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Fruchtsäuren (AHA, BHA und PHA), Vitamin C und Retinol in Naturkosmetik

In Zusammenarbeit mit EccoVerde // Wenn es einen Trend gibt, der in den letzten Jahren im Bereich der Hautpflege viel an Bedeutung gewonnen hat, dann dürfte das (neben der Naturkosmetik, natürlich 🙂 ) die Renaissance der Fruchtsäuren und von Retinol sein. Auf Skincare-Blogs wird eigentlich ständig darüber berichtet. Bereits in den 90er Jahren waren diese Wirkstoffe in der Hautpflege schwer angesagt, mittlerweile sind die Formulierungen weiterentwickelt worden.

Im Bereich der Naturkosmetik gibt es noch nicht so viele Produkte, die diesen Pflegetrend bedienen – das ist mir erst neulich auf der Vivaness wieder aufgefallen. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, diesen Guide zu schreiben, in dem ich Naturkosmetik-Produkte aus den Kategorien AHA, BHA, PHA, Vitamin C und Retinol zusammenstelle. Als Partner konnte ich dafür den Naturkosmetik-Online-Shop Ecco Verde gewinnen, der in meinen Augen ein umfangreiches, wenn nicht sogar das größte Sortiment an Produkten mit diesen Wirkstoffen führt.

AHA (und ein bisschen BHA)

Was versteht man eigentlich unter AHA? AHA ist die Abkürzung für Alphahydroxysäuren, also für Fruchtsäuren, die in Obst und Pflanzen natürlicherweise enthalten sind. Beispiele dafür sind Glycolsäure, Mandelsäure, Zitronensäure oder Milchsäure.

Grundsätzlich fördern diese Säuren die Ablösung der toten Hautzellen, die Hornschicht der Haut wird etwas abgetragen. Dieses Prinzip wird deshalb auch als „chemisches Peeling“ bezeichnet. Danach sieht die Haut nicht nur frisch und glowy aus, sondern auch die Wirkstoffe der nachfolgenden Pflege können leichter in die Haut gelangen. Manche Fruchtsäuren regen sogar die Kollagenbildung an – je nach Molekülgröße.

Von der Molekülgröße hängt auch die Hautverträglichkeit ab: So gelten Milchsäure und Mandelsäure als sanfter als z.B. Glycolsäure. Für unreine Haut wird speziell Salicylsäure, eine BHA (Betahydroxysäure), empfohlen. Diese dringt nicht so tief in die Haut ein und hilft bei Verhornungsstörungen. Damit die Fruchtsäuren wirken können, sollte der pH-Wert des Produkts idealerweise zwischen 3 und 4 liegen; ab einem pH-Wert 6 ist kein schälender Effekt mehr zu erwarten.

Wie setze ich AHA sinnvoll ein? Da Produkte mit Fruchtsäuren ganz schön sauer formuliert sind und daher Rötungen und Reizungen auf der Haut hervorrufen können, empfehle ich einen umsichtigen Umgang damit. Sinnvoll sind Fruchtsäuren z.B. bei einer verdickten Hornschicht, denn Verhornungen an den Talgdrüsenausgängen können Akne fördern. Viele Frauen verwenden Fruchtsäuren auch als Anti-Aging-Pflege, da sie die Zellregeneration anregen können.

Am besten trägt man säurehaltige Produkte abends auf. Da sie den natürlichen Lichtschutz der Haut reduzieren, ist dazu täglicher Sonnenschutz ein Muss. Vorsichtig sollten Menschen mit empfindlicher Haut, Rosazea oder Couperose sein. Sie sollten nur zu sanften Säuren greifen, die dank der größeren Moleküle nicht so tief in die Haut dringen können (z.B. Mandelsäure oder Milchsäure oder Produkte mit PHA – siehe weiter unten im nächsten Abschnitt). Grundsätzlich rate ich dazu, die Reaktion der Haut genau zu beobachten, denn auch die Hautbarierre kann bei zu hohen Konzentration in Mitleidenschaft gezogen werden.

Naturkosmetik-Produkte mit AHA und BHA:

Kurzreview: Ready Steady Glow Daily AHA Toner von REN

Glow Tonics sind gerade sehr trendy. Ich habe deswegen den Ready Steady Glow Daily AHA Toner von REN getestet – ein Bestseller der Marke, die zu Unilever gehört: Das Tonic setzt auf Milchsäure und ein bisschen BHA, beide Säuren gelten als gut verträglich. Gemessen habe ich einen pH-Wert von 4 (dürfte also wirksam sein, ohne zu sehr zu reizen). Man trägt das Gesichtswasser nach der Reinigung auf der Haut auf, um sie auf täglicher Basis ein wenig zu peelen. Ich hatte durchaus das Gefühl, dass der Toner schon nach wenigen Anwendungen für mehr Frische auf der Haut sorgt, dazu empfinde ich ihn auch als befeuchtend. Ich trage danach ein Gesichtsöl auf. Duftet ganz zart nach Zitrusfrüchten und etwas blumig.

Kurzreview: Body Cream Glycolic Acid 12% von Fitocose

Die italienische Naturkosmetik-Marke Fitocose bietet eine ganze Reihe an Produkten mit Glycolsäure an. Mit 12% Fruchtsäure-Anteil ist die Body Cream Glycolic Acid 12% von Fitocose relativ hoch dosiert – für den Körper fand ich das ok. Auch der pH-Wert mit 3,5 passt. Die Bodylotion lässt sich gut verteilen und zieht schnell ein, sie duftet ein bisschen künstlich für meine Nase. Die Haut wird gut gepflegt und fühlt sich weich an – nach etwa ein bis zwei Wochen auch etwas glatter als mit einer normalen Bodylotion.

PHA

Über die Wirkweise von AHA und BHA habe ich im vorigen Abschnitt schon einiges geschrieben und dabei auch die Polyhydroxysäuren (kurz PHA) erwähnt. Sie sind eine neuere Entwicklung unter den Fruchtsäuren und wirken zusätzlich antioxidativ. Durch ihre größeren Moleküle sind sie sehr gut verträglich und können auch bei Rosazea oder Couperose verwendet werden. Der bekannteste Vertreter der PHA sind Gluconolactone.

Naturkosmetik-Produkte mit PHA:

Kurzreview: Hand Mask Spots and Pigmentation von Bioearth

Die Hand Mask Spots and Pigmentation von Bioearth muss man sich wie eine Art Gel vorstellen. Man lässt es für etwa 10-15 Minuten auf den Handrücken einwirken, so dass Mandelsäure (AHA) und Gluconolactone (PHA) ihre Wirkung gegen Pigmentstörungen entfalten können (sie befinden sich an 2. und 3. Stelle der INCI). Auch der pH-Wert um die 3,5 ist passend. Danach wäscht man das bereits etwas angetrocknete und kaum duftende Gel mit Wasser wieder ab (kein Parfüm enthalten). Die Verträglichkeit ist gut, meine Hände fühlen sich danach ultraglatt und weich an. Fast kam ich mir wie ein Hand-Model vor 😉 .

Kurzreview: Face Serum Spots and Pigmentation von Bioearth

Das Face Serum Spots and Pigmentation von Bioearth setzt ebenfalls auf Mandelsäure (AHA) und Gluconolactone (PHA), es basiert neben Wasser jedoch auf Strandlilienextrakt (hilft gegen Hyperpigmentierung) und Hyaluronsäure (befeuchtet). Die beiden Säuren sind entsprechend niedriger dosiert, der pH-Wert liegt nicht im sauren Bereich. Sie wirken daher „nur“ entzündungshemmend und kaum mehr peelend. Die gelig-geschmeidige Textur des Serums gefällt mir und hat auf meiner Haut für eine gute Befeuchtung und ein pralles Gefühl gesorgt. Duftet zart blumig nach Lilie.

Vitamin C

Vitamin C kann so einiges: Es regt die Kollagenproduktion an und hilft bei Pigmentstörungen (hemmt die Melaninbildung). Als Antioxidant wirkt es gegen freie Radikale. Leider ist es gar nicht so einfach, pures Vitamin C wirksam auf die Haut zu bringen – denn es ist sehr schnell instabil. Wenn ein Serum mit Vitamin C nicht luftdicht verpackt ist, wird Ascorbinsäure innerhalb weniger Wochen wirkungslos. Benötigt wird außerdem ein saurer pH-Wert (weniger als 3,5) und wirkt damit auch je nach Dosierung schälend.

Aus diesen Gründen werden statt der Ascorbinsäure oft Derivate des Vitamins eingesetzt. Erst in der Haut werden sie dann zur Ascorbinsäure gespalten (die Wirkung ist entsprechend nicht ganz so potent). Beispiele für solche Derivate sind z.B. Magnesium Ascorbyl Phosphate, Ascorbyl Palmitate, Sodium Ascorbyl Phosphate, Ascorbyl Glucoside oder ganz neu Ascorbyl Tetraisopalmitate. Sie benötigen keinen sauren pH-Wert und irritieren dadurch die Haut nicht.

Naturkosmetik-Produkte mit Vitamin C:

Kurzreview: Mille Fleurs Protecting Vitamin C Serum von Provida

Es hat mich schon etwas verblüfft, dass es mit dem Mille Fleurs Protecting Vitamin C Serum von Provida ein von Demeter zertifiziertes Vitamin C-Serum gibt. Es basiert neben Wasser auf Roter Beete und Vogelbeere, Vitamin C ist in Form von Ascorbic Acid enthalten. Luftdicht ist es nicht verpackt, aber das Gel wird mit einem Pumpspender aus dem Glasflakon entnommen. Der pH-Wert liegt bei 3,5 und hält das Vitamin C frisch. Trotzdem sollte man das Produkt meiner Meinung nach zügig verbrauchen, um die maximale Wirkkraft zu erhalten. Das Vitamin C dürfte bei einer Dosierung von etwa 2% liegen (von mir nach der INCI geschätzt). Auf der Haut fühlt sich das Serum feuchtigkeitsspendend an, es duftet zart kräuterig.

Kurzreview: C20 Tetraforce von Add Actives

In dem kleinen Flakon C20 Tetraforce von Add Actives ist das in Squalan gelöste Vitamin C-Derivat Ascorbyl Tetraisopalmitate enthalten – mit 20% eine super Dosierung dieses modernen und stabilen Vitamin C-Derivats! In Asien ist diese Form von Vitamin C sehr beliebt, sie ist gut verträglich (kein saurer pH-Wert erforderlich), wirkt antioxidativ und soll Pigmentstörungen aufhellen. Für die orange Farbe des C20 Tetraforce sorgt das Hagebuttenöl. Ich habe das Öl sowohl pur als auch gemischt mit einem anderen Öl bzw. einer Creme verwendet. Zieht sehr gut ein und liegt nicht auf der Haut. Als Gesichtsöl-Fan bin ich begeistert von diesem gut formulierten Vitamin C-Konzentrat. Sehr praktisch ist auch der kleine Flakon (gibt auch eine größere Version davon). Preis-Leistungsverhältnis ist top, denn ich komme selbst mit der Kleingröße länger aus.

Retinol

Retinol gilt als der Star unter den Anti Aging-Mitteln und ist sehr gut erforscht: Es soll schon in niedrigsten Konzentration gegen Falten wirken, die Hautfeuchtigkeit erhöhen, Pigmentflecken reduzieren, die Bildung von Kollagen anregen und auch bei Akne hilfreich sein. Allerdings kann der Wirkstoff während der Anwendung Rötungen und Hautreizungen hervorrufen. Eine deutlich schwächere Wirkung haben Retinol-Vorstufen wie Retinyl Palmitat und Retinyl Acetate, die besser verträglich sind: Sie werden erst in der Haut zu Retinol und dann in die potente Retinsäure umgewandelt. Grundsätzlich sollte man mehrere Monate warten, bis die Anti-Aging-Wirkung sichtbar wird – und unbedingt täglich Sonnenschutz tragen.

Im Bereich der Naturkosmetik habe ich bisher noch kein Produkt mit (echtem) Retinol gefunden. Selbst wenn die Produkte im Namen das Wort „Retinol“ führen, sind damit eher pflanzliche Carotinoide (z.B. Beta-Carotin aus Karotten) gemeint: Im Körper können sie über mehrere Schritte zu Vitamin A umgewandelt werden. Sie wirken antioxidativ und zellschützend – also durchaus ein toller Wirkstoff, aber anders als Retinol.

Naturkosmetik-Produkte mit „Retinol“:

Kurzreview: Retinol Restorative Overnight Balm von 100% Pure

Auch wenn der Retinol Restorative Overnight Balm von 100% Pure vielleicht kein Retinol im eigentlichen Sinn enthält, bietet er 2,5% an pflanzlichen Carotinoiden (100% Pure spricht hier von „new retinol“) sowie Vitamin E und ein Vitamin C-Derivat. Über so einen Schwung an Antioxidantien kann sich die Haut keinesfalls beschweren 🙂 . Der wasserlose Balm basiert auf Avocadoöl und Sonnenblumenöl; er duftet zart nach Jasmin, was mir natürlich gefällt. Ich trage eine Fingerspitze des weichen Balms abends auf der feuchten Haut auf, er verschmilzt sofort zu einem Öl und zieht dann gut ein – ein zarter Film aus Bienenwachs bewahrt die Feuchtigkeit. Über Nacht wird die Haut mit Antioxidantien und pflanzlichen Ölen gepflegt. Am besten für trockene, reife Haut geeignet.

Viel Spaß beim Stöbern in meiner Liste! Gern könnt ihr euch den Post auch zum Nachschlagen „bookmarken“ 🙂

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