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Beauty-Notizen 7.10.2016

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Im Kopf habe ich mich diese Woche schon mal auf Reisen begeben: Ich lese gerade Gullivers Reisen von Jonathan Swift. Der Klassiker, der meist nur entschärft und verkürzt als Jugendbuch bekannt ist, unterhält mich jeden Abend vor dem Schlafen gehen aufs Beste. Manche Szenen sind so köstlich ironisch oder satirisch, dass mir manchmal das Lachen im Hals stecken bleibt. Das Buch ist zeitlos, es hat letztlich wenig an seiner Aktualität (im übertragenen Sinn) verloren – auch wenn es aus dem 18. Jahrhundert stammt.

Jeden Abend nehme ich außerdem eine der Capsules Oléocaps No 7 Sommeil et Stress Passager von Pranarom ein, die ich mir aus einer Apotheke in Frankreich mitgebracht habe. Sie sollen einen ruhigen Schlaf fördern und enthalten eine Mischung an ätherischen Ölen von Verbena, Lavandin, Mandarine, Lemongrass und Majoran. Quasi das Kissenspray zum Einnehmen! Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass ich damit besser schlafe – vielleicht liegt das an dem Duft, den ich unbewusst während des Schlafs aus- und einatme. Bei mir funktionieren ja auch Erkältungskapseln mit ätherischem Eukalyptusöl sehr gut; und die bulgarischen Rosenkapseln von Alteya Organics haben es mir ebenfalls angetan. Ich sehe schon, ich werde hinsichtlich ätherischen Ölen immer „französischer“ 😉 : In Frankreich ist es ganz normal, ätherische Öle auch innerlich einzunehmen, sie sind offiziell medizinisch anerkannt und die Kosten dafür werden teilweise von der Krankenkasse übernommen. Die Schlaf- und Stress-Kapseln von Pranarom werde ich mir auf jeden Fall nachkaufen, wenn ich wieder in Frankreich bin (gibt es auch online in Parapharmcien; mehr Infos zum Produkt auf der Homepage von Pranarom).

Von selbst wäre ich nicht darauf aufmerksam geworden: Beim Bloggertreffen in Mainz erzählte mir Beate Schürmann von der Naturdrogerie im Juli von dem Calendula Oil Bath von Martina Gebhardt. Es ist eigentlich als Badezusatz für die empfindliche Baby- und Kinderhaut gedacht; Beate nimmt das Öl jedoch für Duschpeelings, indem sie es mit Kokosblütenzucker mischt und auf dem Körper verteilt. Die Idee fand ich toll – und erst recht, dass das Ölbad leicht blau gefärbt ist! Diese Farbe dürfte wahrscheinlich von den enthaltenen Kamillen-, Calendula- oder Frauenmantelextrakten stammen (vor Gebrauch muss man das Öl gut schütteln!). Der Duft des Öls wird jedoch vom ätherischen süßen Fenchelöl bestimmt, das für mich nach einer Mischung aus Anis und Menthol riecht. Fenchel hat eine beruhigende, entzündungshemmende und stresslösende Wirkung, er eignet sich besonders gut für Bauchmassagen (nicht nur bei Babys, sondern auch bei Menstruatrionsbeschwerden). Die Basis des Ölbads bilden Sonnenblumenöl und Olivenöl, es sind keine Tenside enthalten. Die Haut wird damit schön gepflegt, schon 10ml reichen für ein Bad. So eine interessante und besondere Entdeckung, die definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hätte! Das Calendula Oil Bath von Martina Gebhardt gibt es z.B. bei der Naturdrogerie (dort habe ich es gekauft) und natürlich auch im Bioladen oder anderen Online-Shops. Vielseitig einsetzbar ist es auch noch 🙂 .

Bleiben wir gleich beim Thema Öl. Vor einiger Zeit habe ich von der schwedischen Naturkosmetikmarke Loelle das Argan Oil Vanilla zugesandt bekommen. Der Flakon sieht schon mal schick aus, mattes Schwarz mit goldener Aufschrift. Entnommen wird das Öl mit einer Pipette, empfohlen wird es für Haar und Körper. Ich hatte zunächst die Idee, das Vanille-Arganöl für das Gesicht zu verwenden, kam aber wegen des intensiven und mir doch etwas zu süßen Dufts davon ab. Noch ist mir für solche Gourmand-Düfte irgendwie nicht winterlich genug, ich kann mir aber vorstellen, dass ich das Körperöl im Dezember wieder herausziehen werde. Wahrscheinlich musste man das Öl so stark beduften, um nicht den typischen Arganöl-Duft dominieren zu lassen. Das Arganöl von Loelle stammt aus Bioanbau (Ecocert wird auf der Homepage genannt), auch der Duft soll natürlich sein. Die Marke hat sich auf Produkte aus Nordafrika spezialisiert, im Online-Shop von Loelle gibt es auch Rhassoulerde, Rosenwasser, Schwarze Seife, Peelinghandschuhe und andere Öle zu kaufen.

Nicht widerstehen konnte ich einem der neuen Lippenstifte von Kjaer Weis. Ja, sie sind teuer, ja, sie sind ultraluxuriös verpackt – aber auch nachfüllbar! Ich bin auf Nummer „Sicher“ gegangen und habe mich für die Farbe Believe entschieden. Und ja, der Farbton ist perfekt für mich, my lips but better. Beschrieben wird er als pflaumiges Nude, was mich erst verunsichert hat. Auf meinen Lippen kommt Believe jedoch mehr wie ein mittlerer und rosastichiger Rosenholzton heraus, der neutral bis vielleicht ganz leicht kühl getönt ist. Im Vergleich dazu fällt 27 Kisses von Nudus ein klein wenig mehr weißlich-rosa und die Nummer 11 Bois de Rose von Absolution deutlich kräftiger rötlich-rosa aus. Das Finish von Believe ist glänzend bis transparent, die Deckkraft nicht so stark wie die der beiden Vergleichsstücke von Nudus und Absolution. Die ausgewogen ölig-wachsige Textur der Kjaer Weis-Lippenstifte ist sehr geschmeidig und trägt sich angenehm auf den Lippen. Kann mir gut vorstellen, dass Believe mein neuer Alltagsliebling wird! Wenn nur die Hülse nicht so schwer wäre, würde ich den Lippenstift wohl immer in meiner Handtasche dabei haben. Die Haltbarkeit stufe ich als durchschnittlich ein. Kaufen kann man die neuen Lippenstifte von Kjaer Weis z.B. bei Green Glam, Amazingy, Niche Beauty für 52 Euro (bzw. 34 Euro für das Refill).

Von der französischen Marke Secrets de Provence habe ich hier auf dem Blog schon die interessanten Pudershampoos und die festen Shampoos vorgestellt. In Frankreich habe ich nun neu das Trockenshampoo Mon Shampoing Sec von Secrets de Provence entdeckt (und natürlich gekauft 😉 ). Anders als andere Trockenshampoos aus dem Naturkosmetikbereich wird es nicht in einer simplen Dose, sondern in einem nachfüllbaren Spender aus Kunststoff angeboten. Mit dieser Verpackung kommt es deutlich näher an die konventionellen Vorbilder heran, die meist in einer Dose mit Treibgas verpackt sind. Hier kommt natürlich kein umweltschädliches Gas zum Einsatz, sondern das Pulver wird mit Luft aus dem Flakon herausgepumpt. Überraschenderweise funktioniert das ziemlich gut, so dass man das Trockenshampoo direkt aus der Dose auf den Haaransatz geben kann, sehr praktisch! Dann funktioniert es wie alle Trockenshampoos auch: verteilen, einwirken lassen, nach zwei Minuten ausbürsten. Klappt bei meinen kurzen Haaren wunderbar und lässt mich die Haarwäsche um einen Tag hinauszögern. Das von Ecocert/Cosmebio zertifizierte Trockenshampoo basiert auf Talkum, Reis- und Haferpuder, es duftet frisch und etwas krautig. Das enthaltene Weizenprotein hat außerdem eine pflegende Wirkung. Bei der Recherche habe ich festgestellt, dass es dieses noch ganz neue Produkt auch schon zu Ecco Verde geschaft hat, es kostet dort 6,49 Euro (sonst auch bei Mademoiselle Bio und anderen französischen Shops zu finden). Dank der durchdachten Verpackung lässt sich das Trockenshampoo von Secrets de Provence auch gut im Koffer oder in der Handtasche transportieren.

Folgende Naturkosmetik-News habe ich in dieser Woche entdeckt:

  • Die Berliner Naturkosmetikmarke i+m ehrt ihre Gründerin Inge Stamm mit zwei neuen Körperpflege-Produkten, die ab Mitte Oktober erhältlich sein sollen: Madame Inge Creme Peeling und Madame Inge Body Mousse. Mehr Infos hier.
  • Habe ich eigentlich die Sweet Serenity Collection von Max and me hier schon erwähnt? Falls nicht, hole ich es hiermit nach! Es gibt neu einen Beauty Balm, einen Mask&Wash (sehr interessant) und einen Rescue Balm. Mehr Infos hier.
  • Von Sante habe ich im Naturshop der Drogeriemarkt Müller die neue LE All Eyes on me entdeckt, die ein Augenbrauenpuder-Set, Augenbrauengels, einen (wasserfesten) Creme-Eyeliner sowie eine Mascara enthält. Online z.B. hier.
  • In 600 Filialen von dm gibt es nun ein erweitertes Sortiment an Naturkosmetik: In den Regalen stehen die Produkte von i+m, Sante, Dr. Bronners.
  • Das dekorative Sortiment von Lavera wird mit zehn neuen Produkten erweitert, darunter zwei Nailcare-Produkte, zwei neue Lidschatten und zwei neue Lippenstiftfarben (Rosé und Beere).
  • Pedal to the Metal heißt die neue Lidschattenpalette von Lily Lolo. Ein Bild gibt es auf Instagram.
  • Von Alverde wurde neu eine Nutri-Intensiv Körpercreme Aprikose-Chia angekündigt.

Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Beauty-Woche! Habt ein erholsames Wochenende!

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