OT Statement

Welten in Bewegung

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In meinem Kopf schwirren die Gedanken, ich fühle mich hin und her gerissen, schreiben oder nicht schreiben? Was schreiben? Viele kleine Puzzleteilchen liegen auf meinem virtuellen Tisch herum und fügen sich zueinander – mehr oder weniger. Ein Versuch des Mitteilens und Mithineinnehmens in meine Gedankenwelten.

Mobiles Arbeiten und Ruanda

Am Wochenende war ich in Brüssel unterwegs, einer Stadt, in der die Welt zu Hause ist, obwohl sie gar nicht so groß ist. Als ich aus dem Hotel auscheckte und noch einige Stunden bis zum Rückflug zu überbrücken hatte, suchte ich nach einem ruhigen Arbeitsplatz mit WLAN in der Stadt, der unkompliziert zugänglich ist und nicht Starbucks heißt. Spontan war das gar nicht so einfach, ich hätte mich besser auf die Situation vorbereiten müssen. Die Vorstellung, dass man als Bloggerin oder Freiberuflerin von überall her arbeiten kann, ist oft noch immer genau das, nämlich eine Vorstellung: Es gibt kaum einen öffentlichen mobilen Arbeitsplatz – Cafés sind mir meist zu laut zum konzentrierten Arbeiten. Mobiles Arbeiten, bei dem sich Privates und Berufliches übrigens ständig überschneiden, wird für einige Berufszweige (insbesondere die Wissensarbeiter) zukünftig wichtiger denn je werden. Noch ist die Infrastruktur in Europa für diese Art des zukünftigen Arbeitens nicht wirklich eingerichtet. Ich glaube fast, dass das z.B. in Ruanda (einem der Aufsteigerstaaten schlechthin zurzeit!) eher möglich sein wird als hier, vielleicht ist es ist dort sogar schon so weit.

Internationale Zukunftsträume und Migration

In der Zeitschrift The Brussels Times Magazine habe ich gelesen, dass die EU ein sehr begehrter Arbeitgeber ist. Auf 149 Stellen bewerben sich jährlich Kandidaten im fünfstelligen Bereich (!!!) für den „Concours“ (Bewerbungsverfahren der EU). Sicher, man verdient dort nicht schlecht, das riesige Interesse zeigt aber auch, dass das Image der EU unter den jüngeren Menschen doch nicht so schlecht zu sein scheint. Denn was die EU eindeutig bietet: Zusammenarbeit in einem internationalen Umfeld, eine offensichtlich höchst attraktive Eigenschaft. Grenzüberschreitendes Arbeiten und Leben zieht junge ambitionierte junge Menschen aus ganz Europa an, die dafür glatt ihr Heimatland verlassen würden. Migration findet in vielerlei Hinsicht und nicht nur in einer Richtung statt.

Globale Innovation und Kommunikation

Wenn Menschen aus Ostafrika nach Deutschland kommen, dürften sie verwundert sein, dass wir in Europa in Geschäften nicht mit dem Smartphone bezahlen. M-Pesa heißt die supererfolgreiche App aus Kenia, die kein Bankkonto und keine Kreditkarte erforderlich macht. Banking der Zukunft, eingeführt von Kommunikationsdienstleistern auf einem Kontinent, den die meisten Menschen in Europa nur mit Miseren und Kriegen verbinden. Es wird Zeit, Vorurteile über Bord zu werfen und genauer hinzusehen – denn hier wird Zukunft gemacht!

Europa muss sich bewegen

Europa muss sich bewegen, um attraktiv zu bleiben. Damit meine ich nicht nur einen rein wirtschaftlichen Erfolg. Ein gewisser Wohlstand ist jedoch einfach nötig, um erarbeitete Werte wie Menschrechte und Demokratie angemessen vertreten und neue humanistische Denkansätze etablieren zu können. Ohne Schwung und besonnene Offenheit geht es nicht voran: Stillstand bedeutet immer und ausschließlich Rückwärtsgehen, denn die Welt um uns herum dreht sich ständig weiter.

Zukunft gestalten

Also lasse ich mich anstecken von den Hoffnungen und Träumen auf eine selbstgestaltete Zukunft, die die neuen Bürger Europas mitbringen. Und gucke dabei zugleich über den Tellerrand, weit über nationalstaatliche Grenzen hinaus. Ich habe Lust auf Zukunft, in der  Menschlichkeit, Freude am Leben und positive Schaffenskraft (in jeglicher Hinsicht) im Mittelpunkt stehen sollen. Jeden Tag ein bisschen, Schritt für Schritt, arbeite ich daran. Wichtiges Handwerkszeug dafür: Nachdenken, Herz öffnen, sich selbst mögen, andere mögen, nicht zu ängstlich sein, in Möglichkeiten denken – dann finden sich die neuen Wege.

*

Danke fürs Lesen meiner Mosaiksteinchen! Vielleicht ist ein Gedanke für euch mit dabei. Für mich hängt vieles zusammen, was gerade parallel nebeneinander passiert. Und es ist meiner Meinung nach dringend notwendig, sich bei komplexen Themen nicht nur auf einzelne Aspekte zu konzentrieren, sondern möglichst viele Zusammenhänge zu berücksichtigen. Schlagzeilen lassen sich damit natürlich nicht so einfach machen…

Nächste Woche gibt es dann am Freitag wieder regulär die Beauty-Notizen, in dieser Woche passte es für mich nicht – genau das liebe ich am Bloggen: Spontanität! Gleich setze mich in den Zug und lerne die Almbauern kennen, die die Speik-Pflanze ernten. Mal sehen, was ich auf der Fahrt erlebe, ich halte die Augen offen. Und fühlt euch frei, hier über alle möglichen Themen, natürlich auch Beauty, auszutauschen 🙂 !

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118 Kommentare

  1. Noemi B. sagt am 18. September 2015

    Hihi…. Surprise! 🙂 sehr gelungen – melde mich später ausfühlicher.

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Zurück von der Alm aka Outback hab ich nun wieder Internet und lese jetzt erst mal alle Kommentare 🙂
      Und ja, manchmal muss ich was mal ausbrechen aus den üblichen Gepflogenheiten 😉

  2. Ich verstehe sehr gut warum du uns heute mal Steinchen präsentierst. Wir alle schleppen zurzeit sehr viel mehr mit uns rum als sonst eh schon – Gedanken, die Vergangenheit, Ideen oder die Angst um die Zukunft…

    Danke für deine Steinchen. :-*

    Deine Janine

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Ja, viele Steinchen ergeben ein großes Ganzes – das sind natürlich längst nicht alle, aber wenigstens mal paar, und geben einen minikleinen Einblick, was mich gerade so beschäftigt.

  3. Das hast du schön geschrieben! Recht hast du.

    Gestern habe ich endlich alle Päckchen von der Post abgeholt, u.a.eine grosse Bestellung bei Little Rabbit, da es da mal einen 30%(?) Rabattcode gab, dazu das Spray von HighDroxy, welches gleich als Aftershave in der Bikinizone zum Einsatz kam. Die grössere Bestellung von Aromazone habe ich ebenfalls erhalten, darin waren unter anderem Hanföl, Kleingrössen von Nachtkerzenöl, Papayaöl und Macadamiaöl, ätherische Öle von Schafgarbe, Immortelle, Yuzu und Feigenblatt und ein Yuzu Duschgel. Aus den Ölen und dem ätherischen Schafgarbenöl möchte ich mir ein Gesichtsöl mischen, auf Basis von Hanföl. 🙂 Das exotischste Öl ist vermutlich ein Tomatenkernöl, was mein Gesichtsöl ergänzen wird.
    leider habe ich zurzeit am Oberschenkel auf der Rückseite mal wieder ein Ekzem (habe ich immer mal wieder, jedoch war es den ganzen Sommer weg), sogar Bläschen haben sich gebildet und es juckt fürchterlich. Ich bin deshalb brav am Cremen, momentan kommt die Ringelblumencreme von Kneipp zum Zuge.

    Morgen treffe ich zwei Freundinnen in Basel, eine davon habe ich schon über ein Jahr nicht mehr gesehen. Evt. schaue ich dann noch im Coop City nach UNE, v.a. das neue Eau de Teint interessiert mich. Ansonsten werde ich mich die nächste Zeit beim Thema Kosmetikkauf etwas zurückkhalten, muss erst die Kasematten leeren. Dafür tue ich etwas für meine Fitness und habe mich mitsamt Freund im Fitnesscenter angemeldet. Ich hatte vergessen, wie gerne ich Krafttraining mache und nun kann ich endlich wieder hin.

    Friert ihr eigentlich auch so wie ich zurzeit? Ich bin nur am Tee trinken (am liebsten Lindenblütentee). Heute Abend feiert noch mein Freund Geburtstag, deshalb muss ich nun weiterarbeiten und bekomme keine Mittagspause *seufz*. Essen werde ich nebenbei – Brühe mit Ei und Butter wirds sein, das wärmt wenigstens schön.

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Yay, Sonny, Du hast Dich offensichtlich als einzige getraut, mal was über Beauty zu schreiben, wie ich es oben ja erwähnt habe! Danke Dir dafür 🙂 !!!
      Mich interessiert das neue Eau de Teint von UNE auch sehr, nachdem ich es im Elsaß nicht finden konnte (war aber auch in keiner größeren Stadt), hab ich es mir vor ein paar Tagen bei Mademoiselle Bio bestellt – ich konnte es mal wieder nicht lassen.
      Deine Bestellung bei Aroma Zone klingt auch super interessant. Apropos Exkzen; Vielleicht ist ja die neue Akut Creme von Hauschka Med was für Dich?

      • Oh weh, jetzt komme ich mir furchtbar oberflächlich vor!? Aber ich weiss einfach nicht, was ich bei deinem Bericht noch ergänzen könnte, du hast das so schön geschrieben! Ich finde es übrigens toll, dass du einfach mal mit der „Freitags-Routine“ brichst und einfach mal deine Gedanken beschreibst. Auch wenn ich die Beautynotizen natürlich weiterhin sehr gerne mag! Mir geht in letzter Zeit auch viel durch den Kopf. Vor allem finde ich es unglaublich traurig, wie feindselig viele leider auch in meinem Umfeld mit der Flüchtlingsproblematik umgehen und das alles wohl nur, weil sie Angst haben, Angst vor dem Unbekannten. Aber man müsste nur mal 100-200 Jahre in unsrer Geschichte zurückgehen, damals sind nämlich Hunderttausende Schweizer als Wirtschaftsflüchtlinge in die USA emigriert. Ich hoffe nur, dass wir möglichst nie in die Situation kommen, dass wir fliehen müssen und bin unendlich dankbar für unseren Frieden und Wohlstand, den wir mit den Ankömmlingen teilen sollten!! Jeder Mensch hat ein Recht auf Frieden.

      • beautyjagd sagt am 20. September 2015

        Nein, bitte komme Dir überhaupt nicht oberflächlich vor! Ich hab es extra oben geschrieben, dass auch die eigene Beautywoche kommentiert werden kann, jeder wie er Lust hat! Und Beauty ist ja längst nicht so oberflächlich, wie man immer annimmt, abgesehen davon. Und Angst, ja, das ist das große Thema, definitiv.

  4. Wunderschöner Post – und trifft auch gerade mein Gefühl voll, mir ist die Woche auch nicht nach Beauty, zu viel tut sich gerade rundum. „Ich habe Lust auf Zukunft, in der Menschlichkeit, Freude am Leben und positive Schaffenskraft im Mittelpunkt stehen sollen.“ Sowie die Handwerkszeuge wie nachdenken (dazu ein Satz von Harry Rowohlt, den ich sehr liebe: „sagen was man denkt. und vorher was gedacht haben.“), sich selbst mögen, andere mögen, in Möglichkeiten denken statt zu ängstlich zu sein – ich fühle ich mich gerade voll und ganz angesprochen, danke Julie! Gestern hatte ich ein Telefonat, in dem es auf der anderen Seite nur um Ängste und worst-case-Szenarien der unwahrscheinlichsten Art ging, die bei mir die Reaktion „echt jetzt?“ auslösten sowie Traurigkeit; da tut Dein heutiger Post sehr gut.
    Ein wunderschönes Herbst-Wochenende Euch allen!

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Ich war früher durchaus auch mal eine, die schnell mal in Schreckensszenarien gedacht hat (und auch heute passiert mir das noch gelegentlich, ich reiße mich dann schwer am Riemen). Nur irgendwie hat mir (und dem Problem) diese negative Haltung letztlich null weitergeholfen, außer dass ich mich eben ohnmächtig gefühlt habe. Wodurch sich natürlich erst recht an der Situation nichts geändert hat… Deswegen freue ich mich echt sehr, wenn ich Dich ein bisschen aufmuntern konnte.

  5. Es ist schon teilweise erschreckend wie „synchronisiert“ unsere Gedankengänge manchmal sind. 😉

    Gerade war ich ja auf einem 3-tägigen Aromapflege-Seminar bei Primavera (die gesamte Ausbildung dauert ca. 1 Jahr) und schon die Infos aus diesem Basis-Seminar haben einige Steinchen und Felsbrocken in meinem Kopf in Bewegung gesetzt. Ich muss das für mich noch ordnen, da es sehr viele verschiedene Eindrücke sind, die sich für mich ergeben haben. Übrigens kam sogar das Thema Flüchtlinge aus Syrien zur Sprache. Etwas, dass mich (oder auch Beate) schon von Anfang an beschäftigt – im Sinne wie man helfen kann. (Für uns auch früh die Entscheidung weiterhin Aleppo-Seife anzubieten, auch wenn das Ecocert-Siegel wegen nicht machbarer Vor-Ort-Prüfung fehlt.)

    Viel wurde auch über die vielen Anbaugebiete und Partner weltweit gesprochen, die für die herrliche Vielfalt an ätherischen Ölen sorgen. Wie schwierig es manchmal ist zum Beispiel Qualitätsanspruch und fairen Umgang miteinander unter einen Hut zu bekommen. Oder auch wie froh man ist die langjährigen Beziehungen schon so lange zu pflegen und natürlich auch einen Anreiz zu liefern nachhaltig (im umfassenden Sinn) zu wirtschaften.

    Sehr beeindruckt bin ich auch von den Seminar-Teilnehmerinnen (wieder mal einziger Mann …), die zu großen Teilen aus den Bereichen Altenpflege, Hospiz und Palliativtherapie stammen. Man macht sich oft nicht bewusst was hier die täglichen Anforderungen und Herausforderungen sind. Oft genug kamen Tod und schwere Krankheiten oder das Altern an sich (und die Folgen) zur Sprache: Dinge, mit denen diese Menschen jeden Tag konfrontiert werden und trotzdem oder gerade deswegen bereit sind noch mehr zu tun. Das war ein Perspektivwechsel, den ich nicht erwartet habe.

    Erschreckend wiederum wie weit Deutschland bei ätherischen Ölen und Aromapflege hinterher hinkt (Aromatherapie will ich hier gar nicht weiter ansprechen, da dieser Begriff recht problematisch ist, wie mir im Seminar wieder bewusst wurde). In einigen Ländern ist man hier schon deutlich weiter. Dafür ist Deutschland immerhin „Duftlampen-Weltmeister“. Um die Kanzlerin mal zu zitieren: „Das […] ist für uns alle Neuland.“ Hoffen wir mal, dass es sich in Zukunft in die richtige Richtung weiterentwickelt.

    Noch erschreckender waren dafür kurze Ausflüge in die Welt der synthetischen Aromen. Nur kurz angerissen: das meiste landet im Essen (ganz toll …). Und wer sich gruseln möchte, kann sich mal zur Arbeitsplatzbeduftung in Ländern wie USA und Japan informieren. *brrrr* Bei uns zum Glück (noch?) nicht erlaubt.

    Um wieder etwas zurück zu einem Deiner Gedanken zu kommen, Julia. Das Thema mobile Zahlungsmethoden ist in Deutschland unglaublich kompliziert. Selbst große Anbieter wie Paypal oder Apple haben es hier schwer oder werden es schwer haben. (Von Paypal gibt es etwas, aber nur in Verbindung mit Kassensystemen – und die richten sich eher weniger an Einzelhändler mit umfangreichem Sortiment … aber das nur am Rande. „Manuell“ ist die Handhabung meiner Meinung nach eindeutig zu kompliziert.)

    Richtig „lustig“ wird es, wenn mehrere Unternehmen eine gemeinsame Lösung schaffen wollen. Die Kreditkartenunternehmen haben es ja bis heute nicht geschafft etwas Brauchbares auf die Beine zu stellen, dass zumindest mal kontaktlos funktioniert. Und die Kosten sind so oder so ziemlich unverschämt. Mein Liebling seit einigen Monaten ist aber der als „Paypal-Konkurrent“ bezeichnete Dienst deutscher Banken, der irgendwann demnächst ganz sicher starten soll. Nur erst mal ohne Sparkassen. Öhm – genau. Und wie die technische und praktische Umsetzung aussieht, will ich mir gar nicht erst ausmalen.

    Ich bin ja kein besonders großer Fan von Paypal aufgrund einiger ethisch fragwürdiger Entscheidungen in der Vergangenheit. (Die US-Amerikaner sehen die Welt manchmal doch ganz anders als Europäer.) Aber zumindest klappt das „Online-Geld-irgendwo-hin-transferieren“ damit schnell, relativ unkompliziert und ziemlich zuverlässig.

    Das oben angesprochene M-Pesa klingt nach einer ziemlich visionären Idee (und Umsetzung), die offensichtlich auf die Zielgruppe eingeht. Da kann man sich auf jeden Fall hierzulande ein paar Scheiben abschneiden.

    (Hat sich schon mal jemand gefragt, wieso immer zwei EC-Belege gedruckt werden und erst der zweite für den Kunden ist? Alles Vorschrift bei deutschen Kreditunternehmen …)

    Beim Thema „mobiles Arbeiten“ musste ich ja ziemlich schmunzeln. Ganz ehrlich: wir haben im Laden zwei Computer und ich habe noch ein Laptop. Trotzdem komme ich dort einfach nicht dazu Dinge wie Onlineshop-Pflege zu machen; geschweige denn kreative Arbeit zu leisten. Für so etwas ist Ruhe nötig – und wenig Ablenkung. (Beautyjagd-Newsletter sind übrigens gaaaaaanz böse in dieser Hinsicht.) Mobiles Arbeiten sehe ich also bei Außendienstlern, bedingt für E-Mail-Korrespondenz oder um auf dem Laufenden zu bleiben. Aber wenn es darum geht wirklich effektiv Dinge umzusetzen, ist die richtige Arbeitsumgebung ein Muss.

    Wobei wir ja auch „mobil“ arbeiten, wenn wir bei der Beratung im Laden umher flitzen. 😉

    Oh oh … der Text ist jetzt schon recht lang. Ich spare mir dann erst mal weitere Ausführungen und möchte nur noch sagen, dass ich Dir bei Deinen Gedanken-Mosaiken zu Bewegung, Erfolg und der Gestaltung der Zukunft recht gebe. Sicher jeder Thema für sich wiederum abendfüllend. 🙂

    Beste Grüße aus Mainz
    Die Naturdrogerie | Uwe

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Hehe, ein Co-Artikel, mit Deinen Mosaiksteinchen, ganz sicher auch jeder einen Abend und mehr wert! Danke! Es scheint was in der Luft zu liegen!
      Ich war ja vor zwei Jahren auch bei einem Primaveraseminar, in dem sich auch fast nur Teilnehmer aus Palliativ/Altenpflege/etc befunden haben. Wow, war ich beeindruckt davon (und bin es noch immer), was diese Menschen leisten, und habe beim Seminar so viel mehr als „nur“ über ätherische Öle erfahren.Und oh ja, wir hinken in D in dieser Hinsicht anderen Ländern weit hinterher, was die medizinischen Möglichkeiten der ätherischen Öle angeht…
      Danke auch für deine Infos über Bezahlmöglichkeiten, kann mir vorstellen, wie komplex das Thema ist.

  6. Noemi B. sagt am 18. September 2015

    Ein sehr schönes Mosaiksteinchen, danke Julie.
    In den letzten Tagen gehen mir so viele Gedanken durch den Kopf, dass es den Rahmen sprengen würde und im Grunde bin ich ein positiv denkender Mensch, aber Vieles bringt mich dazu, an der Spezies Mensch zu verzweifeln – zu viele Kriege, zu viel Habgier, zu viel Raubbau an unserer Mutter Erde… gehören wir überhaupt hierher? Oder sind wir selbst die Aliens, auf die wir gerne warten? So wie wir uns hier aufführen, könnte das durchaus sein; Falschlandung eines Meteoriten, Anno dazumal 😉
    Aber es ist wohl/hoffentlich eine Minderheit, die Elend anzettelt, die meisten Menschen wollen nur friedlich leben, darum kommen aktuell ja Tausende hier her. Und es ist toll zu sehen, die Deutschland das meistert, auch im Chaos. Das ist eine Chance, die Andere noch nicht begriffen, nicht verstanden haben, darum werden Zäune gebaut und Flüchtlinge mit Wasserwerfern abgeschreckt – wie kann man nur?!? Und das in selbstgefälliger Arroganz, dass man hier in Europa eh schlauer ist, als alle die da kommen. Na dann zieht euch mal warm an, Leute!

    Ich hoffe, dass die Zukunft so wird, wie du das siehts, Julie – ich hoffe, dass das Gute am Ende gewinnt. Doch Politik und Wirtschaft spielen zu oft nicht mit. Aber wir können das Gute in unserem eigenen kleinen Kosmos betütteln, raustragen und hoffen, dass es doch ein paar Spuren hinterlässt.

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Ich bin manchmal auch niedergeschlagen, wenn ich in den Nachrichten lese, was geschieht. Geht mir also nicht anders als Dir. Aber dann frage ich mich auch immer wieder, was es jetzt konkret bringt, dass ich niedergeschlagen bin. Klar, es bringt mich zum Nachdenken, aber es verbessert die Situation nicht. Deswegen bin ich letztlich immer wieder optimistisch, und das wollte ich auch in dem Text zum Ausdruck bringen und mitgeben.

  7. Das finde ich nun spannend. Im Moment ist mir auch nicht so nach Beauty und Kosmetik.Ich hatte sogar ein wenig das Gefühl, das geht hier nicht nur mir so.
    Sich selbst mögen (gar nicht so einfach übrigens) gibt doch erst die Voraussetzung für Ruhe und Zufriedenheit und für ein zutiefstes andere wirklich mögen können, nämlich so wie sie einfach sind!
    Dann noch Vertrauen dazu, anstatt in allem nur Gefahr und Verlust zu sehen und das Herz öffnen.Seitdem ich auf diesem Weg gehe, geht es mir sehr viel besser und was für Dich Deine Puzzleteilchen sind, nenne ich für mich AHA Erlebnisse und von denen hab ich auf einmal richtig viele. Darüber freue ich mich, denn vieles fügt sich plötzlich von selbst zusammen.
    Dass Du Deine Gedanken hier in Form eines eigenen Beitrags schreibst, empfinde ich als authentisch und stimmig. Sie passen zu Dir und Deinem Blog.
    Herzlichen Dank fürs Teilhaben lassen.
    Lg auf die Alm

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Danke! Ja, ein Blog ist für mich noch immer ein Medium, das persönlicher als andere Medien ist. Ein Blog lebt von der Authentizität der Autorin, und das bin ja nun mal ich. Wenn ich über internationale Naturkosmetik schreibe, dann auch deswegen, weil ich dieses übergreifende Konzept auch im sonstigen Leben vertrete.

  8. Danke, danke, danke für deine Sätze über Afrika.
    Als Reisende in afrikanische Staaten erfahre ich hier immer wieder ganz großes Erstaunen, und Ungläubigkeit wenn ich erzähle, dass es in Ostafrika überall Handynetz gibt. Wirklich überall, auch in menschenleeren Nationalparks. In Hotels bekommt man mit dem Zimmerschlüssel selbstverständlich das WLAN Passwort in die Hand gedrückt. Und mit dem Smartphone zu bezahlen verbreitet sich immer mehr.
    Wir Europäer sehen uns gerne als den Fortschrittskontinent überhaupt. Was nicht in Europa odr USA passiert, wird nicht wahgenommen. Wahrgenommen wird auch nicht, dass Afrika kein Land ist, sondern ein großer Kontinent mit 55 Staaten. Armen, reichen, Demokratien, Diktaturen und failed states. Und sogar Staaten, in denen manches besser funktioniert und fortschrittlicher ist als in Deutschland Das scheint noch ein langer Weg zu sein, bis das in den Köpfen auch weltoffener Menschen richtig angekommen ist.

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Ah, spannend, gerade weil Du so viel unterwegs bist – ich war bisher auf dem afrikanischen Kontinent nur in Ägypten, lese aber eben viel und gern über verschiedene Länder und Kulturen, gibt zB auch sehr spannende Zeitschriften, die ich liebend gern lese.
      Ich ärgere mich auch oft über Pauschalurteile über bestimmte Länder und Kulturen, gerade auch von Menschen, die sich weltoffen geben. Umso wichtiger fände ich es deswegen, wenn Menschen sich aus verschiedenen Kulturen mehr begegnen würden – noch immer eine Vision von mir, in diesem Bereich mal was zu machen.

    • Das unterschreibe ich jetzt einfach mal so. Punkt. Danke fürs aufschreiben.

  9. Eigentlich lese ich hier nur still mit und habe zu Beauty-Themen dank ewig gleicher Pflegeroutine und sehr überschaubarem Make-Up nahezu nichts beizutragen. Den Blog lese ich allerdings äußerst gern und begebe mich nun anlässlich dieses Beitrags aus meiner Komfortzone (meine Daten und das Internet…) heraus.

    Ich bin absolut überzeugt und begeistert vom europäischen Gedanken. Ich weigere mich daher, anlässlich der derzeitigen Probleme in einen Kulturpessimismus zu verfallen. Auch wenn es momentan so scheint, als wären die beengten Nationalstaaten wieder auf dem Vormarsch, wird sich meiner Ansicht nach langfristig die europäische Idee einer Solidargemeinschaft nicht aufhalten lassen. Sie ist geradezu notwendig – nicht nur in Europa.
    Zwar erscheint vieles momentan unruhig, nur ist die Welt derzeit so friedlich wie nie zuvor. Nie hat es sowenige kriegerische Konflikte mit sowenigen Toten gegeben. Die Konflikte kommen einem in Deutschland heute (auch durch starke mediale Präsenz) allerdings näher. Dies führt nur oftmals, statt zu größerem Bewusstsein darüber, zu Ängsten. Wer sich die „gute alte Zeit“ der 1960er und 70er zurückwünscht, sei an dieser Stelle u.a. an den Kalten Krieg, die Kriege des Nahost-Konflikts,die Ölkrise etc. erinnert. Damals ließ sich das alles nur besser ausblenden.
    Ist es nicht positiv, dass wir heute Anteil nehmen statt wegzuschauen?

    Eigentlich wollte ich nicht in eine Predigt verfallen…

    PS: Dadurch dass in vielen afrikanischen Staaten nie flächendeckend Heim-PCs eingeführt wurden, hat man uns einfach „überrundet“. Zeit sich (in technologischer Hinsicht) neue Vorbilder und Ziele zu suchen!

    • Noemi B. sagt am 18. September 2015

      Liebe Mascha (schön… meine Mama hat so geheissen), welcome aus der Deckung 😉
      Vielleicht ist es wirklich so, dass die Welt noch nie so friedlich war, aber wieso sind dann weltweit 50 Mio. Menschen auf der Flucht? Und leider zeigt die Geschichte, dass der Mensch aus seinen Fehlern nicht lernt, nach 2-3 Generationen sind die Kriegsschrecken vergessen.
      Zudem hab ich latent immer das Gefühl, dass die Welt von lauter Irren regiert wird (mit 2-3 löblichen Ausnahmen) und dazu gibts ganz viele sonstige Spinner, die in irgendwelchen Labors mit B-Waffen spielen oder Atomcomputer hacken. Wir sitzen auf einem Pulverfass, aber das ist ja nichts Neues.

      • Dankeschön für das herzliche Willkommen, Noemi!

        Na ja, ich schätze die meisten Menschen sind halt „Menschen“. Manche handeln menschlich i.S.v. humanistisch, manche irren menschlich und manche machen menschliche Fehler. Und manchmal oder oft vereint sich alles in derselben Person.
        Ich möchte gar nicht behaupten, dass alles eitel Sonnenschein ist – ist es nicht. Ich möchte mir nur meinen Optimismus nicht nehmen lassen. Und bin mir auch bewusst, dass meine kleine Predigt für Leute, die derzeit in einer echten Notlage stecken, zynisch klingen muss.
        Das war bloß ein möglicherweise naiver Versuch, die Welt nicht immer so düster erscheinen zu lassen.

        Ich habe einfach etwas gegen Wohlstandsdeutsche, die behaupten, alles ginge den Bach herunter, weil ihre Tochter dienstags um 14:30 Uhr nicht mehr zum Rhönrad-Trainig kann, weil jetzt Flüchtlinge in der Turnhalle leben (müssen).
        Welche Werte sind es denn die dadurch verloren gehen? Und welche sollen mit solchen Aussagen verteidigt werden?
        Der Mensch ist doch ein handelndes Subjekt und kann seine Umgebung aktiv gestalten – dass sich damit nicht die ganze Welt retten lässt ist klar.

      • Da hast du auch wieder recht, Mascha. Wir werden tagtäglich mit so viel negativem Müll zugedröhnt; ich glaube langsam, dass sich das dadurch hochschaukelt, so eine allgemeine negative Bestärkung. Es sollte weltweit jede Woche mindestens einen „Positivtag“ geben, damit sich das wieder ausgleicht. Gedanken und Worte sind zwar nur Schwingungen, aber daraus werden Realitäten.

      • @Noemi Leider sind schwere Traumata wie die durch Krieg, Vertreibung, Hunger und massiven Gewalterfahrungen nicht nach 2-3 Generationen vergessen, im Gegenteil. Solche Traumata hinterlassen tiefe Spuren, die über Generationen fortwirken und sich sogar in der DNA manifestieren.

      • Das kann gut sein, Petra. Dann sind aber die, die Kriege anzetteln, leider nie diejenigen, die sie austragen müssen.

      • @Petra Mein Beitrag ist irgendwo im Nirvana untergegangen. Darum in Kurzform nochmal. Daß sich Traumata auch noch in den Folgegenerationen auswirken, ist ohne jeden Zweifel richtig. Aber das gilt dann selbstverständlich auch für die Täter, die ja auch nicht aus dem luftleeren Raum heraus agieren, sondern ihrerseits durch ihre Vorfahren geprägt sind. Wenn man das bedenkt, ist es schon nicht mehr so einfach mit dem Einteilen in Gut und Böse.
        Auch ich bin emotional erstmal bei dem Opfer, aber spätestens im zweiten Schritt frage ich mich nach dem Hintergrund der Tat/ des Täters.
        Und zum Schluss die Frage an mich/an alle: wenn es schon so schwer ist, sich in unserer Muttersprache ohne mißverständnisse auszutauschen, wie schwer dann erst recht mit einem mir völlig fremden Menschen, den ichnicht verstehe? Ich traue es mir trotz Schwierigkeiten zu. Aber ich verstehe Menschen, die Angst davor haben. Sie nur mit abwertenden Etiketten zu versehen, verschärft die Situation nur noch. Sie sind in ihrem Erklärungsmuster gefangen, wie wahrscheinlich jeder von uns in seinem.

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      @Mascha: Ich bin ja auch nicht von der europäischen Idee abzukriegen, das konnte man meinem Post wahrscheinlich entnehmen;) Schon deswegen, weil ich denke, dass einzelnen Staaten in einer globalisierten Welt wenig Chancen hätten – China, USA etc sind so riesige Verbände! Natürlich bin ich nicht so naiv zu denken, dass das einfach wäre, x unterschieldiche Mitgliedstaaten unter einen Hut zu bekommen. Das ist sehr viel Arbeit, bei der sicher auch immer wieder Fehler/Umwege begangen werden.
      Und zum Schluss ein herzliches Willkommen hier!!

  10. Tolles Bild! Tolle Gedanken!
    Mir als „Privat-Bloggerin“ geht’s ganz oft sehr ähnlich mit den Gedankenteilchen; deshalb lese ich so etwas immer gern!

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Ich lese solche Posts auch gern, deswegen hab ich mich mal sowas getraut.

  11. Danke, so ein bisserl Innehalten (nicht Stillstand) und Reflektieren tut not dieser Tage – ach, eigentlich immer. Und so schön das Thema Beauty in doppeltem Sinne ist, ohne auch andere Dinge anzupacken wäre es wahrlich zu oberflächlich. Schön, dass hier auch anderes thematisiert wird.

  12. Ganz toller Beitrag, Julia, danke dafür!
    Am allerbesten gefällt mir diese Passage:
    “ Ich habe Lust auf Zukunft, in der Menschlichkeit, Freude am Leben und positive Schaffenskraft (in jeglicher Hinsicht) im Mittelpunkt stehen sollen. Jeden Tag ein bisschen, Schritt für Schritt, arbeite ich daran. Wichtiges Handwerkszeug dafür: Nachdenken, Herz öffnen, sich selbst mögen, andere mögen, nicht zu ängstlich sein, in Möglichkeiten denken – dann finden sich die neuen Wege.“

  13. Danke das du uns an deinen Gedankengängen teilhaben lässt. Ich lese solche Offtopics sehr gerne und freue mich auch über einen tiefgründigen Austausch auf einer anderen Ebene Soll nicht heißen, dass hier nur oberflächliches Halli Galli herrscht. Ich denke (und hoffe) du missverstehst mich nicht 🙂
    Liebe Grüße
    Nicole

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Beauty ist ja für mich auch kein oberflächliches Thema, selbst wenn das gern mal so verstanden wird. Deswegen weiß ich absolut, was Du mit deinem Kommenatr meinst 🙂

  14. Das war schon gut, die Auszeit vom Blog. Ich hatte ja auch zwei Wochen, so dass ich einfach mal aus der Spurrille raus kam, daher habe ich mich ja auch ein bisschen absentiert. Ich hatte einfach keine Zeit zu lesen und erst recht zu schreiben.

    M’Pesa ist aus meiner Sicht kein modernerer Weg des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, sondern einfach ein anderer. Außerhalb großer Städte gibt es einfach keine Bankfilialen und viele haben sich in den Städten nicht genug Geld, um ein Bankkonto zu eröffnen. Und M’Pesa ist ja auch nicht wirklich bargeldlos, sondern eher eine Art Expressüberweisung, vergleichbar mit Western Union oder Moneygram, dazu billiger. Aber erstmal muss das Geld bar beim M’Pensa-Agenten gezahlt werde

    Zum in Ruhe arbeiten gehe ich übrigens gerne in Bibliotheken. Im Sommer gehe ich dann gerne in den Innenhof;) Keine nervigen Kellner, kein Lärm, kein nix.

    Gefällt mir gut, dein oTPost

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Ja, Bibliotheken, daran hatte ich auch gedacht, aber da war ich viel zu weit weg. Wie gesagt, ich war schlecht vorberereit.
      Das Beispiel mit MPesa habe ich deswegen ausgewählt, weil ich zeigen wollte, dass eine Idee (oder auch Fortentwicklung) aus Kenia mittlerweile in alle Welt exportiert wird: Rumänien ist zB der Testmarkt für Europa. Gern denkt man ja mal, dass es das nur umgekehrt gibt. (Dass MPesa für dich nichts Neues ist, dachte ich mir schon).

      • Sehr passend, dass Rumänien als Testmarkt gewählt wurde, denn auch dort gibt es (leider) ein großes Reservoir an Menschen, die weder alphabetisiert sind noch sonst Zugang zum allgemeinen Wirtschaftsleben haben.

        Übrigens habe ich kürzlich in einem Discounter die Möglichkeit gesehen, direkt mit dem Mobiltelefon zu zahlen, ich glaube es war Netto. Allerdings läuft das natürlich letztendlich über ein reguläres Bankkonto.

      • beautyjagd sagt am 20. September 2015

        Ja genau, das mit der Auswahl des Testmarkts habe ich mir auch gedacht – und deswegen betrachte ich MPesa tatsächlich auch als eine Art „Entwicklungshilfe“ (auch wenn es da sicher auch Kritikpunkte gibt, mittlerweile hängen ja auch indirekt wieder die Banken mit drin).

  15. Wie stellst du dir denn ein „modernes Europa“ angesichts dieses Flüchtlingsdebakels vor?

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Meine Antwort hab ich weiter unten gepostet bei Deinem nächsten Kommentar, ist nach unten gerutscht.

  16. Noch was zum Thema bargeldoser Zahlungsverkehr: Das ist ein wichtiger Baustein zum Überwachungsstaat. Nein, ich bin kein Verschwörungtheoretiker, jedoch habe ich in den vergangenen Jahren meine Informationen nicht der gleichgeschalteten Systempresse entnommen.

    Du bist ein sehr idealistischer und kreativer Mensch, was ich lobenswert finde, und solche Menschen sind auf jeden Fall wichtig! Also verstehe mich bitte nicht falsch.

    Die Wahrheit sieht nur leider etwas anders aus…

    • Antonietta sagt am 19. September 2015

      Wahrheit? Wahrheit ist ein sehr relativer Begriff…auch du kennst nur einen Ausschnitt.

      • Eine sehr beliebige Antwort, mit der ich nicht viel anfangen kann,
        tut mir leid.
        Argumente deinerseits bzw. eine Antwort auf meine Frage wären mir lieber 😉

    • Liebe Inga, bislang war ich der Meinung, daß wir uns der endgültigen Wahrheit bestenfalls annähern können. Genauer gesagt, daß es die eine in allen Kulturen und zu allen Zeiten gültige Wahrheit gar nicht gibt. Im Idealfall erkennen wir einige Facetten davon. Nun erfahre ich von dir, daß man nur die richtige Quelle kennen muß.
      Bitte verrate sie mir. Sicher ist auch Antonietta daran interessiert.

      • Es geht doch darum, der neurolinguistischen Programmierung durch die gleichgeschalteten Medien (Systempresse, viele Radio- und Fernsehsender) zu umgehen.
        Das ist für viele, die sich noch nicht damit beschäftigt haben, schwere Kost, und sie zeigen eine ablehnende Haltung, was ich schade finde.
        Ich kann dir zum Beispiel wärmstens kenfm.de ans Herz legen.Da geht es nicht um Meinungsmache, sondern um Informationen aus 1. Hand mit fachkundigen Interviewpartnern wie etwa einem ehem. CDU-Politiker, einem Friedensforscher, einem Kenner der Medienbranche und und und.
        Je häufiger man sich diort informiert, desto klarer wird das Bild.
        Es gibt natürlich auch noch andere Quellen, aber diese hier kann ich sehr empfehlen. Ich war mal passionierte Spiegel-Leserin, was ich mir aber dadurch zum Glück abgewöhnt habe.
        Viele Fragen konnte ich so bereits für mich beantworten. Zum beispiel ware ich mir auch lange zeit im Unklaren darüber, was es mit der PEGIDA-Bewegung auf sich hat etc. Ich wollte mir einfach eine eigene Meinung bilden. Man muss natürlich viel Zeit investieren, und es ist auch oft anstrengend und deprimierend.

      • Ich gebe dir selbstverständlich auch Recht, dass man sich der Wahrheit nur annähern lkann. Etwas anderes wollte ich auch nicht behauptet haben.
        Mir ist das aber mit meinen bisherigen Bemühungen auch ganz gut gelungen.

      • Habe ich das richtig gelesen, dass du inzwischen Klarheit darüber gewonnen hast, was es mit der Pegida-Bewegung auf sich hat? Vielleicht könntest du mir das ja mal erläutern, ich habe das noch nicht verstanden.

      • Inga, du scheinst nun, dank Gilas netter Unterstützung, verstanden zu haben, dass meine Antwort gar nicht so beliebig war, sondern sich konkret auf deine Aussage „Die Wahrheit sieht nur leider etwas anders aus“ bezog. Dass dir eine andere Antwort lieber gewesen wäre, überrascht mich nicht.
        Nicht nur ich, mit Sicherheit auch viele andere Leserinnen dieses Blogs, beziehe meine Informationen nicht ausschließlich aus dem deutschen Fernsehen/Radio. Das Internet macht es zum Glück möglich, sich ein sehr umfassendes Bild der aktuellen Geschehnisse zusammenzuschustern (aus den vielen angebotenen Mosaikbausteinchen). Beispielsweise gucke ich sehr gerne ein wenig russisches, ein wenig chinesisches und ein wenig westliches Fernsehen, werfe die gewonnenen Informationen in einen Pott, verkoche alles und behalte deren Quintessenz zurück. Diese halte ich dann für eine relativ logische Annäherung an die Wahrheit. Allerdings tue ich daraufhin nicht kund die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben oder stelle meine Vorgehensweise als die einzig Wahre dar, wie du es getan hast. Ich habe gerade übrigens mal den erstbesten Artikel auf deiner vorgeschlagenen Website gelesen. Bisher konnte ich daraus nichts wirklich Neues erfahren, die Positionen kannte ich schon von RT.
        In einer Sache haben du und auch Noémie (Post weiter unten) allerdings Recht: Wir Deutschen, mich eingeschlossen, sollten häufiger mal klar Stellung zu bestimmten Themen beziehen. Mir fällt das allerdings manchmal genau aufgrund dieser Informationsflut etwas schwer und vielleicht spielt auch das Gefühl hilflos zu sein eine Rolle. Dass ich auf Julies Post nicht konkret geantwortet habe lässt sich allerdings am Ehesten damit erklären, dass mich eine bleierne Müdigkeit überkam, ob der Aufgabe, alle meine Gedanken z.B. zu der Flüchtlingsfrage aufzuschreiben und, dass ich zur Zeit so viel in meinem Freundes- und Bekanntenkreis genau über diese Themen diskutiert habe und sich alles in meinem Kopf ohnehin genau darum dreht. Insofern kann ich Ruth zustimmen: „Für alles gibt es einen Ort“.
        p.s: Interessanterweise hatte ich bis zu Ingas PEGIDA-Post die ganze Zeit den Eindruck, sie sei eine der bekannteren Kommentatorinnen dieses Blogs, die die Diskussion unter einem Pseudonym nur etwas anheizen möchte. 😉

      • Hallo petra,

        eigentlich möchte ich mich ausklinken, weil die Stimmung unangenehm ist.

        Also, in aller Kürze:

        Die Pegida-Bewegung ist unterwandert worden, um das Volk zu spalten. das Prinzip „Teile und herrsche“ anzuwenden . Also: Hetze die Menschen im Volk gegeneinander auf, und du ganz seelenruhig regieren und weiterhin Gesetzesbruch betreiben (Was unsere Regierung ja permanent tut.)
        So, und ab jetzt bin ich nicht mehr dabei…

        Viele Grüße

    • @Inga: Die Quelle deiner Erkenntnis ist also Moustafa Kashefi. Nun ja, der weiß es ja offenbar besser als alle anderen, die fremdgesteuert sind von den üblichen Verdächtigen der verschwurbelten Verschwörungstheoretiker…

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      @Inga: Deine obige Frage nach meinem Europabild dürfte rein rhetorisch sein, oder? Denn mich bezeichnest Du ja als idealistischen und kreativen Menschen, der die Wahrheit nicht kennt. Also bin ich in Deinen Augen ein naiver Depp? Etwa ein sogenannter „Gutmensch“ (ein mittlerweile ja meist sehr abfällig gemeinter Begriff)? Und von mir willst Du dann wissen, wie ich zum Thema Europa stehe, obwohl Du meine Worte sowieso nicht ernst nehmen wirst – denn wie Du mich siehst, hast Du ja gleich mal vorher beschrieben? So ein Diskussions-Einstieg macht mich echt sauer!! Keiner muss hier meiner Meinung sein, zu keinem Thema, weder Naturkosmetik noch zum Thema Europa. Aber ein respektvoller Umgang miteinander ist für mich gerade bei so einem Thema unabdingbar.

      • Ich finde es nicht fair, mir Worte in den Mund zu legen, die ich nie geäußert habe.

        Warum tust du das?

      • Wo steht zum Beispiel „Gutmensch“ ? habe ich nie behauptet und nicht geschrieben.

        Findest du das fair?

      • Ich finde dich eigentlich sehr nett und sympathisch.
        Verstehe jetzt diesen Wutausbruch nicht.

      • beautyjagd sagt am 21. September 2015

        @Inga: Ein Wutausbruch ist es sicher nicht, aber ein kräftiges Schnauben schon 😉
        Wie würdest Du Dich fühlen, wenn jemand zu Dir sagt, dass Du zwar idealistisch und kreativ bist, aber eben die Wahrheit nicht kennst? Ich kam mir so vor, wie ich es oben beschrieben habe.

      • @beautyjagd
        …das hat Inga so doch nicht gesagt. Aber es ist schon interessant zu sehen, was daraus entsteht und bei wem dann die Emotionen kommen.
        Es ist in der Tat eine schwierige Lage und keiner kennt die Wahrheit. Allerdings muss gesagt werden, dass Inga augenscheinlich neben den „normalen“ Quellen auch diverse andere zur Rate zieht, um sich Ihre Meinung zu bilden.
        Das gibt Ihr einen Vorsprung.
        Das bedeutet aber nicht, dass hier mit „Gutmensch“ oder „naiver Depp“ gehandelt wird. Das hat Sie nicht gesagt und es ist doch wohl ein wenig unfair, das so in den Raum zu stellen.

        Ich finde es ganz toll, dass hier so ein Thema aufgegriffen wird, denn es ist augenblicklich ganz wichtig, das wir darüber sprechen. Ich glaube, wir fühlen alle, dass es im Augenblick um unsere Zukunft geht und das wir vielleicht etwas tun müssen, damit wir Frieden und Freiheit und Harmonie behalten können.
        Das ist jedenfalls das, was ich mir wünsche.

      • Liebe Julie,

        ich musste jetzt mal nachlesen wegen Inga – für mich klang das eindeutig nach Lob und Anerkennung und sie hat doch geschrieben, dass Du sie bitte nicht falsch verstehen mögest!?
        Habe Deine Antwort gerade genauso wenig verstanden 🙁
        Aber dazu habe ich etwas in meiner Antwort an Dich geschrieben…
        Ungehörig und herabwertend fand ich kürzlich eher diese Dinalina 😉

        Viele Grüße

        Sonja

      • Ich habe nochmals versucht deinen Post, Inga, möglichst unvoreingenommen zu lesen. Die ersten Zeilen gehen echt in Ordnung und auch der Satz in dem du schreibst , dass Julie ein kreativer, idealistischer Mensch ist, ist im Verbund mit dem vorherigen meiner Meinung nach noch kein Problem. Die Botschaft deines Posts kippt erst mit dem letzten Satz, in dem du von der Wahrheit schreibst, die eben generell so aussehe, wie du sie wahrnimmst, weswegen ich mich auch so daran aufgehängt habe, glaube ich. Dadurch bekommt er nämlich einen sehr herablassenden Touch und es liest sich, als würdest du dich als die einzige Die-Wahrheit-Erkennende darstellen, wobei wir anderen, in diesem Fall besonders Julie, eben von all dem nichts verstünden und völlig fehlinformiert seien. Das empfand ich einfach als vermessen. Es kann nunmal tatsächlich so sein, dass wir trotz der Tatsache gut und durch verschiedene Quellen informiert zu sein (vielleicht sogar dieselben?), eine andere Meinung zu bestimmten Themen haben als du… Und selbst, wenn andere Leute andere Medien konsultieren als du, heißt das noch lange nicht, dass sie dadurch ein falsches Bild der Wahrheit haben. Verstehst du nun, was das Problem an dieser Aussage ist?

      • Deine überzogen aggressive Reaktion korrespondiert nicht mit deiner lobenswerten Vision von einer Welt voller Frieden und Harmonie.
        Du hast gerade den Beweis dafür geliefert, womit wir rechnen können, wenn Volksgruppen unterschiedlicher Ethnien, Kulturen und Religionen massenhaft in ein fremdes Land einwandern.
        Da sind sich viele untereinander gar nicht grün.
        Der Eine will den Anderen nicht verstehen oder fühlt sich selbst nicht verstanden hat Vorurteile, Vorbehalte, erträgt keine angemessene Kritik, interpretiert falsche Tatsachen in Botschaften hinein, es läuft der eigene Film ab, das wird sehr viel Unruhe in unsere Gesellschaft bringen.

      • Mein letztes Schreiben richtet sich nocheinmal an Julia. Wusste nicht, dass zwischenzeitlich noch weitere Meinungen hinzugekommen sind.
        Es stimmt , was viele vermuten: Mir wäre niemals in den Sinn gekommen, Julia angreifen oder gar beleidigen zu wollen, warum auch? ich finde ihren blog wunderbar und halte sie für eine sehr kompetente Bloggerin. Daher hat mich ihre Reaktion auch ziemlich mitgenommen.

        Ich freue mich aber , dass es auch Menschen gibt, welche die Meinung Andersdenkender vorurteilsfrei annehmen.
        Wenn Äußerungen wie „Die Wahrheit sieht leider anders aus…“ bereits als Angriff auf die eigene Persönlichkeit wahrgenommen werden, dann ist ein friedliches Zusammenleben schwierig.

      • beautyjagd sagt am 21. September 2015

        @Inga: Mich hat Dein Kommentar auch mitgenommen, da können wir uns wahrscheinlich die Hand reichen.

      • Viel schwieriger finde ich, dass die gewundenen Erkenntnisse nur aus von einer einzigen Person geprägten Publikationen gewonnen wurden, ich empfehle, sich mal genauer über diesen Journalisten zu informieren und dann die Quelle nochmals zu werten.
        Unabhängig davon finde ich es extrem vermessen davon auszugehen, dass auch alle anderen ihre Erkenntnisse nur aus Medien gewinnen. Ich fürchte, dass Inga da Julie und einige andere Personen hier deutlich unterschätzt.

      • @Petra

        Ich beschäftige mich schon sehr sehr lange mit anderen Informationsquellen und weiß, dass beispielsweise kenFM von der Konkurrenz und den Institutionen, die vor ihm Angst haben,
        ständig verunglimpft wird, gerade WEIL er bestimmte unbequeme Personen zu Wort kommen lässt.
        Aber niemand hat behauptet, dass Du oder andere sich damit beschäftigen müssen, wenn sie das nicht wollen. Auch habe ich niemals behauptet, dass ich diejenigen, die diese Quellen nicht anzapfen, ungebildet seien usf.

        Viele meiner gesammelten Erkenntnisse stammen übrigens aus dem täglichen Leben. Die aktuellen Ereignissse auf diesem blog sind ein Beispiel dafür.

      • Petra, und um Missverständnissen vorzubeugen:

        kenFM ist nicht die einzige Quelle, denn es ist tatsächlich nicht ratsam, sich nur auf eine zu verlassen.

      • Liebe Julie,
        das hat nicht nur du aus Ingas Kommentar herausgelesen. Inga spricht jedem, der seine Erkenntnis nicht aus ihren Quellen bezieht, jegliche Fähigkeit ab, die Situation richtig einzuschätzen. Das setzt zum einen voraus, dass es „die eine Wahrheit“ überhaupt gibt und spricht zum anderen dir und allen die anderer Meinung sind jegliche Urteilsfähigkeit ab. Und das auch noch in völliger Unkenntnis unseres Backgrounds. Wenn ich solche Statements lese packt mich die Wut. Und da zitiere ich jetzt mal und bin mir sicher, dass du dieses Zitat auch politisch einzuordnen weißt:
        „Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.“

      • „Ich fürchte, dass Inga da Julie und einige andere Personen hier deutlich unterschätzt.“

        Ein Zitat von dir, Petra.

        Wo steht das? Wo hab ich etwas geschrieben, was diese Behauptung rechtfertigt?

      • Dieser Gesprächfaden gleitet gerade ins Niveaulose ab.

        Das ist für mich vollkommen unverständlich.

        Solche Worte von Menschen, die von Frieden und Harmonie reden.

        Nein danke.

      • Ich finde diese ganze Diskussion sehr interessant und spannend. Aber sie ist auch ein Fass ohne Boden und auf einen gemeinsamen Nenner kommen wir vermutlich nur, wenn wir uns wieder auf das eigentliche Thema dieses Blogs besinnen: Beauty, Naturkosmetik und alles was dazu gehört.
        Julie hat sich aus ihrer „sicheren“ Zone herausgewagt, was ich mutig finde. Es ist ihr Blog und warum nicht mal etwas neues wagen? Vielleicht, liebe Julie, gibt es zukünftig keine Beiträge dieser Art mehr hier zu lesen oder aber du traust dich weiterhin auch mal außerhalb der Reihe zu tanzen.
        Zum Thema „Wahrheit“. Ich denke jeder findet für sich irgendwann eine Grundhaltung, mit der er/sie gut Leben kann UND andere Meinungen und Grundhaltungen, Wahrheiten akzeptieren kann. I
        Kurzum @alle danke für diesen mutigen Austausch!

      • „Es geht doch darum, der neurolinguistischen Programmierung durch die gleichgeschalteten Medien (Systempresse, viele Radio- und Fernsehsender) zu umgehen.“

        „Du hast gerade den Beweis dafür geliefert, womit wir rechnen können, wenn Volksgruppen unterschiedlicher Ethnien, Kulturen und Religionen massenhaft in ein fremdes Land einwandern.“

        Das sind deine Worte, nicht meine. Und wenn du schon Max Liebermann für niveaulos hältst, versuche ich es mal mit einem anderen klugen Menschen:
        „Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wie viel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen.“

      • @ Petra
        Liebe Petra, wie sollen wir Frieden bekommen, wenn das toll vorgeschlagene und hier mit viel Mühe erarbeitete Thema durch persönliche – in der Tat nicht gerade niveauvolle – Angriffe unterminiert werden, die leider dazu auch sehr intolerant sind.

        Toleranz ist doch die wichtigste Eigenschaft, die wir nicht aus emotionalen Gründen verlieren dürfen, wären wir doch nicht anders, als die, auf die wir mit dem Finger zeigen : Die intoleranten Rassisten dieser Tage.

        Ich finde, jeder sollte seine Meinung äussern dürfen, ohne dass jemand „kotzen“ muss – und wenn die Meinung unerträglich sein sollte, dann gilt es diese auf Faktenbasis zu analysieren und zu widerlegen. Alles andere gibt nur Zwist und Unfrieden und ist ehrlich gesagt nicht nur Zeitverschwendung sondern exakt das, was im alten Rom schon von den Regierenden angewendet wurde, damit man in Ruhe seinen Machenschaften fröhnen konnte : Teile (das Volk) und Herrsche (in Ruhe)

        LG – Simone

      • Antonietta sagt am 21. September 2015

        So jetzt muss ich doch schon wieder meinen Sermon dazugeben:

        Im Prinzip stößt uns doch nur die Form, in der Inga ihre Inhalte verpackt sauer auf. Worte können eben Reaktionen hervorrufen und bestimmte Bilder beim Leser erzeugen, punktum. Bei mir und vielen der Leserinnen dieses Blogs hat der letzte Satz in Ingas Post eben das Bild kreiert, sie spreche von oben herab und werte andere ab.
        Dadurch habe ich mich noch nicht einmal gekränkt gefühlt und trotzdem wurde in meinem Kopf ganz deutlich dieses Bild geformt.

        Eigentlich ist das schade, da wir dadurch bisher auf den Inhalt von Ingas Geschriebenem gar nicht so richtig eingegangen sind. Eben weil er so ungeschickt verpackt war. Du hast dir also selber keinen Gefallen damit getan.

        Deine Inhalte hingegen würden wir, so schätze ich das Gros der Leserschaft hier ein, höchstens versuchen argumentativ zu widerlegen. Deren Form allerdings kritisieren wir oder reagieren eben ein wenig emotional darauf. Deswegen könnte ich ebenso anmerken, dass auch du Zwietracht säst, denn du hättest den gleichen Inhalt ja weniger herablassend formulieren können.

        Simone hat zum Beispiel auch einen etwas ungeschickt formulierten Satz geschrieben: „Das gibt Ihr einen Vorsprung.“
        Dieser Satz impliziert doch, dass sie anderen durch ihre Methode der Informationsbeschaffung etwas voraus hat. Das gibt ihr einen Vorsprung vor welcher Personengruppe also? So etwas zu schreiben setzt doch voraus, dass du die genauen Mittel und Wege der Informationsbeschaffung der angesprochenen Gruppe kennst . Tust du aber nicht. Deswegen ist auch das vermessen.
        So ähnlich hat Petra das auch schon geschrieben und auch nur auf diese Art der Vermessenheit reagiert sie emotional, nicht aber auf den Inhalt. Den versucht sie nur mit Fakten zu widerlegen.

        Um auch noch auf etwas Inhaltliches von Inga einzugehen…
        Du schriebst:

        „Du hast gerade den Beweis dafür geliefert, womit wir rechnen können, wenn Volksgruppen unterschiedlicher Ethnien, Kulturen und Religionen massenhaft in ein fremdes Land einwandern.“

        Das finde ich echt fast witzig, denn ich sehe dein genanntes Beispiel als Beweis des exakten Gegenteils. Julia und du stammen doch aus der gleichen deutschen Kultur (nehme ich an) und trotzdem kommt es zu Auseinandersetzungen. Eure Herkunft, Ethnie, Religion, etc. war dabei doch völlig unerheblich.

        So ist das nunmal, wenn Menschen, egal welcher Herkunft, zusammenleben und interagieren kommt es immer zu Meinungsverschiedenheiten und auch mal zu Konflikten. Das ist in allen Beziehungen zwischen Menschen so, denn wir alle sind so individuell und auch von Tag zu Tag und Situation zu Situation anders eingestellt. Es kommt also gemeinhin viel eher darauf an, wie man solche Konflikte zu bewältigen oder ob man diplomatisch vorzugehen weiß.
        Bestimmte Verhaltensweisen sieht man Menschen anderer Kulturen sogar vielleicht eher nach, eben weil man weiß, dass sie vor dem Hintergrund einer anderen Kultur anders zu bewerten sind. Zumindest wenn man über gewisse soziale Kompetenzen verfügt.

      • @Antoinetta: Mir stößt die Form am wenigsten auf. Ich bewege mich alltäglich in einem multilingualen Umfeld unterschiedlichsten kulturellen Backgrounds, da kommt es immer mal zu Missverständnissen, die in konstruktiver Kritik ausgeräumt werden.

        Ingas Worte sind wohl gewählt und wohl gesetzt, sie höre ich so seit über 30 Jahren. „Volksgruppen unterschiedlicher Ethnien, Kulturen und Religionen“ gibt es in Deutschland nicht mehr, wir wissen warum. Und wann und wo immer ich solche Worte (wieder) höre, werde ich mich ihnen entgegen stellen.

      • Antonietta sagt am 21. September 2015

        @Petra: Dass du dich argumentativ ihren Inhalte entgegenstellst, meinte ich ja mit dem Satz: „Den versucht sie nur mit Fakten zu widerlegen.“ Ich fand nämlich, dass du eigentlich sehr sachlich und nicht emotional auf den Inhalt ihrer Posts reagiert und immer passende Argumente gefunden hast…
        …Aber dann habe ich deine Posts wiederum wohl falsch interpretiert.
        Ich dachte das Kotzgefühl sei erst durch Ingas etwas herablassende Art und die Tatsache, dass sie behauptet „dass es „die eine Wahrheit“ überhaupt gibt“ und „sie allen die anderer Meinung sind jegliche Urteilsfähigkeit“ abspricht. „Und das auch noch in völliger Unkenntnis unseres Backgrounds“ entstanden. 😉

        Allerdings setzt meine Interpretation von Ingas Post auch voraus, dass sie solche Sätze, wie den über die Wahrheit ohne böse Absicht oder zumindest Hintergedanken schreibt, da hast du Recht. Ob sie die Worte tatsächlich absichtlich so gewählt hat, weiß ich einfach nicht. Sie schrieb ja später, dass sie Julie eigentlich nicht angreifen wollte und auch nicht behaupten wollte wir (die anderen Leserinnen) seien ungebildet.
        Kommunikation per Postings ist und bleibt eine verzwickte Sache.

      • @Petra
        Liebe Petra,
        Volksgruppen unterschiedlichster Ethnien, Kulturen und Religionen sind doch sehr wohl vorhanden in Deutschland und das ist doch auch gut so, denn gerade das bereichert doch unsere Tristesse in Deutschland. Nebenbei würdest Du Dir ja auch selber widersprechen, da Du in dem Satz vorher ja genau das gesagt hast, nämlich das Du in einem Umfeld „unterschiedlichsten kulturellen Backgrounds“ lebst, was ich übrigens auch tue.

        Bin ich jetzt in der rechten Ecke bei Dir gelandet, weil ich unterschiedliche Kulturen und Religionen unterstütze ? Das impliziert jedenfalls Deine Antwort auf Inga und damit stellst Du Sie mehr oder weniger unbewußt in eben diese Ecke, was gelinde gesagt grenzwertig ist.

        In der Tat muss ich Inga jedoch Recht geben, wenn Sie darauf hinweist, dass eben noch nicht alle Menschen soweit sind, um miteinander friedlich leben zu können. Beispielsweise haben sich gestern in Köln mehere hundert Türken und Kurden eine schwere Massenschlägerei geliefert, die nur durch massiven Einsatz der Polizei nach Stunden gestoppt werden konnte. Eine der Aufgaben, die wir zu lösen haben, wenn wir in Frieden leben wollen. Und es nützt doch nichts, wir müssen uns damit auseinandersetzen und auch bei uns selbst anfangen.

        Peace – Simone

      • Liebe Simone,

        ich möchte mich bei Dir bedanken, dass Du hier für Inga so kluge Worte gewählt hast und ich habe bei allem, was Du geschrieben hast innerlich genickt 😉

        Alle:

        Nachdem ich die letzten Beiträge gelesen habe, bezüglich Ingas Kommentaren, jedoch auch solchen wie von Nicole oder Orris und die veränderte, teilweise aggressive Energie wahrgenommen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen mich rauszunehmen.
        Alles was ich geschrieben habe, teilweise verpackt in den weisen Sprüchen ist – aus welchen Gründen auch immer – nicht wirklich angekommen 🙁
        Und obwohl es für mich ersichtlich ist, dass hier genauso einige von Euch klug und friedlich unterwegs seid, habe ich auf die anderen, von welchen ich oben geschrieben habe keine Lust und meine Zeit ist momentan sowieso anderswo besser investiert.
        Sucht übrigens selber, in welchem Kommentar genau Orris „die revolutionäre Technologie zur Aufbereitung des Trinkwassers – samt Firmenverlinkung gelesen hat“ – ich habe ihn nicht finden können!
        Sorry, der Umgang hier hatte für mich teilweise Kindergartenniveau – sehr, sehr schade!

        Deshalb wünsche ich Euch insbesondere für alle künftigen Posts mehr Achtung vor dem Anderen und/oder einer anderen Meinung 🙂

        Sonja

  17. Liebe Julia, nur einen Satz möchte ich nicht mit dir teilen. Nämlich daß Stillstand immer Rückschritt bedeutet. In unserer extrem schnelllebigen Zeit, in der alle sich getrieben fühlen oder noch schlimmer gar nicht mehr fühlen, wie getrieben sie sind, tut meiner Meinung nach Stillstand durchaus mal gut. Anders ist Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge gar nicht möglich. Irgendein kluger Mensch hat mal sinngemäß gesagt „die Pause ist das wichtigste in der Musik“.
    Ich verstehe, wie du den Satz gemeint hast. Aber z.B. eine wirtschaftliche Krise oder die Herausforderungen, die die Flüchtlinge für uns mitbringen, können Stillstand im Sinne von Nachdenken, neue Chancen erkennen, aus dem Hamsterrad mal aussteigen, mit sich bringen.

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Ja genau, in diesem Sinne hatte ich das Wort Stillstand auch nicht gemeint – deswegen auch meine Formulierung mit der besonnenen Offenheit im Satz vorher. Denn von Besonnenheit und Reflektierheit beim Handeln halte ich sehr viel, und mir ist sehr klar, dass das manches Mal auch einfach Zeit braucht.

  18. Insgesamt bin ich enttäuscht, wie lahm dieser Post läuft… sonst gibt’s doch immer grosses Echo bei Philosophie-Posts. Dabei dachte ich, bzw. ich bin überzeugt, dass wir hier mehr sind als ein Haufen Beauty-Tussis!
    Was ist los? Zu dem Thema hat doch jede eine Meinung… daran kommt man ja zur Zeit gar nicht vorbei. Gleichgültigkeit, oder Angst sich zu äussern? Sind wir schon wieder soweit? Oder die komplett andere Sicht drauf und man will sich keine Blösse geben?
    Irgendwie beschämend.

    • Ich bin ehrlich: mir ist das Thema heute zu hoch, oder wie soll ich das sagen? Ich hab es mit der Philisophie nicht so. Ich fühle mich ein bisschen überfordert. Liegt vielleicht aber auch daran, das ich Spätdienst hatte und nur so nebenbei mitgelesen habe. Steinigt mich, aber ich weiß nicht so wirklich, worum genau es eigentlich geht☺️

      • So, heute morgen habe ich alles nochmals in Ruhe gelesen. Was Julies Gedanken waren, habe ich nun verstanden? Nur wie wir plötzlich über bargeldlose Bezahlung per Handy und darüber hinaus auf die Flüchtlingssituation gekommen sind, ist mir irgendwie entgangen. Zu zweiterem habe ich meine eigene Meinung. Ich halte nichts davon, das alles so unkontrolliert ablaufen zu lassen. Der Winter kommt, die Menschen leben zusammengepfercht in Zelten. Sie sind krank und traumatisiert… Sie werden hier abgelegt und keiner weiß, wie viele noch kommen und wie sich alles entwickelt. Die Menschen müssen essen und trinken, medizinisch versorgt werden, arbeiten dürfen, Rente und Unterstützung bekommen…Ich stehe im Kollegen-, Freundes-und Familienkreis nicht alleine mit dieser Meinung da. Die Promis spenden Geld und lassen sich feiern. Aber keiner von denen lässt die Flüchtlingsfamilien in ihren riesigen Anwesen wohnen. Das will man dann doch nicht. Ich weiß von einer Unterkunft in Schwerin, wo man die dort seit vielen Jahren lebenden Landstreicher rausgejagt hat. Dort sollen jetzt Flüchtlinge einziehen.
        Ich bin nicht „Rechts“. Meine Tochter lebt als Deutsche im Ausland, ihr Freund ist Italiener, meine Lieblingskollegen sind Ausländer. Meine Tochter berichtet von WG-Mitgliedern, die aus Syrien nach Luxembourg geflohen sind. Und diese ihr and Herz gewachsenen Syrer berichten von Flüchtlingen, die den syrischen Dialekt perfekt nachahmen, um bessere Chancen auf Asyl zu bekommen. Diese Leute sind alles andere, aber keine Syrer.
        Und mir macht Angst, das niemand weiß, wer alles herkommt. Papiere verloren… Es sind bestimmt nicht nur gute Menschen darunter. An den Flughäfen wird kontrolliert, was das Zeug hält, und niemand weiß, wer mit den echten Flüchtlingen alles ins Land kommt.
        So, das waren meine Gedanken.

      • Liebe Waldfee,

        lange habe ich überlegt, ob ich hier wirklich dezidiert kommentiere, denn dieses Thema berührt mich stärker, als ich wahrhaben möchte. Meine Eltern sind beide Flüchtlinge, der Vater meines Kindes ist Flüchtling.

        Dass die Massivität der Ereignisse uns alle verunsichert und überfordert finde ich normal. Und ja, es kommen neben den vielen hilfsbedürftigen Kriegsflüchtlingen auch Menschen, die vom derzeitigen Chaos profitieren und womöglich sogar solche mit negativen Absichten. Aber die absolute Mehrheit hat ihre Heimat, Familie und Freunde, Hab und Gut zurücklassen müssen, sie kommen mit dem was sie am Leibe und in den Händen tragen können. So etwas macht man doch nicht mal eben weil einem gerade mal so danach ist wie nach einem Camping-Weekend an der See. Und auch die so genannten Wirtschaftsflüchtlinge verstehe ich. Wenn meinem Kind der Zugang zu Bildung und Prosperität verweigert würde und die Zukunftchancen in Elend, Prostitution und Kriminalität lägen, würde ich natürlich auch versuchen, meinem Kind eine andere und bessere Zukunft zu ermöglichen.

        In dieser Situation müssen wir alle einfach einen Schritt nach dem anderen tun. Der erste Schritt ist es, die Menschen mit Essen, Trinken und einem Dach über dem Kopf zu versorgen. Der zweite die weitergehende Versorgung, dann irgendwann ihre Integration und der vielleicht siebenundzwanzigste ihre Versorgung im Alter. Heute geht es aber erst einmal darum, die sich anbahnende humanitäre Katastrophe abzuwenden.

        Ich möchte keine Bilder von ertrunkenen Kindern mehr sehen oder in das Gesicht eines Familienvaters schauen, dem man beim Verlassen des Bootes ansieht, dass er selbst nicht mehr an das Überleben seiner Familie geglaubt hat. Ich möchte auch keine erstarrte 4-jährige mit leeren Augen und mit einem 2-ährigen Bruder mit Greisengesicht und ergrautem Haar mehr sehen.

        Vor gerade mal etwas über 70 Jahren sind Deutsche zu Fuß über das zugefrorene Eis der Ostsee gelaufen, in den Fluten ersoffen, wurden beschossen und sind auf der Flucht und auch noch in den Jahren danach verhungert und erfroren. In den Jahren davor sind Deutsche, Holländer, Polen und andere Europäer jüdischen Glaubens an den Grenzen abgewiesen worden, haben keine Visa bekommen, ihre Not wurde ignoriert und ihr Schicksal hingenommen. Und auch bei den Genoziden in Jugoslawien hat Europa viel zu lange weggesehen. Bis 1989 haben Deutsche ihr Leben riskiert, um von einer Seite des Zaunes auf die andere zu gelangen, und die sind nicht vor Bomben und Hunger geflohen.

        Ich werde nicht tatenlos wegsehen, wenn Menschen wie Tiere auf einer Wiese eingegattert werden ohne Schutz vor Wind und Wetter, ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen, nur gelegentlich wirft mal jemand ein Tütchen mit Essen über den Zaun. In unserem Grundgesetz steht:
        Die Würde des Menschen ist unantastbar.
        Da steht nicht „wenn die sich integrieren, wenn sie die passende Religion haben, wenn sie weiß sind“. Und ich respektiere das Grundrecht auf politisches Asyl sowie die Bestimmungen der Genfer Flüchtlingskonvention.

        Nenn es Humanismus, Ethik, Religion, Karma, wie kann ein Mensch keine Empathie und das Bedürfnis zu helfen verspüren? Jeder kann helfen, sei es mit 1 €, 1 Stunde Zeit, 1 Kleidungsstücke das seit Jahren ungetragen im Schrank hängt oder auch nur einem freundlichen Gesicht und Offenheit. Alles weitere werden wir angehen, wenn es Zeit dazu ist.

        Ein Mosaiksteinchen ist einfach nur ein Mosaiksteinchen. Schöne Muster geben nur viele verschiedene Steinchen gemeinsam.

        Liebe Grüße

        Petra

      • Liebe Petra
        Ich fürchte, es ist nicht so rübergekommen, wie ich es meinte. Deswegen vermeide ich solche Diskussionen online und spreche lieber im realen Leben mit Leuten darüber. Mir fällt es schwer, es immer in Worte zu schreiben.
        Bin auf der Arbeit und gehe jetzt zu meiner Lieblingspatientin ins Zimmer, übrigens eine Fluchtlingsfrau aus Afghanistan, die von ihrem Mann schwer misshandelt wurde.

      • beautyjagd sagt am 20. September 2015

        @Waldfee: Keine Sorge, ist alles gut angekommen hier (glaube ich) 🙂

      • Liebe Waldfee,

        ich habe deinen Post gar nicht negativ interpretiert. Ich kann deine Zwiespältigkeit gut nachvollziehen, mir geht es ja nicht anders. Ich bin mir nur sicher, dass wir derzeit keine Chance haben, als ein Problem nach dem anderen anzugehen, das erste ist ja schon eine Riesenherausforderung, alle weiteren müssen warten. Und auch ich mache mir große Sorgen über die Traumata, die die Flüchtlinge mitbringen, nicht umsonst habe ich ja oben bei Noemi schon geschrieben, dass schwere Traumata sich in der Nachkommenschaft manifestieren, genetisch und sozial. Aber ich bin einfach hoffnungslos optimistisch und zuversichtlich, irgendwie schaffen wir das schon, wenn alle zusammen stehen.

        LG Petra

      • beautyjagd sagt am 20. September 2015

        @Petra: Bin großer Fan Deines Schritt für Schritt-Plans! Das würde ich genauso schreiben, viele kleine und größere Schritte und Maßnahmen sind nötig, die nacheinander und auch parallel laufen. Einer der Punkte wäre auch: Rüstungsverkäufe stoppen, damit die betroffenen Länder wieder eine Zukunft haben können. Auch dieser Vorschlag dürfte mir wieder einen Naivitätspunkt einbringen, aber auch ich bin hoffnungslos optimistisch – ohne den optimistischen Gedanken können wir gleich aufgeben, und was wäre das für eine Lösung?!

      • Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht, Petra! Danke!
        Sowas wollte ich gerne hören. Bin selber ein Flüchtlingskind (zwar nicht so krass), mein Schwiegervater ist von Stalingrad nach Hause gelaufen und auf meinen Mann schossen die Russen, als er als Baby im schwimmenden Kinderwagen lag, während seine Eltern nachts einen Fluss überquerten.

        Wir dürfen es uns nicht zu bequem machen, wenn solche humanitäre Katastrophen kommen… klar kann man das nicht sofort bewältigen – wie auch, also immer eins nach dem andern. Und natürlich sind nicht alle sauber, die sich da mit einreihen, das macht mir auch Sorgen, doch das sind die Einheimischen auch nicht zu 100%.
        Ich hoffe nur, dass die Stimmung nicht bald mal kippt, wenn sich zu viele Menschen überfordert fühlen.

      • Liebe Noemi,

        ich bin doch auch nur die nichtbetroffene Generation. Dein Schwiegervater war vielleicht mit meinem Opa unterwegs, wer weiß. Mein Großvater war Jahrgang 1889, meine Eltern sind Jahrgang 32 und 33, geflohen vor bzw. überrollt von der Ostfront. Insofern dürften die Erfahrungen unserer Eltern und Großeltern einfach unsere Einstellung mitgeprägt haben. Unsere Großeltern und Eltern haben eben auch mal alles verloren und mussten in der Fremde bei 0 anfangen. Und auch sie waren durch ihre andere Sozialisation, die Sprache und durch ihre Armut als dahergelaufene Habenichtse stigmatisiert. Ich merke das immer ganz deutlich, wenn mir Leute irgendwelche Familienerbstücke zeigen und sich wundern, dass ich so etwas einfach nicht habe. Von meiner Mutter gibt es einen Teddy, eine Perlenkette und vielleicht ein Dutzend Kinder- und Familienfotos. Von meinem Vater gibt es nichts, das erste Foto ist das auf seinem Flüchtlingspass.

        Wer weiß, vielleicht fällt es uns wegen unserer ebenfalls gekappten Wurzeln etwas leichter, uns in die Entwurzelten einzufühlen.

        Liebe nachdenkliche Grüße
        Petra

    • Hallo Noemi,

      meist ist es leider so, dass man mit Ansichten, die nicht der öffentlichen Meinungsmache entsprechen, oft auf Argwohn stößt, schlimmstenfalls auf Ablehnung. So kann es passieren, dass man eine gewisse Angst entwickelt, sich zu äußern. Mir ist jedenfalls aufgefallen, dass die meisten hier „ins gleiche Horn“ stoßen. Ist ja auch ihr gutes Recht, denn schließlich sollte jeder seine Meinung frei äußern dürfen.
      Man läuft so aber auch nicht Gefahrm angegriffen zu werden.
      Ich hätte mir gewünscht, dass sich hier auch ein paar weitere kritischere Stimmen zu Wort melden. Aber nichts für Ungut, ich finde es nicht schlimm.
      Insofern klinke ich mich mal aus.

    • Liebe Noemi B., gut, dass Du das Thema anspricht. Ich wollte zu diesem Post eigentlich nichts schreiben, nicht hier. Und dann kommentierte Inga – zum ersten Mal? – über ihre Mosaiksteinchen vom bösen, bösen Spiegel, Pegida, undundund… Und ich wußte, dass meine Entscheidung, hier diesmal nichts zu schreiben, richtig war. Doch dann Dein Kommentar. – Also gut, also doch. Nun, ich halte mich nicht für eine Tussi, aber es gibt halt für alles einen Ort, und für mich ist dieser nicht der, wo ich mich über diese Themen auseinandersetzen will. Zirka zwei Kilometer Luftlinie von meinem Heim entfernt kommen täglich hunderte Flüchtlingen an. Und wir reden hier über nichts anderes mehr: Was tun, wie helfen, wie überzeugen, wie soll es weitergehen? Das ist nicht Philosophie, das ist Realität.

      • Liebe Ruth, du sprichst mir aus dem Herzen! Danke!
        Ich hatte am Freitag Abend einen Kommentar geschrieben, den ich später fertigstellen wollte, weil ich zum Essen verabredet war. Als ich nach Hause kam, war er weg (die Kinder ?). Ich hatte geschrieben, dass mir die normalen Beauty-Notizen viel lieber gewesen wären…. Meinem Lesen nach (muss nicht so gemeint gewesen sein, ich habe das so gelesen), war der Post eher politisch denn philosophisch und ja, ich hatte keine Lust darauf.
        In meinem RL wird natürlich viel geredet, diskutiert und glücklicherweise auch geholfen (Stichwort Flüchtlinge). Ich diskutiere (länger und breiter über Kontroverse Themen) aber lieber
        im RL und nicht im Netz. Knapp 15 Jahre „Forums-Erfahrung“ haben mir persönlich auch gezeigt, dass Netz-Diskusdionen seeehr schwer sind. Ich erinnere mich an Impf- und Zufütter-Diskussionen (in meinem Baby-Forum), bei der es (sprichwörtlich nat. nur) Tote und Schwerverletzte gab! Horror!
        Das Problem sind einfach die Themen und dann schon sehr oft der Ton, der schnell rüder wird), die persönlichen Befindlichkeiten (tages-abhängig) und die persönlichen „Seilschaften/Bekanntschaften“.
        Und plötzlich ist er da, der Streit. Das geht ziemlich schnell.
        Ich empfinde das (auch rein vom Zulesen… aktiv bin ich dort nicht mehr sehr) als Mega-anstrengend. Und ich will das hier nicht (für mich!!).
        Dass hier die Stimmung so gut ist, liegt m.E. eben nicht so sehr daran, dass hier nur nette, schlaue Frauen schreiben, die sich zu benehmen wissen, sondern eben, weil wir bei unserem Thema schon alle einig sind. Naturkosmetik? Na, klar! ? Wir können uns bei „synthetische Duftstoffe-Ja oder Nein?“ (oder Vergleichbarem) kabbeln, aber das ist es dann auch schon, oder?
        Und ich finde das schön, ruhig, angenehm. Beauty ist meine kleine Alltags-Flucht. Ich brauche das und ich liebe das.
        Die anderen Themen will ich hier gar nicht. Mit Ausnahme der Themen, die das Thema Beauty auch anreißen, z.B….die Alters-Diskussion fand ich wunderbar und philosophisch und inspirierend.

        Als Statement zum Thema Flüchtlinge möchte ich aber sagen, dass ich sie willkommen heiße und sicher keine Angst habe. Ich verstehe jeden Flüchtling, sei es den politischen Flüchtling, sei es den Wirtschafts-Flüchtling. Die Politik ist gefragt, den Zustrom zu leiten. Aber immer mit Menschlichkeit und Nächstenliebe, das wünsche ich mir.

      • @hazel: dein letzter Absatz spricht mir aus der Seele. Genauso meinte ich es. Ich kann mich nur nicht so gut ausdrücken.

      • Lieben Dank, Waldfee!
        Ich bin einfach dankbar für den Zufall, hier geboren worden zu sein. Und ich bin sicher, dass ich jetzt auch ein Flüchtling wäre, wäre die politische und / oder wirtschaftliche Situation in meinem Geburtsland so unerträglich.

        Du kannst dich wunderbar ausdrücken… Ich habe dich vollkommen richtig verstanden, glaube ich! ?

      • beautyjagd sagt am 20. September 2015

        Mein Entschluss war bis letzte Woche auch, dass ich auf Beautyjagd nichts über das aktuelle Thema Migration/Politik schreiben werde. Dann hab ich mich aber in den letzten Wochen so dermaßen viel (im Privatleben) mit dem Thema Migration beschäftigt und mir sehr viele Gedanken dazu gemacht, dass ich mir dachte, dass ich vielleicht doch was sagen muss, damit der Blog auch echt „ich“ bleibt. Ob Beautyjagd der richtige Ort ist, daran zweifelte ich auch. Aber dann dachte ich mir: Wenn ich es nicht ausprobiere, werde ich auch nicht erfahren, wie es ist, sowas zu veröffentlichen. Also hab ich mich es getraut. Und ich habe das Gefühl, dass alle etwas lernen bei diesem kleinen Experiment (ich hoffe, ich liege richtig – mir gehts auf jeden Fall so, in den verschiedensten Hinsichten).

    • Liebe Noemi,
      Vielleicht aber auch, weil ein in Worte fassen der Gedanken, gerade momentan, unglaublich schwierig erscheint oder ist.
      Seit ich den Beitrag gestern morgen gelesen hatte, war ich begeistert von dem Timing von Julie hier, denn mit dem Namen Mosaiksteinchen trifft sie ziemlich genau die vielen unterschiedlichen Gedankengänge die gerade bei mir – und wie mir scheint auch bei vielen Anderen – herumschwirren. Aber da schwirren leider oder glücklicherweise nicht so geordnet ist, ist auch ein in Worte fassen dieses Kuddelmuddels etwas kompliziert – und an Ermangelung einer geraden Antwort ist die einfache Vermeidungsstrategie am leichtesten ;).
      Ein kurzer Versuch: Ich persönlich bin derzeit von der schieren Masse an Veränderungen und möglichen Veränderungen bei mir und meinem Umfeld immer wieder überrascht (vor allem über die Synchronität), mehr als 10 Personen in meinem näheren Umfeld (mich eingeschlossen) ziehen um, viele beginnen gerade etwas Neues. Dazu die tägliche Relativierung der eigenen Problemchen mit der schieren Verzweiflung der Flüchtlinge, den Europäischen Strategien und ernsthaft Kranken oder anders stark betroffenen Personen in meinem nahen Umfeld.
      Und bei den Ganzen Veränderungen rennt die Zeit hinweg, so dass das, was ich gerne täte – nämlich wie Gila so schön geschrieben hat einmal inne halten und reflektieren – etwas zu kurz kommt.
      In diesem Sinne einmal gute Nacht, vielleicht kann ich morgen noch etwas besser ausdrücken was ich sagen möchte. LG

    • Liebe Noemi,

      an sich wollte ich mich nicht äußern (äußere mich eh nie als stille Leserin dieses wunderbaren Blogs 🙂 ), obwohl mich das Thema auch stark beschäftigt und aufwühlt. Und obwohl mir Petras langer Beitrag über Flüchtlinge aus der Seele spricht (mit lang ist nicht zu lang gemeint, sondern als Anhaltspunkt, weil sie mehrmals kommentiert hat, bitte nicht missverstehen 🙂 ), ist es mir sehr wichtig, Deinem Ruf zu folgen, um Dir zu zeigen, dass ich Deine Ansicht teile.

      Mich berühren diese ganzen Polarisierungen über Flüchtlinge (Kriminelle, Wirtschaftsflüchtlinge). Diese gehen mir nicht in den Kopf hinein, weil es Kriminelle überall und in jeder Gesellschaft gibt. Flüchtlinge (auch die, die sich vielleicht fälschlicherweise als Syrer ausgeben) flüchten deshalb, weil sie um ihr Leib und Leben fürchten und sich ein friedliches und finanziell unabhängiges Leben aufbauen wollen. Das ist nichts verwerfliches. Und ich glaube, die Entscheidung zu gehen und wirklich alles hinter sich zu lassen, sehr viel Mut erfordert.

      Wir vergessen oft, dass wir auch auf Kosten der Menschen leben, die aus ihrer Heimat fliehen. Wir verkaufen Waffen in Krisengebiete und wundern uns, dass Menschen zu uns flüchten. Bauern exportieren Milchpulver in afrikanische Länder, das billiger ist als Milch von einheimischen Produzenten und beschweren uns über Wirtschaftsflüchtlinge.

      Schön finde ich allerdings, dass viele von uns versuchen, einen Beitrag zu leisten, in dem sie zum Beispiel bei der Wahl ihrer Naturkosmetik möglichst auf Fairtrade Produkte achten. Das macht große Hoffnung!
      Lieben Dank für den Ruf!
      Dir und auch allen anderen einen schönen Sonntagabend.

  19. Zunächst einmal einer meiner vielen Lieblingssprüche: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ von Sokrates.
    Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb informiere ich mich seit mehr als zwanzig Jahren „ganzheitlich“ und nutze verschiedenste Quellen, um z. B. wenigstens einen „kleinen“ Überblick über das Leben und die Geschehnisse darin zu erhalten.
    Als ich Anfang Zwanzig mein erstes Buch in dieser Richtung gelesen hatte – worin übrigens das Flüchtlingsdrama schon damals genau so beschrieben wurde, wie es heute abläuft – musste ich stundenlang heulen, weil ich begriffen hatte, dass es den „Weihnachtsmann“ nun doch nicht gibt und die Welt eine völlig andere ist, wie sie uns präsentiert wird!
    Dabei hatte ich in der Schule mit einer eins meine Prüfungen in Geschichte und Politik abgelegt und es interessierte mich selbst schon als Kind, wie alles zusammenhängt.
    Alexander Wagandt hat es in den „Tagesenergien“ auf bewusst.tv hin und wieder angesprochen, dass nun viele den „kalten Waschlappen“ ins Gesicht bekommen werden, welche bisher – aus welchen Gründen auch immer sich nicht mit diesen Dingen auseinander gesetzt haben.
    In dieser Sendung werden die aktuellen Geschehnisse hinterfragt und wie sie mit der jeweiligen Energie (was es mit uns macht) zusammenhängt.
    Kann ich wärmstens empfehlen, selbst wenn es für diejenigen, welche auf diesem Gebiet neu sind etwas herausfordernd sein kann.
    Es gibt jedoch immer die dazugehörigen Tipps, wie man damit umgehen kann 😉
    Wir hatten noch nie einen Fernseher gehabt, doch behaupte ich, dass mich über die Jahre echte „Perlen“ gefunden haben und durch diese Vielfalt kann ich leichter auf die vielen Zusammenhänge kommen und bin nie einseitig unterwegs – wie z. B. beim Mainstream, wo größtenteils nur noch abgeschrieben wird oder zu aktuellen Ereignissen Bilder von früheren Kriegen herangezogen werden 🙁
    Hierzu kann ich das Buch von Udo Ulfkotte – Gekaufte Journalisten empfehlen (gibt es auch als Hörbuch beim kopp-verlag.de für nur 4,95 EUR) oder z. B. eine Sendung auf nuoviso.tv – 7. Seegespräche: „Medienmanipulation im 21. Jahrhundert“ – mit einer kleinen Spende zu sehen.
    Nuoviso ist eine der mittlerweile vielen Quellen, welche ich nutze und ganz aktuell gibt es den Beitrag „Staatliches Chaosmanagement“ mit Christoph Hörstel (kostenlos), welcher für mich bereits jetzt ein würdiger Nachfolger zu Peter Scholl-Latour ist.
    Diesen durfte ich kurz vor seinem Tod auf einem Kongress erleben – tolle Persönlichkeit!
    Gerne schaue ich Beiträge auf querdenken.tv – es gibt ebenfalls viel zu lesen und zur Flüchtlingsthematik z. B. dieser Artikel: „Angriffziel Europa – Weltkrieg III mit anderen Mitteln“ vom 8.9.2015.
    Dann timetodo.tv, wobei dieser Sender mehr auf Gesundheits- und Bewusstseinsthemen ausgerichtet ist – hin und wieder gibt es ebenso Beiträge zu politischen und geschichtlichen Hintergründen.
    KenFM kenne ich natürlich auch und der letzte besondere Beitrag war „Regime-Change in der Ukraine?“ mit Dr. Daniele Ganser, einem gut aussehenden 🙂 Schweizer Friedensforscher im Kino Babylon Berlin.
    kulturstudio.wordpress.com ist auch eine tolle Seite mit super Sendungen – die letzte „Wie Krebs in Wochen geheilt werden kann – Dr. C. bricht sein Schweigen – Kulturstudio Spezial“ aber auch mit guten Informationen zum Lesen.
    Da wir uns zudem immer die Kosten für die üblich verdächtigen Zeitungen gespart haben – tatsächlich lesen diese immer weniger Menschen, gerade weil sie erkennen, wie sie auf der einen Seite einseitig und andererseits mit Kriegspropaganda informiert werden (tolles Wort in-Form-bringen!) – habe ich z. B. über sehr viele Jahre die raum-und-zeit.com (in Schriftform) abonniert, welche auf sehr vielen Gebieten tolle Denkansätze anbietet.
    Es gibt auf deren Internet-Seite zusätzlich Beiträge zum Anschauen.
    Gedanken zum Bargeldlosem Zahlen: Was, wenn die Stromversorgung im größeren Maße ausfallen würde (immer wieder passiert) oder unbequemen Leuten die Versorgung von heute auf morgen abgeschnitten wird?
    Zum Thema Handy empfehle ich den Film „Kingsman – The Secret Service“!!!!
    Und da uns vieles über Filme vermittelt wird, hier noch ein Satz aus dem Film Matrix –
    „Wie es dann weiter geht, liegt ganz bei Euch.“ (Neo)
    Und von Voltaire: „Ich hasse das, was du sagst, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass du es sagen kannst.“
    Ich bin überzeugt davon, dass diese Erde eine bessere sein kann und viele hier tun bereits etwas dafür, dass sie Naturkosmetik kaufen und sich mit einem gesünderem Essen bzw. Lebensstil beschäftigen und es teilweise sogar umgesetzt haben.
    Bei allen Bereichen fängt es jedoch immer erst mit dem WISSEN an, welches wir uns aneignen und keiner ist so klein oder unbedeutend, dass er zumindest ein wenig dazu beitragen kann 🙂
    Wie heißt es so schön „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ 😉

    Diesmal ganz hoffnungsvolle Grüße – trotz der vielen Aufgaben, welche auf uns warten – für eine Welt in Frieden und Harmonie

    Sonja

    • ….übrigens ist die 1. Folge der interessanten Diskussionsrunde „Positionen – Politik verstehen “ bei Kenfm auch mit Dr. Daniele Ganser. Diese Talkrunde ist wirklich sehr zu
      empfehlen!

      • Liebe Inga,

        sehr gerne, obwohl auch ich mit mir gerungen habe all dies nieder zu schreiben.
        Erstens natürlich weil politische Aspekte immer eher schwierig zu kommunizieren sind und zweitens wie hier bereits einige Male geschrieben wurde, dass wir uns in schriftlicher Form manchmal nicht ganz so gut ausdrücken (wo ich bei mir auch immer wieder die Befürchtung habe und Schreiberinnen wie Julie, Petra, Theo u. a. echt bewundere, wie sie ihre Gedanken so gut ausdrücken können) und missverstanden werden können.
        „Positionen – Politik verstehen“ habe ich privat schon einige Male weiter empfohlen, weil ich diese Sendung so überaus gelungen und lehrreich fand 😉
        Aber ich habe ja schon einige Tipps abgegeben und ehrlich gesagt, hatte ich Zweifel, ob mein Beitrag überhaupt freigeschaltet wird – gerade wegen der ganzen Links…

        Liebe Grüße

        Sonja

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      @Sonja: Ich muss offen zugeben, dass einige der von Dir zitierten Artikel nicht so ganz mein Ding sind. Mich stören manche verwendete Begriffe/reißerische Schlagzeilen und auch die Art, dass Menschen, die dem Inhalt der Artikel nicht folgen, ein wenig von oben herab als Unwissende bezeichnet werden, macht mich ganz grundsätzlich vorsichtiger (zB im Artikel über den 3. Weltkrieg). Außerdem habe ich das Gefühl, dass oft auch auf Ängste gesetzt wird – auch das entspricht nicht so meiner Haltung, an Dinge heranzugehen; zumindest empfinde ich das so. Udo Ulfkotte ist mir zB viel zu nahe am rechten Spektrum dran. Bei Sokrates und Meinungsfreiheit bin ich aber durchaus dabei, sowie auch Deinem positiven Grundeinstellung, dass noch was zu retten ist 🙂

      • Liebe Julie,

        erst einmal Danke dafür, dass Du meinen Beitrag freigeschaltet hast.
        Ich hatte Zweifel – gerade wegen der vielen Links, welche ich jedoch aufgeschrieben habe, da hier danach gefragt worden ist.
        Ich bilde mir mein Urteil erst, nachdem ich einen Beitrag entweder angeschaut oder durchgelesen habe, nicht aufgrund von Überschriften 😉
        Ich respektiere Deine Meinung, wenn Du den Artikel über den 3. Weltkrieg zu reißerisch empfindest.
        Meiner Ansicht nach ist der Mainstream jedoch weit aus aggressiver.
        Und es tut mir leid, dass Du das Gefühl hattest von oben herab und als Unwissende bezeichnet zu werden – auch hier lese ich eher die Fakten und vielleicht ist es so wie hier geschrieben wurde mit den Worten, dass jeder aufgrund seines Wesens/Hintergrundes anders auf eine Aussage reagiert.
        Das mit den Ängsten empfinde ich bei den normalen Medien ebenfalls weit intensiver und seitdem ich „meine“ Quellen studiere, bin ich tatsächlich ohne jegliche Angst und voller Vertrauen, obwohl ich früher viele Ängste hatte.
        Mit rechts, links, lila, gelb oder türkis kann ich schon lange nichts mehr anfangen, da ich dazu viele weitere Informationen habe und auch hier sieht es wieder einmal ganz anders aus wie es einem präsentiert wird.
        Was zählt sind doch die Menschen und was sie bewirken – nach dem Motto „an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“!
        Und genauso, wie ich es toll finde und es mich berührt, wenn bei uns „etwas fülligere“ Menschen Sport für ihre Gesundheit machen, genauso finde ich es toll, wenn Menschen zumindest eine andere Sicht der Dinge zulassen können!
        Deshalb Danke, dass Du es Dir zumindest durchgelesen hast 🙂
        Ich hatte erst kürzlich ein Gespräch mit einer Freundin, was in diese Richtung verlief und dabei kamen wir beide zu dem Schluss, dass es wohl zwei Arten von Menschen gibt: Die einen lernen durch Erkenntnis, die anderen durch Leid und ist es nicht besser, bereits vorher ein Wissen zu haben, präventiv Dinge zu betrachten, bevor „das Kind in den Brunnen gefallen ist“?
        Für mich gibt es zudem kein Schwarz-Weiß-Denken mehr, vielmehr viele Grauschattierungen und ich versuche immer von einem Mosaik zu sprechen, wo viele einzelne Steinchen erst das große Ganze ergeben.
        Ein Steinchen für diese Flüchtlingsproblematik ist für mich auf jeden Fall KRIEG und die KRIEGSINDUSTRIE, welche leider nach wie vor auf der ganzen Welt vorhanden sind und würden unsere Politikdarsteller (Ausnahmen ausgenommen) es mal richtig machen, so hätte – wie bei der Gesundheit – eine Ursachenbehandlung schon vor Jahrzehnten angegangen und spätestens JETZT eine Politik des Friedens umgesetzt werden müssen (es wurde schon vor vielen Jahren und bekannten Persönlichkeiten davor gewarnt)!
        Nichtsdestotrotz haben die armen Menschen mein vollstes Mitgefühl und auch ich würde – wie z. B. viele Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien vor der Uranvergiftung und einer enorm hohen Krebsrate dort fliehen.
        Da ich einerseits versuche aus meinem Herzen heraus zu leben und ein gläubiger Mensch bin, habe ich die letzen zwanzig Jahre neben dem Gebet immer wieder Kleidung, Bettwäsche, Spielzeug u. a. entweder an Menschen, welchen es nicht gut geht und tatsächlich auch an Flüchtlinge weiter gegeben.
        In meinem Umfeld ist eine ganz liebe Bekannte und Flüchtlingsopfer aus dem ehemaligen Jugoslawien, ein lieber Bekannter und Flüchtling aus Afghanistan, früher haben meine Familie immer wieder Pakete nach Polen geschickt.
        Und weiter zum Multi-Kulti: Mein liebster Trainer ist ein Italiener, meine neue Friseurin, welche ich bereits ins Herz geschlossen habe kommt aus dem Iran…
        Übrigens hat sie mir aus erster Hand erzählt, dass das, was hier über den Iran geschrieben wird genauso wenig den Tatsachen entspricht, wie es dort wirklich aussieht (ihr Mann ist angehender Professor und lehrt an der Uni).
        Deswegen ist es so wichtig, sich umfassend zu informieren und am besten zusätzlich von Menschen, welche aus dem betreffendem Land kommen und das Leid sogar direkt mitbekommen haben.
        „Wissen ist Macht:“ von Francis Bacon – gilt also nicht nur für die da oben, sondern immer mehr für uns ALLE!

        Ich fand den Exkurs toll und ich hoffe ebenfalls, dass alle hier etwas – auch Positives – für sich mitnehmen konnten 🙂

        Beste Grüße

        Sonja

      • Den Kopp-Verlag sehe ich mit kritischen Augen und dieser Titel „Wie Krebs in Wochen geheilt werden kann“ ist für mich ein Schlag in die Magengrube und macht mich wütend. Bei allem Respekt, sowas kann ich nicht Ernst nehmen!

      • Ich wollte diese Diskussion auch nicht online führen, muss mich hier aber Nicoles Meinung anschließen. Ich empfand die Berichte ebenalls als sehr tendentiell – eben in die andere Richtung. Die wundersame Krebsheilung, revolutionäre Technologie zur Aufbereitung des Trinkwassers – samt Firmenverlinkung – ein Schuft, wer dabei Böses denkt!
        Ich denke, oft reicht einfach nur der gesunde Menschenverstand, um die Mainstream-Berichterstattung zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

  20. Ich denke, allen ist klar, dass Veränderungen bevorstehen – in ein paar Jahren wird Deutschland anders aussehen als heute. Bunter. Ich bin dafür, das positiv zu sehen. Letztlich liegt es auch an uns, ob wir helfen, dass Integration möglich ist. Es werden nicht alle bleiben, die jetzt kommen. Aber die, die bleiben, sollten auch ankommen dürfen. Meine Eltern waren auch „Flüchtlinge“, hatten allerdings kein Sprachproblem, weil Sudetendeutsche. Die hätten sich gefreut, wenn sie freundlich aufgenommen worden wären, als sie damals mit ein paar Habseligkeiten ankamen. Das kann ich heute besser machen. Dazu gehört, offen zu sein. Ich muss zugeben, dass ich keinen einzigen Kollegen mit Migrationshintergrund habe – noch nie hatte in meinem Berufsleben. Und ich habe kürzlich bei meiner Reise nach Paris festgestellt, wie „weiß“ z.B. München im Vergleich ist. Neulich hat der bayerische Kabarettist Simon Pearce etwas darüber geschrieben, wie es ist, als Farbiger in der Stadt unterwegs zu sein (wer wird in der S-Bahn kontrolliert? Er natürlich). Es ist sicher gut, sich auch mal versuchsweise in die Schuhe der anderen zu stellen. Wie fühlen die sich? Wichtig wäre es meiner Meinung nach, eben keine großen „Lager“ zu bauen, sondern die Menschen viel mehr zu verteilen, das baut auf beiden Seiten Ängste ab und öffnet Türen. Ich hoffe es …

    • beautyjagd sagt am 20. September 2015

      Oh ja, mir fällt es auch immer wieder auf, wenn ich nach Brüssel oder Paris reise, wie „weiß“ es hier in Nürnberg/München zugeht! Genau deswegen reise ich übrigens so gern in diese Städte (also Paris/Brüssel).

      • Wir alle sind gerne auf Reisen und freuen uns über andere uns unbekannte Kulturen und sind begierig auf Neues.
        Welcher Europäer hat eigentlich keinen Migrationshintergrund und sei er auch nicht mehr ganz frisch???

        Offenheit und Toleranz wünschen wir uns von anderen – also lasst sie uns auch geben.
        Frieden, Freiheit, Respekt für alle!!!!!!!!

  21. @alle: deswegen fällt es mir immer schwer, im Netz solche Diskussionen zu führen. Uns fehlen dabei Mimik, Gestik und Körpersprache. Ich muss dann immer viele Smileys verwenden, um dieses zu ersetzen und mich richtig verstanden zu fühlen. Man liest vielleicht zu viel zwischen den Zeilen. Ich wünsche euch allen eine schöne Woche und mache mich jetzt mal auf den Weg zur Arbeit?☀️

  22. Dies wollte ich Julia gerne nochmal mitteilen. Ich wusste nicht, dass zwischenzeitlich noch einige Posts dazwischen gekommen sind.

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