Reise

Tokyo Tagebuch 15: Die Tokyo Banana

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Na, wer von euch hätte gedacht, dass ausgerechnet eine Banane das typische Mitbringsel aus Tokyo ist? Ich wäre niemals darauf gekommen!

Aufmerksam wurde ich auf die Tokyo Banana in der Tokyo Station, dem Hauptbahnhof von Tokyo: Hier sind die hellgelben Verpackungen omnipräsent, auf vielen Werbetafeln ist die Tokyo Banana zu sehen und es gibt zahlreiche Verkaufsstellen im weitläufigen Bahnhofsgebäude. Ein echtes Kultstück für viele Japaner, das man aus Toyko mitbringen muss! Vor zwei Jahren kaufte ich mir aus Neugierde eine Geschenkpackung mit acht der berühmten Tokyo Bananen.

Wie skeptisch ich damals war, ob mich nun ein unangenehm künstlicher Bananengeschmack erwarten würde – doch weit gefehlt! Der ultraweiche Softcake ist mit einem Pudding gefüllt, der ganz natürlich und köstlich nach Vanille und Banane schmeckt. Das Bananengebäck zergeht regelrecht auf der Zunge, schmeichelt dem Gaumen und hat mich seitdem voll und ganz in seinen Bann gezogen.

Erfunden wurde die Tokyo Banana 1991 von der Firma Grapestone Ltd., die in einem Vorort von Tokyo verschiedene Konditoreiwaren fabriziert. Mittlerweile gibt es auch Varianten der Banane mit Caramel, Schokolade oder ganz neu mit Ahornsirup, doch ich bleibe nach einigen Versuchen lieber der originalen Tokyo Banana treu. Außerhalb Tokyos ist die echte Tokyo Banana übrigens nicht erhältlich  wenn das mal nicht exklusiv ist! Es gibt natürlich auch einige Nachahmer, aber sie erreichen längst nicht das Niveau des Originals. Deswegen ist das Internet voll mit Rezepten, wie man sich diese Tokyoter Spezialität selbst backen kann.

Wunderbar finde ich auch das Sprüchlein auf der Verpackung, das die Tokyo Banana zur Botschafterin Tokyos macht: „People gather to TOKYO from here and there with memories of their home. And then, TOKYO gets everyone’s home town.“ Leider kann ich mir nicht sehr viele Tokyo Bananas mit nach Deutschland bringen, denn die Haltbarkeit ist auf etwa eine Woche begrenzt. Das kann nur heißen, dass ich immer wieder nach Tokyo zurückkommen muss… 😉

Here you can find an English version of this article.

Habt ihr nun Appetit auf eine Tokyo Banana bekommen? Schade, dass ich euch keine durch den Bildschirm reichen kann 🙂 !

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16 Kommentare

  1. Ja, die Tokyo-Banane! Ein echtes Kultgebäck. In Japan gibt es das ja in jeder Stadt – eine tolle Spezialität, die man nur dort bekommt und die man, wenn man dahinreist, unbedingt als omiyage wieder mit zurückbringen muss. Ich arbeite immer noch an meinen variablen Tokyioter Quellen, mir doch einmal eine zu schicken.. 😉

    • beautyjagd sagt am 23. Oktober 2015

      Ich muss mir noch eine Quelle auftun, die so nett ist, mir die Tokyo Bananas zu schicken! Und dann müssten sie mit Express verschickt werden 😉

  2. Waldfee sagt am 22. Oktober 2015

    Ich würde die mit Caramell gefüllte Banane nehmen, denn ich liiieeebe Caramel?

    • beautyjagd sagt am 23. Oktober 2015

      Die mit Caramel hat auch so hübsche Giraffen-Flecken außen drauf!

  3. Auf Bananen als typisches Mitbringsel wäre ich auch niemals gekommen! Abgebildete Bananen assoziiere ich immer mit Velvet Underground/Andy Warhol und die verpackten Bananen auf dem Bild sehen aus wie die Bisquiti-Kräcker meiner früheren geliebten Hamster! Ich beneide dich sehr um die kulinarischen Köstlichkeiten in Japan! Ich liebe Bananenschnitten, gebackene Bananen mit Honig und Schokobananen. Oft denke ich mit Wehmut an den köstlichen Bananenlikör, wie er noch vor 30 Jahren in Teneriffa geschmeckt hat, so natürlich und keineswegs chemisch, mit der Zeit wurde er leider immer unnatürlicher, schade. Das Bananenshampoo vom Bodyshop habe ich früher auch gerne verwendet. Überreife Bananen esse ich allerdings nicht, davon wird mir schlecht, schon der Geruch erzeugt bei mir Übelkeit. Ich freue mich schon sehr auf deine weiteren lukullischen Streifzüge!
    Liebe Grüße, Midori

    • beautyjagd sagt am 23. Oktober 2015

      Ich mag Banane ja auch so gern, sowohl zum Essen als auch in der Kosmetik. Deswegen passt die Tokyo Banana allzu gut in meinen Kram 🙂

  4. Bananen als Tokyo-Mitbringsel? Abgefahren! 😀 Zu gern würde ich so eine Softcake-Banane mal probieren, das klingt ja deiner Beschreibung nach sehr lecker. (Bananen sind ohnehin mein Lieblingsobst.) Und vermutlich würde ich es nicht übers Herz bringen, diese hübsche Box jemals zu entsorgen. Ich habe ja (leider?) eine Schwäche für schöne Verpackungen, meine belgische Fuchs-Pralinen-Box von Pierre Marcolini dient mir zum Beispiel jetzt als dreiteilige Schmuckdose. Die Bananenbox lässt sich sicher auch wunderbar zweckentfremden. 🙂

    Liebe Grüße
    Ida

    • beautyjagd sagt am 23. Oktober 2015

      Mal gucken, was noch in den Koffer passt, ich fürchte, dass die Box die Reise nicht ganz unangestoßen überleben wird *räusper*

  5. Teeliebhaber sagt am 22. Oktober 2015

    Die sehen echt lecker aus, von denen habe ich auch schon mal gehört, sie aber noch nie gesehen! Yummie! So eine hätte ich jetzt gern! 😀

  6. Tanja Kathrin sagt am 22. Oktober 2015

    Oh wow, die sehen ja lecker aus, die würde ich zuuu gerne mal probieren!
    Lass es dir schmecken!

    Sag mal, woher weißt du eigentlich auf deinen „Streifzügen“, bei welchen Produkten es sich um Naturkosmetik handelt?
    Gibt es in Japan auch irgendwelche Siegel o.ä.?

    Liebe Grüße!

    • beautyjagd sagt am 23. Oktober 2015

      Es ist durchaus umständlich! Ich mache es so: Ich gehe in die Läden und schreibe mir die Produkte auf, die interessant aussehen. Zuhause gucke ich dann mit Google Translator im Internet die INCI nach, und wenn sie ok sind, gehe ich wieder in den Laden 🙂 Siegel gibt es hier zwar auch, aber sehr selten (am häufigsten ist noch Ecocoert vertreten).

      • Tanja Kathrin sagt am 23. Oktober 2015

        Wow, wie aufwändig.
        Respekt, das nenn ich mal konsequent!
        ich weiß nicht, ob ich mich da immer zusammenreißen könnte (ist ja sicher auch vieles total cool verpackt!) 😉

        Freu mich sehr darauf, wenn du uns deine Ausbeute zeigst!

  7. Ich liebe die Tokyo Banana auch; allerdings finde ich die Giraffenversion noch schöner. ^^ Tiger hatten wir auch schon hier. Meine Quelle sind Kollegen, und eine Firmenkultur, in der von wo auch immer man vorbeikommt, etwas für die daheimgebliebenen mitgebracht wird. Richtig günstig sind sie aber leider wirklich nicht; ich konnte mich auch nur zu der 8er Packung durchringen…
    Die Firma stellt im Übrigen noch viele andere Leckereien her.
    Was ich noch empfehlen kann – falls man es mal wo sieht – ist kamome no tamago (Möweneier). 😉
    LG

    • beautyjagd sagt am 23. Oktober 2015

      Optisch schöner ist die Giraffenversion auf jeden Fall 🙂 Und die Tiger-Variante, ist das die vom Skytree? Ich habe sie auch schon mal irgendwo gesehen. Die Möweneier merke ich mir gleich mal!

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