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Butter London: Nagellacke „Blowing Raspberries“ und „Rosie Lee“

In England gibt es meiner Meinung nach immer noch die besten Milchprodukte – ich habe dort Milch wie aus meiner Kindheit getrunken und köstliche Brandy Butter zum Christmas Pudding gegessen, um nur mal zwei Beispiele zu nennen. Da liegt es doch nahe, dass Kult-Nagellacke den Namen Butter London tragen, oder ;)?

Dabei handelt es sich bei den Butter London-Lacken um amerikanische Produkte, die jedoch mit einem britischen Marketingkonzept verkauft werden. Die Gründerin der Firma Butter London ist die Engländerin Sasha Muir, die nach ihrem Umzug in die USA beschloss, Nagellacke herzustellen, in denen nicht so viele schädliche Stoffe stecken wie in durchschnittlichen US-Lacken. Schönheit ohne Reue lautet ihr Credo. Zusammen mit Nonie Creme, einer Kunsthistorikerin und angesagten Nagelkünstlerin konzipierte sie die Trendfarben der „3free“-Nagellacke. „3free“ deswegen, weil die Lacke kein Formaldehyd, kein Toluol und kein DBP (Phthalate=Weichmacher) enthalten.

In Bristol habe ich die beiden Butter London-Nagellacke im Departmenstore Harvey Nichols für je zehn Pfund gekauft. Die Nagellacke sind in sehr schicken, flachen Fläschchen verpackt. Es gibt eine so interessante Auswahl an Farbnuancen, dass ich mich kaum entscheiden konnte. Ich nahm schließlich „Blowing Raspberries“ und „Rosie Lee“ mit, um zwei unterschiedliche Finishes zu testen.

„Blowing Raspberries“ ist ein cremiger Rotton, der leicht gebrochen wirkt. Obwohl er im Fläschchen etwas blaustichig aussieht, konnte ich das auf dem Nagel nicht feststellen (siehe Swatch). Der relativ dünnflüssige Lack lässt sich gut auftragen und ist mit zwei Schichten deckend. Der Pinsel ist etwas schmaler als die Chanel-Pinsel und in etwa so lang. Die Haltbarkeit war gut, ich hatte ihn drei Tage drauf, an den Fingerspitzen war dann erste Tipwear zu bemerken.

„Rosie Lee“ ist ein Glitterlack, der in einer transparenten Basis sehr feine, hellrosa Glitter-Partikel enthält. Der rosa Glitter geht ganz leicht in einen Kupferton, wirkt dadurch aber trotzdem nicht zu warm. Ich habe ihn zuerst über den Lack „Rose Confidentiel“ von Chanel aufgetragen, den ich zufälligerweise trug – und es passte perfekt: Vom dezent zurückhaltenden auf einen superauffälligen Look in nur 2 Schichten. Damit der Nagellack ohne Farbe darunter deckend wirkt, waren aber schon vier Schichten nötig. Dafür hält er bombig, aber das ist bei Glitterlacken auch nie das Problem bei mir. Das Entfernen hat dann wie üblich keinen Spaß gemacht 🙁

Hier die Inhaltsstoffe, oben „Blowing Raspberries“, unten „Rosie Lee“ (sorry für das schlechte Foto):

Jedes der Fläschchen enthält 11ml. Erhältlich sind die Nagellacke in England in den großen Kaufhäusern wie Debenhams oder Harvey Nichols. Der Flagshipstore und das Manikürestudio befinden sich in den USA, wo auch der Vertrieb weit verbreitet ist. In Deutschland werden die Produkte von Butter London online z.B. von zalando.de und von greenglam.de für 16 EUR angeboten. Auch Ludwig Beck Hautnah in München führt die Butter London-Lacke.

Ein Anekdötchen zum Schluss. Als ich beim Drogeriemarkt Boots die Weihnachtsgeschenke-Auswahl durchguckte, entdeckte ich das Nagellack-Paket „The Colour Workshop Nail Parade“. Findet ihr nicht auch, dass diese No-Name-Lacke den Butter-London-Lacken sehr ähnlich sehen? Die Verpackung ist im Grunde exakt die gleiche. Es gibt in dem Package sogar ein Dupe von „Rosie Lee“. Der Preis ist günstig, für 15 Pfund gibt es zwölf Lacke. Die Inhaltsstoffe werden allerdings nicht beschrieben. Ich kann nur immer wieder darüber staunen, wie schnell die englische Highstreet auf Trendprodukte reagiert, im Fashion-Bereich genauso wie bei Beauty-Produkten.

Mein Fazit: Die Verpackung und das britische Marketingkonzept von Butter London gefallen mir sehr. Allerdings ist das „3free“-Konzept in Europa nicht so ungewöhnlich. Es gibt hier genügend andere Nagellacke, die die drei genannten schädlichen Inhaltsstoffe nicht enthalten. Trotzdem ist es natürlich löblich, darauf bewusst zu verzichten. Die Qualität der Lacke scheint meiner Meinung nach darunter nicht zu leiden.

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6 thoughts on “Butter London: Nagellacke „Blowing Raspberries“ und „Rosie Lee“
  • keimonish sagt:

    ….und heute hab ich die Nagellacke von Butter London bei unserem Douglas gesehen, (16.80 Euro und ich glaube, einige Farben kosten auch 22,?? Euro,? konnte mich aber zwischen 2-en nicht entscheiden und hab keinen genommen ….;-)
    Ich wollte eine blaugrauen mit zartem Glitzer oder einen dunkelgrauen mit glänzendem Finish…..

    • beautyjagd sagt:

      Ah danke, dass du mir Bescheid gibst! Dann werde ich morgen mal zu meinem Douglas spazieren und gucken, ob es die bei uns auch schon gibt! Der blaugraue mit Glitzer, war das vielleicht No More Waity Kaitie? Ich bin schon sehr gespannt auf die Auswahl 🙂

  • keimonish sagt:

    ja, ich konnte die kleine Schrift bei den Lichtverhältnissen nur nicht lesen ;-):-(
    denke es aber auch. Ich habe ja den von Catrice (Dirty Berry) . Da ich mir einen Nagel mit dem von Butter London lackiert habe und nun den daneben mit dem Dirty Berry, muss ich sagen, die sind schon wirklich SEHR ähnlich.
    Da Du aber hier schreibst, dass die Haltbarkeit so gut ist, werde ich mir wohl nun auch einen kaufen….muss nur noch überlegen, welchen 😉
    Von dem Blaugrauen (also No More Waity Kaitie) war sowieso nur noch einer da. Da muss ich vllt. morgen gar nicht mehr überlegen ;-)….Mal sehen wie das mit Butter London bei Douglas weiter geht …..Essie gibt es bei uns nun (deswegen ?) nicht mehr.

    • beautyjagd sagt:

      Ach echt, Essie ist dafür rausgegangen? Ich dachte, das OPI deswegen geht. No More Waity Katie habe ich in London gekauft, der hält auch wirklich gut. Ich habe ihn fast eine Woche getragen 🙂 .

  • keimonish sagt:

    Das war nur MEINE Vermutung (weil OPI schon länger raus war bei uns und ESSIE erst jetzt.