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Beauty-Notizen 11.1.2019 (Madeira-Edition)

Naturkosmetik Madeira

Was für eine unglaubliche Wohltat! Relativ spontan habe ich die erste Woche des Jahres auf Madeira verbracht: Sieben Tage lang Frühlingswetter, viel Sonne und großartige Natur. Sieben Tage lang habe ich mal wirklich (fast) nicht gearbeitet – das hatte ich schon Jahre nicht mehr! Leicht fiel mir das Abschalten zugegebenermaßen nicht, aber eine Woche ist dafür wahrscheinlich auch zu kurz. Einer meiner Vorsätze für das neue Jahr ist es ja, mir mehr Freiräume für Gedanken und Ideen zu schaffen – womit ich hiermit immerhin schon mal begonnen habe 🙂 .

Festliche Augen

Bevor ich gleich noch ein bisschen von meiner Woche in Madeira erzähle, möchte ich erst noch auf meinen neuen Artikel für den Bio-Blog hinweisen: Ich zeige darin verschiedene Augen-Make-ups mit Kajal und Eyeliner – so kommt auch Naturkosmetik-Mascara groß raus! Viel Spaß beim Lesen und Gucken!

Madeira Love

Ehrlicherweise war ich überrascht, wie gut mir Madeira gefallen hat: Normalerweise bin ich nicht so der Typ für Touristen-Destinationen. Da es jedoch auf der Insel im Atlantik kaum Sandstrände gibt, fällt der klassische Badetourismus weg. Dafür kann man in natürlichen Lava-Pools schwimmen, für mich das wunderbare Highlight der Reise! Und auch die teils bizarren Felsformationen (Madeira ist eine Vulkaninsel) haben mich stark beeindruckt. Von der subtropischen Pflanzenwelt gar nicht zu sprechen: Bananen, verschiedene Aloe-Pflanzen, Maracuja-Ranken, Avocado-Bäume, blühende Strelitzien, Lorbeerbäume, rote Fackellilien, weiße Calla, Zylinderputzer oder Zuckerrohr soweit das Auge reichte… Einfach nur wow!

Creme de Mãos von Terramiga

Während ich also mit der Botanik auf Madeira gut beschäftigt war, sah es mit Naturkosmetik eher mau aus. Aber eine Pause von der Beautyjagd schadete mir nicht! In einem etwas schöneren Andenkenladen entdeckte ich immerhin die Creme de Mãos von Terramiga. Die Marke stammt aus Funchal, der Hauptstadt von Madeira. Die Inhaltsstoffe könnten – bis auf die Duftstoffe – meiner Ansicht nach als Naturkosmetik durchgehen, sie basieren neben Wasser auf verarbeiteten pflanzlichen Ölen. Aus Madeira kommt der darin enthaltene Lorbeerwald-Honig. Gekostet hat der Flakon um die 13 Euro, also nicht ganz günstig für eine Handcreme. Aber sie stammt eben auch aus Madeira 🙂 ! Leider konnte ich keine Homepage der Firma finden; das bekannteste Produkt von Terramiga ist eine Peelingseife mit Sand von der vor Madeira liegenden Insel Porto Santo.

Sonnenschutz auf Madeira

Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass das Wetter so sonnig auf Madeira werden würde, denn auch dort herrscht Winter und es kann damit deutlich regnerischer als im Sommer sein. Aus diesem Grund hatte ich als Basis für das Gesicht die getönte Anti-Pollution City CC Cream von Mádara mit LSF 15 mitgenommen, ich habe sie bereits auf dem Blog vorgestellt. Glücklicherweise hatte ich dazu den getönten Sonnen Stick LSF 50 von Alga Maris gepackt, zusammen mit der CC Cream eine super Sonnenschutz-Kombi. Die Tönung des Sticks ist zwar momentan einen Ticken zu dunkel für mich, aber ich konnte ihn wie beim Contouring verwenden.

Marula-Öl von Aroma Zone

Auf Instagram habe ich bereits gezeigt, dass ich als Gesichtsöl einen kleinen Flakon Marula-Öl von Aroma Zone mit nach Madeira genommen habe. Das Fläschchen habe ich im Dezember in Paris gekauft, weil das Virgin Marula Luxury Facial Oil der amerikanischen Kosmetikmarke Drunk Elephant seit einiger Zeit in der Beauty-Szene Furore macht. Im Grunde ist Marula-Öl ein schützendes und gut pflegendes Öl, da es hohe Anteile an Ölsäure, Stearinsäure und Palmitinsäure enthält. Es wirkt dazu antioxidativ und ist entsprechend stabil. Ich trage es auf der feuchten Haut auf, damit es gut einzieht. Grundsätzlich würde ich es eher für trockene und schutzbedürftige Haut empfehlen – es duftet übrigens relativ neutral. Der Mini-Flakon mit 10ml von Aroma Zone hat gerade mal 1,50 Euro gekostet (ist also sehr viel günstiger als das Facial Oil von Drunk Elephant!).

Swing Time von Zadie Smith

Meine Reiselektüre stand schon seit vergangenem Frühling bei mir im Regal herum, nun hatte ich endlich Zeit, Swing Time von Zadie Smith zu lesen. Ausgangspunkt ist die Freundschaft zweier Mädchen, die sich beim Ballettunterricht im benachteiligten Nordwesten Londons in den 80er Jahren kennenlernen. Die Lebenswege verlaufen jedoch äußerst unterschiedlich, selbst wenn die Herkunft von beiden (zumindest oberflächlich betrachtet) ähnlich ist. Die britische Autorin stellt damit viele Fragen in den Raum, die mich sehr zum Nachdenken angeregt haben: Wie stark prägen Herkunft, Hautfarbe, Wertvorstellungen in der Familie und vor allem Schichtzugehörigkeit das eigene Leben? Kann man diesen Fixpunkten überhaupt jemals entkommen und falls ja, zu welchem Preis? Spannend waren für mich auch die Abschnitte, die in einem westafrikanischen Land spielen und mir teils ganz unerwartete Blickweisen eröffneten. Genau kann ich nun eigentlich nicht beschreiben, was Swing Time für mich ist: Wahrscheinlich ein Entwicklungsroman, ein britisch-globales Gesellschaftsbild und auch ein philosophischer Essay zugleich, unterlegt mit Tanz und Musik.

Kokosöl

Etwas unterschätzt hatte ich beim Packen für Madeira meinen Bedarf an Körperpflege. Ich hatte vergessen, dass ich meist sehr trockene Haut nach dem Schwimmen habe – da kam ich mit meiner kleinen Reisetube an Bodylotion nicht weit. Allerdings war es auf Madeira nicht so einfach, Naturkosmetik zu finden. Ich entschied mich deshalb kurzerhand dafür, ein Glas Bio-Kokosöl aus der Lebensmittelabteilung im Supermarkt zu kaufen. Portugiesisches Olivenöl hätte es auch gegeben, da war mir die Flasche leider zu groß. Sollte ich nochmals nach Madeira kommen, werde ich ein Monoi-Öl mitnehmen, das hätte bestens auf die Insel gepasst!

Und sonst dabei

Wie „nach Hause kommen“ fühlt sich für mich die Reinigungsmilch von Dr. Hauschka an. Auf Reisen packe ich oft eine Kleingröße davon in meinen Koffer, sie duftet herrlich nach Rosen und reinigt ohne Tenside die Haut. – Auch wenn es keine Naturkosmetik ist, zeige ich hier noch meinen aktuellen Lieblingsnagellack, der auf meinen Zehen auf Madeira ausgeführt wurde: Die Nuance Stop, Drop & Shop (579) von Essie würde ich als bräunliches Rosarot beschreiben, ich mag die raffinierte Farbe sehr (gehört zur limitierten Herbst-Edition 2018, ist jedoch teils noch erhältlich, online sowieso).

Naturkosmetik-News der Woche

Traditionell gibt es Anfang das Jahres nur wenige Naturkosmetik-Neuheiten, denn die Vivaness steht kurz bevor (und zu diesem Zeitpunkt werden dann die neuen Produkte präsentiert). Unbedingt aufmerksam machen möchte ich jedoch auf das Crowdfunding-Projekt von Angel Minerals. Karin Hunkel und ihr Team bitten um Unterstützung für ihr plastikfreies Projekt: Bisher steckt die Mineralfoundation von Angel Minerals in Plastiktiegeln. Nun hatte Karin die Idee, zukünftig eine gepresste Foundation anzubieten, um Plastik zu vermeiden. Wer sich an dem Projekt beteiligen möchte, kann jetzt Warengutscheine inklusive Rabatt erwerben, die dann ab Mitte des Jahres bei Angel Minerals eingelöst werden können. Alle genaueren Infos hat Karin auf der Homepage von Angel Minerals zusammengestellt. Schon ab 10 Euro ist man dabei 🙂 !

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende! Ich habe mir vorgenommen, mal wieder zu podcasten – so winterlich wie es hier gerade ist, mache ich es mir dazu bestimmt noch in der Badewanne gemütlich.

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