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Sieben Beauty-Fragen

beauty fragen tokyo

In der deutschen Vogue gab es über Jahre (und gibt es vielleicht noch?) eine Serie, in der ein Mensch Fragen stellt, ohne Antworten darauf zu geben. Sehr charmant fand ich dabei immer den erklärenden Zusatz der Redaktion, dass auch die unbeantworteten Fragen viel über den fragenden Menschen verraten können. Statt der dienstäglichen Gesichtspflege-Serie (die ich in eine kurze Reisepause geschickt habe, bevor sie dann im November in den Endspurt geht) probiere ich das mit den Fragen hier auf dem Blog nun auch mal aus.

Als ich am Samstag durch das neblige Toyko wanderte und dabei meinen Gedanken nachhing, kamen mir folgende sieben Beauty-Fragen in den Kopf – die ich mir stellte und nun auch euch stellen möchte. Ein kleines Gedankenspiel, bei dem es kein richtig oder falsch gibt (falls es das jemals gibt). Falls ihr Lust habt, schreibt gern eure persönlichen Antworten in die Kommentare oder nehmt die Fragen einfach so mit und sinniert bei einem Glas Wein bzw. einer Tasse Tee darüber. Viel Spaß!

  1. Was bedeutet Beauty für Dich: Eher ein Stück Kontrolle über den eigenen Körper oder einen angenehmen Freiraum?
  2. Sind vielschrittige Hautpflege-Rituale in Deinen Augen eine hohe kulturelle Errungenschaft oder eher ein Zwang?
  3. Folgst Du einer Kosmetik-Ideologie?
  4. Erzählen Deine Kosmetikprodukte etwas über Deine Persönlichkeit oder Deine Wünsche? Falls ja, was?
  5. Wird das Thema Beauty Deiner Meinung nach im Allgemeinen überschätzt oder unterschätzt? Wie wichtig ist es für Dich persönlich?
  6. Haben Beauty-Produkte für Dich einen überwiegend funktionellen/nützlichen Charakter? Lässt sich diese Haltung auf Deine generellen Lebensansichten übertragen oder eben gerade nicht?
  7. Du bekommst als Gast in einem anderen Land wertvolle Kosmetik geschenkt und sie entspricht nicht Deinen Ideen von Kosmetik. Wie reagierst Du?

Zum Schluss die für mich noch immer ungeklärte Zusatzfrage: Weshalb fesselt mich das Thema Beauty seit über zwei Jahrzehnten? Ich verspreche, ich bekomme das noch raus! Oder auch nicht… 😉

Habt einen schönen Dienstag! Das Foto oben zeigt das gleiche Motiv wie im Beitrag am Donnerstag – eine Nebelwolke kam am Freitag und Samstag über den Pazifik nach Tokyo gezogen. Die Zikaden haben abends trotzdem fleißig gezirpt. Und mittlerweile scheint hier auch die Sonne wieder.

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43 Kommentare

  1. Liebe Julia,
    man muss etwas aufschreiben, dass es existiert – das denke ich oft und Du hast mir mit Deinen Fragen einen grossen Gefallen getan. Es geht nämlich im Leben (in meinem jedenfalls) immer um das „zu Ende denken“. Gute und schlechte Dinge (vor allem die) zu Ende denken. Dann wird der Schrecken kleiner und die Einsicht grösser :). Beauty liegt, fuer mich, an einer sehr spannenden Schnittstelle zwischen Kontrolle und Loslassen und ist damit lediglich und nicht weniger als eine Spielart des täglichen Tuns, was sich ebenso in vielen anderen Dingen widerspiegelt. Von Essen und Klamotten (wie mutig bin ich, wie sehr bin ich bei mir) bis zur Frage, wie wichtig ist mir ein Streit eigentlich und warum. Ick wees, das geht jetzt sicher vielen zu weit, aber ich bin überzeugt davon, dass sich das Große immer im Kleinen findet.
    Für mich heisst Beauty auch: für mich sorgen. Nach einer Krebserkrankung noch viel mehr. Beauty muss auch Spass machen und, wiederum nur fuer mich, auch noch gut aussehen. Zack! Was sagt das ueber mich aus? Viel 🙂 In diesem Sinne: viel Spass beim Suchen und Finden euch allen, Ihr Jägerinnnen!
    …auch wenns weh tut ?
    Coco (die viel zu viel geschrieben hat)

    • beautyjagd sagt am 20. Oktober 2015

      Zu viel schreiben gibt es hier auf dem Blog ja nicht 🙂
      Ich freue mich, dass Dir diese eher experimentelle Post gefällt! Und bin auch der Meinung, dass das Große immer auch im Kleinen steckt.

    • Nein,liebe Coco, da war kein Buchstabe zu viel. Vor allem das ‚ zu Ende denken’hat mich angesprochen. Ich habe das vor Jahrzehnten von meinem Mann gelernt und bin ihm heute noch jeden Tag dankbar dafür. Obwohl richtig zu Ende ist man ja nie, weil man immer noch weiterfragen kann. Aber mindestens hat man deutlich mehr als nur eine Facette des Themas erkannt.

    • Liebe Coco, schöner hätten sämtliche zu schreibende Antworten nicht eingeleitet werden können als mit deinem allerersten Satz: „Man muss etwas aufschreiben, damit es existiert.“ Ein wunderbarer, wahrer Satz, den ich schließlich auch zum Anlass genommen habe zu schreiben!
      Sorry, ladies, aber ich wette, Ihr, die Ihr nix geschrieben habt außer, dass das ein wahnsinnig inspirierender Post sei, seid gar nicht so inspiriert, wie Ihr tut! ?
      Ich fand den post toll und mal eine richtige Chance, sich kennenzulernen und miteinander zu kommunizieren.
      Nichts für ungut.
      LG!
      @Coco nochmal: es war kein Wort zuviel! Mich hat deine Antwort sehr berührt!

      • Stichelst du grad ein bisschen, hazel? Ich hätte gerne die Zeit gehabt alle Fragen in Ruhe zu beantworten, schließlich sehe ich es auch als Möglichkeit sich und die Mitleserinnen besser kennen zu lernen. Trotzdem kann ich einen solchen Beitrag inspirierend finden und meine Antworten zu einem späteren Zeitpunkt hinzufügen.

      • @Nicole: Absolutely! ?
        Und davon, dass Du später was schreiben willst, hast du nichts erwähnt. Eben nur, dass Du das Schreiben wieder abgebrochen hast.
        Ist dein gutes Recht. Dagegen habe ich gar nichts.
        Mich hat aber dieses Inspirier-Bla gestört. Denn ich wette, wer nichts geschrieben hat, hatte die Fragen nach 1 Minute vergessen.
        Es kann aber durchaus sein, dass ich Dich da unterschätze.
        Dann Sorry! Aber dazu gestichelt haben, wollte ich auf alle Fälle! ?

      • Für mich persönlich ist es gar nicht so einfach, die Fragen spontan zu beantworten, deshalb habe ich gestern an dieser Stelle auch nur kurz kommentiert – und die Fragen dann in der Tat mit ins stille Offline-Kämmerlein genommen, um darüber zu sinnieren. Viel lieber würde ich mit euch im Real Life über die Fragen plaudern, schriftlich ist mir das momentan einfach zu anstrengend. Stattdessen habe ich mich einfach mehrfach reingeklickt, um neugierig zu lesen, was ihr so dazu geschrieben habt und meine Gedanken nach und nach weiter zu formen. Von daher muss ich dir widersprechen, Hazel: nix da von wegen Fragen nach einer Minute wieder vergessen. 😉

        Liebe Grüße
        Ida

  2. Eine tolle Idee mit den Fragen! Das erinnert mich ein bisschen an die Fragebögen von Max Frisch, die mich als Jugendliche sehr beschäftigt haben. Danke für die Inspiration!

    Liebe Grüße
    Ida

    • beautyjagd sagt am 20. Oktober 2015

      Oh ja, stimmt, die Fragen von Max Frisch! Na, bei mir war die Inspiration die Vogue, hihi.

  3. Noemi B. sagt am 20. Oktober 2015

    Hui, da hast du uns aber happige Hausaufgaben gegeben 😉 Würde ich sonst liebend gern beantworten, aber das braucht etwas mehr Zeit, die mir grad fehlt… Endspurt und Morgen Nachmittag auf den Flieger nach Düsseldorf, für ein verlängertes weekend 🙂

    Zu Punkt 7 aber noch: natürlich will man die schenkende Person nicht beleidigen und das Geschenk abweisen. Freuen würde es mich trotzdem, weil sich Gedanken gemacht wurden und es zweifellos gut gemeint wäre. Also strahlen, sich artig bedanken und trotzdem wertschätzen.
    Später würde ich es verschenken, obwohl man das ja nicht tun soll, aber immer noch besser als vergammeln lassen.

    Euch eine schöne Restwoche!

    • Waldfee sagt am 20. Oktober 2015

      Oder als Handcreme, Fusscreme oder fürs Decollete benutzen. Das geht immer☺️

      • Noemi B. sagt am 20. Oktober 2015

        Da muss ich leider wiedersprechen, liebe Waldfee – KK schmier ich mir heut nicht mal mehr an die Wände, zu Hause 😛
        Und ich gehe nicht davon aus, dass ich in der Fremde NK geschenkt bekäme, wo mich keiner kennt.

      • Waldfee sagt am 20. Oktober 2015

        Achso, ich dachte tatsächlich an NK, KK würde ich auch verschenken?

    • beautyjagd sagt am 20. Oktober 2015

      @Noemi: Hausaufgaben, da musste ich ein bisschen grinsen 🙂 Ist ja eher so zum Mitnehmen gedacht, vielleicht trägt man manche Fragen ein wenig als Anregungen mit sich herum… Oder mag sich mitteilen, wie man mag! Und ich wünsche Dir ein wunderbares Wochenende in Düsseldorf, wo man ja auch hervorragend japanisch essen kann.

      • Noemi B. sagt am 20. Oktober 2015

        Stimmt, wär eine Idee, statt immer nur Sauerbraten und Knödel!
        Wobei ich das ja liebe…

  4. Waldfee sagt am 20. Oktober 2015

    Liebe Julie, da muss ich erst mal in mich gehen bei den Fragen?
    Ich habe hier ganz andere Sorgen: der Badezimmer-Post geht in den Endspurt? Also das muss ich konsequent ablehnen, ich brauche das wöchentlich für mein Wohlbefinden? Bis wann dürfen denn die Trödelliesen noch was nachreichen? Ich wollte doch auch noch drankommen, bin aber wieder mal nicht aus der Hüfte gekommen.

    • Ich häng mich mal gleich dran- geht’s denn eventuell, vielleicht, unter Umständen mit einer „haarigen Version“ weiter? *zwinkerzwinker* 😀 😀

      • Ich plädiere für „meine TOP 3 (oder 5) Beauty-Produkte ever“.
        Gesicht, Haare, Hände, Füße, Augen, Wimpern, Nägel… tbc.
        Alles drin! ?

      • DoroPhil sagt am 20. Oktober 2015

        Ich wäre für Körper und Haare (quasi „Nicht-Gesicht“), liegt vielleicht aber auch daran, dass ich persönlich nicht vieles für beides brauche (Seife, Seife, Öl, Deocreme, Sheabutter, Teerinse) und daher eine Präsentation meiner Produkte für jeweils nur einen Bereich recht mager wäre . Ich weiß aber natürlich, dass es viele gibt, die Körper- und/oder Haarpflege intensiv und mit vielen unterschiedlichen Produkten zelebrieren.

      • @ Hazel ich schließe mich den von dir vorgeschlagenen top 3-5 bedingungslos und begeistert an. Die Idee hatte ich auch schon mal.
        Alle anderen Einzelthemen wären für mich ziemlich uninteressant, weil ich dafür immer etwas Gesichtspflege abzweige. Und meine Haare machen sowieso, was sie wollen, also hoffnungsloser Fall auch mit den besten Anregungen.

    • beautyjagd sagt am 20. Oktober 2015

      @Waldfee: Bis Anfang November hast Du auf jeden Fall noch Zeit, ich würde mich freuen 🙂 Und natürlich überleg ich mir danach was anderes (also einen anderen Bereich), ich mag die Serie ja auch sehr gern – eure Wünsche werden höchst interessiert von mir gelesen 🙂 !

      • Waldfee sagt am 20. Oktober 2015

        Na GsD? Winkst du bitte noch mal mit dem Garagentor, wenn Einsendeschluss ist? Das wäre fein?

      • beautyjagd sagt am 20. Oktober 2015

        Mache ich auf jeden Fall, wenn die vorletzte Gesichtspflege dran kommt (also in genau zwei Wochen) 🙂

      • Achherrjee, ich oute mich jetzt auch mal als Trödelliese! Ich gelobe aber Besserung (und habe zwischenzeitlich natürlich meine Pflege schonwieder umgestellt, aber diese Routine wird wohl über den Winter hindurch in etwa dieselbe bleiben)

        Schöner Post, übrigens. Fragen sind immer gut und nachdenken tu‘ ich ohnehin gerne. Evt. überlege ich mir die Antworten dazu im Dezember im Flugzeug, habe schliesslich ca. 9 Stunden Zeit totzuschlagen. 😉

  5. Beim Lesen der Fragen sind meine Augen immer größer geworden- aus den Antworten könnte man wahrscheinlich ziemlich leicht eine Doktorarbeit machen 😉
    In aller Kürze nur so viel: Beauty und die Auseinandersetzung damit hat für mich in erster Linie mit Wertschätzung meiner selbst zu tun- ich pflege mich und tue mir was Gutes. Diese Haltung/Stimmung, wie auch immer man das nennen mag, kann ich dann auch gut an Andere weitergeben.
    Wichtig ist mir, dass sich alles in einer Balance oder Verhältnismäßigkeit befindet. Die zwanghafte Auseinandersetzung mit dem Thema ist mir ein Graus. Wenn ich ein Problem damit bekomme, ungeschminkt zum Bäcker zu gehen, dann stimmt was nicht. Dementsprechend tritt das Thema Beauty auch mal blitzschnell in den Hintergrund, wenn es „wichtigere Baustellen“ wie Gesundheit, Familie etc. gibt.
    Ansonsten ist es Seelenpflege, die durch deinen Blog nicht unwesentlich komplettiert wird.
    So. Amen 🙂
    Achso, zu Frage Nr. 7: ich finde, es ist eine selbstverständliche Frage des Respekts, dass man sich für alle Geschenke bedankt und die Geste an sich wertschätzt. Ob man Dinge, die man selbst geschenkt bekommt, weiterschenkt, ist so ne Sache. Bei Kosmetik, die schlecht würde und irgendwann zwangsläufig in der Tonne landet, geht das denk ich in Ordnung.

    • beautyjagd sagt am 20. Oktober 2015

      Ich habe heute auch schon gedacht, dass ich zu jeder Frage einen Kommentar oder eine Kolumne schreiben könnte. Die Idee zu den Fragen kam mir auch deswegen, weil hier in Japan das Thema Beauty schon sehr präsent ist – und ich mich mal wieder gefragt habe, was es mir bedeutet (ich habe es ja sogar auch zu meinem Beruf gemacht!)

  6. 1.Was bedeutet Beauty für Dich: Eher ein Stück Kontrolle über den eigenen Körper oder einen angenehmen Freiraum?
    —-

    2. Sind vielschrittige Hautpflege-Rituale in Deinen Augen eine hohe kulturelle Errungenschaft oder eher ein Zwang?
    Hm, verstehe ich grad nicht, denn die beiden Möglichkeiten schließen sich ja nicht aus.
    Kultur würde ich bejahen, Errungenschaft nicht so, denn Beauty hat ja schließlich nicht für jeden einen großen Stellenwert. Auch für mich persönlich ist Errungenschaft zu hoch gegriffen. Obwohl ich von Deiner japanischen Flug-mate und ihrem Pflege-Ritual ziemlich beeindruckt war… ?
    Zwang keinesfalls. Erlaubt ist, was gefällt, solange es keinem wehtut. Alles kann, nichts muss.

    3. Folgst Du einer Kosmetik-Ideologie?
    Mein Ich folgt immer bestimmten Werten, also auch bei der Kosmetik.

    4. Erzählen Deine Kosmetikprodukte etwas über Deine Persönlichkeit oder Deine Wünsche? Falls ja, was?
    Natürlich tun sie das. Meine Schränke sagen, dass ich alles gebrauchen kann, nicht gut abwarten kann und sehr neugierig bin. ?

    5. Wird das Thema Beauty Deiner Meinung nach im Allgemeinen überschätzt oder unterschätzt? Wie wichtig ist es für Dich persönlich?
    Sowohl als auch. Überschätzt (auch von mir!) in dem Sinne, dass ein Öl ein Öl ist und ein anderes Öl (aus der Kategorie „trockene Haut, z.B.) ebenfalls. Zwei Öle können sich unterscheiden und unterschiedlich wirken, klar. Dass ich allerdings das 10. Öl sicher nicht brauche, weil es auch nur ein Öl dieser Kategorie ist, muss ich noch lernen.
    Unterschätzt wird es meiner Erfahrung nach von Leuten, die noch keine positiven Erfahrungen damit verknüpfen können. Jedes Mal, wenn ich bei einer sehr guten Freundin aus dem Badezimmer komme, denke ich mir, dass dieses Badezimmer für mich Folter, Gefängnis und pures Unglück wäre. Ich könnte so nicht leben.
    Insgesamt kann man sich dem Thema Beauty von so vielen Seiten nähern. Wissenschaftlich, spirituell, rein emotional. Ich könnte es gar nicht unterschätzen. Es hat einen Riesen Stellenwert bei mir. Oft ist es Glück pur. Und damit meine ich nicht unbedingt ein neues Produkt, sondern ein Ritual an sich.
    Beauty begleitet mich seit mehr als 4 Jahrzehnten und ist sicher meine längste Liebe. ?

    6. Haben Beauty-Produkte für Dich einen überwiegend funktionellen/nützlichen Charakter? Lässt sich diese Haltung auf Deine generellen Lebensansichten übertragen oder eben gerade nicht?
    —-

    7. Du bekommst als Gast in einem anderen Land wertvolle Kosmetik geschenkt und sie entspricht nicht Deinen Ideen von Kosmetik. Wie reagierst Du?
    Ich nehme mal an, es ist KK?
    Verschenken könnte ich es nicht, weil ich nicht dahinterstehe. Wenn ich aber wüsste, dass es einen echten Fan davon in meinem Freundes- oder Bekanntenkreis gibt, würde er/sie es natürlich bekommen.
    Ansonsten EBAY. Hätte damit null Probleme ?.

  7. Zu 1) Weder noch.
    Sondern purer Genuß und das schöne Gefühl, etwas Gutes für mich zu tun.

    Zu 2) hohe kulturelle Errungenschaft auf keinen Fall. Das sind für mich Musik, Dichtung, bildende Kunst u.ä. Beauty würde ich nicht so hoch hängen. Ein Zwang wäre es dann, wenn ich nicht ungeschminkt vor die Tür gehen könnte.

    Zu 3) wenn Naturkosmetik eine Ideologie ist, dann ja.

    Zu 4) alles womit ich mich umgebe, ist Ausdruck meiner Persönlichkeit, also auch NK.
    Wunsch nach Harmonie in meinem Umfeld und das fängt bei mir an der Haut an. Wenn ich nicht in Harmonie mit mir selbst bin, kann ich von meinem Gegenüber keine positive Resonanz erwarten.

    Zu 5) ja, wird überschätzt, weil Beauty fast immer nur das äußere meint.
    Bedeutet mirsehr viel, wenn es um Pflege geht. Deko ist bei mir das minimalste Minimalprogramm.

    Zu 6) überwiegend Genuß bis Luxus. Meine genereller lebensausdruck ist deutlich puristischer und einfacher.

    Zu 7) das hängt davon ab, wer der Schenkende ist.

  8. Vorhin habe ich bereits eine erste Antwort eingetippt, es dann aber doch gelassen. Ich finde daraus könnte man einen eigenständigen Beitrag erstellen 😉 Danke für diese inspirierenden Fragen, sowas mag ich sehr gerne und oftmals entdeckt man darüber wieder neue, verborgene Aspekte im Umgang mit sich selbst.
    Liebe Grüße
    Nicole

  9. Ich habe lange über diese Fragen nachgedacht, liegt aber wahrscheinlich daran, dass mich der farbenfrohe und zugleich melancholische Herbst mehr als sonst zum Nachdenken über alles
    Mögliche anregt.

    1. Der für mich leicht oberflächlich klingende Begriff ‚Beauty‘ beinhaltet für mich Pflege und Dekorierung. Pflege bedeutet für mich weder Körperkontrolle noch Freiraum, sondern stinknormale Pflege von innen (Ernährung, Wassertrinken) und aussen (Erhaltung des Lipidmantels der Haut).
    Deko ist – bei mir in Form von Lippenstift und Mascara – eine gelegentlich angewandte, nette Betonungsmöglichkeit unterschiedlicher Gesichtspartien, die ich auch unterlassen kann. Nichts davon ist wirklich wichtig.

    2. Vielschrittige Hautpflegerituale sind für mich keine hohe kulturelle Errungenschaft, sondern Ausfluss eines auf die Spitze getriebenen Luxuslebens und unter vielen anderen Anzeichen solches eines beginnenden Kulturverfalls, s. z. B. Spätantike und jetzt Europa.

    3. Ich folge meinen eigenen Ideen, also gewissermassen einer Theo-Ideologie: Staunen und Schnuppern in den Läden, kaufen nur bei Bedarf (altes Produkt ist verbraucht) und zu Hause möglichst wenig Gemölter, weil es nur Arbeit macht, Räume verstopft, zur Anschaffung von Abstellmöglichkeiten zwingt und mich dessen sich entwickelnden Eigenlebens (eine Creme zieht die Anschaffung der nächsten oder anderen nach sich) unterwerfen will.

    4. Weniger meine Kosmetikprodukte erzählen etwas über mich, sondern eher die Ansichten fremder Betrachter über diese, sprich: Nicht die Produkte, sondern deren bewertende Betrachter ’norden‘ mich ein.

    5. Das Beautythema wird sowohl über- als auch unterschätzt, je nachdem, welche sozialen Gruppen man dazu befragt. Pekuniär unbelastete und/ oder bildungsferne Verbraucher klatschen sich Nivea ins Gesicht, ohne weiter darüber nachzudenken, pekuniär überbelastete und ethisch-geistig, nicht aber jobmässig unterbeschäftigte Leute nutzen sogenannte High-End-Produkte auf Empfehlung ihrer Hochglanz-Beautyzeitschrift und ordnen dem fast ihr gesamtes Leben unter.
    Für mich ist Beauty kein extrahiertes Thema, sondern gehört zur Gesundheit: Pflege von innen und aussen in Form von geeigneten, aber wenigen Produkten, s. o.

    6. Kosmetikprodukte haben sich mir unterzuordnen, und nicht ich mich ihnen. Ich jage ihnen also nicht nach, suche nicht den neuesten Kick oder die x-te Variante eines Produktea. Sie sind für mich insofern nur oder gerade deswegen funktionelle Helfer zur Erhaltung eines gesunden Hautzustandes.

    7. Ich verhalte mich den Benimmregeln des betreffenden Landes entsprechend und nehme das Geschenk dankend sowie unkommentiert an. Daheim werde ich es weiterverschenken – auch und besonders, bei KK, damit die Versuchstiere nicht völlig umsonst gequält und getötet worden sind, wenn ich das Geschenk in die Tonne treten würde. Hier werde ich bei Weitergabe entsprechend kommentieren.

    Zu Julies Zusatzfrage: Wahrscheinlich fesselt Dich das Thema u. a. deswegen, weil es in sehr viele Bereiche wie z. B. Kunst über Philosophie, Ethik/ Recht (Tierversuche) bis Wirtschaft hineinspielt, Du mit diesen Bereichen vertraut bist und außerdem Spass am Rummatschen in Tiegel und Gesicht hast. 🙂

    LG,
    Theo

    • Noemi B. sagt am 21. Oktober 2015

      Puh, das war aber gehöriger ein Wink mit dem Garagentor, dass viele hier offenbar das Thema „Beauty“ überbewerten, zu viel konsumieren, immer den neusten Trends nachjagen und überhaupt – es gäbe ja viel Wichtigeres im Leben.
      Und ich kann das nicht mal dementieren.

      • Liebe Noemi,

        nimm das bloss nicht so ernst, ich habe die für m i c h d e r z e i t gültigen Antworten auf Julies Fragen gegeben. Das bedeutet aber nicht, dass diese Antworten auch für andere gültig sind oder sein müssen.

        Ich glaube auch nicht, dass die Frauen hier dekadent sind, eher neugierig. Ich habe hier nämlich noch kein La Prairie-Luxusweibchen kennengelernt 🙂

        Und wer weiß, vielleicht ticke ich ja irgendwann einmal auch anders und kaufe wie verrückt ein? Ich weiß es nicht, hängt von meiner weiteren Entwicklung ab.

        LG,
        Thro

  10. 1.Ich mag das Wort Beauty nicht – ich spreche viel lieber von Schönheit. Und die sieht bei allen anders aus.
    2.Ein Ausfluss den sich nur ganz wenige Menschen auf diesem Planeten leisten können.
    3.Nicht wirklich – ich achte darauf, dass keine Tiere leiden mussten und hoffe, dass meine Haut die Produkte vertragen.
    4.Ja, dass ich viele Allergien habe und gerne weniger müde aussehen würde.
    5.Völlig überschätzt. Und die innere Schönheit unterschätzt.
    6.Für meine Haut sind Salben wichtig. Sie tickt sonst aus. Kranke Hautbarriere.
    7.Ich bedanke mich und verschenke es dann vermutlich weiter an meine Mutter.

    Herzlich
    Emma

  11. Waldfee sagt am 21. Oktober 2015

    Also, ich versuche mich hier auch mal:
    1. Beauty ist für mich der Luxus, mit schönen und duftenden Dingen zu umgeben und vor allem, es mir auch finanziell leisten zu können
    2. Vielschrittige Hautpflege mag ich zwar, weil ich wohl fälschlicherweise glaube, es zu brauchen. Ich wäre da gerne eher wie Theo. Die sieht gut aus, obwohl sie nicht kiloweise diverse Kosmetikartikel ins Gesicht schmiert- beneidenswert.
    3. Ich lasse mich schon gerne beeinflussen☺️
    4. Sie erzählen viel über mich: Ich bin nie ganz zufrieden mit mir, obwohl ich eine entspannte und ruhige Haut habe. Danke, Haut?
    5. Ich glaube tatsächlich, das Beauty/Kosmetik überschätzt werden. Meine Schwiegermama und Schwiegertante sind 95 und 97, haben den Krieg mitgemacht, immer nur Nivea ins Gesicht geschmiert und haben eine beneidenswerte Haut mit wenig Falten. Wer nicht gerade Problemhaut hat, ist wahrscheinlich tatsächlich mit Wasser und einer Pflegecreme ausreichend bedient. Aber ich liebe nun mal dieses Rumgepatsche mit Creme und Co.
    6. Einfn nützlichen Charakter haben Beautyprodukte für mich nicht, eher treibt mich das schöne Gefühl bei der Benutzung der Produkte.
    7. Falls ich KK geschenkt bekomme, bedanke ich mich und nehme es an. Dann frage ich andere Menschen, ob sie es haben möchten und sage aber immer dazu: Du weißt ja, das ich nur NK benutze. Mein schwuler Kollege Holger freut sich dann immer sehr, wenn er was von mir kriegt.

  12. 1. Weder noch. Es hat eher was mit Verwöhnen zu tun, Zeit für mich selbst nehmen, für mich sorgen. Es wäre, glaube ich, illusorisch zu glauben, Kontrolle über den Körper durch Beauty zu erlangen. Wenn, ist es nur bedingt möglich, vielleicht kann dekorative Kosmetik ein wenig das Gefühl vermitteln 🙂

    2. Kulturelle Errungenschaft mit Sicherheit nicht. Zwang? Es wäre traurig, wenn es so wäre. Für mich ist es eher ein Stück Genuss, den ich mir öfter mal gönne.

    3. Außer dass ich möglichst konsequent NK verwende, nein.

    4. Ich denke, dass die Düfte, die ich verwende, durchaus Ausdruck meiner Persönlichkeit sind. Über die anderen Produkte habe ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht, aber ich probiere gerne Neues aus, mag gerne hochwertige Kosmetik mit guten Inhaltsstoffen, wie viele, die hier schreiben…

    5. Teile Theos Meinung bei dieser Frage. Für mich persönlich schaffen Beautyrituale kleine Ruheoasen in meinem sonst hektischen Berufs- und Eltern-Alltag, sind also wichtig, auf jeden Fall.

    6. Wahrscheinlich nicht nur, dafür sind sie zu wenig „basic“.

    7. Ich nehme das Geschenk natürlich an ohne es weiter zu kommentieren, dann wird es weiter verschenkt, oder, falls die INCIs absolut inakzeptabel sind und der Wert nicht so hoch, auch gerne mal entsorgt.

  13. Aha… Was soll das jetzt? Wozu? Habe ich eh keine Zeit zu. Und Lust auch nicht. Eigentlich ganz schön indiskrete Fragen, was geht das andere an? Will das überhaupt jemand wissen? Und wozu? Vielleicht später mal…
    Das ging mir erstmal im Kopf rum. Und dann habe ich doch angefangen, mal über die Fragen nachzudenken, denn mindestens dich scheinen die Antworten ehrlich zu interessieren. Und wenn ich vermeiden wollte, dass sich jemand eine Meinung über mich bildet, würde ich hier gar nicht kommentieren. Außerdem halte ich es bekanntlich mit einem sehr lieben Kollegen: Lass die Leute reden, die reden über jeden…

    Hier nun meine Antworten:

    zu 1.
    Ein ganz klares „sowohl als auch“.
    Grundsätzlich genieße ich es sehr, ganz nach Lust und Laune mal mehr und mal weniger Pflegeaufwand zu betreiben, stundenlang mit Rhassoul und Gesichtsmaske im Bad Zeit mit mir selbst zu verbringen oder nur schnell unter der Dusche durchzurennen, eben 1 fix 3 nur Wimpern mit Mascara und Augenbrauenstift sichtbar zu machen oder mich mit dem vollen Programm ausgiebigster Bauernmalerei hinzugeben.
    Manchmal bin ich aber einfach froh um die Möglichkeit dunkellila Augenringe, Ekzeme oder Pickel abdecken zu können. Je nachdem, wie es mir gerade geht – geht es mir prima und ich fühle gut, ist es mir egal was andere denken. Bin ich aber gerade selbst verletzlich und fühle mich schutzlos, tut es mir gut, wenn ich mich abgrenzen und dunkle Ringe, hektische Flecken oder gar Ekzeme verbergen kann.

    zu 2.
    Weder noch… Das soll doch bitte jede so machen, wie sie mag – gerne auch heute so und morgen so… Mal minimalistisch, mal schwelgend, so wie frau es gerade mag, alles darf, nicht muss – „cremen und cremen lassen“ 😉

    zu 3.
    Nö.

    zu 4.
    Nö!.Na gut, vielleicht über gerade aktuelle Vorlieben und meinetwegen auch Wünsche i. S. Kosmetik, aber meine Persönlichkeit und meine existentiellen Wünsche haben mit Kosmetik nichts zu tun.

    zu 5.
    Mal so, mal so.
    Und mal so, mal so.
    Und ob es jemand glaubt oder nicht, wenn es sein müsste, könnte ich auch darauf verzichten – nicht gerne, aber es würde mir auch nicht wirklich weh tun.

    zu 6.
    Definitv nein! Wenn es nur um Funktionalität ginge, dann hätte ich vermutlich DAS Reinigungsprodukt, DIE Tagespflege, DIE Nachtpflege usw. So wie es früher war, als ich so gut wie nichts vertragen habe. Ansonsten bin ich ja eher unkomplizierter unterwegs, meine Klamotten trage ich, bis sie mir vom Leibe fallen, ich habe weder einen Schuh- noch einen Handtaschenfimmel, mir reicht meine eine Lesebrille, (Mode-)Schmuck habe ich zwar, trage aber eher nur wenige Stücke regelmäßig, auch meine Wohnung ist eher funktional, ich hänge mein Herz nicht an Dinge – meine derzeitige Freude an Beautyprodukten und -ritualen ist wohl eher dem Umstand geschuldet, dass ich da Nachholbedarf habe. Andere toben sich in dieser Hinsicht ja eher in der Adoleszenz aus, das ging damals infolge der Neurodermitis und den Allergien einfach nicht. Ich habe erst ab Mitte 40 richtig schwelgen können.

    zu 7.
    Selbstverständlich freue ich mich darüber – ehrlich und aufrichtig, denn die Person hat mitbekommen, dass ich Kosmetik schätze. Dass sie meinen Geschmack nicht zu 100 % getroffen hat, passiert eben einfach. Und selbstverständlich lasse ich das Produkt nicht verderben, unabhängig davon ob es KK oder NK ist. Wenn jemand KK bevorzugt, respektiere ich das, selbst wenn ich selbst das nicht so toll finde. Aber so wie es mich nervt, wenn jemand versucht mich zu missionieren, so vermeide ich, selbst zu missionieren. Irgendjemand findet sich schon, der sich über das Stück nen Kullerkeks freut und bekommt es dann auch. Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler!

    Zusatzfrage:
    Erst weil ab dem Erwachen des Interesses an Beauty in der Pubertät über 30 Jahre so gut wie nichts ging. Dann weil endlich fast alles geht, da muss ich mich doch mal gründlich in dieser für mich neuen Welt umschauen. Und ob ich daran in ein paar Jahren noch so viel Spaß habe oder sich meine Interessen verlagern – wer weiß das schon, die Kristallkugeln sind gerade aus … Und so wichtig ist mir das Thema nicht, dass ich mir darüber jetzt den Kopf zerbrechen wollte.

  14. Eine sehr schöne Idee, auch um sich gegenseitig besser kennenzulernen, wie ja schon viele geschrieben haben.
    Nach langem Überlegen möchte ich nun auch ein paar Antworten geben (: .

    1) Eigentlich ist es einfach „nur“ ein Hobby…mein Spleen. Etwas, das Spaß macht, womit ich mich ausdrücken kann (ich liebe Farben) und was man nicht zu Ernst nehmen muss. Wenn ich gestresst oder ausgelaugt bin genieße ich es mich einfach an meinen Schminktisch zu setzen (mein liebster Platz ^^) und ein paar meiner Lieblingsprodukte zu benutzen oder Neues auszuprobieren. Am meisten genieße ich das Zwanglose daran, denn ich neige dazu mir viele Dinge „aufzubürden“ und den Spaß daran zu verlieren. Bei Kosmetik, zumindest dekorativer, passiert mir das eigentlich nicht. Ist also meine persönliche Auszeit (: .

    2) Wie oben beschrieben neige ich gern dazu aus allem einen Zwang zu machen und muss mich selbst immer etwas ermahnen, dass ich keine 10 Produkte nutzen MUSS, wenn ich nicht möchte. Es sollte eben keine festen Regeln geben, sondern gut tun, egal ob 1 Produkt oder 5 hintereinander. Als kulturelle Errungenschaft habe ich das Ganze zumindest noch nicht betrachtet.

    3) Wenn man Naturkosmetik als Ideologie bezeichnen möchte, dann auf jeden Fall (: . Ich lege aber viel Wert auf Ausgeglichenheit, zumindest versuche ich das, eben um den Spaß an Kosmetik nicht zu verlieren. Wichtig ist mir, dass ich mich nicht in eine Schublade stecke, sondern auf mich selbst höre: was bekommt mir, was tut meiner Haut gut und was kann ich mit mir selbst vereinbaren. Der letzte Punkt ist in den letzten beiden Jahren der wichtigste geworden.

    4) Meine dekorativen Produkte erzählen auf jeden Fall von meiner Liebe zu Farben (: . Und ich habe so einen Ordnungs-Tick, weshalb meine Produkte immer schön ordentlich verstaut sind, alle einen eigenen Platz haben und in der Regel immer sauber sind ^^ . Mir graut es, wenn mein Freund eine Creme benutzt und den Deckel einfach schließt, obwohl die Hälfte der Creme noch rausläuft und das Ganze dann im Deckel landet x) .

    5) Wie bereits in 1) erwähnt: für mich ist es ein Hobby, das ich nicht überbewerten möchte. Für mein seelisches Wohl darf es bei mir aber auch nicht unterschätzt werden, denn etwas Schönes braucht doch jeder, oder (: ? Im Allgemeinen wird es aber doch oft überschätzt finde ich. Die Welt ist meist eben doch eher oberflächlich, obwohl ich fast das Gefühl habe, dass das derzeit auch wieder etwas zurückgeht…liegt aber vielleicht auch an der schönen NK-Welt ^^ . Und Schönheit ist ja auch immer eine sehr subjektive Sache. Manchmal ertappe ich mich bei sehr oberflächlichen Gedanken, die ich im Laufe des Kennenlernens eines Menschen dann meist komplett revidiere…ich denke das muss ich noch lernen, nicht vorschnell zu urteilen. So richtig inspirierend ist ein Mensch doch erst, wenn man sich mit seinen Gedanken und seinem Verhalten identifizieren kann (oder das zukünftig gern würde).

    6) Pflegende Kosmetik hat tatsächlich eher einen funktionellen Charakter für mich, wobei ich natürlich die Rituale sehr genieße und auch gern Neues ausprobiere. Wenn sich aber kein Ergebnis zeigt ist es für mich eher „unnützlich“. Dekorative Kosmetik hat für mich einerseits funktionellen Charakter (Abdecken bestimmter Partien), aber immer verbunden mit viel Ausprobieren und weniger „Funktionellem“. Generell bin ich schon auch eher ein pragmatischer Typ glaube ich ^^ .

    7) Höflichkeit empfinde ich als eine der wichtigsten Eigenschaften überhaupt. Ich würde mir also nichts anmerken lassen, mich höflich bedanken und das Produkt entweder zweckentfremden oder verschenken, aber immer darauf bedacht, dass der Schenkende nichts davon mitbekommt x) .

    Jaja, wie immer kann ich mich nicht kurz fassen x) . Liebe Grüße.

  15. Ranunkel sagt am 22. Oktober 2015

    Da mach ich auch mit 😉
    1. Schönheitspflege, Dekorative Kosmetik und Mode sind für mich Zeit für mich allein – also gewissermaßen Freiraum – und Entspannung. Aber tatsächlich auch ein Stück Selbstkontrolle. Ich finde es faszinierend, wie ich mein Äußeres für mich positiv verändern kann. Ob das andere dann auch positiv finden, kann ich nicht sagen aber bisher sind die Reaktionen überwiegend gut.
    2. Weder noch. Wenn sie einen merkbaren Effekt haben, werden sie durchgeführt, bin da sehr pragmatisch.
    3. Gelobt sei, was schön macht. Das ist für mich eigentlich nur die Naturkosmetik.
    4. Geht eigentlich aus den vorherigen Antworten hervor: natürlich wünsche ich mir, dadurch schöner, entspannter und jünger auszusehen. Da mach ich mir und anderen nix vor.
    5. Für mich ist es ein wichtiges Thema und es wird natürlich generell total überschätzt. Aber dass Schönheit jetzt ausschließlich nur von innen kommt, halte ich für unwahr.
    6. Für mich ist Beauty auch Luxus, es ginge natürlich auch ohne. Ich bin ohne Zweifel- wie wohl die meisten hier- privilegiert, mich pflegen und hübschmachen zu dürfen. Ich kann nicht sagen, daß meine Liebe zur Kosmetik und mein Kosmetikkonsumverhalten sich auf alle Bereiche meines Lebens übertragen lässt, bin in vielen anderen Bereichen durchaus anspruchslos.
    7. EBay 😉

  16. beautyjagd sagt am 23. Oktober 2015

    @all: Danke für eure tollen und ausführlichen Kommentare, die ich heute beim Frühstück durchgelesen habe! Es ist wirklich interessant, wie unterschiedlich die Ansichten auf das Thema Beauty sind, wobei dieser Begriff für mich ja weitgefasst ist und sowohl Schönheit als auch das Thema Kosmetikprodukte für mich einschließt. Ich denke ebenfalls weiter über die Fragen nach, denn Beauty/Kosmetik und auch Schönheit ist hier in Japan ja ein omnipräsentes Thema: Im Museum mit Holzschnitten, die Darstellungen von damaligen schönen Frauen zeigen, genauso wie in den unzähligen Kosmetikgeschäften.

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