Haar Körperpflege Naturkosmetik

Was sagst Du zur Naturkosmetik von H&M Conscious?

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Here you can find an English version of this article.

… wurde ich jetzt schon ein paar Mal gefragt. Natürlich habe ich die Neuentwicklung im Auge, seitdem ich im Herbst letzten Jahres davon gelesen hatte: Im Zuge des Relaunches des gesamten Beauty-Sortiments von H&M wurde auch eine Naturkosmetik-Linie mit dem Namen Conscious angekündigt. Prinzipiell finde ich es gut, wenn ein so großer Konzern wie H&M auch auf Naturkosmetik setzt! Erst recht erfreulich ist es, dass man sich für eine Zertifizierung aller Produkte durch Ecocert entschieden hat.

Allerdings habe ich doch auch einige Zweifel am Konzept und könnte mir vorstellen, dass die H&M Conscious Naturkosmetik letztlich ebenso glücklos wie das bisherige gesamte Kosmetikangebot von H&M bleiben könnte (das ja schon so einige Komplett-Überarbeitungen hinter sich hat). Vielleicht passt es dieses Mal aber auch besser: Die neue Verpackung der konventionellen dekorativen Kosmetik sieht nun zweifellos sehr schön und hochwertig aus. Zudem werden die Produkte besser präsentiert und nicht zu eng zwischen Unterwäsche, Accessoires und T-Shirts gequetscht. Deswegen ist das Beauty-Sortiment von H&M auch nur in 900 ausgewählten Filialen weltweit erhältlich.

In Nürnberg habe ich die H&M Conscious Naturkosmetik noch nicht entdeckt (obwohl es hier eine Filiale mit Beauty-Sortiment gibt), aber ich konnte mir auf meiner Tour im Rheinland Anfang März einige Sachen davon kaufen (siehe Bild oben). Die Verpackung ist relativ clean und zurückhaltend gestaltet, mir sind die Produkte im Regal nicht gleich ins Auge gefallen – für mich der erste Punkt, der mich skeptisch werden lässt: Ob die nicht danach suchende Kundin die Sachen wohl entdecken wird unter all der anderen konventionellen dekorativen Kosmetik? Und ob das doch etwas unpersönliche Markendesign als ansprechend empfunden wird (was natürlich auch die Frage der Zielgruppe nach sich zieht)? Denn H&M ist ja nun kein selbstloser Promoter und Überzeugungstäter für Naturkosmetik, die Sachen sollen ja (verständlicherweise) verkauft werden.

Das Conscious-Sortiment umfasst bisher überwiegend Körperpflegeprodukte wie Körperöl, Deodorant, Handcreme, Body Cream Lippenpflege oder Handseife, dazu kommen einige Gesichtsmasken, Parfümroller sowie Haarpflege- und Stylingprodukte. den Großteil aller Produkte kann man sich auf der Homepage von H&M ansehen.

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Hui, so sieht also die Alutube der White Tea and Peppermint Hand Cream aus, nachdem ich sie auf der Reise dabei hatte! Und ich habe sie sogar vorsichtig transportiert… Es ist natürlich lobenswert, dass H&M auf einen Umkarton verzichtet, aber ich bin mir sicher, dass diese Verpackung bald wieder verändert wird – denn so verkauft sich die Handcreme wohl eher nicht (wir sind hier schließlich bei H&M, nicht in einem nischigen Concept Store!). Auch im Geschäft sahen einige der Tuben schon ganz schön ramponiert aus. Ähnliches gilt für das Alu-Tübchen des Lemon Lip Balms, das jedoch in einem Umkarton verpackt ist: Die Tester im Regal waren bereits stark verklebt, weil der geschmeidige und relativ flüssige Balm durch den unregelmäßigen Druck der wild testenden Kundinnen auch an Knickstellen der Tube und durch den verschlossenen Schraubverschluss herausquoll – ich befürchte, dass es in der Handtasche auf Dauer ähnlich sein könnte.

Abgesehen von der verbesserungswürdigen Verpackung finde ich die Sachen aber durchaus nett: Die Hand Cream duftet angenehm nach milder Minze und etwas grünem Tee, sie basiert neben Wasser auf Aloe Vera und verarbeiteten Ölen. Sie zieht schnell ein und die pflegende Wirkung ist ok. Kostenpunkt: 6,99 EUR. Es gibt noch eine weitere Handcreme mit Sweet Lemon-Duft.

Der Lemon Lip Balm duftet ebenfalls ganz nach meinem Geschmack: Zitrone mit ein wenig Süße erinnern mich an eine Tarte au citron. Der Lippenbalsam basiert auf Rizinusöl, Bienenwachs und Jojobaöl, die Textur ist milchig transparent und cremig-weich. Auch hier gibt es weitere Sorten (Ginger, Vanille, Raspberry, Blueberry etc). Ebenfalls nett! Kostenpunkt: 6,99 EUR.

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Überrascht hat mich der Duft der Relaxing Linie, von der es einen Parfüm Roll-On, eine Body Cream oder auch ein All Over Oil gibt: Während ich die Düfte der Handcremes und Lippenbalms noch als mainstreamig empfinde, steht hier interessanterweise erdiges Vetiver im Vordergrund! Hihi, ich kann mir vorstellen, wie der Duft bei Menschen ankommt, die sonst eher konventionelle Parfüms aus dem Drogeriemarkt wie James Bond 007 oder Starparfüms tragen 😉 . Das All Over Oil basiert auf Sonnenblumenöl und Jojobaöl, dazu kommen ätherische Öle. Ja, mag ich definitiv, dieses Öl – eben weil es etwas besonderes ist! Kostenpunkt: 9,99 EUR.

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Aufgefallen ist mir im Conscious-Sortiment der Texture Styler, denn das Angebot an Haarstylingprodukten ist auf dem Naturkosmetik-Markt bisher noch nicht so groß wie z.B. die Auswahl an Bodylotions oder Lipbalms. Ich habe ihn den Styler gekauft, weil das eine Produktkategorie ist, die ich gern für meine kurzen Haare verwende. Er kommt in einem Alutöpfchen mit Schraubverschluss, der Umkarton ist dieses Mal wild schwarz und weiß gemustert. Auch hier mag ich den Duft nach Orangenblüten gleich gern, die Textur ist cremig und weich (fast wie die einer Tagescreme). Der Styler bietet also nur ganz sanften Halt (ist minimal wachsig, mit Bienenwachs) und setzt eher auf Definition durch den höheren Anteil an verarbeiteten Ölen. Wahrscheinlich ist er deswegen sogar für längeres Haar besser geeignet als für meinen Pixie. Eine klassische Stylingcreme also, sie basiert neben Wasser auf einem Fettalkohol, Bienenwachs und Glycerin. Kostenpunkt: 7,99 EUR.

Nicht auf dem Bild oben befindet sich die Conditioning Face Mask, die ich mir noch zum Test gekauft habe. Sie ist wie der Texture Styler in einem Alu-Töpfchen verpackt und eines der wenigen Gesichtspflegeprodukte von H&M Conscious. Die Formulierung ist nicht aufregend, sie setzt sich neben Wasser aus Fettalkohol, Glycerin, Sheabutter, Bienenwachs und Jojobaöl zusammen. Sie hat die Textur einer cremigen Emulsion, die auf der Haut zunächst erfrischend und kühlend bzw. sogar leicht prickelnd wirkt. Zu diesem Eindruck trägt sicher auch der durchaus deutliche Minzduft bei (muss man mögen bzw. vertragen). Man lässt die Maske 2-10 Minuten einwirken und spült sie dann mit lauwarmen Wasser wieder ab. Die Pflegewirkung ist keine Sensation, aber durchaus in Ordnung. Kostenpunkt: 6,99 EUR.

Bei Jess von den Alabastermädchen findet ihr die gesamten INCI zu den Produkten, auch Elisabeth Green und Pandas Mum haben bereits einige Produkte der Linie vorgestellt.

Mein persönliches Fazit zur Conscious Naturkosmetik von H&M: Die Produkte sind bisher wenig speziell und haben einen Schwerpunkt auf dem Bereich Körperpflege. Auch die Formulierungen zähle ich in den Bereich relativ günstiger Standard, die Beduftung finde ich teilweise sehr gelungen (Relaxing, White Tea&Mint, Lemon). Ich prognostiziere, dass manche der Verpackungen bald überarbeitet werden. Und wenn ich schon beim Orakeln bin 😉 : In Deutschland wird es die H&M Conscious schwerer als in anderen Ländern haben, weil hier mit Alverde&Co zertifizierte Naturkosmetik zu sehr günstigen Preisen zu haben ist. Das ist in vielen anderen Teilen der Welt ja nun nicht so. Grundsätzlich finde ich den Vorstoß in den Bereich Naturkosmetik von H&M aber sehr interessant – gerade auch deswegen, weil man sich tatsächlich für eine Zertifizierung entschieden hat! Ich bin gespannt, wie (und ob) das Sortiment und auch das Marketing der neuen Naturkosmetikmarke weiter entwickelt wird. Steckt ja alles noch in den Kinderschuhen 🙂 .

Habt ihr die neue Conscious-Naturkosmetik von H&M schon gesehen? Habt ihr euch etwas davon gekauft? Interessieren euch die Produkte? Wer ist in euren Augen die angepeilte Käuferschaft (ich bin in der Hinsicht ja etwas ratlos)?

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50 Kommentare

  1. Petra sagt am 28. März 2016

    Das Design finde ich gar nicht schlecht und ich mag auch, dass es nicht die typischen Kleinmädchen-Klischees mit rosa, Pastell und Blümchen aufnimmt. Als Zielgruppe sehe ich schon Teens und Twens, gerade auch die Zielgruppe, die die Ökolinie von H&M anspricht und kann mir gut vorstellen, dass diese das reduzierte (und doch hippe) Design zu schätzen weiß.
    Die Produkte finde ich nicht uninteressant, ob ich etwas davon kaufen werde, weiß ich aber noch nicht. Aktuell bin ich ohnehin sehr zurückhaltend in meinem Kaufverhalten und ich habe bzw. kenne einfach so viele sehr hochwertige Produkte, so dass Produkte mit nicht so speziellen INCIs es bei mir etwas schwer haben. Aber gelegentlich finde ja auch ich cheap thrills, die ich immer wieder nachkaufe.

    • beautyjagd sagt am 28. März 2016

      Um Himmels willen, lieblos gestaltete kitschige rosa Pastell-Blümchen hätte ich auch fürchterlich gefunden 🙂

  2. Ich hab mir immer wieder überlegt, ob ich mir etwas bestellen soll. Irgendwie hat mich der Preis aber dann doch abgehalten, weil eben Alverde und Co viel günstiger für solche Produkte sind…ich geb allgemein selten mehr als 5€ für eine Handcreme aus, und die Tee und Minz Handcreme hat mich noch am meisten angesprochen. Momentan werde ich mal eher abwarten wie sich die Linie entwickelt, bevor ich mir etwas kaufe.
    Beim Design wollten sie wahrscheinlich auf den Minimalismus Trend aufspringen und vielleicht auch ein bisschen mehr „Hipster“ ansprechen 😉

    • beautyjagd sagt am 28. März 2016

      Bestellen würde ich mir die Sachen auch nicht, dafür sind sie mir nicht speziell genug. Und ja, Hipster ansprechen, das denke ich auch – aber treiben die sich bei H&M rum? (bin fast nie bei H&M, deswegen bin ich unsicher deswegen).

      • Das ist wirklich die Frage! So „jung“-Hipster oder Hipster-„light“ vielleicht, weil sonst ist H&M wahrscheinlich zu uncool oder Mainstream. 😀 Ich persönlich bin H&M Kunde und hab die Produkte aber soweit noch nie im Laden gesehen, daher weiß ich nicht wie es im Laden so aussieht…es gibt aber einige H&M die schon sehr modern gestaltet sind und auch auf ein anderes Klientel abziehlen. Also ja, ich kann es mir schon vorstellen, dass es sich verkaufen lässt. Im Endeffekt wird das aber nur die Zeit zeigen. Ich finde es aber auf jeden Fall schon mal ein Schritt in die richtige Richtung für H&M. 🙂

  3. Hmmm – Alutuben sehen grundsätzlich nicht sehr hübsch aus, wenn man sie erst mal in Gebrauch hat, oder? Also ich erinnere mich, dass ich mal die Hauschka-Rosencreme hatte und die auch schnell verknickte. Ich mag Alutuben grundsätzlich nicht so gerne.
    Ansonsten gehe ich seit Jahren nicht mehr zu H&M, Grund waren für mich (noch vor den Berichten über die Zustände in den Fabriken, wo die Kleidung hergestellt wird) ehrlicherweise die Teenagerhorden, die dort die Umkleidekabinen blockieren, dazu die oft auf dem Boden rumliegenden Teile, die niemand aufhebt etc. pp. Es sah da manchmal am späten Nachmittag aus, als wenn eine Horde Wildschweine durch den Laden getobt wäre.

    Ob H&M den Nerv seiner Kundinnen mit der Conscious-Linie trifft? Keine Ahnung, wenn ich mich so bei dm umgucke, greifen die jungen Damen eben nicht zur Alverde-Deko, sondern zu allem anderen – und haben überall die Finger drin und drehen auch den Nagellack auf und probieren ihn aus oder sprühen mit dem Deospray rum – argh. Ich kaufe mein NK-Deo bei Rossmann und zwar nie das, was ganze vorne steht 😉

    • das mit der Horde Wildschweine klingt zwar lustig, aber das kann ich voll und ganz unterschreiben und auch das Szenario, was du von dm schilderst, nur bestätigen. wenn ich zu dm muss, dann gehe ich möglichst früh, wenn die Mädels noch in der Schule sitzen sollten, sonst kommt man ohnehin nirgends dran..manchmal frage ich mich, woher die alle soviel Geld haben, da jeden Tag irgendwas zu kaufen.

    • beautyjagd sagt am 28. März 2016

      Aber wenn die Alutuben gleich von Anfang an ramponiert sind? Deswegen habe ich da so meine Zweifel, ob das die H&M-Kunden anspricht… Selbst ich war etwas irritiert, als ich die mitgenommenen Tuben im Laden sah.

      • Tanja Kathrin sagt am 29. März 2016

        Die Tuben aus dem Online-Shop sehen tipp-topp aus 🙂
        Auch, nachdem sie fast leer sind.

      • beautyjagd sagt am 29. März 2016

        Dann waren die Tuben im Laden wahrscheinlich auch in die Klauen der von Ava erwähnten Wildschweinhorten gekommen 😉

  4. hmm..ob das nun tatsächlich Naturkosmetik ist ?

    mir gefällt das Design, aber man kann Alutuben auch besser herstellen (siehe z.B. Weleda Skinfood) und bestimmt ist überall Palmöl bzw. Grundstoffe aus Palmöl enthalten…

    • beautyjagd sagt am 28. März 2016

      Naja, es ist eben günstige Naturkosmetik, letztlich ähnlich wie Benecos oder auch Alverde (ebenfalls zertifzierte Naturkosmetik). Bei manchen Conscious-Produkten ist der Bionateil auch gar nicht so niedrig.

  5. Der Praktikant testet grad den Texture Styler und heult rum, weil sein konventionelles Produkt viel besser hält. Ich fürchte, er dosiert auch „leicht“ über. Bin gespannt auf sein Abschlussfazit, aber bisher deckt es sich ja so ziemlich mit dem, was du schreibst 🙂

    • beautyjagd sagt am 28. März 2016

      Halt bietet der Texture Styler leider nicht besonders viel, da sollte er vielleicht lieber mal was von Less is more oder Kastenbein&Bosch ausprobieren.

    • Petra sagt am 28. März 2016

      Wenn der Praktikant ebenfalls Locken bändigen möchte, könnte ihm das Gel von Bouclème helfen.
      Meine Locken definiere ich mit halb Hair Milk und halb Gel von John Masters, das hat mit Wiebke von Jacks Beauty gezeigt. Gegen Fisselfrizz bei winterdrögem Haar und Sprühregen nehme ich sonst das Feuchtigkeitsshampoo von Bouclème und dann entweder die JMO Mischung oder aber das Äquivalent von Bouclème, das ist noch etwas pflegender.

  6. Fayet sagt am 28. März 2016

    Sollte einer der H&Ms hier in der Nähe etwas davon führen probiere ich sicher mal den Texture Styler aus – genau sowas suche ich gerade, nachdem ich mein Kastenbein&Bosch-Lieblingsprodukt nicht mehr kaufen kann (weil Wohnortwechsel weg von Köln). Die Alutuben gefallen mir, und wie hier schon ein paar mal gesagt worden – es passt sicher gut zum gegenwärtigen „Hipster“-Trend. Aesop verpackt ja auch alles ähnlich, die Verpackungen erinnern mich daran. Generell bin ich H&M gegenüber sekptisch.. anschauen kann man es aber in jedem Fall mal.

    • Petra sagt am 28. März 2016

      Du bekommst Katzenbein und Bosch auch bei Najoba, ich glaube auch bei der Naturdrogerie und einigen anderen Onlineshops.

    • Ich bin jetzt auch stolze Besitzerin der „Haarwichse matt“ – gekauft bei einem kleinen Kurzurlaub in Konstanz bei einem netten kleinen Naturkosmetikladen (Hautnah). Das Zeug ist super für meine kurzen Haare. Und ich denke, es hält ewig – Nachschub ordere ich dann eben auch online. Sowohl Köln als auch Konstanz wären dann doch etwas zu weit 🙂

      • Oh je, ein kleiner Kurzurlaub ist ja wie ein schwarzer Rappe oder ein weißer Schimmel. Pleonasmus heißt der Fachbegriff. Man sollte denken, schreiben, noch mal denken und dann erst abschicken 😀

      • @ Ava, naja so streng musst Du nun auch nicht mit Dir sein. Dein Konstanz-Tripp ist Deinem ersten, spontanen Empfinden nach wohl treffend ein kleiner Kurzurlaub, übers (verlängerte) Wochenende nach Los Angeles oder Kuala Lumpur wäre halt dann ein großer, zumal Du die meiste Zeit ohnhin im Flieger säßest 😉 🙂

      • Ach ja, ob kurz und klein oder groß und lang: Hauptsache Urlaub 🙂

  7. Mit Naturkosmetik verbinde ich irgendwie Substantive wie Nachhaltigkeit, Verantwortung, Fairtrade. Das sind jedoch nicht unbedingt die Substantive, die ich verwenden würde, wenn ich H&M beschreiben müsste. Ich denke, dass es H&M einfach nur um Diversifikation geht und letztendlich um mehr Umsatz und schließlich um mehr Gewinn. Insbesondere in Deutschland möchten die Verbraucher so preiswert wie möglich einkaufen. Doch wie lassen sich preiswerte Produkte und Qualität miteinander vereinbaren? Das geht meiner Meinung nach nicht.
    H&M und Naturkosmetik ist wie Tofuwürstchen vom Schlachter.
    Irgendwie passt es für mich nicht zusammen.

  8. Petra sagt am 28. März 2016

    H&M steht zwar nicht gerade für die Ideale der Öko-Bewegung, aber ich meine mich erinnern zu können, dass ich dort vor 15-20 Jahren schon Ökotex-Kinderkleidung gekauft habe. Und vor rund 25 Jahren war es einer der wenigen Läden, die ungebleichte Babywäsche hatten. Daher sehe ich dir jetzt mal nicht weiter weg als DM und Rossmann.

  9. Tanja Kathrin sagt am 28. März 2016

    So, nachdem ich die Conscius-Sachen herbeigesehnt habe, muss ich jetzt auch was dazu schreiben! 😉

    Ich oute mich mal, dass mich die Produkte sehr ansprechen.
    Da ich Designerin bin, ist mir die Optik im Bad sehr wichtig und ich steh total auf schwarz-weiße, reduzierte Verpackungen.
    Wenn dann noch die Incis passen und der Duft stimmt, bin ich glücklich.
    (Noch mehr natürlich, wenn auch die Wirkung super ist.)

    Klar kann ich auch verstehen, warum viele der H&M-NK so negativ gegenüberstehen.
    Aber was ist bitte so schlecht daran, wenn eine Mainstream-Marke nun auch NK vertreibt?!
    Das ist doch super!
    Das heißt doch, wir sind auf dem richtigen Weg.
    Und in meinen Augen ist das Ziel, dass gute, grüne und nachhaltige Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten normal sind.

    Wenn so ein Riesenkonzern NK verkauft, bedeutet das doch, dass die Nachfrage da ist, wie schön!
    Ich hoffe deswegen auch sehr, dass die Sachen sich gut verkaufen!
    Und dass viele Kunden dort gezielt nur die Conscius-Sachen bestellen/kaufen.

    Was mich etwas irritiert ist, dass die Produkte im online-Shop gar nicht explizit als NK angepriesen werden.
    Wie schade. Wer da nicht so versiert ist und keinen Blick für die Siegel hat, wird vielleicht gar nicht merken, dass es sich um NK handelt.
    Ich hatte z. B, auch einer Freundin erzählt, dass es bei H&M nun Naturkosmetik gibt und bin nicht sicher, ob sie die „richtigen“ Artikel online finden würde. Die gleiche Problematik scheint es ja auch in den Läden zu geben, so wie du das beschreibst, Julie.

    Schade auch, dass die Inhaltsstoffe online nicht aufgeführt werden.
    Ich hatte, als die Sachen neu gelistet waren, mal per Chat und dann auch – weil mir dort keiner helfen konnte – per Mail nachgefragt und es hat über eine Woche (!!!) gedauert, bis sie mir eine Liste geschickt haben.
    Bedauerlich fand ich auch, dass die Produkte, die sich ja in den schönen, recyclten Umkartons befinden, noch mal einzeln in kleine Plastiktütchen verpackt waren.

    Getestet habe ich bisher die Minz-Handcreme (gefällt mir gut, wobei der Duft sicher Geschmackssache ist), Energising Body Lotion (genau mein Geschmack, die riecht sehr lecker zitronig mit einem Hauch Ingwer) und das Trockenshampoo (das ist wirklich gut, für meine Bedürfnisse z. B. um Längen besser als das von alverde!!!).
    Zum Verschenken bestellt habe ich außerdem das Himbeer-Lippenbalsam und das Relaxing Body Oil.
    Meine Handcreme ist schon fast leer, ich werd auf jeden Fall auch noch die Zitronen-Variante nachkaufen.

    Vielleicht muss ich noch dazusagen, dass ich (seit wir wegen Kids aus der Stadt rausgezogen sind) meist online kaufe.

    Ich denke, die Zielgruppe sind nicht die ganz jungen Mädels, sondern eher die „mittelalten“ Kunden, die z. B. ab und zu für ihre Kinder bei H&M einkaufen. Oder so wie ich manchmal online H&M Home- oder ConsciousArtikel bestellen.
    Die bewusst NK kaufen wollen und Wert auf schönes Verpackungsdesign legen.

    Ich würde mir wünschen, das online mehr Transparenz praktiziert wird (Incis online stellen und ganz einfach auch mal die Düfte der Artikel beschreiben!) und das Sortiment auf lange Sicht vielleicht sogar ausgebaut wird.
    Ich bin gespannt!

    • beautyjagd sagt am 28. März 2016

      Ja, ich erinnere mich, dass Du schon gefragt hast, wann die Sachen zu H&M kommen! Ich finde das Design auch nicht schlecht, das meinte ich damit nicht 🙂 , sondern ich frage mich eher, ob es zu H&M passt? Und was Du über Dein Online-Shopping/Beratungserlebnis erzählst, passt irgendwie dazu, dass die Naturkosmetik so gar nicht recht erkennbar ist, weder online noch offline. Da ist also noch Luft nach oben in der Präsentation 🙂 Bin echt gespannt, wie es weiter geht! Dekorative Kosmetik fände ich auch nicht schlecht.

    • Mich spricht das Design auch total an – erinnert mich ein wenig an Grown Alchemist. Ich war ewig und drei Jahre nicht mehr bei H&M, werde dem hiesigen Flagshipstore jedoch demnächst einen Besuch abstatten, um Conscious zu begutachten. Das Körperöl klingt schon mal richtig gut.

  10. Ramponierte Alutuben sind offenbar einfach hip – Aesop, Face Stockholm, etc … ich glaube auch, dass die Zielgruppe die 40jährigen Frauen sind, die Initial wegen deren Kids zu H&M gehen.
    Spannend und doch nicht überraschend.

    Herzlich
    Emma

    • beautyjagd sagt am 28. März 2016

      Sind die Tuben bei Aesop unverpackt im Geschäft? Ich weiß das gar nicht…

      • …hmmm, du machst mich jetzt grad unsicher. doch ich meine ja. bei face stockhom meine ich auch. und h&m ähnelt dann doch seeeehr.

  11. chastity64 sagt am 29. März 2016

    Hm, interessant. Allerdings schrecken Online-Bestellungen mich immer ab, ich finde es viel interessanter die Produkte im Laden anzuschauen und im Idealfall mal zu testen.
    Gibt es eigentlich eine Übersicht, welche H&M-Filialen überhaupt das Beautysortiment führen und welche die Naturkosmetik?
    Bisher konnte ich die neuen normalen Beautysachen auch nicht im Geschäft finden…

    Viele Grüße
    chastity64

    • beautyjagd sagt am 30. März 2016

      Danach habe ich auch gesucht und leider nichts gefunden! Deswegen musste ich ein paar Mal (fast wie zu Beginn meiner Blogzeiten) auf die Beautyjagd gehen und habe erfolglos einige Filialen abgeklappert, bis ich dann endlich fündig wurde.

      • Isabelle sagt am 31. März 2016

        Huhu,
        welche Filiale hat den die Jagd beendet?
        Lieben Dank und liebe Grüße 🙂

      • beautyjagd sagt am 31. März 2016

        In Köln in der Nähe vom Hauptbahnhof gibts eine H&M Filiale, die nur Beauty und Unterwäsche führt – da gibts entsprechend alles, konventionelle Kosmetik und Naturkosmetik.

    • diealex sagt am 31. März 2016

      Doch, man kann auf der Homepage nach den nächstgelegenen Filialen suchen:
      http://www.hm.com/de/store-locator
      Man kann aber erst nachdem man seinen Ort angegeben hat die Ergebnisse filtern und auswählen, dass man nur die Filialen mit z.B. Beauty-Sortiment sehen will.

  12. anajana sagt am 29. März 2016

    Grundsätzlich finde ich gut, dass H&M nun auch Naturkosmetik anbietet. Und ich hoffe auch, dass sie damit erfolgreich sein werden. Ist doch gut, wenn es viel selbstverständlicher wird, Naturkosmetik zu kaufen.
    Am besten fände ich, wenn die Produkte dann auch noch so überzeugend sind, dass es selbstverständlicher ist, NK zu kaufen und KK links liegen zu lassen. Das ist wohl noch Zukunftsmusik, aber vielleicht ist man hiermit schon wieder einen Tippelschritt weiter.
    Ich kaufe selten bei H&M, weil es mir meist zu voll und wuselig ist, aber ich werde sicher mal schauen, wo ich die Naturkosmetik finde. Online kaufe ich sicher nicht. Die Handcreme für den Schreibtisch und den Texturizer könnte ich mir für mich vorstellen. Ich lasse meine Haare gerade minimal wachsen, d. h. stufiger, kurzer Bob, Maximallänge Ohrläppchen. 😉 Vielleicht passt der dann gut zum Definieren, mit dem Lime Soufflé geht es auf jeden Fall nach wie vor gut. Und Kastenbein&Bosch steht ja auch noch auf meiner Wunschliste, da möchte ich aber am liebsten mal im Laden vorbei und mich beraten lassen, was am besten zu meinen Haaren passt. Mal sehen, bei der nächsten Shopping-Tour vielleicht.
    Was nun die Zielgruppe angeht, bin ich auch überfragt. Die Alutuben finde ich auch nicht ganz optimal, die Hauschka Handcreme ist deshalb damals aus meinem persönlichen Lieblingssortiment geflogen, weil die nach kürzester Zeit in meiner Handtasche fürchterlich aussah. Deshalb bekäme die Handcreme einen festen Platz auf dem Schreibtisch. Das minimalistische Design hingegen gefällt mir gut. Blümchen, Figürchen und was es sonst noch so „Niedliches“ auf Kosmetikverpackungen gibt, ist gar nicht meins. (Da denk ich an max and me, ein Grund für mich, diese Marke nicht zu kaufen).

  13. vetter it sagt am 29. März 2016

    probieren werd ich sicher was, ich finde das schlichte design eigentlich ganz gelungen. spricht mich von der verpackung 1000mal mehr an als lavera und ähnliche billig-nk. muss sagen dass wenn ich die wahl habe zwischen ästethisch verpackter seelenloser konzern-nk und hässlich verpackter nachaltigerer klein/mittelbetrieb-nk gewinnt leider ersteres. könnte mir vorstellen das die primäre zielgruppe designfetischisten auf schnäppchenjagd sind.

    • Hihi, ich denke, du liegst ziemlich richtig. Ich oute mich – mit Einschränkungen. Ich will eigentlich immer super Inics, so günstig wie möglich und idealerweise noch im Apothekenlook verpackt. Klappt letzeres nicht, wird beinhart umgefüllt. Ich habe mir schon überlegt, mir eigene schicke Etiketten mit der Aufschrift MEINS oder ACHTUNG, BIO! drauf zu basteln. Also ich denke, so etwas wie den neuen evolve-Look, das krieg‘ ich mit meinen bescheidenen Grafik-Kenntnissen auch hin 😉

      • Petra sagt am 29. März 2016

        Oups, sieht ja total anders aus. Ich hatte Evolve noch in pastelligem rosa Plastikspender mit romantischen Blümchenranken…

    • beautyjagd sagt am 30. März 2016

      Oh, da stimme ich Dir bei, im Vergleich zu einigen Naturkosmetikmarken ist das Design von H&M natürlich super!

  14. queenie sagt am 31. März 2016

    Ich bin kein großer H&M Fan, aber erschreckt, dass die hier so schlecht wegkommen. Dabei haben sie gerade was Nachhaltigkeit angeht, immer wieder gute Ansätze. Sie engagieren sich zudem gegen Kinderarbeit und für den Mindestlohn in den Produktionsländern. Sie verlangen ab April eine Gebühr für Tüten, und auch die Kleidungssammelaktionen sind ein guter Ansatz. Das ist wesentlich mehr, als andere Modeketten mit gleicher Zielgruppe tun. Sie machen sich Gedanken und trauen sich, solche Konzepte anzugehen, auch wenn ich schon das eine oder andere Teenie das „Öko-Schimpfwort“ sagen höre…klar, das geht immer noch besser, aber ich finde sie wesentlich nachhaltiger als wie gesagt andere Läden.

    Das Design gefällt mir – und Alutuben sind für mich das Nonplusultra in der Plastikvermeidung. Von Glastiegeln natürlich abgesehen. Ich werde mir die Produkte auf alle Fälle mal anschauen.

    • @ queenie Also schlecht wegkommen klingt für mich anders. Die Kommentare sind doch durchwegs positiv: „Super, dass NK im Mainstream angekommen ist, tolles Design, schau ich mir sicher an … „– mit ein paar sanften Seitenhieben auf die Konzernlogik. Wäre ich H&Ms Marketingverantwortliche, würde ich eine Runde Schampus ausgeben.

      • queenie sagt am 1. April 2016

        Naja, Irgendwie fand ich den Grundtenor der Kommentare generell etwas „bashy“, weniger der Kosmetik an sich als dem Konzern gegenüber…

        Aber was solls, vielleicht hatte ich gestern auch nur einen schlechten Tag (soll es ja geben…) 😉 Nix für ungut…

  15. Isadora sagt am 30. April 2016

    Auf der Suche nach Rezensionen zur neuen NK-Linie von H&M bin ich hier gelandet. Ich verwende zwar schon seit vielen, vielen Jahren nur NK, hatte diese neuen Produkte von H&M aber total verschlafen – vermutlich weil ich fast nie dort einkaufe, insbesondere seit es dort kaum mehr Baumwollkleidung gibt (geschweige denn organic cotton wie noch vor ca. 6-7 Jahren) und ich das ganz Polyester, Acryl, etc. sehr unangenehm zum Tragen finde.

    Eigentlich war nich nur auf der Suche nach einem günstigen Kosmetiktäschchen, als ich über die neuen Produkte gestolpert bin – und finde das eine ganz wundervolle Entwicklung! Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet H&M nun eine Ecocert zertifizierte NK-Linie hat, noch dazu mit so vielen verschiedenen Produkten. Ich hoffe, das wird keine Eintagsfliege, wie so oft, wenn konventionelle Hersteller auch NK anbieten.

    Von den Testern, die ich in der Eile inspiziert habe, hat mich vor allem die Relaxing Body Cream angefixt. Wie du richtig schreibst, sind wir in Deutschland und Österreich eh ziemlich verwöhnt, was NK angeht, aber der Geruch der Relaxing Body Cream war einmal etwas völlig anderes – nicht zitronig oder blumig oder süßlich, sondern herb und unglaublich interessant (für mich). Ich mag zB auch die Dr. Bronner Patchouli Bodylotion, bin also für tendenziell herbe und „rauchige“ Gerüche total zu haben.

    Was mir noch positiv aufgefallen ist: bei günstiger NK ist häufig das Problem, dass die Hauptinhaltstoffe (aus Kostengründen) aus konventionellem Anbau sind und nur einige, prozentual wenige Inhaltsstoffe tatsächlich aus Bio-Anbau. Auf die Schnelle haben allerdings zahlreiche Produkte der neuen H&M-Linie tatsächlich nach Bio-Kosmetik ausgesehen und das finde ich toll, weil man sonst für Bio-Kosmetik zB von Primavera oder Farfalla deutlich mehr Geld hinblättern muss. Ich liebe beide Firmen trotzdem und habe viele Produkte von ihnen, aber es ist schön mit der Conscious Collection noch mehr Auswahl zu haben.

    Außerdem gefällt mir, dass es eben nicht nur das immer gleiche Sojaölgepansche ist. Ich habe nichts gegen Sojaöl, aber einige der Basisöle der Conscious Collection gefallen mir sehr gut (zB Produkte mit Jojobaöl und Shea Butter), ebenso der Condition mir Pracaxiöl, das ich bisher noch gar nicht kannte. Das finde ich sehr innovativ.

    Und ein etwas oberflächlicher Teil von mir hat sich besonders über das Verpackungsdesign gefreut. Die Tiegel und Fläschchen sehen mMn auch einfach schick aus. Die Tube für den Lippenbalsam ist sicherlich unpraktisch, aber da bevorzuge ich sowieso die gewöhnlichen Lippenpflegestifte (schon alleine um unterwegs nicht ständig mit den Händen in den Tiegel/auf die Tube und dann ins Gesicht patschen zu müssen).

    Alles in allem: finde ich super!

    • beautyjagd sagt am 2. Mai 2016

      Da haben wir ja den gleichen Geschmack bei der Relaxing-Linie, ich finde den Duft auch sehr ungewöhnlich! Und man bemerkt doch, dass die Produkte nicht nach den Rezepturen von Lavera/Alverde/Logona etc hergestellt wurden, sondern in Dänemark nach einem anderen Konzept – jeder Hersteller hat da ja so seine Handschrift!

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