Haar Naturkosmetik

Beauty-Trend: Vegan Stick Shampoo von Cut by Fred

Cut by Fred Stick Shampoo

Ich glaube, dass es Instagram war, wo ich erstmals über die Stick Shampoos von Cut by Fred gestolpert bin – vielleicht sogar auf dem Account von Slow Cosmétique (über die Kosmetikbewegung aus Belgien bzw. Frankreich habe ich bereits 2012 geschrieben).

Gegründet wurde die Marke Cut by Fred von Frédéric Birault, einem Star-Friseur aus Paris, der auch bloggt und einen Youtube-Kanal hat. Guckt euch nur mal diese wunderbare Frisur von seiner vergnügten Kundin Francine an, die sich wünscht, wie ein Buchsbaum auszusehen 🙂 ! Auf der Homepage von Cut by Fred sind weitere Haar-Tutorials oder Vorher-Nachher-Videos zu finden.

Vor einigen Monaten hat Fred nun eigene Produkte auf den Markt gebracht. Glücklicherweise konnte ich sie online für je 20 Euro bei Bazar Bio in Frankreich bestellen, in Paris habe ich die Sachen im Dezember dann im Kaufhaus LeBon Marché entdeckt.

Cut by Fred Stick Shampoo

Scalp Treatment

Spannend finde ich die Form, die Fred für seine Shampoos gewählt hat: Ein Stick mit einer wasserlosen Textur, also im Grunde ein Shampoobar in Stickform. Den Stick hat er nicht nur gewählt, weil Produkte in Stickform gerade trendy und natürlich auch praktisch zum Mitnehmen sind, sondern deswegen, weil er davon überzeugt ist, dass die meisten Menschen ihr Shampoo falsch einsetzen. Grundsätzlich soll ein Shampoo vor allem die Kopfhaut reinigen, in den Längen wird kaum Shampoo benötigt.

How to: Vegan Stick Shampoo von Cut by Fred

Für diese gezielte Anwendung ist das Stick Shampoo gedacht: Man dreht den Stick ein bisschen heraus (ein paar Millimeter reichen völlig aus!), feuchtet ihn etwas an, scheitelt dann das nasse Haar in mehrere Partien und fährt mit dem Stick an den Haaransätzen entlang. Danach massiert man das Shampoo etwas in die Kopfhaut ein. Zum Schluss spült man das Shampoo aus und lässt das Wasser die Haarlängen entlang laufen und reinigt sie auf diese schonende Weise. So wird das Haar viel weniger ausgetrocknet und benötigt dazu weniger Pflege. Überhaupt ist Fred der Meinung, dass man seine Haare nicht zu oft waschen sollte.

Was in den Stick Shampoos steckt

Cut by Fred bietet zwei verschiedene Stick Shampoos an, deren Formulierungen sich unterscheiden: Das Detox Stick Shampoo für normales bis fettiges und schuppiges Haar basiert auf dem milden Tensid Sodium Cocoyl Isethionate, das auch bei hartem Wasser für Schaumvermögen sorgt. Das Sweet Stick Shampoo ist dagegen für trockenes Haar geeignet. Hier bildet Kokosöl die Basis, dann folgt auch hier das Tensid Sodium Cocoyl Isethionate (das übrigens ebenfalls aus Kokosöl hergestellt wird).

INCI Detox Shampoo: Sodium cocoyl isethionate, cocos nucifera oil*, stearic acid**, palmitic acid**, kaolin**, ricinus communis seed oil*, aqua, menthol**, prunus amygdalus dulcis oil*, coconut fatty acid, caprylyl/capryl glucoside, lauryl glucoside, sodium isethionate, eucalyptus globulus leaf oil*, rosmarinus officinalis flower oil*, cedrus atlantica bark oil*, eucalyptus citriodora oil*, helianthus annus seed oil**, tocopherol**, citronellol, eugenol, geraniol, limonene, linalool. * ingrédients issus de l’agriculture biologique ** ingrédients naturels

INCI Sweet Shampoo: Cocos nucifera oil*, sodium cocoyl isethionate, stearic acid**, palmitic acid**, aqua, butyrospermum parkii butter*, kaolin**, caprylyl/capryl glucoside, lauryl glucoside, parfum, coconut fatty acid, helianthus annuus seed oil**, tocopherol**, sodium isethionate, coumarin. * ingrédients issus de l’agriculture biologique
** ingrédients naturels

Zertifiziert sind die Formulierungen von Slow Cosmétique, beide Sticks sind vegan. Die Verpackung wurde aus recyceltem Kunststoff hergestellt. Toll fände ich es, wenn es eine Nachfüllpatrone für den Stick zu kaufen gäbe.

Meine Erfahrungen mit den Stick Shampoos von Cut by Fred

Da ich kurzes Haar habe und nicht so viel Pflege brauche, war das Detox Stick Shampoo meine erste Wahl. Detox heißt es deswegen, weil ätherische Öle von Zeder, Pfefferminze und Eukalyptus für einen Frischeeffekt und für die Belebung der Kopfhaut sorgen. Kaolin (weiße Tonerde) unterstützt die Tenside bei der reinigenden Wirkung. Auf meiner Kopfhaut fühlte sich das Shampoo wirklich sehr erfrischend und kühlend an, dieser Effekt hält bei mir über die Haarwäsche hinaus an. Das feste Shampoo löst sich in Kontakt mit dem nassen Haar, erst schäumt das Shampoo kaum, nach wenigen Minuten und ein wenig Massage dann aber ganz ordentlich. Nach dem Ausspülen ist mein Haar sauber und es fettete auch nicht zu schnell nach.

Selbstverständlich habe ich auch das Sweet Stick Shampoo ausprobiert, denn ich wollte den Unterschied zum anderen Stick testen. Der Sweet Stick duftet zart nach Kokos, er ist weicher und schäumt beim Auftragen erst gar nicht. Nach einer zweiminütigen Massage bildet sich dann plötzlich doch einiges an Schaum – hier muss man aufpassen, dass man zunächst nicht zu viel Shampoo aufträgt und der Stift sich dadurch zu schnell verbraucht. Die pflegende Wirkung ist stärker, die Reinigungskraft ist dagegen etwas schwächer als beim Detox Stick. Meine Haare fühlten sich nach der Wäsche und Fönen weich und gepflegt an, die Kämmbärkeit schätze ich als ok ein. Für mich mit meinem Pixie Cut ist jedoch der Detox Stick definitiv passender!

Erhältlich ist das Stick Shampoo bisher nur in Frankreich, entweder direkt via der Homepage von Cut by Fred oder in einem Laden, der auf der Händlerliste von Cut by Fred steht. Online gibt es Cut by Fred bei Bio Bazar, Ecocentric oder MonCornerB (da allerdings gerade ausverkauft). Ein Stick kostet 20 Euro und enthält 70 gr festes Shampoo; der Verbrauch hängt davon, wie man das Handling des Stifts im Griff hat (ich empfinde den Detox Stick als sparsamer).

Weiter oben habe ich ja bereits angesprochen, dass Beauty-Produkte in Stickform gerade sehr in sind: Es gibt Styling Sticks für die Haare (könnte Cut by Fred eigentlich auch herausbringen 😉 ), dann Foundationsticks, Gesichtsreiniger als Stick (z.B. das Kultprodukt Miracle Rose Cleansing Stick von der koreanischen Marke su:m 37) oder auch eine Stick-Heilerdemaske – letztere werde ich euch hier auf dem Blog bald vorstellen.

Teile diesen Beitrag: