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Meine Körper- und Haarpflege (6): Emma

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Während ich unterwegs bin und mich – mit nur sporadischem Wlan – an der südlichen Küste Englands herumtreibe, könnt ihr in ein weiteres Bad blicken! Bisher haben Piret, Nancy, sunswirl, Reklamedame und ich unsere Körper- und Haarpflege auf dem Blog vorgestellt. Falls ihr auch an der Serie teilnehmen möchtet, schickt mir einfach ein Foto mit euren Produkten sowie einen kurzen Text, in dem ihr beschreibt, wie eure Körperpflege und Haarpflege aussieht. Unbedingt sollte es sich um überwiegend naturkosmetische Produkte handeln (es dürfen maximal 1-2 konventionelle Produkte dabei sein). Die Email-Adresse für die Einsendungen lautet beautyjagd(at)yahoo.de – (at) bitte mit @ ersetzen. Und jetzt Vorhang auf für Emma!

♦ Die Fakten (inkl. Beschreibung der Haut und Haare): Hallo, ich bin Emma, 30 Jahre alt und komme aus München. Meine Körperhaut ist normal und robust, mit einer Neigung zu Unreinheiten auf den Schultern und dem Decolleté. Meine Haare habe ich vor drei Monaten um 35 cm abgeschnitten, von Taillenlänge zu ungefähr BH-Verschluss, sie sind mittelblond, sehr dick und wellig. Ich habe ziemlich fettige Kopfhaut mit einer Neigung zu Schuppen und Juckreiz. Ich verwende Naturkosmetik seit ca. 13 Jahren, wobei der Anteil an der Gesamtroutine stark schwankt (im Gesicht beispielsweise komme ich nur mit reizfreier Kosmetik klar und musste deswegen von Naturkosmetik Abschied nehmen, bei der Haar- und Körperpflege habe ich – glaube ich – seit ca. 8 Jahren kein echtes konventionelles Produkt mehr verwendet und komme damit wunderbar zurecht).

Ich verwende viele Produkte sowohl für die Haare als auch den Körper und habe sie deswegen nach Anwendungsort bzw. -zeit sortiert.

♦ In der Dusche: Ich verwende eine Reinigungsflüssigkeit aus Lavaerde und magenfeiner Heilerde, die ich im Verhältnis 2:1 mit viel Wasser in der Applikatorflasche vom Haarefärben (als ich das Anfang 20 mal ausprobiert habe) vermische und mit dieser auch auf die Kopfhaut, die Schultern und das Decolleté auftrage. Die Heilerde verbindet sich nicht wie die Lavaerde zu einer geligen Konsistenz mit dem Wasser, deswegen muss das Ganze wirklich ziemlich flüssig sein, damit es funktioniert. Ich wollte meine Lavaerde dennoch unbedingt mit Heilerde ergänzen, weil ich es doch im Verhältnis nicht ökologisch genug finde, Lavaerde aus Nordafrika zu verwenden. Eine Heilerde aus Deutschland in einer so feinen Konsistenz wie Lavaerde wäre deswegen mein holy grail, bis dahin tut es die Mischung überraschend gut. Ich benötige ungefähr 1 Esslöffel Lavarde und 0,5 Esslöffel Heilerde pro Duschgang, damit ist es für mich nicht teurer als die meisten Shampoos.
Ungefähr nach drei Waschgängen damit benutze ich einmal ein Shampoo, weil meine Kopfhaut verschiedene Waschmethoden benötigt, um dauerhaft sauber und schuppenfrei zu bleiben. Gerade nehme ich das Alverde Schuppenshampoo, das nach dem Relaunch angenehm dezent duftet und wenig Alkohol enthält. Wenn ich mir damit die Haare wasche, benutze ich es gleich auch als Duschgel. Sonst kommt das Bio Seasons Duschgel Voyage Andalou zum Einsatz, das nach Orangenblüte duftet. Ich hatte von der gleichen Reihe auch noch einen Duft mit Mango, der mir auf die Dauer aber zu intensiv war.
Als Spülung verwende ich den Urtekram Aloe Vera Conditioner, die erste Naturkosmetik-Spülung, mit der ich rundrum zufrieden bin. Ich habe jetzt die dritte Flasche angebrochen und bin total glücklich, nicht mehr selbst mit Ölen in zu wenig pflegenden Formulierungen pantschen zu müssen (Alverde und Alterra) oder zu wachsige Spülungen nicht ordentlich ausgespült zu bekommen (Lavera und myrto). Ich verwende die Spülung auch als Rasiergel.

♦ Nach der Dusche: Zum Trocknen „ploppe“ ich die Haare. Dafür nehme ich inzwischen ein Dreieckstuch aus dem Verbandskasten – mit der eigentlichen Empfehlung, es mit einem T-Shirt zu machen, bin ich nie zurecht gekommen. Eincremen am Körper muss ich mich nicht wirklich, weil ich Duschgel nur dort verwende, wo ich „dreckig“ werde, also an den Füßen, im Intimbereich und unter den Achseln. Für trockene Stellen außer der Reihe, nach der Rasur oder wenn ich z.B. schwimmen war und mich flächendeckend eingeseift habe, verwende ich die Ölmischungen von Savonnerie le Prieuré de Saint Georges, die aus Sheabutter, Kokosöl, Arganöl und Vanille- bzw. Orangenextrakt bestehen. Sie machen sich auch super zur Spitzenpflege für lange Haare. Die Variante mit Vanille enthält keine ätherischen Öle und ist deswegen auch zur Intimpflege oder für Schnupfennasen, eingerissene Nagelhaut oder Katzenkratzer geeignet.
Vor allem im Sommer benutze ich gerne Körperpuder für Stellen, die schnell schwitzen oder reiben. Dieser hier ist eigentlich ein Babypuder von Töpfer und kommt ohne Talkum oder Duftstoffe aus. Um ihn auch als Trockenshampoo verwenden zu können, habe ich einen Esslöffel Heilerde mit reingemischt, so wird die Grundfarbe hellbeige statt weiß und ich bekomme keinen Grauschleier mehr. Wenn ich ein bisschen mehr verbraucht habe, werde ich noch einen Esslöffel Heilerde dazu mischen, um ein völlig unsichtbares Ergebnis zu erzielen, aber gerade ist kein Platz mehr.

♦ Im Alltag: Zwischen Haarwäschen verwende ich das Leave-In Spray Calendula von Urtekram, um meine Haare wieder aufzufrischen und die Wellen aufzukneten. Die Bürste und der Kamm von Kost Kamm sind relativ breitzinkig, was bei meinen dicken Haaren zu weniger Ziepen führt, außerdem pieksen sie meine Kophaut nicht, sondern fühlen sich total angenehm an. Der Deo Stick von Speick ist relativ neu, hat mich aber von der Wirkung her gleich völlig begeistert. An den Duft habe ich mich inzwischen auch gewöhnt und finde ihn nicht mehr störend. Ungewöhnlich ist er natürlich schon, aber das stört mich nicht, zumal mir die Wirkung wichtiger ist. Der einzige Wermutstropfen ist für mich, dass es keine echte Naturkosmetik ist. Ich war aber mit den Naturkosmetikdeos, die ich bislang ausprobiert habe, nie zufrieden und kann ein lediglich naturnahes Produkt in meiner Routine verkraften.
Der Duft Umami von Florascent war mein Abschied von konventionellen Düften. Ich sprühe ihn auf die Haare auf, so hält der Duft bei mir den ganzen Tag (tatsächlich rieche ich ihn abends immer noch). Bei mir riecht er sehr weiblich, warm und eher schwer, die Tonkabohne kommt sehr intensiv zum Tragen und ich bekomme oft auch Komplimente für ihn. Die Suche war zwar schwierig, aber mit ihm habe ich meinen „signature scent“ gefunden, den ich jeden Tag tragen möchte.
Die Kamelien-Handcreme von Leo & Lilo ist für den Alltag toll, sie duftet angenehm blumig-leicht und das ohne deklarationspflichtige ätherische Öle, zieht schnell ein und pflegt meine Hände ausreichend; nachts oder bei besonders kalten Temperaturen muss aber doch der Balsam von Savonnerie le Prieuré de Saint Georges ran.

Vielen Dank an Emma für den Blick ihr Badezimmer! Was findet ihr interessant, was kennt ihr auch?

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21 Kommentare

  1. Hallo Emma, was genau du mit „Haare ploppen“ meinst, musst du bitte nochmal genauer erklären 😉 Ansonsten finde ich deine Routine interessant. Das Deo von Speick mag ich auch sehr gerne, dagegen komme ich mit den Shampoos von Alverde nicht zurecht.
    Liebe Grüße
    Elisabeth

    • Liebe Elisabeth,

      das bezeichnet eine Technik, wo man die Haare über Kopf in ein Tshirt oder Tuch einwickelt zum trocknen. Dadurch werden die Wellen nicht zerstört und man bekommt keine Knicke in den Haaren wie beim Turban. Ich mache das habe auf dem Bett: Tuch ausbreiten, die Haare über Kopf auf das Tuch legen, sie dann auf dem Oberkopf zusammen fassen und dann das Tuch drum binden, dann wieder aufrichten, letzte Haare rein wurschteln und Tuch zubinden. Ich hoffe, dass war verständlich? Auf YouTube sind ganz viele Anleitungen, wenn es zu kompliziert klingt, es ist aber ganz einfach, versprochen!
      Liebe Grüße!

  2. Liebe Emma,
    einiges davon kenne ich auch. So wasche ich meine Haare beispielsweise ebenfalls mit Lavaerde, muss aber nun zwischendurch auch immer mal wieder auf Shampoos zurückgreifen. Ich mag das CMD Neutral Shampoo mit Meersalz sehr gern. Geploppt habe ich meine Haare eine Zeit lang ebenfalls und mag diese Methode sehr gern. Dadurch, dass ich aber nur 1x wöchentlich wasche waren sie mir dann zu schnell filzig, sodass ich nun eine andere Methode für mich entdeckt habe. Ich rolle meine Haare nach dem Waschen und nachts in so einen Dutt-Donut ein und habe die schönsten Wellen, die auch am Ansatz voluminös sind (: . Wie schaffst du deine Haare nach dem Ploppen zu entwirren, ohne dass sie strohig werden? Oder wäschst du alle 2 Tage?
    Das alverde Shampoo klingt in der neuen Rezeptur auch interessant. Ich habe auch schon mit dem Anti-Schuppen-Shampoo von Alterra geliebäugelt (: . Danke für die schönen Inspirationen und liebe Grüße.

    • Liebe Theresa,

      tatsächlich hat dein Blogpost mich damals inspiriert auch Lavaerde zu probieren! ; )
      Ich habe gar keine Probleme meine Haare zu entwirren, sie verfilzen glücklicherweise gar nicht, vor allem auch wenn ich Spülung verwende. Ich wasche aber auch zwei mal die Woche, einfach weil die Haare so fettig werden. Deine Methode klingt sich spannend, steckst du die Haare dann noch irgendwie fest?

      Liebe Grüße!

      • Liebe Emma, was ehrlich? Das finde ich toll (: !
        Mir ist eingefallen, dass vielleicht auch Roggenmehl eine regionalere Alternative zur Lavaerde wäre. Ich werde das auch demnächst mal testen, weil meine Lavaerde leer ist. Hast du das schon mal probiert? Soll ja wohl ganz ähnlich sein.
        Ich nehme die Haare nach dem Waschen kopfüber in eine Hand und ziehe diesen „Zopf“ durch den Donut. Dann beginne ich die Haare von den Spitzen her um den Donut aufzurollen. Ist nicht ganz einfach zu erklären, aber wenn du Interesse hast schau mal bei Youtube nach dem Video „LOCKEN OHNE HITZE schnell + einfach über Nacht | Mamiseelen“.
        Da sieht man in der zweiten Variante wie man die Haare auf so einen Donut (oder in dem Fall eine Socke ^^) aufrollen kann. Daher kam auch meine Idee dazu (: . Das ist dann relativ fest, sodass ich keine zusätzlichen Haarnadeln mehr benötige.
        Liebe Grüße (: .

    • Irgendwie kann ich auf deinen letzten Kommentar nicht antworten?! Egal. 🙂
      Das klingt ja auch total cool mit dem donut, das probiere ich mal aus. Ich bin mir nicht so sicher, ob ich mit meinen Stufen den Dutt so hoch machen kann, dass ich bequem drauf schlafen kann, aber das probiere ich mal aus. Und sonst kann ich das ja immer noch am Wochenende machen.
      Ja genau, Roggenmehl will ich als nächstes ausprobieren, wenn die Lavaerde leer ist. Vielleicht kann man es auch abwechseln denn das mögen meine Haare besonders gern. Ein spannendes Thema!
      Liebe Grüße!

  3. Hmm, Conditioner als Rasiergel hab ich jetzt schon öfter gelesen… Was ist der Vorteil z.B. zu normalem Duschgel? Ansonsten: Danke fürs Zeigen, Emma!

    • Liebe Ava,

      ich finde es pflegender als Duschgel, das ist der einzige Vorteil aus meiner Sicht, aber auch nur weil ich kein extra Produkt im Bad haben will, vielleicht wäre ein richtiges Rasiergel sogar noch besser. Früher habe ich nur mit Wasser rasiert das ging auch : )
      Liebe Grüße!

  4. Waldfee sagt am 8. März 2016

    Mich interessiert ja auch sehr, was du mit ploppen meinst? Vielen Dank für den Blick in Dusche und Bad. Ich finde es auch sehr spannend, wie andere Leute sich so pflegen. Urtekram habe ich noch nie ausprobiert, vielleicht sollte ich das mal tun? Bei der Haarpflege bleibe ich aber Myrto treu.

    • Liebe Waldfee,

      ich hab es oben bei Elisabeth beschrieben, es ist aber echt einfacher, sich ein Video anzuschauen weil die Beschreibung glaube ich kompliziert geworden ist.
      Ich bin zufällig über urtekram gestolpert und finde viele Sachen gut, vor allem weil ich keine starken Düfte mag, wenn du also mal in natura probieren kannst, würde ich das auf jeden Fall tun.
      Liebe Grüße

    • Liebe Kat,

      ich hoffe du liest das jetzt noch 😉
      Bei mir hilft der Stick nur gegen Geruch, nicht gegen Nässe. Was naturkosmetisches, das tatsächlich gegen Nässe hilft, habe ich noch nicht gefunden. Es heißt, das Salbei das könne, das kann ich aber nicht bestätigen. Von Syneo gibt es ein Anti-Transpirant ohne Aluminium, das mit Wirkstoffen aus der Wintraube arbeitet, aber weit entfernt von Naturkosmetik ist. Das verwende ich für ganz ganz wichtige Termine, aber nicht dauerhaft, weil ich es dann nicht vertrage.

      LIebe Grüße!

  5. Ich pflege seit einem Jahr nur noch reizfrei und das geht inzwischen auch ziemlich gut mit Naturkosmetik!
    Bei meinen Locken ist es dagegen schwieriger; ich vertrage keine konventionelle Tenside (sonst juckt und schuppt meine Kopfhaut), die milden Shampoos und Conditioner machen meine Haare aber eher trocken. Da vermisse ich Silikone doch schon mal…

    • Christina sagt am 14. März 2016

      Genau das wollte ich auch grade schreiben, z.B. die Martina Gebhardt Sheaserie bietet sich da ja an.

      • Liebe Christina,

        das war natürlich die erste Linie, die ich ausprobiert habe, zumal ich die ganze Marke total sympathisch finde, aber ich habe sie leider nicht vertragen und davon ziemlich schlimme Pickel bekommen. Ich vertrage wohl kein Olivenöl und keine Kakaobutter im Gesicht, vielleicht auch die Kombination aus beiden, jedenfalls habe ich Monate gebraucht, bis meine Haut danach wieder normal aussah.

        Liebe Grüße!

    • Liebe Strawberrymouse,

      ich finde auch, das sich vor allem im letzten Jahr da viel getan hat, möchte aber jetzt alles erstmal aufbrauchen und gleichzeitig noch ein bisschen abwarten und mich dann in Ruhe mal informieren, was in Frage kommt. Vor zwei, drei Jahren, als ich mich endgültig zu reizfrei entschieden habe, gab es für mich nichts brauchbares denn ich habe Neurodermitis und bin gegen sehr viele Sachen überempfindlich bzw. reagiere auf sehr viele Produkte mit Kontaktallergien. Zum Beispiel bin ich allergisch auf Aloe Vera, was selbst in vielen sonst reizfrei formulierten Produkten enthalten ist, zB fallen dadurch i+m und Urtekram weg.

  6. Reklamedame sagt am 17. März 2016

    Danke fürs Zeigen! Das mit dem Ploppen aus ich auch wieder machen, vergess leider oft drauf…und etwas Heilerde in mein Tropenshampoo mischen!

    • Liebe Reklamedame,

      sag Bescheid, wie du es findest! Ich habe inzwischen schon herausgefunden, dass es sich für den Auftrag mit dem Pinsel nicht so gut eignet, weil die Heilerde gröber ist als der Puder und sich die Mischung deswegen nicht gleichmäßig mit dem Pinsel aufnehmen lässt, aber wenn ich es direkt auf die Kopfhaut streue, ist es einwandfrei und ich freue mich immer wieder über meinen Einfall 🙂

      LIebe Grüße!

  7. Mandy sagt am 8. Mai 2016

    Hallo Emma,

    woher beziehst du das Savonnerie Öl?
    Liebe Grüße

    • Emma sagt am 10. Mai 2016

      Liebe Mandy,

      Ich habe das Öl im Supermarkt in Frankreich gefunden, im Heimatort meines Mannes. In vielen Supermärkten dort gibt es viel Kosmetik da es keine Drogerie in der Form gibt. Wenn du mal nach Frankreich kommst, lohnt sich also immer ein Besuch! Wo man es in Deutschland bekommen kann, weiß ich leider nicht, aber wenn du französisch kannst, dann schau vielleicht mal auf der Facebook Seite des Herstellers.
      Tut mir leid, dass ich nicht weiter helfen kann!

      Liebe Grüße!

      • Mandy sagt am 10. Mai 2016

        Hallo Emma,

        Danke für deine Antwort,nach Frankreich komme ich leider nicht,schade denn du hast mich echt neugierig gemacht!
        Liebe Grüße❤️

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