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Tokyo Tagebuch 18: Fünf japanische Snacks

japanese snacks beautyjagd

Ich schließe das Tokyo Tagebuch für 2015 mit fünf Snacks ab, die ich gern in Japan gegessen habe – seit gestern bin ich wieder zurück in Deutschland und schwelge in Erinnerungen (und bin noch ganz benommen von der langen Reise). Natürlich war es gar nicht so einfach, sich nur auf fünf Snacks zu beschränken, weshalb sich beim Fotografieren gleich noch eine Nummer sechs mit ins Bild geschlichen hat. Aber es gäbe noch so viel mehr japanische Leckereien, weshalb ich einfach mal sage, dass ich bestimmt einen weiteren Schwung bei der nächsten Reise vorstellen werde 😉 . Über die Tokyo Banana habe ich übrigens schon in diesem Beitrag geschrieben.

Links im Bild seht ihr Salzstangen von der Marke Lotte, die mit Matchacreme gefüllt sind. Eine für mich relativ ungewöhnliche geschmackliche Kombination aus süß und salzig, die in Japan jedoch deutlich üblicher ist. Ich habe dieses interessante Gebäck im Konbini (Kiosk) erstanden, weil ich so neugierig war! Nachkauf-Faktor: Vielleicht.

Rechts daneben in der gelben quadratischen Packung liegt dann eine Tafel Yuzu Schokolade von Meiji, wobei das Wort Tafel etwas hoch gegriffen ist: Sie wiegt gerade mal 14 gr, schmeckt aber köstlich nach der japanischen Mandarinenart. Gekauft habe ich sie im Meiji Café in Kyobashi, es gibt noch 55 weitere interessante Sorten wie z.B. Sesam, Yomogi (japanischer Beifuß) oder Kinako (Sojabohnenmehl)! Nachkauf-Faktor: Hoch.

Darunter folgt dann auf dem Foto ein Garnelen-Cracker von der Traditionsfirma Keishindo, die auch im renommierten Kaufhaus Isetan vertreten ist. Der Geschmack ist so ausgewogen und fein, dass ich den runden Cracker immer ganz langsam genieße. Und das sage ich, die sonst eigentlich gar keine Garnelencracker mag… Nachkauf-Faktor: Auf jeden Fall!

Apropos Tradition: Ein japanischer Klassiker ist die Süßigkeit daneben, die als Dango bezeichnet wird. An dem Stäbchen reihen sich drei Reismehlkugeln mit ultrasofter-dehnbarer Textur, die mit rotem Bohnenmus garniert sind. Ich finde, sie schmecken umwerfend (und habe sie mir in Tokyo wirklich oft gekauft). Nachkauf-Faktor: Immer wieder!

Fruchtjellys sind in Japan ebenfalls sehr beliebt, es gibt sie in allen möglichen Qualitätsstufen. Besonders gern mag ich das Erdbeer Jelly von Takano, in dem Gelée befinden sich noch bissfeste Erdbeerstückchen. Gerade feiert Takano, der bekannte Tokyoter Obsthändler, seinen 130. Geburtstag. Der Erfolg wundert mich bei so guten Sachen nicht! Nachkauf-Faktor: Yes!!!!

Zum Schluss noch ein Produkt aus dem Kiosk: Dass ich Matcha mag, das dürfte hier bekannt sein 😉 . Deswegen musste ich unbedingt noch die Schokolade Rich Matcha von Meiji mit auf das Bild packen! Auch wenn sie für meinen Geschmack noch etwas intensiver nach Matcha schmecken könnte, würde ich sie durchaus in Japan nachkaufen. Und das dazu passende Eis am Stiel ebenso, eine Art Magnum, das kräftig nach Matcha schmeckt.

Alle bisherigen Teile des Tokyo-Tagebuchs finden sich hier.

Here you can find an English version of this article.

Habt einen schönen Sonntag! Auf welchen Snack hättet ihr jetzt Lust? Und welche Snacks bringt ihr euch von Reisen mit oder vermisst ihr hier in Deutschland?

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20 Kommentare

  1. Ich bin ein großer Magnum Fan, deshalb hätte ich spontan besonders Lust auf das Matcha Eis, vor allem, weil ich bisher noch nie Matcha probiert habe x) …sollte ich wohl langsam mal tun, selbst meine Mama ist ganz begeistert davon, allerdings nur als Zugabe im Pfefferminz-Tee (: .
    Ansonsten bin ich bei Süßigkeiten aber nicht ganz so mutig muss ich gestehen. Am liebsten ist mir alles mit dunkler Schokolade oder auch Karamell (: . Aus England nehme ich immer ganz traditionell Schoko-Cookies mit *hihi*. Liebe Grüße.

    • beautyjagd sagt am 1. November 2015

      Köstlich bei dem Rich Matcha-Eis von Meiji ist, dass die Matchaschokolade außenrum richtig dick ist, und dann kommt auch noch innen Matcha-Eis…. mhhhh….

  2. Hach, ich könnte mal wieder schwelgen. Wir haben ja letztens Thai-Süßigkeiten gegessen, da war ich erstaunt, dass gar nicht alle so extrem süß waren, wie ich erwartet hatte. Asiatische Süßigkeiten sind ja oft ein bissle drüber. Aber die Teilchen hier sehen auch zu lecker aus – der Garnelencracker tritt zwar etwas aus der Reihe heraus, aber er klingt interessant.

    Ich habe übrigens auch so ein paar Leckereien, die ich ganz konkret mit Reisezielen verbinde und hier sehr vermisse. Aus dem Senegal sind das z. B. Gerte (frische Erdnüsse in Sand geröstet) und Bouye (ein Getränk aus Baobab-Pulver, hier das neueste Superfood) und Café Touba sowie Dem Farci (ein spezielles Gericht aus Saint Louis, ähnlich gefillte Fisch), aus Paris die Croissants aux Amandes, aus Sardinien Kräuterhonig (mit Macchia, Myrthe, Fiore Sardi (ohne Würmer) und Amaretti Sardi (weich, mit den Mandelhäutchen und nicht gar so süß), in Schweden våffla med vispad grädde, hallon och blåbär und kardemummabullar, in Dänemark Æbleskiver und von zu Hause aus dem Norden übrigens Beer’n, Bohn un Speck, Ochsenaugen und Holsteiner Pförtchen). So, und nun muss ich mal meine Schränke durchwühlen, ob ich nicht noch irgendwo was Süßes habe – zur Not tuts sonst ein Matcha Latte oder ein Pumpkin Spice Latte 😉

    • beautyjagd sagt am 1. November 2015

      Ui, Deine Leckereien aus aller Welt interessieren mich allesamt auch sofort!! Von Gerte habe ich noch nie gehört, sehr spannende art der Röstung.
      Und ja, in Japan sind viele Süßigkeiten längst nicht so süß, wie man es vielleicht erst vermuten würde: Dango zB ist eigentlich komplett unzucktig, die Süße kommt nur vom Bohnenmus.

  3. Waldfee sagt am 1. November 2015

    Ich liebe alles mit Karamell? Auch Lakritze bzw Salmiak mag ich und Baumstämme. Davon hat mein Mann im Winter immer was im Haus versteckt und zaubert es bei Bedarf hervor. Ich weiß genau, wo er es versteckt. Habs mal zufällig entdeckt?
    Und ich mag von Heilemann die Vollmilchschokolade mit Meersalz?

    • beautyjagd sagt am 1. November 2015

      Hihi, das ist ja süß, dass Dein Mann solche Verstecke hat und Du sie schon kennst 😉 🙂

  4. Ahh, japanische Süßigkeiten.. ein Thema für sich. Ich persönlich liebe ja mit Schokolade überzogene Kartoffelchips. Süß und salzig… muss man unbedingt probieren!
    Ansonsten Kürbiseis, gibt es von Häagen Dasz und insbesondere im Herbst/Winter. Klingt verrückt, ist aber cremig und lecker.
    Yuzu gibt es hierzulande in Asialäden im Übrigen als Art Marmelade zu kaufen, die man dann in Tee umfunktionieren kann. 😉
    Kulinarische Grüße!

    • beautyjagd sagt am 1. November 2015

      Die japanischen Hägen Dasz-Sorten habe ich auch gesehen, aber nicht gegessen, weil ich schon so viel andere Sachen gegessen hatte… Manchmal hätte ich mir in Tokyo gewünscht, mehrere Mägen zu haben, haha. ZB hab ich auch das Mochi-Eis von Lotte probiert. Und diese Marmelade kenne ich, eine Freundin gab mir den Tipp, sie als Getränk zu versuchen, das klappt super 🙂

    • Ja zu den mit Schokolade überzogenen Kartoffelchips – göttlich. Zum Glück gibts sowas nirgends zu kaufen…

  5. Nun könnt ich alles essen, ausser dem Garnelenkcacker und den Salzstangen! Muss mir unbedingt mal die Matcha-Schokolade beim online-Matschashop bestellen. Die Garnelenchips, dies überall beim Asiaten gibt, finde ich fürchterlich… bäh.

    Auf Anhieb fallen mir gar keine Snacks ein, die ich vermisse, seltsam. Als kleines Mädchen in Irland, hatten wir Fruchtjelly, der kam in Form einer Ritter-Sport Schokolade und war gedacht zum Aufkochen in heissem Wasser. Ich liebte den genau so, als Riesengummibärchen, direkt aus der Packung, am besten in Zitrone oder Waldmeister. Leider hab ich da dann nie mehr angetroffen. Schade!

    • beautyjagd sagt am 1. November 2015

      Ich kannte bisher auch nur die gräßlichen Garnelencracker aus dem Asienmarkt, damit kann man mich jagen! Die von Keishindo hier sind eine ganz andere Welt 🙂

    • Liebe Noemi, Du hattest vor kurzem einen Matchashop Link für Petra genannt. Ich finde ihn einfach nicht wieder? Da mir das Angebot gut gefallen hat und ich dringend Nachschub brauche, könntest Du ihn mir bitte nochmal nennen( Ich hoffe, liebe Julie, Du hast nichts dagegen?Sonst per Mail?)
      LG, Ulli

  6. meerwoge sagt am 1. November 2015

    Zuerst die Tokyo-Bananen und dann auch noch diese Köstlichkeiten!

    Wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich noch heute in einen Laden rennen und alles probieren.

    Vielen Dank für diese süße Inspiration!

    meerwoge

    • beautyjagd sagt am 1. November 2015

      Oh ja, ich werde gleich noch meinen Beitrag mit der Toyko Banana im Text verlinken, gute Idee!

  7. Das sieht köstlich aus! Alles Matcha ist auch für mich immer eine gute Wahl – gerade habe ich vom letzten Düsseldorfausflug noch Matcha-Pocky und Erdbeer-Pocky rumstehen. Von Heilemann gibt es übrigens eine Matcha-Ingwer-Yuzu-Schokolade (auch Matcha-Minze), die ich gerade im Schokoladenmuseum gesehen habe. Meins war sie nicht, weil das Yuzu eher Abteiliung Zitrusreiniger war als echtes Yuzu.. aber immerhin probiert mal eine Firma etwas neues aus.

    In Japan habe ich mit großer Hingabe Erdbeereis im Mochi-Mantel gegessen: die runde Kugel Eis ist mit einer Schicht Mochi umhüllt, so dass man sie in die Hand nimmt und wie ein Brötchen essen kann. Verrückt, aber sehr lecker. Dazu liebe ich Gebäck sehr, und von MelonPan kann ich tagelang schwärmen. Aus anderen Ländern fehlen mir andere Dinge, allen voran aus Italien so manche Kekssorte – oder die kleinen Cornetti colla crema, wie es sie in Rom bei St. Eustacchio gibt.. Arabische Süßigkeiten sind auch genial, vor allem in der libanisischen oder syrischen Ausprägung – Zuckergespinst mit Pistazie, herrlich.

    Wunderbarer Post, danke – jetzt habe ich Hunger.. 😉

    • beautyjagd sagt am 3. November 2015

      Oh ja, Eis-Mochi, ich habe sie mit Vanille-Eis gegessen, mhhhhh….. 🙂
      Und es gibt so viele tolle Gebäcke auf dieser Welt, in Koreatown in Toyko bin ich zB auf ein kleines Gebäck gestoßen, das mich an die Engelshaar-Sachen aus dem Orient erinnert hat, es bestand aus 16.000 „Fäden“, ein Hofgebäck. Die Textur im Mund war der Knaller, darin eine Mandel eingewickelt. Ha, da bekomme ich manchmal Lust, einen Food-Blog zu machen 🙂

  8. Mädels, Ihr macht mich wahnsinnig mit Euren leckeren Geschichten???.
    Danke, für alle Eure ganz besonderen Anregungen.

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