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Worauf ich bei der Auswahl einer Naturkosmetik-Creme achte

In einem Kommentar habe ich vor ein paar Tagen erwähnt, dass ich zurzeit einen Post über getönte Tagescremes in Naturkosmetik-Qualität vorbereite. Bei meinem letzten Einkauf im dm habe ich mir deswegen die getönte Tagescreme von Alverde genauer angesehen.

Mein erster Blick auf einer Kosmetikpackung gehört den Inhaltsstoffen, auch wenn es sich um ein von Natrue oder BDIH zertifiziertes Produkt handelt. Schon die ersten vier oder fünf Bestandteile sagen viel über eine Creme aus, da sie mengenmäßig den größten Teil der Creme ausmachen.

Nachdem ich die INCI-Liste der getönten Tagescreme Mandel Calendula von Alverde gelesen hatte, ist mir die Lust aufs Testen bereits vergangen. Auf dem Nachhauseweg hatte ich dann die Idee zu diesem Post, in dem ich erklären möchte, wie ich zu dieser Einschätzung komme.

Ich bevorzuge pflegende Gesichtscremes, die neben Wasser (oder einem Hydrolat) überwiegend aus schonend verarbeiteten, pflanzlichen Ölen aus Bioanbau bestehen. In meiner idealen Creme sollen möglichst viele solcher Öle enthalten sein.

In der letzten Zeit geht der Trend bei Naturkosmetik allerdings hin zu stark verarbeiteten pflanzlichen Ölen. Diese besitzen viele der pflegenden Eigenschaften von originären pflanzlichen Ölen nicht mehr. Meist werden sie aufgrund des Preises in Cremes eingesetzt, denn die pflanzlichen Öle sind deutlich teurer.

Nicht sonderlich begeistert bin ich außerdem von Glycerin und Alkohol, wenn sie sich auf den ersten Positionen der INCI-Deklaration befinden. Glycerin wirkt in hoher Konzentration nicht mehr als Feuchthaltemittel, sondern trocknet die Haut auf Dauer aus. Wie die verarbeiteten Öle sind Alkohol und Glycerin als nicht allzu hochwertig einzustufen.

Wenn also eine Naturkosmetik-Creme überwiegend aus Wasser, Glycerin, verarbeiteten Ölen und Alkohol besteht, halte ich sie für nicht besonders pflegend. Aus diesem Blickwinkel habe ich mir die INCI-Deklaration der getönten Tagescreme Mandel Calendula von Alverde angesehen:

Aqua, Alcohol*, Talc, Glycerin*, Glycine Soja Oil*, Cl 77891, Glyceryl Stearate Citrate, Prunus Amygdalus Dulcis Oil*, Butyrospermum Parkii Butter*, Betaine, Myristyl Myristate, Cetearyl Alcohol, Sorbitol, Alcohol, Prunus Armeniaca Kernel Oil*, Simmondsia Chinensis Seed Oil*, Calendula Officinalis Flower Extract**, Helianthus Annuus Seed Oil, Parfum***, Glycerin, Xanthan Gum, P-Anisic Acid, Tocopherol, Limonene***, Geraniol***, Citronellol***, Linalool***, Citral***, Cl 77491, Cl 77492, Cl 77499.  (* ingredients from certified organic agriculture, ** ingredients from certified biological dynamic agriculture, *** from natural essential oils)

Die ersten vier Bestandteile sind Wasser, Bio-Alkohol, Talkum und Glycerin. Erst dann folgt mit Sojaöl ein pflanzliches Öl. Von der Menge her dürfte es sich dabei um den überwiegenden Teil der Creme handeln. Nach einer Glycerin-Fettsäure-Verbindung kommt dann endlich das im Namen der Creme genannte Mandelöl.

Für mich ist es kein Wunder, dass die Creme nur 3,25 EUR kostet. Noch viel ärgerlicher finde ich es jedoch, wenn ich ähnliche Rezepturen bei Marken finde, die deutlich mehr für ihre Produkte verlangen. Mit einem Blick auf die INCI-Deklaration kann man deswegen ziemlich schnell einiges über die Philosophie des Naturkosmetik-Herstellers erfahren.

In vielen Cremes sind die von mir eher qualitativ niedriger eingeschätzten Inhaltsstoffe nicht so geballt bzw. nicht so weit vorn gelistet wie in diesem plakativen Beispiel. Ein bisschen Alkohol, Glycerin oder verarbeitete Öle in einer Creme schrecken mich nicht gleich ab. Wenn es aber zu einer so starken Häufung wie hier kommt, verzichte ich lieber auf den Kauf.

Lest ihr die Liste der Inhaltsstoffe, wenn ihr eine Creme kauft? Worauf achtet ihr? Orientiert ihr euch an den Siegeln? War so ein Post hilfreich für euch?

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104 thoughts on “Worauf ich bei der Auswahl einer Naturkosmetik-Creme achte
  • Ju sagt:

    Ich habe keine Ahnung was ich mit den ganzen Inhaltsstoffen anfangen soll. Vor einem Kauf lese ich meistens Reviews durch oder vertraue auf das, was bei mir gut anschlägt.

    • beautyjagd sagt:

      Ich habe angefangen, mich mit Inhaltsstoffen zu beschäftigen, als ich mich gefragt habe, was in einer Creme für über 100 EUR eigentlich so drin ist und ob es mir das Geld wert ist. Seitdem gucke ich immer, was in einer Creme drin ist 🙂 . Der Anwendungskomfort muss natürlich auch passen, wie du schon schreibst.

  • beautybaerchi sagt:

    Ich finde es immer wieder interessant, deine Gedanken zu bestimmten Themen zu lesen :-). Und ich muss sagen, dass Alkohol und Glycerin dank deinem Blog auch immer mehr ein Thema für mich sind. Ich verusche darauf zu achten (v.A. bei Creme und Shampoo bzw. Haarpflegeprodukten), dass diese Inhaltsstoffe weit hinten oder am besten gar nicht enthalten sind. Deshalb bin ich auch von den Pflegeprodukten von Alverde abgekommen, da bei deren Mischhautpflege Glycerin immer an 2. oder 3. Stelle steht. Bevor ich deinen Blog gelesen habe, habe ich mir darüber kein Gedanken gemacht, denn es war ja NK. Inzwischen denke ich mehr nach. Leider bin ich nicht immer Konsequent, aber ich tue mein bestes 😉

    • beautyjagd sagt:

      Ja, bei Shampoo lohnt es sich auch zu gucken, wieviel Glycerin und Alkohol enthalten sind. Ganz konsequent bin ich auch nicht immer, aber es beeinflusst meine Kaufenentscheidungen schon, vor allem wenn es um teurere Kosmetik geht.

      • Jana sagt:

        Seit kurzem mach ich mir mein Shampoo selbst, da ich dieses viel besser finde… Hatte immer Friseurprodukte, doch als ich selbstgemachtes probierte, war ich total begeistert!
        Mach es mit einer Flüssigseife (neutral) von almacabio, etwas weiße Heilerde, Brennesseltee und ätherischem Öl!

      • beautyjagd sagt:

        Mit Haarseifen (fest und flüssig) habe ich in den letzten Monaten auch experimnetiert und bin ganz zufrieden damit – darüber werde ich auch noch berichten. Danke für deinen Selbstmix-Tipp, das ist auch eine gute Idee 🙂

  • Klara sagt:

    seit dem ersten Post, das ich von Dir las (bi-oil….) sind Deine Posts hilfreich für mich, daher nochmal und immer wieder DANKE *g*
    ich les die Inhaltsstoffliste auch immer, nur sind meine Kenntnisse wirklich begrenzt und Spontankäufe von Cremes gibbed daher seit langem nicht mehr – erst recherchieren.
    Orientiere ich mich an den Siegeln? Ja und nein: ich weiß, dass ein Demeter-Siegel keine Fragen offen lässt, ich freu mich auch über das ’not animal tested‘ -Siegel – ansonsten verlass ich mich auch hierbei lieber auf eine ausführliche Internet-Recherche…
    ist ja nicht wirklich Sinn und Zweck von Siegeln, aber dass die eher in die Irre führen können, war ja nicht nur im FS letzte Woche mitzukriegen…

    • beautyjagd sagt:

      Das Demeter-Siegel ist für mich auch top! Die anderen Siegel sind für mich schon in Ordnung, aber sie lassen eben größere Spielräume. Natrue und BDIH finde ich in Bezug auf verarbeitete Öle noch besser als z.B. Ecocert. Ecocert beschränkt die Verwendung von verarbeiteten Ölen gar nicht, das tun Natrue und BDIH schon (was ich wichtig finde). Aber nochmal selbst gucken bzw. recherchieren schadet nie 😉 .

    • Bei den Siegeln die Tierversuchsfreiheit belegen sollen, bin ich aktuell sehr kritisch. Die meisten berücksichtigen nicht alle Aspekte. Meiner Meinung nach ist nur das IHTK-Siegel ein Garant, dass ein Unternehmen wirklich tierversuchsfrei arbeitet. Im Gegensatz dazu prangt der „Leaping Bunny“ auch auf Verpackungen von Herstellern, die wirtschaftlich von Pharmaunternehmen abhängig sind oder die von Auftragsfertigern produzieren lassen, die (für andere Unternehmen) Tierversuche durchführen. Oder oder oder …

      Die ganzen Ausnahmen gibt es beim IHTK nicht. Nur die Dr.Hauschka Selbstverpflichtung kommt dem erstaunlich nahe. Die beiden Richtlinien sind fast identisch. WALA hat aber einen anderen Stichtag gewählt.

      Beim BDIH ist noch interessant, dass es auch bei diesem die Stufe „Biokosmetik“ gibt, die ungefähr mit den Kriterien von Natrue Biokosmetik vergleichbar ist. Ich glaube aber nicht, dass die meisten Verbraucher wissen, dass das BDIH-Siegel einen Bioanteil von über 90% garantiert, wenn die entsprechende Kosmetik auf der Verpackung als „bio“ gekennzeichnet ist. Das ist leider genauso intransparent wie das (mittlerweile nicht mehr sichtbare) 3-Stufen-System bei Natrue.

      Bei demeter gibt es übrigens auch drei Stufen (nur um die Verwirrung komplett zu machen). Die niedrigste darf aber das demeter-Siegel nicht tragen. Bei Kosmetik, die mit demeter gekennzeichnet ist, müssen alle Bestandteile die möglich sind aus kbA bzw. bio-dynamischem Anbau stammen. Wobei der bio-dynamische Anteil zwischen 66% und 90% liegen muss oder (bei der höchsten Stufe) bei über 90%. Die höchste Stufe hat keinen Zusatztext auf der Verpackung. Bei der zweiten Stufe wird der „niedrige“ bio-dynamische Anteil extra ausgewiesen.

      So oder so bleiben Produkte mit demeter-Siegel ein quasi-sicherer Griff.

      Beste Grüße aus Mainz
      Die Naturdrogerie

      PS: Ich hoffe, ich habe nicht noch mehr Verwirrung gestiftet. Bei Ecocert gibt es übrigens zwei Stufen, die bereits im Logo erkennbar sind (natural cosmetics bzw. organic cosmetics).

      • Louisa sagt:

        Es war mir gar nicht bewusst, dass es nicht nur bei Natrue diese (sichtbaren) Abstufungen gibt. Danke für die Aufklärung. Wobei ich eh zuerst auf die Inhaltsstoffe schaue und das Siegel erst danach kommt.

      • zimt-peppermint sagt:

        Danke fürs Aufklären, das war wirklich hilfreich.

    • kucola sagt:

      Hey,
      schau auch immer nach den Inhaltsstoffen und bin schnell abgetörnt von Glycerin und Alcohol. Allerdings gibt es auch pflanzliches Glycerin und Alkohol. Auf Alverde-Produkten steht das immer bei der deutschen Inhaltsliste (*aus pflanzlichen Auszügen). Jedoch werden die meisten Produkte nur auf englisch deklariert und das wird Glycerin und Alkohol gleich geschrieben, egal ob pflanzlich oder nicht. Das ärgert mich immer mega, da kann man nur die Finger davon lassen oder die Firma anschreiben, um welche Art es sich handelt.

      • beautyjagd sagt:

        Ja, pflanzliches Bio-Glycerin und Bioalkohol sind schon besser als die konventionelle Variante. Allerdings können (nicht müssen) sie trotzdem die Haut austrocknen, wenn sie in zu großer Menge eingesetzt werden – für mich gilt wie öfter im Leben: alles in Maßen 😉

  • Fayet sagt:

    Ein schöner, informative Post. Genau deswegen lese ich „Beautyjagd“ so gerne. Ich würde mich über mehr Artikel in diesem Sinne freuen, vielleicht eine Serie zu Inhaltsstoffen?

    Ich achte beim Einkauf auf Inhaltsstoffe, allerdings nicht umfassend. Bei Gesichtspflege sehr, denn da ist mir die Qualität sehr wichtig. Auf Label schaue ich nur an zweiter Stelle, wichtiger sind mir bestimmte Stoffe, die ich nicht verwenden möchte (stellenweise auch, weil ich sie nicht vertrage. Mandelöl ist so ein Kandidat..). Generell gibt es aber Produkte, die mir wichtiger sind als andere – über die Inhaltsstoffe meiner Sleek Lidschatten denke ich lieber nicht nach. Bei Lippenstiften bin ich widerrum sehr pingelig – keine Chance für konventionelle Kosmetik.

    Generell weiß ich aber noch zu wenig über die Stoffe, die in der Kosmetik verwendet werden. Auch deshalb würden weitere Posts mir hier sehr interessieren – oder ich muss doch mal in „No More Dirty Looks“ investieren.. 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Bei meiner Gesichtspflege bin ich auch deutlich strenger als z.B. bei Bodylotions, die dürfen auch mal etwas mehr Glycerin enthalten. Und bei dekorativer Kosmetik finde ich es ebenfalls nicht so tragisch, wenn verarbeitete Öle verwendet werden, schließlich haben die teilweise sogar so eine Art Silikoneffekt (und die Pflege steht bei Deko ja auch nicht im Vordergrund).
      Die Inhaltsstoffe meiner Sleek-Palette muss ich verdrängen, ich kenne sie (leider) genau. Wahrscheinlich kommen sie deswegen nicht mehr so oft zum Einsatz. No More Dirty Looks ist auf jeden Fall eine Investition wert (aber mache dich ein bisschen auf eine amerikanische Herangehensweise gefasst). Ich denke auf jeden Fall mal drüber nach, wie ich öfter solche Posts zu Inhaltsstoffen unterkriege 🙂 .

      • Nora sagt:

        Hallo! Danke für deinen Beitrag!
        Kennst du die Produkte von Vitalis Dr Joseph? Oder von Dr. Hauschka? Nehm seit geringer Zeit Dr. Hauschka, kann allerdings nocht nicht recht viel sagen. Vitalis habe ich mir auch angeguckt, und die Incis beim KosmetikCheck durchgeschaut, klingt wirklch gut! Allerdings sind die ersten Incis: Aqua, caprylic/caprictriglyceride, glyceryl stearate, cetearyl alcohol, potassium cocoyl hydrolyzed wheat protei, sodium cocoyl glutamate, potassium palmitoyl hydrolyzed rice protein..
        Was meinst du? Steht ja auch schon wieder nix Gutes am Anfang!!

      • beautyjagd sagt:

        Dir Produkte von Vitalis kenne ich leider nicht, sie sollen aber vom BDIH zertifiziert sein, soweit ich das im Kopf habe. Von Dr. Hauschka kenne ich natürlich eine Menge, und da werden prozessierte Öle nicht oft eingesetzt, dafür müssen emfpindliche Häute auf Alkohol und ätherische Öle in der INCI-Deklaration achten. In deinem Beispiel sind ja fast nur verarbeitete Öle genannt, um welches Produkt handelt es sich denn?
        PS: Bitte nimm doch immer den gleichen Namen für deine Kommentare, sonst komme ich (und andere Leserinnen) leicht durcheinander 🙂

      • Nora sagt:

        Hallo!
        Sind prozessierte Öle jetzt die Schlechten oder? So gut kenn ich mich leider nicht aus, mich interessiert das aber total. Dass dr. Hauschka auch viel Alkohol benutzt, weiß ich auch nicht, muss ich grad mal besser nachsehen! Und sind ätherische Öle auch nicht so gut für die Haut? Dachte immer, Dr. Hauschka ist das natürlichste das es gibt!! Was hältst du von den Produkten? Und von der Regel, abends keine Creme aufzutragen! obwohl mich das nicht stört, aber hab manchmal Angst, dass ich der Haut (Augenpartie) zu wenig Feuchtigkeit schenke!!

        Die von mir aufgezählten Incis sind von der Gesichtscreme von Vitalis Dr. Joseph (ECO-BIO cosmetics; BDIH; ICEA). Und doch sind da viele verarbeitete Öle mit dabei? Also die Schlechten? Trotz der Siegel!

        Ich zähl dir mal den Rest auf:

        phenethyl alcohol, prunus amygdalus dulcis oil, olea europaea oil unsaponifiables, glycerin, citric acid, glyceryl caprylate, p-anisic acid, rosmarinus officinalis extract, argania spinosa kernel oil, adansonia digitata oil, punica granatum seed extract, pullulan, pinus sibirica seed oil, sericin, pyrus malus extract, anthemis nobilis oil, vitis vinifera extract, algae extract, pinus cembra twig leaf oil, linalool, humulus lupulus cone oil, lavandula hybrida oil, salvia sclarea oil, limonene, boswellia carterii oil, opuntia ficus-indica extract, lecithin, tocopherol, coriandrum sativum oil, aroma, cistus ladaniferus oil, citrus medica limonum oil, citrus aurantium bergamia fruit oil, vetiveria zizandoides oil. Ingredients from certified organic agriculture.

        Ungewöhnlich viele Incis!

        Liebe Grüße!

      • beautyjagd sagt:

        Also als schlecht würde ich die prozessierten Öle nicht bezeichnen – sie enthalten nur längst nicht mehr so viel wertvolle Inhaltsstoffe wie ein originäres Pflanzenöl. Für superempfindliche Haut ist das zB gar nicht so schlecht (weil reizfrei), oder auch für Makeup-Produkte (müsen nicht so viel pflegen).
        Und auch zum Thema Alkohol oder ätherische Öle muss man genau hingucken. Klar sind diese Stoffe natürlich und in vielen Fällen auch sinnvoll, aber manche Haut verträgt sie trotzdem nicht. Zu einem ähnlichen Thema habe ich mal diesen Post verfasst: http://beautyjagd.de/2012/08/09/wie-finde-ich-eine-vertragliche-hautpflege/
        Die fettfreie Nachtpflege klappt super bei mir, das Konzept verfolge ich immer noch – und nach einer Umstellungsphase habe ich auch keine Probleme mit trockener Haut. Hier habe ich mal was drüber geschrieben: http://beautyjagd.de/2011/12/11/einige-gedanken-zur-fettfreien-nachtpflege/, auch die Kommentare sind sehr lesenswert!
        Und die Creme von Vitalis scheint mir vom Aufbau her (nicht die konkreten Inhaltsstoffe, die sind Naturkosmetik) wie eine konventionelle Pflege konzipiert zu sein: In eine „neutrale“ Trägermasse (die verarbeieteten Öle) wurden die Wirkstoffe zugegeben (deswegen die lange Liste).
        Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen! Stöber einfach ein wenig auf dem Blog, zB in den Posts, die ich auf der Seite Naturkosmetik weit oben verlinkt habe: http://beautyjagd.de/naturkosmetik/, da beschreibe ich meine Umstellung und Suche nach einer passenden Pflege.
        Liebe Grüße

    • Klara sagt:

      da schließ ich mich doch gleich mal an! *g* DIE Serie würd ich auch verschlingen!

  • Ich fand Deinen Post sehr hilfreich. Bisher habe ich nicht wirklich auf die Inhaltsstoffe von Schönheitsprodukten geachten. Ich wollte mich aber so langsam daran gewöhnen, das etwas häufiger zu tun.
    Was ist denn der Unterschied zwischen einem schonend und einem stark verarbeiteten Öl? Sieht man den Unterschied im Namen?

    • beautyjagd sagt:

      Ich gucke ganz pragmatisch, ob in der INCI-Deklaration der lateinische Name der Pflanze genannt wird, wie wie z.B. Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet Almond) Oil, das Öl sollte dann auch aus Bioanbau stammen. Weiter verarbeitete Öle heißen beispielsweise um Caprylic/Capric Triglycerides oder wurden z.B. hydriert (hydrogenated).

    • Im Zweifel weist auch der Hersteller selbst darauf hin. Primavera betont immer sehr prominent die Verwendung von möglichst naturbelassenen Ölen; und vor allem auch Samenölen. Dr.Hauschka nutzt auch sehr viele Öle in hoher Qualität und hat dazu sehr viele Infos auf der eigenen Webseite.

      Martina Gebhardt nutzt demeter Öle. Da versteht sich die Qualität von selbst, da nur sehr wenige Verarbeitungsschritte zugelassen sind. Ein paar Infos gibt es hier: http://www.demeter.de/ebenenangleichung/zielgruppe/schnittmengen/leben-arbeiten/das-ist-bio-dynamische-verarbeitung/verarbeiter-portraets/martina-gebhardt/?MP=9-1493

      Allgemein bürgt das demeter Siegel für eine hohe Qualität der Öle. Also auch bei den Produkten von Lakshmi oder San Floriano.

      Living Nature nutzt sehr viele Inhaltsstoffe aus Wildsammlung. Daher ist der Bioanteil nicht so hoch wie man vielleicht erwarten würde. Die Öle sind eigentlich durchweg wenig weiter verarbeitet.

      i+m hat auch sehr hohe Qualitätsstandards. Die Öle sind entsprechend gut und stammen oft aus fairem Handel.

      Bei alva kommt es stark auf die Serie an. Die Rhassoul-Serie ist z.B. gut (auch wenn man vielleicht hier und da die Konzentration an Glycerin bemängeln könnte).

      Ich habe jetzt nur mal exemplarisch einige Marken herausgegriffen.

      Auf jeden Fall wird ein guter Hersteller über die genaue Herkunft und Weiterverarbeitung der einzelnen Inhaltsstoffe aufklären und nicht nur einzelne Stoffe ganz ganz besonders hervorheben. Dann sollten nämlich ebenfalls die Alarmglocken angehen, weil es gut sein kann, dass nur die genannten Stoffe hochwertig, dafür aber nur in sehr geringer Dosierung drin sind.

      Ebenfalls sollte man sich die deutsche Volldeklaration zu Gemüte führen. Diese ist (so fern vorhanden) genauer als die Standard-INCI. Bei Primavera gibt es diese leider nicht auf den Packungen – laut Hersteller aus Platzgründen. Dafür kann man sie online einsehen und im gedruckten Sortimentskatalog. Ebenso bei Dr.Hauschka und Martina Gebhardt, die aber auch so Platz dafür gefunden haben. i+m druckt eine relativ gut lesbare Mischform auf jeder Verpackung ab.

      Wir haben auch bei uns auf der Webseite möglichst immer beide Angaben bei jedem Produkt dabei. So kann man sogar gezielt nach einzelnen Inhaltsstoffen suchen. 🙂

      Beste Grüße aus Mainz
      Die Naturdrogerie

  • Ich kann Deine Haltung nicht nur nachempfinden, ich versuche genau das jeden Tag zu „leben“ und wähle die Produkte in unserem Sortiment danach aus. (Vorab: außer echter Naturkosmetik kommt mir eh nichts in meinen Laden.)

    1. Es muss „gut“ sein. (INCIS hochwertig, saubere Herkunft, am Besten bio, fair und regional)
    2. Es muss funktionieren.

    Den zweiten Punkt hast Du in Deinem Post nicht angeschnitten. In der Praxis zeigt sich, dass dieser sich oft (leider nicht immer) aus dem ersten ergibt.

    In der Konsequenz ergibt sich dann nun mal ein Preis der die Qualität wiederspiegelt. Bei 3,25 Euro für 30 oder 50 ml Creme muss ich schon lachen. Es sollte eigentlich jedem klar sein, dass solche Rezepturen kostengetrieben sind und möglichst vom günstigsten Auftragsfertiger produziert werden. (Das ist der Grund, warum ich alverde im strengeren Sinne nicht als tierversuchsfrei ansehe. Aber das ist ein anderes Thema.)

    Nur zur Verdeutlichung: die Produkte sind dadurch nicht „schlecht“. Sie erfüllen bestimmt zu einem gewissen Grad ihren Zweck und das Preis-/Leistungsverhältnis mag manche Kundin ansprechen. Und wer „nur mal was probieren“ möchte, ist mit den Handelsmarken auch nicht unbedingt schlecht beraten. Mir fehlt neben den von beautyjagd genannten Kriterien einfach die Sorgfalt. Da werden in rasanter Abfolge neue Produkte, LEs und Produktiterationen herausgebracht. Entweder variiert man nur bestehende Rezepte oder man spart sich längere Verträglichkeitstests (oder beides?). Anders ist das meiner Meinung nach nicht machbar.

    Aber zurück zum Thema … Interessant finde ich bei den obigen INCIs, dass das erste Öl nicht Soja Oil, sondern Gylcine Soja Oil ist; also auch eine stark verarbeitete Form. Ebenso wird einmal Glycerin biologischer Herkunft und weiter unten noch mal ein nicht-bio Glycerin verwendet. Noch eine Sparmaßnahme?

    Die Verwendung hochwertiger Öle ist übrigens nicht nur wegen der Öle selbst so teuer. Es ist viel schwieriger die Konsistenzen und Gerüche über verschiedene Chargen hinweg gleich zu halten. Auch kippen (gerade in der Entwicklungsphase) Rezepturen mit hochwertigen Ölen eher mal um. Es braucht einiges an Erfahrung damit umzugehen und den Ausschuss gering zu halten.

    Und das ist für mich ein weiterer Kritikpunkt. Handelsmarken beteiligen sich nicht an der Weiterentwicklung (oder hochtrabender: Forschung) von Naturkosmetik. Auch ist man (von oberflächlichen oder werbewirksamen Labels abgesehen) gar nicht an der Herkunft der einzelnen Inhaltsstoffe interessiert. Man hängt sich vielleicht mal an ein oder zwei „faire“ Projekt, wenn diese schon gut am Laufen sind. Aber am Aufbau beteiligt man sich nicht.

    Ein großer Teil meiner Kritik trifft leider nicht nur auf Handelsmarken zu, sondern auch auf einige bekannte Naturkosmetikmarken. Bitter daran: der Kunde bezahlt dann auch noch den (real oder vermeintlich) höheren Preis und erhält trotzdem nicht die dazu passende Qualität. (Dreist wird es bei einigen Anti-Aging-Produkten. Aber da ahmen die NK-Firmen nur die konventionellen Marken nach. Bei guter Pflege für reife Haut wird man das Wort „Anti-Aging“ nicht finden, weil es Blödsinn ist.)

    Meinen Hut ziehe ich vor kleinen Unternehmen wie i+m oder Martina Gebhardt. Sie schaffen den Spagat zwischen relativ günstigen Preisen, guten Inhaltsstoffen und fairem Einkauf. Man könnte diese als eine Art preisliche Untergrenze für „gescheite Quallität“ ansehen. Darunter fangen meiner Meinung nach die faulen Kompromisse an.

    Puuh – wieder mal ne Textwand. Wer bis hierher durchgehalten hat: Glückwunsch!

    Und noch einmal der Hinweis: es handelt sich hierbei um meine persönliche Meinung. Ich freue mich, dass beautyjagd ein ähnliches Qualitätsverständnis hat und lese und kommentiere daher hier sehr gern. Ich lasse mich auch gern mitreissen und schreibe dann zu viel. 😉

    Viele liebe Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

    PS @beautyjagd: Gerade noch mal die INCIs der getönten Tagescreme gecheckt, die schon bei Dir sein dürfte. Der Unterschied zu dem Obigen ist echt gravierend. Davon abgesehen, dass ich bisher auch nicht wusste, dass man aus Jojobasamen auch Öl gewinnen kann. Man lernt doch immer wieder etwas dazu. 😀

    • beautybaerchi sagt:

      Deine Kommentare sind super 🙂 Da lernt man immernoch so viel 🙂

      • Danke. 🙂
        Das war wieder so ein typischer „Ich-schreibe-nur-eine-Keinigkeit“-Beitrag. Ist am Ende doch wieder mehr geworden.

        Viele Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie

    • beautyjagd sagt:

      Ich lese deine üppigen Ergänzungen ja immer gern! Mein Post erklärt ja auch indirekt, weshalb ich mich für Martina Gebhardt/Senisana als Gesichtspflege entschieden habe.
      Außerdem denke ich übrigens auch, dass dein erster und dein zweiter Punkt eng zusammenhängen. Richtig klar geworden ist mir das bei RMS Beauty, die auf schonend verarbeitete Bioöle setzt und dadurch eine hervorragende Textur der Produkte erzielt. Aber solche hochwertigen Öle kosten eben etwas, das ist bei Lebensmitteln ja nicht anders.
      Über das Glycine Soja Oil bin ich auch gestolpert, aber habe es nicht als weiter verarbeitet eingeschätzt – ich dachte Glycine Soja sei die Bezeichnung für die Wildform der Sojabohne?
      Meine Gedanken zum doppelten Glycerin (einmal bio, einmal nicht) waren die gleichen wie deine.
      PS: Meine Bestellung ist schon am Samstag bei mir angekommen 🙂 !

      • Mit „Glycine Soja“ hast Du recht. Da ist mein INCI-Alarm doch etwas zu schnell angesprungen. 🙂

        Es sagt also gar nichts über die Verarbeitung aus. Dafür finde ich Sojaöl aber allgemein ein ungeeignetes Öl. Es wird aufgrund des günstigen Preises gern genommen, ist aber hochproblematisch was Verunreinigungen durch genetisch veränderte Saaten anbelangt.

        Aus einem ähnlichen Grund hat Dr.Hauschka Erdnussöl aus den meisten seiner Produkte (und allen Körperölen) verbannt.

        Beste Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie

      • beautyjagd sagt:

        Hihi, INCI Alarm 🙂 Ich bin aber auch daran hängen geblieben, weil Glycine ja auch Aminosäureessig bedeutet. Meine Begeisterung für Sojaöl hält sich auch shwer in Grenzen, weil es so oft gentechnisch verändert ist – irgendwie bin ich da immer skeptisch, selbst wenn es bio ist. Dass es mit dem Erdnussöl ähnlich ist, wusste ich nicht. Viele Grüße 🙂

  • Jana sagt:

    Ich kann deine Einstellung allzu gut nachvollziehen, mir geht es nämlich genauso. Kein Cremekauf ohne INCI-Check. NK an der unteren Grenze reizt mich überhaupt nicht, sprich alverde z.B. Da habe ich nicht den Eindruck, ein hochwertiges Bioprodukt zu kaufen. Ganz Hardcore, wie z.B. MG, kann ich aber auch nicht immer haben, obgleich ich die MG Cremes gerne benutze, gerade jetzt. Die Ki-Crème ist nicht demeterzertifiziert, aber die Inhaltsstoffe sind für mich akzeptabel und ich will nicht mehr ohne diese tolle Feuchtigkeitscreme.

    • beautyjagd sagt:

      Lustig ist für mich wirklich, dass mir MG gar nicht so heftig vorkommt: Die Lotionen sind doch ziemlich „normal“ von der Textur her (und ergänzen die Fettcremes, zum Mischen oder für trockene Stellen oder auf feuchter Haut) – aber vielleicht bin ich auch schon ganz abgedriftet 😉 🙂 , kann schon gut sein 🙂 ! Ich freue mich schon auf die Review der Ki-Creme!

    • Ich würde vorschlagen einfach mal die Sensisana-Produkte auszuprobieren. Gerade die Texturen der Hautcremes sind weitaus „sahniger“ als bei den Martina Gebhardt Produkten.

      Viele Grüße aus Mainz
      Die Naturdrogerie

  • Louisa sagt:

    Ich mag deine Posts zu Inhaltsstoffe und die oft sehr interessanten und erweiternden Kommentare anderer Leser.
    Für mich sind die Inhaltsstoffe bei Kosmetik sehr wichtig (obwohl ich einige Ausnahmen bei Schminke machen, dort aber auch immer kritischer werde). Oft nehme ich mir ein Produkt aus dem Regal und schaue zuerst auf die INCI-Liste bevor ich das Werbe“blabla“ lese. Früher habe ich öfters Alverde-Produkte gekauft (Gesichtscremes usw. aber eigentlich nie gut vertragen) und war der Meinung, dass Lavera, Logona und Konsorten ganz gute Marken sind.
    Durch die Beautyjunkies und dich bin ich immer mehr darauf gekommen, dass Naturkosmetik nicht per se „gut“ ist und es gravierende Unterschiede gibt. Heute achte ich besonder bei der Gesichtspflege auf gute Inhaltsstoffe und bin bei Martina Gebhardt angelangt. Beim Rest suche ich noch nach den perfekten Produkten.
    Hmm, „No more dirty looks“ sollte ich mir auch mal kaufen 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Ich finde die entstandene Diskussion auch schon wieder sehr interessant und möchte mich einfach ganz herzlich für eure Beteiligung bedanken!
      Das Werbe-Blabla lese ich manchmal auch gar nicht mehr, denn es sagt meist nicht viel aus für mich.

  • Cinnamon sagt:

    Nachdem ich am vergangenen Wochenende durch Zufall auf diesen Blog gestoßen bin und mich total festgelesen habe, wollte ich zu deiner Frage oben kurz meinen Senf da lassen.

    Für mich sind und waren deine Artikel, in denen es um Naturkosmetik, ihre Zusammensetzung und Anwendung geht, super interessant, bitte schreib noch einige mehr davon!!!

    Vor einigen Jahren war meine Haut, über einen längeren Prozess, so empfindlich geworden, dass ich sie nur noch mit reinem Olivenöl aus der Flasche „eingecremt“ habe. Auf Dauer war das natürlich kein Zustand und über eine (jetzt meine) Kosmetikerin bin ich auf die Produkte von Martina Gebhardt gestoßen, die ich bis heute verwende. Wenngleich ich der „nachts keine Creme“ Philosophie noch nicht folge, das war, ehrlich gesagt, brandneu für mich. Aber es klingt interessant, ich werde es bei dir hier weiterverfolgen und für mich evtl. ausprobieren, wenn es sich für mich gut und richtig „anfühlt“. 😉

    Mittlerweile hat sich meine Haut wieder sehr beruhigt, so dass auch mal ein Produkt von Weleda oder das Aloe Gel von Santaverde in meinen Einkaufskorb kommt.

    Bei Kaufinteresse von jedem neuen Creme-Produkt, egal ob für Gesicht oder Körper, lese ich die Inhaltsangaben und bin natürlich ganz glücklich, wenn auch alles in deutsch drauf steht, mit den englischen Bezeichnungen komme ich bisher nicht sonderlich klar.
    Bei Logos achte ich auf das BDIH, das ist Mindestkriterium und freue mich über jedes Demeter-Zeichen oder Häschen, das ich noch entdecke.

    Allerdings, das gehört für mich auch dazu, muss für mich auch der Preis stimmen. Vielleicht ein wenig verwöhnt von MG liegt meine Schmerzgrenze nicht soooo hoch, bei der SensiSana Reihe steige ich absolut aus, so lange es noch Produkte gibt, die mir gut tun und günstiger sind.
    Eine solche Creme als Luxus zu sehen und mich dann damit nur 1x die Woche einzucremen ist in solchem Fall für mich kein Argument, da ich der Ansicht bin, dass keine Creme in diesen Intervallen angewendet, ihre optimale Wirkung entfalten kann.

    Ups, Textwand, da sind aus einem kleinen Gedanken wieder so viele Wörter geworden…
    Bitte mach weiter so, ich freue mich auf und über jeden Artikel zu diesem Thema.

    Liebe Grüße
    Cinnamon

    • beautyjagd sagt:

      Danke schön für deinen ersten Kommentar, ich freue mich immer, wenn sich neue Kommentatorinnen „zeigen“ 🙂 !
      Das mit dem Nachts-Nicht-Cremen konnte ich mir lange nicht vorstellen, und ich bin noch immer beeindruckt, dass das geht. Teste einfach mal, wie es sich für dich so „anfühlt“ 🙂 . In meinen Posts zur Pflege-Umstellung habe ich beschrieben, wie es mir dabei ging.
      Sensisana ist für mich auch Luxus, aber ich bin einfach leidenschaftlich an Beauty interessiert, da leiste ich mir das. Wahrscheinlich auch deswegen, weil ich schon mal eine Phase im Leben hatte, in der ich noch viel teurere Cremes verwendet habe. Die haben ja dann letztlich auch dazu geführt, dass ich irgendwann wissen wollte, was eigentlich in so einer Creme drin ist. Ich habe mein blaues Wunder erlebt 😉 .
      Liebe Grüße 🙂

  • Ana sagt:

    Ich achte auch sehr auf Inhaltsstoffe. Besonders bei Gesichtspflege. Und ich mag es, wenn die Liste KURZ ist, dann ist mir das Produkt gleich sympatischer 😉 Wenn ich mir unsicher bin, schaue ich erst in den INCI-Lexikon. EDTA geht z.B. gar nicht. Sulfate meide ich mit Seife 😉 Wenig o. kein Alkohol u. Glycerin finde ich auch gut. Außerdem versuche ich palmölfreie Produkte zu kaufen, was nicht immer einfach ist, weil es sehr viele Bezeichnungen dafür gibt, die ich nicht alle kenne. Auf die Siegel achte ich nicht so besonders.
    Es gibt aber auch Marken, denen ich (evtl. zu sehr) vertraue wie Weleda u. Hauschka 😉

    • beautyjagd sagt:

      Ich mag es auch, wenn die INCI-Liste kurz und übersichtlich ist! Und ich verreise gar nicht mehr ohne mein INCI-Lexikon (wenn ich währenddessen weiterblogge und beautyjage), ich bin echt verrückt 😉 !

  • lilalila sagt:

    Also günstige NK Marken sind ja nicht gleich schlecht, die sind auf jeden Fall besser als herkömmliche nicht NK Marken. Immerhin kann man mit ihnen darauf verzichten sich die ganzen üblen Inhaltsstoffe herkömmlicher Kosmetik drauf zu schmieren. Deswegen ist es auf jeden Fall gut, dass es diese günstigen Varianten gibt! Auch wenn die Pflegewirkung vermeintlich schlechter sein sollte, für manch einen reicht ja auch weniger und man merkt auch selber wenn etwas die Haut austrocknet.
    Selbst wenn man nur wenig Produkte besitzt, die wenigsten können es sich leisten für jedes Produkt mindestens 10 Euro für hochwertigere NK auszugeben. Klar, ökologisch korrekter sind vermutlich zumindest teilweise die teureren Marken, wie Naturdrogerie schon schrieb, aber ich kann auch auf jeden Fall verstehen wenn jemand keine 17 Euro für eine Dr. Hauschka Body Lotion ausgeben möchte.

    Ich hatte übrigens mal eine kleine Tube der Dr. Hauschka getönten Tagescreme, die war allerdings zu reichhaltig und ich mochte das Ergebnis nicht so. Mit meiner von Alterra bin ich jetzt zufrieden mit dem Ergebnis und komme gut zurecht. Und der Preisunterschied ist enorm. Es kommt also wirklich immer drauf an!

    Insgesamt würde ich mir aber auch lieber die teureren Sachen kaufen, nur geht das einfach nicht immer. Gerade bei RMS Beauty, was mich eigentlich wirklich angefixt hat, muss ich mir die Frage stellen, ob ich mir einen Luminizer für 36 Euro leisten darf. Hier übrigens gleich eine Frage, da du den ja besitzt, wie lange ist der eigentlich haltbar und wie schnell hat man den wohl aufgebraucht? Das wär übrigens sowieso super, wenn das bei den Posts für dekorative Kosmetik immer mit angegeben würde, denn gerade NK bestellt man sich ja oft übers Internet und das spielt eigentlich auch eine Rolle für meine Entscheidung, denn 36 Euro für drei Jahre ausgeben oder für 1 ist dann doch ein Unterschied…

    Ich finde solche Beiträge übrigens sehr lesenswert und die Beiträge von naturdrogerie auch!

    • lilalila sagt:

      Ich muss mich korrigieren…ich würde nicht insgesamt lieber die teureren sondern die qualitativ hochwertigeren Produkte kaufen (auch wenn dasoft einhergeht).
      Und hinzufügen: Ich achte immer auf die Inhaltsstoffe, aber meistens muss ich Kompromisse eingehen…

      • beautyjagd sagt:

        Ich wollte mit meinem Post auch nicht ausdrücken, dass alle günstigen NK-Marken schlecht sind! Es kommt immer auf das jeweilige Produkt an, und da wollte ich zeigen, wie man es einschätzen kann 🙂 . Nichts kann natürlich den Test an sich selbst ersetzen, da muss man gucken, wie die Haut darauf reagiert.
        Die RMS Beauty Töpfchen reichen ewig, bei täglichem Gebrauch mindestens ein Jahr (beim UnCoverup), schätze ich. Den Luminizer trage ich so sparsam auf, da prognostiziere ich sogar noch viel länger! Die Sachen von RMS Beauty sind ohne Frage ein Luxus. So teure Sachen im Internet zu bestellen, ist leider immer ein Wagnis. Weil man die Textur auch in der besten Beschreibung/Fotos einfach nicht vollständig rüberbringen kann.

      • Es ging mir ja auch darum herauszustellen, dass teurer eben nicht gleich besser ist; aber die Qualität die man von echter Naturkosmetik erwartet eben nicht unter einem gewissen Preis machbar ist. Davon abgesehen, dass es auch immer darauf ankommt was man von einem Produkt erwartet. Martina Gebhardt setzt z.B. einen sehr hohen Standard zu einem (meiner Meinung nach) vertretbaren Preis. Aber nicht jedem liegen die Texturen (oder Düfte oder sonst was).

        Dr.Hauschka wird übrigens gern als teuer dargestellt. Das empfinde ich nicht so. Die Sachen sind durchweg hoch ergiebig und funktionieren sehr gut. Zudem kann man die Preise gern mit Primavera vergleichen, die deutlich über den Hauschka-Preisen liegen. Bei der Rose Granatapfel Serie macht das die höhere Ergiebigkeit ohne weiteres wett, aber dann muss man auch konsequent sparsam mit den Produkten umgehen.

        Und verglichen mit so manchen Auswüchsen aus der konventionellen Kosmetik ist Hauschka spottbillig. 😀

        Ich würde sie also ins gehobene Mittelfeld einordnen.

        Bei der getönten Tagescreme solltest Du den Test von beautyjagd abwarten. Da könnte etwas für Dich dabei sein. 😉

        Liebe Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie

  • zimt-peppermint sagt:

    Ich oientiere mich eigentlich überhaupt nicht an Siegeln, sondern schaue nur auf die INCI. Ich bin da mittlerweile recht rigoros und versuche, keine Alkohol oder Glycerin haltigen Produkte zu kaufen. Wenn mir die INCI plausibel vorkommen, also dem Hauttyp entsprechend, für den das Produkt sein soll, dann kaufe ich es vielleicht. Worauf ich auch achte ist der Preis. Etwas, das nur um die 4 Euro kostet, ist meistens einfach nicht hochwertig.
    Momentan kaufe ich am Liebsten bei Martina Gebhardt, auch weil die INCI immer so schön übersichtlich sind.

    Woran erkennt man denn, ob es sich um stark verarbeitete Öle handelt?

    • beautyjagd sagt:

      Cool, es gibt ja ganz schön viele, die sich die INCIs genau angucken 🙂 . Wie man die pflanzlichen von den verarbeiteten Ölen unterscheidet, habe ich in der Antwort auf Fräulein Umekos Frage erklärt (so in der Mitte der Kommentare). Ich gucke, ob in der INCI-Liste auch wirklich die lateinischen Namen der Öle genannt sind.

  • zimt-peppermint sagt:

    Zu den günstigen NK Produkten: Ich halte sie für einen super Einstieg. Ich habe meine besten Freundinnen zu Weihnachten mit NMDL beglückt und kann von ihnen natürlich nicht erwarten, dass sie sofort bereit sind, 10€ und mehr für Pflegeprodukte auszugeben. Deshalb empfehle ich ihnen meist erstmal Alverde und Alterra, bevor ich sie auf Martina Gebhardt und Co. aufmerksam mache. So hat es bei mir nämlich auch gewirkt. Ich bin schon seit langem auf NK umgestiegen gewesen, bevor ich NMDL gelesen habe. Dadurch, dass ich NK schon gewohnt war, wenn auch schlechte, war es für mich einfacher, komplett auch auf teurere Produkte umzusteigen.

    • beautyjagd sagt:

      Alverde&Co sind definitiv ein guter Einstieg ins Thema NK! Wahrscheinlich würden gar nicht so viele Menschen NK verwenden, wenn es die günstigen Sachen nicht gäbe. Und das ist super. Mich stört es nur ein bisschen, wenn manche dann daraus schließen, dass das alles ist, was NK kann – dabei gibt es eben auch noch ganz andere, schöne Produkte.

  • kirschvogel sagt:

    Also – ist vielleicht eine dumme Frage, aber ich muß sie stellen: Woran unterscheide ich in den INCIs schonend verarbeitete von verarbeiteten pflanzlichen Ölen?

    Ich bin gerade mal aus Interesse meine Pflegeprodukte – alles Naturkosmetik – durchgegangen. Von Hauschka über Weleda, Dr. Hauschka Med, Cattier Paris bis Linden Leaves ist alles dabei und bei allen finden sich Wasser, Glycerin und Alkohol im ersten Drittel der INCI-Liste. Das stimmt mich nachdenklich bzw. bin ich nun doch ein wenig verunsichert was die Pflegewirkung angeht.

    • beautyjagd sagt:

      Die Frage ist überhaupt nicht dumm, ich hätte gleich im Text was dazu schreiben sollen! Fräulein Umeko hat mich das auch direkt nach der Veröffentlichung des Posts gefragt, die Antwort darauf befindet sich so in der Mitte der Kommentare. (Kurz gesagt, ich gucke, ob in der INCI-Liste auch wirklich die lateinischen Namen der Öle genannt sind.)
      Bei der Einschätzung, wie ich eine Creme finde, spielt für mich die Häufung dieser Stoffe eine starke Rolle – also ob Alkohol und Glycerin am Anfang der Liste verteten sind. Und ob ein pflegendes Öl für die Versorgung der Haut weit vor dabei ist. Diese von mir nicht so geliebten Inhaltsstoffe können ja auch für eine angenehme Textur sorgen, deswegen werden sie u.a. auch verwendet. Letztlich kommt es ja immer darauf an, wie man selbst mit den Sachen zurecht kommt.

      • kirschvogel sagt:

        Supi, danke für die rasche Antwort. Das relativiert meine Bedenken wieder ein wenig. Ich schnuse schon seit einer Weile um MG herum, konnte mich aber bisher nicht durchringen. Warum? Keine Ahnung. Die Preise sind ja wirklich moderat, zumindest für mein Empfinden.

        Mein Gefühl bei vielerlei Pflegeartikeln ist bisher immer gewesen: Ja, es ist okay. Ich komme damit zurecht bzw. reagiere nicht darauf. Der große Aha!-Effekt blieb bisher aus. Was mich zu der Vermutung verleitet, daß die ideale Wirkstoffkombination oder eben Nicht-Kombination für mich bisher nicht dabei war. Ich tüftle weiter. 😉

  • Lilla sagt:

    Hi, erstmal möchte ich sagen, dass ich Dein blog noch nicht so lange kennen, aber mittlerweile ein begeisterter Fan bin – Du schreibst wirklich über tolle, interessante Dinge!! Danke und weiter so!!

    Ich achte sehr auf die INCIs – angefangen hat es damit, dass ich fast nichts in meinem Gesicht vertrage und auf fast alles allergisch reagiere. Ich habe sehr lange Martina Gebhart verwendet…aber irgendwann hat meine Haut total gestreikt – keine Ahnung warum. Mittlerweile bin ich bei Maienfelser angekommen und total glücklich! kann ich Dir nur empfehlen – falls Du wieder was testen willst…nur geniale Inhaltsstoffe – die Lavendelcreme duftet noch dazu so schön….der Preis bei der Qualität ist durchaus angebracht…

    Übrigens ich verwende eigentlich seit Jahrzehnten keine herkömmliche Kosmetik/Pflegeprodukte mehr – sondern nur NK…..die Leute schätzen mich auf 27…dabei bin ich mehr als 10 Jahre älter! Ich bin überzeugt, das kommt von den hochwertigen Ölen, Hydrolaten und von null Erdöl und Silikonen…und sonstiger Chemie

    • beautyjagd sagt:

      Danke für dein nettes Feedback zu meinem Blog 🙂 ! Gut, dass du ich an Maienfelser erinnerst, auf deren Homepage wollte ich schon länger mal stöbern.

  • Andreea sagt:

    Also ich mache das mit Pflege und Lebensmittel (und ich kaufe 90% im Bioladen).
    Seidtem bin ich chemisch etwas firmer geworden, man kann aber nicht oft genug drauf hinweisen dass man selber gucken muss.
    Die Siegel sind so lala, generell ist es für den Verbaucher wohl auch einfacher einem Label zu vertrauen.

    Bei Make-up aus dem KK Bereich gucke ich gar nicht drauf. Ich weiss nämlich leider was das alles ist (nikl. feingemahlene Glasspiltter) daher – ich ignoriere es. Eine Zeitlang konnte ich kein KK Lippenstift nutzen weil ich es eklig fand.

    Ich versuche die goldenen Mitte…

    Generell muss man aber auch sehen, wieviel die Sachen einem „wert“ sind – die MG Sachen sind definitv überteuert, und auch Hauschka hat zu billige Gesichtscremes und zu teure Bodylotions (was sich wohl ausgleicht 😉 )

    Fakt ist – was nix kostet, ist selten viel wert. Gilt für den 2 Euro Wein, für die 2 Euro „Bio“-Creme oder oder oder.
    Aber – es muss eben auch Dinge geben, die für alle zugänglich sind, daher ist der Einstieg über Alterra und Co okay.

    Unbedingt mehr dazu und kritisch bleiben! Ehrlich währt am längsten hoffe ich 🙂

    • beautyjagd sagt:

      Die MG-Sachen finde ich nicht überteuert, wahrscheinlich meinst Du Sensisana? Mir ist Sensisana den Preis trotzdem wert, aber ich bin setze meine Priorität schon stark auf den Bereich Beauty, wenn es ums Geld ausgeben geht 😉 .
      Und danke für deinen ermunternten Zuspruch 🙂 !

  • mayli sagt:

    vielen dank für den post, mir war das alles bekannt aber in den hinterkopf gelangt. gut wieder daran erinnert zu werden. gerade die sache mit glycerin

  • Anajana sagt:

    Sehr informativer Post mit wieder interessanten Kommentaren. Möchte gerne mehr davon lesen. Ich bin ja ehrlich, ich bin schrecklich faul und prüfe die INCIs eher selten, weil ich mir nicht merken kann was was ist und es auch gar nicht lernen möchte. Ich vertraue Hauschka und Martina Gebhardt. An Hauschka bin ich durch Zufall gekommen und habe dadurch überhaupt erst angefangen immer mehr NK zu nutzen. Da ich keine andere Gesichtscremes als Hauschka-Cremes nehme vertraue ich einfach auf gute INCIs. MG hab ich erst durch Bloglesen gefunden und finde das ein oder andere Produkt wirklich klasse.
    Ich habe früher viel mehr Geld für weniger gute Kosmetik ausgegeben, da schmerzt weder Hauschka noch MG.
    Gerne hole ich mir Anregungen bei dir und vertraue da auf deine strengen Maßstäbe. 🙂
    Siegel sind mir bedingt wichtig, bei Demeter bin ich mir sehr sicher, dass es ein „gutes“ Produkt ist, alle anderen Siegel finde ich eher nervig. Ich habe soviel dazu in Blogs gelesen, welche Abstufungen es gibt oder Siegel entsprechend „angepasst“ wurden, dass ich solchen Siegeln gegenüber generell misstrauisch bin. Da ich bei pflegender Gesichtskosmetik keine Spontankäufe mache, bleibt immer die Möglichkeit im Internet zu recherchieren.

    Bei Bodylotions und dekorativer Kosmetik setze ich nicht so strenge Maßstäbe. Soll ich sagen „noch nicht“?! Denn auch dort zieht schon immer mehr Naturkosmetik ein, schleichend sozusagen. Und im Moment liebe ich meine Hauschka Körperlotionen Rose und Lavendel/Sanddorn. Ich beeile mich quasi mit dem leeren der Rose Körperlotion, damit ich mir bald Mandel zulegen kann. Finde diese Lotionen einfach super und sehr ergiebig. 🙂 Und der erste Hauschka-Lidschatten in meiner Sammlung hält einfach bombig. Viel besser als manch anderer Luxus-Lidschatten.

    Ich finde Alverde und andere günstige NK-Marken immer noch besser als manches KK-Produkt. Und nicht jeder hat das Geld für kostspieligere NK, deshalb finde ich das völlig ok, zumindest viele erst dadurch sensibilisiert werden. Gute Einstiegsdroge also.

    • beautyjagd sagt:

      Dir gehts also wie mir, wenn du früher viel mehr Geld für konventionelle Cremes ausgegeben hast. Bei Highend-Firmen kosten Cremes locker um die 80 EUR, und häufig noch viel mehr.
      Und es stimmt schon, ich habe mittlerweile ziemlich strenge Maßstäbe an meine Gesichtspflege gesetzt – und merke zunehmend, dass ich deswegen auch nicht mehr so viel Lust auf konventionelles Makeup habe.

  • Nela sagt:

    Wieder ein sehr interessanter Blogpost von dir, der gerade richtig kommt, da mich das Thema im Moment sehr beschäftigt. Ich benutze nun seit ca. drei Jahren NK und in letzter Zeit achte ich vor allem bei Gesichts- und Haarpflege auf die INCIs (ich verstehe vieles nicht, achte eher auf ein paar „Wörter“). Angefangen hat bei mir, wie bei vielen, alles mit Alverde. Ich hatte mir über Codecheck mal die INCIs meiner Nivea, Dove, etc. Produkte angesehen und war geschockt, was sich da alles drinnen befindet. Somit habe ich mir Alternativen bei Alverde gesucht und war eigentlich recht schnell begeistert davon (mein Mitbewohner weniger, der hasst die Gerüche der Cremen ;)).

    Letztes Jahr bekam ich dann Probleme mit Alverde Shampoos und habe durch Recherche im Internet herausgefunden, dass es wohl am Glycerin liegt. Seitdem achte ich bei Haarpflege stärker auf die INCIs, in meinem Fall auf wenig bis gar kein Glycerin. Danach ist mir auch aufgefallen, dass ich bei den anderen „besiegelten“ Körperpflegeprodukte öfter mal die INCI-Liste durchsehe – bei Duschgel, Lotions, etc. aber trotzdem noch bei günstiger NK bleibe, da ich eigentlich recht gut damit zurecht komme.

    Durch diverse Blogs und Foren, die sich mit dem INCI-Thema beschäftigen, bin ich auch gerade dabei, bei meiner Gesichtspflege darauf zu achten, dass Glycerin nicht Hauptbestandteil einer Creme ist – mit den restlichen Inhaltsstoffen bin ich noch nicht ganz so vertraut. Mit meiner Welea Iris Feuchtigkeitscreme bin ich eigentlich recht glücklich, nur im Moment reicht sie nicht so ganz aus – daher durfte mal ein Rosencreme leicht Pröbchen von Hauschka mit. Ich gehöre auch eher zufällig zu jenen, die abends nicht cremen bzw. wenn dann nur ganz selten (gerade eben leider, wegen Verkühlung, Eiseskälte und zu stark beheiztem Arbeitsplatz). Dank meiner doch sehr öligen Haut hatte ich sonst nie das Bedürfnis danach. 🙂

    Oje sorry, der Kommentar ist jetzt doch viel zu lang geworden. Eigentlich wollte ich hauptsächlich schreiben, dass ich die oben genannte Alverde getönte Tagescreme sehr gerne mag und auch sehr gut vertrage (im Gegensatz zur talkfreien alten Version, die mir viel zu reichhaltig war). Meine Haut mag sie wirklich sehr gerne und sieht damit viel ausgeglichener aus (mit Foundations komme ich nämlich nicht zurecht). Mir sind die INCIs jedoch bewusst sind und ich freue mich schon über deinen Vergleich zu den getönten Tagescremen, vielleicht entdecke ich noch etwas Neues. Zuvor hatte ich im NK-Bereich nur noch die von Terra Naturi (sehr flüssig und orangestichig, mochte sie zu Beginn trotzdem irgendwie sehr gerne) und Logona (war mir trotz matt-Variante zu reichhaltig und ich musste beide Farben mischen).

    • beautyjagd sagt:

      Ah, du benutzt die getönte Tagescreme von Alverde! Schön dass du dich meldest 🙂 . Verwendest Du sie eher als Foundation (also über einer anderen Pflege) oder ist das quasi deine Tagescreme? Bei Foundations wäre ich nämlich auch nicht so streng, obwohl ich da mittlerweile auch auf die INCIs achte. Meine Haut braucht einfach mehr Pflege (bin 36), weshalb ich mit den Glycerincremes nicht so gut zurechtkomme.

      • Nela sagt:

        Im Normalfall (also immer außer im Winter ;)) verwende ich morgens nur die Alverde getönte Tagescreme und abends nach der Reinungung gar nichts mehr. Wenn ich mal wirklich irgendwo noch was brauchen sollte, dann kommt die Weleda Iris dazu (deshalb hat meine letzte Tube auch ein Jahr lang gehalten ;)). Da die Alverde getönte Creme in dieser Zeit somit meine einzige Pflege ist, wäre es natürlich schon besser, wenn die Creme hochwertigere Inhaltsstoffe hätte (ich gehe übrigens bald auf den 29er zu). Daher freue ich mich schon auf deinen Blogpost. Sonst bin ich mit der Leistung der Creme wirklich sehr zufrieden, also Auftrag, Deckkraft und grundstäzlich auch mit der Pflege für meine Haut.

        Im Moment benutze ich morgens die Weleda Iris und wenn diese eingezogen ist kommt die Alverde getönte Creme drüber. Und für trockenere Stellen habe ich noch die Probe der Hauschka Rosencreme leicht.

        Anfang letzten Winter war meine Kombi übrigens Alverde mattierende Perle Creme und Terra Naturi getönte Creme, bevor ich Weleda für „drunter“ entdeckt habe (hatte mir eine Freundin empfohlen, wegen des Preises habe ich mir die Produkte vorher nie angesehen).

    • lilalila sagt:

      Hast du mal die Weleda Mandelcreme für Mischhaut getestet? Die verwende ich nämlich momentan, habe gleiche Haut wie du, und anderes war jetzt im Winter zu wenig. Bin sehr zufrieden. Je nachdem kann man dann in der T-Zone immer noch die Iris Creme auftragen.

      • Nela sagt:

        Genau, die Mandel Feuchtigkeitscreme habe ich auch schon getestet. Ich hatte sie letzten Winter als Probegröße, als mir die Iris Feuchtigkeitscreme zu wenig war (um Mund und Nase). Leider habe ich heuer keine Kleine davon bekommen und eine große Tube könnte ich davon nicht aufbrauchen, weil sie mir abseits des Winters zu reichhaltig ist. Daher habe ich mir eine Probegröße der Rosencreme leicht mitgenommen und bin eigentlich auch sehr zufrieden damit. Die kleine Mandel Feuchtigkeitscreme hab ich übrigens auch als Augencreme verwendet/aufgebraucht – eine gute günstige Alternative zur Weleda Wildrose, die ich auch gerne benutze. 😉

  • Sun sagt:

    Hey Julie,

    yay – guter Beitrag und spannende Kommentare^^
    Da alles weitere schon geschrieben wurde, bleibt es bei einem Zweizeiler 🙂

    Liebe Grüße
    °Sun

  • Fayet sagt:

    Es sollte ein Beautyjagd-Forum geben! Die Kommentare hier sind wie immer sehr inspirierend und anregend. (Oh, ein „Community-Treff“, inklusive Kosmetikberatung durch die „Naturdrogerie“? Workshops? Ich sehe ein Imperium vor mir! Nein, Scherz.)

    Was mich zum zweiten Kommentar inspiriert war die vielgetätigte Aussage hier, das man manchen Firmen vertraut. Genannt wurde viel Hauschka, MG und Weleda, was ich sehr interessant finde. Woran liegt das? Sind das alles „alte“ Firmen, die schon lange in der Branche sind? (Wie alt MG ist weiß ich allerdings gar nicht wirklich). Für mich ist Hauschka irgendwas das „Rapunzel“ der NK. Ein PR-Traum!

    Ich freue mich auf die weiteren Kommentare – und neue Posts.. 🙂

    • Imperium – hihi. 🙂

      Das Vertrauen in manche Marken liegt wohl daran, dass diese sauber und nach einem selbst entwickelten Prinzip arbeiten. Vom Alter her staffelt es sich übrigens so. Weleda: 91 Jahre, WALA: 77 Jahre (Kosmetik seit 45 Jahren), Martina Gebhardt: 25 Jahre (offizieller Gründungstermin – auch davor hat sich die Gründerin bereits mit Kosmetik und Spagyrik beschäftigt).

      Bei WALA (Hauschka) ist es wohl auch die Firmenstruktur bei der eine Stiftung alleinige Gessellschafterin der GmbH ist. Somit ist die WALA unverkäuflich und muss sich nicht einer Gewinnmaximierungs-Doktrin unterwerfen. Zudem gibt es eine hohes soziales Engagement gegenüber den Mitarbeitern und den Lieferanten. Und natürlich auch die breite Nutzung biodynamischer Rohstoffe mit denen man immer mehr an die Natur zurückgeben möchte als man nimmt.

      Dieser Gedanke liegt bei Martina Gebhardt ebenso zugrunde. Man addiere die charismatische Gründerin und die kompromisslose Ausrichtung der Marke. Neben Primavera übrigens die prominenteste Vertreterin des IHTK-Logos.

      Dass ich Weleda eben nicht vertraue, habe ich ja an anderer Stelle bereits erwähnt. Zum einen hat die Firma für mich bei der Glaubwürdigkeit eingebüßt. Ich finde die produzierte Masse erschreckend – und das dürfte auch der Grund für den meist niedrigen Bioanteil sein. (Nur mal zum Vergleich: es gibt weltweit weniger Hauschka-Verkaufsstellen als Weleda-Verkaufsstellen in Deutschland allein.) Auf der anderen Seite bin ich mit der Qualität nicht zufrieden. Aber ich will jetzt nicht zu viel meckern. 😉

      Viele Grüße aus Mainz
      Die Naturdrogerie

      • lilalila sagt:

        Das würde mich jetzt aber interessieren, da ich Weleda eigentlich vertraue…Wo ist der Post dazu? 🙂 Was ich bei Weleda nur ziemlich unsympathisch finde, ist, dass sie unglaublich viel Werbung machen für eine NK Marke. Wenn man bedenkt wieviel Geld da drauf geht, fände ich es besser, sie würden das in ihre Produkte stecken.

        Weleda war übrigens meine Einstiegsdroge, da meine Mutter schon seit ihrer Jugend Weleda verwendet! Heute nimmt glaube ich jeder aus meienr Familie mindestens ein Weleda Produkt, sogar meine kleine Nichte! Und jeder kennt Weleda…ist mittlerweile wohl wirklich ziemlich verbreitet.

    • beautyjagd sagt:

      Ha, das wäre doch mal eine Idee, ein Beautyjagd-Treff bei der Naturdrogerie, mit Beratung und alles Ausprobieren können 🙂 ! Nur blöd, dass wir alle so weit verteilt in Deutschland sind.
      Und ja, wenn Verbraucher starkes Vertrauen in eine Marke zu haben, das ist wirklich ein PR-Traum.

      • Tee und Räumlichkeiten kann ich zur Verfügung stellen. Anreisen muss Jede(r) schon selbst. 😀

        Viele liebe Grüße aus Mainz
        Die Naturdrogerie

      • beautybaerchi sagt:

        Wie wäre es wenn wir schauen wer wo wohnt und sich die Leute dann in Anreisegruppen oranisieren? :-).
        Ich glaube das Vetrauen in Weleda liegt wirklich daran, dasse es viele Mütter und Großmütter benutzen und schwärmen ;).
        Ja ich glaube insgesamt vertraut man einfach den guten Sachen die Mama und/oder Oma schon lange benutzen. Deshalb sidn sicher auch KK Firmen wie Beiersdorf so beliebt. Gerade jetzt bewirbt Nivea seine Creme mit dem Vertrauen der Generationen.
        So geht es mir mit Hauschka: meine Mutter vertraur darauf => ich vertraue auch darauf.
        Dank meines vetrauens in julie benutze ich aber inzwischen MG ;-). Es muss auch andere Vorbilder geben 😉

  • Klara sagt:

    ups, jetzt bin ich auch ein bisschen verunsichert, denn ja, neben alverde war Weleda auch meine Einstiegsdroge – und über die Skinfood-Creme (ich glaub, mittlerweile heißt sie nur noch Hautcreme, wie langweilig..) lass ich auch nix kommen, die ist in diesen sibirischen Zeiten momentan meine Rettung – zumindest die von Wangen- und Nasenrückenhaut *gg*
    und getrübt wurde unser ‚Glück‘ eigentlich nur, als letzten Sommer keine Edelweiß-Sonnemilch mehr erhältlich war, weil mineralischer Schutz allein nicht mehr ausreicht in der EU; interessanterweise kam ich mit der Gesichtspflege nie klar. Und jetzt die kritischen Anklänge von Naturdrogerie… also gar nix mehr von Weleda?!

    ansonsten lass ich an mein Gesicht derzeit nur noch Dr. Hauschka-Sachen und bin super glücklich damit! Ja, bei Bodylotions bin ich nicht ganz so kritisch, doch seit ich da die Bodybar von Wolkenseifen entdeckt hab, bin ich wohl eh komplett für den restlichen Markt verloren…
    ich bin ja auch nicht wirklich firm was die INCIs angeht, was die Hintergründe und das Geschäftsgebaren der Firmen sowieso nicht (daher find ich Naturdrogerie’s Posts auch immer so dermaßen erhellend!!) , und freu mich daher wenn die Inhaltsliste kurz, kürzer, am kürzesten ist.
    Oder eben von Hauschka… warum ich ausgerechnet denen jetzt vertraue? Nun, da sind so Kommentare wie hier auf dem Blog sicher nicht unschuldig; und meine Haut spricht da eine eindeutige Sprache: sie liebt es!
    gleichzeitig gefällt mir die Homepage und was sie so veröffentlichen. Klar: mit einer guten PR und entsprechenden Texten könnte man mich auch von anderer Seite – sprich mit weniger zertifizierten Inhaltsstoffen oder fragwürdigen Inhalten – ködern… könnte man? Ich hoffe nicht. Denn: dann müsst ich immer vorher erst nachlesen, was beauty hier schreibt zu dem Thema *grins*

  • Fayet sagt:

    ..ich würde zum Treffen ja einen Kuchen mitbringen.. (habe ernsthaft überlegt, beim nächsten Aufenthalt in der „Mitte“ mal nach Mainz zu fahren und die Naturdrogerie zu besuchen – und wenn’s nur in eine „Swatch-Party“ ausartet..)

    Meine Liebe zu Hauschka ist übrigens fest mit einer Neurodemitis-geplagten Freundin verbunden, die auf Hauschka schwört. Ich brauchte also keine PR..

    @Klara: Danke für den Hint – die „Bodybar“ werde ich mir mal ansehen. Und auf die SkinFood schwöre ich bei diesem Wetter als Handcreme vor dem Schlafengehen, auch wenn ich jetzt einmal die MG Kamillencreme (danke, Mrs. Beautyjagd) ausprobieren will.

  • Hm – ich seh schon: ich werde wohl noch mal ein paar Worte zu Weleda schreiben müssen. Zunächst einmal die Fakten. Es handelt sich unbestritten um Naturkosmetik und ist schon sehr lange am Markt vertreten. Weleda pflegt den anthroposophischen Ansatz bis heute; auch wenn ich der Meinung bin, dass auch dies immer weiter verwässert wird.

    Und noch etwas: ich muss niemanden missionieren und möchte das auch gar nicht. Wenn ich über ein Produkt oder eine Marke schreibe und ausführe warum ich etwas für gut/nicht so gut halte und warum ich etwas ins Sortiment aufnehmen (würde) oder eben nicht, ist das meine eigene Meinung. Natürlich entscheide ich nach reiflicher Überlegung und würde behaupten einen recht guten Überblick zu haben und die richtigen Fragen zu stellen. Trotzdem ist das eine subjektive Sicht die niemand teilen muss.

    Auf diese Weise sind manche Marken bereits aus dem Sortiment geflogen (Tautropfen: 2010 Relaunch, Lavera: vor allem Qualitätsmängel und Relaunches ohne Ende, Logona: nur noch 8 Produkte im Sortiment, Sante, …) und andere wurden erst gar nicht aufgenommen. Und da sind wir bei Weleda.

    Bevor ich meinen Laden eröffnet habe, habe ich selbst einige Weleda-Produkte ausprobiert und manche auch regelmäßig verwendet. Bei der Gesichtspflege war ich aber damals schon bei Hauschka gelandet – bis heute auch immer noch mein persönlicher Favorit; besonders die Hautkur die meine Haut wieder in Ordnung gebracht hat. Kleinere Ausflüge zu Weleda-Gesichtspflegeprodukten waren immer nur von kurzer Dauer. Bei der Körperpflege war Weleda in meinem (Natur-)Bekanntenkreis irgendwie immer hoch gelobt worden. Also musste da ja etwas dran sein.

    Ich war auch nicht total unzufrieden und man sagt sich ja auch gern „es ist Natur, also muss das so sein“. Es ist also ein Kompromiss gewesen, da ich alles auf Naturkosmetik umstellen wollte und wie gesagt Weleda als absolute Kultmarke gehandelt wurde. Hätte ich doch nur damals schon andere Marken (insbesondere die Hauschka-Körperöle) ausprobiert! Danach war mir erst richtig klar, was alles rein natürlich möglich ist. Und ich habe mich mit Weleda „gequält“. 🙁

    Durch meine damalige Arbeit in der NK-/Drogerie-Abteilung einer bekannten Naturmarkt-Kette, habe ich dann auch viel Kontakt mit NK-Anwenderinnen und insbesondere Reklamationen gehabt. Nichts wurde so oft beanstandet wie Weleda. Gerade die Gesichtspflegeprodukte hatten (und haben anscheinend immer noch) die Angewohnheit relativ schnell umzukippen. Meine Kollegin hat das nicht davon abgehalten jedem Weleda regelrecht aufzuschwatzen (Stichwort: Missionierung).

    Auch viele andere Marken habe ich damals kennengelernt, die ich (noch grün hinter den Ohren) für gut hielt. Heute weiß ich, dass man fremde Maßstäbe nicht ungeprüft übernehmen sollte.

    Bei der Gründung meines Geschäfts hatte ich dann „freie Auswahl“. Wenn man die ganzen Kataloge mit all den vielen Produkten zum ersten Mal vor sich hat, ist man ehrlich komplett überfordert. Und man kommt in eine Art Bestellrausch.

    Zum Glück habe ich mir viel Zeit genommen und einige Entscheidungen noch mal geprüft. Tatsächlich stand Weleda zunächst auf der Bestellliste. Es ist dann aus einem einfachen Grund wieder untergeflogen. Und hier schließt sich der Kreis: ich hatte es initial nur aufnehmen wollen, weil man Weleda im Programm haben „muss“. Weil andere Weleda gut finden und der Meinung sind, dass in jeder NK-Abteilung Weleda quasi ein „No-Brainer“ ist.

    Als ich endlich dahinter gestiegen bin (ja – man lässt sich sehr leicht bequatschen), habe ich mich gegen eine Aufnahme von Weleda entschieden (außer einer kleinen Auswahl an freiverkäuflichen Medikamenten/Drogerieartikeln). Mein ungutes Bauchgefühl hat sich durchgesetzt und auch im Nachhinein halte ich es unter Abwägung aller Fakten für die richtige Entscheidung.

    Ich halte Weleda auch einfach für überteuert. Die ganze Werbung muss ja irgendwie finanziert werden und ich finde das merkt man auch an den Inhaltsstoffen. Mein Lieblingsbeispiel sind die Wildrose Pflegeperlen: http://www.weleda.de/Naturkosmetik/Gesichtspflege/Wildrose/GlaettendePflegeperlen.html

    Diese sehen zunächst recht günstig aus – bis man sich genau die Deklaration durchliest. Zunächst einmal ist der Bioanteil nicht so hoch wie er sein könnte und dann werden vergleichsweise günstige Öle beigemischt: Mandelöl, Jojobaöl, Pfirsichkernöl

    (Und blöd zu öffnen sind die Kapseln auch noch. Ich hätte mir fast einen Nagel daran abgebrochen.)

    Wie man es besser machen kann zeigt Martina Gebhardt mit den Sensisana Rosa Mosqueta (=Wildrose) Kapseln: http://www.naturdrogerie.de/item/rosa-mosqueta-gesichtsolkapseln (Entschuldigung für die Verlinkung in unseren Shop, aber die Inhaltsstoffe stehen hier übersichtlich aufgeführt.)

    Reine Samenöle, die wirklich in die Haut einziehen und dazu noch 100% Bioqualität. Zudem sind in der Verapckung 50 Stück enthalten; es handelt sich also um einen eher moderaten Aufpreis für ein deutlich besseres Produkt (0,63 Euro vs. 0,99 Euro pro Kapsel).

    Wobei mich neben den Qualitätsunterschieden besonders der (leichte) Etikettenschwindel ärgert. Zumindest ich erwarte bei Gesichtsölkapseln reine Samenöle – in bio wo es möglich ist. Sonst wäre ja der Aufwand für die Kapsel nicht gerechtfertigt.

    Weiter oben bin ich ja schon auf die Glaubwürdigkeit eingegangen. Die hat Weleda aufgrund des „Überall-Vertretenseins“ und der vielen Werbung bei mir verspielt.

    So – lange Rede kurzer Sinn. Ich habe mich gegen Weleda entschieden und sehe bis heute keinen Grund die Produkte ins Sortiment zu nehmen. Alle die mit Weleda zufrieden sind möchte ich nicht verunsichern oder umstimmen. Wenn es bei Euch gut funktioniert: super! Es gibt ja zum Glück auch genügend Verkaufsstellen. 😉

    Andererseits schadet der Blick über den Tellerrand nicht. Ich habe auch erst gemerkt was ich verpasst habe als ich mal selbst andere NK-Marken ausprobiert habe. Und ich denke hier auf Beautyjagd findet man reichlich Anregungen. 🙂

    Entschuldigt die Textwand, aber selbst Schuld. Ihr wolltet es ja wissen!

    Viele liebe Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie

    • Klara sagt:

      danke danke danke… *g*
      wie immer sehr fundiert und ausführlich. nein, ich empfinde Deine Texte @naturdrogerie auch nicht als missionieren, das Selber-Denken lass ich mir nicht nehmen. 🙂 nur sind die Hintergründe natürlich spannend…
      ich werde also weiterhin über *meine* Skinfood nix kommen lassen, weil sie mir einfach gut tut (und nach meinem Empfinden immer noch um Welten besser ist als zB Bepanthen Creme, die ja eine ähnliche Konsistenz hat) und ansonsten den eingeschlagenen Weg mit Hauschka weiterverfolgen, denn das funktionukelt einfach richtig gut bei mir… *klopfaufholz*

      @fayet: dass ich im Wolkenseifen-Shop gestoßen bin ist ja auch die *Schuld* von beauty *g*

  • beautybaerchi sagt:

    Liebe Naturdrogerie,

    ich würde mir wünschen du hättest auch einen Blog wo du deine Meinung/Erfahrungen teilst. Denn deinen Text würde ich jetzt gerne auzf FB teilen oder so. (Ich glaube kein Mensch liest sich all die Kommentare hiert durch wenn ich das jetzt nochmal teile).

    Übrigens muss ich sagen, dass ich mich von dir nicht Missioniert fühle. Ich werde weiter Weleda Duschgele/Badezusätze/Körpercremes benutzen ;-). Ich bin mal in einem Reformhaus gelandet wo man mir Dr. Hauschka aufschwatzen wollte. Erstmal nicht schlechtes würde ich heute sagen, aber damals hatte ich von Hauschka keine Ahnung und ich habe richtig gemerkt, dass die Frau nur verkaufen und Missionieren wollte.
    Insgesamt: Deine Meinung finde ich jedesmal wieder interessant und gerade ich als Laie höre gerne die Meinung von jemandem der sich auskennt und bilde mir daraus meine eigene Meinung.

  • magimaniaagi sagt:

    Die Kommentare habe ich leider zur später Stunde nur überflogen, aber der Post gefällt mir sehr. Habe am Wochenende die Chikarina mit dem Thema müde gequatscht :))

    Ich praktiziere ja nun nicht wirklich strikt, aber ich bin sensibilisiert und finde dieses platte Vertrauen wegen einem Siegel / Titel mittlerweile einfach total schade. Ähnlich wie du schreibst: viele reduzieren Naturkosmetik auf die „Leistung“ von ALVERDE & Co. – es ärgert mich.

    Der „nicht alles, was billig ist, ist schlecht“-Wahn hat so eine nervige Kehrseite…

    Mach weiter so!

  • AD sagt:

    Danke für den tollen Post, ich lese deinen Blog sehr sehr gerne und durch Dich bin ich erst darauf gekommen, mal zu checken, was ich meinem Körper alles antue mit KK..allerdings bin ich noch blutiger Anfänger und benutze auch immer noch konvetionelle Produkte.
    Ich habe erstmal damit begonnen, nur noch von Alverde nachzukaufen, weil ich mich erstmal schlau machen wollte, bevor ich hunderte Euro für Marken ausgebe, die dann vielleicht doch nicht so toll sind. Mittlerweile weil ich über INCIS schon ein bisschen mehr und solche Posts wie oben (und die tollen Cmts dadrunter) lassen mich immer mehr dazulernen, deswegen: Weiter so! 🙂
    LG

    • beautyjagd sagt:

      Deinen Weg finde ich super: erst mal ein bisschen günstige Sachen testen und dann mal gucken 🙂 Danke für dein schönes Feedback zu meinem Blog, das freut ich wirklich sehr!

  • Binara sagt:

    Ein sehr interessanter Post, um mal damit anzufangen, sich genauer mit den Inhaltsstoffen zu befassen. Ich schau da zwar auch immer drauf, aber ob das Öl mehr oder weniger verarbeitet ist, habe ich noch nie beachtet 🙂

  • […] ebenfalls sehr schön skizziert, worauf sie bei der Wahl ihrer Gesichtspflege achtet und ich erkannte mich hier wieder. Beautyjagd schaffte es das Thema zusammenzufassen und […]

  • […] Weshalb ich die getönte Tagescreme Mandel Calendula von Alverde nicht getestet habe, habe ich hier bereits erklärt. Von zwei Produkten hatte ich nur Testgrößen im Gebrauch: Ein Tübchen der […]

  • […] In diesem Post habe ich bereits erklärt, auf welche Inhaltsstoffe ich bei Naturkosmetik lieber verzichte. Für meine nicht mehr ganz junge, tendenziell eher trockene und empfindliche Mischhaut darf eine Gesichtspflege nicht hauptsächlich aus Alkohol, Glyzerin und prozessierten Ölen bestehen. Ich empfinde solche Cremes nicht als hochwertig und ausreichend pflegend. […]

  • joana wiener sagt:

    danke für diesen wunderbar informativen blog und die durchdachte kritik die mir aus dem herzen spricht. habe auch probleme mit alkohol und zuviel glyzerin in cremes, bei trockener, dünner, leicht schuppender haut, bin ende fünzig.
    z.zt pflege ich nur mit feuchtigkeitsgel und öl, darüber mg creme zum schutz vor kälte.
    habe nun die kritik von naturdrogerie gelesen betreffs weleda. 1000 dank dafür !!
    in der granatapfelserie sind enorm viel glyzeringeschichten drin, wenn ich mich richtig erinnere- habe sie geschenkt bekommen und konnte es kaum glauben, da ich weleda auch für eine sehr gute marke hielt.
    muss gestehen, das ich mich mit den inhaltsstoffen nicht so wahnsinnig gut auskenne, da fehlt mir oft die zeit und die fachkenntnis.
    dennoch erscheint mir oft gerade was nk angeht, vieles gar nicht meht glaubwürdig, z.b. logona, lavera sowieso, sante nun nach eurer aufklärung auch weleda, bei denen ich auch komische gefühle hatte was die inicis angeht. santaverde bedingt……
    bin erfreut und dankbar von euren meinungen zu lernen und einiges besser verstehen zu können und zu erfahren, das ich nicht alleine bin mit meiner kritik , meinem mißtrauen im nk bereich und meinem unbehagen, das ich oft fachlich gar nicht begründen konnte.
    habe diesen blog durch zufall gefunden und freue mich über alle meinungen und infos
    hab ich jetzt alles so runtergeschrieben und hoffe es ist nicht zu wirr.
    weiter so, freue mich auf mehr
    jo

    • beautyjagd sagt:

      Danke schön für dein nettes Feedback zum Blog, das war gar nicht wirr – ich mich freue mich immer über neue Leserinnen 🙂
      Mittlerweile ist die Auswahl an aNaturkosmetikso groß geworden, da muss man manchmal schon genauer hingucken, ob das jeweilige Konzept auch zu einem passt. Liebe Grüße

  • Veleda sagt:

    Hallo,

    bin grade durch ZUfall auf deinen tollen Blog gestoßen, super Informativ.
    Das mit den fraktionierten Ölen wusste ich noch nicht und habe entsetzt gesehen das das 20 Euro teure Sanoflore Öl diese an den ersten 4 Stellen haben. Wohingegen das Babyöl von Lavera (gibt ja auch eine Allergikerserie davon) nur 5 Euro und etwas kostete (beide Öle haben 128 ml Inhalt) und darin deutlich weniger und reine Öle sind .Irgendwie kommt man sich da betrogen vor wenn man das Preis-Leistungsverhältnis sieht. Sonst liebe ich von Sanoflore das Orangenblütenwasser und dachte das das Öl bei dem Preis ja was bieten sollte. (riechen tuts ja lecker aber der Blauhimmelstern-Öl-Anteil ist mir in der Aufzählung der INCIS zu gering.) Meine Haut zickt grade rtwas weswegen ich sie wieder mit Öl beruhigen möchte…

    glg
    Veleda

    • beautyjagd sagt:

      Die verarbeiteten Öle sind für mich nicht grundsätzlich falsch – zB sind bei sehr empfindlicher Haut geeignet, da diese Öle sehr reizarm sind (eben weil kaum mehr Wirkstoffe enthalten sind). Und auch bei dekorativer Kosmetik finde ich sie sinnvoll, weil sie meist kein fettiges Gefühl auf der Haut hinterlassen und Makeup nicht unbedingt wegen der pflegenden Wirkung verwendet wird. Dieses angenehme Einziehverhalten, die Stabilität und auch der Preis der verarbeiteten Öle dürften die Gründe dafür sein, weshalb es oft in Produkten eingesetzt wird – eine pflegendere Wirkung hat ein „gesamtes“ pflanzliches Öl.
      Danke für dein Kompliment zu meinem Blog 🙂
      Liebe Grüße

  • Und mal wieder dankeschön für deinen Beitrag! =)
    Lese deinen Blog ja erst seit kurzem und habe daher viel nachzuholen 😉

    Ich benutze seit ca. 2007 ausschließlich NK-Shampoos, die Jahre danach habe ich auch bei Duschgelen, Cremes usw. umgestellt. Die einzigen Bereiche, in denen ich KK kaufe, sind Nagellacke und dekorative Kosmetik (letzeres ist bei mir ein Mix aus NK und KK).

    Mittlerweile habe ich natürlich einiges durch (allen voran die günstigen NK-Marken) und immer noch nicht DEn heiligen Gral gefunden, was die Gesichtspflege anbelangt. Irgendwann habe ich mal angefangen, die INCIS zu vergleichen und bin darauf gekommen, dass ich wohl kein Glycerin und Alkohol vertrage, oder zumindest ab einem gewissen Prozentsatz.

    Kurzfassung:
    Ja, ich schaue auf INCIS, an zweiter Stelle ein Blick auf die Siegel. Wenn es nicht hervorragend aussieht bei den INCIS, es aber nicht teuer ist, kaufe ich es manchmal trotzdem – wenn es um ein Pflegeprodukt geht, bei dem ich noch auf der Suche nach dem Richtigen bin.

    Ich muss allerdings ehrlich sagen, dass ich sehr gerne mehr ausgeben würde, wäre es mir möglich. Ich bin Studentin und muss mich zum größten Teil selbst finanzieren, da bleiben keine großen Sprünge für teure NK….va. nicht zum Testen, wenn man vieles nicht verträgt.

    • beautyjagd sagt:

      Oh ja, das kann ich gut verstehen! Ich würde an deiner Stelle immer nach Pröbchen fragen, denn Fehlkäufer sind bei angespannten Budget ja umso ärgerlicher. Gerade bei Pflege müssen das die Firmen eigentlich verstehen, denn Unverträglichkeiten haben ja durchaus zugenommen. Ich finds übrigens schön, dass Du auch über NK bloggst 🙂

  • Sabine sagt:

    Hallo Beautyjagd,
    vielen Dank für deine informativen und kritischen Beiträge.
    Ich habe „Glycerin“ eingegeben und habe so diesen Beitrag gefunden.Vor einiger Zeit habe ich schon mal in einem anderen Blog gelesen,das es die Haut austrocknen soll.Und so kam es mir in den Sinn,nochmal danach zu forschen.
    Ich dachte immer,was in den Bioläden zu finden ist,ist gut und man müsse nur das richtige Produkt für sich finden.Dabei haben mir vor vielen Jahren schon Verkäuferinnen gesagt,dass
    die wirklich hochwertigen NK ’s Hauschka,Gebhardt und ich glaube Alva noch wären.Das wollte ich irgendwie nicht wahr haben.
    Neulich hatte ich mir eine reichhaltige Tagescreme mit Cranberry und Arganöl von Lavera
    gekauft.War ja auch ganz hübsch,zog schnell ein plus netter Duft,angenehme Textur.Nach deinem Bericht hab ich mir ie Inci’s angeschaut.Auweia,nach Aqua und Olivenöl kam gleich Glycerin und Alkohol.Auf Dauer wäre ich wohl nicht glücklich damit geworden.
    Habe dann den schon vorhandenen MG cleanser,Rosenwasser von Logona und MG rosen-
    creme morgens aufgetragen,mich in Geduld geübt,eingeklopft und einziehen lassen.
    Das Ergebnis war tatsachlich anders und besser.
    Inzwischen sind augencreme,bodylotion und aloacreme von MG bei mir eingezogen .Die laveracreme wird als Handcreme auf der Arbeit aufgebraucht.
    In Zukunft werde ich auch mehr auf die Inhaltsstoffe achten.
    Liebe Grüße

    • beautyjagd sagt:

      Das freut mich sehr, dass ich Dich insprieren konnte! Es gibt mittlerweile so viel Naturkosmetik, da muss man genauer als früher hingucken – und natürlich die eigenen Hautbedürfnisse kennenlernen. Glycerin halte ich ja nicht per se für schlecht, aber ich habe es lieber weiter hinten in der INCI-Deklaration. Ich bin mittlerweile ja komplett auf Gesichtsöle bei der Gesichtspflege umgestiegen, aber die Cleanser von Martina Gebhardt/Sensisana sind für mich immer noch die besten.
      Liebe Grüße und weiter viel Spaß mit deinen schönen Sachen!

  • Beautytalk sagt:

    Hallo liebe Beautyjagd,

    erst einmal ein großés Kompliment an Deinen einzigartigen Blog und Deine Arbeit hierfür. Ich lese schon seit längerem mit und bin fleißig am Stöbern. Es ist zu merken, daß Dir das Thema Beauty und Naturkosmetik sehr viel Spaß bereitet und schon eine Herzensangelegenheit geworden ist. (So kommt es jedenfalls bei mir an. 🙂 ) Warum ich mich heute zu meinem ersten Beitrag aufraffen konnte, betrifft die Diskussion um bestimmte Marken und Qualitäten der Produkte. In Sachen Weleda teile ich die eher kritischen Stimmen bei den Kommentaren. Aber mich würde interessieren, was die Naturdrogerie bezüglich Lavera meinte? Qualitätsmängel, welcher Art? Relaunches – mit negativem Ausgang? Ich mag evt. noch erklären, daß ich überwiegend Naturkosmetik nutze, teils schon seit 15 Jahren. Ich besitze Produkte von günstig bis mittlere Preisklasse, weil ich auch ein wenig aufs Geld achten muß. Cremes von Lavera habe ich bereits in meiner Jugend ausprobiert und für mich zählt Lavera mit zu den Pionieren der Naturkosmetik, zwar später als Weleda und Wala, aber etwa zeitgleich mit MG. Mir gefällt vor allem die Breite der Produktpalette und das es auch für lower budgets sowie Familien bezahlbar bleibt. Es gibt einfach solide Produkte, die ich bei anderen Firmen in diesem Preis-/Leistungsverhältnis nicht finde, z.B. für die Gesichtsreinigung und auch in der dekorativen Kosmetik… Natürlich trägt sich eine Gesichtscreme von MG anders auf als eine von Lavera und es gibt einen großen Unterschied bezgl. der Qualität der Inhaltsstoffe, das möchte ich nicht bestreiten. Mir sind die Gesichtscremes von MG inzwischen auch lieber, aber ich gebe nicht für alle Produkte so viel Geld aus wie für die Gesichtspflege. Deshalb mag ich Lavera gern für die „Basics“, wie Reinigung, Deo etc.
    Da die Naturdrogerie als Fachfrau ja einen viel geschulteren Blick besitzt und über mehr Hintergrundinformationen verfügt, würde ich mich über eine kleine ergänzende Erklärung zur Firma Lavera sehr freuen. Liebe Grüße

    • beautyjagd sagt:

      Erst mal danke für Dein Kompliment zu meinem Blog!
      Ich bin nun nicht dir Naturdrogerie, aber antworte trotzdem mal. Ich denke nicht, dass die Naturdrogerie Lavera oder Weleda schlecht machen wollte – sie bevorzugt nur eine andere Philosophie bei der Naturkosmetik (ihr ist die Unterstützung von Rohstoffprojekte wichtig, oder dass Firmen keine Rohstoff-Komponenten-Bausteine, sondern einzelne Zutaten verwenden etc). Lavera hat außerdem sehr viele Überarbeitungen der Verpackungen hinter sich, das mögen Händler grundsätzlich nicht so. Abgesehen davon sind die Inhaltsstoffe häufig denen der Handelsmarken nicht ganz unähnlich. Trotzdem ist Lavera ein Traditions- und Pionierunternehmen, das flächendeckend sowohl im Bioladen als auch im Drogeriemarkt erhältlich ist – was super ist. Ich denke, dass jeder für sich entscheiden muss, was er für Naturkosmetik mag und welche Firmenphilosophie er schätzt. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen! Liebe Grüße 🙂

      • Beautytalk sagt:

        Liebe Julie,

        herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich hatte es auch nicht so verstanden, daß die Naturdrogerie Weleda und Lavera schlecht machen wollte, sondern das es eben „Zweifel“ ob der ausreichenden Qualität der Produkte gibt, um sie in das Sortiment aufzunehmen. Wenn ich bedenke, daß es 1999 nur einen Bioladen bei uns in der Stadt gab, der einige ausgewählte Produkte von Lavera, Logona und Sante führte, bin ich heute sehr froh, daß bereits die Drogeriemärkte und natürlich die Bioläden so eine breite Palette anbieten. Ich sehe es als großen Fortschritt, daß Biolebensmittel und Naturkosmetik auf dem Vormarsch sind, auch wenn ich bei manchen Firmen in diesem Sektor die Preisentwicklung in den letzten 5 Jahren eher bedenklich finde. Da wird mir zu viel von den Konzepten der konventionellen Industrie übernommen, z.B. die gesamte „Anti-Aging-Philosophie“. Ich habe auch früher nie wirklich „High End“ Kosmetik benutzt, so daß ich bei Neukäufen evt. in meinem Kopf so eine kleine Preisschranke habe, die mich vor zu hohen Kosten warnen soll. Trotzdem habe ich viel Spaß beim Ausprobieren von NK und habe dabei auch recht unterschiedliche Bedürfnisse sowie Erwartungen an einzelne Produkte/-gruppen. Schlußendlich muß mich die Textur und die Form der Anwendung überzeugen, ich bin ein sehr „haptischer“ Mensch, weniger visuell. Die Inhaltsstoffe schaue ich mir natürlich auch an, meist, um den Unterschieden bei Konsistenz und „Verhalten“ einer Creme auf die Spur zu kommen. So habe ich inzwischen herausgefunden, daß ich Sheabutter im Gesicht und am Körper sehr gerne mag, Bienenwachs aber besser nicht in meiner Pflege sein sollte. Und ich lerne jeden Tag weiter dazu… 🙂 Liebe Grüße

      • beautyjagd sagt:

        Ich finde die Texturen von Emulsionen auch entscheidend, da bin ich ganz deiner Meinung!
        Und ich habe den Eindruck, umso größer der Naturkosmetik-Markt wird, umso vielfäliger wird er auch: Ich bin auch keine Anhängerin von Anti-Aging-Marketing, aber ich weiß, dass das verkaufsfördernd ist. Als Kunde muss man da wohl immer noch genauer hingucken, welche Firmen einem liegen und welche nicht – bzw. einen kundigen Händler mit klarem Konzept finden. Insgesamt finde ich das Preis-Leistung-Verhältnis zB bei Martina Gebhardt super: Man braucht nur ganz wenig des Produkts, und die Inhaltsstoffe sind ausgewählt. Ich bin aber auch ein erklärter Fan der Philosophie von Martina Gebhardt 😉

  • Doris sagt:

    Ojeh, ich bin ganz schön verwirrt. Ich bin auf Deine Seite – mal wieder – gekommen, weil ich über google Glycerin eingegeben habe. Ich war bisher auch noch in dem Stadium, dass ich dachte, Hauptsache NK – dass es aber so gewaltige Unterschiede gibt, ist mir bisher nicht so bewusst gewesen. IST nun Glycerin schlecht und austrocknend?!
    Und meine zweite Frage, da ich doch wie gesgat nach Lesen aller Kommentare immer noch (erst recht) verwirrt bin: kann man wohl pauschal sagen, dass es wertigere NK Marken gibt und nicht so wertige?! OK, Alverde ist mir schon klar, dass es Einstieg ist, wenn man nur die Preise ansieht, aber ich dachte, Alverde ist gut für meine Haut…hauptsache NK…aber dass hier anscheinend schlechte Inhaltsstoffe wie Glycerin vorwiegend verwendet werden…was mich irritiert ist, dass ich hier höre, dass auch Lavera sowie Weleda eher nicht zu empfehlen seien…also in einer Liga wie Alverde? Habe ich das richtig verstanden?! Oder ist das nur eine singuläre Meinung aus Mainz?
    Es wäre schön, wenn Du vielleicht nochmal antworten könntest, liebe Beautyjagd. Gibt es eine Marke, bei der ich bedenkenlos zugreifen kann und sicher sein kann, dass die INCIS passen? So wie ich es hier verstehe ist es Gebhardt oder Hauschka?Liebe fränkische Nachbarsgrüße, Doris

    • beautyjagd sagt:

      Es ist ja auch nict so einfach, deswegen kann ich gut verstehen, dass Du verwirrt bist. Also grundsätzlich Glycerin nichts schlechtes, es ist ein Feuchthalter. Nur wenn zuviel Glycerin in einem Produkt ist (meist werden so um die 30% genannt), dann kann die Wirkung ins Gegenteil kippen und Glycerin zieht dann auch Feuchtigkeit aus der Haut. Mit meinem Post oben meinte ich, dass ich keine Creme verwenden möchte, deren drei Hauptzutaten aus Alkohol, Glycerin und prozessierten Ölen bestehen. Wenn eines davon weiter vorne vorkommt, sehe ich das nicht so eng. Und bei Bodylotion ist es mir meist auch nicht so wichtig. Ich würde also insgesamt weniger auf die Marke, sondern auf das einzelne Produkt achten und die INCI-Deklaration checken. Natürlich ist es auch wichtig, dass Du das Produkt verträgst – die Theorie ist das eine, die Praxis das andere. Ich persönlich finde es bei pflegender Kosmetik immer toll, wenn unverarbeitete originäre Pflanzenöle weit vorn in der INCI-Liste sind. Hoffentlich konnte ich Dir ein bisschen helfen! PS: Bei Martina Gebhardt kommt kein Glycerin und bis auf die Tonics auch kein Alkohol zum Einsatz, die Öle sind alle originär.

      • Doris sagt:

        Danke, dass Du mir noch einmal geantwortet hast! 🙂
        Mmmh, bei Martina Gebhardt kommt dieses „muss subjektiv passen“, was Du beschreibst, als Punkt dazu: ich hatte mal zwei Produkte und fand diese schon seeeeehr …reichhaltig! 🙂
        OK, ich gucke nun einfach, an welcher Stelle dieses Glycerin bei den INCIS steht…und die neue Q10 Bodylotion von Alverde, die mich interssiert, probiere ich nun einfach aus 🙂
        Lieber Gruß

  • Maria sagt:

    Hallo liebes Beautyjagd-Girl,
    Hab vor kurzem auf Naturkosmetik umgestellt und viele sehr, sehr gute Produkte gefunden.
    Iregndwo hab ich gelesen, dass Du noch immer ne gute Reinigung suchst. Hab ich! Und zwar viel besser als jemals zuvor im KK-Bereich: Eliah Sahil Natural Anti-Aging Reinigungsschaum. Es reicht ein Durchgang und alles – auch der Mascara – ist weg!!!! Toll!!!!

    Hab jetzt Wascherde zum Haarewaschen genommen. Hast Du irgenwo was dazu gepostet? Meine Haare sind danach total trocken…. Hm …. Mache ich was falsch?
    Schönes Wochenende

    • beautyjagd sagt:

      Zum Thema Wascherde habe ich immer mal wieder was geschrieben, aber der grundsätzliche Artikel steht noch aus 🙂 Es kann schon sein, dass Wascherde evtl zu austrockenend für dein Haar ist, vielleicht wäre es dann sinnvoll, etwas Öl dazuzugeben oder abwechselnd mit anderen Produkten zu waschen? Die Erde saugt ja schon ordentlich, vielleicht bei Dir zu viel vom schützenden Film um die Haare.
      Und der Reinigungsschaum von Eliah Sahil hört sich echt gut an, ist ja auf Seifenbasis, wenn ich das richtig verstehe.

  • su sagt:

    Toll, was es hier alles zu lesen gibt, ich bin erst heute darauf gestoßen :)… natürlich habe ich noch nicht alle Posts durch, deswegen ist meine Info vielleicht hinfällig. Aber ich habe hier eine Interessante Seite entdeckt und wollte sie Euch nicht vorenthalten.

    http://www.cosmetic-check.com/incisucheohnename_de.php?nr=

    Hier kann man die Inahltsstoffe von Kosmetika nachschlagen und sehen wie „gut“ oder „böse“ sie sind. Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen. Liebe Grüße!

    • beautyjagd sagt:

      Hallo und willkommen auf dem Blog 🙂
      Kosmetikcheck ist die Seite von Rita Stiens, da lese ich auch oft die Artikel (und das Buch von ihr habe ich auch).

  • Minu sagt:

    Wow Beautyjaged vielen lieben Dank für die tolle Informationen,

    Bezüglich Bio-Zertifikate, habe ich kürzlich irgendwo mal im Internet gelesen, dass Bio-Zertifikate soweit zwar gut ist, aber nicht wirklich die Qualität der Wirksamkeit bestätigt.
    Anscheinend wurde mal getested und zwar irgendwelche pflanzliche Bio-Rohstoffe mit pflanzliche Rohstoffe aus der Wildsammlung (ohne Bio, akribisch geprüft, schadstoffarm, genfrei), da war die Wirksamkeit bei der Wildsammlung Rohstoffe viel höher gewesen, als bei Bio-Rohstoffen. Und da die Wirksamkeit wichtiger ist, als das Bio-Zertifikat, hat man dann am Ende statt Bio-Rohstoffe das andere eingesetzt. Leider weiss ich nicht mehr genau auf welcher Website ich diese Informationen gelesen habe. Aber es war eine sehr interessante Wirksamkeitsstudie gewesen. Vielleicht sagt Dir das was?

    Ich habe kürzlich eine neue Website naturfrischekosmetik.ch entdeckt. Kennst Du diese Website? Hast Du auch schon Produkte von dort bezogen? Falls ja, wie findest Du die Produkte dort?
    Gemäss Inhaltstoffliste handelt es sich um 100% vegane Naturfrischekosmetik (frischgerührte Kosmetik) ohne konventionelle Konservierungsstoffe und auch keine bedenkliche Inhaltstoffe wie z.B.Parfum, Parabene, krebserregende und hormonaktive Stoffe usw. Soweit ich verstanden habe, werden die Produkte jeden Monat frisch gerührt und direkt dem Kunden geliefert, also keine Vorproduktion wie bei den meisten Marken. Dir Firma gibt es schon seit mehr als 19 Jahren und die Philosophie ist Nachhaltigkeit in allen Bereichen von Lieferant, Inhaltstoffen, bis zur Verpackung und Recycling. Tolle Sache.

    Falls Du oder jemand andern irgendwelche Erfahrungen schon gemacht hat, würde ich mich sehr freuen wieder von Euch zu hören.

    Liebe Güsse

    • beautyjagd sagt:

      Hallo Minu, ich glaube, dass man das nicht so pauschal sagen kann, was besser ist: Wildsammlung oder Bio. Denn manche Rohstoffe bekommt man nicht so einfach als Wildsammlung – und ich möchte mit dem Kauf meiner Produkte ja auch den Bioanbau unterstützen. Abgesehen davon, dass es zwischen Bio und Bio ja auch große Unterschiede gibt – es ist schon gut, wenn man da genau hinguckt, was eine Marke macht (ZB eigene Anbauprojekte etc).
      Die Frischekosmetik ist Ringana, oder? Ich finde das Konzept interessant, und auch die Produkte haben schöne Formulierungen – allerdings habe ich es nicht so mit dem Vertriebsweg (Strukturbvertrieb). Aber das hat ja mit den Produkten selbst nichts zu tun 🙂

  • Lena Grün sagt:

    Ich finde das ist eine sehr gute, kurze und informative Zusammenfassung, an der sich ein Suchender prima orientieren kann.

    Ich arbeite nebenberuflich in einer Naturkosmetik Drogerie und muss wirklich oft an mich halten, wenn die Kunden vor Neo Bio, oder Lavera stehen. Und allein sind sie da ja nicht.

    Natürlich kann ich den finanziellen Aspekt verstehen.
    Aber ich kann da einfach nicht daneben stehen und nicht ehrlich sagen was es mit den Inhalten auf sich hat, wenn ich gefragt werde.

    Vor allem was die Pflege angeht, kann ich den hohen Alkohol- und Glyceringehalt einfach nicht verstehen. Gut, vielen erleichtert es den Umzug von herkömmlicher auf Naturkosmetik, da feinere Konsistenzen auf diese Art erreicht werden. Aber der Wechsel geschieht ja nicht ohne Grund. Und auf Dauer wundert mich da nichts. Traurig nur, dass es dann auf die ganze Sparte zurückfallen kann.

    Ich komm deswegen nur mit den Produkten von Martina Gebhardt zurecht. Oder ich misch mir etwas selbst zusammen. Selbst hochpreisiges wie Hauschka oder Santaverde bekommt meiner Haut nicht.

    Es ist schön, dass diejenigen, die den Dschungel der Inhaltsstoffe für sich gelüftet haben, das Wissen so zurecht gestutzt anderen zugänglich machen. Denn ohne Eigenwissen, wird man immer nur anderen Aussagen glauben müssen.

    Ich gehe bei dekorativer Kosmetik übrigens genauso vor wie du. Deswegen benutze ich zum größten Teil Mineral Make Up.

    • beautyjagd sagt:

      Hallo Lena, ich habe Deinem Namen noch einen Zusatz verpasst, den Du aber gern ändern kannst, weil hier schon eine Lena kommentiert 🙂 Ich freue mich immer, wenn ich mal andere Formulierungen entdecke als die in Deutschland gängigen, die eben von manchen größeren Firmen bestimmt werden (zB in Frankreich gibt es interessante Sachen).

      • Lena Grün sagt:

        Oh, dagegen habe ich rein gar nichts. Mensch, prima dass du da den Überblick halten kannst.

        Ich bin was die Pflege angeht nicht ganz so fit mit den Marken, wenn es aus Deutschland rausgeht.
        Da kenn ich dann nur noch die dekorative Kosmetik.
        Aber offen bin ich auch 🙂