Duft Naturkosmetik

Eau de Parfum Golden Hemisphere von Wild Eden

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Als ich im Frühjahr das Eau de Parfum Golden Hemisphere von Wild Eden zugeschickt bekommen habe, da dachte ich beim ersten Schnuppern: Das ist mein August-Duft! Ein Parfüm, das mich an goldene Sonnenuntergänge, beige Stoppelfelder und warmen Abendwind, aber auch an die ersten Vorboten des Herbsts erinnert.

Die Duftmanufaktur Wild Eden wurde erst im letzten Jahr von der Naturkosmetikerin und Aromatherapeutin Josephine Ademi gegründet und ist in Sachsen beheimatet. Josephines Naturdüfte setzen sich aus rein natürlichen ätherischen Ölen zusammen, die möglichst aus kontrolliert biologischem Anbau oder biodynamischen Anbau stammen. Auf Absolues, die mittels Hexanextraktion gewonnen werden, verzichtet sie bewusst, um jegliche Lösungsmittelrückstände in ihren Parfüms zu vermeiden und damit die aromatherapeutische Wirksamkeit der Düfte zu unterstreichen.

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Bislang bietet Wild Eden drei Eau de Parfum an: Im Mittelpunkt von Serafinas Rose steht die türkische Rose und die Magnolie. Auch beim Eau de Parfum Ylang d’Amour steckt die zentrale Duftnote bereits im Namen, zur spektakulären Ylang Ylang-Blüte kommt im Fond die sanftere Vanille. Um das dritte Eau de Parfum Golden Hemisphere wird es gleich weiter unten gehen, es wird als Unisex-Duft beschrieben.

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Alle drei Parfüms werden in kleinen Chargen produziert. Das herrlich altmodisch anmutende cremefarbene Klappetui, in dem der eckige Flakon steckt, wird übrigens in Handarbeit von der Firma Sacher in Annaberg (ebenfalls in Sachsen liegend) hergestellt.

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Golden Hemisphere soll Stärke und Selbstbewusstsein vermitteln – also einmal aufgesprüht! Eine fast likörhafte süße Orange und zitrisch-aromatische Bergamotte dominieren die Kopfnote. Die begleitende Orangenblüte führt dann ins Herz des Duftes, das mit einer gewissen Blumigkeit den Weg zum warmen Fond aus Sandelholz und Tonkabohne bahnt. Die Kombination aus den nicht zu frischen Zitrusnoten und dem Sandelholz trifft sich harmonisch in einem pudrigen Akkord, in dem wahrscheinlich die Iriswurzel eine Rolle spielt – ich habe dabei das oben beschriebene weiche Spätsommerlicht vor Augen. Die Haltbarkeit von Golden Hemisphere liegt auf meiner Haut bei etwa vier Stunden.

Angegeben werden für Golden Hemisphere folgende Duftnoten: Bergamotte, Neroli, Iris, Rose, Orange, Moschuskörner, Sandelholz, Tonkabohne und Vetiver. Das Eau de Parfum basiert auf unvergälltem Bio-Alkohol, dazu kommen die rein natürlichen ätherischen Öle:

INCI: Alcohol**, Parfum, Citral*, Eugenol*, Isoeugenol*, Amyl Cinnamyl Alcohol*, Coumarin*, Geraniol*, Farnesol*, Linalool*, Benzyl Benzoate*, Citronellol*, d-Limonene*. *Bestandteil aus 100% echten ätherischen Ölen. **aus kontrolliert biologischem Anbau

Ein Flakon aus Glas mit Spühaufsatz (im Etui) enthält 15ml und kostet 119 EUR. Im Shop von Wild Eden sind auch Proben der Düfte erhältlich. Soweit ich weiß, gibt es Wild Eden auch im Ladengeschäft der Naturdrogerie.

Mein Fazit: Golden Hemisphere von Wild Eden fängt für mich das warme Licht des Spätsommers ein. Süße Orange bzw. Bergamotte in der Kopfnote und Sandelholz im Fond werden durch einen pudrigen Akkord harmonisch miteinander verbunden. Das auch aromatherapeutisch wirksame Eau de Parfum wird in Handarbeit hergestellt und setzt sich ausschließlich aus natürlichen ätherischen Ölen zusammen.

Here you can find an English version of this article.

Kennt ihr Wild Eden? Welcher der drei Düfte würde euch spontan ansprechen? Und was ist euer Frühherbst-Duft?

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23 Kommentare

  1. Mein Frühherbstduft… das ist, zumindest heute früh spontan entstanden, eine Mischung aus dem Tonka-Sandelholz Körperöl von Mahleybrey und einem Neroli-Parfumroller den ich auf dem Samstagsmarkt am Stand von Verzaubereien gekauft habe (wo ich eigentlich nur eine Seife nachkaufen wollte).
    Damit fühle ich mich noch sommerlich blütig und gleichzeitig schon eingehüllt kuschelig. Dieses Übergangswetter von morgens schon etwas frisch auf dem Rad und nachmittags noch warm in der Sonne verführt mich zu beiden Duftwelten zu greifen.

    Da ich es mit zitrischen Düften nicht so sehr habe würde ich mich wohl für die Rosen-Variante von Wild Eden entscheiden. Die Marke hab ich online dann wohl doch nicht bei der ND gesehen, aber wo…? Zumindest haben mich die kleinen Fläschchen und der süße Vogel schon angelacht.
    Für dieses und nächstes Jahr bin ich allerdings noch sehr gut mit Düften ausgestattet. Im Herbst und Winter nutze ich viel häufiger Parfum als im Sommer. Darauf freue ich mich auch schon, wieder die warmen, tiefen Düfte auszupacken. Auf meinem Schreibtisch brennt auch schon eine Duftkerze! Und da brauche ich eher Nachschub. 😉

    Liebe Grüße in die neue Woche!

    • beautyjagd sagt am 15. September 2015

      Ich glaube, dass es die Düfte von Wild Eden wirklich nur im Laden der Naturdrogerie vor Ort gibt, zumindest sind sie noch nicht online. Tonka, Sandelholz und Neroli hört sich für mich auch nach einem guten Mix an 🙂

  2. Deine Duftbeschreibung klingt interessant, jedoch müsste ich unbedingt probeschnuppern, bevor ich so viel Geld ausgebe. Vor allem wegen der Bergamotte, die sagt mir eigentlich nicht so zu. Ich habe mich gerade langsam mit Citronnier angefreundet, welches bei mir allerdings im Verdacht steht, meinen Blutdruck zu senken, weshalb mir übel wird, wenn ich es am morgen früh nüchtern aufsprühe. Komisch, weche Wirkung ätherische Öle bei mir haben können. Dagegen hilft mir ja das eine Parfüm von Jo Wood Organics bei tiefem Blutdruck sehr. 😉

    Interessieren würde mich vor allem das Parfüm mit Rose und eben das von dir beschriebene. Ylang Ylang mag ich auch gar nicht, das verursacht bei mir ebenfalls Übelkeit.

    Ein Auge geworfen habe ich auf das neue Parfümöl von Lina Hanson, welches ich tatsächlich auch in der Schweiz kaufen kann. Erstmal heisst es aber sparen, da ich als Neo-Studentin bald auf 80% Arbeit runterschrauben muss.

    • Mein Frühherbstduft ist übrigens Midori von Florascent. Im Sommer ist er mir meist zu schwer und zu „dunkel“, falls ihr versteht, was ich meine. 😉

      • beautyjagd sagt am 15. September 2015

        Aber klar verstehe ich das – ich verwende Midori auch eher im Herbst /Winter und nicht im Sommer/Frühling.

    • Angelika sagt am 15. September 2015

      Hallo Sonny,

      würdest Du mir vielleicht verraten, um welches Parfum es sich handelt, das Deinen Blutdruck reguliert.

      Da ich an Blut-Hochdruck leide, besteht immer Interesse von Produkten zu hören, die eventuell dazu beitragen in etwas zu senken.

      Und wenn es ja dann doch nicht hilft, duftet man wenigstens gut :))

      Gruß Angelika

      • Hmm, ob das Parfüm wirklich meinen Blutdruck senkt, habe ich nicht nachgemessen. Jedenfalls wird mir auf nüchternen Magen damit schnell übel, was ich bei mir generell mit tiefem Blutdruck verbinde. Auch sonst wird mir schnell übel am Morgen, wenn ich zuwenig Salz intus habe.

        Bei dem Parfüm handelt es sich um Citronnier von Florascent. Julie hat darüber eine Review geschrieben. 🙂

      • beautyjagd sagt am 15. September 2015

        Das ist ja interessant! Denn ich hab auch schon mal gelesen, dass Zitrone und auch das ätherische Öl der Zitrone blutdrucksenkend wirken sollen. Bei Werner/von Braunschweig steht davon nichts, vielleicht gibt es noch keine großen Studien dazu…

      • Hallo Angelika, ich bin zwar nicht Sonny, aber zum Thema Blutdruck kann ich aus eigener Erfahrung etwas beisteuern.
        Mir hat sehr gut Ylang Ylang in Sesamöl geholfen. Ganzkörpereinreibung. Wer sehr sensibel reagiert, sollte wohl nur kleinere körperflächen behandeln. Versuchsweise auch ein Wattebausch mit zwei Tropfen ylang im BH. Ein winziger Hauch wird so immer eingeatmet und entfaltet seine Wirkung den ganzen Tag. Wirkung oder Nichtwirkungist natürlich immer individuell, aber einen Versuch ist es wert.

  3. Die Assoziation zum warmen Spätsommerlicht (und deinem stimmungsvollen Bild) finde ich absolut stimmig – so riecht Golden Hemisphere für mich auch. Mein Favorit ist allerdings Serafinas Rose. 🙂 Und da bekomme ich gleich ein schlechtes Gewissen, denn meine Review schlummert schon eine halbe Ewigkeit halb fertig auf der Festplatte. Sollte ich endlich mal fertig schreiben, denn ich finde es klasse, dass aus meiner Heimat (zumindest was das Bundesland angeht) so feine Düfte kommen! 🙂

    Liebe Grüße
    Ida

    • beautyjagd sagt am 15. September 2015

      Ah, das wusste ich gar nicht, dass Du aus Sachsen kommst 🙂 Und meine Review musste jetzt auch Monate warten, eben bis es August war – und dann war so viel los, dass sie etwas in den September gerutscht ist. Aber dahin passt Golden Hemisphere schon auch noch 🙂

  4. Sophie mit Blau sagt am 14. September 2015

    Julie, deine Beschreibung ist ein Traum! Ich musste tatsächlich ein bisschen an eine Traumreise-CD von früher denken 😉 „Orangenblüte führ ins Herz des Duftes…ein pudriger Akkord… weiches Spätsommerlicht…“ Hach.
    Der Preis hat mich dann allerdings ziemlich schnell aus meinen Träumerein geholt 😀 Alter Falter!

    • beautyjagd sagt am 15. September 2015

      Oh ja, der Preis ist sehr real 😉 Danke für dein nettes Kompliment zu meiner Beschreibung *freu*

  5. Mir fällt es noch immer schwer mir unter Duftbeschreibungen etwas vorzustellen x) . Alle 3 Düfte wären mir aber wahrscheinlich zu wenig „frisch“ und zu pudrig, besonders weil ich Rosendüfte nicht so gern mag. Und auch Zitrusdüfte habe ich mir mittlerweile „über-gerochen“ ^^ . Ich muss irgendwann mal Naturparfums probeschnuppern gehen oder mir Probekarten bestellen, um meinen Duft zu finden (: . Das Design finde ich aber klassisch schön und auch der Verzicht auf Absolues klingt sympathisch, hat aber natürlich seinen Preis. Liebe Grüße (: .

  6. Iris in der Herznote hört sich schon mal nicht schlecht an, wobei es sich hier wahrscheinlich um einen warmen Irisduft handelt, oder? Ich mag eigentlich eher kühle Düfte, mit erdigen, metallischen Irisnoten, so wie Hiris oder Iris Silver Mist, werde aber Golden Hemisphere auf jeden Fall eine Chance geben.
    Ich bin immer noch auf der Suche nach dem ultimativen NK-Duft, bisher hat mich nur einer überzeugen können, und zwar Burlesque von Maria Candida Gentile. Das ist zugleich auch einer meiner Frühherbst-Düfte, eine wunderschöne skinnige Iris-Rosen-Weihrauch-Patchouli Kombination.
    Die anderen zwei sind Bois d’Iris von Van Cleef & Arpels, der nach sonnendurchtränktem Treibholz duftet und Equistrius von Parfum d’Empire – eine mit Kakao und Reispulver gestäubte Iris. Beide natürlich keine NK-Düfte 🙁

    Julie, kennst Du eigentlich die Düfte von Annette Neuffer? Sie wurden irgendwann im Duft-Tagebuch von ALzD vorgestellt, es soll sich dabei auch um natürliche Parfums handeln. Chocolat Irisé und Flor de Cafe könnten auch mein Beuteschema sein…

    • beautyjagd sagt am 15. September 2015

      Ja, ich wurde sagen, dass die Iris hier eher warm rauskommt, nicht kühl oder metallisch.
      Die Düfte von Maria Candida Gentile muss ich auch mal beschnuppern, ich war mir lange nicht im Klaren darüber, ob sie rein mit natürlichen Essenzen arbeitet, weil das bei den Beschreibungen gar nicht richtig dabei steht. Aber sie hat es in einem Interview mit Ca fleure bon gesagt 🙂
      Danke für den Hinweis auf Annette Neuffer, ich kannte sie nicht bisher! Da würden mich einige Düfte ansprechen, ein Honeysuckleduft ist ja auch dabei. Und Chocolat Irisé klingt höchst verführerisch…

  7. Angelika sagt am 15. September 2015

    Hallo Gila,

    Danke für den Tipp. Werd ich bestimmt ausprobieren.

    Damit ich es richtig verstehe, Du nimmst ein Fläschchen Sesamöl, natürlich Bio, und träufelst ein paar Tropfen Ylang Ylang hinein.

    Sorry, aber ich bin ein Anfänger beim Benutzen von Aromatherapie :))
    Hast Du einen Tipp für ein gutes Öl und für die Ylang Ylang Tropfen. Vielleicht Primavera?

    • Ja, genau so ist es richtig. Du kannst ein Sesamöl für die Küche, also lebensmittelqualität, nehmen. Vor Anwendung im Wasserbad erwärmt, ist es sehr angenehm aufzutragen und dringt nicht besser in die Haut ein. Primavera halte ich für eine sehr zuverlässige und seriöse Firma. Früher habe ich entweder dort oder bei Oshadi gekauft. Weiß jetzt aber nicht, ob es O. Noch gibt.
      Wünsche dir guten Erfolg!

  8. In meiner Parfum-Abteilung sieht es recht leer aus. Ich finde nur sehr schwer Düfte, die ich gerne an mir habe. Meist reicht mir mein Deo, mein selbst gemischtes Haaröl und eventuell noch Bodylotion oder Körperöl. Dieses Parfum klingt für mich vielversprechend, mehr noch als Citronnier, welchen ich bei Gelegenheit auch gerne mal beschnuppern werde.

    Den Post finde ich sowohl inhaltlich als auch und vor allem visuell wunderschön gestaltet! Die Aufnahmen bringen deine Eindrücke sehr schön rüber. Nehme ich an. 🙂

    • beautyjagd sagt am 16. September 2015

      Danke 🙂 🙂
      Und wenn ich längere Haar hätte, würde ich auch in die vollen in Richtung duftendes Haaröl gehen – immerhin hab ich ja die nach Jasmin duftende Haarcream von Dayna, die Petra mir empfohlen hat (und die auch bald auf dem Blog kommt).

  9. Pingback: Goldrausch: Meine Produktempfehlungen für einen Goldenen Herbst - herbsandflowers.de

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