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Austria Special: Fünf Naturkosmetik-Marken aus Österreich

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Ein Geschenk einer netten Leserin war der Auslöser für diesen Post: Sie schickte mir eine Kennenlern-Box von dieNikolai zu, die sie doppelt hatte (danke nochmals an dieser Stelle! Gleich weiter unten mehr dazu). Schon länger hatte ich einen Blogpost im Kopf, der sich der Naturkosmetik aus Österreich widmet – denn dort gibt es eine ganze Reihe an jungen und interessanten Marken zu entdecken. So kam eines zum anderen und ich konnte den in Graz beheimateten Online-Shop Ecco Verde als Partner für diesen Blogpost gewinnen. Deswegen nun: Vorhang auf für fünf österreichische Naturkosmetikmarken!

♦ Den Anfang macht die bereits oben erwähnte Marke dieNikolai, die das jüngste „Familienmitglied“ des renommierten Weinguts Nicolaihof in der Wachau ist. Dieses wird schon seit über 40 Jahren biodynamisch bewirtschaftet, also war es nur logisch, dass auch die 2016 kreierte Kosmetikserie von Demeter zertifiziert ist. Passend zum Weingut sind in den pflegenden Produkten von dieNikolai Inhaltsstoffe aus Trauben wie z.B. Traubenkernöl oder antioxidative Traubenauszüge zu finden. Ein bisschen lässt mich die Verbindung von Wein und Kosmetik an die französische (aber nur naturnahe) Marke Caudalie im Bordeaux-Gebiet denken… 🙂 Die Kennenlern-Box von dieNikolai enthält alle fünf Gesichtspflege-Produkte: Die Traubenkernöl Tagespflege, die Traubenkernöl Nachtpflege, das Traubenkern Intensiv-Serum und dann die Feuchtigkeitspflege mit Safran und den Nährenden Pflegebalsam mit Safran. Wer sich über den Safran wundert: Auch dieser stammt aus der Wachau und wird dort traditionell angebaut. Spannend finde ich, dass in den Gesichtscremes als öliger Anteil auch Sahne (in den Safran-Produkten) oder Butteröl enthalten ist, beides natürlich von Demeter zertifiziert. Tatsächlich haben die Cremes dann auch etwas Buttriges in ihrer Textur und duften irgendwie appetitlich. Die Traubenkernöl-Cremes empfinde ich als leichter, die Safran-Produkte sind reichhaltiger (insbesondere natürlich der wasserlose Pflegebalsam). Von allen Cremes braucht man nur wenig, denn sie bilden einen unfettigen und ganz leicht schützenden Film auf der Haut. Unter den Cremes trägt man nach dem Pflegekonzept von dieNikolai das milchig-gelbliche Traubenkern Intensiv-Serum auf. Dieses gefällt mir besonders gut und ist mein Liebling von dieNikolai: Es enthält übersichtliche fünf Inhaltsstoffe (kein Parfüm) und basiert neben Wasser auf 40% Traubenkernöl. Mir reicht es schon fast allein als geschmeidige Tagespflege aus. Weintrauben-Naturkosmetik im besten Sinn! Daneben gibt es im Sortiment von dieNikolai noch zwei Lippenpflegen (die „Busserl“) und zwei Handcremes für Weinliebhaber – möchte ich auch noch probieren.

Die Kennenlern-Box von dieNikolai (inklusive einem 10 Euro-Gutschein) gibt es bei Ecco Verde für 19,99 Euro.

♦ Von Pure Skin Food habe ich vor zwei Jahren bereits einmal auf dem Blog berichtet: Die puristische und vegane Marke aus Graz setzt auf das Layering-System von Blütenwasser und Gesichtsöl (ich habe beste Erinnerungen an das Lavendel-Cistrose-Hydrolat!). Gegründet wurde Pure Skin Food von Lisa Dobler, die auch die Co-Gründerin des VeganBlatts ist. Mittlerweile wurde das Sortiment von Pure Skin Food erweitert und bietet nicht nur Gesichtsöle oder Hydrolate, sondern z.B. auch Reinigungsöl, Zahnöl, pudrige Masken oder Körperpflege-Produkte wie die oben auf dem Foto gezeigte White Chocolate Body Mousse mit Magnolie. Wenn diese Mischung nicht mal gut klingt, dann weiß ich auch nicht… Einmal den Deckel der schmucken schwarzen Glasdose aufgedreht und dem Dessert verfallen 😉 : Das wasserlose Body Mousse setzt sich aus Sheabutter, Kakaobutter, Kokosöl und anderen pflanzlichen Ölen zusammen, dazu kommt der Magnolienextrakt, Vanille und ätherische Öle. Den Duft würde ich als schokoladig-sahnig mit einem Schuss Johannisbeere – und Extravaganz – beschreiben. Das Body Mousse schmilzt sofort in Kontakt mit der Haut und hat von der Textur doch auch etwas „moussiges“. Dank der enthaltenen pflanzlichen Buttern ist das Body Mousse reichhaltig, 100% der Inhaltsstoffe stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Nach dem Baden eine tolle Winter- und Frühlingspflege mit Desserteffekt für die Nase – am besten auf die noch leicht feuchte Haut auftragen!

INCI: Butyrospermum Parkii Butter* (Sheabutter), Theobroma Cacao Seed Butter* (Kakaobutter), Cocos Nucifera oil* (Kokosöl), Argania Spinosa Kernel Oil* (Arganöl), Prunus Amygdalus Dulcis Oil* (Mandelöl), Helianthus Annuus Hybrid Oil* (Sonnenblumenöl), Vitis Vinifera Seed Oil* (Traubenkernöl), Rosmarinus Officinalis Leaf Extract* (Rosmarinextrakt), Vanilla Planifolia Bean Extract* (Vanille-Extrakt), Magnolia Biondii Flower Extract* (Magnolien-Extrakt), Parfum* (ätherische Öle), Anisyl Alcohol**. * 100% certified organic ingredients, ** from natural Vanilla Planifolia Bean Extract

Eine Dose mit dem White Chocolate Body Mousse Magnolia von Pure Skin Food enthält 100ml und kostet 34,89 Euro.

♦ Der Hauptinhaltsstoff der Marke Fangocur steckt schon im Namen: Alle Produkte enthalten die Gossendorfer Fango-Heilerde aus dem steirischen Vulkanland. Diese wird seit 1970 für therapeutisch-medizinische Zwecke eingesetzt und ist als Heilschlamm offiziell in Österreich anerkannt. Auch Hautprobleme werden damit behandelt! Mit dem Begriff Fango bezeichnet man Mineralerde vulkanischen Ursprungs, die Hauptbestandteile des Gossendorfer Fango sind Kieselerde, Eisenoxid, Tonerde und Schwefel; enthalten sind dazu u.a. Spurenelemente wie Mangan oder Kupfer. Das Sortiment von Fangocur umfasst Mineralcremes, Shampoo, Seifen, Zahncreme, Gesichtswasser und Masken mit Fango. Mich hat direkt die Anti-Aging-Maske angesprochen, die sich nur aus Fango und fünf unterschiedlichen ätherischen Ölen zusammensetzt. Joa, der Duft der Maske ist schon speziell, etwas erdig, schwefelig, dazu ein bisschen krautig, da muss man durch 😉 – lohnt sich aber! Die Anwendung ist einfach, man verteilt die Masse in einer nicht zu dünnen Schicht im Gesicht und lässt sie 20 Minuten einwirken. Ich habe die Maske – wie in der Beschreibung erklärt – dabei fest antrocknen lassen. Anschließend feuchtet man die Maske wieder an, bevor man sie abspült, so löst sie sich leicht. Die Haut sieht danach dank der absorbierenden Eigenschaften der Erde rein und klar aus, die Durchblutung ist etwas angeregt. Richtig toll finde ich aber vor allem, wie gepflegt sich meine Haut nach der Maske anfühlt: Sie ist nicht ausgetrocknet und ich brauche keine weitere Nachtpflege – und das, obwohl ich die Maske während des Einwirkens antrocknen lasse! Von Fangocur gibt es übrigens auch eine Maske speziell für unreine Haut, da der Fangoschlamm entzündungshemmend wirkt. Anmerken muss ich unbedingt noch, dass mich das ansprechende Design von Fangocur überrascht hat, denn das sieht wirklich hübsch aus!

INCI: Clay (Gossendorfer Fango), Aqua (Wasser), Aroma (Essenzmischung): Rosa damascena (Rose), Citrus aurantium amara (Neroli), Boswellia carterii (Weihrauch), Vetiveria zizanoides (Vetiver), Cananga odorata (Ylang Ylang).

Die Anti-Aging Maske von Fangocur enthält 50ml und kostet 37,99 Euro. Reicht für etwa 15 Anwendungen.

♦ Vom Heilschlamm zum Heilwasser! Die vierte österreichische Marke, die ich hier vorstelle, wurde speziell für neurodermitische Haut kreiert: Von Aquatadeus gibt es sechs pflegende Produkte, die an der Grenze von naturnah und Naturkosmetik stehen (das heißt, dass sie einzelne Inhaltsstoffe enthalten, die nicht zertifizierbar wären). Da ich glücklicherweise keine Hautkrankheit habe, aber das Konzept der Marke trotzdem sehr interessant finde, habe ich mich für das Heilwasserspray Cool me down entschieden, das ich als Gesichtswasser und zwischendurch zur Erfrischung oder bei Rötungen eingesetzt habe. Ok, es duftet nicht so schön wie ein Blütenwasser (sondern eher ein bisschen schwefelig), aber das Heilwasser aus dem Aquatadeus-Stollen in der Steiermark hat es in sich: Es unterscheidet sich von anderen typischen Thermalwassern durch seinen hohen Mineralien- und Sulfatgehalt und niedrigen pH-Wert. Die entsprechende Wirkung bei entzündlichen und infektiösen Hautkrankheiten wurde wissenschaftlich nachgewiesen, sonst dürfte sich das Wasser nicht Heilwasser nennen. Empfohlen wird eine regelmäßige Anwendung 2-5 Mal täglich über zwei bis sechs Wochen – quasi die Heilwasserkur im to go-Format. Damit das häufige Aufsprühen des Heilwassers die Haut nicht austrocknet, rät Aquatadeus dazu, danach ein bisschen der Akutcreme zu verwenden, um die Feuchtigkeit in der Haut zu halten. Übrigens kann das Heilwasserspray auch bei Ekzemen auf der Kophaut und Schuppenflechte verwendet werden.

INCI: Aqua, Carbon Dioxide. Laut Analyse befinden sich im Wasser: Sulfat 3112,4 mg, Magnesium 486,7 mg, Eisen (III) 254,7 mg, Eisen (II) 178,4 mg, Mangan 26,5 mg, Zink 25,6 mg, Silizium 13,4 mg, Calcium 12,4 mg, Natrium 10,1 mg, Bor 7,6 mg, Aluminium 7,2 mg, Chlorid 6,6 mg, Kalium 4,7 mg, Strontium 1,9 mg, Ammonium 1,4 mg, Nitrat 1,2 mg, Fluorid 0,5 mg, Schwefel zweiwertig 0,3 mg, Hydrogencarbonat 0,1 mg, Phosphat 0,1 mg, Barium 0,1 mg, Bromid 0,1 mg, Nitrit 0,05 mg.

Das Heilwasser von Aquatadeus enthält 125ml und kostet 12,89 Euro. Die anderen Produkte von Aquatadeus kann man sich hier angucken.

♦ Die fünfte Naturkosmetik-Marke bringt uns nun in die Tiroler Alpen an den Aachenssee, dort befindet sich der Tiroler Kräuterhof. Die Kräuter in den Produkten stammen aus der Region, der Name ist Programm! Neben ätherischen Ölen, Zirbenholzbetten oder Tees gibt es auch Naturkosmetik, die nach dem österreichischen Naturkosmetik-Codex zertifiziert ist. Das sind Shampoos, Öle, Gesichtscremes, Bodylotion, der Tiroler Balsam und Seifen – mich hat besonders das Massageöl Lindenblüte gelockt. Dafür wurden die Lindenblüten mit einem Jojobaöl ausgezogen, dann kamen noch Aprikosenkernöl und etwas ätherische Öle dazu. Deshalb duftet das Öl nicht nur nach Lindenblüten, sondern auch dezent nach hellen Früchten und etwas zitrisch, eine schöne frühlingshafte Mischung! Ich verwende das Öl als Körperöl, gerade nach dem Baden zieht es schnell in die Haut ein und macht ein samtiges Gefühl. In jedem Flakon des Massageöls schwimmt übrigens eine Lindenblüte – ein Detail, das ich gern mag.

INCI: Tilia Cordata, Buxus Chinensis Oil, Prunus Armeniaca Kernel oil, essential oils.

Ein Flakon des Lindenblüten Massageöls vom Tiroler Kräuterhof enthält 100ml und kostet bei Ecco Verde 19,99 Euro.

Alle Produkte – bis auf die Kennenlern-Box von dieNikolai – wurden mir von Ecco Verde für diesen Post zur Verfügung gestellt.

So, und nun habe ich Lust bekommen, nach Österreich zu fahren! Ihr vielleicht auch… 🙂

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