auch sehr gut, wie verbissen die verschiedenen Lager sein können. Ich fände es sehr schade, wenn das Thema ÄÖ ebenso „ausartet“ und sich die Befürworter und Gegner kampfartig gegenüberstehen müssten. Die Medien tun da gerne ihren Teil dazu, was ich absolut unverantwortlich finde.
      Die Dummheit aber auch die Kraft der Masse darf man leider nicht unterschätzen und meiner Meinung nach ist es auch nicht nötig, sie mit extremen Ansichten zu verunsichern, egal aus welchem Lager. Angst spielt sicher auch eine große Rolle und ist (auch in der Politik) schon immer ein gern eingesetztes Mittel, um die Massen gefügig zu machen.
      Geldgier macht leider auch aus im Grunde harmlosen Themen ein Politikum. Das ist unsere Gesellschaft – arm oder?

      Liebe Grüße

      • Recht hast Du, Ellalei!

        Ich persönlich finde es ungeheuer schade, dass die unterschiedlichen Disziplinen nicht völlig gleichberechtigt zusammenarbeiten können/ wollen. Oft träume ich von grossen, hellen und schön bepflanzten Gesundheitshäusern, in denen sich alle Heilrichtungen ergänzen, die Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und ja, auch so etwas ‚Merkwürdiges‘ wie Schamanen, Aromatherapeuten, Quantenheiler etc. zusammenarbeiten und die Patienten gemeinsam versorgen, ohne diese unnützen und überflüssigen halbreligösen Vorurteile. Und die Kassen zahlen das, Punkt.

        LG,
        Theo

      • beautyjagd sagt am 29. August 2014

        Und ich schließe mich eurem wunderbaren Traum an, den habe ich auch! Ich finde es so wichtig, dass Fachleute vorurteilsfreier miteinander kommunizieren. Die Schulmedizin ist gerade bei der Akutversorgung sehr weit, dafür helfen bei chronischen Krankheiten oft „alternative“ Mittel, etc.
        @Ellalei: Ich gerhöre auch zu denen, die bei radikalen Meinungen /Weltbildern vorsichtig sind, ich kann Deine Worte nur unterschreiben!

      • beautytalk sagt am 29. August 2014

        Da gebe ich Julie vollkommen recht. Akutversorgung ohne klassische Schulmedizin mag ich mir nicht wirklich vorstellen wollen. Da sind wir sehr weit und dieses Feld ist auch extrem wichtig mMn. Ich habe für die Zukunft aber auch so eine ähnliche Vision wie Ihr drei (Theo, Julie, Ellalei) von der Kooperation verschiedener Experten. LG

      • Immer wieder schön zu lesen!! Die meisten hier sind „aufgeklärt“ und durchschauen die Masche von Industrie und Politik………….. Leider interessieren sich zu wenige für solche Themen oder können diese erfassen…! Traurig.

      • Beautytalk sagt am 29. August 2014

        @Silke, also ich sehe schon Veränderungen im Bewußtsein der Menschen, gerade in den letzten 10 Jahren. Schon allein was sich im Sektor biologische Ernährung und Naturkosmetik getan hat, ist erstaunlich. Die Zuwachsraten liegen in beiden Bereichen jährlich über 5%, manchmal sogar zweistellig, die mit am meisten wachsenden Branchen in Deutschland. Die Nachfrage nach biologischem Obst und Gemüse kann von einheimischen Bauern schon gar nicht mehr befriedigt werden, wir müssen zunehmend importieren. Da ist natürlich wieder die Politik in Bund und Ländern dran, die Umstellungsphase entsprechend weiterhin! finanziell zu unterstützen und das Interesse an biologischer Landwirtschaft bei den Landwirten dauerhaft zu verstärken, so dass sich mehr und mehr Landwirte getrauen, umzusteigen. Ökologische Landwirtschaft ist natürlich noch zeitaufwendiger und kostenintensiver. Und das muss man einem Landwirt erst einmal schmackhaft machen, die meisten haben eh schon einen Arbeitstag von 12 Stunden und mehr. Auch das Interesse an naturheilkundlichen und alternativen Heilmethoden hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Nur ist dieser Markt für einen Laien schwer zu durchschauen, weil es keine Siegel und zu wenig Zertifizierungen gibt, die einen gewissen Standard garantieren. Da sehe ich auch noch einen grossen Handlungsbedarf für die Zukunft. LG

      • Da gehe ich voll mit, Beautytalk! In den 80ern waren wir noch versponnene Ökos und wurden eher mitleidig belächelt, heute sind Biolebensmittel und Naturkosmetik im Discounter angekommen.

        Das hat auch eine zweite Seite, die „Aufweichung“ von Bio und NK, denn ob Bio-Kartoffeln aus Ägypten wirklich ein ökologisch sinnvolles Lebensmittel sind, ist natürlich fragwürdig. Oder extrem verarbeitete pflanzliche Lebensmittel, die als Fleischersatzprodukte gedacht sind (vorgewürtzte getrocknete Sojaschnitzel oder Instant.Seitan), sind fragwürdig – m. E. aber immer noch besser als vergleichbare Industrieprodukte, die nicht aus ökologischer Produktion sind.

        Das gibt es natürlich auch bei NK, denn das Drogeriemarkt-Produkte oder Discounter-NK bei den Inhaltsstoffen Abstriche gegenüber High-End-Marken macht, ist anders nicht machbar.

        Auch Homöopathie war Ende der 70er/Anfang der 80er höchstens etwas für Leute, die ihren Namen tanzen konnten, heute zahlt es – zumindest teilweise – die AOK.

        Wenn ich mir die Entwicklung der letzten 30 Jahre ansehe, freue ich mich. Und ich hoffe und glaube fest daran, dass diese Alternativen weiter Mainstream werden. Ich finde es wichtig, dass der Zugang zu Bio-Lebensmitteln, NK und ganzheitlichen Heilmethoden nicht mehr abhängig vom Einkommen und dem Bildungsgrad ist.

      • Beautytalk sagt am 29. August 2014

        Hier gebe ich Dir in allen Punkten recht, liebe Petra. Bio-Kartoffeln aus Ägypten sind für mich z.B. keine Option, bei mir zählt in erster Linie die Regionalität. Deshalb kaufe ich Obst und Gemüse nicht konsequent bio, sondern schaue mir zuerst an, wo es herkommt. Ich kaufe gern auf dem Markt und in einer kleinen Edeka-Filiale, die Obst und Gemüse direkt von den Bauern in der Umgebung beziéhen, manchmal keine 20km entfernt. Kurze Transportwege sind mir am liebsten. Am liebsten natürlich bio UND regional, aber ich ziehe bei frischen Produkten die Regionalität vor. Und ich freue mich auch sehr, dass ich inzwischen Produkte von lavera, Weleda und Speick in der normalen Drogerie kaufen kann und sich die Nutzung von Naturkosmetik immer weiter ausbreitet. Aufgrund der unterschiedlichen Budgets, die die Menschen zur Verfügung haben, finde ich Produkte in allen Preisklassen berechtigt, bei Naturkosmetik als auch bei den Lebensmitteln. LG

    • Danke Theo,

      vor drei Jahren habe ich womöglich auch unterschrieben, ist schon so lange her…
      In letzter Zeit hätten sich v. a. die einzelnen NK-Firmen zusammen tun und richtig Wind machen können 😉
      Finde es nach wie vor schade, wenn immer wieder u. a. die Esoterik für Dinge herhalten muss, wo sich die Menschen gar nicht mit der Materie auskennen.
      Statt mitzugröhlen sollte man sich erst entsprechend kundig machen und würde die Dinge plötzlich mit ganz anderen Augen sehen.
      Ist halt mit Arbeit verbunden und macht nicht so viel Laune wie z. B. Party machen – obwohl hin und wieder eine schöne Feier auch ganz nett sein kann 😉

      Liebe Grüße

      Sonja

  23. Noemi B. sagt am 29. August 2014

    Püüh, danke Julie für den tollen Text. Prinzipiell bin ich ein Fan von äth. Oelen, denke mich gerade rein und kratze etwas an der Oberfläche des Themas. Auf jeden Fall imponiert mir Wirkstoffbreite und die Einsatzgebiete, wenn man sich damit auskennt.

    Um so mehr ärgert mich diese unsägliche EU-Politik! Da schiesst man auf NK und Co., dabei sind in der KK deutlich mehr Schadstoffe drin, da sollten sie sich mal austoben, aber es ja immer einfacher, die Kleinen zu verhauen.
    Ich bin sogar überzeugt, dass diverse Multis versuchen Politiker zu bestechen, um ihre Interessen im Gesetz zu verankern und Konkurrenz zu eliminieren.

    Nestle macht auch solchen Schweinekram mit seinem Pure Water, vorzugsweise in 3. Weltländern, wo die Grundrechte der Wasservorkommen nicht geregelt sind und jeder Clanführer käuflich ist. Letzthin hab ich mir den Film „Bottled life“ angesehen und war schockiert über diese Machenschaften. Unsäglich, wie zu Lasten der Aermsten skrupellos Gewinn maximiert wird, die sollten sich was schämen!
    Aber offensichtlich schwindet das Schamgefühl proportional zum Umsatz.

    • beautyjagd sagt am 29. August 2014

      Ich finde es auch toll, sich mit erfahrenen Aromatherapeuten auszutauschen! Bei Primavera hatte ich das Glück, zB mit Anusati Thumm sprechen zu können (darüber kommt noch was auf dem Blog). Und über Lobbying würde ich auch noch gern mehr erfahren – das Thema Privatisierung von Wasser ist ja auch hier immer mal wieder Thema.

      • Nicht nur Wasser wie bei Nestlé! Auch Saatgut (Monsanto) und freier Zugang zum Lebensmittelmarkt ohne Deklarationspflicht von gentechnisch veränderten und chemisch oder radioaktiv behandelten Lebensmitteln (TTIP).

    • Huhu Noemi,
      kennst Du den Film „We Feed The World“ von Erwin Wagenhofer? Der ist von 2005 und dort wird unter anderem ein Interview mit dem damaligen CEO von Nestlé gezeigt. Seit der Zeit kommt mir von dem Konzern nichts mehr ins Haus (und auch nicht mehr in de professionelle Küche)

      • Nestlé steht schon seit 1986 auf meiner ganz persönlichen schwarzen Liste. Damals wurde radioaktiv verseuchtes Milchpulver an die armen Hungernden in Äthiopien „gespendet“. Hier wäre die Entsorgung als radioaktiver Sondermüll zu teuer gewesen.

      • Beautytalk sagt am 29. August 2014

        Danke für diese wichtige Info, Petra. Welche Konzerne laufen denn alle unter Nestle? Das wäre für mich wichtig zu wissen, weil ich nicht Gefahr laufen möchte, auch nur noch EIN Produkt einer solchen menschenverachtenden Firma zu kaufen! Von Nestle selber habe ich keine Produkte, aber womöglich von irgendeinem Schwester oder Tochterkonzern? Obwohl, kommt Vittel auch von Nestle? Muss ich gleich einmal googlen, weil das geht echt gar nicht! Ich finde, wir könnten auch gesondert solch eine „schwarze Liste“ anlegen, mit Firmen, die sehr unangenehm auffallen und ein Boykott sinnvoll ist. Bei Nahrungsmitteln finde ich immer schneller gute Alternativen als bei Kosmetik. LG

      • Das ist das Schlimme: Es gehören inzwischen wahnsinnig viele Marken zum Nestlé-Konzern, auch Vittel, ja. Eine Übersicht findest du hier Beautytalk: http://www.nestle.de/marken/a-z
        Ich bin zum Beispiel aus allen Wolken gefallen, als ich mitbekommen habe, dass Wagner (Pizza) auch dazugehört. In solchen Momenten bin ich doppelt froh, fast ausschließlich Bio-Lebensmitel zu kaufen, wobei – wie Petra weiter oben schon geschrieben hat – man auch da teilweise genauer hingucken sollte.

      • Nestle informiert ja zum Glück selbst welche Marken alles zu ihnen zählen: http://www.nestle.de/marken/a-z

        Die Liste ist schon beeindruckend lang. Aber so wie ich das sehe, kommt man mit dem Kauf von Bio-Produkten (noch?) an diesem Unternehmen vorbei.

        Und beim Wasser kommt man entweder mit Leitungswasser (eventuell + Filter wegen Kalk usw.) oder den nachhaltigeren Anbietern gut über die Runden. Zumindest schleppe ich seit vielen Jahren schon keine Wasserkästen mehr. 😉

        Die einzigen Nestle-Produkte, die ich in den letzten Jahren konsumiert habe, war Wasser im Restaurant. Da kommt man bei stillem Wasser leider kaum dran vorbei … *nerv*

        Beste Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie | Uwe

      • Als Kind der 80er hänge ich an den guten alten „Schwarzbüchern“, aber heute helfen auch Tante Google oder besser Onkel Ixquick.

      • Noemi B. sagt am 29. August 2014

        Die Liste ist beeindruckend… aber zu 95% Schrott. Nespresso werden wir in Kürze streichen, als wir letzte Woche bei Dahlmayr den Capselkaffee entdeckt haben – der ist etwas günstiger und um einiges besser!
        Und sehr gutes stilles Wasser kommt bei uns zum Glück noch frei Haus aus der Leitung.

      • Beautytalk sagt am 29. August 2014

        Danke Ihr Lieben, Ihr seid so toll. Da war ich jetzt die letzte halbe Stunde mit meinem Men Cold beschäftigt und hier an dieser Stelle häufen sich bereits die guten Tipps. Die Liste werde ich mir gleich noch anschauen. Lieber Uwe, Wasser trinke ich bei mir auch aus der Leitung, wir haben hier im Haus ein „Aufbereitungssystem“ installiert. Ich hole stilles Wasser nur noch fürs Büro und da habe ich bisher ab und zu das Vittel gekauft. Unser Bioladen liegt leider am anderen Ende der Stadt und so gar nicht auf meinem Arbeitsweg, sonst würde ich dort mein Wasser „aufpicken“. Dann nehme ich zukünftig nur noch das stille Wasser der Hausmarken, das müsste eigentlich gehen. Aber erst einmal schaue ich in die Liste rein, mal sehen, was mich besonders schockt. 😉 LG und nochmals vielen Dank an Euch!

      • Beautytalk sagt am 29. August 2014

        So, die Liste ist gecheckt. Vittel, KitKat und Rolo bleiben zukünftig im Laden in den Regalen. Die Umstellung dürfte nicht schwer werden, es gibt für mich genügend Alternativen. Die beiden süßen Sachen konsumiere ich auch eher selten, einmal im Quartal ca., wenn überhaupt. Vittel wird durch eine Hausmarke ersetzt. Nur San Pellegrino werde ich wohl nicht konsequent ausschliessen können, es ist in der Gastronomie sehr stark verbreitet. Und ich trinke (fast) ausschließlich stilles Wasser im Restaurant. Aber so oft bin ich momentan nicht „fein“ essen, sondern verwende es lieber für andere Zwecke. 😉 Jetzt aber Gute Nacht!

      • Kapsel-Kaffee? Pads sind ok, da gibt es Kaffee auf fairem Handel und die kannst du auf den Kompost werfen. Aber Kapseln finde ich sehr schwierig. Es gibt aber schon wieder befüllbare Kapseln http://www.mycoffeestar.com/.

        Der Kaffee von Dallmayr wird leider mit (Kinder-)Sklaverei hergestellt, für mich ein no-go. Mit dem Kauf von Bio-Kaffee aus fairem Handel schützt du Wald, Tiere und nicht zuletzt Menschen im Erzeugerland.

  24. Yay, deine ÄÖ-Postreihe startet! 🙂 Darauf habe ich mich schon riesig gefreut. Man merkt gleich, wie viel Arbeit und Recherche darin steckt!

    Am WE werde ich mir alles mal in Ruhe durchlesen. Ich bin grundsätzlich auch ein Fan von ÄÖ, auch wenn ich wissenstechnisch noch viel, viel Informationsbedarf habe (ich beschäftige mich mit dem Thema erst seit einigen Monaten näher).

    Im Bereich der Erwachsenenbildung wärst du zweifelsohne auch sehr gut aufgehoben. 😉 Ich finde es immer wieder bewundernswert, wie du es schaffst, komplexe Themen leserfreundlich aufzubereiten, dabei trotzdem eine hohe Informationsdichte zu vermitteln und Themen vielseitig zu beleuchten. Hut ab!

    Liebe Grüße
    Ida

    • beautyjagd sagt am 29. August 2014

      Oh danke 🙂 🙂 Puh, dann hat sich die Arbeit ja schon gelohnt, bei so netten Worten 🙂
      Und ich habe auch noch sehr viel zu lernen über ätherische Öle – gerade was die praktische Anwendung angeht (bin ja so ein über Bücher-Herantaster). Und überhaupt, denn das Thema ist einfach groß und vielfältig.

  25. Ich kann mich nur anschließen: ein toller Einstieg in das Thema ÄÖ mit vielen Infos, die für Ahnungslose wie mich schön aufbereitet wurden. Wobei ich zugeben muss, nach dem Benzolring kurzzeitig ausgestiegen zu sein – Chemie war das erste Fach, das ich in der Schule abgewählt habe, sobald ich konnte. 😀
    Auf jeden Fall hatte ich nach dem Lesen des Posts erst mal das Bedürfnis, mein Duftlämpchen anzumachen. Ich besitze momentan zwar nur ein einziges ÄÖ plus zwei der Sprays von Primavera (Schlafwohl und „Glück teilen“), die ich sehr gern nutze. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sich das mit den weiteren Posts zum Thema ganz schnell ändern wird. 🙂

    • beautyjagd sagt am 30. August 2014

      Ich mochte Chemie in der Schule auch nicht, lag aber nur an einem Lehrer, nicht an der Materie. Wenn ich damals schon gewusst hätte, wofür ich das Wissen brauchen kann, hätte ich mich sicher auch mehr dafür interessiert..

  26. Toll dieser Austausch hier – Beauty, insbesondere NK-Beauty kann halt vieeeeeeeeeeel mehr sein 😉
    Schon interessant, wie ähnlich die meisten hier über die verschiedensten Themen denken!
    Erst vorgestern hatte ich ein Gespräch, in dem ich meinen Traum von Gesundheits- statt Kranken-Häusern äußerte, von der Zusammenarbeit mit Schulmedizinern wie auch ganzheitlichen Therapeuten oder Heilern wie es z. B. schon in England der Fall ist.
    Julie hatte es bereits erwähnt, dass die Chirurgie mittlerweile (in den aller meisten Fällen) eine wundervolle Arbeit macht.
    Leider stößt die Schulmedizin gerade bei chronischen Erkrankungen meist sehr schnell an ihre Grenzen und ich habe mittlerweile von einigen Fällen gehört, wo sich Schulmediziner mit ernsten Erkrankungen, wie z. B. Krebs selbst in die Hände der alternativen Medizin begeben und dort Heilung erfahren haben.
    Es gab Umfragen, nach denen Schulmediziner sich selbst und ihren Familien keine Chemo antun würden, obwohl sie es ihren Patienten sehr wohl verordnen.
    Versuche übrigens auch eher die Mitte zu finden, doch bei manchen Themen, wie z. B. dem Impfen und da ich mich bestimmt schon gute zwanzig Jahre damit beschäftige, kann ich einfach nicht anders als eine klare Position zu beziehen.
    Ebenfalls habe ich aufgrund von Wissen, welches ich über die Jahre hinweg studiert habe meine Angst hinter mich gelassen – und kann ganz entspannt mit all diesen Themen umgehen 😉
    Bezüglich „Hexenjagd“ finde ich es zudem nicht ganz so schön, wie gerade Schulmediziner mit der eigenen Zunft umgehen, wenn diese so ungehörige Dinge machen wie z. B. ihre Patienten nicht mehr zu impfen…
    Sorry, aber das musste raus 😉

    Liebe Grüße an die besondere Kommunity hier

    Sonja

  27. Soll heißen: meine Angst hinter mir gelassen 😉

    So, jetzt aber ab ins Bett!

    • beautyjagd sagt am 31. August 2014

      Das habe ich mir auch gedacht – Masken entspannen mich, und ich habe meine Gedanken einfach schweifen lassen 🙂

  28. Daniela aus Berlin sagt am 31. August 2014

    Ich liebe Deine „Basis-Informationen-Artikel“, liebe Julie! Herzlichen Dank (und dann noch viele spannende Kommentare: ein Highlight mal wieder von @Theo und @Naturdrogerie-Uwe fand ich auch spannend).

    Ich freue mich schon auf Teil 2!

    Wie bei Dir ist bei mir der Roll on „Klarer Kopf“ von Primavera immer dabei u . das Kopfkissenspray liebe ich auch!

    Ab Herbst werden bei mir auch wieder Duftlampen im Dauereinsatz sein: entdeckte ja letztes Jahr die Duftmischung La-Li-Lu von den Maienfelsern für mich (die Maienfelser haben ja eh eine unglaubliche Auswahl an ätherischen Ölen).

    Außerdem teste ich gestern mal bei „Calla“ das Florascent Chypre – Eau de Toilette und bin begeistert: kommt da vielleicht noch einer Deiner wunderbaren „Duft-Reviews“ zu? 😉

    • beautyjagd sagt am 2. September 2014

      Ja, dazu kommt auf jeden Fall noch eine Review, ich habe sie mir extra für den Herbst aufgehoben!

  29. Beautytalk sagt am 31. August 2014

    Ich habe mir vor ein paar Minuten die Duftlampe mit Honig/Kamille von Primavera befüllt, ist so schön wärmend und entspannend. Und ich habe heute das erste Mal wieder Socken an. Für Ende August ist es mir auch inzwischen zu kalt, obwohl ich die Erste bin, die bei über 25 Grad ins Schwitzen kommt. Aber leider haben wir keine 25 Grad mehr. 🙁 LG

    • beautyjagd sagt am 2. September 2014

      Ich fürchte auch, dass es keine 25 Grad mehr in diesem Spätsommer gibt… aber hoffentlich über 20, dann trage ich auch wieder Sandalen (die ich auf der Reise nach Frankfurt zu Hause gelassen habe).

      • Beautytalk sagt am 2. September 2014

        Laut Wetterbericht soll es in unserer Ecke ab Donnerstag noch einmal 25 Grad warm werden. Das wäre toll! Und natürlich ziehe ich dann auch wieder Sandalen an. 🙂 LG

  30. Pingback: Mit Naturkosmetik durch den Tag - Teil 2: Refresh - herbsandflowers.de

  31. Pingback: DIY: Mein blaues Gesichtsöl mit Schafgarbe | Beautyjagd

  32. Gibt es denn in den kommenden Wochen eventuell eine weitere Fortsetzung deiner Aromatherapie-Beitragsreihe? Das wäre sooo schön! 🙂 Und wo wir gerade bei Fortsetzungen sind: ein „Meine Klassiker“-Post wäre mindestens genauso spannend. 😀

    Liebe Grüße
    Ida

    • blanca flor sagt am 29. Juni 2016

      Ida, schön, dass du es ansprichst. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn von den „Meine Klassiker“ Posts auch mal wieder eine Fortsetzung käme.

    • beautyjagd sagt am 30. Juni 2016

      Ich hatte einen Post in Planung über die allergenen Duftstoffe, aber bin mir nicht sicher, ob das letztlich nicht zu tief in der Materie ist… ich überlege noch! Und ja, die Klassiker-Reihe gehört schon längst wiederbelebt, auch die Makeup-Look-Reihe: bei mir war einfach zu viel los mit Reisen in den letzten Monaten.

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