Haar Inspiration

Beauty-Gedanken: Weshalb ich kurze Haare trage

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Als ich vor ungefähr einem Jahr auf Anitas Welt einen Blogpost über ihre langen Haare gelesen habe, war ich verblüfft: Ich mit meinen kurzen Haaren habe mehr mit ihrer Frisur gemeinsam als ich vorher gedacht hatte! Natürlich nicht in Sachen Pflege oder Styling, aber was die Haltung zu unseren Haaren angeht. Denn für wirklich langes oder richtig kurzes Haar entscheidet man sich, es ist meist kein Zufall und setzt wohl eine gewisse Kompromisslosigkeit voraus.

„Was? Wie siehst du denn aus?“, gepaart mit einem entsetzten Gesichtausdruck, tönte es mir auf dem langem Büroflur entgegen, als ich mir am 14. Juli 2004 meine Haare streichholzkurz abschneiden ließ und am nächsten Tag ins Büro kam. Es war mein Chef, der kaum verbergen konnte, dass er mich damit scheußlich fand. Eine ältere Kollegin meinte, mich trösten zu müssen: „Die wachsen ja wieder!“ Ich selbst war wie high am Tag des Abschneidens und deswegen glücklicherweise immun gegen diese Bemerkungen. Natürlich gab es auch positive Reaktionen auf meinen Pixie, ich bekam z.B. von einer anderen Kundin im Friseursalon ein Glas Sekt ausgegeben. Bereut habe ich den Schnitt übrigens nie! Und er liegt schon über zehn Jahre zurück…

Was mir der Kurzhaarschnitt geschenkt hat, ist eine neue Sichtbarkeit. Mehr ich, mehr Ecken und Kanten. Denn natürlich habe ich mir schon so meine Gedanken gemacht, wen meine damaligen Kollegen vorher in mir gesehen hatten: Etwa die brave, handhabbare Julia? Ich vermute mal, dass ich mit meinen längeren Haaren durchschnittlicher ausgesehen habe. Mit meinem kurzen Haaren falle ich viel mehr auf  – und sie bieten mir keine Möglichkeit, mich zu verstecken.

Praktische Gründe hat so ein kurzer Haarschnitt wohl eher selten. Klar, lange Pflegesessions entfallen, aber ich muss regelmäßig alle vier Wochen zum Nachschneiden gehen. Mit dem Styling geht es nur schnell, wenn man Föhnwellen und kunstfertige Hochsteckfrisuren damit vergleicht. Wer – wie ich – viele Wirbel hat, hat seine liebe Not, an „Bad-Hair-Days“ nicht so auszusehen, als wäre er gerade aus dem Bett gestiegen. Da ist ein praktischer Pferdeschwanz oder Dutt einiges wert! (Ihr merkt, ich mag lange Haare, ich habe sie über Jahrzehnte selbst getragen.)

Schön ist auch die Frage nach der Meinung meines Freunds: Ja, was sagt er dazu, dass ich mir die Haare abgeschnitten habe… Mögen Männer überhaupt kurze Haare? Ich frage mich: Ist die Frage denn so relevant? Hängt Attraktivität wirklich vom Haarschnitt ab? Ich hatte das auch mal vermutet, als ich mir mit Anfang 20 das erste Mal die Haare ratzekurz abgeschnitten habe. Nach einer Weile hatte ich das Gefühl, dass ich für ganz schön große Teile der Männerwelt unsichtbar war und ließ mir die Haare wieder bis zur Taille wachsen… Bis ich dann für mich herausgefunden habe, dass das natürlich nicht am Haarschnitt lag, sondern an meiner damaligen Unsicherheit. Und nein, ich habe mir damals übrigens meine Haare „einfach so“ abgeschnitten, es gab keine Trennung als Anlass dafür.

Ob ich mich letztlich mit kurzen Haaren schöner als mit langen Haaren finde, kann ich nicht beantworten. Objektiv attraktiver sind lange blonde Haare wahrscheinlich schon. Deswegen habe ich auch nichts dagegen einzuwenden, wenn mir Menschen sagen, dass ich mit längeren Haaren besser ausgesehen hätte. Das kann schon gut sein. Wenn aber der Hintergrund solcher Aussagen ist, dass sie prinzipiell keine kurzhaarigen Frauen mögen, dann fürchte ich mich ein wenig vor solchen engstirnigen Ansichten.

Kurze Haare lenken den Fokus auf meine Augen, das mag ich gern – deshalb liebe ich es auch, sie mit Makeup zu betonen. Auch ein knallroter Lippenstift als Gegenpart lässt meine Augen richtig strahlen. So ein Schnitt zeigt ja gnadenlos alles im Gesicht: Jede Knitterfalte, jede schlechte Laune und Strenge, jeden Blitz aus meinen Augen, aber auch jedes Lachen, jeden schönen Gedanken und jeden fröhlichen Augenaufschlag. Für mich sind meine kurzen Haare deswegen ein Statement des Zumirstehens und ein Symbol für Klarheit.

Zum Schluss möchte ich euch ein Gefühl schildern, weshalb ich meine kurzen Haare nie bereut habe: Ich liebe es, im Sommer den Wind in meinen kurzen Haaren zu spüren. Kein Hochgestecke, keine Klammern und Haargummis, kein Gewicht auf dem Kopf, einfach nur unendliche Leichtigkeit! Und interessanterweise schließt sich damit auch wieder der Kreis zu Anitas Gedanken, wenn sie beschreibt, wie sie sich mit ihrem langen Haar fühlt: wild und frei. Das beste aller Gefühle!

Auf dem Foto oben bin ich 23 Jahre alt, also in meiner ersten kurzhaarigen Phase. Ich bin übrigens die auf der rechten Seite auf dem Bild, haha 😉 .

Und ihr? Kurz oder lang oder in der Mitte oder nicht so wichtig?

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106 Kommentare

  1. RosasMama sagt am 20. Juni 2016

    Kurze Haare finde ich an Dir sehr hübsch, es passt! Ich selbst habe Locken, kurz geht da gar nicht, denn sie machen dann erst recht, was sie wollen. Und ich mag das Gefühl, wenn ich radfahre und der Wind durch meine langen Haare greift… Das ist unbeschreiblich schön.

    • Sabine sagt am 20. Juni 2016

      ich habe auch Locken. Hätte ich kurze Haare und bei dem feuchten Wetter hier in Deutschland, ich würde nur wie Struwwelpeter aussehen. Mir wurden als Kind auch immer die Haare kurz geschnitten gegen meinen Willen, daher ist mein Verhältnis zu kurzen Haaren sehr schlecht, da recht negativ behaftet.

      Meine Haare musste ich kinnlang abscheiden um Resten von Blondierung und Glättung raus zu bekommen. Ich fühle mich damit sehr unwohl und kann es kaum erwarten, dass meine Haare wieder länger sind.

      Im Sommer sind lang Haare für mich die beste Abkühlung die es gibt. Waschen, hochtüddeln und ich habe Stunden lang einen kühlen Kopf.

  2. Ich bin kein Fan von langen Haaren, aber an anderen gefällt mir der Look gut 🙂
    Ich hab selbst jahrelang Pixiecut/undercut/Raspelkurzes Haar gehabt und es geliebt. Jetzt ruft mein Haupt wieder nach Verändrung und ich lasse sie mal kinnlang wachsen. Bis mich wieder der Rappel packt und ein neuer Schnitt her muss.
    Mein Chef hat meine Kurzhaarfrisur aui nicht ‚verstanden‘. Ich finde so ein Denken ist antiquiert und altbacken, aber mir war das wurst. Hauptsache mir gefällts 🙂

    P.S. Du siehst super aus mit dem Pixie, deine Augen strahlen voll schön!

  3. Als Kind trug ich gezwungenermaßen kurze Haare, weil sie sehr fettig waren und meine Mutter auf einen Kurzhaarschnitt bestand. Ich habe es gehasst. Später würden sie relativ lang. 1997 bekam ich dann einen Rappel (nein, keine Trennung o.ä.!) und ließ sie von fast taillenlang auf richtig kurz schneiden. Wie habe ich das nach kurzer Zeit bereut! Ich fühlte mich komplett unweiblich, habe jede Frau mit langen Haaren beneidet! Dann wuchsen sie wieder…

    Seit etwa fünf Jahren trage ich die Haare schulterlang. Das liegt daran, dass ich zweimal sehr starken Haarausfall hatte, mit langen Haaren eine Katastrophe. Inzwischen fühle ich mich wohl mit dieser Länge. Richtig kurz will ich sie aber nicht haben!

  4. Susanne sagt am 20. Juni 2016

    Ich habe seit 13 Jahren kurze Haare und ich weiß noch, daß ich damals lange mit mir gerungen habe, ob ich es wirklich machen soll….ich bereue es nicht, kann aber die Reaktionen die du beschreibt genauso unterschreiben! Mein Vater hat mir damals gesagt, kurze Haare sind unweiblich, aber das liegt ja auch wohl im Auge des Betrachters 😉

  5. Mandy sagt am 20. Juni 2016

    Ich finde meine mittellangen Haare sehr schön und könnte mir nie vorstellen, sie auf kürzer als schulterlang abzuschneiden!Bei mir variiert das immer zwischen diesen 2 Längen, jenachdem, wie es mir gerade gefällt und ob ich frisch beim Friseur war, wo ich nicht so regelmäßig vorbeischaue!Ob kurz oder lang muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, so wie du schon schreibst!Jedem steht eben etwas anderes und ich glaube man weis intuitiv schon ganz gut selbst, ob man kurz oder lang tragen sollte!Von Plege oder Umwelt sollte man sich da am wenigsten beeinflussen lassen, sondern einzig und allein von seinem persönlichen Wohlfühlgefühl!Kannst du vielleicht mal ein Bild mit langen Haaren von dir reinstellen, kann ich mir nämlich irgendwie garnicht vorstellen!

    Liebe Grüße❤️

  6. Marie sagt am 20. Juni 2016

    Wunderschön beschrieben und könnte genauso von mir kommen 🙂 Ich finde auch, dass der Fokus bei kurzen Haaren auf dem Gesicht liegt und der Mensch „hinter den Haaren“ gesehen wird. Dir steht der Kurzhaarschnitt fantastisch!

  7. Carolin Mündemann sagt am 20. Juni 2016

    Ich hatte sehr lange Zeit wallende Locken und habe mich vor 2 Jahren dazu entschieden, richtig kurz zu schneiden… und es war großartig! Ein tolles Gefühl und ja, man zeigt sich damit mit all seinen Ecken und Kanten aber auch in all seiner Kraft. Ich finde und fand Frauen, die mit Grazie ihren Kurzhaarschnitt tragen, immer bewundernswert. – Aktuell verändert sich viel in meinem Leben, und so auch meine Frisur, ich lasse gerade wachsen 🙂 Danke für diese ehrliche und schöne Reflexion!

  8. Oh was für ein toller Post!
    Ich hatte damals ja auch bei der Reihe „Warum lange Haare“ mitgemacht, und auch wenn es bei mir teilweise andere Gründe als bei den anderen Mädels gab, finde ich es generell wunderschön, wenn man bei sich angekommen ist.
    Egal ob mit kurzem oder langem Haar. Wer sich wohl fühlt, der strahlt das auch aus.
    Vor-und Nachteile gibt es sicherlich mit beiden Varianten. Ich liebe es zB, wenn meine langen Haare im Wind flattern, der Wind kann mit kurzem Haar aber bestimmt auch wunderbar spielen. 🙂
    Liebe Grüße!

  9. Ein Thema, das mich total anspricht 😉 Ich habe mir mit 14 das erste Mal mein Haar rappelkurz und punkig schneiden lassen und habe es seither nur zweimal länger wachsen lassen: Als Studentin wollte ich unbedingt eine Dauerwelle tragen und habe mir dafür extra die Haare wachsen lassen; das zweite Mal war vor ein paar Jahren, doch kaum waren sie fast kinnlang, habe ich sie mir gleich wieder abschneiden lassen – ich hatte das Gefühl, das bin nicht ich. Ich habe mich im Übrigen nie weniger attaktiv mit kurzen Haaren gefühlt, wobei ich es objektiv wohl auch nicht bin. Denn ich habe sehr feines Haar, das offen getragen nicht gerade spektakulär aussieht. Ein paar Haarerlebnisse: In den 90ern habe ich mir die Haare einmal fast abrasieren lassen. Ich war zu dieser Zeit oft in London und wurde dort auf der Straße angesprochen, weil mich die Leute mit Sinead O’Connor verwechselten – obwohl ich ihr leider gar nicht ähnlich sehe. Es war wohl der Look. Und vor ein paar Jahren hat mich ein Bekannter intensiv angesehen und mich dann gefragt, ob ich denn mein Haar immer so kurz getragen hätte. Er wollte wohl abchecken, wie ich darauf reagiere, ob mich diese Frage verunsichert. Hat sie nicht. Meine Antwort war: „Nun, nicht immer, aber fast immer.“

  10. Tolle Beschreibung und ich kann das alles so gut nachvollziehen 🙂
    Meine Eltern haben mir vor meiner Einschulung die Haare kurz schneiden lassen, warum weiß ich nicht, es war jedenfalls gegen meinen Willen und traumatisch! Ich durfte sie dann zum Glück wieder wachsen lassen. Aber irgendwie sahen lange Haare nie gut an mir aus – sicher, wenn ich sie gelockt und gestylt habe schon, aber bei feinem glatten Haar auf die Dauer extrem anstrengend, ein bisschen feuchtes Wetter draußen und die Arbeit ist dahin.
    Also habe ich mich mit 16 selber für einen Kurzhaarschnitt entschieden und war damit sehr glücklich! Mein damaliger Freund ist nicht in Jubeln ausgebrochen, fand es aber okay, weil es mir halt gut stand! Viel mehr haben ihn meine Experimente mit extremen Haarfarben genervt – anderes Thema 😉
    Nach vielen Jahren hatte ich mal wieder Lust auf Dutt und Hochsteckfrisuren und lies mein Haar wachsen, aber – Überraschung – es war immer noch dünn und glatt und sah einfach nie gut aus. Vor zwei Jahren kamen sie wieder ab! Mein jetziger Freund hat mich mit kurzen Haaren kennenglernt und mag kurze Haare an Frauen sehr! Er hat sich sehr gefreut als die langen Zotteln wieder ab kamen.
    Aber ich sehe es wie du, man wird definitiv sichtbarer und kann sich nicht so leicht verstecken. Ich finde manchmal, wenn ich frisch vom Friseur komme und die Haare sehr kurz geworden sind, kommen die jungenhaften Züge in meinem Gesicht sehr durch, damit fühle ich mich oft unwohl.
    Mich würde ein Bild von dir mit langem Haar auch sehr interessieren, kann ich mir nämlich gar nicht vorstellen!
    Liebe Grüße,
    yacurama

  11. Ich hatte eigentlich immer kurze Haare und ich fand mich mit einem fetzigen Kurzhaarschnitt auch nicht unbedingt unweiblich, aber man wirkt mit kurzen Haaren -zumindest ich- viel „härter“. Seit einiger Zeit lasse ich meine Haare nun wachsen und fühle mich mit jedem Zentimeter wohler. Allerdings habe ich Probleme die richtige Pflege zu finden, weil meine Haare super dünn sind und ich sie hin und wieder blondieren lasse. So musste ich erst vor kurzem leider 2-3 cm abschneiden lassen. Dennoch werde ich sie weiter wachsen lassen, denn das Feedback von meiner Umwelt ist positiv.

    LG Brigitte

  12. Julia mit langen Haaren…Kann mir gar nicht vorstellen. Genauso wenig kann ich mir mich selbst mit kurzen Haaren vorstellen. Bin aber irgendwie neidisch auf alle Frauen, die kurze Haare tragen, diese Leichtigkeit auf dem Kopf würde ich auch gerne haben. Und auch wenn man bei schönen Haaren automatisch an lange Haare denkt, sehen doch kurze Frisuren nicht weniger schön aus. Zumindest kenne ich keine Frau, bei der das schlecht aussieht. Na ja, vielleicht bin ich irgendwann auch mal soweit und lass mir eine schöne kurze Frisur schneiden. Mit dem Gedanken habe ich jedenfalls schon gespielt. Wenn das passiert, kriegst Du unbedingt ein Foto von mir ☺️

  13. Oha, kurze Haare, hier *wink*

    Ich hatte als kleines Mädchen längere Haare, die meine Mutter mir immer zu einem Pferdeschwanz oder Affenschaukeln etc. gebunden hat (was ich gehasst habe). Aber offen waren sie auch nicht toll, weil sehr fein. Ich hab mir mit 14 Jahren die Haare kurz schneiden lassen (das war gar nicht so einfach, weil unsere Dorffriseuse mit „Salon“ neben der Waschküche in ihrem Haus sich erst geweigert hat – das wäre ja „unweiblich“ und keine Frisur für ein Mädchen, aber ich hab mich durchgesetzt) – und trage sie bis heute sehr kurz und bin jetzt 53. Alles andere bin nicht ich. Sobald ich sie mal ein bisschen länger werden ließ (und lang heißt bis Ohrläppchen 🙂 ), hab ich wieder gemerkt, dass ich mich so nicht mag und sie kamen wieder ab. Meist raspelkurz. Ich habe ein offenes Gesicht und die kurzen Haare passen einfach. Unweiblich habe ich mich damit noch nie gefühlt, aber ich habe durchaus die Erfahrung gemacht, dass es Männer gibt, die partout nicht auf Frauen mit kurzen Haaren stehen. Aber die würden dann halt auch nicht zu mir passen …

    Ich hatte übrigens mal eine Kollegin mit langen Haaren, die mir regelrecht Albträume beschert hat (in denen ich dann geträumt habe, dass ich ihr die Haare abschneide). Die war den ganzen Tag damit beschäftigt, sich die Haare von links nach rechts zu legen, von vorne nach hinten, hochbinden, wieder herunterlassen (Rapunzel lässt grüßen) und das ganze Spiel potenziert, wenn ein männliches Wesen den Raum betrat. Es hat mich so genervt! Zum Glück kenne ich auch Frauen mit langen Haaren, die damit ganz normal umgehen 😉

  14. Also ich sag mal Danke für den Artikel.
    Ich als Frau mit Haaren bis zur Hüfte kann 0 verstehen aber auch wirklich 0 wie Frau sich soetwas antun kann. Ja, antun. Denn das ist für mich irgendwie selbstverletzendes Verhalten.
    Nicht falsch verstehen. Ich will dich nicht beleidigen, dich angreifen.
    Ich wollte nur sagen, dass Du mir Dank des Artikels so ein klein bisschen das verständlich gemacht hast, warum man sich die Haare SO kurz abschneidet.
    Aber trotzdem.. Pixie und Ich werden keine Freunde. Ich lese höchsten die Bücher meiner Nichte vor 😉

    Liebe Grüße
    Ann

    • Mir ist schleierhaft, wie man behauptet, die Beleidigung, den Angriff ausschliessen zu wollen und einen Satz vorher kurze Haare als „selbstverletzendes Verhalten“ bezeichnet. Für mich ist das verbale Entgleisung.

    • Sophie mit Blau sagt am 20. Juni 2016

      Die Formulierung „selbstverletztendes Verhalten“ ist in diesem Kontext absolut unangemessen. Ich bin ernsthaft schockiert dass dir das nicht klar ist bzw. dass du bei der Wahl dieser Worte nicht automatisch einen Moment inne gehalten hast um diese zu überdenken.

      Es gibt viele Menschen die sich tatsächlich selbst verletzen. Und deren Leiden wird sehr oft durch Unwissen, Unverständnis und Ignoranz des Umfelds zusätzlich verstärkt. Stichwort „nur Aufmerksamkeit“. Ein solches Thema mit etwas banalem wie Haareschneiden zu vergleichen trägt eine implizite Aussage mit sich, die viel Schaden anrichten kann.

      Ich bin mir sicher, so hast du das nicht gemeint. Das möchte ich dir nicht unterstellen. Aber bitte, wähle deine Worte bei einem so sensiblen Thema nächstes Mal mit Bedacht 🙂

      • Sophie mit Blau sagt am 21. Juni 2016

        Meine Kritik an deiner Wortwahl bzw dem gezogenen Vergleich ist völlig unabhängig davon ob du dich selbst verletzt oder nicht, insofern verstehe ich deine Antwort nicht ganz.
        Ich wollte dich nur darauf aufmerksam dass ich diesen Vergleich unangemessen finde und warum. Das habe ich getan. Was du jetzt daraus machst oder nicht kannst nur du entscheiden – lassen wir es also einfach darauf beruhen.
        Für sinnvolle Diskussionen zu dem Thema ist hier weder der Ort noch das Format 😉

      • beautyjagd sagt am 23. Juni 2016

        Ich bin immer etwas vorsichtig mit Worten, die arg heftig sind, gerade bei Diskussionen im Internet… Leider entstehen da viel leichter Missverständnisse. Ich wäre echt dankbar, wenn das hier nun nicht zu weit gehen würde.

  15. Petra sagt am 20. Juni 2016

    Ich gestehe, vor langen Haaren empfinde ich einen gewissen Ekel. Ich hasse es, wenn die überall rum liegen oder fliegen. Oder wenn ich mit Öffis unterwegs bin und jemand meint, seine Haare so schütteln zu müssen, dass sie mich berühren. Etwas über schulterlang ist bei gepflegten Haaren wie bei Kerstin ok, aber bei hüftlangen Haaren schüttelt es mich.

    Als Kind hatte ich die Haare immer ziemlich kurz, als Jugendliche mal bis zur Schulter, bis… ja bis zur ersten damals ungemein angesagten Dauerwelle (? Ruth). Das ging voll in die Hose, danach hatte ich Mecki – die Haare brachen ab. Länger als „Claviacut“ hatte ich sie nie, meist kinnlang, manchmal aber auch kürzer (wenn der Friseur zuviel abgeschnitten hat und aus großen Locken kleine wurden). Wenn sie so lang sind, dass ich sie zusammenbinden kann, wird es Zeit für den Friseur. Ganz kurz mag ich sie nicht so, weil sie sich dann so krisseln und ich einen immensen Styling-Aufwand habe. Bei der richtigen (Kinn-Länge) wasche ich sie, gebe im Winter etwas Gel-Creme-Gemisch hinein und knete sie 5 Min über Kopf überm Diffusor, ist es warm, stecke ich sie mit Klammern hoch und in einer halben Stunde Klammern raus, kurz mit den Fingern durch, fertig. nichts klebt im Gesicht, ich liege nicht drauf, niemand hat unfreiwillig meine Haare in seinem Gesicht…

    Deine kurzen Haare finde ich übrigens cool, sowohl bei deinem ganz jungen Ich als auch heute, dadurch poppen deine Augen schön auf. Außerdem sieht man so deine Augen gut, das mag ich sehr, wache flinke Augen bedeuten idR einen wachen flinken Intellekt.

    Und wenn irgendwelche Männer negativ auf deinen Pixie reagieren – scheiß drauf! Oder stehst du etwa auf Haarfetischisten?

  16. Och manno…!!! ich hätte auch soooo gern einen Kurzhaarschnitt!! Am besten einen sidecut! Finde das wirklich total stylisch und sehr weiblich! Aber ich habe extrem dünnes Haar und würde mit kurzen Haaren wahrscheinlich aussehen wie ein nackiger junger Vogel, dem gerade der erste Flaum Federn wächst. Und wie du schon richtig sagst Julie – einfach einen Pferdeschwanz binden und der bad hair day ist gebannt – ist halt echt praktisch! Und da ich gerade Mama geworden bin sind „geht schnell“ und „praktisch“ meine liebsten Begleiter! 🙂
    Herzliche Grüße
    Ella

  17. Elena sagt am 20. Juni 2016

    Toller Post!! Total schon beschrieben und inspirierend! Als berufstätige und dreifacher Mutter ist praktisch für mich das A und O, also schulterlang 😉 Sehr schönes Foto übrigens!

  18. Die kurzen Haare stehen dir wirklich gut!
    Ich hatte ja auch über Jahre hinweg (sehr) kurze Haare und habe sie nun zum ersten Mal „richtig“ lang. Und ich würde bestätigen, was du schreibst: das Gefühl bei beiden „Frisuren“ ist irgendwie dieses „wild und frei“, je auf andere Art und Weise. Und mit welchem der beiden Extreme man sich persönlich „wilder und freier“ fühlt, muss man wohl ausprobieren. 🙂

  19. Wow! Das ist ein sehr schönes Photo von Dir. Kurze Haare stehen Dir einfach sehr , sehr gut. Ich habe gehofft , dass am Ende Deines Textes noch ein Vergleichsphoto von Dir mit langem Haar kommt aber leider war es nicht der Fall ? ( vielleicht kannst du noch eins reinstellen ? Ein Vergleichsphoto „muss“doch einfach sein ?).
    Mit 15 hatte meine Schwester mir die Haare mit einer Küchenschere ganz kurz geschnitten. Seitlich mit einem kleinen Flechtzopf , bestehend aus einer noch langen Haarsträhne , wie es in den 80 ern mal modern war. Leider konnte nachträglich beim Friseur gar nicht mehr viel korrigiert werden. Dazu waren sie einfach zu kurz gewesen. Und ihr könnt Euch denken , dass es scheußlich aussah. Danach trug ich sie nie wieder kurz.
    Vor ungefähr 3 Monaten hatte ich mich dazu entschlossen , meine Haare von hüftlang ( sie waren durch div. Haarausfälle gebeutelt und dadurch war das Haar nicht mal mehr sehr voll und schön) auf einige cm über die Schultern abschneiden zu lassen. 9 Jahre lang trug ich sie zusammengedreht und durch eine Haarklammer gehalten. Es war langweilig und ich sah aus wie 100+. Allerdings war es für mich ein langer Entscheidungsprozess, denn eigentlich wollte ich die Haare so lang wie möglich haben. Ich habe es nicht bereut. Zwar wasche ich sie nun einmal pro Woche mehr aber das nehme ich gerne in Kauf( zumal sich die Shampoos schneller aufbrauchen und ich mehr testen kann). Abends wasche ich sie und am ersten Tag hantiere ich morgens mit dem Lockenstab herum und wenn die Wetterverhältnisse es zulassen hängen meine Haare dann nicht so öde rum. Am zweiten Tag trage ich dann meistens einen Zopf .Ich hoffe , dass ich jetzt auch keinen Haarausfall mehr bekommen werde. Bei vielen Frauen ( wie bei Dir) sehen kurze Haare sehr elegant aus. Für mich kommt ein Kurzhaarschnitt nie mehr in frage.

  20. Katje sagt am 20. Juni 2016

    Ich freue mich über den Artikel. Ich hatte schon 2 Mal in meinem Leben Kurzhaarfrisur. War optisch nicht so prikelend.. Mein Gesicht braucht mindestens ein Clavicut um „ausgeglichen“ zu wirken. Ich finde kurze Haaren bei Frauen schön, ganauso wie lange Haaren. Beides geht mit meinem Haupthaar nicht. Ich wechsele also immer zwischen ASL und Clavicut.
    Seit ich die Serie Miss Fisher Murder Mysteries gefunden habe, müss ich aber ehrlich gestehen dass ich schon irgendwie traurig bin, dass mir ein ’20 Jahre Bob nicht steht.
    Was mein Freund bestimmt freut. Er liebt lange Haare. Diese Männer gibt’s. Aber mein Onkel hat seine Frau immer am liebsten mit kürzen Haaren gesehen, und mich auch. Gibt’s also auch, die die auf jeden Fall kürz bevorzügen. 🙂
    Ich denke: leidenschaft zieht an. Ob mit kürz, bob oder huftlang.

      • Katje sagt am 21. Juni 2016

        Hi Waldfee.

        ASL bedeutet Achsellänge und Clavicut bis zum Schlüsselbein. 🙂 ASL ist also ein wenig länger. 🙂

      • Mit der Frage bin ich ganz auf deiner Seite, liebe Waldfee.
        ASL und clavicut haben bei mir auch nur große Fragezeichen ausgelöst. Bin offensichtlich nicht mehr ganz von dieser Welt, um nicht zu sage n hinter dem Mond.

  21. Waldfee sagt am 20. Juni 2016

    Ich liebe lange Haare, weil ich das so weiblich finde. Bis Anfang 30 habe ich die dünnen feinen blonden Haare lang gehabt. Dann hatte ich ein Pillenexperiment gewagt, da viele Pigmentflecken auftraten. Pille weg, dafür 3-Monats-Spritze. Nur Gestagene, keine Östrogene. Meine Haare wurden immer dünner und die Kopfhaut schimmerte extrem durch. Ich habe seeeehr darunter gelitten. Also kamen die langen Haare ab. Meine Tochter war 1 Jahr im Ausland und hat mich auch solange nicht gesehen. Später berichtete sie mir, das sie sich bei unserem Wiedersehen sehr erschrocken hat, das meine Haare so wenig geworden sind. Sie hat aber nichts gesagt, wollte mich nicht verletzen. Dann begann ich aus anderen Gründen mit der Pille wieder und auf einmal wurden die Fusseln wieder kräftiger. Also ließ ich wieder wachsen. So halblang, das man einen Zopf machen kann bzw. hochstecken. Aber das ist auch langweilig. Ich würde so gerne wieder ganz kurz tragen. Leider habe ich ein schmales Gesicht und sehe damit sehr streng aus.
    Jetzt bin ich 50 geworden und habe die Pille ganz abgesetzt. Ich warte voller Horror förmlich darauf, das mir die Haare ausgehen. Aber ich habe Bluthochdruck und hoffe, durch das Weglassen der Pille die Tabletten reduzieren zu können. Seit Mai hat mein neues Zeitalter begonnen. Und außer ein paar Hitzewallungen hab ich noch nichts Schlimnes bemerkt. Mal sehen, wohin die Reise geht?

    • Liebe Waldfee, probier’s doch mal mit Rotkleetee. Ich gleiche den Östrogenschwund mit einer Tasse Rotkleetee pro Tag aus. Ist auch gut fürs Gemüt 😉 Ausserdem wirkt der Rotklee hautreinigend, was mir allerdings anfangs ein paar Pickel eingebracht hat. Kosmetik mit Rotklee ist auch toll, allerdings gibt es da leider kein sehr großes Angebot am Markt – spontan fällt mir nur Hauschka und bigood ein –, was verblüffend ist, wenn man bedenkt, dass Klee ja wirklich überall wächst.

      • Waldfee sagt am 20. Juni 2016

        Wo bekommt man denn Rotkleetee? Habe noch nie davon gehört.

      • Waldfee sagt am 20. Juni 2016

        Danke liebe Ruth, dann werde ich dort mal nachfragen?

      • Waldfee sagt am 20. Juni 2016

        Achso: kann ich die fertigen Aufgussbeutel nehmen, oder ist loser Tee da besser?

      • Petrina sagt am 25. Juni 2016

        @Waldfee … es gibt guten Wechseljahre-Tee von Salus und Herbaria die Rotklee enthalten (beide in Teebeutel) der lose Tee von Herbaria enthaelt kein Rotklee. Die Tees gibt es beim Naturkosmetikshop Violey zum kaufen 🙂

  22. Das ist mal ein toller Post, und er ruft gleich die dazu passenden Kommentare hervor, nämlich ganz individuelle, abwechslungsreiche. Obwohl Haare nicht sooo mein Thema sind,habe ich alles gelesen und bin fasziniert, was sich mit kurz oder lang alles aussagen läßt. Oder wie man es interpretieren kann.
    Wer glaubt, daß sich Weiblichkeit nur in langen Haaren ausdrückt, dem möchte ich heftig widersprechen. Ich erinnere mich an eine Mitschülerin mit kurzen Haaren in straßenköterdunkelblond, die auch ganz sicher nicht besonders schön war, aber die Jungen waren verrückt nach ihr. Sie hatte eine ganz bestimmte Haltung und eine Ausstrahlung, die etwas zu versprechen schien. Das genügte völlig.

    Lange,blonde, glatte Haare scheinen für einen bestimmten Frauentyp das Nonplusultra zu sein. Merken die gar nicht, daß sie bis hin zum Outfit alle gleich aussehen ? Oder ist esdas Ziel, wenn jegliche Individualität unterdrückt wird? Wahrscheinlich.

      • Liebe Waldfee, dein Typ war überhaupt gar kein bißchen gemeint.
        Deine Haare müßten mehr als doppelt so lang sein, u d du müßtest auf 15cm Manolos durch Eppendorf stöckeln.nicht zu vergessen die neueste Jeans.

      • Waldfee sagt am 20. Juni 2016

        15cm Manolos schaffe ich locker? War mir klar, das ich nicht gemeint war☺️

    • Liebe Gila,

      ich wollte mit meinem Kommentar nicht sagen, dass kurze Haare allgemein unweiblich sind. Ich persönlich fühle mich damit unweiblich! Leider habe ich nicht so feine und zarte Gesichtszüge wie viele andere Frauen, das ist wohl der Hauptgrund. Als Kind sah ich mit den kurzen Haaren fast wie ein Junge aus. 🙁

      Vor 5 oder 6 Jahren musste ich die Haare wegen heftigem Haarausfall kinnlang abschneiden lassen, das hat harte Gesichtszüge gemacht. Ich habe mich damit heftigst unwohl gefühlt.

      GLG Andrea

    • Ich habe neulich eine in die Jahre gekommene, leicht verlebte Barbie in der U-Bahn gesehen und war fasziniert, konnte meinen Blick kaum abwenden: Langes blondes Haar, gertenschlank, enges rosa T-Shirt, kalifornische Bräune, das volle Programm. Diese Frau setzte alles daran, mit ihren gut 60 Jahren auszusehen wie ein Mädchen. Was natürlich nicht funktioniert, und dieses augenscheinliche Scheitern kommt auf den ersten Blick ein wenig erbärmlich rüber. Zugleich empfand ich ihren Look auch als eine Art Gesamtkunstwerk, und aus dieser Perspektive betachtet dann doch sehr cool. Ich denke auch, sie war sie selbst. Sie hat sich selbst so erschaffen. – Auch wenn’s sicher furchtbar anstrendend ist.

      • Dieser Kommentar gehört übrigens zu Gilas Kommentar zu „bestimmter Frauentyp mit langem, blonden Haar“.

  23. Spannend, wie jeder so seine Haar-Story hat.
    Meine Haare sind super glatt, und momentan ca. brustlang. So lang wie jetzt waren sie noch nie (vielleicht einmal zum Abi- aber das weiß ich nicht mehr) und normalerweise bekomm ich irgendwann einen Anfall und lass sie abschneiden. So von Schulter / Schulterblatt auf Kinn länge oder noch Kürzer. Pixie hab ich mich aber noch nie getraut 😉 minimum waren so 3-4 cm lange Haare.
    Interessanterweise finden die meisten Personen „so wie du sie jetzt hast, steht es dir am Besten“. Egal – ob blond, rot, kurz, lang, wie auch immer. Und mit jeder „neuen“ Frisur schau ich immer „noch jünger“ aus. :-p irgendwie sehr amüsant, die gleiche Reaktion bei wirklich unterschiedlichen Frisuren. Was mich aber darin bestärkt, dass meine Haare eben zu meiner momentanen Stimmung und Lebensabschnitt passen müssen und ich mich darin wohlfühlen muss.

  24. Noemi B. sagt am 20. Juni 2016

    Lustig, dass der Haarpost so viel Reaktionen hervorruft 🙂
    Ich kenn inzwischen fast alle Längen, mit 16 hat mir sie meine damalige Freundin erstmals abgeschnitten, damals war meine Punkphase und 2 Jahre lang sah ich aus wie eine Klobürste, aber ganz niedlich eigentlich 🙂 dann wurden sie immer kürzer, bis man schier auf die Kopfhat sah. Das hat mich dann auf einem Foto so erschreckt, dass ich sie wieder hab wachsen lassen. Diverse Farbexperimente und Dauerwellen folgten. Dann stagnierten sie lange Zeit so bei Schulterblattlänge und seit 2-3 Jahre werden sie wieder länger. Leider hab ich jetzt nicht den Haarumfang den ich toll finde, aber durch meine leichte Naturwelle siehts ganz passabel aus. Es macht mir Spass, sie (nach dem Waschtag) offen zu lassen und dann je nach Laune hochzustecken, oder im Flechtzopf. Die Spitzen bräuchten nun bald einen ordentlichen Trimm, so 5cm müssten eigentlich ab, damit es wieder ausgeglichen aussieht.
    Momentan machen sie mir lang noch Spass, doch ich schliesse nicht aus, dass sie auch mal wieder kurz werden, damit ich eine freche Wuschelfrisur machen könnte.

  25. Ein toller Post, in dem ich mich sehr wiederfinde! Ich fand kurze Haare seit meiner Jugend toll und habe mit ca. 15 das erste Mal „Tschüss!“ zu meinen damals schulterlangen Haaren gesagt. Das Gefühl, wenn die Längen weg sind, der Nacken frei ist und es sich so rundum leicht und luftig auf dem Kopf anfühlt, ist einfach großartig, finde ich! Für mich hat es auch viel von Freiheit und Selbstbestimmtheit. Dann hatte ich eine Phase, in der ich sie wieder wachsen ließ – aber weiter als kurz über schulterlang bin ich mit meinen superfeinen Haaren nie hinausgekommen. Und habe dabei gedanklich immer die „Kurzhaare“ etwas beneidet und dachte mir „Ich bin eigentlich auch eine von euch“! 😀 Also kamen sie im Studium irgendwann wieder ab, waren dann wieder länger (und wechselten des Öfteren die Farbe), um dann schließlich wieder kurz zu werden. Und das sind sie nun seitdem auch – und werden es vermutlich auch immer bleiben, denn ich fühle mich mit kurzen Haaren einfach am wohlsten.

    Ich persönlich empfinde meinen Kurzhaarschnitt übrigens als deutlich pflegeleichter! Wie oft saß ich zu Schulzeiten morgens bewaffnet mit Fön, Haarspray und Stylingschaum ewig vor dem Spiegel, nur um nach einer halben Stunde – große Überraschung – doch nur glattes, dünnes Haar zu haben. Jetzt benutze ich nicht mal mehr eine Bürste, benutze kaum Stylingprodukte und nehme das mit dem „Out-of-bed-look“ meistens ziemlich wörtlich. Aufstehen, durchwuscheln, fertig. 😀

    Lustig ist es auch, wie Friseure auf das Thema kurze Haare teilweise reagieren. Eine Freundin hat mir mal erzählt, dass ein Friseur sich geweigert hat, ihre lange blonde Mähne zu einem Pixie zu schneiden! Und ich habe auch schon oft verdatterte Blicke geerntet, wenn ich meinte, dass der Nacken bitte so kurz wie möglich sein soll. Meine mittlerweile langjährige Friseuse wiederum ist großer Fan meiner Frisur und freut sich immer mit mir, wenn die Haare nach dem Schneiden wieder schön kurz und griffig sind und auch ohne Spray und Co. super liegen. Eigentlich müsste ich auch aller 4 Wochen zum Schneiden, ich zögere das aus reiner Faulheit aber gern mal auf 6 Wochen hinaus.

    Zu dir passen kurze Haare übrigens einfach perfekt, finde ich – denn sie zeigen dich so offen, neugierig und stark, wie ich dich bisher auch kennengelernt habe. Mich würde es sehr interessieren, wie du mit langen Haaren ausgesehen hast, ich kann mir das gar nicht so richtig vorstellen. 🙂

    Liebe Grüße
    Ida

    • Noemi B. sagt am 20. Juni 2016

      Ja Julie… wenigstens ein Langhaarbild auf insta, bitte!

  26. beautyjagd sagt am 20. Juni 2016

    @all: Vielen Dank für eure zahlreichen tollen Kommentare!! So interessant zu lesen, wie ihr zu euren Haaren steht und auch wie unterschiedlich die Ansichten teilweise sind 🙂 Und ich werde mal gucken, dass ich ein altes langhaariges Foto einscanne und auf Instgram hochlade, Meist habe ich halt Pferdeschwanz getragen, mal sehen, ob ich auch noch eines mit offenem Haar auftreibe.

  27. Georgina sagt am 20. Juni 2016

    Interessanter Post – und interessante Diskussion.
    Ich hatte in meinem Leben noch nie längere Haare als bis zum Kinn und würde mir sind nie wachsen lassen! Meine Frisur gehört einfach zu mir und alle Freunde, Kollegen und Bekannte kennen mich so.
    Ich habe gar nicht das Gefühl, dass kurze Haare unweiblich sind. Im Gegenteil: Mir gefallen die meisten Frauen besser, wenn sie ihre Haare abschneiden. Und diese 0815 Langhaar- Frisuren finde ich total langweilig und austauschbar. (Ich bin Lehrerin und sehe jeden Tag 100 Mädchen, die alle gleich aussehen…)
    Übrigens: Meinem Mann gefallen kurze Haare, meine sind ihm sogar manchmal zu lang. Und (das nur nebenbei): er hat schulterlanges Haar!
    Viele Grüße!

  28. Waldfee sagt am 20. Juni 2016

    Ich wollte noch sagen, das ich kurze Haare nur an mir persönlich unweiblich finde, weil ich etwas herbe Gesichtszüge habe. Halblange Haare machen meine Gesichtszüge weicher. Es gibt viele Frauen, die können Glatze tragen und sehen erotisch damit aus. Ich fand Sinead O’Connor damals total süß mit ihrer Glatze. Eine wunderschöne Frau und sehr weiblich.

    • Nie im Leben hätte ich dir herbe Gesichtszüge zugesprochen, wenn Ich dich beschreiben sollte. So unterschiedlich können also Eindrücke sein.

  29. vetter it sagt am 20. Juni 2016

    kurze haare können schon sehr sexy aussehen wenns zum typ passt. bei mir selber seh ich das eher pragmatisch. gehe 1. ungern zum friseur 2. sind meine haare sehr dick und wellig was in kombination mit meiner gesichtsform bei einer kurzhaarfrisur eher bescheiden aussieht. deswegen und weil ich wilde, zerzauste haare einfach mag -lang.

  30. Hallo Julia,

    toll geschrieben ! Ich “ züchte meine Haare grad lang“ und bin eigentlich nur noch genervt. Ich habe sehr feine Haare, aber viele. Schwer zu frisieren und bei dem feuchten Wetter kleben sie mir strähnchenweise im Gesicht, wenn ich sie nicht zusammenbinde. Warum tut „Frau“ sich das an ? Ich bin bald 50 und glaube irgendwie schon noch, das zu einer Frau lange Haare gehören. Ich hatte auch schon mal kurze Haare und fand es nicht schlecht. Dir stehen sie übrigens auch sehr gut ! Ich werde mein „Mädchendenken“ nochmals unter die Lupe nehmen und mir wieder kürzere Haare zulegen. Ich fühle eigentlich viel wohler damit. Vielen Dank für Dein Post, hat mich ein wenig wachgerüttelt !
    LG Andrea

  31. Waldfee sagt am 20. Juni 2016

    Wenn ich genervt von den Haaren bin, schneide ich sie kurz. 2 Wochen später tut es mir leid und ich züchte wieder lang.

  32. Im Grunde meines Herzens bin ich ein bekennendes Langhaar, keine Frau soll sich mit ü40 zum Allgemeinbild „das gehört sich jetzt aber nicht mehr“, gezwungen fühlen, nur wegen dem Alter. Es gibt tolle Frauen ü60, mit sehr langem Haar, gern auch grau, das entweder offen, oder in einem speziellen Dutt und exklusiven Haarschmuck fantastisch aussehen kann!
    Doch das muss Jede für sich selber entscheiden, wem kurz gefällt und gut steht, soll auch kurz tragen, egal in welchem Alter.
    Lediglich gesellschaftliche Bevormundung bei der Haarlänge finde ich echt ätzend.

  33. Ich trug die Haare genau so. Viele Jahre und bekam viele Komplimente. Nun sind sie wieder lang, gewellt und dunkelaschblond.
    Derzeit ist es stimmiger für mich. Obschon eventuell Pixie für mein Gesicht „schöner“ wäre. Würde man das berechnen.
    Doch es wäre so schade auf diesen Schmuck zu verzichten.
    Als ich meine Haare kurz trug, fand ich, dass die meisten Menschen schöner ausschauen würden ohne diese Federn. Selten sah ich wirklich schöne Haare. Federn die man mit viel Aufwand zu etwas Fülligem geknetet hatte. So sah ich das.
    So ganz lange Haare las ich immer als eine Art Statement-Frisur.
    Nun fühle ich mich am schönsten mit langen Haaren. Um Himmels Willen keine Frisur. Einfach schöne, frisch gewaschene lange Haare müssen es für mich sein.
    Und ohne Schaum, Gel, Festiger, Wachs … unbedingt ohne all das Zeugs im Haar. Und für mich auch ungefärbt. Obschon mir das Blonde gut gefällt. Mir wollte man immer Strähnchen aufschwatzen. Es würde mich frischer machen. Das mag sein. Doch auch das würde grad nicht passen. Und irgendwie glaube ich auch nicht an diese Effekte. Ich würde dann eben aussehen wie jemand der gerne frisch aussehen würde.
    Aber eben, das zieht dann auch wieder vorbei und ich mache mir weisse Strähnchen oder so.
    Dein Foto mit 23 erinnert mich an Mia Farrow. Wunderschön!

    Herzlicher Gruss
    Emma

  34. hazel sagt am 20. Juni 2016

    Dein Foto ist einfach nur schön. Es hat mich heute den ganzen Tag nicht losgelassen.
    Du wirkst so stark und mutig und neugierig auf das Leben und auf der anderen Seite so vorsichtig und verletzlich.
    Ich finde das so ein grandioses Foto… zum Niederknien schön. ?
    Liebe Grüße!

    • Deine Beschreibung trifft Julies Ausstrahlung auf dem Foto perfekt! Genau diese Mischung aus Aufbruch und Verletzlichkeit ist es. Yay!

  35. Ich schließe mich hazel an, dieses Bild ist einfach wundervoll.

  36. Ich würde ja jetzt zu gern ein Foto von Dir mit langen Haaren sehen ;).
    Aber ich finde, die kurzen passen einfach ganz wunderbar zu Dir. Es gibt Frauen, den stehen kurze Haare einfach. Mir nicht. Richtig lang aber auch nicht…deshalb trage ich sie etwa schulterlang und mag es so…mein Freund auch 😉

  37. anajana sagt am 21. Juni 2016

    Liebe Julia, danke für diesen Post. Kurze Haare und Frisur ist ein Thema in meinem Leben was mich tatsächlich auch bewusst schon lange begleitet. Als Kind habe ich es gehasst zum Friseur zu gehen, weil ich den Pony immer zu kurz hatte. „Geh mal mit dem Papa zum Friseur, dann kann der dir den Pony schneiden, aber schön kurz, soll ja nicht direkt wieder geschnitten werden müssen.“ Grrrr. Friseur war für mich also mit Tränen verbunden. Ich habe dicke und sehr glatte Haare und hatte sie bis zum Alter von 12 auch sehr lang. Heute würde man wohl sagen bis zum BH-Verschluss, den ich damals aber noch nicht trug. 😉 Mit 12 (1980) hab ich entschieden, die Haare müssen ab. Kurz. Ganz kurz. Das was man heute einen Pixie nennt, damals kannte ich den Ausdruck noch nicht. Ich hatte in der Zeitung ein Foto mit „meiner“ Frisur gesehen, einen Termin beim Topfriseur vor Ort gemacht und mit meiner Mutter im Schlepptau bin ich da hin, wo zwei Friseurinnen und meine Mutter auf mich eingeredet haben wie auf ein krankes Pferd, die schönen Haare doch bitte nicht abzuschneiden, oder nur ein Stück, schulterlang……. Aber ich habe mich durchgesetzt. Die Haare waren ab. Ich habe mich so frei gefühlt, leicht und erwachsen.
    Ich habe die Haare dann noch 2x wachsen lassen, Ende der 80er hatte ich eine Walle-Walle-Mähne mit Dauerwelle und Ende der 90er habe ich sie noch einmal glatt und lang gehabt. Aber das hat sich nicht richtig angefühlt, wenn ich heute Fotos sehe, denk ich nur, dass ich das überhaupt nicht bin und nie so langweilig ausgesehen habe wie mit langen, glatten Haaren.
    Im Februar habe ich entschieden, sie noch mal ein wenig länger zu tragen und im Moment trage ich einen stufigen Bob, anrasiertem Nacken, länger als Ohrläppchen wird es aber nicht. Also für manche wohl trotzdem ein Kurzhaarschnitt, für mich lang. Es gefällt mir im Moment, macht mich etwas weicher, aber wie ich mich kenne ist das keine Frisur für ewig. Ich mag einfach kurze Haare, sie entsprechen meinem Typ viel mehr. Und im Endeffekt komme ich immer zu meiner Frisur zurück.
    Außerdem mag ich es, eine Frisur auf dem Kopf zu haben und nicht nur Haare, die womöglich noch nicht mal nen ordentlichen Schnitt haben. Je nach Frisur braucht man bei nem guten Schnitt auch wenig bis kein Stylingmittel.

    Mir geht es übrigens wie Petra, ich finde lange Haare auch irgendwie unangenehm, wenn in der Bahn neben mir jemand seine Haare schüttelt oder die mich auch nur am Arm berühren. Brrrr. Finde ich ganz furchtbar.

    Von Selbstverstümmelung zu reden, wenn man kurze Haare trägt, finde ich tatsächlich eine Frechheit.

    Ich hatte nie den Eindruck, dass Männer mich nicht mögen, weil ich kurze Haare habe. Ich hatte eher den Eindruck, dass sie es anziehend fanden.
    Mein Mann mag mich mit jeder Frisur, aber lieber sind ihm meine Haare kurz. Und weniger fraulich bin ich wegen kurzer Haare ganz sicher nicht.

    Was ich übrigens auch ganz furchtbar finde, wenn ich vor mir eine Frau sehe, die von hinten mit langen blonden Haaren, am besten noch im Pferdeschwanz, Barbieklamotten, aussieht wie 20 und sich dann umdreht und dann locker im Rentenalter ist. Nee. Find ich nicht schön. Aber auch das liegt ja im Auge des Betrachters, im Endeffekt muss ja nur sie sich schön finden.

    Ich gehe gerne zum Friseur, gerne alle 4-5 Wochen. Ich bin seitdem ich 12 bin, dem gleichen Salon (der ein paar Mal umgezogen ist) treu geblieben und meine Friseurin macht mir die Haare seitdem ich 14 bin. Ich bin diesen Monat 48 geworden und habe in der Zeit den Frauenarzt häufiger gewechselt als meinen Friseur. Also ja, Haare und Frisur sind in meinem Leben ein echtes Thema. 😉

    Ich finde dein Foto sehr schön und finde, dass dir die kurzen Haare einfach grandios gut stehen. Damals wie heute.

    Ich komme leider im Moment mit dem Lesen deiner Posts und mit Kommentieren schon gar nicht hinterher, aber hierzu musste ich jetzt einfach was schreiben. Hab alles stehen und liegen lassen, während meine Kollegen zur Betriebsversammlung gegangen sind und habe die Ruhe genutzt, um meinen Senf dazuzugeben. Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich die Meinungen sind, wie unterschiedlich die Köpfe und wie sehr das Thema Haare und Friseur tatsächlich auch ein Thema ist.

    • meerwoge sagt am 22. Juni 2016

      Du gehst seit mehr als 30 Jahren zum gleichen Friseur Toll!

      Ich wechsle von Zeit zu Zeit, weil ich immer den Eindruck habe, dass sie sich bei meiner Kurzhaarfrisur irgendwann nichts mehr einfallen lassen.

      • anajana sagt am 22. Juni 2016

        Sie kennt mich und meine Haare so gut, dass ich ihr nicht viel erklären muss. Sie weiß was mir gefällt und wenn ich mal was anderes will, dann versteht sie mich, ohne dass ich da viele Erklärungen abgeben muss. Ich habe ja über all die Jahre auch die ein oder andere Veränderung auch des Kurzhaarschnitts gehabt und hatte nie das Gefühl, dass ich immer gleich aussehe oder sie sich nichts mehr einfallen lässt.
        Ich kenne von Freundinnen, dass sie immer mit einem „Oh hoffentlich macht der Friseur alles richtig“-Gefühl zum Friseur gehen oder im Anschluss erst mal die Haare waschen, damit es wieder anders aussieht. Das kenne ich gar nicht und ich freu mich immer, wenn ich wieder Termin hab (kommenden Freitag, juhu). 😉 Ich bin ein Extremfall, aber vielleicht habe ich mit Birgit meiner Friseurin einfach auch nur Glück gehabt.

  38. Toller Text! Ich bin auch passionierte Kurzhaarträgerin seitdem ich 16 bin. Ich fand kurze Haare bei Frauen schon immer schön und mit 16 hab ich mich endlich getraut meine vorher mittellangen Haare streichholzkurz zu schneiden. In diesem Alter sind so kurze Haare ja noch seltener als sonst aber ich habe diese Entscheidung keine Sekunde lang bereut. Darüber ob ich damit Männern gefalle oder nicht habe ich mir schon damals überhaupt keine Gedanken gemacht. Leute, die mich noch langhaarig kennen, sind auch alle der Meinung, dass kurz an mir schöner aussieht. Ich mag mein Gesicht, ich finde es weiblich und weich genug, um auch mit „Männerfrisur“ noch feminin auszusehen.
    Außerdem liebe ich den Kontrast zwischen Lippenstift/femininer Kleidung und Kurzhaarschnitt.
    Generell denke ich schon, dass die meisten Männer lange Haare klar bevorzugen. Aber ist das denn wirklich wichtig, solange man mit sich selbst zufrieden ist?!

  39. Ich trage mein ganzes Leben lange Haare. Ich finde Kurzhaarschnitte bei Frauen aber absolut genial. Leider traue ich mich nicht, meine Haare abzuschneiden, da ich Angst habe, dass es mir nicht steht. Da gehört auf jeden Fall eine Menge Mut dazu. Dir steht es übrigens super!

  40. Yvette sagt am 21. Juni 2016

    Ich dachte mir schon, dass es zu diesem Post eine Menge Kommentare geben wird 🙂
    Julie`s Foto ist wirklich wunderhübsch!! Aber auch ich möchte gern ein Foto mit langen Haaren sehen 🙂
    Zum Thema: ich finde, Haare können gar nicht lang genug sein; aber bitte gepflegt! Wenn ich manche Langhaarblogs verfolge, muss ich immer schmunzeln, wenn die letzten Fusseln stolz präsentiert werden, nur damit endlich der Meter erreicht ist!
    Im Gegensatz zu Petra liiiiiebe ich es, in Haaren zu wuseln, bürsten, kämmen, flechten, zwirbeln, und und und 🙂 an Ermangelung menschlichen Materials knöpfe ich mir dann auch gern mal meine Pferde vor. Auch LI, die zu schwer für meine Fusseln sind, landen auf den Isi`s! Die waren hin und weg vom Rahua Treatment:-)
    Aber eine Kurzhaarfrisur als Selbstverstümmelung zu bezeichnen, finde ich total daneben! Für mich käme es zwar niemals in Frage; meine kürzeste Frisur war ein kinnlanger Bob und den habe ich auch schon im Moment des Schneidens bereut. Aber es war notwendig: die Haare waren kaputt und von Haarausfall geschwächt. Habe damals zahlreiche Haarsünden begangen, unter anderen zahlreiche Strähnchenbehandlungen, um etwas Halt in das Haar zu bringen. Gut gedacht, aber bei feinen Haaren extrem kontraproduktiv, wenn sie wachsen sollen.
    In meiner Vorstellung von mir als „alte“ Frau sehe ich ein zähes rüstiges (hoffentlich) Kräuterweiblein mit schneeweißen Haaren in einem Flechtzopf, der über den Boden schleift 🙂

  41. Ranunkel sagt am 21. Juni 2016

    Da habe ich gestern doch glatt verpasst, was hier auf dem Blog wieder los ist… Sehr interessantes Thema und so viele Stimmen dazu. Das finde ich toll. Und das Foto von Julie ist noch toller – du siehst darauf meiner besten Freundin sehr ähnlich, die mit 20 fast die identische Frisur hatte.
    Haare sind ja auch echt immer ein großes Thema. Ich bin ja seit etwas 3 Jahren auch unter die Kurzhaarigen gegangen. Zuvor wurden die Haare mal höchstens bis Kinnlänge als Pagenkopf oder Stufenschnitt gekürzt und das ist eine Länge, die bei mir gar nicht geht. Ich habe keinen sehr langen Hals und ein bisschen einen Hang zum Hängekinn und da sieht Kinnlänge gelinde gesagt bescheiden aus. Also habe ich meine 3 Haare überschulterlang getragen und mir tonnenweise Haarpflege, Haarstyling und Haarschmuck gekauft, um aus sehr wenig nicht besonders viel mehr zu machen. Ich bin eigentlich nur mit hochgesteckten Haaren unterwegs gewesen, was zugegeben praktisch war aber auch total langweilig. Offen waren meine Haare ca. 20 Minuten nach dem Waschen und Stylen nett anzuschauen. Ich musste über 40 Jahre alt werden, um mir eine Kurzhaarfrisur zuzutrauen und ich will nie mehr etwas anderes. Natürlich gibt es auch mit kurzen Haaren Bad- Hair- Days und Hüte und Kappen sehen mit langen Haaren einfach besser aus, zumindest bei mir. Aber das kann ich locker verschmerzen. Es ist tatsächlich erst seit meinem Kurzhaarschnitt so, daß mir manchmal gesagt wird, ich sei eine schöne Frau. Ich glaube, ich habe einfach meine Frisur gefunden und das ist der Grund dafür. Wäre ich ein anderer Typ und hätte ich andere Haare, wären sie lang vielleicht besser für mich.
    Ich bin eher der weibliche Figurtyp und kleide mich gerne figurbetont mit Kleidern und Röcken und Ausschnitt, da sehen die kurzen Haare als Kontrast einfach cool aus. Meine Familie hat das nach anfänglicher Schockstarre auch schnell eingesehen 🙂

  42. Silke K. sagt am 21. Juni 2016

    Wirklich toller Post zum Thema Haare!!! Ich hatte bis zu meinem 16. Lebensjahr kurze Haare, habe aber immer schon von langen Haaren geträumt (dieses auch gerne an Karneval mit Indianer und Schneewittchenperücken ausgelebt ;-)) Habe sie dann bis zur Taille wachsen lassen und war lange überglücklich damit, wurde auch von vielen beneidet und auf meine tollen Haare angesprochen. Dann kam die erste größere Trennung in meinem Leben und schwupps – die Haaren waren nur noch ein durchgestufter Bob. So richtig gut fühlte ich mich damit aber auch nicht, ließ also wieder wachsen. Mit 27 musste dann nochmals ein Bob her um die Sünden chemischer Haarfarben rauswachsen zu lassen. Jetzt bin ich 42 und fühle mich mit meiner Naturhaarfarbe mittelbraun und Haaren bis zum BH-Verschluss super wohl. Habe volle etwas gewellte Haare, gehen gut offen, als Zopf, hochgesteckt……..Bin klein und relativ zierlich, manchmal denke ich auch, wie lange kann ich das noch so tragen ohne diesen Effekt auszulösen von hinten Mädel, von vorne ……….Ich fühle mich aber durch meine Haare superweiblich, und mag auch sehr den Kontrast den schon andere beschrieben haben. Ich kleide mich oft eher markant, sportlich oder rockig. Wer sich mit seiner Frisur wohlfühlt, strahlt das auch aus, egal ob kurz oder lang. Etwas der Haarstruktur sollte die Frisur schon angepasst sein um das Optimum aus jedem Kopf herauszuholen!!

  43. Doris sagt am 21. Juni 2016

    Oh, liebe Julie, tolles Thema, spricht mich total an!!!! Hatte immer lang, als Studentin bis über Schulter, dann endlich mal Kinnlang….
    Habe vor drei Jahre das erste mal sehr kurz schneiden lassen, dazwischen wieder wachsen…kann eigentlich lange Haare immer weniger leiden, mir ist inzwischen alles Zuviel auf dem Kopf, und auch wenn die jetzige Friseurin mir rät, sie wieder Kinnlang wachsen zu lassen…denke ich fast jeden Tag daran, wie toll es war, als sie im Februar als kurzer Pixie geschnitten wurden.
    Ein Problem, kann jemand seine Meinung dazu sagen: dass ich ständig am hin- und herüberlegen bin liegt daran, dass ich eine Brille trage. Und Du, liebe Julie, sagst ja auch, dass eine kurzhaarfrisur die Augen betont. Wie ist es Eurer Meinung mit Pixie und Brille?!?

    PS Julie das Foto sieht sooo toll aus, Deine Frisur ist so schön an Dir, Du schaust so gut aus

      • beautyjagd sagt am 22. Juni 2016

        Ich trage ja auch Brille (und schon immer getragen), abwechselnd mit Kontaktlinsen. Und ich finde, dass ein Pixie gut dazu passt, allerdings habe ich festgestellt, dass mir manche Brillengestelle besser als andere dazu gefallen. Besonders stark ist mir das bei meiner Sonnenbrille aufgefallen, nachdem ich mir 2004 die Haare von lang auf kurz geschnitten habe: Die alte Sonnenbrille ging dazu irgendwie gar nicht, die Proportion stimmte nicht mehr. Ein guter Grund, eine neue zu kaufen 😉

  44. hazel sagt am 21. Juni 2016

    Ich finde kurze Haare so toll, weil sie für mich der Inbegriff von „erwachsen“ und „selbstbestimmt“ sind.
    Das sollen die Damen mit den etwas längeren um Himmels Willen bitte nicht falsch verstehen, denn natürlich können auch sie das sein!
    Noemi hat oben gesagt, sie wolle keine gesellschaftliche Vorgabe, wie lange frau ihre Haare lang tragen dürfe. Da stimme ich natürlich zu. Als ich aber die Kommentare zu fiesem post gestern Abend gelesen habe, habe ich zeitgleich im BR Fernsehen die Schauspielerin Olivia Pascal gesehen. Mit ihren Jungs aus ‚irgendwie und sowieso“ zum Revival-Talk. Die Serie lief vor gut 30 Jahren… hier war es gestern aber echt schade zu sehen, dass Olivia P. zwar gealtert ist (und nicht so schlecht!), aber Frisur (‚unechter‘ aber irgendwie) und Haarfarbe (Vollgas gefärbt) genau gleich geblieben sind. Und das geht gar nicht in meinen Augen. Natürlich ‚darf‘ sie färben und lange Haare haben…mir egal… aber sieht es gut aus? Nein? Würdevoll? Neinnein! Ist das echt noch sie? Hat sie sich in 30 Jahren echt entwickelt? Ich sehe das nicht. Obwohl es natürlich auch von mir oberflächlich genannt werden könnte, ihr das nur anhand ihrer Haare abzusprechen.
    Aber ich mag sowas halt nicht. Lange Haare mit 50+? Gerne. Aber wild und ungefärbt dann, bitte. Irgendeinen Bruch braucht es. Irgendein: seht mal her, ich bin noch die coole Socke von damals, aber meine Haare färbe ich nicht…hab‘ ich nicht nötig, ich will gar nicht frischer aussehen als ich bin. ? (herrlicher Satz, Emma… ich konnte so lachen???)
    Ich krieg‘ das nicht hin im Kopf: 60 Jahre und lange blonde Haare. Irgendwas stimmt da nicht. Für mich.
    Ich wollte als junge Erwachsene gerne mal kurze Haare haben, aber ich hätte mich das niiiiiiiiie getraut. Mein, Gott, meine Welt wäre zusammengebrochen, hätte das nicht gut ausgesehen. ??? heute kann ich darüber echt lachen. Ist doch pupsegal… wen schert denn das, wenn das ein bisschen doof aussieht? Es ist einfach nicht so wichtig. In 6 Wochen sind die so gewachsen, dass alles wieder gut ist.
    Als ich um die 20 war, habe ich ein bisschen gemodelt und hätte eine ganz tolle Modestrecke (Brigitte) in den USA machen können, wenn, ja wenn ich meine Haare (lang und blond) auf richtig kurz hätte abschneiden lassen. Das wäre für mich aber überhaupt nicht in Frage gekommen. Wenn ich heute drüber nachdenke, kam das aber v.a. auch deshalb nicht in Frage, weil in dieser Zeit meine Haut begann, schlechter zu werden. Und Pickel und ein Kurzhaarschnitt gingen für mich da schon nicht zusammen. Ich brauchte meine Haare, um mich ein bisschen dahinter verstecken zu können, scheint es mir heute.
    5 Jahre später (jahaaa, Trennung von der ersten großen Liebe ?) habe ich sie tatsächlich abgeschnitten. Es war eine gute Haut-Periode, der Schnitt war gut und beim nächsten Mal (Pickel und schlimmer Schnitt) sah ich einfach nur furchtbar aus und habe sie ganz schnell wieder wachsen lassen.
    Und nun habe ich seit gut 1 Jahr wieder kurze Haare und bin sehr glücklich damit. Meine Haut ist endlich schön und die Frisur steht mir (Danke, Francesco und Wink zu Ranunkel ?). Ich bin eher der Turnschuhe-Typ und lege seit den kurzen Haaren schon mehr Wert auf Kleinigkeiten: so trage ich jetzt wieder mehr Schmuck und lackiere meine Nägel gerne farbig. Sowas brauche ich, denn dieses weiblich-Runde fehlt mir. ? sonst sehe ich plötzlich aus wie mein kleiner Bruder (den ich gar nicht habe… war nur ein Bild?).
    Mein Mann findet die kurzen Haare super und die Kinder mittlerweile auch.
    Womit ich immer nur noch kämpfe: Strähnchen ja oder nein? Gar nicht mehr (ab wann gar nicht mehr?) oder 1x im Jahr?? denn frischer machen sie ja schon irgendwie…?
    Egal. Jedenfalls stimmt der gute alte (Werbe-) Spruch: „Haare gut, alles gut“, sicher heute noch.

    • hazel sagt am 22. Juni 2016

      Guten Morgen, liebe Ruth!
      Ich finde das Gericht gar nicht so hart. Zumal es jeder erstmal (!?) selber überlassen ist, was sie mit sich macht. Eine feste Grenze gibt es nicht, an die sich jede halten müsste, gibt es ja nicht. Aber eine unsichtbare, die individuell verschieden ist. Kommt auf die Frau an. Ich hatte bis letztes Jahr eine Kollegin (supernett, sportlich, aktiv, offensichtlichst gerne Oma von 2 größeren Enkeln und Mutter von 2 sehr großen Kindern (also alles recht nachrechenbar!!!), die ihr wahres Alter nie verraten hat und sich im Gegenteil (sie variiert da leider ?) 15-20!!! Jahre jünger macht. Und man nimmt es ihr ohne Wimperngezucke ab. Ihr Blond sieht wirklich natürlich aus (sie färbt natürlich nicht, bzw. „alle 2 Jahre mal“) , sie wirkt(e) wie Mitte 50. Dieses Jahr wird sie 75. ?
      Bei anderen liegt die Grenze tiefer… da passt es u.U. eben schon mit Anfang 50 nicht mehr. Und ja, wenn es nicht mehr passt, wird und wirkt es alles lächerlich. Frau sollte das merken. Und die meisten tun das such. Schauspielerinnen und Frauen in der Öffentlichkeit haben es da aber ungleich schwerer… auch klar.
      Und alles, was ich gesagt habe, gilt natürlich auch für Männer!!
      Ich denke immer, dass „Angemessenheit“ ein tolles Wort ist und „angemessen sein“ eine große Tugend. Angemessenheit von Aussehen und Kleidung über Wortwahl, Eifer, Wut, Einsatz, tbc…
      Und dann ist es letztlich wieder nur eins: eine wirklich ganz persönliche Entscheidung. Vorschriften gibt es keine. Aber unstimmig darf man ein paar Entscheidungen finden. ?
      Liebe Grüße von mir für dich! ?

      • Liebe hazel, danke für Deine lange und spannende Antwort. Ich weiß nicht recht, aber mit der Angemessenheit als große Tugend kann ich mich nicht recht anfreunden, denn die ist für mich ganz nah dran am Angepaßtsein. – Und ich bemühe mich halt mein Leben lang, nicht zu brav zu sein. Deshalb ist der Kurzhaarschnitt für mich auch eine Art Symbol, denn so mit 13, 14 wollte ich nicht mehr länger die Brave geben, sondern meine Persönlichkeit in ihrer Vielschichtigkeit entwickeln. Der punkige Kurzhaarschnitt war wohl die optische Umsetzung dieses Wuschs.

      • hazel sagt am 22. Juni 2016

        Nochmal Grüße zurück ?
        Doch, für mich ist Angemessenheit wirklich eine Tugend. Und vielleicht kommt das daher, weil ich mich immernoch bemühen muss, braver zu werden… ?
        Hach, wär‘ das nicht schön und spannend, wenn wir uns mal kennenlernen würden!?
        Hab‘ einen schönen Abend!

      • @ hazel 🙂 Das machen wir! Auch Dir einen schönen Abend.

    • Yvette sagt am 22. Juni 2016

      Schön geschrieben liebe Hazel! Vor allen „wild und ungefärbt“ ! Da hatte ich direkt Patti Smith vor Augen 🙂
      Liebe Grüße!

  45. @ hazel He, nette Ausführungen zum Thema. Was mir bei den Kommentaren zu diesem Post insgesamt aufgefallen ist: Wie streng wir zu uns sind (und waren) und auch mit anderen Frauen mitunter hart ins Gericht gehen. Zum Extrembeispiel Barbie-im-Rentenalter: 17 Jahr‘, blondes Haar, wunderbar, doch allerspätestens ab 40 gilt dieser Look dann als unangemessen und lächerlich. Zugleich wollen wir alle länger frisch aussehen, oder etwa nicht? Doch wer gibt all diese Regeln vor, ab wann das Ablaufdatum wirklich gilt? Bis wann gehen nun Strähnchen? Bis 45, bis 100? Keine Ahnung. – Die alternde Barbie wirkt erbärmlich, doch zugleich ist sie disruptiv. Die regt auf, eben weil sie ist nicht willens ist, in Würde zu altern. Und sie verkörpert ein Paradoxon: Sie verhält sich einerseits überangepasst an eine Gesellschaft, wo Frauen am besten ab 38 nicht mehr älter werden, und zugleich auch völlig unangepasst mit ihrem nicht altersgemäßen Look.

    • hazel sagt am 22. Juni 2016

      Ups, verrutscht…hier sollte meine Antwort an dich stehen… Sorry!

    • Liebe Ruth, liebe Hazel, könnt ihr euch nicht für die Zukunft zusammentun und weiter so tolle auf ein Thema bezogene Kommentare schreiben? So kritisch, so ehrlich, so verständnisvoll, zum weiteren Nachdenken anregend.
      Davon wünsche ich mir mehr!

      • Noch ein Upps. Natürlich wollte ich noch ein dickes Dankeschön sagen.

      • hazel sagt am 22. Juni 2016

        Na, da musst du schon mitmachen, liebe Gila ! ?
        Und alle anderen auch!
        ???

      • Das würde ich ja tun, liebe Hazel , wenn ich wüßte, wie man aus kurzen Haaren mit 3 Wirbeln und diversen Löckchen bei Regen, ansonsten glatt und grau eine interessante Geschichte schreibt.
        Alle vier bis sechs Wochen bis zu drei Stunden nach dem Friseur könnte man meine Haare als ‚ganz nett‘ bezeichnen. Danach ist wieder alles wie immer. Sie liegen, wie sie wollen. Eine unendliche Geschichte, die schon manchen Friseur und mich auch zur Verzweiflung gebracht hat .

      • Yvette sagt am 23. Juni 2016

        Liebe Gila, willkommen im Club! Meine Haare machen auch was sie wollen: egal welche Frisur ihnen verpasst wird, sie sehen immer gleich aus! Total verwirbelt, im Nacken Korkenzieher und das Deckhaar Reisnudeln. Vor ca. einem halben Jahr habe ich aber Frieden mit meiner Haarstruktur geschlossen und bekämpfe Bad hair days nicht mehr mit Friseurbesuchen, sondern Fenster putzen und Unkraut zupfen ?

  46. Noemi B. sagt am 22. Juni 2016

    Offenbar ist das Thema sehr kontrovers 😉 wobei ich das mit den keine Strähnchen mehr ab Alter xy überhaupt nicht nachvollziehen kann. Was haben denn Strähnchen mit Alter und Haarlänge zu tun??

    Und klar, die alternde Barbie ist natürlich krass und eher ein gesellschaftliches no-go,
    doch wenns ihr gefällt? Ab wann ist es Barbie? Da gehört wohl noch mehr dazu als nur lange blonde Haare und 50+
    Oder findet ihr jetzt Jerry Hall barbiemässig? Eine Evelyne Hall ganz sicher nicht. Audrey Hepburn und Brigitte Bardot… lange Haare bis ins hohe Alter – Kritik? Die 90-jährigen Muttis mit dem weissen, kleinen Dutt – Kritik? Klar, sieht nicht immer toll aus, aber das ist doch nicht verwerflich, oder?

    Die gleichgeschalteten Seniorenfrisuren finde ich ähnlich schlimm wie Barbie, mit Dauerwelle in den lila Haaren. Die finden das schick… also was nun?

    • Ganz einfach. Jede Frau mit jedem Stil oder was sie dafür hält, hat ihre Berechtigung.
      Stellt euch doch nur mal vor, wie sterbenslangweilig es wäre, wenn alle Frauen gleich aussähen. Es gibt wohl nichts, was für alle Frauen gleich gültig wäre. Außer vielleicht, authentisch zu sein, und das sieht nun mal bei jeder Frau anders aus.

    • Yvette sagt am 22. Juni 2016

      Ich liiiiebe den kleinen weissen Dutt an 90 jährigen Omis:-)

      • Liebe Yvette, meine Oma trug bis zu ihrem Tod mit 90 den Bubikopf mit Gatschwelle, den sie sich in den 20ern als ganz junge Frau das erste Mal hatte schneiden lassen. Diese Frisur war das schickste an ihr, fand ich immer. Wenn ich so drüber nachdenke, ist mein Kurzhaarschnitt, den ich mir mit 14 verpassen ließ, vielleicht das Pendant zum Bubikopf meiner Großmutter 🙂

      • Yvette sagt am 22. Juni 2016

        Huhu liebe Ruth, also Gatschwelle musste ich erstmal googeln und bin direkt bei „Österreichisch für Anfänger“ gelandet ?
        Kann mir ein Bild davon machen! Dann war Deine Oma sicher eine der unangepassten Damen, die einfach sie selbst sind- wie Hazel oben so schön geschrieben hat. Schicke Omis gibts hier auf dem Land wenig: die Senioren Standard Dauerwelle ist eher die Regel ?

      • Waldfee sagt am 22. Juni 2016

        Meine Schwiegermutter bekam nach ihrer Chemo eine flotte Kurzhaarperücke ohne Löckchen. Die trägt sie heute noch, wenn sie ausgeht und schick sein möchte. Sie ist im Mai 96 Jahre geworden und noch ein flotter Feger?

      • Yvette sagt am 22. Juni 2016

        Hihi flotter Feger? meine Omi hatte für diese Zwecke eine Prinz Eisenherz Perücke?
        Liebe Waldfee, hast du wegen deiner Kopfhaut schon mal das Marias Lindenblüte sensitiv Shampoo probiert? Könnte eventuell etwas für dich sein….

      • Waldfee sagt am 22. Juni 2016

        Liebe Yvette, ich habe schon alles ausprobiert, naja fast alles. Diese trockenen Stellen sind auch nicht überall sondern am Scheitel und Hinterkopf. Morgen kommen 2 Khadi-Öle an: Amla und Balsam, ich konnte mich nicht entscheiden?

      • @ Yvette Österreichisch für Anfänger – perfekt 😉
        Mir gefallen diese von Euch beschrieben Beauty/Haar-Rituale älterer Damen, das ist richtig herzerwärmend. Ich hoffe, dass ich mir, wenn ich so alt bin, auch noch die Mühe mache, ein „Special“ fürs Ausgehen zu zelebrieren. – Und um die Kurve zur Naturkosmetik zu kriegen: Denkst Du, Mariás Lindenblütenshampoo eignet sich auch zum Perückenwaschen? *grins*

  47. Fayet sagt am 27. Juni 2016

    Was für ein spannendes Thema – sowohl der Post an sich (wunderbar geschrieben, wie immer) als auch die Kommentare. Man sieht ja doch deutlich, dass das Konzept „Haare“ und „Frisur“ aus gesellschaftlicher Perspektive stark mit Bedeutungsinhalten aufgeladen ist, die auch in die Kommentare einfließen. In jeder einzelnen – sehr spannend zu lesenden – Geschichte sind deutliche Emotionen mit der Frisur verknüpft (teilweise sehr brisante, kritische und deutliche!), die ja fast immer in irgendeiner Form eine Bedeutung hat (siehe die Vielzahl an „Haare kurz geschnitten, war aber keine Trennung!“, die Diskussion „Lange Haare nach 40?“ und so weiter). Haare sind wichtig, definieren Weiblichkeit oder Abwesenheit von solcher, markieren wann es einem gut geht und wann eher nicht, können einen Tag ruinieren oder retten (Stichwort „Bad Hair Day“, an dem dann wahrscheinlich auch nicht mehr viel anderes funktioniert). Gibt’s da eigentlich schon eine soziologische Studie (a la Roland Barthes vielleicht „Die Sprache der Haare“)? Man müsste ansonsten eine schreiben.

    Mir fällt zum Thema kurze Haare folgende, ganz frisch erlebte Episode ein: Vor wenigen Tagen saß ich in einem Lufthansa Airbus auf dem Weg in die Heimat. Wie oft beim Warten auf den Start kam das bekannte „ping“ und der Kapitän meldete sich – die bekannte markant männliche Stimme, Flugzeug, Flughöhe ect., und dann – „es fliegt sie mein erster Offizier -“ und dann ein weiblicher Name. Ich dachte fast, mich verhört zu haben, aber in der Tat, im Cockpit saß eine Pilotin. Ich muss an dieser Stelle bekennen, schon seit vielen Jahren aktiv Notiz davon zu nehmen, ob mich eine Frau oder ein Mann fliegt – und es war bisher nie eine Frau (die Lufthansa selbst sagt, das nur 6% ihrer Piloten Frauen sind). Der Flug war wunderbar ruhig, wir landeten im kühlen Deutschland, rollen ans Gate, und es verabschiedet uns an der Tür nicht nur die Flugbegleiterin, sondern auch die sehr coole Pilotin – die nicht nur eine schicke Pilotenmütze unterm Arm hatte, sondern auch einen sehr eleganten hellbonden Pixie-Haarschnitt. Auf den ersten Blick dachte ich, die Dame sähe genauso aus wie jemand, der ein Flugzeug steuern kann – und seitdem frage ich mich, ob’s auch am Haarschnitt gelegen hat (oder am ruhigen Flug und der schönen Landung?) und was genau das für meine Eigenposition zum Thema Haare und deren Bedeutung aussagt.

    Ich habe selbst recht kurze Haare, obwohl sie mal lang waren, aber mir zu flusig herumhingen. Zwischen Pixie und explodiertem Federkissen geht bei mir alles, ich bin da nicht so dogmatisch. Besonders weiblich sehe ich damit übrigens nicht aus, aber ich kann mir ja auch einen Rock anziehen, wenn Weiblichkeit nötig demonstriert werden müsste.

    • Waldfee sagt am 27. Juni 2016

      Das hast du schön geschrieben, irgendwie hast du Recht. Ich definiere ja nur bei mir selbst die langen Haare mit Weiblichkeit. Mit kurzen Haaren sehe ich in meinen Augen herb und streng aus. Als Kind im Ferienlager suchte ich die Mädchenbaracke. Als ich dort freudestrahlend ankam, sagten die anderen Mädchen ganz im Ernst, das die Jungenbaracke hinten um die Ecke sei. Ich hatte auch noch kurze Hosen an und sah wirklich wie ein Junge aus. Das hat mich damals sehr getroffen. Obwohl wir dort trotzdem gute Freundinnen wurden.

  48. Jenny sagt am 2. Juli 2016

    Die Länge finde ich egal. Stimmen muss es. Erst mal für sich selbst, dann nochmals für sich selbst, und dann irgendwann für andere, die einem wichtig sind. Wobei, nee, auch zum dritten für sich selbst.
    Natürlich hilft es, und ermutigt, wenn andere es toll finden. Wie aber auch die bisherigen Kommentare zeigen, offenbart jeder Kommentar mehr über den/die Kommentierende als über die Kommentierte.

    PS: Du siehst super aus auf dem Foto!

  49. Ich hab meine langen Haare mit 15 abschneiden lassen. Wirklich sehr kurz. Mein Bruder hatte damals eine Chemo und ich hab das für ihn gemacht.Am Anfang war ich tottraurig xD aber mein Bruder war so stolz auf mich das war Belohnung genug. hab dann immer mehr gemerkt wie praktisch es ist. Lange Haare haben mich direkt genervt wenn sie wieder etwas länger waren.

    In der Schule haben welche gesagt Junge, war mir aber so egal. Meine Schwester hat auch immer liebevoll gesagt mein kleiner Junge. Jetzt 3 Jahre später sind sie wieder länger. Aber ich denk oft daran dass ich sie gerne wieder kurz haben würde….gerade bei 35 grad xD mal sehen.

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