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Aromatherapie-Gastbeitrag: Keep calm mit Melissenöl (inklusive DIY-Rezept)

Aromatherapie Melisse

In Zusammenarbeit mit der Naturdrogerie gibt es hier heute einen Gastbeitrag von Uwe Schürmann – worüber ich mich sehr freue! Sicherlich kennen viele LeserInnen den IT-Experten, Kundenberater und ärztlich geprüften Aroma-Experten bereits: Er empfahl auf meinem Blog zum Beispiel Weihnachtsgeschenke für Männer oder schrieb darüber, weshalb so viele Menschen ihr Hautbild falsch einschätzen.

In diesem Beitrag wird es um ein aktuelles Thema gehen: Im Moment leiden viele Menschen unter Unruhe, Ängsten und Nervosität, weil die Pandemie a.k.a das ‚Corona-Virus‘ für jede Menge Verunsicherung sorgt. Uwe empfiehlt hierfür ein bisher eher wenig beachtetes ätherisches Öl. Und nun übergebe ich den Stift bzw. die Tastatur an Uwe:

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In vielen Blogbeiträgen und Tipps fallen mir aktuell die unterschiedlichsten ätherischen Öle auf. Wobei das Augenmerk aufgrund der momentanen Situation stets auf der antiviralen Wirkung liegt. Ich bin etwas verwundert, dass der Gemütslage gar keine Beachtung geschenkt wird. Daher wollte ich die Gelegenheit nutzen, eines meiner liebsten ätherischen Öle in den Fokus zu rücken: Melissa officinalis. Ich zitiere dazu einfach mal aus meiner eigenen Facharbeit zur AromaExperten-Ausbildung:

„Melisse verdankt ihren Namen der Honigbiene (griechisch: melitta / melissa), die den Duft der Melissenpflanze besonders liebt. Schon in der Antike wurde die Melisse als Heil- und Gewürzpflanze angebaut und verwendet. Im Mittelalter wurde sie über die Alpen nach Deutschland importiert und in Klöstergärten kultiviert.

Traditionell wurde und wird Melisse bei Schlafstörungen, Nervosität (auch nervösem Hautjucken), Magen-, Darm- und Leberleiden eingesetzt. Die beruhigenden, krampflösenden, entblähenden und appetitanregenden Eigenschaften wurden auch wissenschaftlich bestätigt. Avicenna (980 bis 1037) setzte Melisse auch bei Herzbeschwerden wie Herzklopfen, Blutdruckschwankungen und Herzrasen ohne organische Ursachen ein.

Heute wird Melissenöl auch bei nervlicher Überreizung und Hyperaktivität, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern angewendet. Ebenfalls zeigt es laut Literatur gute Wirkung bei Gürtelrose und anderen Herpeserkrankungen. Zudem gibt es Praxiserfahrungen bei Stress: siehe Steflitsch, Wolz und Buchbauer, Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis, S. 327.“

Ich will hier weniger auf die stark antivirale Wirkung von Melisse eingehen. Die nehmen wir einfach mal als praktischen Zusatz mit und führen uns bei Bedarf diese Studie zur Wirkung der Melissa officinalis bei H1N1 zu Gemüte. Fokussieren wir uns lieber auf die psychische Wirkung von Melissenöl: ausgleichend, belebend-beruhigend, stärkend, schützend und schlaffördernd. Bedeutet also, dass man sein angekratztes Nervenkostüm ggf. mit Melisse wieder normalisieren kann. Stress und Unruhe – Gift für unser Immunsystem – können durch Melissenöl gemildert werden.

Bonus: Melissa officinalis hat (in passender Kozentration) juckreizstillende und entzündungshemmende Wirkungen auf die Haut. Warum also nicht abends ein selbst gemischtes Pflegeöl oder einen Balsam auf die Hände auftragen, die vom vielen Waschen und Desinfizieren angegriffen sind?

Hier eine DIY-Rezeptidee mit Melissenöl:

  • 25 Gramm Bienenwachs
  • 15 Milliliter Mandelöl
  • 10 g Sheabutter
  • 5 Tropfen Melisse 100% oder 20-30 Tropfen Melisse 10%
  • 2-3 Tropfen Ylang-Ylang komplett
  • 2-3 Tropfen Patchouli

Ätherische Öle in das Mandelöl geben und vermischen. Bienenwachs in einem sauberen Gefäß im Wasserbad schmelzen und anschließend die Sheabutter zugeben. Wenn die Sheabutter geschmolzen ist auch die Mandelöl-Mischung hinzufügen, gut umrühren, aus dem Wasserbad nehmen. Deckel drauf und ab in die Tiefkühltruhe. Das schnelle Herunterkühlen verhindert, dass die Sheabutter Krümelchen bildet.

Alternativ kann man auch die anderen ätherischen Öle weglassen oder reduzieren – und im Gegenzug mehr Melissenöl verwenden. Die Prozentangaben bei der Melisse beziehen sich auf die verschiedenen Produkte, die verfügbar sind. Das Mandelöl kann man auch mit anderen Pflanzenölen ersetzen oder verfeinern. Ebenso kann man die Mischungsverhältnisse zwischen dem Bienenwachs und den Pflanzenölen variieren oder Bienenwachs und Sheabutter komplett weglassen und nur mit flüssigen Ölen arbeiten – je nach persönlicher Vorliebe.

Mit einem veganen Rezept kann ich leider nicht dienen. Man könnte vielleicht versuchen, Bienenwachs mit Carnaubawachs und eventuell zusätzlich Kakaobutter zu ersetzen (auf eigene Gefahr 😉 ).

Primavera und Alteya (olfaktorisch mein Favorit) bieten 100% reines Melissenöl an – zum entsprechenden Preis. Farfalla bietet eine schöne „Verdünnung“ in Jojobaöl: Melisse 10% bio Grand Cru. Und dann ist noch Primavera Melisse bio 30% zu nennen, bei dem die anderen 70% Lavendelöl sind. Eine sehr schöne Synergie, die genauso wie reines Melissenöl zu dosieren ist.

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Danke an Uwe für den Gastbeitrag zum ätherischen Melissenöl! Für mehr Ruhe, Gelassenheit und guten Schlaf in wilden Zeiten.

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