Körperpflege, Naturkosmetik, Pflegende Kosmetik

Sonnenschutz 1: UV-Strahlung, Lichtschutzfilter und einige Forschungsergebnisse

Seit Frühlingsbeginn habe ich vor, einen Post zum Thema Sonnenschutz zu schreiben. Zuerst plante ich „nur“ die Vorstellung von einigen Naturkosmetik-Produkten, die ich getestet habe. Dann aber beschäftigte ich mich intensiver mit der Materie und stieß bei der Recherche auf interessante Hinweise und Studien.

Der Artikel wurde länger und länger, weshalb ich ihn nun geteilt habe. In diesem ersten Teil werde ich einige grundsätzliche Erklärungen zu Lichtschutzfiltern geben und mich mit Sonnenschutz im Allgemeinen beschäftigen. Im folgenden Post stelle ich dann die Produkte vor, die ich getestet habe.

Beginnen möchte ich mit den drei Arten der Ultraviolett-Strahlung, die mit ihren unterschiedlichen Wellenlängen die Haut schädigen können: UVA-Strahlen dringen bis zur Lederhaut vor und sind für die Hautalterung verantwortlich. UVB-Strahlen erreichen „nur“ die Oberhaut (Epidermis) und führen bei Überdosierung zu einem Sonnenbrand. Für Hautkrebs scheinen beide UV-Strahlen mitverantwortlich zu sein. UVC-Strahlen werden weitgehend von der Atmosphäre absorbiert (soweit sich das Ozonloch nicht noch weiter vergrößert).

In Europa zugelassene Cremes müssen sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen, das heißt über einen Breitband-Filter verfügen. Der vorgeschriebene UVA-Schutz muss mindestens einem Drittel des UVB-Filters entsprechen.

In Sonnencremes werden unterschiedliche Sonnenschutzfilter eingesetzt, man kann sie in chemische und physikalische Typen aufteilen. Chemische UV-Filter absorbieren die UV-Strahlung und wandeln sie in Wärmeenergie um, während physikalische Sonnenschutzfilter die auf die Haut treffenden Strahlen reflektieren. Übrigens besitzen auch einige pflanzliche Öle einen niedrigen natürlichen Sonnenschutzfaktor.

Die Höhe eines Lichtschutzfaktors wird in Zahlen ausgedrückt. Interessant finde ich, dass ein LSF 15 ungefähr 94% der UVB-Strahlung absorbiert/reflektiert, ein LSF 30 kommt auf 97%, ein LSF 50 auf 98%. Das bedeutet, dass sich die Schutzwirkung bei höheren Faktoren nicht mehr wesentlich steigert, nur die Zeit verlängert sich (Quelle: Paula Begoun).

Die meisten konventionellen Produkte setzen chemische Sonnenschutzfilter ein, 25 Stück davon sind in der EU zugelassen. Die drei am häufigsten verwendeten Stoffe sind Ethylhexyl Methoxycinnamate, Butyl Methoxydibenzoylmethane und Isoamyl Methoxycinnamate.

Chemische Sonnenschutzfilter sind wegen mehrerer Problematiken in die Kritik gekommen:

  • Es ist bekannt, dass Sonnencremes mit chemischen Sonnenschutzfiltern regelmäßig nachgecremt werden müssen, damit der Schutz erhalten bleibt. Grund dafür ist die Zersetzung  von chemischen Filtern unter der Einwirkung des UV-Lichts. Es bringt also wenig, sich morgens um 7 Uhr einzucremen und mittags auf den vollen Sonnenschutz zu hoffen. Spätestens alle zwei Stunden sollte nachgecremt werden.
  • Eine Studie der University of California zeigte auf, dass beim Zerfallsprozess der chemischen Lichtschutzfilter auch freie Radikale entstehen können, die die Zellen ebenso wie das UV-Licht schädigen.
  • Außerdem wurde in dieser Studie festgestellt, dass einige chemische Sonnenschutzfilter in tiefere Hautschichten eindringen können. Dadurch verlieren ausgerechnet die oberen Hautschichten ihren Sonnenschutz, wenn nicht sofort nachgecremt wird.
  • Einige chemische Sonnenschutzfilter stehen im Verdacht, hormonell zu wirken.
  • Alle synthetischen Lichtschutzfilter gelten als allergen.
  • Chemische Sonnenschutzfilter wirken nicht nur auf der menschlichen Haut, sondern auch in der Umwelt. Sie lagern sich z.B. auf Korallenriffen ab und fördern so das Korallensterben. In Fischen wurden ebenfalls vermehrt größere Konzentrationen an chemischen Lichtschutzfiltern nachgewiesen.

Jetzt aber zu den physikalischen Sonnenschutzfiltern. Dabei handelt es sich um Titandioxid und Zinkoxid. Sie bedecken die Haut mit einer dünnen Schicht, so dass die UV-Strahlen weniger durchdringen können.

Nachteil dieser beiden Mineralien ist es, dass sie auf der Haut einen weißlichen Film hinterlassen können. Der Anwendungskomfort der ersten Sonnenschutzprodukte aus dem Bereich Naturkosmetik war deswegen nicht sehr hoch. Mittlerweile kommen kleinere Partikel zum Einsatz, die weniger stark weißeln.

Problematisch können dabei allerdings Nano-Partikel sein, die die Hautbarriere durchdringen. Die Folgen davon sind noch nicht abschließend erforscht, es gibt jedoch Hinweise auf Zellschädigungen. In der EU gelten übrigens nur Partikel, die kleiner als 100 Nanometer sind, als Nanopartikel (ab 2013 müssen sie deklariert werden).

Wenig vorteilhaft gerade bei trockener Haut ist es außerdem, dass das in mineralischen Sonnenschutzmitteln häufig eingesetzte Zinkoxid auf Dauer die Haut austrocknen kann.

Aufgrund der zunehmenden Kritik an chemischen Sonnenschutzfiltern setzt auch bei einigen konventionellen Firmen ein Umdenken ein. In Sonnencremes werden immer öfter mineralische Sonnenschutzfilter verwendet:

  • In Bangkok habe ich ein Sonnenschutzfluid Tint Milk SPF 30 der japanischen Marke Bioré gekauft, dessen Anwendungskomfort sagenhaft ist. Es basiert zwar auf Silikonen, als Sonnenschutzfilter wird jedoch hauptsächlich Zinkoxid eingesetzt. Erst an siebter Stelle der INCI-Deklaration folgt der einzige chemische Sonnenschutzfilter – das hatte ich anders erwartet.
  • Auch in französischen Parapharmacies habe ich in diesem Jahr viele Produkte gesehen, auf deren Verpackung darauf hingewiesen wurde, dass nur ein niedriger Anteil an chemischen Filtern zum Einsatz kommt. Avène hat mit seiner Lait Minéral 50+ schon länger ein Produkt im Portfolio, das lediglich Titandioxid (kein Zinkoxid) als Sonnenschutzfilter einsetzt (es handelt sich aber sonst nicht um Naturkosmetik).

Zum Abschluss meines Posts möchte ich noch auf einige Punkte hinweisen, auf die ich während meiner Recherchen zum Thema Wirksamkeit und Einsatz von Sonnenschutzmitteln gestoßen bin:

  • Fest steht, dass Sonnencremes einen Sonnenbrand verhindern bzw. hinauszögern können.
  • Außerdem scheinen Sonnencremes wirksam vor vorzeitiger Hautalterung zu schützen (evtl. abgesehen von den oben genannten Fällen bei bestimmten chemischen Filtern).

In anderen Punkten sind sich die Forscher weniger einig:

  • Schon länger wird der Mangel an Vitamin D diskutiert, der evtl. mit dem (übermäßigen) Einsatz von Sonnenschutzmitteln in Zusammenhang stehen könnte. Diese Studie hier kam z.B. zum Ergebnis, dass UV-Strahlen aus diesem Grund sowohl der Haut schaden – als auch gleichzeitig vor Krebs schützen.

Grundsätzlich kommen alle Forscher zum Schluss, dass Schatten, Bekleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille mit Abstand die besten Sonnenschutzmittel sind. Sonnencreme sollte man „nur“ zusätzlich benutzen, um die unbedeckten Körperteile zu schützen.

Auch auf einigen Blogs bin ich in letzter Zeit auf Posts gestoßen, die sich kritischer mit dem Thema Sonnenschutz auseinandersetzen. London Makeup Girl und No More Dirty Looks plädieren für einen angemessenen Umgang mit Sonnenschutzcremes. Auch in einem Thread bei den Beautyjunkies wird hinterfragt, wann wieviel Sonnenschutz benötigt wird.

Ich möchte damit keinesfalls ausdrücken, dass ich nun allen rate, keinen Sonnenschutz mehr aufzutragen! Der Einsatz von Sonnenschutzmitteln muss individuell geklärt werden, dabei spielen der Hauttyp, Aufenthaltsort, die Tageszeit und die Dauer der Sonnenexposition eine wichtige Rolle.

Unbedingt sollte man auch beachten, ob in der täglichen Hautpflege Fruchtsäuren oder Vitamin A enthalten sind. Diese Stoffe machen die Haut lichtempfindlicher, da sie die abgestorbenen Hautzellen ablösen. Ein Lichtschutzfaktor ist dann unbedingt erforderlich.

Meine persönliche Routine sieht so aus: Ich verwende grundsätzlich lieber Sonnencremes mit physikalischen Sonnenschutzfiltern. Meine Haut ist hell, bräunt jedoch verhältnismäßig schnell. Im Winter verzichte ich in nördlichen Gefilden auf Sonnencreme (ich fahre kein Ski). Im Sommer trage ich je nach Tätigkeit und Aufenthaltsort LSF 15-30 (allerdings nicht bei Regenwetter). Im Urlaub vermeide ich es von 12-16 Uhr, mich der Sonne auszusetzen – ich halte mich sowieso lieber im Schatten auf. Außerdem werde ich mir in diesem Jahr noch einen schönen Hut zulegen 🙂 .

Quellen (neben den verlinkten Artikeln) für diesen Post waren folgende Bücher:

  • Knieriemen/Pfyl: Kosmetik-Inhaltsstoffe A-Z. 2005.
  • Bährle-Rapp: Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege. 2004.
  • O’Connor/Spunt: No More Dirty Looks. 2010.
  • Winter: A Consumer’s Dictionary of Cosmetic Ingredients. 2009.
  • Begoun: The Original Beauty Bible. 2009.
  • Mellowship: Toxic Beauty. 2009.

Im folgenden Post stelle ich die von mir getesteten Produkte mit mineralischen Lichtschutzfiltern vor. Edit 12.6.2012: Hier ist der Test mit Produkten von Kibio, Eco Cosmetics und Florame! Edit 2.7.2013: Ich habe weitere Naturkosmetik-Sonnenschutzprodukte von Melvita, Eco Cosmetics, Vivesana, Maienfelser und This Works getestet. Edit 19.5.2014: Auch 2014 stelle ich neue Sonnenschutzprodukte von EcoCosmetics, Biosolis, Ringana, Alverde, Lavera und Kimberly Sayer vor. Edit 11.5.2015: In 2015 stelle ich weitere 18 neue Produkte von Alteya Organics, Eco by Sonya, Biosolis, Eco Cosmetics, Acorelle, Ambient Living, John Masters, The Organic Pharmacy, Bioregena, Bio Beauté by Nuxe, Evoa, Badger und Lavanila vor.

Welche Einstellung habt ihr zu Sonnenschutzmitteln? Welche Sonnenschutzfilter kommen bei euch zum Einsatz? Wie sieht eure Routine aus?

Auch interessant:

Martina Gebhardt: Rose Eye Care Fluid
Beauty-Notizen 14.2.2014 (von der Vivaness)
Meine Körper- und Haarpflege (11): Coconut

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87 thoughts on “Sonnenschutz 1: UV-Strahlung, Lichtschutzfilter und einige Forschungsergebnisse
  • beautybaerchi sagt:

    Wow das ist wirklich interessant. Super das du dir mal wieder die Mühe gemacht hast, das alles zusammen zu tragen :-).
    Tjaaa und jetzt mien großes Geständnis: Ich benutze meisten nur im Urlaub oder in der Freizeit Sonnenschutz. Selbst im Juni, Juli, August benutze ich unter meiner Tagescreme (also wenn ich zur Arbeit oder zur Vorlesung gehe) keinen speziellen Sonnenschutz. Ich hab mir da einfach noch nieeee Gedanken drüber gemacht, Klar wenn ich Samstag in die Stadt bummeln gehe oder so vielleicht schon aber sonst …
    Klar beugt Sonnenschutz nicht nur Sonnenbrand vor, aber wenn ich 8 Stunden oder länger im büro sitze … finde ich das (dummerweise) irgendwie nicht nötig.
    Ansonsten hab ich mir bis letztes Jahr auch keine Gedanken um Inhaltsstoffe gemacht. Als ich dann angefangen habe mir damit zu beschäftigen, hab ich eine Alverde Sonnencreme gekauft -.- Alle die das schonmal getestet habe wissen wie sich ein Zirkusclown fühlt wenn er geschminkt ist.
    Für den kommenden Sommerurlaub möchte ich mir im laufe der Woche noch einen Sonnenschutz zulegen, aber ich weiß noch nicht welchen. Alverde wird es jedenfalls nicht sein. Als sich mein Freund Alverde ins Gesicht geschmiert hat (ich war nicht daheim um ihn zu warnen), ist er ganz schön erschrocken ;).
    Auf deinen Post mit den getesteten Produkten warte ich jedenfalls mit Spannung 🙂 Und auch über den Rest werde ich mir in der kommenden Zeit mehr Gedanken machen 🙂

  • Julia sagt:

    Bei Regen oder Wolken keinen Sonnenschutz zu benutzen, ist ein Fehler, den viele machen, genau wie das „Sonnenschutz braucht man nur, wenn es warm ist“. Der UV-Strahlung ist das Wetter nämlich egal.

    Zu chemischen Filtern habe ich letztens erst gelesen, dass sie teilweise mehrere Stunden nach dem Auftragen im Urin der Testpersonen nachgewiesen wurden, und während der Schwangerschaft z.B. vermieden werden sollten. Auch Babys sollten nur mit physikalischen Filtern geschützt werden.

    Ich selbst verwende im Gesicht nur physikalische Sonnencremes, und das jeden Tag. Am Körper tendiere ich zu chemischen, vor allem am Dekollete etc., weil mir physikalische zu sehr an der Kleidung kleben. Im Gesicht vertrage ich aber nichts anderes, und das Weißeln stört mich nicht so sehr, da ich eh sehr blass bin.
    Allgemein finde ich, dass japanische Sonnenschutzmittel die besten auf dem Markt sind. Die rein physikalischen kleben weniger als unsere und ich würde sie auch am ganzen Körper anwenden, wenn das nicht auf Dauer richtig teuer werden würde. So bestelle ich mir jeden Monat eine neue 30 ml Flasche Mild Milk oder Baby Milk (= keine chemischen Filter), das reicht für einen Monat Anwendung im Gesicht.
    Viele vergessen auch, dass man die richtige Menge an Sonnenschutz auftragen muss, um auf den versprochenen Schutz zu kommen. Im Gesicht reichen die Angaben von 1/4-Teelöffel zu einem ganzen. Ich benutze meist in etwa einen halben bis 3/4, nach Augenmaß. Nimmt man nämlich zu wenig und bleibt dann in der Sonne, so nach dem Motto, „hey, ich bin doch eingecremt!“, ist das falsche Gefühl von Sicherheit tatsächlich eher kontraproduktiv und gefährlich. Sonnencreme kann demnach auch nicht „ergiebig“ sein und es bringt nichts, teure Cremes zu kaufen, wenn man am Ende daran spart.

    Was auch wichtig sein soll, ist, unter dem Sonnenschutz Antioxidantien zu tragen. Viele Firmen mischen diese mit hinein, das soll aber von der Wirkung her nicht so toll sein. Vor allem für Nutzer von chemischen Sonnenfilter sind Antioxidantien wohl wichtig, aber ich denke, schaden können sie niemandem. Ich suche aber noch nach dem richtigen für mich, momentan nutze ich nur mein Hamameliswasser von Primavera, das leicht antioxidantisch (?) wirken soll.

    Hehe, der Kommentar ist ganz schön lang geworden. 😀

    • beautyjagd sagt:

      Ich muss zugeben, dass sich mein schlechtes Gewissen in Grenzen hält, wenn ich in Deutschland bei Regenwetter ohne Sonnenschutz (oder nur den aus meiner Mineralfoundation/getönten Tagescreme) herumlaufe – klar altert meine Haut dann weiter und wird evt. auch etwas brauner, aber damit finde ich mich ab. Meine Haut ist aber auch nicht superhell, das muss jeder für sich entscheiden (je nach Hauttyp/Aufenthaltsort/..).

      Danke für deinen langen Kommentar, deine Hinweise zur verwendeten Menge und dem sich daraus ergebenden trügerischen Sicherheitsgefühl kann ich nur zustimmen! Antioxidantien sind besonders wichtig in Sonnencremes mit chemischen Lichtschutzfiltern, weil beim Zerfallsprozess ja anscheinend freie Radikale entstehen könnn, die damit in Schach gehalten werden.

      Ich glaube übrigens auch, dass japanische Sonnenschutzmittel weit vorne dran sind – von welcher Firma stammt den deine Mild Milk?

      • Julia sagt:

        Na ja, Mineral Foundation mag zwar UV-Schutz haben, aber hier stimmt wieder die Menge nicht. Aber wenn du sagst, dich stört es nicht… Mir persönlich wäre das nix, aber ich bin auch weißer als die Wand hinter mir und hatte als Kind eine Sonnenallergie. Außerdem bin ich ja durch Japan geprägt, wo alle helle Haut toll finden. Und Hautkrebs macht mir echt Angst. >.<

        Antioxidantien IN der Sonnencreme selbst sollen, wie gesagt, nicht so gut sein wie die, die man vorher aufträgt. Ich bin da aber auch kein Experte und kann nur wiedergeben, was ich im Laufe der Zeit so gelesen habe.

        Ich habe diese Mild Milk benutzt: http://ratzillacosme.com/2011/02/03/japanese-sunscreen-kiss-me-skinfree-uv-mild-milk/
        Leider gibt es sie nun nicht mehr, aber die gleiche Firma hat zwei Alternativen herausgebracht. Diese hier habe ich schon zur Hälfte verbraucht: http://ratzillacosme.com/2012/sunkiller-kids-milk/
        Momentan warte ich aber auch meine Bestellung der anderen: http://ratzillacosme.com/2012/suhadafit-uv-baby-milk/
        Die nehmen sich wohl nicht viel, aber bei der Baby Milk gefällt mir das Design besser. 😀

        Eine Liste mit japanischen rein physikalischen Sonnencremes findest du hier:
        http://ratzillacosme.com/index/japanese-physical-sunscreen-list/
        Die wird nicht vollständig sein, aber sie ist doch ziemlich gut.

        Ansonsten gibt es in Japan ja auch viele Gels mit chemischen Filtern, die extrem gut einziehen und keinerlei klebriges Hautgefühl oder so hinterlassen. Für den Ausschnitt finde ich die ganz gut, da mir sonst gern mal der Rand des Shirts festklebt oder weiß wird.

      • beautyjagd sagt:

        Danke für die Links! Besonders die Liste mit den Sonnenschutzmitteln interessiert mich, denn ich war vom Anwendungskomfort des Sonnenfluids von Bioré sehr beeindruckt (leider hatte es eben einen chemischen LSF drin).
        PS: Und na klar verstehe ich es, dass du das Thema strenger angehst als ich, wenn du so hell bist!!

      • Julia sagt:

        Irgendwie kann ich nicht auf deinen neuesten Kommentar antworten:
        Diese Mild Milks etc. auf der Liste sind aber anders als das von Bioré, was du hattest. (Ich selbst habe von Bioré bisher nur die Gelversionen getestet, vermute das jetzt aber einfach mal aufgrund von Reviews). Die meisten Sonnenschutzmittel auf der Liste enthalten, wie du sehen wirst, nicht nur keine chemischen Filter, sondern oft auch keinen Alkohol, da sie ja für empfindliche Haut gemacht sind. Dadurch mattieren sie aber auch nicht so gut. Ich habe Mischhaut und nach einigen Stunden in warmem Wetter wird meine T-Zone leicht fettig mit den Mild Milks – das nehme ich aber in Kauf, weil meine Haut nichts anderes verträgt.

      • beautyjagd sagt:

        Danke für deinen Vergleich, das hilft mir sehr weiter 🙂 🙂

    • Bei Primavera haben alle Pflanzenwässer eine leichte antioxidative Wirkung. Wobei das Rose Granatapfel Gesichtswasser durch den Granatapfelextrakt und den Grünteeextrakt noch mal eine deutlich größere antioxidative Wirkung entfaltet. Wenn man das Maximum haben möchte, kombiniert man das Ganze noch mit der Ultra Rich Regenerationscreme. Diese enthält unter anderem Matcha. Freie Radikale: adieu! 🙂

      Wie sich das allerdings mit dem von Dir genannten Sonnenschutz verträgt, wage ich nicht vorher zu sagen, da es sich dabei nicht um Naturkosmetik handelt. Hier würde ich bei Interesse empfehlen mal das Reiseset zum Probieren zu holen.

      Davon abgesehen: Grüntee hilft natürlich auch sehr gut von innen! Ich trinke seit geraumer Weile ziemlich viel Sencha und finde, dass meine Haut davon profitiert. 🙂

      Liebe Grüße aus Mainz
      Die Naturdrogerie

      • Julia sagt:

        Danke für die Info!
        Ich benutze das Hamameliswasser, da ich Mischhaut habe, die gern mal zu Unreinheiten neigt. 🙁 Auf Rose habe ich aber auch schon ein Auge geworfen.
        Da mein Sonnenschutz immer rein physikalisch ist, gehe ich davon aus, dass er zumindest keine negativen Reaktionen mit einem Toner darunter hat. Zumal ich meist auch noch Jojobaöl oder Aloe Vera „dazwischen“ trage.

  • Danke für den Post. Ich bin gespannt auf das, was folgt. Er hat in der Tat einige Fragen beantwortet, die ich hatte. Das ist ein Thema finde ich reizvoll, aber ich habe immer vergessen mich damit auseinander zu setzen. Im Winter ist’s nicht akut – im Sommer hab ich keine Lust drauf sondern eher auf die Praxis 😛

    Aber gerade, was konkret in der Kritik steht, war stets eine Frage für mich.

    Mich würde in der Tat Infos und Empfehlungen zu Produkten interessieren, die die Kurve kriegen von physikalischem Schutz und Anwendungskomfort, denn die NK-Produkte haben bei mir völlig versagt. Das ist ja total unerträglich.

    Bisher war ich eher ein Eincreme-Muffel. Meist kümmere ich mich nur um die Spots im Gesicht, die anfällig sind und hoffe beim Rest auf bissi Makeup. Grundsätzlich bin ich nicht viel zu den „Stoßzeiten“ draußen und trage „figurbedingt“ eh viel Stoff.

    Was mich interessieren würde – vielleicht bist du ja drüber gestolpert – mir wurde mal gesagt, der LSF in Foundations sei Humbug und würde nicht wirken. Dabei kam aber nicht zu Sprache, ob physikalisch oder chemisch. Ich habe auch nie genau darauf geachtet, ob die LSF-Foundations neben TiO überhaupt noch was Chemisches drin haben 😕 Für mich war LSF in Foundation eh nie ein Kaufargument.

    • beautyjagd sagt:

      Ich habe mich auch eine ganze Weile darum gedrückt, mich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen – einfach weil es so viele widersprüchliche Studien und Meinungen gibt. Aber irgendwie kam ich jetzt bei meinen Tests nicht mehr drumherum 😉 .
      Der LSF in Foundations fällt meist schwächer aus als deklariert, weil man viel zu wenig des Produkts nimmt. Wer spachtelt sich schon einen Teelöffel Foundations ins Gesicht?

    • Kaddi sagt:

      ich denke foundation hat aufgrunde der enthaltenen pigmente immer einen leichten lsf – nur spachtelt man sich damit natürlich nicht in de rmenge voll, die ein richtiger lichtshcutz erfordert. die synthetischen lsf in foundation sind aber wirklich quatsch, denn die müssen in die haut einziehen, was nur geht, wenn sich unter der foundation keine fettschicht befindet. die normale anwenderin wird aber vorher moisturizer etc benutzen. für mich sind synthetische lsf in dekorativer kosmetik daher eher ein anti- als ein kaufgrund, da ich sie als unnötige belastung des stoffwechsels empfinde.aber nciht dass ich da konsequent in der vermeidug wäre…

  • wasmachtHeli sagt:

    Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Ich benutze lieber mineralische Filter als chemische, wobei das Weißeln mittlerweile schon besser geworden ist. Die Konsistenzen sind heutzutage auch leichter, finde ich. Meine erste Sonnencreme mit mineralischen Filtern war fettig und zäh wie Penatencreme.

    Ich weiß nicht, ob Du die Reihe zum Sonnenschutz von „der blasse Schimmer“ und mir gelesen hast. Ich hoffe, es ist ok, wenn ich das hier verlinke.

    http://www.der-blasse-schimmer.de/2012/05/abschluss-der-blogserie-sonnenschutz-und-fazit/

    http://wasmachtheli.wordpress.com/tag/sonnenschutz/

    Ich bin sehr gespannt auf Deine Beiträge.

    • beautyjagd sagt:

      Aber natürlich habe ich eure Serie gelesen, in meinem folgenden Test-Post hätte ich auch noch darauf hingewiesen 🙂 .

      • wasmachtHeli sagt:

        Huch, ich wollte natürlich nicht vorgreifen. 🙂

        Ich finde super, dass Du Dich so gut informiert hast und die Infos so verständlich zusammenfasst. Manchmal habe ich mir bei meinen Artikeln gewünscht, besser in Chemie gewesen zu sein. Bei einigen Dingen bin ich bis heute nicht durchgestiegen. Wobei die Datenlage bei manchen Inhaltsstoffen auch oft nicht eindeutig ist und man einfach auf’s Beste hoffen muss, fürchte ich.

      • beautyjagd sagt:

        Hihi, macht ja nichts, dass du vorgegriffen hast 🙂 . Ich habe übrigens auch genau wegen der verwirrenden Datenlage so lange für den Artikel gebraucht – bis man da mal durchblickt und sich eingelesen hat …

  • Liv sagt:

    Danke für diesen sehr gut recherchierten Blogpost. Sonnenschutz ist wirklich ein heikles Thema. Ich habe synthetische Filter voll und ganz abgeschworen, aber noch keine super Alternatieve gefunden.

    Irgendwie weigere ich mich aber auch mich in diesem Anti-Aging-sunscreen Wahn der (so wie es mir scheint) aus den USA rüber geweht ist hin zu geben. Ich brauche echt nicht täglich Sonnencreme wenn mein Alltag so ausschaut: Morgens 5 Minuten auf dem Rad zum Bahnhof, Büro ist im Bahnhof situiert, ich laufen also nicht draussen rum und Abends so gegen 19 uhr noch mal 5 Minuten Heim radeln. Die Stunden im Büro und im Zug brauche ich nun wirklich keinen Sonnenschutz. Manchmal baue ich noch ein Lunch-Spaziergang ein, aber das war’s an Sonne unter der Woche… Aber auch als ich je 20min Fahrtweg auf dem Rad hatte, habe ich nur selten Sonnencreme unter der Woche genutzt. Meine Regel ist, unter 20min brauche keinen extra Schutz (nenne mich naiv…).

    Mir geht diese Panikmacherei irgendwie auf den Keks und in meiner Familie und in meinem Freundeskreis nutzen nur die in Amerika aufgewachsenen Freunde täglich Sonnencreme. Der Rest hat sich noch NIE damit beschäftig (ausser eben ich).

    Mittlerweile habe ich eine Tagespflege mit Sonnenschutz (Kimberly sayer), die nutze ich am WE und bei Städtetrips, denn vom zink bekomme ich kleine Pickel :S

    Neben den in deinem Artikel aufgeführten Fragen finde ich die Fragen A) ob täglicher Schutz wirklich wichtig ist, und welchen Einfluss dass auf unsere VitD Aufnahme hat die wichtigste. und B) warum geht es beim täglichen Sonnenschutz im Moment vor allem um den AntiAgeing effekt? Warum dürfen wir nicht mehr äusserlich altern, oder anders gesagt, Warum müssen wir alles in unserer Macht stehende tun um dies so gut wie es geht zu verhindern ?! Haben wir (Frauen) nicht schon genug zu tun im Alltag?

    Wer kenn hier übrigens Tschamba Fii ??? als Kind haben wir von unserer Mama nichts andere für den Sonnenschutz bekommen. Das ist eine art Wasser die die Haut aufraut/ gerbt und so gegen Sonne schütz. Wir hatten echt niiiiiiie Sonnenbrand oder Sonnenallergien trotz unserer super empfindlichen haut. Mittlerweile ist wegen neuen EU Bestimmungen Tschamba Fii leider nur noch schwer zu bekommen. Auch ist es sehr umstritten. Ich mag es nicht mehr, weil die Haut sich damit so rau anfühlt, aber für viele ist es eine tolle Alternatieve. Ich bin gespannt was andere Leser für Erfahrungen mit Tschamba Fii gemacht haben.

    Liefs, liv

    PS: ist ja echt ironisch das synthetische filter sich oft nach 2 std ‚aufgelöst‘ haben…. wofür also dieser enorme UV-Tagespflege hype?!

    • beautyjagd sagt:

      Wow, was für ein langer Kommentar, danke dir dafür 🙂 🙂 . Einige Punkte sprechen mir aus dem Herzen – gerade dass es bei UV-Schutz anscheinend fast nur noch um die Hautalterung geht, hat ich bei meinen Recherchen schon etwas verblüfft. An Tschamba Fii kann ich mich auch noch erinnern, ich weiß gar nicht, aus was das besteht – muss ich mal nachgucken 🙂 . Liebe Grüße

  • calichino sagt:

    Riesigen Dank für diese Aufbereitung des Themas! Ich hatte auch erst kürzlich den Hinweis zu Sonnencremes gegeben, dass auch sie durchaus hautkrebserregend sein können und das Meiden von Sonne den besten Schutz darstellt. Darf ich dich verlinken? Viele Grüße, Cali

  • Irit sagt:

    Ich benutze schon seit langen Jahren eigentlich täglich Sonnenschutz im Gesicht, meist mind. SPF 30 und natürlich mit UVA-Schutz. Am Hals und im Ausschnittbereich habe ich das leider nicht gemacht und heute mit 45 sieht man einen sehr deutlichen Unterschied.

    Ich finde, es steht jedem frei, in Würde und nach Wunsch zu altern. Wenn ich mir aber mit dem einfachen Mittel länger besser gefalle, wäre ich blöd, es nicht zu benutzen. Ich finde es nicht sehr toll, vorzeitig gealtert auszusehen.

    Ich kann übrigens sehr den UV Plus von Clarins empfehlen. Keine Naturkosmetik, aber auch keine chemischen Filter.

    • Julia sagt:

      Über den Sonnenschutz von Clarins habe ich auch schon viel gutes gelesen!

      Und dass Sonnenschutz das einfachste – und vermutlich sogar das einzige Mittel – ist, der Hautalterung vorzubeugen, lässt sich wohl ganz einfach damit beweisen, dass die Asiatinnen, die ja die Sonne meiden, oft viel jünger aussehen als wir.

    • beautyjagd sagt:

      Bestimmt hast du das Bild von dem Lastwagenfahrer gesehen, das Temptalia neulich gezeigt hat – die eine Seite ist runzelig, die andere weniger. Ich gehe nach meinen ganzen Recherchen auch davon aus, dass nur Sonnenschutz gut gegen Hautalterung hilft – für mich persönlich ist das Thema allerdings nicht so wichtig, dass ich so regelmäßig wie du Sonnenschutz auftragen würde 🙂 . Danke für den Tipp mit Clarins, gucke ich mir gleich mal an!

      • Julia sagt:

        Ja, das Bild habe ich gesehen! Schon irgendwie gruselig…
        (Und hey, ich muss mich ja den Japanern anpassen. :D)

      • Ralph sagt:

        Dieses Bild interessiert mich – gibt es vielleicht einen Link dahin?

        Danke!

      • beautyjagd sagt:

        Ja klar, z.B. hier: http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMicm1104059 (aus dem New England Medicine Journal).

      • Ralph sagt:

        Besten Dank – das Bild beeindruckt mich.

        Da es zu jedem Kontra ein Pro gibt, hab ich hier noch einen Link für Euch: http://payoli.wordpress.com/2010/05/25/das-wunder-sonnen-therapie/

        Ein Punkt scheint mir auch die Problematik von Sonnenbrillen (ich bin Brillenträger und nutze schon seit Jahren phototrope Gläser). In einem der Artikel, die ich gestern hier erwähnt habe, steht dazu auch schon etwas:
        „Die Zellen in den Augen (die Hornhaut und die Netzhaut) brauchen die direkte Energie der Sonne, um sich stimulieren und ihre Funktion regulieren zu können. Es kann hier Zellteilung nur dann stattfinden, wenn eine UV-Bestrahlung – in niedrigen Dosen – stattfindet. Fällt diese Bestrahlung weg, so können sich diese Zellen nicht mehr teilen, sie sterben ab. Wen wundert es dann, dass wir immer schlechter sehen? Wir schädigen uns selbst, wenn wir die Sonne aussperren. Viele Menschen, die Kontaktlinsen, Brillen oder Sonnenbrillen tragen, werden mit der Zeit lichtempfindlich. Das liegt einzig daran, weil die Linsen die UV-A-Strahlung und weitere Teile des Lichtspektrums herausfiltern.“

      • keimonish sagt:

        Da würde ich aber eher dem medizinischen Fachpersonal und Wissenschaftlern vertrauen, die unter anderem Linsentrübungen am Auge feststellten, nach ungeschützter, längerer UV-exposition durch die Sonne.

        Was heißt denn niedrig dosiert ?

        Der UV-anteil im normalen Tageslicht (mit den ganzen Filtern) ist geringer als im direkten Sonnenlicht. Heißt es denn dann nicht ganz einfach: , „niedrig dosierte UV-bestrahlung“ bekommt das Auge durch ganz normales Tageslicht, um funktionieren zu können ?

        Vllt. hast Du …..oder der Autor des Artikels etwas verwechselt, was einen Vergleich zu Kunstlicht und Tageslicht betrifft ?

  • Herzlichen Dank für diesen gut recherchierten Post! Auch wenn ich das meiste schon wusste, ist es doch schön mal alles zusammengefasst zu sehen.

    Natürlich kann ich mir ein paar kleine Anmerkungen nicht verkneifen. 😉

    Auch wenn es fast schon unsinnig erscheinen mag, sind die wenigen Prozent Unterschied zwischen einer LSF 25 und einer LSF 50 Sonnencreme für Sonnenallergiker und Babies extrem wichtig. Bei so empfindlichen Hauttypen braucht es den fast 100%igen Schutz; insbesondere das der UVA-Schutz niedriger ausfällt. (Eco übertrifft die Mindestanforderung von einem Drittel übrigens in allen ihren Sonnenschutzmitteln.)

    Mit der Nano-Partikel-Sache haben wir uns auch schon auseinandergesetzt. Es scheint wohl so zu sein, dass Titanoxid wie auch Zinkoxid von der reinen Molekülgröße theoretisch die Zellwände passieren könnten. Allerdings liegt Titanoxid nicht allein in einer Sonnencreme vor. Um die lichtreflektierenden Eigenschaften zu erreichen, wird Aluminiumydroxid auf die Titanoxidpartikel aufgetragen. Allein dadurch ist die Gesamtgröße zu groß für eine Zellpassage. Durch die „Verklumpung“ der einzelnen Moleküle untereinander wird die Wahrscheinlichkeit noch weiter reduziert.

    Bei Zinkoxid ist die Lage etwas anders. Hier ist laut einer Studie allein die „Verklumpung“ ausreichend, dass die Partikel zu groß sind um Zellwände passieren zu können. Hier wurde nachgewiesen, dass keine signifikante Menge in tiefere Hautschichten eindringt. Allerdings bin ich bei dieser Studie ein wenig misstrauisch.

    Ich stimme mit Dir völlig überein, dass Sonnenschutz nicht immer Sinn macht. Wenn man sich den ganzen Tag in Innenräumen aufhält, reicht der Sonnenschutz von Naturkosmetik-Produkten vollkommen aus. Zudem sind in Naturkosmetika eine Vielzahl natürlicher Antioxdantien enthalten (übrigens auch in NK-Sonnencremes), die die Haut vor frühzeitiger Alterung schützen. Wer NK-Make-up benutzt, packt sich noch zusätzlichen Sonnenschutz oben drauf.

    Wenn man dann doch mal in die Sonne geht, ist der eigene Hauttyp der entscheidende Faktor. Hier kann es auch keine pauschalen Angaben geben, außer einer: mehrere kurze Expositionen sind für die Haut besser zu verarbeiten als eine lange.

    Und das wichtigste wird leider allzu oft vergessen: Nach intensiver UV-Exposition braucht die Haut eine gute After Sun Pflege. Das muss kein Produkt sein, dass auch „After Sun“ im Namen trägt. Es geht vor allem um Feuchtigkeit und Regeneration. Die (meiner Meinung nach) besten After Sun Produkte sind Hauschka Revitalmaske (insbesondere als Erste Hilfe gegen einen Sonnenbrand; noch ehe er zu sehen ist), Martina Gebhardt Aloe Vera Cream und Hauschka med Pflegelotion Mittagsblume. Allesamt ohne speziellen Namenszusatz. 😉

    So – das war mal wieder mein Senf dazu. 😀

    Viele liebe Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

    • beautyjagd sagt:

      Deinen Senf lese ich doch immer gern 🙂 ! Danke erst mal für das nette Feedback, für mich war es gar nicht so einfach, die Masse an Informationen leserlich aufzubereiten. Deine Infos zu Nanoartikeln habe ich auch mit Interesse gelesen, ich bin bei meinen Recherchen auf die unterschiedlichsten Einschätzungen gestoßen und bin gespannt, was weitere Studien für Ergebnisse bringen. Und After Sun-Pflege braucht meine Haut auch, vielleicht teste ich mal die Pflegelotion Mittagsblume von Dr. Hauschka. Liebe Grüße

    • Julia sagt:

      „mehrere kurze Expositionen sind für die Haut besser zu verarbeiten als eine lange.“

      Echt? Ich lese nämlich immer wieder, dass sofort, nachdem man sich unter UV-Strahlung begibt (also ins Freie, Solarium etc.), die Strahlen auch die Haut durchdringen. Natürlich sage ich nicht, dass man dann eh gleich den ganzen Tag in der Sonne brutzeln kann, aber der erste Schade ist dann schon geschehen.

      Meine liebste After Sun (na ja, Gesichtsmaske, After Sun brauche ich ja fast nie) ist übrigens Naturjoghurt. 🙂

      • keimonish sagt:

        Die Strahlen dringen zwar von Anfang an ein, klar… aber die Reparaturvorgänge treten auch gleich in Kraft. Mit kürzeren Expositionszeiten kommen die Reparaturvorgänge besser zurecht und sie „schaffen es“ sozusagen besser als bei längeren und die Hautzellen können sich erholen und langsam anpassen. (Stichwort :Lichtschwiele) Die biochemichen Vorgänge zur Zellteilung laufen in Phasen ab. Der Teilungszyklus der Zellen wird bei langer Expositionszeit gestört.

  • Klaine sagt:

    Ich bin auch immer wieder hin- und hergerissen bei dem Thema. Auf chemische Filter möchte ich einfach verzichten, allerdings ist es sehr schwer NK-Sonnencreme zu günstigen Preisen zu finden womit man nicht weiß und glänzend aussieht. Deswegen habe ich schon versucht selbst eine Sonnencreme herzustellen, die war allerdings auch weißelnd und fettend.
    Momentan benutze ich eine Sonnencreme von Alverde (LSF30) gemischt mit der Anti-Aging Vitamincreme von Alverde im Verhältnis 1:1. Dadurch verringert sich der LSF wahrscheinlich enorm, allerdings ist das Tragegefühl wirklich super. Dennoch fühle ich mich damit ausreichend geschützt, da ich so gut wie nie draußen bin außer auf dem Weg zum Bahnhof, zur Uni und zurück.
    Ganz liebe Grüße!

    • beautyjagd sagt:

      Der Anwendungskomfort ist echt das Thema bei den NK-Sonnencremes. Ich hoffe, dass sich noch einiges tut in der Zukunft – denn verglichen mit noch vor ein paar Jahren sieht es jetzt schon viel besser aus!

  • JuliaFL sagt:

    hallo julie,

    ganz herzlichen dank für deinen artikel und für die mühe, die du dir damit gemacht hast!

    ich betrachte sonnenschutzprodukte schön seit längerem sehr kritisch und verwende sie kaum. die lobby hat aber sehr gute arbeit geleistet, denn wenn ich erzähle, dass ich lieber gutes öl verwende, reagiert meine umwelt fast schon entrüstet darauf. kannst du dir das vorstellen? ich werde angeguckt, als ob ich ein mittelschweres verbrechen begehen würde! keiner hat irgendwas darüber gehört, dass die darin enthaltenen chemikalien zellschädigend wirkend können, sich im körper anreichern und dass wir die sonnenstrahlung auch brauchen für unsere gesundheit- meine güte, wir leben in nördlichen breiten.
    ich finde diese ganze hautkrebs hysterie schrecklich!

    schau mal, hier habe ich eine ganz interessanten artikel zum thema gefunden:
    http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/hautkrebs-forschung-wieviel-sonne-braucht-der-mensch-1214441.html

    jedenfalls danke, dass du dich mit dem thema kritisch auseinander gesetzt hast und uns deine ergebnisse präsentierst. ich habe jetzt 1, 2 argumente mehr für die sonne!

    vlg, julia

    • beautyjagd sagt:

      Mir sind in letzter Zeit eindeutig zu viele Artikel über Sonnenschutz in die Hände gefallen, die sich wie die PR von den Firmen anhörten – ich sollte wohl wirklich aufhören, Frauenzeitschriften zu lesen 😉 . (Ich nehme an, so kommen auch die Reaktionen zustande, mit denen du konfrontiert wirst.)
      So einen Artikel wollte ich nicht einfach reproduzieren, deswegen freut mich dein Feedback natürlich sehr 🙂 . Danke auch für deinen Link, der passt ja auch zu den von mir zitierten Studien. Liebe Grüße

  • keimonish sagt:

    Da hat sich das Warten ja gelohnt….:-) Ich freu mich auch, dass es ein differenzierter post geworden ist, der Deine Meinung nach Deinen Recherchen ja widerspiegelt und sich auch mit meiner Meinung und meinen beruflichen Erfahrungen/dem Wissen/Gelerntem oder wie auch immer….. deckt. Sicher haben sich im Laufe der Zeit die Erkenntnisse etwas gewandelt aber 360 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag , ohne Berücksichtigung der geografischen und klimatischen Bedingungen sowie auch dem individuellen Hauttyp …Sonnenschutzprodukte aufzutragen, ist auch heute nicht nötig. Wer das macht, belastet seine Haut noch unnötig. Aber wie eben jeder will…..
    Für mich ist der Sonnenschutz in Form von Cremes auch erst an 3. Stelle wichtig. Zuerst das Meiden von Mittagssonne und/oder intensiver Sonnenbestrahlung, richtige Kleidung, Sonnenbrille und Kopfbedeckung (da such ich übrigens auch noch einen schicken aber nicht zu auffälligen Sonnenhut, was ich schwierig finde;-) ) und dann natürlich die Sonnencreme. Das ist meine Routine schon immer gewesen nur die Sonnencremeprodukte haben sich halt geändert.
    Vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast. Bin schon gespannt auf Deine Produkttest`s
    Liebe Grüße

    • beautyjagd sagt:

      Danke für die Blumen erstmal 🙂 – ja, die Recherchen und das Fassen meiner eigenen Meinung dazu haben etwas Zeit gebraucht.
      Ich finde es übrigens auch gar nicht so einfach, einen Sonnenhut zu finden, der weder albern, noch zu sportlich noch übertrieben glamourös wirkt. Falls ich was Schönes finde, kann ich den Hut ja mal hier vorstellen 🙂 . Liebe Grüße

      • keimonish sagt:

        Das wäre schön:-), würde mich auch interessieren, ob Du einen findest, denn genau so einen such ich auch. Ich habe schon 3x in den letzten Wochen Anlauf genommen und FAST einen gekauft aber dann erschienen sie mir doch zu übertrieben, obwohl sie mir optisch gefielen und sie mir auch standen.:-) Ich hab auch schon einige gehabt aber keinen der mir wirklich gefällt bzw. mit dem ich mich dann auch wohl fühle. Im Moment benutze ich Tücher im Urlaub oder wenn ich länger in der Sonne bin.(Die haben aber keine Krempe, die ja auch schützt:-) )

      • beautyjagd sagt:

        An Tücher habe ich auch schon gedacht, aber ich brauche dringend eine Krempe – denn ich möchte gerade auch meine Stirn schützen, auf der sich gern mal Pigmentflecken ansiedeln.

      • keimonish sagt:

        genau…aber auch zusätzlich die Augen, trotz Sonnenbrille (die sind bei mir besonders lichtempfindlich) und den Nacken. Vllt.sollte ich doch weniger Rücksicht auf die Leute nehmen, ob die das übertrieben finden könnten oder nicht 🙂 allerdings hab ich bei den Hüten, die ich bisher gefunden habe auch festgestellt, dass die Krempen Schwierigkeiten beim Sehen machen können, die Sicht nach vorn verdecken…trotz schieben und formen….was ja dann auch ein bissel lächerlich wirkte …:-P:-D:-D….ist schon ein schwieriges Unterfangen…aber ich geb nicht auf ;-).

  • Anajana sagt:

    Ich bin schon sehr gespannt, auf den 2. Teil deines Posts.
    Ich nutze Sonnenschutz wenn ich viel in der Sonne bin.
    Wenn ich arbeite und somit den Tag im Büro verbringe brauche ich ihn nicht.
    Ich finde den Hype um Sonnenschutz auch wenn ich den ganzen Tag drinnen verbringe völlig überzogen.
    Außerdem mag ich einen Hausch von Farbe. Schneeweiß entspricht überhaupt nicht meinem Schönheitsideal. (Und meine Haut sieht definitiv nicht aus wie 43).

    Früher habe ich immer Ladival verwandt, es war das Einzige was ich vertragen habe und was mir gegen die Sonnenallergie geholfen hat. Allerdings verbringe ich allergiebedingt auch im Urlaub möglichst viel im Schatten.
    Seitdem ich die verschiedensten Posts zum Thema Sonnenschutz gelesen habe, und ansonsten ja schon alle Pflegeprodukte auf NK umgestellt habe, will ich das natürlich auch beim Sonnenschutz.
    Ich habe mir gerade erst von Eco das Gesichtsgel zugelegt. Bei der ersten Nutzung heute hatte ich gleich 2 Pumpstöße genommen, ich nehme an soviel müsste es eigentlich auch sein, aber ich habe gar nicht soviel Gesicht, als dass ich es hätte ordentlich verteilen können. Fand es ziemlich klebrig. Beim nächsten Mal darf es also nur ein Pumpstoß sein.

    Im Urlaub hatte ich von Hauschka die After Sun Lotion und fand sie sehr angenehm für den Körper und ansonsten fürs Gesicht die Revitalmaske, wie es auch die Naturdrogerie erwähnte. War damit sehr zufrieden.

    • beautyjagd sagt:

      Oh ja, Sonnenallergie und Mallorca-Akne wären auch noch weitere Themen, die interessant sind.
      Übrigens verwende ich an einem Tag, den ich nur vor dem Laptop verbringe, auch keinen Sonnenschutz. Dabei habe ich auch kein schlechtes Gefühl. Abgesehen davon finde ich das Hautgefühl beim Tragen von Sonnencremes (selbst wenn es NK ist) nicht so angenehm.

  • Schneizel sagt:

    Sehr interessant! Ich wünschte, Beautyjournalistinnen klassischen Zuschnitts würden so arbeiten wie du. Aber das können und dürfen sie wohl nicht.

    Ich habe sehr helle Haut und verwende im Alltag *nie* Sonnenschutz, einfach, weil ich noch keinen gefunden habe, den ich vertrage. Beim Wandern ist das immer der Horror, da muss ich was auftragen… Irgendwas brennt immer auf der Haut und in den Augen, vor allem, wenn ich schwitze. Dann werde ich eben älter, auch äußerlich, bitte, wo ist das Problem? Ich geh ohnehin nicht gern in die Sonne, weil ich das eher unangenehm finde im Sommer. Dabei achte ich auch immer darauf, keinen Sonnenbrand zu bekommen.

    Panamahüte sind eine gute Lösung, finde ich. Es gibt verschiedene Formen, und sie sind einigermaßen luftig.

    • beautyjagd sagt:

      Oh, das ist ja wirklich ein Wahnsinnskompliment, das freut mich sehr! Aber ich befürchte wie du, dass solche Artikel eine Karriere als klassische Beautyjournalistin nicht gerade fördern 😉 .
      Und ja, ich finde auch, es gibt angenehmere Dinge als Sonnencremes im Sommer zu tragen. Bei mir brennt es zwar glücklicherweise nicht, aber mit Juckreiz, Trockenheit und unangenehmen Hautgefühl reagiert meine Haut auch manchmal. Vor allem, wenn ich die Sonnencreme non-stop über längere Zeit trage. Ich hoffe, da entwickelt sich noch was. Und ich werde mal einen Panamahut ausprobieren, mal gucken, wie er mir steht 🙂 .

    • Julia sagt:

      Das Brennen und Jucken kenne ich – hast du es mal mit rein physikalischen Sonnencremes probiert? Die chemischen jucken bei mir auch gern, vor allem wenn ich schwitze, und in die Augen sollen die wohl besser auch nicht kommen.

      • Ralph sagt:

        Ja, ist besonders toll, wenn man sich als Brillenträger vor dem Fahrradfahren das Gesicht eincremt und dann zu schwitzen beginnt … Nicht nur, das man eine Hand mehr im Gesicht als am Lenker hat (nicht beim Bergabfahren zu empfehlen, es bremst sich dann nicht so gut) – die Brille ist auch schneller verschmiert, als das Brennen nachlässt. 🙁

        Wenn ich mir heute überlege, welche Chemie ich mir da so viele Jahre auf die Haut geschmiert habe …

  • Kaddi sagt:

    auf diesen post habe ich gewartet!

    ich habe mich irgendwie von dem ganzen anti-sonnenwahn anstecken lassen und suche jetzt schon seit jahren jeden sommer nach der „perfekten“ sonnencreme bzw nach meinem eigentlichen standpunkt zu dieser thematik. ich muss dazu sagen, dass ich ein stubenhocker bin, die mittagssonne ohnehin meide, meist im schatten sitze und dann auch noch das ganze jahr geschminkt bin. folge: ich bin weiß wie die wand und letztes jahr zb gar nicht braun geworden (vll eine halbe nuance). dabei habe ich mit meiner oliven haut eigentlich gute voraussetzungen und war als kind jedes jahr irgendwann knackebraun (hatte aber auch immer einen sonnenbrand anfang des sommers – autsch!).

    Die Nachteile von Lichtschutz haben mich sehr beschäftigt, allerdings will ich auch die vorzeitige hautalterung vermeiden. mittlweile bin ich an dem punkt angelangt, dass ich nur noch sonnencreme benutze, wenn ich explizit nach draußen gehe, zb tagsüber in den park. dabei sind mir ein hoher UVA-schutz sowie antioxidatien wichtig. habe mit mexoryl ganz gute erfahrungen gemacht, daher greife ich im gesicht auf L’Oreal zurück – in diesem Jahr Skinceuticals, in der Apo haben sie mir noch ein Serum mit Antioxidatien geschenkt. Diese Kombi nehme ich für tage am See etc. die rein mineralischen sind bei mir bisher alle durchgefallen (eco probiere ich aber demnächst aus), viele synthetische aber auch (pickelalarm, zb bei ladival). für den körper nehme ich tatsächlich was von DM, aus der sundace sensitiv linie.

    die zahlen 90/94/97 prozent kommen übrigens dadruch zustande, wenn man sich mal überlegt, welchen lichtschutzfiltern die zugeordnet werden. lsf 10, d.h. 10mal höherer schutz, d.h. nur 10% (1/10) der uv strahlung gelangt in die haut, d.h. 90% der uv-stahlung wird absorbiert. lsf 20, d.h. 20fach höherer eigenschutz, d.h nur 5% (1/20) der strahlung gelangt in die haut, d.h. 95% der UV-strahlung werden absorbiert. ich kann also doppelt so lange in der in der sonne bleiben obwohl scheinbar nur wenig mehr uv strahlen absorbiert werden. hoffe die rechnung dahinter ist verständlich 😉

    was mich nach wie vor verunsichert, sind die widersprüchlichen informationen zum UVA-schutz. ich stoße immer wieder auf die aussage, dass nur mexoryl sowie zinkoxid einen vollständigen stabilen UVA.schutz bieten – hast du da informationen zu gefunden bzw wirds das in einemspäteren post noch mal aufgegriffen werden?

    ein zweiter punkt ist, dass viele native öle, wie sie in NK enthalten sind und für die haut wertvoll sind, unter sonneneinstrahlung nicht stabil sind (quelle: olionatura). ich mache mir jedes jahr sorgen, dass meine schönen NK-cremes in der sonne oxidieren, und die daraus entstandenen freien radikale die hautalterung fördern. vll weiß die naturdrogerie da weiter? den ansich vertraue ich sonst auf die tollen antioxidantien in meiner täglichen pflege.

    eine anmerkung habe ich noch zum artikel bzw zum allgemeinen gebrauch von synthetischen lsf: diese müssen immer auf die uneingecremte haut (ein fettfreies serum ist ok) aufgetragen werden, da die lsf in die haut einziehen müssen. auf den üblichen moisturizer sollte also versichtet werden. bei mineralischen filtern stellt sich dieses problem natürlich nicht, da die pigmente oben auf liegen. ich finde das relativ nervig, da ich im bei explizitem sonnenaufhalt dann immer meine pflegeroutine ändern muss.

    zum abschluss meine tipps für nach dem sonnenbaden: hauschka hautkur sensitiv hilft auch wenn man sie temporär auf sonnenbrand anwendet (im urlaub die kleinpackung mitnehmen), ansonsten finde ich hauschka after sun super, auch fürs gesicht, revitalmaske ist eh im dauergebrauch, und santaverde aloe gel fand ich auch immer schön.

    so das war mein senf zum thema sonnenschutz – vorerst 😉

    liebe grüße!

    • Kaddi sagt:

      meine eine frage hab ich mir gerade selbst beantwortet: hier ist eine tolle übersicht über diverse lsf und deren wirkungsspektrum http://www.smartskincare.com/skinprotection/sunblocks/ die seite ist allgemein gut zur informationsbeschaffung

    • Ich wüsste nicht, dass sich native Öle in der Sonne so zersetzen, dass es einen negativen Einfluss hätte. Ganz im Gegenteil: es gibt einige Öle die speziell als „Sonnenöle“ empfohlen werden; wie etwa Karanjaöl oder Kukuinussöl.

      Beste Grüße aus Mainz
      Die Natudrogerie

      • beautyjagd sagt:

        Ich füge hier mal den Link ein, den Kaddi meint: http://www.olionatura.de/_basics/sonnenschutz.php
        Es geht dabei um oxidativ stark anfällige Öle wie Wildrosen-, Nachtkerzen-, Granatapfelsamenöl.

      • sonny sagt:

        Das mit der Zersetzung habe ich auch schon gehört, vor allem die Omega 3-Fettsäuren sollen da ganz schlecht sein, da sie eine vorzeitige Hautalterung verursachen sollen.
        Ob das nun stimmt oder nicht weiss ich leider auch nicht…

        Liebe Grüsse

      • OK – ich habe mir den Link mal durchgelesen. Eigentlich steht da, dass es stabilisierende Öle gibt und daher der Gesamtanteil hochreaktiver (nativer) Öle in einer Sonnenpflege möglichst nicht 10% überschreiten sollte. Für diese Pi-mal-Daumen-Regel finde ich leider keine Belege, aber lassen wir sie mal stehen.

        In den meisten NK-Cremes und Lotions liegt der Anteil solcher Öle nicht allzu hoch. Die Grundlage bilden Wasser und „stabile“ (gesättigte) Öle wie Sheabutter, Wollwachs oder ähnliches. Zudem besteht eine Creme auch noch aus Feuchtigkeitsspendern und Emulgatoren. Bei der durchschnittlichen NK-Creme liegt der Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren sicher bei unter 10%; zumal laut Olionatura auch gern genutzte Öle wie Arganöl relativ photostabil sein sollen.

        Olionatura wird nicht spezifisch welche Auswirkungen das Zersetzen der nicht photostabilen Öle hat. Mir ist zwar klar, dass die antioxidative Wirkung gemindert wird, ich sehe aber keinen Hinweis darauf in welcher Weise die Zersetzungsprodukte nachteilig auf die Haut wirken. Hier wäre mehr Info sinnvoll.

        Kurz gesagt: bei normalen NK-Cremes sollte es absolut unbedenklich sein sich auch mal in die Sonne zu begeben. Diese sind aufgrund ihrer Zusammensetzung als photostabil zu erachten.

        Und wie ich vorher schon geschrieben habe, gibt es ja eine Reihe von Ölen, die sich sogar speziell für die Sonnenpflege eignen. So steht es ja auch bei Olionatura.

        Samenöle wie z.B. Rosa Moscheta sind übrigens eine wunderbare Abendpflege. Wenn man sich also nach einem langen Arbeitstag (oder auch im Urlaub) abends etwas gutes tun möchte: kurz das Gesicht abwaschen, Öl (oder Ölkapsel) auf das noch feuchte Gesicht und das Öle als Maske einziehen lassen. Samenöle werden von der Haut oftmals restlos aufgenommen; gerade am Abend, weil die Hautaktivität um diese Zeit sehr hoch ist. Zusammen mit einem feuchtigkeitsspendenden Gesichtswasser oder Serum kann man auch sonnengestresste Haut auf diese Weise gut pflegen.

        Später kann man dann dank der vollständigen Absorption trotzdem noch fettfrei zu Bett gehen. Die Haut wird nichts vermissen.

        Beste Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie

      • beautyjagd sagt:

        Danke für deine Einschätzung des Themas 🙂 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Danke für deinen langen Kommentar und die Verdeutlichung der Berechnung des LSF!

      Deinen Hinweis auf den Gebrauch von synthetischen LSF finde ich interessant – ich habe dazu auch recherchiert und bin dabei irgendwie nicht auf eindeutige Ergebnisse gestoßen. Paula Begoun rät z.B. dazu, Sonnencreme prinzipiell über der normalen Pflege aufzutragen, egal ob chemische oder physikalische LSF. Im Internet bin ich dann immer mal wieder auf den Tipp gestolpert, dass man unter chemischen LSF nichts auf die Haut tragen darf – aber einen Link mit einer Forschung dazu habe ich nicht gefunden. Hast Du das was im Kopf? Auf den Packungen steht ja auch nichts drauf, dass die Haut fettfrei sein muss.

      Dass manche Öle wie Wildrosen-, Nachtkerzen-, Granatapfelsamenöle mit Sonnenlicht reagieren können, habe ich auch bei Olio Natura gelesen. Es würde mich sehr interessieren, ob man die These konkret nachweisen kann – die Info hat mich auch aufmerksam gemacht.

      Liebe Grüße

      • Kaddi sagt:

        hmm nein, als ich jetzt noch mal geguckt habe, habe ich nichts konkretes gefunden, obwohl ich mir sicher bin, das schon öfter mal gelesen zu haben, auch auf produktpackungen. und die apothekerin meinte das gleiche als ich meine letzte sonnencreme gekauft habe (deswegen hat sie mir auch das serum mitgegeben – oder sie wollte mich anfixen damit 😉 ) wie dem auch sei, ich mags ohnehin jicht vom hautgefühl, so viele fettige schichten im gesicht zu haben, daher verzichte ich gerne auf fettige cremes im sommer. lg!

  • Kaddi sagt:

    ganz vergessen zu erwähnen: synthetische lsf ziehen (wie oben erwähnt) in die haut ein und sind ein stoffwechselabbauprodukt und daher imho nicht für säuglinge und kleinkinder geeignet! deren stoffwechsel sollte nicht zusätzlich belastet werden. babys daher nur im schatten und ne mütze auf 😉 als erwachsener mensch mute ich meinem körper diese belastung allerdings in maßen zu.

  • Ralph sagt:

    Hallo Julia,

    Du schreibst:

    UVA-Strahlen dringen bis zur Lederhaut vor und sind für die Hautalterung verantwortlich. UVB-Strahlen erreichen “nur” die Oberhaut (Epidermis) und führen bei Überdosierung zu einem Sonnenbrand. Für Hautkrebs scheinen beide UV-Strahlen mitverantwortlich zu sein.

    Gibt es für diese Aussagen seriöse Quellen, insb. hinsichtlich Hautkrebs?

    Wie es scheint, gibt es diesbzüglich ja auch andere Stimmen:
    Hautkrebs durch Sonnenlicht – ein Mythos
    Das Märchen vom schädlichen UV-Licht.

    In Der Krebs-Report: Die Krebsindustrie und der Weg zu gesundheitlicher Freiheit (Dokumentation) auf Youtube wird ja die These aufgestellt, dass es Hautkrebs gibt, seit es Sonnenschutzmittel gibt (ebenso wie es wohl Brustkrebs gibt, seit es die Mammographie gibt).

    Alles Liebe,
    Ralph

    PS: Vielen Dank an Liv bezüglich Tschamba Fii, hab ich wieder etwas dazu gelernt.

    • beautyjagd sagt:

      Hallo Ralph,

      die Informationen, wie weit UV-Strahlen in die Haut vordringen, habe ich dem Springer-Lexikon von Bährle-Rapp entnommen (und wird so auch in anderen Publikationen so beschrieben, u.a. hier bei Wikipedia).

      Meinen Satz „Für Hautkrebs scheinen beide UV-Strahlen mitverantwortlich zu sein.“ habe ich ganz bewusst so formuliert. Studien legen nahe, dass bestimmte Krebsarten durch die übermäßige Aussetzung der Haut im UV-Licht begünstigt werden, bei bösartigen Melanomen ist das hingegen nicht so eindeutig. Im aufgeführten Buch von Paula Begoun werden dazu fünf Studien gelistet: Cancer Epidemiological Biomarkers and Prevention (2008), Dermatology (2008), American Journal of Clinical Dermatology (2000), Archives of Dermatology (2000) und Journal of the American Medical assiciation (2000). Nach einem Querlesen des von dir zitierten ersten Artikels würde ich sagen, dass die Aussagen dieser Studien in diesem Punkt mit dem Artikel übereinstimmen.

      Deinen Youtube-Link habe ich mir erlaubt zu entlinken, weil ich einen so manipulativ aufgemachten Film nicht auf meinem Blog verlinkt haben mag – selbst wenn einige Aussagen inhaltlich bedenkenswert sein mögen.

      Viele Grüße 🙂

      • keimonish sagt:

        ….und genauso wie ein lebenslanger Nichtraucher Lungenkrebs bekommen kann, kann jemand, der sich immer vor UV-Licht geschützt hat, Hautkrebs bekommen. Hautkrebs ist auch nicht gleich Hautkrebs (wie ja schon erwähnt) . Manche Arten profitieren vom Sonnenlicht in der Hinsicht, dass es davor schützt oder das UV-licht hatte gar keinen Einfluss (z.B. bei mechanischen ,chemischen, genetischen Ursachen) und bei anderen wiederum steigt „nur“ das Risiko durch UV-strahlen…….

  • Jana sagt:

    Hach ja, viel diskutiertes Thema, was auch mich Käseweiß beschäftigt. Im Moment aber gar nicht mehr so sehr, weil mein größtes Problem, nämlich einen NK-Sonnenschutz zu finden, gelöst ist. Mit meiner Kimberly Sayer Creme bin ich nach wie vor rundum zufrieden, denke bereits über einen Nachkauf nach. Ich trage diese Creme an rund fünf Tagen die Woche entweder über einer dünnen Öl- oder Cremeschicht. Von Pickeln keine Spur, ich habe eher das Gegenteil beobachtet… Kann aber auch an meiner Salzseife oder meiner Nachtpflege (auch von KS) liegen. Seit ich meine Haut abends wieder dünn creme oder öle, hat sich mein Hautbild enorm gebessert. Sei es nun Nachtpflege oder Sonnenschutz, nach all dem Herumexperimentieren höre ich auf niemand anders mehr als meine Haut. Die weiß mittlerweile genau, was sie braucht 😉

    Ich bin auf deinen zweiten Teil sehr gespannt, auch wenn ich „meine“ Creme eigentlich schon gefunden habe. Bei dir lerne ich immer was dazu 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Die Creme von Kimberly Sayer interessiert mich auch, gerade wenn du so zufrieden damit bist. Aber wurde da nicht irgendwie die Rezeptur geändert, oder wie war das? Deswegen habe ich bisher davon abgesehen, sie mir zu bestellen.

  • Sun sagt:

    Hey Julie,

    wie spannend! Danke für diese tolle Zusammenfassung und deine Mühe 🙂

    Meines Wissens nach sind übrigens auch mineralische Sonnencremes nicht unbedingt förderlich für Fische und Korallen, aber natürlich nicht soooo schädlich wie die chemischen.

    „Überrascht hat mich der Hinweis, dass bisher nicht eindeutig nachgewiesen ist, dass Sonnenschutzcremes generell vor Hautkrebs schützen.“

    Das hat mich ehrlich gesagt auch am meisten überrascht, da ich mich hauptsächlich aufgrund des gesundheitlichen Aspektes eincreme. Das Thema Hautalterung spielt zwar auch eine Rolle, aber nicht so eine entscheidende. Ich schaue nach dem aufstehen immer erst mal was der Wetterbericht sagt und passe meine Kleidung und auch meine Pflege entsprechend an. Wenn ich das Haus nicht verlasse oder es bewölkt wird, creme ich mich auch nicht ein. Das Foto von diesem Trucker hat mir auch erst mal ein dezentes „WOW“ entlockt, aber dieser scheint der Sonne ja mehrere Stunden täglich ausgesetzt gewesen zu sein. Da das bei mir nicht zutrifft, mache ich mir da auch nicht wirklich weiter Gedanken drüber.

    Liebe Grüße
    °Sun

    • beautyjagd sagt:

      Die Aussage mit dem Hautkrebs hat mich wirklich stark verblüfft – ich dachte, dass das absolut felsenfest steht. Und dann gilt das gar nicht so einfach, sondern muss differenzierter betrachtet werden… Liebe Grüße 🙂

      • Julia sagt:

        Könnte das unter Umständen damit zu tun haben, dass manche Leute sich, wie oben schon erwähnt, einmal morgens etwas eincremes, sich dann einbilden, sie wären ja super geschützt, und dann den ganzen Tag in der Sonne brutzeln? Wer danach nämlich Hautkrebs kriegt, tut das nicht „trotz“ Sonnenschutz.
        Ich weiß nicht, inwiefern solche Untersuchungen auf die Aussagen der Probanden vertrauen. Teilweise muss so was ja über Jahre ablaufen, und wer kann schon nachprüfen, ob alle ihren Sonnenschutz richtig aufgetragen haben?
        Und wenn nur an Zellen im Labor getestet wird, sind solche Ergebnisse auch mal bedenklich.

      • beautyjagd sagt:

        Diese Fragen habe ich mir auch gestellt. Und dann kommt es auch immer noch auf die unterschiedlichen Krebsarten an. In diesem Artikel wird die verwirrende Datenlage zu dem Forschungesgebiet genauer dargestellt: http://breakingnews.ewg.org/2012sunscreen/sunscreens-exposed/sunscreen-and-skin-cancer/

  • AD sagt:

    Hey, danke für den langen und sehr informativen Post – freue mich schon sehr auf den zweiten Teil!!

    Ich komme gerade aus dem Urlaub in Spanien zurück und daher war das Thema Sonnenschutz bei mir natürlich ganz aktuell. Ich habe mir vor dem urlaub die LSF 20 Sonnencreme von Eco bei der Naturdrogerie bestellt.
    Was mir direkt bei Lesen deiner ersten Zeilen auffiel:

    „Es ist bekannt, dass Sonnencremes mit chemischen Sonnenschutzfiltern regelmäßig nachgecremt werden müssen, damit der Schutz erhalten bleibt.(…)“

    Auf der Verpackung der Eco steht, dass man bitte großzügig und häufig nachcremen soll, man darf also nicht denken, dass es mit einmal morgens auftragen getan ist, diese Erfahrung habe ich auch machen dürfen 😉

    Dann hatte ich letztens noch in einer Zeitschrift aus dem Reformhaus einen Artikel über NK-Sonneschutz gelesen, in dem die wichtigsten Fakten zusammengefasst waren, dort stand, dass NK im Gegensatz zu KK KEINE Nanopartikel enthält, sondern sich die Mineralien nur wie ein Spiegel auf die Hautoberfläche legen.

    Ich habe das Gefühl, überall wird sich ständig widersprochen, das verwirrt mich doch sehr 🙁

    Zum Anwendungscomfort kann ich sagen: KK ist doch wesentlich angenehmer aufzutragen 😉 Die Eco Sonnencreme ist doch recht zäh und lässt sich vergleichsweise schwierig verteilen, da muss man erstens sehr viel Produkt nehmen und zweitens sehr genau und gründlich einmassieren (da man sonst blöde, rote Sonnebrand-Muster an den Beinen bekomm *hmpf* 😉 )
    Da so eine kleine Tube um 10 Euro kostet und man bei einem Ganzkörperschutz, bei großzügigem Auftrag gerdae mal 5 Tage damit hinkommt, ist das natürlich auch recht teuer leider.
    Ein großes Plus allerdings an den Duft 😉
    Und an die Wirkung! Ich habe eher helle Haut, bekomme aber schon im Sommer eine recht ordentliche Bräune (allerdings auch recht schnell gereizte Haut oder leichten Sonnenbrand ohne Creme) und die Creme hat mich auch recht zuverlässig vor Sonnenbrand in Spaniens Mittagshitze bewahrt. Irgendwie hatte ich aber auch nach einigen Tagen das Gefühl, dass ich auch gar nicht Braun unter der Creme werde – das ist übrigens meiner Meinung nach die blödeste Ausrede, keine Sonnencreme zu verwenden, viele in meinem Bekanntenkreis sagen immer „..dann werde ich nicht braun“ – So ein Blödsinn.

    Was ich vll. noch erwähnen könnte: Ich habe nach 2 Tagen Sonneschutz an den Füßen (obendrauf) Sonnenallergie bekommen (gehe mal davon aus, dass es eine war) – auch komisch, dass es nur an einer Stelle war..

    Als Aftersun Pflege habe ich eine herkömmlich KK Aftersun Lotion benutzt und manchnal nur ein Aloe Vera Gel (die gibts in Soanien in Hülle und Fülle in jeden Supermarkt), eine etwas teurere Bio Variante. Gefällt mir auch als fettfreie Gesichtspflege ganz gut.

    So, nun aber Schluss….
    LG 🙂

    • Hmm – ja. Der Anwendungskomfort bei den „klassischen“ Sonnenschutzprodukten von Eco ist nicht unbedingt perfekt; andererseits aber schon viel besser als andere NK-Sonnencremes früher. 😉

      Sehr hohen Komfort bietet das Sonnenöl. Es lässt sich wie ganz normales Öl schnell auf dem Körper verteilen und zieht auch trocken aufgetragen einigermaßen ein. Ich empfehle es dennoch auf leicht feuchte Haut zu geben. Das beste: man sieht es absolut nicht. Der Geruch ist auch hier dezent „fruchtig“.

      Die Nachcreme-Empfehlung auf der Verpackung ist meines Wissens eine EU-Vorgabe. Es gibt einige Richtlinien bezüglich der Verpackung und der Warnhinweise und ich glaube mich zu erinnern, dass auch das ein Bestandteil ist. Zudem sollte man sich nach einem Aufenthalt im Wasser oder wenn man viel schwitzt auf jeden Fall nachcremen, wenn man den Schutz erhalten möchte.

      Es gilt aber trotzdem: der Schutz (also das Titanoxid) dringt nicht in die Haut ein und bleibt daher oben auf liegen. Es handelt sich also (in diesem Sinn und auch laut EU-Richtlinien) nicht um Nanopartikel. Wie aber bereits erwähnt, kann der Schutz nachlassen, weil sich die Partikel „verflüchtigen“.

      Liebe Grüße aus Mainz
      Die Naturdrogerie

    • beautyjagd sagt:

      Noch so ein langer Kommentar *freu* . Die normale Sonnencreme von Ecocosmetics finde ich auch pastig, da stimme ich dir zu. Gerade für das Gesicht mag ich sie nicht, aber da hat Eco Cosmetics ja nun noch andere Produkte rausgebracht.

      Zu zwei anderen Punkten in deinem Kommentar möchte ich noch was erklären: Natürlich muss man auch Sonnencreme mit physikalischen (=mineralischen) LSF nachcremen, weil sie sich abreiben können (sie zerfallen jedoch bei UV-Licht nicht wie chemische LSF es tun).

      Mineralische Lichtschutzfilter liegen grundsätzlich auf der Haut und reflektieren das Licht, wenn sie eine bestimmte Größe haben – aber mineralische Partikel, die besonders klein sind (=Nanopartikel) können anscheinend aufgrund ihrer geringen Größe in die Haut eindringen. Soweit ich weiß, gibt es NK-Firmen, die Nanopartikel verwenden (z.B. Alverde beim Sonnenschutz), andere wie Ecocosmetics verzichten darauf. (Die Kennzeichnungspflicht gilt ja erst ab 2013.)

      Liebe Grüße

  • Hallo Julie,

    ist dir bei deinen Recherchen auch was zur Infrarot-Strahlung über den Weg gelaufen? Das ist ja so DAS Thema zur Zeit im Sonnenschutzbereich, z. B. in den Lancaster-Produkten oder auch bei Ladival.

    Liebe Grüße!

    • beautyjagd sagt:

      Ich habe das Thema Infrarot-Strahlung bei meinen Recherchen gestreift – es wird ja (wie du schreibst) in der Werbung gerade stark thematisiert.

      Mein Wissenstand ist folgender: Es gibt wohl einige Studien, in denen nachgewiesen wurde, dass Infrarot-Strahlung zu einem Teil (in der Studie von Professor Krutmann zu 17%) bis in die Unterhaut vordringen und freie Radikale freisetzen kann, die dann zur Hautalterung beitragen können. Bisher gibt es allerdings keinen Filter gegen diese Strahlung, deswegen setzen Produkte wie die von Ladival auf zugesetzte Antioxidantien. Insgesamt scheinen die negativen Effekte von Infrarot-Strahlungen aber noch wenig erforscht zu sein (abgesehen davon, dass die Studie von Prof Krutmann auch noch von Stada (=Ladival) unterstützt wurde).

      Mich lässt dieses ganze Thema eher skeptisch zurück, irgendwie kann ich mich nicht gegen den Eindruck erwehren, dass es bei dem Thema auch um Marketing geht?

      Liebe Grüße

      • Da liegst du sicherlich nicht ganz falsch. Ist ja eine bewährte Methode, ein „Problem“ zu schaffen, nur um eine entsprechende „Lösung“ zu vermarkten – siehe Themenbereiche wie Cellulite oder große Poren – da hat’s ja auch geklappt…

  • AD sagt:

    Huhu Beautyjagd und Naturdrogerie, vielen Dank für die Antworten 🙂 Jetzt bin ich ein wenig schlauer, was die Nanopartikel angeht und auch sonst – das Sonnenöl werd ich mir im Shop nochmal genauer ansehen (wenn denn hier in Deutschland nochmal der Sommerausbrechen sollte)

  • Lisa sagt:

    Was für ein toller Blogpost und interessante Kommentare! Ich bin sehr inkonsequent, was meinen Sonnenschutz angeht. Die ganzen chemischen Sachen vertrage ich im Gesicht nicht mehr (brennt, Augen tränen), aber die mineralischen sind wirklich unpraktisch und kleben so unangenehm. Das Eco-Gel LSF 30 hat auch den Weg zu mir gefunden und irgendwas darin findet meine Haut auch nicht toll; es brennt auch ein wenig. Insofern hoffe ich mal, dass wenige Sonnenbäder, viel Kleidung und Make-up und Puder sowie viel Gemüse und Obst (Grüntee geht bei mir leider auch nicht 🙁 mich vor vielen Hautkrebs bewahren. Falten können bitte auch noch auf sich warten lassen…

    Ansonsten bin ich auch noch auf der Suche nach schönen, alltagstauglichen (!) Sonnenhüten und -schirmen.

    • beautyjagd sagt:

      Ich frage mich auch, weshalb die Sonnenschutzmittel mit physikalischen LSF immer so stark kleben- wahrscheinlich kann sich eine Schicht Mineralien nicht leicht auf der Haut anfühlen? Oder es liegt an der Kombi mit der Trägermasse? Ich hoffe, aber sich da noch was entwickeln wird!

  • Amira sagt:

    Vielen Dank für diese aufschlussreiche Zusammenfassung über die Fakten von Sonnenschutz. Ich bin auch der Meinung man sollte mit Bedacht Sonnenschutzmittel auftragen und lieber in schattigen Stellen ruhen, als in der knallen Sonne. Ich setze seit letztem Sommer auf Zink-Crèmes, die die Sonnenstrahlung einfach reflektieren. Man ist halt mit einer bescheuert-aussehenden weißen Schicht überzogen, aber man weiß, dass nur ein kleiner Prozentualanteil der gefährlichen UVA- und UVB-Strahlung in deinen Körper eindringen. Die Sonne lässt die Haut gefährlich rapide altern, also wer heute braun sein will, muss einen verfrühten Alterungsprozess in Kauf nehmen.

    Der perfekte Sonnenschutz

    • beautyjagd sagt:

      An diese Zinkcremes, die ja auch in USA sehr beliebt sind, traue ich mich in täglicher Anwendung nicht ran, weil ich befürchte, dass sie meine Haut austrocknen. Hast Du da was davon bemerkt?

  • […] Hier findet Ihr einen Artikel von Julie (beautyjadg) zu UV-Strahlung, Lichtschutzfiltern und einigen… Gefällt mir:Gefällt mirSei der Erste dem dies gefällt. Filed under Hautpflege and tagged Gesicht, Pflege, Sonnenschutz | 3 Kommentare […]

  • Rosée sagt:

    Ein guter Artikel vor allem mit wichtigen Hinweisen. Ich hab ja auch eine Zeit gedacht, in Deutschland braucht man keinen Sonnenschutz. Tja, ein paar Leute wohl doch, wie es aussieht: http://www.der-pflegeblogger.de/geschichten-und-erlebnisse/sonnenbrand-geholt-am-wochenende/ 😀
    Ich bin zum Glück eher ein dunkler Hauttyp, aber ich glaube ich werde da in Zukunft etwas vorsichtiger sein.

    • beautyjagd sagt:

      In meinen Augen ist das mit dem Sonnenschutz individuell anzugehen, mit allgemeinen Regeln für alle Hauttypen, für alle Orte der welt etc kommt man nicht weit. Letztes Wochenende am See war ich dankbar für die Cremes (und meinen Hut).

  • […] alle Interessierten verlinke ich hier nochmals meinen Post über Sonnenschutz im Allgemeinen, in 2012 habe ich außerdem Produkte von EcoCosmetics, Kibio und Florame vorgestellt (Kibio gibt es […]

  • T. sagt:

    Moin,

    bin gerade hierueber gestolpert und habe eine kurze Anmerkung: Die Passage „Das bedeutet, dass sich die Schutzwirkung bei hoeheren Faktoren nicht mehr wesentlich steigert.“ ist falsch. Von den angegebenen Prozentzahlen darauf zu schliessen, dass ein hoeherer LSF nicht mehr viel bringt, ist eine gefaehrlich falsche Vermutung; das koennte dazu fuehren, dass Leute denken, ein hoeherer LSF sei rausgeschmissenes Geld.

    Woher weisst du, dass die „Schutzwirkung“ linear skaliert? Vielleicht ist diese Wirkung ja bei einer Steigerung von 96 auf 98% doppelt so hoch? Das kann durchaus sein (logarithmischer Verlauf der „Schutzwirkung“, wie auch immer sich diese definiert), und deshalb bitte Vorsicht mit solchen Aussagen.

    Beste Gruesse
    T.

    • beautyjagd sagt:

      Hallo T., danke für Deine Anmerkung! Der von Dir zitierte Satz ist etwas arg flott bzw. verkürzt von mir geschrieben, da gebe ich Dir recht. Bei einem SPF 30 kann man 30 mal länger in die Sonne als die individuelle Eigenschutzzeit, bei einem SPF 50 dann schon 50 mal – so ist ja das Prinzip der SPFs. Trotzdem sollte man sich auch mit einem SPF 50 nicht zu sehr in Sicherheit wiegen, denn auch da wird die Sonne nicht komplett geblockt, wie man vielleicht denken könnte, wenn man liest, dass SPF 30 97% der UV-Strahlen blockt. Das wollte ich damit ausdrücken 🙂 – und das ist ja auch der Grund dafür, dass die EU das Wort Sunblock nicht erlaubt.

  • Sandy sagt:

    Ich habe eine wichtige Frage?
    Wie lange hält ein mineralischer Filter in Cremen oder bb Cremen? Muss man bei denen auch nach 3 Stunden wieder einschmieren?

    • beautyjagd sagt:

      Mineralische Filter zerfallen nicht, sind also stabil – allerdings können sie durch Schwimmen, Abtrockenen mit dem Handtuch oder durch Schweiß beim Sport weggerieben bzw. weggespült werden. Deswegen sollte man darauf achten und ggf. nachcremen.