Gesichtspflege, Naturkosmetik, Reise, Treatment

Mein Besuch im Annemarie Börlind Natural Beauty Spa

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Mein letzter Blogpost über ein Beauty-Treatment liegt schon wieder viel zu lange zurück: Im Juli letzten Jahres habe ich über meine japanische Gesichtsbehandlung in Berlin geschrieben. Nun hatte ich vorige Woche die Gelegenheit, das Annemarie Natural Beauty Spa in Bad Teinach im Nordschwarzwald kennenzulernen. Der Firmensitz von Börlind liegt davon nur etwa 20km entfernt, das Mineralbad ist in das wunderschöne Hotel Therme integriert (man kann das Bad aber auch separat besuchen). Von meinem Zimmer aus konnte ich nicht nur auf den Hanggarten blicken, sondern auch gleich das Schwimmbad von oben sehen. Meine Vorfreude stieg!

Im Bademantel fuhr ich mit dem Aufzug fast direkt in das Spa von Annemarie Börlind hinein, das erst im letzten Jahr neu renoviert wieder eröffnet wurde. Die früheren Namen weisen Zeitkolorit auf: Aus der Annemarie Börlind Schönheitsfarm über die Schönheitsoase wurde nun das Natural Beauty Spa. Schon der Empfang ist lichtdurchflutet, einige Wände sind mit echtem Moos bepflanzt (sorgt für ein gutes Raumklima, musste ich natürlich auch anfassen 🙂 ). Die meisten Behandlungsräume bieten Blicke direkt auf den gegenüberliegenden Wasserfall und den Schwarzwald, so auch der Raum, in dem mir Spa-Leiterin Gabi Fenchel das Pflegekonzept von Annemarie Börlind näher brachte. Übrigens lag ich dabei auf einer höchst bequemen und beheizten Liege von Gharieni, den Hersteller für Kosmetikliegen kenne ich vom NaturkosmetikCamp.

Fast finde ich es ein bisschen erstaunlich, dass ich bisher über die Traditionsmarke Annemarie Börlind noch gar nicht so viel auf dem Blog berichtet habe. Denn immerhin gehört die Gründerin zu den Naturkosmetik-Pionierinnen in Deutschland. Zum von ihr entwickelten Pflegekonzept gehören vier Schritte: Gleich die erste Frage von Gabi Fenchel war, ob ich meine Haut täglich reinige (ja, natürlich!). Nach der Reinigung folgt dann die Stärkung, die bei Annemarie Börlind interessanterweise in den meisten Pflegelinien mit einem feuchtigkeitsspendenden Gel erfolgt. Haben die Koreaner ihre Inspiration für die geligen Toner etwa hier abgeguckt? Das Blütentau-Gel gibt es z.B. schon seit den 70er Jahren! Dann folgt als dritter Schritt die Tages- oder Nachtpflege (meist eine Creme), den Abschluss des Rituals bildet die Augenpflege. Selbstverständlich gibt es noch eine ganze Reihe an Zusatzpflegeprodukten wie z.B. Masken, Gesichtsöl, Peeling oder BB Cream, die man verwenden kann.

Bei meiner Behandlung suchte Gabi Fenchel intuitiv einige Produkte aus, die ich sowieso gern mal ausprobieren wollte. Zunächst wurde mein Makeup abgenommen und das Gesicht mit einer Reinigungsmilch gereinigt, um dann meinen Hautzustand genau zu analysieren. Nach der Entfernung einiger Milien wurde dann ein Spa-exklusives Salbei-Hydrolat aus der Pflanzenbar auf meine Haut gesprüht. Es folgt zur Stärkung – und weil ich auf der linken Wange zwei kleine erweiterte Äderchen habe – das Gesichts-Straffungsgel, das auch bei Couperose empfohlen wird. Da meine Haut gerade relativ trocken ist (Winterende, die schlimmste Zeit bei mir), vermischte Gabi Fenchel dann eine Intensiv Pflegeölkapsel mit einer Maske aus der LL-Serie und massierte damit ausführlich mein Gesicht. Um meine gut durchblutete Haut wieder etwas „runterzubringen“, bekam ich dann eine kühlende und beruhigende Algenmaske. Wie wunderbar ist es, wenn man diese Art Maske, die es ja auch in Korea von Lindsay oder in Frankreich von Secrets des Fées gibt, nicht selbst auftragen muss 😉 . Nach einer erneuten Runde Gesichts-Straffungsgel sowie ein bisschen Tagescreme aus der ZZ Sensitive-Linie für sensible Haut fühlte sich meine Haut nach der fast 1,5 stündigen Behandlung prall und gut genährt an.

Fürs anschließende Abendessen wünschte ich mir ein natürliches Makeup, für das Gabi Fenchel das Anti-Aging Makeup und den losen Hyaluronpuder von Annemarie Börlind zum Mattieren verwendete. Auf die Wangen kam das Rouge in Korall, auch meine Lippen wurden in dieser Farbe gehalten – fast sommerlich kam mir das Makeup vor!

Am nächsten Morgen hatte ich vor der Rückfahrt noch genügend Zeit, das Mineralthermenbad im Hotel zu besuchen. An einem Dienstag Morgen war nicht viel los und ich konnte fast allein meine Runden im Innenbecken ziehen. Im Außenbecken war trotz Regen deutlich mehr los: Es ist natürlich auch einfach faszinierend, Anfang März draußen zu schwimmen und gleichzeitig den unmittelbaren Blick auf den Schwarzwald zu haben – ich habe dafür die schöne Architektur des Spas genossen (und konnte durch die Fenster ja trotzdem rausgucken). Nach über einer Stunde war ich tiefenentspannt wie schon lange nicht mehr; ich mag es sehr, mich beim Schwimmen in meinen Gedanken verlieren zu können. Um meinen Kreislauf in Schwung zu bringen ging ich noch in die heiße Feuerquelle und kühlte mich in der kalten Mineralquelle (17 Grad!, das Wasser kommt aus 1000 Meter Tiefe) ab. Ich kam mir vor wie in einem japanischen Onsen, die ja auch oft mitten in der Natur liegen – ich sollte wirklich öfter solche kleinen Auszeiten machen!

Vielen Dank für die Einladung an Annemarie Börlind! Alle Infos zum Annemarie Börlind Natural Beauty Spa gibt es auf der Homepage.

Foto Credits: Annemarie Börlind (Nr. 2), Hotel Therme (Nr. 4).

So, und ich habe mir fest vorgenommen, dass es nicht wieder über ein halbes Jahr dauert, bis ich über ein weiteres Beauty-Treatment berichte 🙂 !

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