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Underwater Love oder: Alles über den OrganiCup

Here you can find an English version of this article.

Kennt jemand noch den Song Underwater Love von der britischen Band Smoke City aus den 90 Jahren? Er inspirierte mich zu den Fotos für diesen Blogpost, der in Zusammenarbeit mit dem Online-Shop Ecco Verde entstanden ist. Denn für mich persönlich zeigt ein Menstruationscup seine beste Seite beim Schwimmen, in der Sauna – und natürlich unterwegs auf Reisen.

Aber von vorne! Ich verwende solche Cups bereits seit einigen Jahren (fünf, um genau zu sein) und konnte bereits die unterschiedlichsten Modelle ausprobieren. Die Vorteile dieser Menstruationstassen liegen auf der Hand: Der Verbrauch an Tampons oder Binden sinkt rapide, dazu muss man den Cup nur zwei Mal am Tag wechseln. Viele Frauen berichten davon, dass der Cup bei ihnen auch die Krämpfe mindert, das ist bei mir leider nicht der Fall. Besonders gut macht sich der Cup auch an den schwachen Tagen am Anfang oder am Ende der Periode, da er die empfindliche Schleimhaut in der Vagina nicht austrocknet. Auf Dauer spart man mit einer Menstruationstasse natürlich auch Geld, denn das monatliche Einkaufen von Tampons oder Binden entfällt. OrganiCup gibt an, dass man den Cup bis zu 10 Jahre bei pfleglichem Umgang verwenden kann.

An mein erstes Mal mit dem Cup kann ich mich noch gut erinnern. Ich kam mir vor, als ob ich wieder 13 Jahre alt bin und zum ersten Mal versuche, einen Tampon zu verwenden. Mein erster Tipp für den OrganiCup lautet also: Ja, so ein Cup ist ungewohnt und man sollte sich ein bisschen Zeit fürs Ausprobieren nehmen. Vielleicht stellen sich andere Frauen aber auch weniger unbeholfen als ich an 😉 .

Nicht alle Menstruationskappen sind gleich, sie unterscheiden sich hinsichtlich des Materials, der Festigkeit und Größe. So gibt es Cups wie die MeLuna aus Kunststoff (sie sind etwas weniger elastisch und nach meiner Erfahrung weniger lang formstabil) oder Cups aus medizinischem Silikon, die ich bevorzuge – auch der OrganiCup besteht aus medizinischem Silikon.

Bekannte Cups aus Silikon wie die Lunette oder der DivaCup sind relativ fest, der ebenfalls aus Silikon bestehende FleurCup aus Frankreich ist dagegen eher weich. Das hat Vorteile und Nachteile: Weiche Cups spüre ich noch weniger als die festeren Cups und sie lassen sich leichter falten bzw. einführen, allerdings springen die festeren und elastischeren Cups im Inneren der Vagina besser auf. Der OrganiCup kombiniert diese beiden Festigkeitsstufen: Der obere Ring ist fester, der Cup selbst hingegen weicher.

Wie es funktioniert: Je nach Alter, Statur und Gebärtätigkeit 😉 wählt man die für sich passende Cupgröße aus (OrganiCup bietet zwei Größen). Die Cups fassen etwa 2-3 Mal so viel Menge an Flüssigkeit wie ein Tampon, daher kommt es auch, dass man den Cup weniger häufig als einen Tampon wechseln muss. Vor dem ersten Gebrauch koche ich den OrganiCup für 5 Minuten ab, das wiederhole ich dann jeden Monat. Mein Pro-Tipp: Damit der Cup im Wassertopf auch wirklich schwimmt und nicht mit der heißen Platte in Berührung kommt, befestige ich ihn in einem Schneebesen.

Um den OrganiCup einzuführen, faltet man ihn ein wenig zusammen. In der Anweisung des OrganiCups wird empfohlen, den Cup zu einem C zu falten, also einfach ein Mal in der Mitte zu knicken. Bei mir springt er dann nicht ganz so gut auf, deswegen knicke ich lieber erst eine Seite des oberen Randes ein bisschen nach Innen und falte den Cup dann zusammen (diese Falttechnik nennt sich Muschel oder Punchdown, quasi eine eingeknickte Variante der C-Faltung, siehe Foto oben). Denn es ist wirklich wichtig, dass der Cup im Inneren richtig aufspringt und ein ganz leichtes Vakuum bildet, nur dann ist er dicht und sitzt so, dass man ihn nicht spürt. Hier kann die Mischung der beiden Festigkeitsgrade im Material des OrganiCups ihre Vorteile ausspielen: Weich beim Falten und springt dann durch den fest-elastischen Ring doch gut auf! Grundsätzlich kontrolliere ich jedes Mal den Sitz, indem ich den Cup mindestens einmal um 360 Grad drehe. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, geht das ganz schnell.

Zum Herausholen des OrganiCups ziehe ich zart (!!) an dem Stiel des Cups und spanne die Muskeln leicht pressend an, so wird der Cup nach vorne geschoben. Dann löse ich mit einem Finger das Vakuum, indem ich etwas auf eine untere Seite des Cups drücke und nehme den Cup vorsichtig heraus. Ausleeren, auswaschen (oder mit einem Kleenex / Taschentuch reinigen, wenn kein Wasser da ist), und es geht wieder von vorne los 😉 . Oben habe ich ja schon erwähnt, dass ich mich beim ersten Mal mit dem Cup sehr ungeschickt angestellt habe. Ich hatte die Befürchtung, dass ich den Cup nicht wieder rausbekomme. Hier nicht in Panik geraten! Das kann eigentlich gar nicht passieren – und heute kann ich mir kaum mehr vorstellen, wie ich auf diesen Gedanken kommen konnte. Übung macht die Meisterin!

Noch zwei Tipps für den einfacheren Start mit dem OrganiCup: Welche Größe man braucht, ist sehr individuell. Kleinere Cups lassen sich leichter einführen und springen besser auf, haben aber nicht so viel Fassungsvermögen. Ich habe zwei Größen zu Hause, je nach Bedarf. Für den Anfang könnte ich mir außerdem vorstellen, den OrganiCup erst mal nur an den schwächeren Tagen zu verwenden, um sich mit dem Handling und der Sicherheit des Cups vertraut zu machen.

Schon öfter würde ich darauf angesprochen, ob ich das Hantieren mit einem Cup nicht unappetitlich finde. Tja, das sehe ich höchst pragmatisch! Natürlich gibt es schönere Dinge als das eigene Blut vor Augen zu haben, aber für mich überwiegen definitiv die Vorteile einer solchen Tasse: Weniger Wechselei gerade auf Reisen, weniger Austrocknen am Anfang und Ende der Periode, keine Wattefasern mit eventuellen Rückständen in der Vagina, mehr Sicherheit in Sachen Auslaufschutz und vor allem beim Schwimmen kein sofortiges Vorher-Nachher-Gewechsel von Tampons (das ging mir vielleicht auf die Nerven am Strand oder im Schwimmbad). Wobei wir hiermit wieder am Anfang wären: Underwater macht sich der OrganiCup so richtig gut 😉 .

Der OrganiCup kostet 26,99 Euro und kommt in einer Falt-Box mit einem Säckchen aus Baumwolle zum Aufbewahren des Cups. Der OrganiCup stammt übrigens aus Dänemark. Mein Exemplar wurde mir von Ecco Verde zur Verfügung gestellt.

Ich hoffe, ich konnte euch den OrganiCup ein bisschen näher bringen und einige Tipps dazu geben!

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