Reise

In Seoul (2): Weite Horizonte

gyeongbokgung palace_beautyjagd

Here you can find an English version of this article.

In meinem Tokyo Tagebuch oder in Hallo Hongkong habe ich meist keine touristischen Sehenswürdigkeiten gepostet, sondern mich auf Details aus den jeweiligen Städten konzentriert. Ich werde das auch in Seoul so machen, aber den Schnappschuss oben mit dem Blick auf den berühmten Gyeongbokgung Palast möchte ich hier doch nicht auslassen.

Vielleicht deswegen, weil ich vorher so gar nicht damit gerechnet hatte, dass es in Seoul – gar nicht weit vom Zentrum entfernt  – solche Orte gibt: Orte voller Weite, ein riesiger Palast mit mehreren Gebäuden in großartiger Holzbauweise und dahinter die Aussicht auf die Berge! Ich war hingerissen und kam mir sehr fremd vor (im besten und aufregenden Sinn) – und fühlte buchstäblich die strahlende Glückseligkeit in mir aufsteigen, die der Palast im Namen trägt.

Ich brauche es immer wieder, meinen Horizont zu weiten (gerade nach einem langen Winter am Schreibtisch), und das kann ganz unterschiedlich sein: Der Blick auf ein unendliches Häusermeer in Metropolen, eine Aussicht auf einen großen See oder der offene Himmel am Strand. Geht euch das auch so? Bis zum nächsten Eintrag meines Seoul-Tagebuchs!

Teile diesen Beitrag:

13 Kommentare

  1. Carmen sagt am 20. April 2016

    Sehr schön!
    Mich spricht auch an, dass eher weniger Menschen zu sehen sind. Ich weiss nicht, wie es im Palast ist, könnte mir jedoch vorstellen, dass es insgesamt ein Kontrast zu Seoul (Stadt) ist.

    • beautyjagd sagt am 21. April 2016

      In den Palästen sind schon auch viele Touristen – aber da das Gelände so groß ist, verteilen sich die Menschen. Und ja, ein Kontrast ist es auf jeden Fall zu so lebendig-quirligen Stadtvierteln wie Myeongdong, das ich neulich vorgestellt habe.

  2. Petra sagt am 20. April 2016

    Ich liebe diese kleinen Ruhepunkte in deinem Blog sehr, sowohl für den Kopf als auch fürs Auge. Mir ist es ein großes Bedürfnis, den Horizont zu sehen, das gibt mir immer eine ordentliche Portion Zen, vermutlich mag ich deshalb keine Berge.

    • beautyjagd sagt am 21. April 2016

      Oh, das freut mich, dass Du solche Beiträge als Ruhepunkte wahrnimmst 🙂

  3. Noemi B. sagt am 20. April 2016

    Toll! Weite Horizonte mag ich auch und hier am Meer kann man auch die Rundung der Erdkugel erkennen ?
    Morgen Nacht geht’s leider wieder nach Hause… wie lange bleibst du noch in Korea?

    • beautyjagd sagt am 21. April 2016

      Ich bin noch bis Ende nächster Woche hier 🙂 Dir eine gute Heimreise!!

  4. Kerstin sagt am 20. April 2016

    Die Weite suche ich auch immer mal wieder. Der Palast gefällt mir, so klar und ohne Schnörkel und doch mit Schwung. Ein toller blauer Himmel und eine, für mein Auge, irgendwie eigenwillige Form der Berge.

    Die Beauty-Notizen vom kommenden Freitag, hatte ich heute schon in meinen Email, ich heb sie mir allerdings fürs Wochenende auf, sonst fehlt mir da was. 😉

    Hab weiterhin eine gute Zeit in Seoul!

    • beautyjagd sagt am 21. April 2016

      Ja, die Software hat mich gestern Abend geärgert und einfach schon den Newsletter zum Blogpost rausgeschickt, obwohl der Text noch gar nicht fertig war. Da habe ich mich natürlich gefreut … nicht!
      Und ja, die Form der Berge finde ich auch anders als bei uns!

      • beautyjagd sagt am 21. April 2016

        Nunja, wenn ich so drüber nachdenke, war das quasi mal ein (unvorhergesehenes) Goodie/Preview für die Newsletter Abonnenten 😉 🙂

  5. Sehr schön, ich hätte gern etwas mehr. Ob Bilder oder Text. Ich bin da recht leicht zufrieden zu stellen. Am liebsten beides, aber was viel wichtiger ist die Reise zu genießen und sicher nach Hause zu kommen. Oder wenigstens von A nach B. 😉

    • beautyjagd sagt am 21. April 2016

      Ja, ich kann Dich verstehen, dass Du mehr willst 🙂 Bei meinen „Tagebuch“-Beitrags-Serien (auch aus Tokyo und Hongkong) gehe ich konzeptuell immer ein bisschen vor wie auf Instagram, also ein Bild, kein zu langer Text. Dadurch wird die Serie letztlich auch spontaner und ich kann schneller auf Erlebnisse des Tages reagieren.

  6. Fayet sagt am 21. April 2016

    Ich bin beeindruckt, dass im Palast anscheinend immer noch nicht allzuviel los war (oben hast Du dann aber doch kommentiert, das Touristen dagewesen seien.) Ich war 2004 in Seoul, eine gefühlte Ewigkeit her, aber was mich fasziniert hat war das weitestgehende Fehlen der Touristenmassen. Teilweise kam ich mir als einzige Blassnase weit und breit ganz ungewohnt vor, habe es im Endeffekt aber sehr genossen. Im Palast war es am auffälligsten – gefühlt waren wir dort fast ganz allein. Der Kontrast war vor allem so stark weil ich nur wenige Jahre vorher durch China getourt war, und die Menschenmassen dort mich fast schon überfordert hatten. Seoul war so ganz anders, und daran erinnere ich mich noch stark.

    • beautyjagd sagt am 22. April 2016

      „Westliche“ Touristenmassen kann ich hier auch weiter nicht feststellen, aber ich glaube, dass der chinesische Tourismus enorm zugenommen hat , wenn ich mir hier die vielen Bustouren angucke (auch im Palast). Und dann gibt es sehr viele Duty Free-Läden in Seoul, die meiner Meinung nach vor allem die chinesischen Touristen als Zielgruppe haben.

Kommentare sind geschlossen.