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Hallo Hong Kong (5): Finger Shopping

finger shopping hong kong

Wie ein Regal in einem Beauty-Shop sieht diese Werbetafel in der U-Bahn-Station Tsim Sha Tsui in Hong Kong aus – und so etwas in der Art ist sie tatsächlich auch! Mit dem Smartphone kann man den QR-Code unter dem jeweiligen Produkt scannen und auf diese Weise direkt im Online-Shop von FingerShopping einkaufen.

Ich kann mich erinnern, dass es zur Einführung des Online-Shops Aliqua vor einigen Jahren auch mal so eine ähnliche Aktion in Deutschland gab. Auf Plakatwänden in deutschen Bahnhöfen waren Produkte abgebildet, die man dann im Online-Shop bestellen konnte.

Der Clou von Finger Shopping in Hong Kong ist allerdings, dass man sich die Produkte nicht nur nach Hause, sondern auch in einen der unzähligen und fast rund um die Uhr geöffneten Mini-Shops von Circle K liefern lassen kann. Und dort kann man auch die Bezahlung abwickeln – was ich sehr praktisch und sicher finde.

Für mich stellt Finger Shopping eine interessante Verbindung von Online und Offline dar: Die Auswahl an Produkten ist in Online-Shops meist vielfältiger und spezieller, aber die Bequemlichkeit bei der Bezahlung und Abholung ist in einem Laden vor Ort eindeutig größer.

Besonders gut an Finger Shopping gefällt mir übrigens, dass es dort ein umfangreiches Angebot an Naturkosmetik und „grünen“ Haushaltsreinigern gibt. Viele der Marken kommen aus Frankreich oder UK, z.B. L’Abre Vert oder Organic Surge. Auch die Auswahl an koreanischen Beauty-Produkten ist beachtlich (aber meist eher naturnah). Ich stelle es mir toll vor, abends beim Circle K ein Päckchen mit Naturkosmetik abzuholen 🙂 .

Wie findet ihr dieses Shop-Konzept? Ich musste einfach stehen bleiben und ein Foto von der Werbetafel machen.

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36 Kommentare

  1. Ellalei sagt am 28. Oktober 2014

    Sehr cool – das ist für mich Asien pur in konsumrelevanter Sicht! Ich bin zwiegespalten, denn einerseits ist die Bequemlichkeit natürlich gegeben, andererseits ist das Erlebnis Einkauf, egal ob on- oder offline damit völlig gekappt, wenn man mit dem Handy nur noch den QR-Code einliest statt stundenlang in den Shops zu „bummeln“. Mal schnell was besorgen – klar. Aber sinnlich ist anders.
    Gehört habe ich davon bislang nichts, zumindest nicht so geballt, denn klar kenne ich QR-Codes und dass man damit online einkaufen kann. Sinnvoll stelle ich es mir für eher nervige Einkäufe vor, wie eben Reinigungsmittel, Katzenfutter etc. Toll wäre ein solches „Einkaufsregal“ am Kühlschrank und schwupps ist alles aufgefüllt 😉

    • Hej Ellalei, du fährst zu selten ÖPNV. Ich stelle es mir total cool vor, an so einer Werbetafel zu stehen und während ich auf die immer mindestens 5 Minuten Verspätung habende Bahn warte ein paar Einkäufe zu erledigen. Das ist sicherlich nichts für High-End-Kosmetik shoppen, aber für so ein bisschen Kleinkram, der sich bei den Versandkosten nicht lohnt, ist das komfortabel. Ich renne so oft in den Laden und dann ist gerade aus, was ich will. Und bei der nächsten Wartezeit hole ich es ab 😉

      KaFu, Streu usw. hole ich lieber mit dem Auto oder Rad oder lasse es liefern, mit dem schweren Zeugs in überfüllte Busse oder Bahnen, das muss ich mir nicht geben.

      Na ja, ich kann mich nicht beklagen, bei meinen Umsteigestationen ist eigentlich alles in wenigen Schritten erreichbar. Aber ich denke, in der Fläche sieht das anders aus und für das Umland wäre das ein echter Gewinn. Denk mal dran, wie einige hier manchmal schimpfe, weil es so weit ist bis zum nächsten dm/Rossmann/Budni/Müller usw., von einem Bioladen mal ganz zu schweigen.

      • beautyjagd sagt am 28. Oktober 2014

        Bioläden sind hier in Hong Kong ja nicht gerade oft anzutreffen, ich denke, dass Finger Shopping mit seinem Sortiment an Naturkosmetik vielleicht genau diese Lücke füllen möchte.

    • beautyjagd sagt am 28. Oktober 2014

      @Ellalei: Ich glaube, ich hab mal von sowas gelesen, also einem Kühlschrank, der dann via Online-Shopping wieder automatisch aufgefüllt werden soll… aber das würde ich nur bei Basics passend finden, denn ich möchte ja nicht immer das gleiche essen.

      • Ellalei sagt am 28. Oktober 2014

        Das stimmt natürlich. Standardisierte Lebensmittelauffüllung sollte es auch nicht geben, bisschen Kreativität und spontane Lust muss schon sein. Basics in allen Haushaltsbereichen über diese Weise immer im Haus zu haben wäre allerdings praktisch.
        Sowas habe ich wohl auch mal gesehen: Ein Prototyp eines mitdenkenden Kühlschrankes, der einem sagt wann / ob Milch leer ist etc.
        Ein bisschen gruselig war das aber auch. Schleichende Entmündigung könnte man böse auch sagen, ähnlich wie bei diesem unsäglichen Gepiepse wenn ich im Auto nicht angeschnallt bin oder einparken will. Das geht mir mächtig auf den Keks! Wer nicht Autofahren kann muss es sein lassen, basta – oder wie in (mindestens) Paris üblich die Handbremse nicht anziehen 😉

        Daher mein ambivalentes Gefühl bei dieser Art „Service“: Was überlässt man damit tatsächlich alles einer Technologie? Wie sehr ist man noch eigenverantwortlich auch für Dinge, die einem lästig sind? Verlieren wir irgendwann (also wirklich in ferner Zukunft) Fähigkeiten, die wir Maschinen überlassen haben (wer kann heute noch Feuer machen ohne Feuerzeug o.ä.)? Und was passiert wenn diese Maschinen mal ausfallen? Sehen wir jetzt schon: Ist mal das Internet oder der Strom weg sind wir völlig aufgeschmissen – ist doch irre! Einerseits ist es toll, Entwicklungen zu sehen, die einen entlasten und Prozesse vereinfachen, andererseits mache ich mir schon solche Gedanken in Hinblick auf die langfristige Entwicklung.

      • beautyjagd sagt am 28. Oktober 2014

        Harald Welzer fragte ja auch: Entscheidet eigentlich die App oder entscheiden wir selbst noch? Das passt ja genau zu deinen Gedanken.

      • Und man muss im Auge behalten, dass mit dieser ganzen Technologie noch mehr Daten gesammelt werden. Google kauft nun Firmen, die vernetzte Haushaltstechnologie herstellen. Warum wohl? Passt doch prima zu den schon gesammelten Daten.

      • Echt Ellalei? Ich finde es super, dass es piept, wenn ich das Licht im Auto nicht ausschalte. Und auch die Einparkhilfe finde ich gut. In unseren alten Schüsseln gibt es die zwar nicht, aber ich könnte sie schon brauchen, die Queen of Einparking bin ich nicht gerade und Einparken in der Heidelberger Altstadt ist echt mein Alptraum. Vorne und hinten je 10-15 cm und dazu ein Bordstein von 10-15 cm – danach bin ich fix und foxi. Und jetzt stelle ich mir gerade vor, wenn in HD am Hang die Leute ihre Handbremsen nicht anzögen – da bekommt „Domino-Effekt“ eine ganz neue Bedeutung. Wenn ich mir dann noch die neuen Autos mit Sehschlitzen/Schießscharten statt Fenstern anschaue, da würde ich sterben.
        Hier in Berlin haben wir einfach den Luxus, dass die Parklücken recht komfortabel sind, häufig quer zu Fahrbahn und selten mit Bordstein.

      • Ellalei sagt am 28. Oktober 2014

        Jo Petra, Annehmlichkeiten am und im Auto gibt es für mich deutlich schönere als diese „hilfen“, denn die machen mich verrückt. Sizheizung, Lenkradheizung, sich verdunkelnde Rückspiegel und Scheiben… sowas macht Sinn. Klar ist es manchmal auch tricky in engen Parklücken, aber das ist doch auch eine Herausforderung! Da fehlt mir einfach das Erfolgserlebnis, wenn dieses blöde Gepiepe mir dazwischenfunkt. Nee, nicht mit mir.

        Bei Codecheck hab ich mit QR noch nix gemacht, da scanne ich die Barcodes der Produkte. Das ist cool. Und ja, ich fahre eher selten Bahn und noch viel viel seltener Bus. Dementsprechend habe ich auch noch nie ein Ticket via Handyapp bezahlt. Da bist du deutlich moderner 😉 Ich empfine Bus fahren als richtig schön altmodisch. In meiner Heimat war mein Onkel Busfahrer und wir durften als Kinder vorne bei ihm stehen (was sonst verboten war). Er fuhr einen großen „schlenki“ und wir spielten in der sich schlängelnden Mitte des Busses sogar Gummihopse. Das sind meine Bus-Erfahrungen. Da passen QR-Codes einfach nicht dazu, hihi.

      • Hihihi, solche Busse kenne ich auch noch. Aber ich musste weiter hinten stehen. Und für Erstklässler waren die Knöpfe für Halt und für das Öffnen der Tür zu hoch und wenn die Großen uns Lütte ärgern wollten, haben sie nicht für uns gedrückt und wir kamen nicht raus. Dann mussten wir von der Realschule 3 Stationen zurücklaufen und ein ganzen Stück durch den Wald – Horror!

  2. Was für eine coole Idee. Ich glaube sicher, bei uns in D käme das gut an. Gerade wenn man tagsüber keine Zeit hat, abends an der Tanke noch schnell das Paket abholen. Diese Möglichkeit würde ich gern haben.

    • beautyjagd sagt am 28. Oktober 2014

      Gute Idee mit den Tankstellen – denn wir haben ja in Deutschland keine flächendeckende Kiosk/Mini-Lädchen-Kette.

      • Na ja, dann lieber die Dorfkneipe. In Brandenburg und MeckPomm schließen die Tankstellen tlw. um 18 oder 19 Uhr.

      • Ellalei sagt am 28. Oktober 2014

        Au ja, ab in die Kneipe. Hast du abends auf dem Land keinen Sprit mehr musst du eh dorthin, da hat Petra recht 😉

  3. Sehr interessant. Natürlich ist das kein Shopping Erlebnis, aber mal schnell was kaufen, was man braucht, ist damit ziemlich einfach und Zeit sparend
    Gibts das von vielen verschiedenen Firmen? Oder ist das so eine Art DM?
    Nachteil: Das funktioniert ja nur richtig in Großstädten und da bekommt man eh alles an jeder Ecke. Und da wo, man lange Wege hat, in kleinen Städten oder aufm platten Land, kann ich mir nicht vorstellen, wie das gehen soll.
    Überhaupt würde ich es lieber mögen, mein Päckchen auf dem Heimweg beim Laden abzuholen, als auf den DHL Mann zu warten, der immer dann kommt, wenn ich nicht zu Hause bin und mich dann nach den antiquierten Postöffnungszeiten richten zu müssen. Abends bis 18 Uhr, Samstags bis 12.30 Uhr, Mittagspause von 13-14.30. Die sind doch in den 80ern hängengeblieben.

    • beautyjagd sagt am 28. Oktober 2014

      Ja, die Öffnungszeiten von den Mini-Lädchen sind superbequem, da kann keine Post mithalten. Und es gibt sie wirklich an jeder Ecke. Ich kann mir vorstellen, dass man in Hong Kong zwar viel bekommt, aber wenn man dann ein spezielles Produkt sucht, dann ist es schon sehr aufwendig, durch die ganze Stadt fahren zu müssen – gerade wenn man wenig Zeit hat.
      Und ich habe dieses Konzept bisher nur von Finger Shopping gesehen, also einem Händler. Könnte mir aber vorstellen, dass das kopiert wird, wenn es gut ankommt (oder hab ich Deine Frage missverstanden?).

      • Ach die Firma heisst Finger Shopping 😀 ich dachte so heisst das Konzept .
        Jetzt hab ichs verstanden und gegoogelt. Die scheinen so etwas wie der Müller von Hongkong zu sein.

      • beautyjagd sagt am 29. Oktober 2014

        Ja genau, ein Online-Müller, sozusagen – statt eigenen Filialen macht man dann die Auslieferung via K Circle (diesen Minishops) oder eben per Post.

      • Ich hab auch erst gedacht, das heißt Finger Shopping, weil man das per Handy und irgendwie mit den Fingern erledigt, also drauftippt 😉
        Ach, ich weiß es nicht, ich möchte eigentlich schon in einen Laden gehen und selbst einkaufen. Mal so im Vorübergehen oder beim Warten auf die Bahn shoppen könnte auch bedeuten, dass man aus Langeweile mehr bestellt, als man braucht. So ungefähr wie das Süßigkeitenregal im Supermarkt immer an der Kasse auf Höhe der Kinderaugen aufgestellt wird 😉

      • beautyjagd sagt am 29. Oktober 2014

        Ich denke schon, dass der Firmen-Name Finger Shopping verdeutlichen soll, dass man nur aufs Handy tippt und so einkauft! Und ja, natürlich ist das wieder mal Konsum-Verführung pur 🙂 Hier in Hong Kong kann man sowieso schon Shoppen bis zum Umfallen, da macht so ein bisschen Finger Shopping gerade nichts mehr aus 😉

  4. Oh oh, wie verlockend! 😉 Ein sehr interessantes und innovatives Geschäftsmodell, was ich mir sehr gut in unseren in Großstädten vorstellen könnte.
    LG
    Nicole

    • beautyjagd sagt am 28. Oktober 2014

      Ich habe auch zuerst an Großstädte gedacht – aber vielleicht klappt es auch auf dem Land, wo ja erst recht ein Bedarf für speziellere Produkte besteht, zB via Auslieferung an Tankstellen, wie Tinted Ivory weiter oben vorgeschlagen hat.

  5. Das wäre überhaupt nichts für mich, ich kaufe entweder online oder direkt im Geschäft ein. Schon alleine die Sache mit dem QR-Code sannen wäre für mich nichts und würde mich mehr nerven als alles andere.

    • beautyjagd sagt am 28. Oktober 2014

      Naja, online kann man da ja nun auch einkaufen… das mit dem QR-Code ist ja nur auf den Werbetafeln zu sehen (die dann eben direkt zum Produkt führen).

    • Ich finde die QR-Codes extrem komfortabel. Ich muss nicht mehr Kleingeld dabei haben, um im Bus ein Ticket zu lösen, sondern bezahle mit meiner App. Und ist das Funksignal mal nicht das Beste (in der U-Bahn oder der brandenburgischen Pampa), dann scanne ich den QR-Code an der Haltestelle beim Ein- und Aussteigen. Und auch für die Code-Check-Anwendung finde ich ihn bequem, denn die INCIs, die ich nicht kenne, im Laden mit der Hand einzuklimpern, scheitert schon an der „Größe“ der Schrift.

  6. mit QR-Codes habe ich noch nicht viel zu tun gehabt, finde das Ganze aber spannend und auch in Verbindung mit Einkauf von Naturkosmetik und/ oder anderen Produkten stelle ich mir das komfortabel vor. Mir tun nur die Leute leid, die vermutlich in den Läden dann bis spät am Abend arbeiten müssen…..das ist meiner Meinung nach eine der Kehrseiten von dieser Art von Einkauf..
    der Feierabend rückt immer weiter Richtung Nacht…..arbeiten möchte ich selbst dann nicht…

    • beautyjagd sagt am 29. Oktober 2014

      Das mit den Arbeitszeiten ist hier in Asien (oder auch in den USA) definitv anders… Aber auch in Köln gibts ja jede Menge Kioske, die bis spät in die Nacht offen haben.

  7. queenie sagt am 28. Oktober 2014

    Spannend, sowas – und total interessant. Vor allem für mich „Dinosaurier“ – ich habe noch nicht mal ein Smartphone…*lach*. Und ich war und bin einfach eine haptische Einkäuferin, bestelle nur selten im Internet. Ich mag einfach was anfassen, für gut befinden, mitnehmen und direkt benutzen, dann ist die Freude daran unmittelbarer. Und das wird sich ob meines fortgeschrittenen Alters sicher auch nicht mehr ändern!

    • beautyjagd sagt am 29. Oktober 2014

      Fortgeschrittenen Alters *lach* Ich kaufe auch sehr gern vor Ort ein, aber mittlerweile finde ich es schon auch toll, in schönen Online-Shops einzukaufen und dann das Paket zu erwarten. Liegt aber ganz sicher auch an der spezielleren Auswahl, die diese Shops bieten und die ich vor Ort nicht habe.

  8. Irgendwie weckt das das „Automatenkind“ in mir…^^
    Mit QR-Codes habe ich nichts am Hut, aber die Idee mir die Produkte in
    die Filiale liefern zu lassen und so evtl. Porto zu sparen, finde ich an-
    sprechend…oft genug müsste ich bei verschiedenen Shops bestellen
    und das Porto hält mich dann meist ab.

    • beautyjagd sagt am 29. Oktober 2014

      In mir kommt da auch eindeutig das Automatenkind durch 🙂 🙂

  9. Als begeisterte Onlineshopperin fände ich ein solches Konzept natürlich genial! Da die Schweiz in vielen Dingen hinterherhinkt, bin ich es gewohnt, im Ausland einzukaufen und das läuft in den meisten Fällen auf Onlineshopping hinaus.

    Dass man die Artikel in einem Laden abholen kann, finde ich sehr sympathisch. So kann man sich das Porto sparen und die Bezahlung direkt abwickeln. Daumen hoch!

    Ich wünsche mir, dass dieser Trend nach Europa überschwappt!

    • beautyjagd sagt am 29. Oktober 2014

      Den Aspekt mit der Bezahlung finde ich besonders gut, man muss so keine Bankdaten etc. beim Bestellen angeben.

  10. das sehe ich genauso, wegen der Bezahlung vor Ort ist das superpraktisch und die Bankdaten kann keiner „stehlen“, ja, ich liebe auch meine Päckchen mit Naturkosmetik und so hat man beides….

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