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Hinter den Beauty-Kulissen… ProTec Ingredia GmbH Proudly Presents: Woher Inspirationen für neue kosmetische Wirkstoffe kommen

Codif

Here you can find an English version of this article.

In Kooperation mit ProTec Ingredia // „Romuald, wie kommt ihr eigentlich immer wieder auf Ideen für neue kosmetische Wirkstoffe?“ frage ich den Co-Gründer, Mitinhaber und wissenschaftlichen Direktor des Herstellers von marinen Rohstoffen Codif aus der Bretagne am Telefon. Er muss für seine Antwort nicht lange nachdenken, es sprudelt geradezu aus ihm heraus.

Was bisher geschah: Im Prolog meiner ‚Beauty-Soap‘ habe ich bereits geschildert, dass ich in Kooperation mit ProTec Ingredia GmbH eine Beauty-Fortsetzungsgeschichte für den Blog entwickelt habe. Sie führt mich zu den Ursprüngen der Kosmetik – denn ohne Roh- und Wirkstoffe kann es keine Kosmetikprodukte geben. Mein kosmetisches Abenteuer startete in der ersten Folge mit einem Besuch beim Algenbauern in der Bretagne. Wer hinter ProTec Ingredia steckt und wie Beauty-Innovationen entstehen, konnte man in den beiden folgenden Kapiteln erfahren. Manchmal ist es allerdings gar nicht so einfach, aus einem Pflänzchen einen Wirkstoff herzustellen. Gelingt es, die interessanten Eigenschaften von Moos in einen Cremetiegel hinein zu bekommen? Während daran längere Zeit getüftelt wurde, habe ich herausgefunden, weshalb Algen und Kosmetik so gut zusammenpassen. In der letzten Folge gelang es Mibelle Biochemistry, auf innovative Weise aus Moos einen kosmetischen Rohstoff herzustellen.

Codif

Natur als Inspiration

Romuald Vallée, Co-Gründer, Mitinhaber und wissenschaftlichen Direktor des Herstellers von marinen Rohstoffen Codif: „Oh, da kommt eine Menge zusammen! Wir lieben es, die Natur zu beobachten, auch im Alltag. Ich bin z.B. im Urlaub auf Korsika auf eine Pflanze aufmerksam geworden, die ganz wunderschön am Strand geblüht hat. Allerdings hat sie ihre Blüten nur geöffnet, wenn die Sonne nicht darauf geschienen hat. Ganz offenbar schützt sie sich mit diesem cleveren Mechanismus vor zu viel UV-Licht. Ich war fasziniert davon und habe – wieder zurück im Büro – zur Strandlinie Pancratium maritimum geforscht und bin dabei auf interessante Eigenschaften der Pflanze gestoßen. Mittlerweile bauen wir die Strandlilie hier an (das Foto oben stammt aus dem Labor, aber sie wächst bei uns in Gewächshäusern). Der daraus entwickelte Wirkstoff Neurolight unterdrückt die Melaninsynthese in der Haut und reduziert dadurch Pigmentstörungen.

Oder ich erinnere mich daran, dass ich bei meinen Forschungen am Namen eines Phytoplanktons von der Insel Sylt hängengeblieben bin. Das hat uns zu weiteren Forschungen inspiriert. Allerdings war der aus dem Plankton entstandene Extrakt viel zu dunkel für einen kosmetischen Rohstoff gefärbt. Wir arbeiteten daran, ihm die Farbe zu entziehen und gleichzeitig nicht die Wirksamkeit zu mindern. Dabei machten wir jedoch eine noch viel spannendere Beobachtung: Wir bemerkten, dass das Phytoplankton auf den von uns verursachten Stress reagiert, indem es ein Gel absondert. Und diese Polysaccharide wirken stark antioxidativ! Aus der schlauen Stressreaktion des Planktons ist dann unsere Wirkstoff-Gruppe der marinen Exopolysaccharide (EPS) entstanden. Denn auch auf der Haut konnten wir die entsprechende Wirkung nachweisen, unsere Zellen reagieren ganz ähnlich wie das Plankton auf oxidativen Stress (zur biomimetischen Wirkung von marinen Rohstoffen kann man in dieser Folge der Beauty-Soap nachlesen). Apropos Haut, da kann Dir Pierre-Yves gleich noch was dazu sagen, ich leite Deinen Anruf mal weiter!“

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Die Haut als Inspiration

Beautyjagd: „Hallo Pierre-Yves, Romuald nannte mir das Stichwort Haut…“

Pierre-Yves Morvan, Forschungs- und Entwicklungsleiter bei Codif: „Mein Büro liegt ja gleich neben dem von Romuald und ich konnte etwas mithören, was er Dir erzählt hat. Unsere Forschungen führen uns immer wieder zu interessanten Rohstoffen, wir sind eben alle wissbegierige Wissenschaftler geblieben 🙂 . Und das müssen nicht nur Forschungen zu Pflanzen sein, die uns auf neue Ideen für Rohstoffe zu bringen. Ich habe mich z.B. sehr intensiv mit Hautzellen beschäftigt, dabei bin ich zusammen mit einem italienischen Wissenschaftler auf das bis dahin unbekannte Protein Aquaporin-8 in der Haut gestoßen. Aquaporine kann man als Wasserkanäle der Zelle bezeichnen. Sie schleusen sogar nicht nur Wasser, sondern z.B. auch befeuchtendes Glycerin in die Hautzelle. Das Aquaporin-8 ist verantwortlich für die Weiterleitung von Urea (Harnstoff) – ebenfalls eine stark feuchtigkeitsbindende Substanz, die wichtig für die Gesundheit und Elastizität der Haut ist. Die Aufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit in der Haut wird dadurch gesteigert.“

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Romuald, ruft durch die Tür herein (und das macht er offenbar öfter mal, wie ich erfahren habe 🙂 ): „Ja, und wer hätte gedacht, dass wir ausgerechnet eine Pflanze direkt vor der Haustüre haben, die Eigenschaften aufweist, um die Bildung von Aquaporin-8 anzuregen!“

Pierre-Yves: „Romuald und ich waren öfter joggen in der Mittagspause, hier direkt im fruchtbaren Polder. Sollten wir eigentlich mal wieder machen… 😉 . Dabei ist uns der europäische Queller (Salicornia herbacea) aufgefallen. Die Salzpflanze wächst hier überall an der Küste in Gebieten, die immer wieder überschwemmt werden. Wir untersuchten die Pflanze in unserem Labor auf die verschiedensten Aspekte hin – und bekamen dadurch eine Inspiration, mit der wir vorher nicht gerechnet hatten: Mit einem speziellen Mechanismus schützt sich die Pflanze vor Wasserverlust, den wir nun mit unserem öligen Wirkstoff Hydrasalinol, der aus dem Queller hergestellt wird, nachahmen. Er regt die Bildung von Aquaporin-8 in der Haut an und fördert die Produktion von Urea (Harnstoff) in der Haut. Insbesondere sehr trockene Haut kann mit diesem innovativen Wirkstoff feucht und elastisch bleiben.“

Die Kultivierung von Pflanzen als Inspiration

Beautyjagd: „Ich fasse es mal so zusammen: Euer Forschergeist plus eine Portion Intuition und das Meer direkt vor der Nase bringen euch also immer wieder auf Ideen für neue, innovative Rohstoffe…“

Pierre-Yves: „Das könnte man so sagen 🙂 ! Manchmal führen uns auch Innovationen im Bereich des Anbaus von Pflanzen zu einem neuen Rohstoff. Eric Gasparatto, nun verantwortlich bei Codif für die Entwicklung von Wirkstoffen, forschte über sechs Jahre lang an einem wissenschaftlichen Institut über die Kalkalge Jania rubens. Doch für einen Anbau draußen im Meer wachsen die Kalkalgen viel zu langsam, außerdem sind sie schwierig zu ernten. In seiner Doktorarbeit entwickelte er eine Methode für die Kultivierung von Kalkalgen. Das setzten wir hier bei Codif um: In unseren Pflanzen-Bio-Reaktoren fühlen sich die Kalkalgen so wohl, dass man sie nach etwa 2-3 Monaten ernten kann. Sie stecken z.B. in unserem Wirkstoff Actiporine 8G, der die Kollagensynthese anregt und die Hautoberfläche glättet. Wir arbeiten also gern mit Forschungsinstituten zusammen, da kann Dir Romuald gleich noch was dazu sagen.“

Inspirierende Partnerschaften

Romuald: „Ja, wir beobachten genau, was wissenschaftliche Institute oder kleine Unternehmen zu Themen rund um das Meer und über Algen erforschen. Hier entstehen oft interessante neue Innovationen oder Technologien! Aus diesem Grund besuchen wir viele Kongresse, um am Ball zu bleiben. Manchmal bietet es sich dann auch an, mit solchen Unternehmen Partnerschaften zu bilden.“

Was das Marketing von Codif dazu sagt

Zum Schluss habe ich noch Gabrielle Moro, die Marketing Managerin von Codif, in der Leitung.

Beautyjagd: „Die Ideen für Rohstoffe kommen also nicht aus dem Marketing?“

Gabrielle: „Eher nicht, denn wenn Konsumenten-Trends auftauchen, ist es meist zu spät, sich an die Entwicklung eines Rohstoffes zu machen. Es dauert ca. 3-4 Jahre, bis ein neues Projekt zu einem neuen Rohstoff führt. Entscheidender ist es, aktuelle wissenschaftliche Trends und Entwicklungen zu verfolgen. Regelmäßig treffen wir uns dafür mit den Mitarbeitern aus der Forschung & Entwicklung. In diesen Runden tauschen wir uns darüber aus und gleichen sie auch mit den Anforderungen unserer Kunden ab. Manchmal muss ich dabei den Forschergeist von Romuald und Pierre-Yves etwas bändigen, denn schließlich muss auch der Kunde den Wirkstoff noch verstehen können, und nicht nur ein Wissenschaftler 🙂 .“

Ich muss bei Gabrielles letztem Satz etwas schmunzeln, denn ich habe Romuald und Pierre-Yves ja gerade schon erlebt. Nach diesem ausführlichen Telefonat bin ich nun neugierig geworden, wie all diese Ideen und Inspirationen bei Codif konkret umgesetzt werden. Ich verrate schon mal: Es wird in der nächsten Folge der Beauty-Soap lila-pink und puschelig werden…

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