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Hinter den Beauty-Kulissen… ProTec Ingredia GmbH Proudly Presents: Wie Beauty-Innovationen entstehen

Mibelle Biochemistry

Here you can find an English version of this article.

In Kooperation mit ProTec Ingredia // Als ich in den Zug nach Luzern steige, habe ich eine gewisse Vorstellung im Kopf, wie Beauty-Innovationen entstehen könnten. Noch ahne ich nicht, dass mein Besuch bei Mibelle Biochemistry diese Ideen über den Haufen werfen wird… Zusammen mit Birgit Haemel, die ihr ja in der letzten Folge meiner Beauty-Soap bereits näher kennenlernen konntet, darf ich zwei Tage lang den Schweizer Rohstoff-Hersteller Mibelle Biochemistry kennenlernen.

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Faible für Neuheiten auf dem Beauty-Markt habe. Auch aus diesem Grund habe ich in den letzten Jahren immer mehr über Kosmetik-Rohstoffe erfahren wollen. Naturkosmetik-Produkte haben sich vor allem deswegen so stark weiterentwickeln können, weil neue Rohstoffe verfügbar sind. Sie sorgen beispielsweise für angenehme Texturen und für eine höhere Wirksamkeit der Produkte. Ermöglicht wurde diese Entwicklung, weil Kunden immer mehr Naturkosmetik kaufen – zugleich jedoch die Performance von konventioneller Kosmetik wünschen.

Was bisher geschah: Im Prolog meiner ‚Beauty-Soap‘ habe ich bereits geschildert, dass ich in Kooperation mit ProTec Ingredia GmbH eine Beauty-Fortsetzungsgeschichte für den Blog entwickelt habe. Sie führt mich zu den Ursprüngen der Kosmetik – denn ohne Roh- und Wirkstoffe könnte es keine Kosmetikprodukte geben. Mein kosmetisches Abenteuer startete in der ersten Folge mit einem Besuch beim Algenbauern in der Bretagne. Wer hinter Protec Ingredia steckt und welche Rolle die Firma in der Beauty-Branche spielt, konnte man in der letzten Folge nachlesen.

Wer die Mibelle Biochemistry ist

Vorweg ganz kurz ein paar Fakten: Die Mibelle Biochemistry wurde 1991 als unabhängige Geschäftseinheit innerhalb der Mibelle Group von Dr. Fred Zülli in Buchs (Schweiz) gegründet. Die Mibelle Group gehört zur Migros-Gruppe, dem größten Einzelhandelsunternehmen in der Schweiz. Die Migros wiederum ist eine 1925 von Gottlieb Duttweiler gegründete Genossenschaft. Über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt wurde sie durch ihr vorbildliches soziales Konzept.

Die Mibelle Biochemistry entwickelt und produziert Wirkstoffe für die weltweite Kosmetikindustrie. Die breite Palette an Wirkstoffen ist heute in mehr als fünfzig verschiedenen Ländern rund um den Globus erhältlich. Verkauft werden die Rohstoffe von Distributoren, die ein Netz an Kosmetikherstellern vor Ort haben. ProTec Ingredia vertritt die Mibelle Biochemistry in Deutschland und Österreich.

Mibelle Biochemistry

Rohstoff-Innovationen

Im Eingangsbereich der Mibelle Biochemistry in Buchs sehe ich gleich eine ganze Reihe von Awards, die die Firma für ihre Entwicklung von innovativen Rohstoffen bekommen hat. Ein Meilenstein war das Jahr 2008: Die Mibelle Biochemistry präsentierte damals eine neue und von ihr entwickelte Pflanzenzellkultur-Technologie. Dadurch können Stammzellen von seltenen und geschützten Pflanzenarten, wie zum Beispiel von der Alpenrose, in größerem Rahmen nachhaltig kultiviert werden. Doch davon mehr in den nächsten Folgen!

Mibelle Biochemistry Labor

Wo entstehen Innovationen?

Ich muss zugeben, dass ich vor meinen Reisen mit ProTec Ingredia dachte, dass Innovationen für Kosmetik-Rohstoffe quasi am Reißbrett entstehen: Das Marketing erkennt einen Konsum-Trend, dann setzt das Labor um. Doch so funktioniert es nicht! Denn sobald Trends deutlicher absehbar werden, sollte der Rohstoff eigentlich bereits fertig entwickelt sein. Da die Entwicklung eines Rohstoffs jedoch mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann, wäre es zu diesem Zeitpunkt viel zu spät, erst mit der Konzeption des neuen Rohstoffes zu beginnen.

Fred Zuelli Mibelle Biochemistry

Auf ein Wort mit Dr. Fred Zülli

Es ist also noch spannender, als ich dachte: Wie entstehen dann die Ideen für neue Rohstoffe? Woher weiß die Mibelle Biochemistry, in welche Richtung sie forschen könnte? Dazu befrage ich den Biochemiker Dr. Fred Zülli, Geschäftsführer und Gründer von Mibelle Biochemistry.

Julia: Was war damals Ihre Motivation, Mibelle Biochemistry zu gründen?

Dr. Fred Zülli: Ich wollte hochwertige und wissenschaftlich fundierte Inhaltsstoffe für die Kosmetikindustrie entwickeln. Von Anfang an hatte ich die Vision, dass Mibelle Biochemistry sich einen Namen als Pionier macht und für Innovation steht. Denn nur durch innovative Rohstoffe können innovative Kosmetikprodukte entstehen. Wir bei der Mibelle Biochemistry lassen uns dabei von der Natur inspirieren – und setzen die Ideen dann mit unserem wissenschaftlichen Knowhow und Forschergeist um.

Julia: Und wie packt man das Thema Innovation im Unternehmen an?

Dr. Fred Zülli: Gleich von Anfang an war für mich klar, dass das Innovationsmanagement im Mittelpunkt des Unternehmens steht. Innovation ist eine Haltung, die im Unternehmen gelebt werden muss. Entscheidend für den Erfolg sind sehr gute und motivierte Mitarbeiter, die glücklicherweise oft auch schon lange bei uns sind. Zugleich bekommen wir durch unser stetiges Wachstum neue Mitarbeiter dazu, die andere Sichtweisen von außen einbringen. Nur mit Leidenschaft fürs Thema und die Forschung können innovative Rohstoffe entstehen!

Julia: Und wie gehen Sie und Ihr Team dabei konkret vor?

Dr. Fred Zülli: Wir haben einen systematischen Produktentwicklungsprozess installiert. Unser Ziel ist es, etwa 4-5 Neulancierungen an Rohstoffen pro Jahr herauszubringen. Jeder Mitarbeiter kann sich hier mit seinen Ideen einbringen, wir tauschen uns in regelmäßigen Meetings mit allen Abteilungen aus. Wichtig ist auch unser ‚Life Sciences Project‘: In einer internen Experten-Runde werden neue Forschungsergebnisse aus den unterschiedlichsten Wissenschaften wie Biologie, Pharmazie, Neurowissenschaften, Medizin, Epigenetik oder Chemie gesammelt und bewertet. Wenn wir etwas spannend finden, dann gehen wir der Idee nach. Auch gesellschaftliche Entwicklungen beobachten wir genau. Wir tragen soviel Wissen wie möglich zusammen, um vorne dran zu sein.

Für die Entwicklung der meisten Rohstoffe sind die Forschungen im Labor der Ausgangspunkt. Diese werden anfangs ergebnisoffen und oft noch ohne genauere Produktdefinition durchgeführt. Erst im nächsten Schritt wird dann die Vermarktungsmöglichkeit durch das Marketing geprüft. Im Labor tüfteln wir dann weiter an neuen Technologien für die Herstellung des Rohstoffs. Wir probieren viel aus und verwerfen vieles auch wieder. Das benötigt einiges an Zeit, denn der Rohstoff muss ja wirksam sein.

Julia: Woher kommen Ihrer Meinung nach die nächsten Rohstoff-Trends?

Dr. Fred Zülli: Ich denke, dass eines der zukünftigen großen Themen aus dem Bereich der Medizin kommt: die Verlängerung der gesunden Lebensphase des Menschen – wir wollen im Alter möglichst lange fit und gesund bleiben. Deswegen beobachten wir sehr genau, welche neuen Erkenntnisse es in diesem Bereich gibt. Es könnte ja beispielsweise sein, dass ein Wirkstoff gegen Diabetes ein Wirkprinzip nutzt, das auch für die Pflege und Gesunderhaltung der Haut interessant ist.

Noch mehr Beachtung werden meiner Einschätzung nach die biotechnologisch hergestellten Rohstoffe erfahren. Sie können nachhaltig auch in größeren Mengen produziert werden und bieten eine hohe Wirksamkeit. Die Nachfrage nach allzu exotischen Inhaltsstoffen wird sich aus meiner Sicht hingegen etwas abschwächen.

Julia: Vielen Dank für den spannenden Einblick!

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In der nächsten Folge der Beauty-Soap wird es ganz konkret um die Entwicklung eines neuen Rohstoffs gehen. Ich kann schon mal verraten, dass es ‚moosig‘ wird 🙂 . Wusstet ihr z.B., dass es Moos-Experten gibt, die Moose in der Schweiz kartieren? Davon und mehr dann in einem Monat!

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