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Beauty-Notizen 2.10.2020: Der Naturkosmetik Branchenkongress 2020

Diese Woche war richtig viel los bei mir: Es ging nach Berlin zum Naturkosmetik Branchenkongress! Seit der Vivaness im Februar habe ich keine Veranstaltung mehr besucht, umso mehr freute ich mich auf ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern und auf neue Begegnungen. Selbstverständlich war die Teilnehmerzahl wegen der Corona-Beschränkungen deutlich reduziert, das Abendessen am Dienstag fand beispielsweise draußen auf der Terrasse statt und im Hotel galt Maskenpflicht. Trotzdem hat das fabelhafte Kongress-Team all diese Herausforderungen gemeistert, einen großen Dank dafür!

So war der Naturkosmetik Branchenkongress 2020

Gleich nach der Begrüßung am ersten Kongresstag ging es für mich auf die Bühne: 45 Minuten lang sprach ich über die konkreten Auswirkungen von Corona auf die Beauty-Produktwelt, befasste mich mit Black Lives Matter, dem neuen Älterwerden und der glücklicherweise zunehmend enttabuisierten Menopause. Internationale Produkt-Trends und die ‚Skintellectuals‘ (eine Kundengruppe, die Inhaltsstoffe hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Haut genau unter die Lupe nimmt) bildeten einen Schwerpunkt meiner Präsentation. Außerdem beleuchtete ich das Verhältnis von Naturkosmetik und Wissenschaft und gab zum Schluss einen Ausblick auf die Zukunft der Naturkosmetik. Es hat großen Spaß gemacht, den Vortrag zu halten!

In der ersten Keynote des Kongresses gab Prof. Dr. Rudolph dann Anregungen zur Unternehmensführung in disruptiven Zeiten. Er zeigte, wie technologische Entwicklungen, verändertes Käuferverhalten und ein neues Ertragsmodell Amazon zu einem kometenhaften Aufstieg verholfen haben – und wie man darauf reagieren kann.

Spannend dann auch der nächste Programmpunkt: Melanie Schriever von der Vertriebsagentur Mixed Greens verglich zusammen mit dem live aus Kalifornien zugeschalteten Ali Luna von Wholefoods Market den amerikanischen und den deutschen Biomarkt. In den USA betreuen Broker gleich mehrere Marken am Point of Sale – ein Modell, dass ganz sicher auch in Europa Zukunft hat.

Am Vormittag des nächsten Kongresstags drehte sich alles rund um Ressourcen: In der zweiten Keynote des Kongresses von Prof. Dr. Dr. Radermacher ging es um gesellschaftliche Umwälzungen und den Klimawandel. Sehr einverstanden war ich mit seiner globalen Sichtweise auf diese Probleme, die sich leider nicht in Europa lösen lassen. Prof. Dr. Dr. Rademacher hat deswegen zusammen mit dem BMZ die Allianz für Entwicklung und Klima gegründet, die Entwicklungsarbeit und Klimaschutz verbindet. An diesem Projekt kann sich jeder Bürger, aber auch Firmen oder Fußballvereine beteiligen und so den globalen Süden und zugleich das Klima unterstützen – denn beides hängt miteinander zusammen.

Anschließend stellte Geschäftsführer und Landwirt Benedikt Bösel sein Modell der regenerativen Landwirtschaft vor. Den Bauernhof Gut & Bösel kann man in Brandenburg übrigens besuchen und dort die nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft persönlich kennenlernen.

Über nachhaltig hergestellte Rohstoffe berichtete dann Dipl.-Phys. Michael Carus vom nova-Institut. Durch neue Technologien ist es möglich, kosmetische Wirkstoffe wie z.B. Bisabolol, Fettsäuren oder Ethanol aus Abfallstoffen oder sogar aus CO2 herzustellen. Erneuerbarer Kohlenstoff könnte zudem der Schlüssel sein, um zukünftig auf fossile Rohstoffe in der Chemie-Industrie zu verzichten.

Eine Podiumsdiskussion über nachhaltige Packmittel bildete den Abschluss des Kongresses. So stellte der Hersteller Albéa einen QR-Code vor, mit dem der Kunde nachvollziehen kann, woher die Verpackung kommt. Das Start-up Better by Less setzt dagegen insgesamt auf eine Reduzierung von Verpackung und bietet wasserfreie Pulver an, die man selbst zu Hause mit Wasser in einer Flasche anmischt. Etiketten aus komplett recyceltem Material bietet neu der Hersteller Schäfer-Etiketten – um mal ein paar Beispiele zu nennen.

Ich habe also jede Menge Anregungen und Nachdenkenswertes vom Kongress mitgenommen. Das gesamte Programm könnt ihr auf der Homepage des Naturkosmetik Branchenkongresses nachlesen.

Ja, ich habe auf dem Naturkosmetik Branchenkongress keinen Lippenstift getragen – das wäre vor der Pandemie und dem damit verbundenen Maskentragen undenkbar gewesen. Dazu passt auch mein Blogpost vom Montag bestens, in dem ich den Make-up-Look „Schön sein mit Maske“ zeige, der die Augen betont 〈der Link verweist auf einen Beitrag in Kooperation mit marie w.〉.

Und natürlich muss ich hier noch kurz zeigen, was ich in Berlin erstanden habe (auch wenn ich leider kaum Zeit für Store Checks hatte):

  • Immerhin habe ich es in einen gut sortierten Alnatura geschafft (gibt es nicht in Nürnberg), wo ich die Haar & Nagel Plus Kapseln von Luvos gekauft habe. Ihr wisst ja von meinem Inner Beauty-Faible 🙂 . In den Kapseln werden Heilerde und pflanzliche Extrakte kombiniert.
  • Außerdem durfte der Nature Cocoon Shower von Weleda mit, die neue limitierte Edition duftet nach Tonka (und nach Weleda).
  • Im Drogeriemarkt dm entdeckte ich die neue My Age-Linie von Lavera, die für Menschen im Alter von 55-75 Jahren gedacht ist. Neugierig machte mich das My Age Intenisiv Öl-Serum von Lavera, das reichhaltige Pflege bieten und Pigmentstörungen reduzieren soll. Noch habe ich das Serum nicht im Gesicht ausprobiert, es duftet nach Sandelholz und Blüten.
  • Einen festen Badezusatz hat Dresdner Essenz unter dem Schlagwort ‚Less Waste‘ lanciert. Die Badeseife Hautzarter Hafer von Dresdner Essenz reicht für bis zu 20 Anwendungen aus und ersetzt damit zwei Flaschen Schaumbad à 400ml. Man gibt die Badeseife in das einlaufende Badewasser und schäumt sie dann mit den Händen etwas auf. Duftet intensiv cremig (wahrscheinlich nicht aus rein ätherischen Ölen). Werde ich am Wochenende testen!

Ich freue mich nun schon auf ein geruhsames Wochenende! Euch wünsche ich ebenfalls gute Erholung am Feiertag und Sonntag 🙂

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