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Meine Körper- und Haarpflege (5): Reklamedame

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Ich freue mich echt sehr, dass die neue Serie so gut angelaufen ist, hier kommt schon der nächste Beitrag! Bisher haben Piret, Nancy, sunswirl und ich unsere Körper- und Haarpflege auf dem Blog vorgestellt. Falls ihr auch an der Serie teilnehmen möchtet, schickt mir einfach ein Foto mit euren Produkten sowie einen kurzen Text, in dem ihr beschreibt, wie eure Körperpflege und Haarpflege aussieht. Unbedingt sollte es sich um überwiegend naturkosmetische Produkte handeln (es dürfen maximal 1-2 konventionelle Produkte dabei sein). Die Email-Adresse für die Einsendungen lautet beautyjagd(at)yahoo.de – (at) bitte mit @ ersetzen. Und jetzt Vorhang auf für Reklamedame!

♦ Die Fakten (inkl. Beschreibung der Haut und Haare): Mein Name ist Reklamedame, ich bin 27 Jahre alt und wohne im Osten Österreichs. Meine Körperhaut ist zwar nicht besonders trocken oder empfindlich, aber durch das kalkhaltige Wasser hier muss ich mich nach jeder Dusche eincremen, da es sonst überall juckt. An meinem früheren Wohnort mit weicherem Wasser war das nicht notwendig. Meine Haare sind dunkelbraun, reichen ungefähr bis zu den Schulterblättern und sind leicht naturgewellt. Der Ansatz fettet recht schnell nach und hin und wieder neige ich zu Schuppen. Der Naturkosmetik stehe ich etwas zwiegespalten gegenüber – an sich finde ich den Gedanken gut, aber oft ist die Umsetzung nichts für mich. Alkohol und reizende Duftstoffe haben für mich in Pflegeprodukten nichts verloren. Im Gesicht bin ich da streng, am Körper mache ich aber hin und wieder auch Ausnahmen. Außerdem bin ich auf dem Weg zu einer minimalistischeren Lebensweise, die man aber auf dem Foto nicht so wirklich erkennen kann. Das liegt aber vor allem daran, dass ich nichts wegwerfen kann und deswegen laaaangsam meine Bestände aufbrauche. Man merkt aber glaube ich den Hang zu Multitasking-Produkten und zum Zweckentfremden von Küchenzutaten. 😉

♦ Körperreinigung: Ich habe leider keine Badewanne, also muss ich mich mit der Dusche begnügen. Ich dusche prinzipiell abends, da es nichts schöneres gibt, als frisch geduscht ins Bett zu gehen. Beim Duschgel bin ich recht anspruchslos, es darf nur nicht zu aufdringlich riechen. Momentan benutze ich die Kneipp Cremedusche „Sinnliche Verführung“ mit Feigenmilch und Arganöl, die ich als Weihnachtsgeschenk bekommen habe (nur naturnah). Der Duft ist angenehm, allerdings würde ich im Winter, wo ich keine hartnäckige Sonnencreme zu entfernen habe, lieber etwas milderes ohne SLS benutzen. Da ich aber nicht wieder anfangen möchte, verschiedene Duschgels durcheinander zu benutzen und mir der Duft für den Sommer zu schwer ist, werde ich es trotzdem weiter benutzen.

♦ Körperpflege: Nach dem Duschen muss ich mich eincremen. An sich benutze ich gerne Körperöle, doch das Alverde Schönheitsöl ist gar nichts für meine Nase. Ich mische es in eine konventionelle Bodylotion von Balea um den Duft etwas zu „verdünnen“. Gott sei Dank ist es bald aufgebraucht!

♦ Deodorant: Wenn meine Achseln frisch rasiert sind, kommt reines Kokosöl darauf, um die gereizte Haut zu beruhigen (mache ich auch an den Beinen so). Ansonsten benutze ich an Tagen, an denen ich nichts schweißtreibendes vorhabe, die Deo Creme Sensitiv von Wolkenseifen. Ich habe zwar keine sensible Achselhaut, aber ich wollte nicht riskieren, dass mir der Duft nicht gefällt, deswegen habe ich mir diese unbeduftete Variante bestellt. Wenn die Creme bald aufgebraucht ist, möchte ich mich mal ans Selbstmischen wagen. An Tagen, an denen ich aber nicht schwitzen möchte, greife ich auf ein konventionelles Antitranspirant mit Aluminiumsalzen zurück. Ich benutze gerne Antitranspirant und kann dem momentanen Aluminium-Bashing absolut nichts abgewinnen.

♦ Haarpflege: So, hier wird es schon etwas komplizierter. Zur Haarwäsche benutze ich meist nur Roggenmehl, das ich mit Wasser zu einer Art Gel anrühre. Diese Methode habe ich mir von Erbse von Kosmetik-vegan.de abgeschaut. Das Haargefühl ist toll und vor allem wird meine Kopfhaut nicht irritiert. Wenn ich etwas zu viel angerührt habe, benutze ich das Roggengel auch gleich für den Körper. Das Mehl benutze ich auch für Sauerteig zum Brotbacken, daher ist mein Verbrauch davon recht hoch! Ich wasche meine Haare ungefähr zwei bis drei Mal pro Woche, je nachdem, was ich vorhabe. Nach etwa drei Roggenwäschen muss aber mal Natron ran, um die Haare so „richtig“ sauber zu bekommen. Vor der Natronwäsche kommt der Rahua Voluminous Conditioner in die Längen, um während der Wäsche einzuwirken (eigentlich nur, um endlich aufgebraucht zu werden), danach mache ich eine saure Rinse aus verdünntem Apfelessig. Wenn die Spitzen es nötig haben, kommt Kokosöl zum Einsatz, da bin ich nicht markentreu, nur kaltgepresst und am besten bio sollte es sein. Ich habe immer zwei Gläser Kokosöl daheim – eines im Bad und eines in der Küche. Manchmal mische ich mir auch eine Kur für die Kopfhaut aus Kokosöl, Aloe Vera Gel und dem Amla Haaröl von Khadi zusammen. Wenn es schnell gehen muss kommt das „No Drought“ Trockenshampoo von Lush auf Basis von Maisstärke zum Einsatz. Die Flasche ist riesig, deswegen begleitet es mich schon seit Jahren.

♦ Haarfarbe: Meine Haare färbe ich entweder mit Henna von Khadi oder Radico. Momentan habe ich noch eine halbe Packung Radico „Wine Red“ hier, die am Wochenende wieder zum Einsatz kommt. Ich färbe nur in sehr unregelmäßigen Anständen, da man bei meinen dunkelbraunen Haaren nur einen leichten Rotschimmer sieht, und daher der Nachwuchs nicht so auffällt. Im Sommer, wenn die Haare etwas ausbleichen, fällt der Unterschied stärker auf, außerdem schimmert es da so schön, deswegen färbe ich da häufiger.

♦ Haarstyling: Meine Haare style ich eigentlich so gut wie nie, ich lasse sie eigentlich immer lufttrocknen. Deswegen sind meine drei Stylingprodukte uralte Schrankleichen. Im Sommer benutze ich manchmal das John Masters Organics Sea Salt Spray. Allerdings sind meine Haare, wenn ich sie mit dem Roggenmehl wasche, schon schön griffig, so dass ich kaum mehr dazu greife. Falls ich meine Haare zu einem besonderen Anlass doch einmal style (meistens Locken), dann kommt das Less is More Chitinspray zum Einsatz, das als heat-activated Föhnlotion für natürliches Volumen, leichten Halt & Glanz sorgen soll und zum Abschluss das Less is More Seidenfluid zum Definieren. Die cremige Textur, die nicht „crunchy“ wird, wäre eigentlich perfekt für die tollen Locken meines Freundes geeignet, aber leider kommt er mit dem recht starken Duft nicht zurecht, der doch ziemlich lang in den Haaren bleibt.

♦ Hand- und Fußpflege: Meine Füße werden einfach bei der Körperpflege mit eingecremt, sie sind nicht besonders pflegeintensiv. Meine Hände muss ich allerdings sofort eincremen, nachdem sie mit Wasser in Kontakt gekommen sind, sonst werde ich wahnsinnig. Ich habe aber noch keine richtig überzeugende Handcreme gefunden, deswegen habe ich überall kleine Pröbchen herumliegen. Auch Gesichtscremes, die ich nicht mehr mag, werden so aufgebraucht.

Vielen Dank an Reklamedame für den Blick ihr Badezimmer! Was findet ihr interessant, was kennt ihr auch oder habt einen Tipp?

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13 Kommentare

  1. Roggenmehl für die Haarwäsche? Das ist mal eine (für mich) ungewöhnliche Routine… Ich bin schon mit Wascherde nicht klargekommen, bei mir muss es morgens fix gehen und ich wasche meine sehr kurzen Haare auch täglich.
    Beim Färben bin ich wiederum dabei: Ich benutze Henna, Amla & Jatropha von Khadi und bin über die Maßen zufrieden damit. Bei mir deckt es auch erste graue Härchen ab bzw. färbt sie halt etwas röter als den Rest, was einen sehr lebendigen Effekt macht. Meine Ausgangshaarfarbe ist Dunkelbraun.
    Danke fürs Zeigen deiner Routine!

    • Reklamedame sagt am 2. März 2016

      Danke für deinen Kommentar! Wascherde habe ich noch gar nicht ausprobiert! Wenn ich meine Haare morgens wasche, rühre ich mir den Brei abends an, allerdings muss er nicht unbedingt lange stehen, ich wasche mir durchaus auch mal spontan die Haare damit. Das Henna, Amla & Jatropha von Khadi finde ich auch toll! Habe aber derzeit noch ziemlich viel vom Radico über!

  2. Waldfee sagt am 1. März 2016

    Genau, das Roggenmehl- wie spannend ist das denn? Für meine pupstrockene und juckende Kopfhaut wäre das doch mal einen Versuch wert. Allerdings wasche ich auch 1-2 tätig und das Rumgepatsche morgens um 4:15 ist wohl eher nicht der Hit?

    • Reklamedame sagt am 2. März 2016

      Hallo! Wenn ich mir morgens die Haare wasche, rühr ich mir den Brei abends an…er muss zwar nicht unbedingt so lange stehen, aber mir ist morgens jede Minute Schlaf wertvoll! 😉

  3. Witzig, ich habe vor kurzem auch mal die Roggenmehl-Variante ausprobiert und auf meinem Blog darüber berichtet. Ich war auf jeden Fall positiv überrascht. 🙂 Lg

    • Reklamedame sagt am 2. März 2016

      Da sind unsere Erfahrungen ja ziemlich ähnlich! Ich mache mir meine Brei allerdings meistens deutlich flüssiger.

  4. Sophie mit Blau sagt am 1. März 2016

    Der Zeitaufwand bei Haarwäsch mit Roggengel ist vor allem bei kürzeren Haaren echt nur minimal größer als bei Shampoo. Man muss halt rechtzeitig dran denken. Wenn man morgens wäscht rührt man einfach abends Mehl + Wasser zusammen und stellt das Schüsselchen ins Bad. Mit unter die Dusche, auf den Kopf, Körper waschen, ausspülen, fertig.
    Ich brauche fürs ausspülen etwas länger als mit Shampoo, aber falls noch Mehlreste im Haar sind macht das eigentlich nichts, die lassen sich aus den trockenen Haaren mit zwei Strichen rausbürsten.
    Ich hab das mal einige Monate lang gemacht und hatte nicht den Eindruck dass ich mehr Zeit mit Haarewaschen/vrbereiten verbringe 😉

  5. Siebenschön sagt am 1. März 2016

    Das mit dem Roggenmehl zum Haare waschen finde ich auch sehr spannend. Lustig, dass ich gerade vor ein paar Tagen ein Kilo davon im Bioladen gekauft habe um das mal auszuprobieren. Seit etwa vier Wochen wasche ich nur noch mit Wascherde – hatte vorher trockene Kopfhaut trotz sehr mildem basischem Bio-Shampoo. Mit der Wascherde ist es schon sehr viel besser geworden. Ist Roggenmehl noch milder?
    Wie ist das eigentlich mit der Natron-Wäsche? Löst man das im Wasser auf und kippt das über die Haare oder braucht man da viel und macht sich einen Brei wie mit dem Mehl oder der Erde?

    • Reklamedame sagt am 2. März 2016

      Vielen Dank für deinen Kommentar! Wascherde habe ich noch nicht probiert…das mit dem Roggenmehl war damals so eine spontane Sache, da ich es sowieso schon zum Backen zuhause hatte. Ich empfinde das Roggenmehl als sehr mild auf der Kopfhaut, vor allem weil es einen hautneutralen pH hat und somit die Haut nicht austrocknet. Beim Natron bin ich noch am rumprobieren, meistens löse ich so ungefähr die Hälfte von dem abgebildeten Päckchen in wenig Wasser auf (manchmal gebe ich auch etwas Aloe Vera Gel dazu um eine etwas geligere Konsistenz zu erhalten und gleichzeitig der Kopfhaut Feuchtigkeit zuzuführen, da das Natron ja doch austrocknend wirkt). Das verteile ich dann eigentlich nur im Ansatz und massiere alles gut ein. Beim ausspülen verteilt sich das dann in den Längen und das reicht mir an Reinigung auch aus, vor allem, da ich ja kaum Stylingprodukte verwende! Ich hoffe ich konnte dir da weiterhelfen!

  6. Liebe Reklamedame,
    Danke für das vorstellen deiner Pflegroutine. Ich habe mich gerade an einigen Punkten direkt wieder entdeckt 🙂
    Ein Hoch auf Abendduscher! Ich kann das absolut nachvollziehen, frisch geduscht ins Bett zu huschen. Ohne mag ich es auch nicht.
    Nach einer Dusche muss ich mich ebenfalls gut eincremen, vor allem an den Armen und Beinen. Da hat es meine Haut wirklich nötig. Hast Du mal probiert mir Öl zu reinigen (ist vl auch nur etwas für das Gesicht?!)?

    Meine Haarpflege ist auf jeden Fall komplett konträr zu Deiner 🙂 Ich nutze gern normale Shampoos, obwohl meine Ansätze auch recht schnell nachfetten. Manchmal finde ich das sehr traurig. Zwischendurch reinige ich dann mit Lavaerde.
    Als Trockenshampoo habe ich auch das von Lush – mische es aber ganz gern mit normaler Heilerde. Das hält erstaunlich gut, die Haare frisch und wirkt auch nicht zu grau 🙂

    Grünste Grüße

    • Reklamedame sagt am 2. März 2016

      Vielen Dank für deinen Kommentar! Das Kokosöl benutze ich tatsächlich auch hin und wieder um mein Gesicht zu reinigen. Für den Körper habe ich bis jetzt hin und wieder konventionelle Duschöl Produkte benutzt, die mir eigentlich recht gut gefallen haben, vl schaue ich mich da noch mal weiter um. Hast du vl einen Tipp für mich?

      Das mit der Heilerde im Trockenshampoo hört sich gut an, das werde ich bald mal ausprobieren! Wenn ich selten „rückfällig“ werde und mit „normalem“ Shampoo wasche (in der Anfangszeit, als ich nebenbei noch altes Shampoo aufbrauchen wollte) rächt sich das sofort…meine Kopfhaut juckt spätestens nach der zweiten Shampoowäsche und wird schuppig!

  7. Hallo Reklamedame, danke für die tolle Vorstellung. Die Radico Haarfarbe habe ich auch schon benutzt, allerdings in Champagnerblond. Derzeit lasse ich meine Naturhaarfarbe wieder herauswachsen. Und Kokosöl steht auch auf meiner Wunschliste ganz oben.
    Liebe Grüße
    Nancy 🙂

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