Körperpflege Naturkosmetik

Springerle

speick-springerle-seife

Könnt ihr euch noch an den heißen Monat August erinnern? Lang ist’s her… und es hat damals trotzdem schon etwas geweihnachtet: Als ich das Speick-Werk in Leinfelden-Echterdingen besucht habe, wurden mir auch die neuen Weihnachtsseifen gezeigt. Bei einem der Motive war ich sofort restlos begeistert und durfte glücklicherweise ein Exemplar davon mitnehmen: Eine Springerle-Seife!

Nun bin ich gespannt, wer von euch mit dem Wort Springerle etwas anfangen kann 🙂 . Ich kenne das altmodische Weihnachtsgebäck von meiner Großmutter, meine Mutter hat die Tradition dann übernommen und jedes Jahr kommen die wunderschönen Holzmodeln (oben auf dem Bild) zum Einsatz. Hergestellt werden die Plätzchen aus einem Anis-Eierschaumteig, der dann beim Backen aufgeht (und quasi aus der Form springt, daher der Name). Eine offensichtlich sehr süddeutsche Angelegenheit, zu der es sogar einen Wikipedia-Eintrag gibt.

Auf dem cremeweißen Seifenspringerle von Speick ist ein Engel abgebildet und sieht so dem Gebäck zum Verwechseln ähnlich. Wie alle Seifen von Speick ist die Springerleseife mit 3% Wachscreme ausgestattet, die körperverwandte Fettsäuren enthält und die Hautbarriere schützt. Mit Sebumetermessungen konnte Speick nachweisen, dass nach dem Waschen mit der Speick-Seife auf der Haut mehr Fett nachzuweisen war als zuvor.

Und wie ist die Seife nun so? Tatsächlich duftet die Springerleseife ganz dezent nach dem namensgebenden Gebäck, also etwas pudrig und einem Hauch Anis. Sie liegt sehr gut in der Hand und entwickelt beim Händewaschen einen cremigen Schaum, meine Haut fühlt sich danach nicht trocken an.

Die Seife basiert auf verseiftem Palm-, Kokos- und Olivenöl, sie ist vegan und vom BDIH zertifiziert:

INCI: Sodium Palmate, Sodium Cocoate, Aqua, Sodium Olivate, Glycerin, Parfum, Cetearyl Alcohol, Glyceryl Stearate, Potassium Stearate, Potassium Palmitate, Sodium Gluconate, Sodium Chloride, Sodium Thiosulfate, CI 77891, Citronellol, Geraniol, Limonene.

Eine limitiertes Seifenspringerle wiegt 50 gr. und ist in einem Sachet verpackt, es kostet 1,99 EUR. Ich habe die Seife schon in meinem Bioladen gesehen (beim Biomarkt denn’s ist sie gerade für 1,49 EUR im Angebot). Online habe ich sie z.B. bei Kosmetikkaufhaus oder bei Speick direkt gefunden. Es gibt außerdem noch andere Weihnachtsseifen von Speick, z.B. einen toll duftenden Tannenbaum oder einen Stern.

Mein Fazit: Eine tolle Idee von Speick, eine Seife in Form eines traditionellen und regionalen Weihnachtsgebäcks anzubieten! Ich könnte mir eine ganze Springerle-Kollektion mit Tier- und Pflanzenmotiven wie auf den Modeln von meiner Mutter vorstellen…

Here you can find an English version of this article.

Und, kanntet ihr Springerle? Habt ihr nun mehr Lust aufs Backen oder auf die Seife bekommen 😉 ? Habt ihr die Weihnachtsseifen von Speick schon in den Läden gesehen?

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48 Kommentare

  1. Wie schön die Seifen sind! Mir fiel spontan, als ich das Photo sah, Spekulatius ein. Bei Denn`s im Angebot? Muss ich mal nachher gucken, ob der Denn`s in meiner Nähe diese wunderschönen Seifen auch anbietet. Tolle Idee von Speik, muss ich auch sagen.

    • beautyjagd sagt am 26. November 2015

      An Spekulatiusformen musste ich auch denken, als ich das Foto gemacht habe! Bei meinem denns (und der ist nicht so groß) gab es die Seifen, ich hab schon zugeschlagen.

      • Bei „meinem „denn’s gibt es die Seifen leider nicht. Sie haben dort überhaupt keine Produkte von Speik , wie ich heute festgestellt habe. In irgendeinem Laden werde ich sie schon noch finden…

      • Da habe ich natürlich nicht geguckt. Ich bin davon ausgegangen, dass sich die Seifen in unmittelbarer Nähe der Kosmetikecke befinden. Vielen Dank für Deinen Hinweis und Link! Wenn sie als Angebot im Prospekt aufgeführt sind, müssen sie ja auch in dem denn’s erhältlich sein.

  2. Nix da nur in Süddeutschland!!! Ich liebe Springerle und jede andere Art von Anisgebäck. Und natürlich habe ich neben Spekulatiusmodeln auch Springerle-Modeln, noch besser sogar, eine Modelrolle 😉
    Und nach der Seife werde ich selbstverständlich schauen, die ist perfekt für die Adventszeit und ich kann die niedliche Bienenwabenseife von Melvita, die Kerstin mir aus Paris mitgebracht hat, noch bis nach Weihnachten vor sich hinduften lassen…
    Hach ja, es weihnachtet sehr, so langsam konnte sich ich in Stimmung. Und jetzt langsam muss ich endlich meine Hoffnung aufgeben und meinen Garten-Schaukelsessel einwintern…

    • beautyjagd sagt am 26. November 2015

      Ah, Du bäckst die Springerle selbst, das ist ja cool!
      Und ja, ich verabschiede mich auch vom Herbst, hier sieht es eindeutig nach Winter aus.

  3. Dein Foto ist ja klasse! Ich habe die Seifen auch schon im Bioladen entdeckt, aber im Moment bin ich nicht so im Seifen-Fieber 🙂

    • beautyjagd sagt am 26. November 2015

      Ich hätte ja gern auch ein Foto mit der Seife unter echten Springerle gemacht, aber meine Mutter bäckt erst im Dezember, so lange wollte ich nicht warten 🙂

  4. Das Seifen-Springerle auf dem Foto schaut ja mal sehr echt aus; kann aber auch daran liegen, dass ich seit rund 20 Jahren keines mehr gesehen habe. 😉 Springerle gehörten immer zum großen Brödle-Sortiment meiner schwäbischen Oma. Ich mochte den Geschmack allerdings nicht, weshalb sie bei mir immer liegen blieben bis sie steinhart waren. Und obwohl ich auch heute noch keinen Anis mag, habe ich große Lust mir so eine Seife zu kaufen. Oder besser gleich zwei, damit ich eine aus purer Nostalgie behalten kann. 🙂

    • beautyjagd sagt am 26. November 2015

      Meine Großmutter kommt auch aus dem Schwäbischen, ich vermute, dass daher die Springerle-Tradition in unserer Familie kommt. Als Kind waren das auch nicht meine Lieblingsplätzchen, da mochte ich lieber alles mit Schokolade – aber mittlerweile mag ich die Springerle richtig gern.

  5. Speicks Engel: nett.

    Aber die Backformen, liebe Julie, sind wunderbar, her damit!

    LG,
    Theo

    PS: Seifen sind nicht mein Thema, weil die Dinger bei Gebrauch geschossartig aus der Hand flitschen, um in bisher unbekannten Ecken zu verschwinden, und nach Gebrauch selbst bei Aufbewahrung am Spieß sehr matschig bleiben. Somit wäre das auch wieder solch‘ Zeugs, das unnötig im Bad herumstehen würde.

    🙂

    • beautyjagd sagt am 26. November 2015

      Die Formen sind toll, ich konnte beim Fotografieren auch gar nicht mehr aufhören 🙂 (dabei brauchte ich ja nur ein Foto)

  6. Wie hübsch 🙂 Leider ist Anis weder vom Geruch noch vom Geschmack her meins. Die Seife ist also nichts für mich.
    Man könnte aber dem Eierschaumteig eine andere Geschmacksrichtung geben, z.B. Kokosspringerle. Oder? Müsste doch gehen. Vielleicht sehr ich Springerleformen auf einem Weihnachtsmarkt. Dann würde ich das mal ausprobieren.

    • beautyjagd sagt am 27. November 2015

      Kokosspringerle sind vielleicht auch mal einen Versuch wert, warum nicht 🙂

  7. Das ist ja nett! Die Holzmodeln haben mich zuerst an alte Buttermodeln erinnert (obwohl die eigentlich Seitenwände haben)…aber die Kekse hören sich nach einer so schönen Tradition an. Gekannt habe ich sie aber nicht! So eine Seife wäre echt ein nettes kleines Geschenk jetzt zur Weihnachtszeit 🙂

    • beautyjagd sagt am 27. November 2015

      Holzmodeln sind echt was tolles, ich habe gerade mal Buttermodeln auf Bildern im Netz angesehen – jetzt möchte ich auch, dass meine Butter ein Vögelchen drauf hat 🙂

  8. meerwoge sagt am 26. November 2015

    Hallo beautyjagd,

    vor ganz vielen Jahren gab es es schon einmal eine Seife von Speick mit Anis, die irgendwann leider nicht mehr lieferbr war. Ich bin daher dieser Renaissance sehr aufgeschlossen :))

    Danke für den Tip.

    • beautyjagd sagt am 27. November 2015

      Ah, die kannte ich nicht – aber so richtig stark duftet die Seife auch nicht nach Anis (insgesmat sehr dezenter Geruch), nicht dass Du enttäuscht bist!

  9. Als langjährige Bewohnerin des südlicheren Zipfel Deutschlands waren mir die Springerle gleich einen nostalgischen Seufzer wert.. dabei mag ich Anis noch nicht mal. Aber die Weihnachtsbrödle ohne waren einfach nicht komplett. Hier in Köln sieht es damit natürlich eher maus aus, aber die schöne Seife schicke ich bestimmt irgendjemandem.. wahrscheinlich jemandem, der in Baden lebt. Weil’s da so schön ist.

    Auch ich finde das Photo übrigens sehr gelungen!

    • beautyjagd sagt am 27. November 2015

      In Köln hab ich Springerle auch nie gefunden, habe dort aber auch nie gesucht, weil ich das immer für ein regionales Gebäck hielt. ich finde auch, dass Seifenspringerle ist ein perfektes Geschenk, gerade für Südwestdeutsche (Schwaben, Baden etc) 🙂

  10. Ohhh, hoffentlich gibt es davon nächstes Jahr noch mehr! Dieses Vögelchen zum Beispiel stelle ich mir toll vor! <3 Sehr schöne Idee, ich werde mir bei Gelegenheit eine kaufen und vielleicht auch eine weiterverschenken!

    • beautyjagd sagt am 27. November 2015

      Vögel würden mir auch noch besser als der Engel gefallen, hoffentlich liest hier jemand von Speick rein 😉

  11. Springerle? Nie gehört! Aber wie schön sind denn bitte diese Holzformen??? Das ist ja dann eine besonders schöne Weihnachtstradition, die für meinen Geschmack jede Menge kindlichen Weihnachtszauber bewahrt. Herrlich!

    Lieben Dank fürs Zeigen
    Ida

      • Öhm….nicht, dass ich wüsste. Was zum Harz auf jeden Fall dazu gehört, ist Baumkuchen. Ansonsten hat es der gemeine Harzer mehr so mit Wurst und Fleisch. 😀 Die regionale Küche ist hier so gar nicht mein Fall.

      • beautyjagd sagt am 27. November 2015

        Ja stimmt, Baumkuchen, sehr lecker! Und ungeheuer beliebt in Japan 🙂

  12. Pfingstrose sagt am 26. November 2015

    Ganz tolles Foto, allerliebst diese Seifen, habe sie auch schon gesichtet, aber noch nicht gekauft, wäre ein schönes Mitbringsel für meine Nichte, die so Engel steht ?.

    • beautyjagd sagt am 27. November 2015

      Ich muss ja zugeben, dass ich selbst es ja nicht so mit Engeln habe 😉 , aber auf einem Springerle ist das Motiv absolut passend 🙂 Ich glaube, die Seife wird Deiner Nichte gefallen!

  13. Ich liebe Anis. Geruch und Geschmack. Die Art von Plätzchen kenne ich gar nicht … Ich hole mir auf jeden Fall eine

    • beautyjagd sagt am 27. November 2015

      Aber ist wie gesagt nicht so stark parfümiert, eher dezent, wie das Plätzchen auch!

  14. Anajana sagt am 26. November 2015

    Ich liebe Anis und ich liebe Plätzchen. ? Morgen hol ich bei meiner Mutter die erste Fuhre Spritzgebäck. Nach einem Rezept von meiner Oma. So ein Ärger, dass mein Mann das nicht mag. ?? muss ich es wohl alleine essen.
    Von Springerle hab ich noch nie gehört, ich hoffe auf Fotos auf Instagram im Dezember.

    Ich werde mal Ausschau nach den Seifen halten.

    • beautyjagd sagt am 27. November 2015

      Gute Idee, ich werde mal den (sensationellen, wie ich finde) Plätzchenteller meiner Mutter fotografieren – vielleicht schüchtert der mich immer so ein, dass ich selbst nur ganz zaghaft backe 😉

  15. Ich kenne Springerle sehr gut und liebe die Plätzchen mit Anis sehr.
    Und das als Seife finde ich eine tolle Idee. Danach werde ich im Biomarkt auf jeden Fall Ausschau halten ☺

    • beautyjagd sagt am 27. November 2015

      Bäckst Du sie selbst oder hast Du eine gute fränkische Adresse, die Du mir verraten kannst 🙂 ?

      • Mir sind die Springerle leider in Franken noch nie begegnet. Ich kenne sie aus meiner Heimat aus Süddeutschland, genau wie du es geschrieben hast 🙂
        Und an Weihnachten esse ich sie immer dort, backe sie aber nicht selber.

  16. Tanja Kathrin sagt am 27. November 2015

    Lecker, Springerle! Hab ich schon ewig nicht mehr gegessen!
    Meine Ma hat auch solche schönen Förmchen, vielleicht sollte ich die mal ausleihen und einen Backversuch starten 🙂

    Ich bin grad im Shoppingfieber, überall black-friday-Aktionen, ohoh …

    Bei ecco-verde gibts bis zu 40% und die 10% vom code aus der sidebar hier kommen OBENDRAUF!
    Da musste ich mir schon mal Nachschub vom Apostle Serum bestellen und ich hab grad beschlossen, dass meine besten Freundinnen dieses Jahr die Antipodes Claensing Butter zu Weihnachten bekommen!
    Haben die ein Glück 😀

    • beautyjagd sagt am 27. November 2015

      Dein Kommentar hat mich nun verführt, das Apostle Serum bei Ecco Verde zu kaufen, um das ich schon ewig (seit deinen Lobtiraden 😉 ) herumschleiche… 🙂

      • Tanja Kathrin sagt am 27. November 2015

        Hihi
        Da wurds aber auch mal Zeit, dass du das ausprobierst! 😉

  17. Aber klar, kenne ich Springerle! In Baden hat man ja quasi nur Wörter mit der le-Endung. 😀 Ich finde sie allerdings furchtbar – Anis, Pfui! Aber die Seife sieht sehr süßs aus. 🙂

    • beautyjagd sagt am 27. November 2015

      Hihi, ich hab die „le“-Endung auch in mir, dank meiner süddeutschen Herkunft 🙂

  18. Elisabeth S. sagt am 28. November 2015

    Springerle <3 macht meine Mama auch jedes Jahr, allerdings nicht nur zu Weihnachten sondern auch zu Papas Geburtstag im April, dem Zelturlaub im August und zu sonstigen besonderen Gelegenheiten.
    Und da meine Mutter auch immer Model geschenkt bekommt haben wir eine beachtliche Sammlung zu Hause.
    Die Seife muss ich mir unbedingt anschauen, wäre vielleicht auch ein tolles Geschenk für meine Mama.
    Liebe Grüße!

    • beautyjagd sagt am 30. November 2015

      Oh ja, das hört sich dann ja nach einem perfekten Geschenk an!
      Cool finde ich ja, dass Deine Mutter sogar im Zelturlaub Springerle bäckt, das ist großartig 🙂
      PS: Da hier schon eine Elisabeth kommentiert, habe ich an Deinen Namen noch einen anderen Buchstaben dran gehängt – aber Du darfst gern auch einen anderen Namen wählen.

  19. Lisa_MUC sagt am 1. Dezember 2015

    Am WE habe ich auf einem Weihnachtsmarkt hier im Bayerischen einen ganzen Stand nur mit Springerle, besonders auch hochwertigen großen historischen Bildmotive entdeckt. Der Anbieter ist auf verschiedenen kunsthandwerklich orientierten Weihnachtsmärkten zu finden, aber auch auf dem Weihnachtsmarkt am Marienplatz in München. Die „Bildwerke“ in dieser ernormen Vielfalt und schönen Plastizität haben mir so gut gefallen, da mach ich jetzt hier mal Werbung dafür: Lebzelter.de.
    Mich haben ja ganz besonders die großen historischen Bildmodel mit Krippendarstellungen etc. fasziniert, aber auch die kleineren Motive, zum an den Baum hängen, sind toll! Leider kommt das auf der Webpage längst nicht so rüber, wie „in Echt“…..

    • beautyjagd sagt am 2. Dezember 2015

      Falls ich noch vor Weihnachten nach München komme, muss ich unbedingt mal gucken, ob ich den Stand da finde 🙂

      • Lisa_MUC sagt am 10. Dezember 2015

        Falls Du demnächst mal nach MÜnchen kommst, musst du unbedingt dem neuen „EATALY“ in der Schrannenhalle neben dem Viktualienmarkt einen Besuch abstatten, da ist nämlich auch eine – gar nicht mal kleine – Biokosmetikecke mit drin, mit lauter hierzulande unbekannten Marken. 🙂

      • beautyjagd sagt am 10. Dezember 2015

        Jetzt habe ich die ganze Zeit überlegt, woher ich Eataly kenne – ich glaube, aus Tokyo… *grübel* Toll, dass es das nun auch in München gibt! Ich wäre nie darauf gekommen, dass es dort auch Naturkosmetik gibt, muss ich mir unbedingt merken 🙂 Danke!

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